Keltische Gottheiten


Keltische Gottheiten ist der Sammelbegriff für Götter und Wesen der Keltischen Mythologie und Religion, die innerhalb des Bereiches der keltischen Kultur (Celticum) von den Stämmen der Britischen Inseln, Galliens, den keltiberischen Völkern und den Ostkelten der Donauländer und Galatiens vor ihrer Christianisierung verehrt wurden. Archäologische wie philologische Zeugnisse ergeben das Bild einer polytheistischen Anschauung mit zahlreichen lokalen und regionalen, aber auch einigen überregional verbreiteten keltischen Gottheiten. Überliefert sind die Namen der Gottheiten festlandkeltischer Kulturen durch Inschriften und die Werke antiker griechischer und römischer Autoren, die der Inselkelten durch frühmittelalterliche Aufzeichnungen keltischer Mythen und Sagen. Während Muttergottheiten im gesamten keltischen Raum anzutreffen waren, lassen sich Vatergötter oder Götterväter kaum verlässlich benennen. Wichtige Positionen nahmen hingegen Toten-, Handwerks- und vor allem Kriegsgottheiten ein. Ob Götter mit Tierattributen oder Tiergestalt im keltischen Kult eine wesentliche Rolle spielten, ist umstritten.

Etymologie und Quellenlage

Das rekonstruierte indogermanische Wort für Gott oder Göttin, *deiuos, *deiuih2, ist in allen Keltischen Sprachen als Stamm vorhanden. Gallisch und Britannisch lautet er *dēvo- oder *dīvo- und ist außer in Namen noch in der Bilingue (von lat. bilinguis „zweisprachig“) von Vercelli als teuoxtonion, daraus dēvo-gdonion „Götter und Mensch“ überliefert[1]; irisch día, Plural , kymrisch dwyw, jünger duw. Vom britannischen deva „Göttin“ leitet sich der in Britannien häufige Flussname Dee ab.[2][3]

Die Vorstellungen der Kelten von ihren Gottheiten sind im Wesentlichen nicht bekannt, da es dafür kaum ältere schriftliche Tradierungen (Überlieferungen) gibt. Dass die Götter allerdings als anthropomorph gesehen wurden – bis hin zur Unterscheidung männlich-weiblich sowie der Existenz von Götterfamilien – ist nicht nur auf vielen Kultbildern zu sehen, sondern auch an einer in der Literatur häufig vorzufindenden Mensch-Gott-Analogie. Ein einheitliches Pantheon, wie es aus der griechisch-römischen Mythologie bekannt ist, kann für die keltischen Gottheiten nicht angenommen werden.[4]

Hypothesen zur Struktur der keltischen Götter und zu indogermanischen Religionen insgesamt („Drei-Funktionen-Theorie“) in der Vergleichenden Mythen- und Religionsforschung des 20. Jahrhunderts durch ihren Einbringer Georges Dumézil, und in dessen Nachfolge besonders für das Celticum zum Beispiel durch Jean J. Hatt und Jan de Vries, werden unter Keltologen heute kritischer bewertet und teilweise nicht mehr akzeptiert.[2]

Die Interpretatio Romana und die Interpretatio Graeca – keltische Götter werden als klassische Gottheiten interpretiert – geben lediglich ein sehr vereinfachtes Bild der Götterfunktionen und sagen zum dazugehörenden Mythos praktisch nichts aus. Die Probleme der Griechen und Römer bei der Gleichsetzung klassischer mit keltischen Gottheiten ist auf ihr weitgehendes Unverständnis für die Vielschichtigkeit der Keltengötter zurückzuführen. Aus rechtspolitischen Gründen unterstellt Cicero, der mit diesem Argument eine günstige Prozessposition für einen Klienten erreichen wollte, den Galliern nahezu Gottlosigkeit.[5] Der im inselkeltischen Bereich verbreitete Euhemerismus, aus mythischen Heroen erst Götter, nach der Christianisierung dann wieder sterbliche Heroen werden zu lassen, lässt den Ursprung in der alten Mythologie nur mehr bruchstückhaft erkennen.[2] Auf dem Festland sind somit die Namen der Gottheiten, auf den Inseln die Mythen − wenn auch in verfremdeter Form – erhalten geblieben:

„Von den Festlandskelten kennen wir (zum Teil wenigstens) die Religion, aber keine Mythologie, wogegen die Inselkelten die Mythologie in einer Zeit literarisch gestalteten, als die zugrundeliegende Religion nicht mehr existierte

Helmut Birkhan [6]

Pfeiler der Nautae Parisiaci

Obgleich es einige Gottheiten gab, die weit verbreitet waren, geht man heutzutage eher von begrenzten, lokal gebundenen Kultgemeinschaften aus. Die Archäologie bestätigt, dass die meisten bekannten Götternamen auf kleine geografische Räume begrenzt sind. Anhand von Bilddarstellungen, (Weihe-)Inschriften, Fluchtafeln (defixiones) und Texten antiker Autoren sowie frühmittelalterlichen Sagen – besonders im inselkeltischen Bereich – kann man einige „göttliche Archetypen“ ausmachen, die im gesamten keltischen Kulturkreis verbreitet waren. Beispiel dafür ist Belenus/Belinus, oft mit Apollon gleichgesetzt, der auf Inschriften in Aquileia (noch heute im Namen des Stadtteiles Beligna), in Frankreich (Saint-Chamas, Bayeux), in Britannien (vergleiche den Königsnamen Cunobelinus) und vermutlich auch in Thrakien verehrt wurde.[7][8] Der Versuch von Henri d’Arbois de Jubainville, den irischen Gott Lugh/Lugus auch als Gottheit Galliens zu postulieren, ist jedoch sehr umstritten.[9][10] Allerdings ist der nahezu typisch keltische Partikularismus, der auch politisch bestimmend war, durch eine Vielzahl von Göttern (über 400) und deren deshalb unscharfe, sich überschneidende Funktionen für die lokale Begrenztheit der Verehrung verantwortlich. Eine Einteilung der Gottheiten nach diesen Funktionen ist deshalb in jedem Falle nur als Anhaltspunkt zu sehen. Vielmehr ist anzunehmen, dass die Gottheiten eine Mehrzahl von Funktionen innehatten und diese je nach Anlass und Kult einzeln in den Vordergrund traten.

Bei den häufig auftretenden Triaden[11] und auch den Götterpaaren ist einerseits eine Zusammenführung wegen der gleichen Funktion (siehe die Matronae), andrerseits als gegenseitige Ergänzung (Beispiel männlich/weiblich, siehe Bormo/Damona) sowie nach dem Aspekt der „Heiligen Hochzeit“ anzunehmen. Der Quader I („Götterpaarquader“) der Nautae Parisiaci kann als Beispiel für zwei Gottheiten mit jeweils gleicher Funktion gesehen werden.[12] In diesen Verbindungen trägt die männliche Gottheit oft – manchmal ausschließlich – den römischen, während die Göttin den alten keltischen Namen beibehält (siehe Mercurius und Rosmerta).[4] Auch über die Sprachgrenze geht die Verbindung zu einem Götterpaar manchmal hinaus, so ist in Trier (Augusta Treverorum) der keltisch/römische Lenus Mars zusammen mit der dem Namen nach eher germanischen Triade der Xulsigiae in einer Inschrift aus dem Tempelbezirk Irminenwingert genannt.[13] Ein Zusammenhang dieser Xulsigiae mit den keltischen Göttinnen der Suleviae, die im Oberrheingebiet, Mosel, Britannien und der Stadt Rom belegt sind, wird angenommen. Wegen dieser Fundlage werden sie von einigen Forschern aber ebenfalls der germanischen Sphäre zugeordnet (siehe auch Kapitel „Keltisch-germanische Schnittstellen“). In den letzten Jahrzehnten wurden die Suleviae auch mit der in Bath verehrten Heil- und Quellgöttin Sulis in Verbindung gebracht.[14][15]

Bei allen durch antike Autoren tradierten Götternamen, Funktionen, Kultformen und Inschriften ist jedoch nicht zwingend ein bereits ebenso bestehender Brauch für die vorrömische Zeit vorauszusetzen.[4]

Regionale Überlieferungen

Das Celticum:
dunkel – ursprüngliches Siedlungsgebiet, hell – maximale Ausdehnung

Das Festlands-Celticum und Britannien (ohne Wales, Cornwall und Schottland) tradiert fast ausschließlich eine von den antiken Autoren aus Griechenland und Rom beeinflusste Funktionsaufteilung der Gottheiten. Eine Trennung der ursprünglich keltischen Vorstellungen und der später definierten Identifizierung mit den klassischen Göttern ist kaum möglich. Wenn beispielsweise Caesar über die Mercurius-Verehrung in Gallien schreibt:

Von ihm gibt es die meisten Abbildungen, ihn halten sie für den Erfinder aller Künste, für den Führer auf Wegen und Reisen und ihm schreiben sie die größte Macht in Geldangelegenheiten und Geschäften zu…(b. G. VI, 17[16])

so wird damit eine große Zahl lokaler Festlands-Gottheiten und ihre Funktionen einem einzigen römischen Gott zugeteilt. Der römische Kriegsgott Mars hat fast doppelt so viele keltische Beinamen wie Mercurius, aber gerade bei diesen beiden klassischen Göttern ist die Vermischung der Funktionen Handel, Reise, Handwerk und Krieg, ja auch Fruchtbarkeit evident.[17] Die Interpretatio Gallica stellt als Gegenstück zu den Interpretationes Romana und Graeca griechisch/römische Gottheiten unter dem Namen und Abbild lokaler keltischer Götter dar. Eine Unterscheidung, in welche Richtung diese Identifikationen vorgenommen wurden, ist im Einzelfall oft schwierig.[18]

Insel-Celticum:
Irland (grün)
Schottland (blau)
Wales (gelb)
Isle of Man (rot)
Cornwall (orange)
Aremorica (violett)

In Irland sind die von den Mönchen aufgezeichneten mythologischen Erzählungen Grundlage der Kenntnis über die alten Gottheiten. Eine Interpretatio Romana gab es hier nicht, da Irland nie römisch besetzt war. Besonders das Lebor Gabála Érenn („Das Buch der Landnahmen Irlands“) aus dem frühen 9. Jahrhundert nennt in seinem Bericht über die Einwanderungswellen die Túatha Dé Danann, die „Stämme der Göttin Danu“, ein Göttergeschlecht, das dann im christlichen Sinne zu magiekundigen Heroen mutiert. Der Ausdruck Trí Dé Daná („Die drei Götter der Danu“), womit die drei Kinder der Danu benannt werden – Brian, Iuchar und Iucharba – weist darauf hin. Als Trí Dé Daná werden aber auch die drei Handwerksgötter Goibniu, Credne und Luchta sowie die Túatha-Angehörigen Dagda, Lugh und Ogma bezeichnet. Besonders der Name des Dagda wird mit „der gute Gott“ übersetzt, wenn auch etymologische Unklarheiten bestehen. Andere ausdrücklich als Gottheiten genannte mythische Figuren sind die Morrígan, die auf die altkeltische Göttin Rigani zurückzuführen ist, und der Meeresgott Manannan mac Lir. Aus dem Volk der Fomori haben die Könige Elatha und Indech beide das Patronym (Vaternamen) mac Dé Domnann („der Sohn des Gottes Domnu“). Eine klare Funktionszuweisung der irischen Gottheiten im Sinne der Interpretatio Romana ist aber nicht vorhanden. Versuche von Georges Dumézil und seinen Schülern, aus dem Lebor eine Funktionsaufteilung unter den Einwanderern zu konstruieren[19] – die Fomori als Fruchtbarkeitsgötter, die Firbolg als Kriegsgötter – werden heute mehrheitlich abgelehnt. Eine andere umstrittene Einteilung kommt von d’Arbois de Jubainville, der in den Fomori die düsteren Todes- und in den Túatha Dé Danann die lichtvollen Lebensgottheiten sieht.[12]

Für Schottland, Wales[20], Cornwall, die Isle of Man und die von den britischen Inseln aus bevölkerte Bretagne (Aremorica)[21] gilt das oben Gesagte noch mehr, denn hier sind nur einige Heldenmythen überliefert, die ab dem Frühmittelalter aufgezeichnet wurden und wo deshalb die alten Götter der Umdeutung in mythische zauberkundige Heldengestalten weichen mussten. Dies geschah in den genannten Regionen im Unterschied zu Irland allerdings ohne den Einfluss der Klöster, die hier nicht als Orte der schriftlichen Tradierung fungierten.[12] Abgesehen von der Bretagne fand hier ebenfalls keine Umdeutung der alten in klassische Götter statt, da diese Region – außer für vernachlässigbar kurze Zeit – nicht von den Römern besetzt war.

Gottheiten und Funktionen

Weihestein für die Matronae Vacallinehae aus Weyer

Der Typus der Muttergottheiten (Matres, Matrae, Matronae)[22] ist im gesamten Celticum verbreitet. Vor allem in den keltisch besiedelten Gebieten des Römischen Reiches sind vom 2. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. über 1000 entsprechende Funde registriert. Diese Göttinnen sind alte Fruchtbarkeits-, Heil- und Lokalgottheiten, die vermutlich bereits in vorkeltischer, eventuell schon vorindogermanischer Zeit ihren Ursprung haben, wie einige Menhir-Statuen andeuten könnten.[23] In indogermanischer Zeit beginnt eine Matronenverehrung um 36 n. Chr. in Italien, ist zwischen 70 und 122 n. Chr. im Rheinland (besonders in der Gegend von Bonn) archäologisch feststellbar und endet etwa um 260 n. Chr. Zahlreiche Weihesteine der Matronae Aufaniae („Freigiebige Ahnmutter“) wurden in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts bei Bonn gefunden, solche der Matronae Vacallinehae im Tempelbezirk Pesch bei Bad Münstereifel-Nöthen, Kreis Euskirchen. Eine eindeutige Zuordnung zum keltischen oder germanischen Kultur- und Sprachraum ist wie bei vielen der Matres schwierig, da sie zumeist im Gebiet einer Mischbevölkerung verehrt wurden.[24] In keltischer Zeit werden sie meist als Triaden in Form der Matronae dargestellt, die manchmal auch die drei Lebensalter personifizieren. Ihre Hauptfunktion ist die von Schutz- und Stammesgöttinnen, ein Übergang zu den Kriegs- oder Schlachtengöttinnen ist ebenfalls mancherorts feststellbar (etwa bei der Stammesgöttin Brigantia der nordbritannischen Brigantes und den „treverischen Müttern“ bei den Treverern im Raum Trier). In dieser Funktion werden sie auch von einzelnen Legionären und ganzen Truppenkörpern verehrt.[25] In Irland wird umgekehrt die Kriegsgöttin Badb/Bodb auch mit dem Beinamen tuath thíre („Volk des Landes“), also etwa „Landesherrin“, benannt.[26]

Taranis-Iuppiter von Le Châtelet de Gourzon, Dépt. Haute-Marne

Ein Vatergott oder Göttervater[27][28] im Sinne der klassischen Himmels-Hierarchie lässt sich für die Kelten nicht bestimmen. Caesar schrieb,[29] die Kelten glaubten, dass sie alle von Dispater abstammten, dem griechischen Hades. Dies deutet auf einen Zusammenhang mit dem Todesgott hin, denn der Tod wird von den Druiden als Beginn des neuen Lebens gesehen, so dass der chthonische Todesgott gleichzeitig eine Fruchtbarkeitsfunktion innehat. Dispater wird in den Berner Lukan-Scholien mit Taranis gleichgesetzt, dem ja nach dieser Textstelle auch Menschenopfer dargebracht würden. An einer anderen Stelle der Scholien wird Taranis allerdings mit Iuppiter gleichgestellt, auf einer Inschrift in Rom[30] mit Herakles. Sehr oft wird dem Dispater die Göttin Aericura zur Seite gestellt, besonders im Osten des Celticums. Ein Beispiel dafür ist die Inschrift auf einem Relief aus Sulzbach[31], wo Dispater mit einer Schriftrolle dargestellt wird. Dies wird als Buchführung über die aus dem Leben Abzuberufenden gedeutet. Im Westen des Celticums wird der Gott Sucellus anstatt Dispaters genannt, den Linckenheld wegen seines Schlägelattributes als Schmiede- und Metallverhüttungsgottheit sieht, denn auch das Schmiedehandwerk und die Verhüttung werden mit einem chthonischen Todesgott in Verbindung gebracht. Als seine Gefährtin wird die Göttin Nantosuelta erwähnt.[32] Ein Doppelrelief bei Sarrebourg (jetzt im Musée d'Art et d'Histoire de Metz) zeigt die beiden Gottheiten nebeneinander stehend mit ihren Attributen. Das Häuschen, das Nantosuelta auf den meisten Abbildungen in der Hand trägt, weist sie auch als Schutzgöttin des Hauswesens und des Wohlstandes aus.[33] Eine andere Hauptgottheit ist Teutates („Vater des Volkes“ ?), der unter der Namensvariation Teutanus in dem spätkeltischen Oppidum der Eravisker auf dem heutigen Gellértberg in Budapest (Aquincum) verehrt wurde. Auf dem Berg, den die Römer wahrscheinlich Mons Teutanus nannten[34] ist vom 2. bis in das 3. Jahrhundert n. Chr. jährlich am 11. Juni von den Duoviri der Aquincumer Colonia ein Altarstein für Teutanus errichtet worden, der mit dem Iuppiter Optimus Maximus identifiziert wurde.[35][36] In den Lukan-Scholien wird er allerdings durchgehend mit Mercurius gleichgesetzt, auf einigen antiken Inschriften mit Mars. Für Irland wird als Vatergottheit der Dagda angenommen, der mit seiner Gabelkeule Leben vernichten und wieder spenden kann. Er wird deshalb auch als Todes- und Fruchtbarkeitsgott gesehen.[37]

Die Toten- oder Todesgötter[38] überschneiden sich, wie schon oben erwähnt, zum Teil mit den Vatergöttern, es gibt aber auch einige Todesgötter im engeren Sinne. In Irland werden hier Donn und mit Einschränkung Goll mac Duilb und Tigernmas dazugezählt. Donn trägt auch den Beinamen Fírinne, weil als sein Sitz der „Totenberg“ Cnoc Fírinne im County Limerick angenommen wird. Eine andere Version nennt die Toteninsel Tech nDuinn („Haus des Donn“, die Insel The Bull an der Westspitze der Beara-Halbinsel) als seinen Sitz, wohin alle Verstorbenen gelangen.[39][32] Bei Goll und Tigernmas sind lediglich die chthonischen Beziehungen zur „Anderen Welt“ ein Anhaltspunkt, sie als Todesgötter zu sehen. Der einäugige (Unpaarigkeit zeigt magische Potenz[40]) Goll als König von Mag Mell, Tigernmas als Begründer des Goldabbaues in Irland (Totengötter waren fast immer auch Götter des Reichtums) und wegen seines Todes zu Samhain, in den er drei Viertel der irischen Bevölkerung mitnahm. Noch unsicherer ist der festlandskeltische Gott Ogmios einzuordnen, obwohl die Beschreibung bei Lukian von Samosata (Hercul. I) ihn in die Nähe des griechischen Charon rückt.[41] Alle mit der Anders-/Unterwelt verbundenen Gottheiten als Totengötter einzuordnen, ist sicherlich unzulässig, ebenso wenig können die im gesamten Celticum weit verbreiteten Opferschächte und Opfergruben überall mit einem Totengott-Kultus der lokal dort verehrten Gottheit in Verbindung gebracht werden (siehe auch Viereckschanze).

Eine große Zahl von Handwerksgottheiten[42] ist zusätzlich zu den schon genannten überliefert, was die Bedeutung des Handwerks für die Kelten veranschaulicht. Die Trí Dé Daná in Irland sind der Grund, warum die Túatha Dé Danann auch als „Stamm der Götter mit dem handwerklichen Geschick“ gesehen werden. Besonders Lugh wird als Träger dieser Funktion sowohl auf dem Festland als auch auf den Inseln hervorgehoben, was auch auf einer Inschrift in Osma, Provinz Soria in der Hispania Tarraconensis zu lesen ist: „Im Namen der Schustergilde machte L. L. Urcico den Lugoves das Heiligtum zum Geschenk“.[43] Der Name Lugoves wird als triadischer Begriff von Lugus gedeutet, dieser Gott wurde somit als Dreiheit, zumindest aber als Zweiheit verehrt. Lughs irischer Beiname (sam)ildánach bedeutet bezeichnenderweise „der Vielbegabte“. Der kymrische Namen für Lugh ist Llew und dieser wird in den walisischen Triaden als „einer der drei göttlichen/goldenen Schuster“ bezeichnet.

Einige der Schmiedegötter werden zugleich als Heilgötter[44] gesehen. Besonders bei den Lokalgottheiten sind die Quellheiligtümer stets auch als deren Kultort zu sehen, wie bei den Suleviae, bei Grannus, Sequana, Bormo und Damona. Im römischen Namen von Aachen, Aquae Granni, einem „Kurort der niedergermanischen Armee“,[45] ist der Heilgott Grannus zu finden. In Irland ist es wieder ein Túatha-Angehöriger, nämlich der Götterarzt Dian Cecht mit seiner lebensspendenden Quelle.

Die Kriegs- und Schlachtengottheiten[46] spielten bei den Kelten ebenfalls eine große Rolle; bei den griechischen und römischen Autoren ist der Hinweis auf die „typisch keltische“ Kampffreudigkeit dieses Volkes ein immer wiederkehrendes literarisches Klischee.

…denn zu dieser Zeit hatte die Tyche (die griechische Göttin des Schicksals) eine gleichsam pestartig ansteckende Kriegswut über die Gallier kommen lassen.[47]

Zu den Attributen des Kriegsgottes in Britannien gehört fast immer ein Hornschmuck auf dem Haupt, meist Widder-, Bocks- oder Stierhörner, aber kein Geweih wie bei Cernunnos. Einige der hier bereits genannten Götter und Göttinnen sind zusätzlich als Kriegsgötter zu sehen; soweit nicht schon in dieser Funktion genannt, zählen noch auszugsweise dazu: In Irland neben Badb/Bodb die Göttinnen Morrígan, Nemain und Ernmas, in Britannien Andraste, auf dem Kontinent der mit Mars gleichgesetzte Esus und die Göttin Nemetona. Ob auch die Kampfdämoninnen wie Scathach aus Alba (Schottland) zu den Kriegsgottheiten zu zählen sind, ist umstritten. Das bei allen Kelten für die Schlacht bedeutsame Kriegsgelärme nennen die Iren im Lebor Gabála Érenn eine göttliche Erfindung der Túatha Dé Danann.

Cernunnos auf der Nautae Parisiaci-Säule

Ob es tatsächliche Tiergottheiten[48][4][49] gab oder ob es sich hier um besonders enge Beziehungen zu bestimmten Tieren handelt, die durch entsprechende Attribute der Gottheit zugeordnet sind, kann nicht eindeutig unterschieden werden. So wird Cernunnos mit einem (Hirsch?-)Geweih dargestellt – auf dem Pfeiler der Nautae Parisiaci und vermutlich auch auf dem Kessel von Gundestrup. Andarta und Artio weisen durch ihren Namen (altkeltisch *artos) auf den Bären hin. Das Schwein, im Speziellen der Eber, ist das Reittier der Göttin Arduinna, beim Gott Moccus wird der Name wahrscheinlich vom irischen mucc bzw. walisischen mochyn ( beides = „Schwein“) abgeleitet. Der Göttinnenname Damona wird mit dem irischen dam („Rind“) in Verbindung gebracht, der Tarvos Trigaranus ist der „Stier mit den drei Kranichen“ in Verbindung mit dem Gott Esus. Badb/Bodb wird von irisch *bodua („Krähe“) abgeleitet. Pferdegöttinnen sind die gallische Epona und die walisische Rhiannon, die ursprünglich als Gottheit verstanden wurde. Tiermasken bei Fruchtbarkeitsritualen sind ebenfalls ein Hinweis auf eine Verbindung zu den Göttern.[50]

Keltisch-germanische Schnittstellen

Ältere Beziehungen (aus der Vor-Eisenzeit) zwischen Kelten und Germanen sind sprachhistorisch nicht feststellbar, ab der Späthallstatt- und Latènezeit werden friedliche und kriegerische Kontakte angenommen, was an gemeinsamen Wortwurzeln feststellbar ist.[51] Ein keltisch-germanischer Kulturverband des Nordseeraumes ist ebenfalls sprachlich fixierbar[52] sowie der Kesselkult, der gleichermaßen bei beiden Völkern im täglichen Leben und in der Mythologie vorkam.[53] Angenommen wird, dass die Muttergottheiten (siehe oben bei den Xulsigiae/Suleviae und den Vacallinehae) ursprünglich keltisch waren und von den Germanen in Form der Mädchen-Frau-Matrone-Triaden übernommen wurden.[54] Weitere, bisher noch nicht genannte Götter, deren Zuordnung umstritten ist, sind Arvernus, Baldruus, Cimbrianus, Gebrinius, Magusanus und die Göttinnen Aericura und Vercana.

Literatur

  • Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, ISBN 3-7001-2609-3.
  • Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption. Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1.
  • Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, Tosa Verlag, Wien 2004, ISBN 9783854928461.
  • Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt. Walter Verlag 1991, ppb-Ausgabe Patmos Verlag, Düsseldorf, 2000, 2. Auflage, ISBN 3-491-69109-5.
  • Miranda J. Green, Sandra Billington (Hrsg.): The Concept of the Goddess. Routledge, London 1999, ISBN 0-415-19789-9.
  • Miranda J. Green: Die Druiden. Bechtermünz, Augsburg 2001, ISBN 3-8289-0737-7.
  • Miranda J. Green: The Gods of Roman Britain (Shire Archaeology Series). Shire Publication, Aylesbury 2003, ISBN 0-85263-634-2.
  • Miranda J. Green: The Gods of the Celts. Sutton Publishing, Stoud 1997, ISBN 0-7509-3479-4.
  • Proinsias Mac Cana: Celtic Religion. An Overview. In: Lindsay Jones (Hg.): Encyclopedia of Religion, 2. A., Bd. 3 (2005), ISBN 0-02-865736-5, S. 1478–1497.
  • Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5.
  • Bernhard Maier: Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild. C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-48234-1.
  • Bernhard Maier: Kleines Lexikon der Namen und Wörter keltischen Ursprungs. C.H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-49470-6.
  • Joseph F. Nagy: Celtic Religion. History of Study. In: Lindsay Jones (Hg.): Encyclopedia of Religion, 2. A., Bd. 3 (2005), ISBN 0-02-865736-5.
  • Ludwig Pauli: Keltischer Volksglaube. Amulette und Sonderbestattungen am Dürrnberg bei Hallein und im eisenzeitlichen Mitteleuropa. Beck, München 1975, ISBN 3-406-00498-9.
  • Anne Ross: The Druids. Preachers of immortality. Tempus Publishing Ltd., Stroud, Gloucestershire 2004, ISBN 0-7524-2576-5.
  • Anne Ross: Pagan Celtic Britain. Studies in iconography and traditions. Routledge and Kegan Paul, London 1967; diverse Neuauflagen, darunter Academy Chicago Publ., Chicago, Ill. 1997, ISBN 0-89733-435-3. Review von C. S. Littleton.
  • Rudolf Thurneysen: Die irische Helden- und Königssage bis zum siebzehnten Jahrhundert. Halle 1921.
  • Jan de Vries: Keltische Religion. (Die Religionen der Menschheit 18), Stuttgart 1961 / Nachdruck Edition Amalia, Bern 2006, ISBN 3-905581-20-5.

Weblinks

 Portal: Mythologie – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mythologie

 <Lang> Commons: Keltische Gottheiten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Wolfgang Meid: Zur Lesung und Deutung gallischer Inschriften. Innsbruck 1989
  2. 2,0 2,1 2,2 Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. Stichwort: Götter und Göttinnen, S. 146 f.
  3. Bernhard Maier: Kleines Lexikon der Namen und Wörter keltischen Ursprungs. S. 69.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Bernhard Maier: Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild. S. 73 f.
  5. Marcus Tullius Cicero: Philippicae, et Orationes pro Fonteio. 13,30: „An vero istas [sc. Gallorum] nationes religione iuris iurandi ac metu deorum immortalium in testimonis dicendis commoveri arbitramini?“ [1]
  6. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 464 f.
  7. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 582 f.
  8. Bernhard Maier: Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild. S. 83 f.
  9. Bernhard Maier: Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild. S. 89 f.
  10. Joseph F. Nagy: Celtic Religion. History of Study. S. 1483.
  11. Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt. S. 41.
  12. 12,0 12,1 12,2 Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Kapitel: Die keltischen Götter und Göttinnen nach ihren Funktionen, S. 491 ff.
  13. AE 1924, 00016; Edith Mary Wightman. Roman Trier and the Treveri, Praeger, London 1970/71, S. 213.
  14. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 581 f., 618, 624.
  15. Bernhard Maier: Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild. S. 303 f.
  16. Johann Christoph Held (Übers.& Komm.): Caii Julii Caesaris Commentarii de bello Gallico, Seidel, 1839, S. 223. Deum maxime Mercurium colunt; huius sunt plurima simulacra, hunc omnium inventorem artium ferunt, hunc viarum atque itinerum ducem, hunc ad quaestus pecuniae mercaturasque habere vim maximam arbitrantur.
  17. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 491 f., 593.
  18. Johann Figl: Handbuch Religionswissenschaft: Religionen und ihre zentralen Themen. Vandenhoeck & Ruprecht, 2003, ISBN 9783702225087, S. 226.
  19. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 459 f.
  20. Bernhard Maier: Das Sagenbuch der walisischen Kelten. Die vier Zweige des Mabinogi. Dtv München, April 1999, ISBN 3-423-12628-0, S. 108 f.
  21. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 265 f.
  22. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 513 ff.
  23. etwa bei Le Mas d'Azaïs Montlaur und Le Mas Capelier (beide im Dep. Aveyron, Frankreich)
  24. M. Siebourg: Der Matronenkult beim Bonner Münster, in: Bonner Jahrbuch 138, 1933, S. 103 ff.
  25. als Beispiel: CIL VII, 221 [Deab(us) Ma]trib[us] / M(arcus) Ingenui/us Asiati[cus] / dec(urio) al(ae) II As[t(urum)] / [v(otum)] s(olvit) l(aetus) l(ibens) m(erito) - aus Ribchester (Bremetennacum) in Lancashire, römische Provinz Britannia
  26. Helmut Birkhan: Germanen und Kelten bis zum Ausgang der Römerzeit. Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Kl. 272, Wien 1970, S. 492, 518.
  27. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 549 ff.
  28. Ein Vatergott ist in seinem Wesen Gott, außerdem aber auch Vater - etwa eines anderen Gottes, eines Heros oder eines Menschen (wie CúChulainn ein Sohn des Lug). Ein Göttervater ist ein Vater, der Götter hervorbringt, er muss nicht unbedingt selbst ein Gott, sondern könnte auch ein Titan sein, wie das in der antiken Mythologie vorkommt. Bei den Kelten wissen wir das nicht so genau, darum diese Formulierung, die beides offen läßt. (Helmut Birkhan, Oktober 2011)
  29. Gaius Iulius Caesar: De bello Gallico VI, 18.
  30. CIL VI, 139 Diti / Patri // Hercu/li // Ti(berius) / Claudius / Spend[on] // Valeria / Frontis
  31. CIL XIII, 6322 I(n) h(onorem) d(omus) d(ivinae) d(eae) s(anctae) Aericur(ae) et Diti Pat(ri) / Veter(ius) Paternus et Adi() Pater(na)
  32. 32,0 32,1 Joseph F. Nagy: Celtic Religion. History of Study. S. 1485.
  33. Sylvia & Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, S. 247 f.
  34. Zsolt Mráv: Castellum contra Tautantum. Zur Identifizierung einer spätrömischen Festung. In: Ádám Szabó, Endre Tóth: Bölcske. Römische Inschriften und Funde – In memoriam Sándor Soproni (1926-1995) Libelli archaeologici Ser. Nov. No. II. Ungarisches Nationalmuseum, Budapest 2003, ISBN 963-9046-83-9 (formal falsche ISBN), S. 354.
  35. Attila Gaál: Bölcske fortlet. In: Zsolt Visy (Hrsg.): The Roman army in Pannonia. Teleki Lázló Foundation 2003, ISBN 963-86388-2-6, S. 176.
  36. Sándor Soproni: Előzetes jelentés a bölcskei késő római ellenerőd kutatásáról. (Vorläufiger Bericht über die Erforschung der spätrömischen Gegenfestung in Bölcske.) In: Communicationes Archaeologicae Hungariae 1990. Budapest 1991, S. 133–142, hier: S. 142.
  37. Rudolf Thurneysen: Die irische Helden- und Königssage bis zum siebzehnten Jahrhundert. S. 479.
  38. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 555 ff.
  39. Kuno Meyer: Der irische Totengott und die Toteninsel. In: Sonderband 32 der Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften, Berlin 1919, S. 542.
  40. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 505, 732.
  41. Klopstock/Gronemeyer/Beck: Werke und Briefe: historisch-kritische Ausgabe: (Hamburger Klopstock-Ausgabe), Abt. II, Briefe; 8, 1783-1794; 2, Apparat, Kommentar, Anhang, Walter de Gruyter, 1999, S. 850.
  42. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 593 ff.
  43. CIL II, 2818 Lugovibus / sacrum / L(ucius) L(icinius?) Urci/co(m) colle/gio sutoru/m d(onum) d(edit)
  44. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 618 ff.
  45. Herbert Nesselhauf, Harald von Petrikovits: Ein Weihaltar für Apollo aus Aachen-Burtscheid, in: Bonner Jahrbuch 67, 1967, S. 268 ff.
  46. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 634 ff.
  47. Polybios: Historíai, II, 20. In: Band 49 von Langenscheidtsche Bibliothek sämtlicher griechischen und römischen Klassiker in neueren deutschen Muster-Übersetzungen. Langenscheidt, 1925.
  48. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 696 ff.
  49. Joseph F. Nagy: Celtic Religion. History of Study. S. 1487.
  50. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 571.
  51. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 321.
  52. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 937.
  53. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 813.
  54. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 519.
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06.05.2021
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.

15.04.2021
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08.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
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Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
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Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
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31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
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22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
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24.02.2021
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Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
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Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
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Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
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09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
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16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
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15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
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11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
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30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
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09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
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02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
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02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
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08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
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11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
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17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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