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FUNDFUNDORTALTERENTDECKERDATUM
adultes maskulines SkelettHöhle Arene Candide, Ligurien, Italienca. 26.000 Jahre?1946
VERÖFFENTLICHUNG
Bernabò Brea L., 1946, Gli scavi della Caverna delle Arene Candide, parte I, Gli strati con ceramiche, Istituto Internazionale di Studi Liguri, Bordighera

Arene Candide ist der Name einer großen Höhle an der ligurischen Küste in der Nähe der Stadt Finale Ligure in der Provinz Savona. Der Fundort umfasst acht Feuerstellen, sowie das Grab eines jugendlichen Mannes mit einer Vielzahl von Grabbeigaben. Der Mann trägt den Spitznamen "Il Principe" (Der Prinz), obwohl es keinerlei Hinweise auf diesen Status oder andere soziale Strukturen gibt. Seine Überreste werden auf das Jungpaläolithikum (Gravettien) vor 28 000 bis 20.000 Jahren datiert und sind im Museo Civico di Archeologia Ligure in Genua ausgestellt. Die Höhle selbst ist für die Öffentlichkeit geschlossen.

Der Name Arene Candide geht auf eine weiße Quarzsand-Düne zurück, die kräftige Winde der letzten Eiszeit auf der westlichen Seite der Caprazzoppa-Landzunge in der Nähe der Höhle gebildet hatten. Noch auf einigen Fotos der frühen 1920er Jahre dargestellt, ist diese Düne heute komplett von der Schleifmittelindustrie abgetragen worden.

In der archäologischen Literatur wurde die große Höhle unter der Bezeichnung "Caverna delle Arene Candide" bekannt, nachdem Arturo Issel, der Gründer des "Istituto di geologia dell'Università di Genova", dort zwischen 1864 und 1876 erste reguläre Ausgrabungen geleitet hat.

Die Höhle befindet sich am westlichen Rand des ehemaligen Steinbruchs Ghigliazza, etwa 90 Meter über dem Meeresspiegel. Sie hat drei große Öffnungen, daher ist die Höhle heute wie in der Vergangenheit relativ hell und trocken. Zur Zeit ist der Zugang zur Höhle von oben erreichbar, die Route über Borgio dauert ca. 30 Gehminuten.

Der berühmteste Fund aus der Höhle, der junge Mann (Il Principe), wurde bei Ausgrabungen freigelegt, die Luigi Bernabò Brea und Luigi Cardini vom italienischen Institut für Humangenetik und Paläontologie in den Jahren 1940 - 42 und 1948 - 50 im südöstlichen Teil der Höhle durchführten. Das Skelett wurde 6,7 Meter unterhalb der gegenwärtigen Grundoberfläche der Höhle gefunden und lag auf einem Bett von rotem Ocker.

Bemerkenswert ist die Vielzahl von Gegenständen, die dem jungen Prinzen mit ins Grab gegeben wurden. Der Schädel wurde von Hunderten von perforierten Schneckenhäusern und Rotwildzähnen umgeben, vielleicht sollte diese Anordnung eine Kappe darstellen. Zusätzliche Grabbeigaben waren Anhänger aus Mammutelfenbein und Stöcke aus Elchgeweih; ein 23 Zentimeter langes Feuersteinblatt lag neben der rechten Hand.

Viele keramische Materialien, Werkzeuge aus Stein, Knochen und Muscheln, die von den Menschen der Alt- und Jungsteinzeit in die Höhle Arene Candide gebracht oder dort hergestellt wurden, sind im Museo Archeologico del Finale ausgestellt.


Fossil | Homo | Homo heidelbergensis
Arago XXI - Homo heidelbergensis
Die eindrucksvolle Kalksteinhöhle Arago liegt hoch über dem Fluss Verdouble in den Pyrenäen.
Fossil | Homo | Homo heidelbergensis
Atapuerca 4, 5 - Homo heidelbergensis
Ein Glücksfall der besonderen Art trug sich im Norden Spaniens zu.
Paläoökologie | Fossil | Homo | Homo erectus
Bilzingsleben - Homo erectus bilzingslebensis
Am Rande des Thüringer Beckens, nahe der kleinen Ortschaft Bilzingsleben im Kreis Sömmerda, befindet sich eine einzigartige archäologische Grabungsstelle.
Fossil | Homo | Homo sapiens
Combe Capelle - Homo sapiens
Combe Capelle (deutsch: Bergkapelle) ist ein Abri mit mehreren paläolithischen Kulturschichten im Tal der Couze, 38 km südöstlich von Bergerac im französischen Département Dordogne.
Paläoanthropologie | Anatomie | Fossil
Die Fossilien
Als Darwin 1859 seine gewagten Überlegungen zum Ursprung des Menschen veröffentlichte, kannte man noch keine Fossilien, die für einen allmählichen Übergang von einem schimpansenähnlichen Vorfahren zum heutigen Menschen gesprochen hätten.
Fossil | Hominine
Kenyanthropus platyops - KNM-WT 40000
Justus Erus und Meave Leakey fanden 1999 in Lomekwi an der Westseite des Turkanasees in Kenia diese außergewöhnlichen Fossilien.
Fossil | Homo
KNM-ER 1813 - Homo habilis
Von einem früheren Fund (KNM-ER 1470) bei Koobi Fora wusste man, dass dort vor zwei Millionen Jahren eine Art von Homo mit relativ großem Gehirn, großem Gesicht und großen Zähnen gelebt hatte.
Fossil | Australopithecus
KP 29281 - Australopithecus anamensis
Bis 1994 war Australopithecus afarensis die älteste bis dahin entdeckte hominine Spezies.
Fossil | Homo
LB1 - »Hobbit« - Homo floresiensis
Die Gattung Mensch hat Zuwachs bekommen: Homo floresiensis war nur gut einen Meter groß und lebte vor 18.
Fossil | Australopithecus
LH 4 - Typusexemplar - Australopithecus afarensis
Vielleicht war Louis Leakeys vorgefasste Ansicht über das Wesen des "wahren Menschen" der Grund, warum er den linken unteren Eckzahn eines Homininen nicht erkannte, der 1935 in Laetoli zusammen mit zahlreichen anderen Wirbeltierfossilien aus dem Pliozän gefunden wurde.
Fossil | Australopithecus
Lucy - AL 288-1 - Australopithecus afarensis
Lucy war ein kleiner weiblicher Australopithecus afarensis, der vor mehr als drei Millionen Jahren an einem prähistorischen See bei Hadar im heutigen Äthiopien lebte.
Fossil | Australopithecus
OH5 »Zinjanthropus«, »Nussknacker Mensch« - Australopithecus boisei
OH 5 ist das Typusexemplar der Spezies Australopithecus boisei und wurde 1959 von Mary Leakey entdeckt - genau hundert Jahre nach Darwins „Entstehung der Arten“.
Fossil | Hominine
Sahelanthropus tchadensis - TM 266-01-060-1 »Toumaï«
Das bislang älteste bekannte Mitglied der Menschenfamilie entdeckte ein Forscherteam aus Frankreich und dem Tschad im Juli 2001 in der Sahelzone in Zentralafrika.
Fossil | Neandertaler
Shanidar 1 - Homo neanderthalensis
Die Shanidar Höhle ist die älteste prähistorische Stätte im Irak, einem Land, das archäologisch berühmt ist für die kulturellen Errungenschaften, die man in Mesopotamien entdeckte.
Fossil | Australopithecus
SK 6 - Typusexemplar Australopithecus robustus (Paranthropus crassidens)
Eine wichtige Entdeckung von Robert Broom war SK 6, ein Teil eines Unterkiefers sowie einige Zähne, die er bei Swartkrans, Südafrika, entdeckte.
Fossil | Homo | Homo erectus
Skelett KNM-WT 15000 - »Turkana Boy« - Homo ergaster
Am 22.
Fossil | Homo | Homo erectus
Trinil 2 - »Javamensch« - Homo erectus
Der sogenannte Pekingmensch ist 750.
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Zhoukoudian - »Der Pekingmensch« - Homo erectus
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Combe Capelle (deutsch: Bergkapelle) ist ein Abri mit mehreren paläolithischen Kulturschichten im Tal der Couze, 38 km südöstlich von Bergerac im französischen Département Dordogne.
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Die Kunst der Eiszeit - Figürliche Darstellungen
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Taxonomie | Hominine | Feuer | Homo heidelbergensis
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Der allmähliche Übergang vom Homo erectus über Homo heidelbergensis zum Neandertaler ist durch ungewöhnlich zahlreiche Fossilien sehr gut belegt.
Hominine | Homo
Kenyanthropus platyops
Meave Leakey und Justus Erus fanden im Jahr 1999 in Lomekwi, an der Westseite des Turkanasees in Kenia die außergewöhnlichen Fossilien eines bis dahin unbekannten Homininen.
Fossil | Homo
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Von einem früheren Fund (KNM-ER 1470) bei Koobi Fora wusste man, dass dort vor zwei Millionen Jahren eine Art von Homo mit relativ großem Gehirn, großem Gesicht und großen Zähnen gelebt hatte.
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Die Gattung Mensch hat Zuwachs bekommen: Homo floresiensis war nur gut einen Meter groß und lebte vor 18.
Werkzeuge | Paläoökologie | Homo
Oberes Paläolithikum - Steinwerkzeuge
Im Nahen Osten wurden vor etwa 40.
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