Perning 1, Kind von Mojokerto - Homo erectus

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Das Fundstück mit der Bezeichnung Perning 1, besser bekannt als Mojokerto-Kind, wurde 1936 von einem Geologenteam unter Leitung von J. Duyfjes in einem Dorf namens Kephuklagen in der Nähe der Stadt Perning entdeckt, die nördlich von Mojokerto in der Provinz Ost-Java liegt.

Nach dem 2 Weltkrieg machte sich G. H. R. von Koenigswald daran, den Fund in den "Proceedings of the Royal Dutch Academy of Sciences" wissenschaftlich zu beschreiben und nannte ihn Homo modjokertensis. Zunächst hatte er den Fund Pithecanthropus modjokertensis nennen wollen, doch E. Dubois war dagegen, weil es nach seiner Auffassung nur einen Pithecanthropus gäbe, nämlich seinen Pithecanthropus erectus aus Trinil.


Der Schädel des Mojokerto-Kindes wurde in einem Antiklinorium freigelegt, das in einem Zusammenhang mit der Fauna steht, die von Koenigswald als Jetis-Fauna bezeichnet hatte (nach einem Verwaltungsdistrikt der Stadt Yogyakarta). Eine Datierung von G. H. Curtis nach der Kalium-Argon-Methode, die eine hohe Messabweichung aufwies, ergab ein Alter von 1,91 Millionen Jahren. Eine spätere Datierung von G. H. Curtis und C. Swisher nach der Argon-Argon-Methode ergab 1,81 Millionen Jahre, welche jedoch nicht allgemein anerkannt wird, da sie als zu früh für Java erscheint. Das Kind war - je nach Bestimmungsmethode - 2 bis 6 Jahre alt, als es starb.

Von Koenigswald war davon überzeugt, dass Perning 1 kein Homo sapiens oder Australopithecus war. Er bezeichnete ihn als Pithecanthropus modjokertensis, als eine zwar andere, aber mit dem Pithecanthropus robustus aus einer ähnlichen Formation in Sangiran (S4) durchaus vergleichbare Spezies. Weidenreich, der von der Untersuchung des Abhusses ausging, weil er der Ansicht war, dass das Original während des Pazifischen Krieges oder Revolution abhanden gekommen sei, prägte den Artnamen Pithecantrhopus robustus.

Der Schädel hat eine längliche Form und weist weder ausgeprägte Überaugenwülste noch eine Hinterkopfwulst auf. Das Gesicht ist - abgesehen von den Rändern der Augenhöhlen (Margines supraorbitales) und dem oberen Teil der Augenhöhlen - nicht erhalten.

Die Achse der Orbitalpyramide (oder Conus) macht wie bei anderen Exemplaren des Homo erectus etwa ein Drittel der Schädellänge aus. Die Gelenkpfannen des Kiefers (Fossae mandibulares) sind bereits ausgebildet und weisen typische Merkmale eines Homo erectus auf. Ähnliches gilt für die allgemeine Form des Schädels. Die Basis ist teilweise erhalten und lässt einen dünnen Rand des Hinterhauptlochs erkennen.


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