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Potawatomi


Wohn- und Jagdgebiet der Potawatomi vor 1641

Die Potawatomi (auch Pottawatomie oder Pottawatomi) sind ein Indianerstamm aus der Region des oberen Mississippi River. Die Potawatomi-Sprache kommt aus der Algonkin-Sprachfamilie und ist sehr eng mit dem Ojibwe verwandt. Ihre Selbstbezeichnung lautete Bodéwadmi, was so viel wie Bewahrer des Feuers bedeutet. Dieser Name wurde ihnen von den benachbarten Anishinabe gegeben; sie selbst nannten sich ursprünglich Neshnabé, eine Wortgleichung von Anishinaabe. Die Potawatomi gehörten dem Rat der drei Feuer an, einer Allianz mit den Anishinabe und den Odawa (Ottawa). Die Potawatomi galten in dieser Allianz als der „jüngste Bruder“. Heute leben in Kanada fünf und in den USA sieben staatlich anerkannte Gruppen der Potawatomi, die insgesamt rund 28.000 Stammesangehörige zählen.

Sprache

Das Potawatomi ist eine separate Algonkinsprache, also kein Dialekt des Ojibwe, wie früher angenommen wurde. Es weist nicht nur Parallelen in Klang und Struktur mit dem südlichen Ojibwe und Odawa auf, sondern teilt auch zahlreiche ähnliche Vokabeln mit den Fox-, Sauk- und Kickapoo-Dialekten. [1]

Einige westliche Potawatomi bedienen sich heute bei ihren Ritualen bestimmter Gedächtnisstützen in Form von Piktogrammen, die auf Birkenrinde gezeichnet werden. Damit bleiben lange und komplexe religiöse Zeremonien besser in der Erinnerung erhalten. Charles F. Hockett entwickelte 1960 ein phonetisches Alphabet für die Pottawatomi-Sprache, doch es fand weder größere Akzeptanz noch praktische Anwendung. Ein zweites System wurde 1974 von John Nichols zusammen mit den Forest County Potawatomi of Wisconsin entwickelt.[1]

In den 1970er Jahren gab es bei den Potawatomi den Umzug zahlreicher Personen in andere, häufig weit entfernte Gemeinden. Stammesangehörige vermischten sich zum Beispiel mit weißen Amerikanern, Menominee, amerikanischen und kanadischen Chippewa und Odawa, sowie Kansas Kickapoo. Zudem lebten viele ältere Potawatomi-Sprecher in den Städten, zusammen mit ihren englisch sprechenden Kindern und Enkeln, und hatten keine Gelegenheit, ihre traditionelle Sprache anzuwenden. Um 1970 gab es nur noch wenige Orte, in denen Potawatomi gesprochen wurde. Vermutlich zählten sie nicht mehr als rund 1000 Personen, die meisten davon im Kansas Potawatomi und Kickapoo Reservat (350) und in Oklahoma (200).[1]

Wohn- und Jagdgebiet

Michigan um 1718, Karte von Guillaume de L'Isle.

Die Potawatomi bewohnten im Verlauf ihrer Geschichte drei verschiedene Gebiete, bis sie um 1840 in Reservate umziehen mussten. Das erste bekannte Territorium lag auf der unteren Michigan-Halbinsel und wurde um 1641 verlassen. Das zweite ist als eine Art Rückzugsgebiet infolge der irokesischen Bedrohung anzusehen, bis sich eine profitable politische und wirtschaftliche Allianz mit den Franzosen entwickelt hatte. Das Gebiet erstreckte sich über die gesamte Door-Halbinsel, von der die Green Bay vom Michigansee getrennt wird. In dieser Zeit dienten die benachbarten Wälder in Wisconsin als Jagdgebiet.[1]

Das Wohngebiet der Potawatomi blieb nicht lange auf die relativ kleine Halbinsel beschränkt. Schon vor 1670 hatten sie durch die Allianz mit den Franzosen und den Erwerb von Feuerwaffen so viel an Macht gewonnen, dass sie ihr Stammesgebiet ausweiten konnten. Bis 1820 wuchs ihr Territorium stetig an und umfasste die Door Peninsula, das gesamte westliche Ufer des Michigansees nach Süden bis zum heutigen Milwaukee und Chicago und weiter östlich und nördlich bis zum Saint Joseph River und zum Grand River in Michigan. Es umfasste außerdem Teile des südlichen Michigan am Saint Joseph River und das Gebiet um Detroit; des Weiteren die nördliche Hälfte von Indiana und Illinois, besonders das Einzugsgebiet des Wabash Rivers und der Flüsse Kankakee, Des Plaines, Chicago und Illinois. Schließlich Gebiete im südlichen Wisconsin westlich des Lake Geneva und des Mississippi. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts bewohnten die Potawatomi mehr als 100 Dörfer in dem beschriebenen Gebiet: 14 im nördlichen und zentralen Illinois, 21 in Indiana, 11 im südlichen Michigan und mehr als 80 in Wisconsin. Die Dörfer wurden nicht alle zur gleichen Zeit bewohnt und hatten auch nicht die gleiche Größe.[1]

Das frühgeschichtliche Territorium im unteren Michigan bestand aus fruchtbarem Acker- und Waldland, bestens geeignet für Maisanbau, Jagd und Fischfang. Das Waldgebiet war überwiegend von Eichen und Hickory, sowie Birken und Ahorn bewachsen, im Norden gab es Hartholz- und Kiefernwälder, unterbrochen von zahlreichen Seen und im Süden fand man Marschland und offene Prärie. Angesichts der vielen Wasserläufe benutzten die Potowatomi das Kanu für die Anreise zu den Jagdgebieten.[1]

Als die Potawatomi ihr Rückzugsgebiet auf der Door-Halbinsel erreichten, kamen sie in ein Land mit rauerem Klima und kürzerer Wachstumsperiode. Es lag so weit nördlich wie die französische Handels- und Missionsstation Chequamegon, die 1668 von einer großen Potawatomi-Gruppe besucht wurde. Obwohl die Halbinsel zeitweilig von geflohenen Algonkinstämmen überbevölkert war, lieferte das Land um die Green Bay sehr gute Ernteerträge. Die Indianer lebten besonders von wildem Reis, von der Jagd und dem Fischfang. Gejagt wurden bevorzugt Wassergeflügel und Büffel am oberen Fox River.[1]

Die Lage an der Green Bay bot soziale und strategische Vorteile. Zum einen relative Sicherheit vor Überfällen der Irokesen, zum anderen direkten Zugang zu französischen Kaufleuten ohne Zwischenhändler und Erwerb von französischen Waffen, Werkzeugen und anderen Gütern. Im Gegensatz zu vielen anderen Stämmen, die durch den Kontakt mit Europäern infolge von Kriegen und Krankheiten zahlenmäßig schrumpften, erlebten die Potawatomi bis 1820 einen Bevölkerungswachstum. Zu dieser Zeit hatte ihr Stammesgebiet die größte Ausdehnung erreicht und ihre Dörfer und Maisfelder bedeckten weite Teile des südlichen Wisconsin und Michigan, sowie des nördlichen Illinois, Indiana und nordwestlichen Ohio.[1]

Kultur

Lebensweise im siebzehnten Jahrhundert

In den beiden Jahrhunderten von 1642 bis 1842 hat sich die Lebensweise und Kultur der Potawatomi entscheidend verändert. Das trifft besonders auf die frühe Periode zu, als der Stamm noch keine Kontakte zu Europäern hatte. Es liegen einige Berichte aus der Zeit zwischen 1640 und 1660 vor, allerdings keine aus den Jahren davor, als die Potawatomi in ihrem traditionellen Wohn- und Jagdgebiet in Michigan lebten.[2]

Als sicher gilt, dass Potawatomi, Odawa und Chippewa einem einzigen Volk mit gemeinsamer Kultur und Sprache angehörten. Ursprünglich lebten sie an der Ostküste Nordamerikas und haben sich auf ihrem Zug nach Westen in drei Gruppen aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgte zu einem unbekannten Zeitpunkt an der Mackinacstraße. Die Gruppe, die später mit Potawatomi bezeichnet wurde, zog nach Süden ans Ostufer des Michigansees im heutigen Michigan. [2]

Es gibt nur wenige archäologische Fundstätten, die eindeutig der frühen Potawatomi-Kultur um 1600 zugeordnet werden können. Dazu gehört die Fundstätte am Dumaw Creek in Michigan, die als Beispiel für die Lebensweise der Potawatomi kurz vor der Ankunft der Franzosen gelten kann. Das Moccasin Bluff Village im Berrien County ist vermutlich ebenfalls den Potawatomi zuzuordnen, wurde allerdings einige Jahre früher bewohnt. Beide Orte weisen auf große Sommerdörfer hin, die am Waldrand, nahegelegenen kleineren Prärien und Flussläufen oder Seen errichtet worden waren. Die damaligen Potawatomi praktizierten eine saisonal zweigeteilte Lebensweise, die aus Gartenanbau, Jagd, Fischfang und Sammeln von essbaren Wildkräutern bestand. Im Sommer bauten sie Squash, Bohnen, Mais und Tabak an, sammelten eine Vielzahl wilder Pflanzen und Früchte. Im nahegelegenen Wald jagten sie Hirsche, Elche und Biber. Im späten Herbst verließen sie das Sommerdorf, teilten sich auf und zogen in kleinere, geschützte Winterlager. Im Frühjahr sammelten sie sich erneut und veranstalteten gemeinsame Büffeljagden in den südlich gelegenen Prärien.[2]

Die Potawatomi lebten in kuppelförmigen Wigwams, die aus gebogenen, dünnen Stämmen junger Bäume bestanden und mit gewebten Matten oder Rindenstücken bedeckt waren. Ihre Bewaffnung bestand aus Pfeil und Bogen und Lanzen, die mit dreieckigen Feuersteinspitzen versehen waren. Die Dörfer wurden an schmalen Wasserläufen errichtet und waren durch Palisaden gegen plötzliche Überfälle geschützt.[2]

Die Potawatomi fertigten eine Vielzahl an gebrannten Tonwaren an. Ihre Kleidung bestand aus zusammengenähten Fellen und in Flechttechnik hergestellten Stoffen. Sie schmückten ihr Haar, den Körper, die Kleidung und andere Gegenstände mit Farben und Ornamenten, die aus einheimischen Kupfer vom Oberen See hergestellt wurden. Weitere Schmuckgegenstände waren Perlen, Halsketten und Anhänger von der Atlantikküste. Tabak rauchten sie in steinernen oder aus Ton gebrannten Pfeifenköpfen mit hölzernen oder aus Schilfrohr hergestellten Pfeifenstielen.[2]

Die Begräbnisse waren aufwändig. Der Leichnam wurde in Festtagskleidung in ostwestlicher Ausrichtung beerdigt und mit zahlreichen Grabbeigaben, wie Werkzeuge, Waffen und Nahrung, für die Reise ins Jenseits ausgestattet. Eine Ausnahme bildeten die Angehörigen des Rabbit Clans (Kaninchen-Klan), die verbrannt wurden.[2]

Das Verwandtschaftssystem der Potawatomi war streng patrilinear mit einer damit verbundenen Clan-Organisation, die die Basis der Dorfgemeinschaft darstellte. Es gab Polygamie in der Form, dass ein Mann die Schwestern seiner Frau heiraten konnte. Die Ehe war matrilokal, der Mann zog nach der Heirat in das Haus seiner Schwiegereltern. Das System erwies sich als vorteilhaft für den Bevölkerungszuwachs, wie es durch Fakten im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert nachhaltig bewiesen wurde.[2]

Der gemeinsame Besitz eines lokalen Clans war eher übernatürlicher als realer Art. Zu dieser Zeit besaß jede Gruppe ein Heiliges Bündel, dessen Inhalt die übernatürlichen Kräfte des Clans verkörperte. Darüber hinaus verfügte ein Clan über eine Namensammlung der Vorfahren und die damit verbundenen Kräfte, verschiedene rituelle Utensilien und die diversen Visionen seiner Angehörigen. Der tatsächliche Besitz, wie Kanus, Wigwams, Waffen und Nahrungsvorräte gehörte dem Einzelnen oder der Familie. In jedem Sommerdorf der Potawatomi gab es die Repräsentanten der einzelnen Clans, erwachsene Männer, Jungen und unverheiratete Mädchen, die zum Kern-Clan gehörten, und Frauen anderer Dörfer, die in die lokalen Gruppen eingeheiratet hatten.[2]

Durch den Austausch von Frauen aus den Clans anderer Dörfer war ein lokaler Clan mit anderen Clans verwandtschaftlich verbunden. Außerdem gab es weitere Beziehungen zwischen den einzelnen Dörfern, wie Handel, gegenseitige rituelle Verpflichtungen, sowie wechselseitige wirtschaftliche und militärische Unterstützung. Es ist kein Fall von erblicher Häuptlingswürde aus dieser Zeit bekannt. Führer der wichtigsten Clans wurden vereinzelt als Oberhaupt eines großen Dorfes anerkannt und dienten als Kriegshäuptling oder Verhandlungsführer bei intertribalen Verträgen. Von Perrot stammt ein Bericht über den politischen Führungsstil der Potawatomi: „Die alten Männer waren stolz, vernünftig und besonnen. Es kam selten vor, dass sie unverhoffte Dinge taten.“[2]

Kultur im neunzehnten Jahrhundert

Häuptling Simon Pokagon (Pokagon Band)
Häüptling Kack Kack (Prärie Potawatomi)

Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts bewohnten und kontrollierten die Potawatomie ein Gebiet, das weit größer als in den zurückliegenden Jahrhunderten war. Die wichtigste Einheit innerhalb des Stammes bildete das Dorf, von denen es mehr als hundert zu dieser Zeit gab. Diese Dörfer wurden in der Regel nach bestimmten landschaftlichen Merkmalen bezeichnet, wie zum Beispiel Dorf am alten Rotholz-Bach (Village of the old red wood creek), ein großes Dorf in Indiana. Dagegen bezeichneten die Amerikaner die Dörfer generell nach dem Namen der dortigen Häuptlinge. Um 1800 gab es keine tierbezogenen Clans mehr und in den Dörfern lebten eine Vielzahl verschiedener Clans, die als eine zufällige Gruppe von Clan-Fragmenten oder Lineages betrachtet werden muss.[3]

Der Anthropologe John R. Swanton wies darauf hin, dass Bands erst spät in der Potawatomi-Geschichte gebildet wurden. Der Grund waren Vertragsabschlüsse mit den Amerikanern, um den Stamm in größere Gruppen aufzuteilen. Diese Bands bestanden erstens aus Reservats-Gruppen, wie die Citizens` Band, zweitens aus Vertrags-Gruppen, wie die United Bands of Ottawa, Chippewa and Potawatomi, und drittens aus versprengten Flüchtlings-Gruppen, wie die Forest Band.[3]

Dörfer und Häuptlinge

Die Potawatomi lebten um 1818 in kleinen Dörfern, die über ein großes Gebiet verteilt waren. Jedes Dorf hatte an der Spitze einen Häuptling, der sich für unabhängig hielt. Die sozialen Beziehungen zwischen den weit verstreuten Dörfern waren unterschiedlich und vielfältig. Die Verwandtschaft war ein wichtiger Faktor und führte besonders auf regionaler Ebene zur einer gewissen Solidarität. Die Ausdehnung des Stammesgebiets war vielfach darauf zurückzuführen, dass Clans oder Teile von Clans gedrängt wurden, ein neues Dorf zu gründen. Sie zogen an einen anderen Standort, behielten jedoch Verbindung mit ihrem ursprünglichen Clan beziehungsweise Dorf. Ein lokaler Häuptling konnte längere Zeit hindurch mehrere Dörfer regieren, wenn er ausreichend einflussreich, wohlhabend und erfolgreich war. Ein derartiger Mann war Häuptling Blackbird in Milwaukee, dem es gelang, eine Allianz der Potawatomi mit den Briten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zu verhindern.[3]

Der Führer oder Wkema eines Dorfes wurde geachtet, hatte jedoch wenig Macht. Er war in der Regel ein älterer Mann mit anständigem Charakter, der ein Angehöriger des Clans mit Häuptlingsbefugnis war. Der Kandidat wurde aus mehreren geeigneten Bewerbern vom Dorf gewählt, er bekam das Amt jedoch nicht durch Vererbung. Die Macht eines Häuptlings hing von seinem persönlichen Ansehen ab, nicht von formaler Autorität. Ein großer Teil des Ansehens stammte aus dem Grad der übernatürlichen Kräfte, die ihm aufgrund seiner Erfolge zugeschrieben wurden.[3]

Der Führer eines Dorfes wurde von einem Rat der Krieger (Council of warriors) unterstützt, der sowohl die öffentliche Meinung als auch persönliche Interessen vertrat. Darüber hinaus gab es eine spezielle Sodalität (Wkectak), die aus verdienten Kriegern bestand. Sie hatte ihre eigenen Gesänge und Tänze und übten Polizeifunktionen aus. Es handelte sich um eine stammesübergreifende Bruderschaft mit Angehörigen in zahlreichen Dörfern, die den Zusammenhalt innerhalb des Stammes förderte. An der Seite des Führers der Bruderschaft stand ein sogenannter Pipe-lighter (Pfeifenanzünder) und ein Ausrufer oder Herold. Dieser verkündete Botschaften, organisierte Zeremonien, rief Ratsversammlungen ein und half dem Häuptling bei Routineaufgaben. In den 1820er Jahren beobachtete und kontrollierte der Rat der Krieger die Arbeit des Wkema sorgfältig, denn sie waren aus gutem Grund misstrauisch. Laut Tecumsehs Aussage würden manche Häuptlinge Indianerland auf eigene Rechnung verkaufen und von Briten und Amerikanern größere Machtbefugnisse erhalten.[3]

Clans und Rituale

Um 1800 waren die meisten Clans der Potawatomi hoffnungslos zersplittert. Ihre Mitglieder und Lineages waren in zahlreichen, teilweise weit auseinanderliegenden Dörfern zu finden. Einige jüngere Clans waren allerdings nicht über ein derart großes Gebiet verteilt. 1823 berichtete William H. Keating, dass die Potawatomi-Clans nicht mit einem tierischen Ahnen verbunden seien. Vielmehr fand er heraus, dass sie „eine Art Unterscheidungsmerkmal für Familien hatten, deren Symbole unserer Heraldik ähnelten“. Diese Symbole wurden von ihnen Ntotem (mein Clan-Totem) genannt. Laut Keating glaubten die Totemgruppen nicht an einen gemeinsamen tierischen Vorfahren. Sie waren patrilinear und exogamisch organisiert und in sechs Gruppen oder Phratrien eingeteilt: Wasser (Water), Vogel (Bird), Büffel (Buffalo), Wolf, Bär (Bear) und Mann (Man). Von den 23 Clans, die von Alanson B. Skinner 1923 identifiziert wurden, gab es 13 Jahre später nur noch 11 mit lebenden Angehörigen. Dafür existierte ein neuer Clan namens Engel (Angel). Folglich sterben alte Clans aus und neue werden eingeführt. Es wurden zehn Clans der Potawatomi in Wisconsin und in Kansas-Oklahoma entdeckt. Es war auffallend, dass die am südlichsten lebenden Clans mit großen Tieren verbunden waren, nämlich mit Büffel (Buffalo), Grizzly Bär (Grizzly Bear) und Elch (Moose). Die nördlichen Clans hingegen trugen Namen von kleinen Pelzträgern, wie Fischotter (Otter), Bisamratte (Muskrat) und Marder (Marten).[3]

Als zahlreiche Clans auseinandergebrochen und ihre Angehörigen und Lineages auf verschiedene Dörfer und Regionen verteilt waren, förderte das Clansystem dennoch den Zusammenhalt des gesamten Stammes. Die Clans dienten als wichtiger Ordnungsfaktor, der jedem Mitglied seinen speziellen Platz im Dorf und Stamm zuwies. Als Kind erhielt jeder Potawatomi von seinem Clan einen seiner traditionellen Namen und einen persönlichen Bestand an spiritueller Kraft. Damit war der Einzelne in ein System sozialer Beziehungen zu anderen Clanmitgliedern eingebunden. Die wichtigsten Funktionen eines Clans bestanden aus der Vorbereitung und Durchführung von Ritualen, Festlichkeiten und Tänzen, wobei eine Phratie als Gastgeber, die zweite für die Versorgung mit Essen und Trinken und die dritte für die Zeremonien selbst verantwortlich war. Der Name eines Kindes stammte aus einem Namensvorrat, der vom Eponym des Clans abgeleitet wurde. Zum Beispiel bekam eine Frau aus dem Donner-Clan (Thunder clan) den Namen Kommender Lärm (Coming noise) oder ein Mann aus dem Wolf-Clan die Bezeichnung Knurrer (Growler). In der Regel hatten die Potawatomi mehrere weitere Namen, wie Kriegernamen und Spitznamen, die häufig als Rufnamen dienten. [4]

Jeder Clan hatte ein Heiliges Bündel, die damit verbundenen Mythen und eine Reihe von Liedern, Gesängen und Tänzen. Die Potawatomi glaubten, sie hätten die Clans zusammen mit dem Heiligen Bündel von Wiske, dem Kultur-Heros, bekommen. Das Bündel selbst bestand aus einem Lederbeutel, der mit farbigen Bändern und Perlen geschmückt war. Es enthielt mächtige Andenken, Talismane und Fetische, die der Clan von Kcemneto, dem Großen Geist, erhalten hatte. [4]

Die Potawatomi teilten den Brauch der dualen Division mit den Zentralen Algonkin. Hierdurch wurde die gesamte Bevölkerung, Frauen und Männer, Jung und Alt, in zwei Hälften entsprechend der Reihenfolge ihrer Geburt geteilt. Das erste, dritte und fünfte Kind kam auf die Senior-Seite, das zweite, vierte und sechste Kind kam auf die Junior-Seite. Diese Zweiteilung war zum Beispiel bei der Bildung von Mannschaften für Spiele, sowie bei einigen Ritualen von Bedeutung. Die duale Division teilte die Familie, die Lineage, den Clan und das Dorf und diente als Organisationsmittel, sowie als Möglichkeit, Rivalitäten aufzulösen.[4]

Bei den Potawatomi gab es eine Anzahl von Bruderschaften und Religionsexperten, die das dörfliche Leben bestimmten und Verbindungen zu anderen Dörfern unterhielten. Die Midewiwin, eine Medizin-Gesellschaft, stellte eine stammesübergreifende Vereinigung sehr einflussreicher Zauberer dar, die ihre Macht für das Gute oder das Böse einsetzen konnten. Das Sawnoke war ein Frühlings-Ritual, das im Auftrag von Personen abgehalten wurde, die im vergangenen Winter einen Verwandten verloren hatte. Der Caskyet war ein Wahrsager, der als Bauchredner und Jongleur sein Publikum unterhielt, bevor er die Zukunft vorhersagte oder den Ort bestimmte, an dem verlorene Dinge wiederzufinden waren. Weiterhin gab es einen Heilkundigen, der seine Fähigkeiten nutzte, um Krankheiten zu behandeln. Die Franzosen und Engländer nannten alle diese Personen Jongleure (Jugglers) und betrachteten sie mit Argwohn und Skepsis.[4]

Häuser

Die Potawatomi zogen zweimal jährlich um, im Frühjahr in ein großes Sommerdorf und im Herbst in mehrere kleine Winterdörfer. Die Sommerdörfer differierten beträchtlich in ihrer Größe, von weniger als 50 bis auf mehr als 1.500 Bewohner. Um 1800 existierten in der Gegend der heutigen Großstadt Milwaukee mindestens neun Potawatomi-Dörfer mit einer Gesamtpopulation von rund 4.000 Personen. In den Sommerdörfern gab es verschiedene Gebäudetypen: Rechteckige rindenbedeckte Häuser mit Spitzdach; an den Seiten offene, als Kochstellen genutzte Hütten; und etwas abseits gelegen die mattenbedeckten Menstruationshütten der Frauen. Die kuppelförmigen, mit Rinde oder Matten bedeckten Winterhäuser waren kleiner.[4]

Ein Haus wurde zunächst von einer Kernfamilie bewohnt, die sich später auf mehreren Generationen erweiterte. Die Familie konnte auch durch sororale Polygynie wachsen. Es war die bevorzugte Form der Ehegemeinschaft, die rund fünfundzwanzig Prozent aller Ehen umfasste. Junge Ehemänner lebten etwa ein Jahr in der Familie der Frau, versorgten sie mit Jagdbeute und kümmerten sich um die Pferde. Danach kehrten sie in das Dorf des Ehemanns zurück.[4]

Lebensweise

Das Leben der Potawatomi war eng mit dem Wandel der Natur verbunden. Sie kannten ebenfalls vier Jahreszeiten und mindestens zwölf Monate, die nach den wichtigsten Ressourcen und Aktivitäten in der entsprechenden Zeit benannt wurden. Der Januar hieß zum Beispiel Großer Bärenmonat, wenn ein Jäger mit seinem Hund einen Bären mühelos im Winterschlaf erlegen konnte. Der Februar hatte mindestens vier Namen, wie Zuckermonat, Wolfmonat, Schneemonat und Babygeburtsmonat. Weitere Monate hießen Fallenstellenmonat, Jagdmonat und Pflanzzeitmonat. Im Norden des Stammesgebiets begann das Jahr Mitte April mit dem Anzapfen der Ahornbäume, um Zucker zu gewinnen. Jetzt begann eine Zeit des Überflusses nach einem kalten, entbehrungsvollen Winter.[4]

Die Potawatomi benutzten zum Fischfang Fallen, Wehre, Netze, Angelhaken und Harpunen. Sie hatten lange zylindrische Fischreusen in Verbindung mit Dämmen, um Fische mit Fallen oder Harpunen zu erlegen. Sie sammelten wilde Kräuter und Früchte, wie Kirschen, Himbeeren, Brombeeren, Pflaumen, Trauben und Wurzeln verschiedener Art. An jagdbaren Tieren gab es Bären, Hirsche, Elche, Büffel, Eichhörnchen, Bisamratten, Waschbären, Stachelschweine, Wölfe, Truthähne, Gänse und Enten. Der Hund war das einzige Haustier, das hauptsächlich aus religiösen Gründen gegessen wurde. [4]

Die gesammelten oder geernteten Lebensmittel wurden für den Winter konserviert und gelagert. Viele Vorräte wurden getrocknet und in Rindenbehältern oder Gefäßen gelagert. Squash schnitt man in Ringe und räucherte oder trocknete diese in der Sonne. Mais wurde gekocht und anschließen vom Kolben geschabt, getrocknet und in Behälter gefüllt. Das nicht verzehrte Fleisch schnitten die Frauen sofort in Streifen, trockneten und räucherten es. Enten, Gänse und Truthähne wurden in Salzlake eingelegt, danach geräuchert und gelagert, während man Fische trocknete und räucherte. Ahornzucker wurde zum Verfeinern der Speisen häufiger eingesetzt als Salz.[4]

Transport

Für die saisonalen Umzüge eines Dorfs waren erhebliche logistische Planungen erforderlich. Um 1800 reisten die Potawatomi entweder entlang der Wasserwege oder über Land. Auf dem Wasser nutzten sie sowohl das übliche Einbaum-Kanu als auch ein größeres Kanu, das aus einem bootförmigen Rahmen bestand, der mit Rindenstücken der Birke, Weißen Ulme oder Linde bedeckt war. Dieses Kanu war 25 Fuß (7,60 m) lang und 5 Fuß (1,52 m) breit. Ein derartiges Kanu konnte nicht von jedermann hergestellt werden, sondern nur von bestimmten Mitgliedern des Man-Clans. Die Potawatomi hatten offenbar kein großes Interesse für weite Reisen auf dem Wasser oder riskante und beschwerliche Kanutrips. Vor 1800 wurden Kanus besonders im Süden des Potawatomi-Territoriums häufig von Pferden transportiert und dann für kürzere Strecken auf dem Wasser genutzt, wie zum Beispiel für die Jagd und den Fischfang. Um 1800 besaßen die Potawatomi in der Gegend von Milwaukee so große Ponyherden, dass die weißen Farmer ihre Maisfelder mit Zäunen umgaben. Die Pferde bekamen einen Sattel, der aus einem mit Rohleder bespannten hölzernen Rahmen bestand, und zum Reiten oder für Lasten geeignet war. Große Satteltaschen aus gewebten Binsenmatten dienten zum Transport von Waren und wildem Reis, der in großen Mengen gesammelt wurde. Außerdem benutzten die Potawatomi eine Art Trage-Vorrichtung, die zwischen zwei Pferden angebracht war, und auf der man Kranke, Gebrechliche oder schwere Güter transportieren konnte.[4]

Lebenszyklus

Die schwangere Frau stand im Mittelpunkt zahlreicher Beschränkungen, um das ungeborene Kind vor schlechten Einflüssen zu bewahren und die Geburt zu erleichtern. Diese Restriktionen beinhalteten strikte Tabus und Verbote bestimmter Lebensmittel. Die Geburt fand in einer besonderen rindenbedeckten Hütte statt, wobei die Mutter auf den Knien lag und von erfahrenen Frauen unterstützt wurde. Die Mutter und das Baby blieben einen Monat lang isoliert und durften danach zu ihrer Familie zurückkehren, wo ein Fest für das Kind stattfand. Nach etwa einem Jahr bekam das Kind einen Namen aus dem Fundus des Clans. Es wurde damit zum Mitglied des Clans und bekam einen bestimmten Status. Nach mehreren Jahren wurde das Kind von der Muttermilch entwöhnt, spätestens aber bei einer neuen Schwangerschaft der Mutter. Von den ersten Schritten bis zur Pubertät wurde das Kind Wsk eniksi (Junge) oder Kiyalo (Mädchen) genannt. In dieser Zeit erwartete man von den Kindern, dass sie je nach Geschlecht bestimmte Fähigkeiten erwarben. Ausdauer, Disziplin und Härte angesichts von Hunger und Entbehrungen wurden bei allen vorausgesetzt. Jungen und Mädchen spielten die Arbeit der Erwachsenen nach. Jungen fertigten kleine Bogen und Pfeile an, bauten kleine Rinden-Kanus und spielten Lacrosse. Mädchen spielten mit selbst gefertigten Puppen und übten sich in Hausarbeiten.[4]

Mit der Pubertät begann das Erwachsenenalter. Die Zeit der Menstruation verbrachte das Mädchen allein in der Menstruationshütte außerhalb des Dorfes. Wenn die Dorfbewohner umzogen, musste das Mädchen in einigem Abstand parallel zum Haupttross bleiben. Der Junge in der Pubertät suchte die Einsamkeit zum Fasten und erwartet eine machtvolle Vision. Mädchen heirateten generell etwas früher als Jungen. Die Heirat war der Eintritt ins Erwachsenenalter und Junge und Mädchen wurden danach Mann und Frau genannt.[4]

Die alten Leute der Potawatomi waren weise, erfahren und mächtig und wurden mit großem Respekt behandelt. Zu ihren verantwortungsvollen Aufgaben im Dorf zählte die sittliche Erziehung der Kinder und die Teilnahme an Ratssitzungen. Ihre Arbeit wurde hoch geschätzt, bis der Tod sie auf die Reise nach Westen nahm, wo der Zwillingsbruder (Cipyapos) des Kulturheros (Wiske) und der Wächter des Jenseits ihn erwartete. Der Tod wurde von speziellen Begräbnis-Ritualen der Clan-Angehörigen begleitet. Dem Leichnam wurde seine beste Kleidung angelegt und er bekam diverse Grabbeigaben: Mokassins, Gewehr, Messer, Geld, Silberschmuck, Proviant und Tabak. Die Art der Beisetzung folgte dem ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen. Der Leichnam wurde aufrecht, sitzend oder geneigt beerdigt oder in der Gabelung eines Baumes platziert. Schließlich markierte man das Grab mit einem Pfosten und gemalten oder eingeritzten Piktogrammen, die seinen Clan kennzeichneten und die wichtigsten Verdienste des Toten aufzählten. Kurz danach suchte der Haupttrauernde einen Ersatz für den Verstorbenen. Zum Beispiel würde eine Tochter eine neue Mutter und ein Enkel einen neuen Großvater adoptieren.[4]

Geschichte

Frühgeschichte

Aus den Erzählungen der Potawatomi, Odawa und Ojibwe geht übereinstimmend hervor, dass alle drei Stämme um 1400 von Nordosten her an die Ostküste des Lake Huron gezogen sind. Die Ottawa blieben zunächst am French River und auf Manitoulin und anderen Inseln im Lake Huron, während die Potawatomi entlang der Küstenlinie nach Norden bis nach Sault St. Marie zogen. Hier schwenkten sie nach Süden und überquerten um 1500 die Mackinacstraße, um im unteren Michigan zu siedeln. Obwohl jetzt getrennt lebend, nannten sich die drei Stämme aufgrund ihrer früheren Allianz die drei Brüder und die Potawatomi hießen die Bewahrer des Ratsfeuers (Keepers of the council fire). Die Potawatomi werden erstmals in französischen Überlieferungen aus dem frühen 17. Jahrhundert als Bewohner des heutigen südwestlichen Michigan erwähnt. Als die Franzosen 1701 Fort Ponchartrain nahe dem heutigen Detroit errichtet hatten, siedelten die Potawatomi überwiegend im Gebiet zwischen den heutigen Städten Milwaukee und Detroit. Während der Biberkriege flohen sie vor den Angriffen der Irokesen und Neutralen an die Green Bay und die Door Halbinsel am Westufer des Michigansees im heutigen Wisconsin.[5]

Zuflucht auf der Door-Halbinsel

Als die Potawatomi um 1640 in französischen Berichten auftauchten, wurden sie erstmals als ein einziger Stamm wahrgenommen und bekamen einen unverwechselbaren Namen. Ihre Nachbarn waren lokale Bands, die zu den Chippewa oder Odawa gehörten. In den ersten historischen Aufzeichnungen über Clans der Potawatomi werden sie deutlich als Gruppen erkannt, die einem einzigen Stamm angehören. Nicolas Perrot beispielsweise beschrieb den Konflikt zwischen zwei französischen Händlern und dem Führer des Rote-Karpfen-Clans, der schnell zu weiteren Führern anderer Clans übergriff. Diese Informationen weisen darauf hin, dass die Potawatomi eher eine Einheit und Identität entwickelten, als die ihnen ähnlichen Chippewa und Odawa.

1642 lieferte der Jesuit Gabriel Lalemant einen Bericht aus zweiter Hand über die weit entfernte „Nation“ der Potawatomi, die Zuflucht in Sault Sainte Marie vor „einigen anderen feindlichen Nationen, die sie mit endlosen Kriegen verfolgten“, gesucht hätten. Weitere Hinweise auf ihren dortigen Aufenthalt kommen aus archäologischen Funden auf Rock Island, die auf 1650 datiert werden konnten. Ménard schrieb 1659, dass ihn einige Potawatomi im Juni in seiner Station an der Keweenaw Bay besucht hätten. Diese berichteten von 40 weitere Stammesangehörigen, die elf Tagesreisen entfernt im vergangenen Winter an Durchfall gestorben seien. Um 1652 war die Mehrheit des Stammes vermutlich in einem befestigten Dorf zu finden, dass die Potawatomi Méchingan nannten und für das die Jesuiten die neue Mission Saint Michel planten. Die genaue Ortslage dieses Dorfes wurde bisher nicht gefunden. Es könnte an der Spitze der Green Bay oder an der gegenüberliegenden Seite der Door Halbinsel am Ufer des Michigansee gelegen haben. Die Gefahr von Überfällen der Irokesen veranlasste die Potawatomi, sich in derart großer Zahl in Méchingan zu versammeln und sich mit Überresten der Petun und Winnebago, sowie mit Teilen der Chippewa aus dem Norden zu verbünden. Ursprünglich Flüchtlinge, bildeten sie jetzt eine machtvolle, jedoch defensive Koalition gegen die Irokesenliga. Perrot schrieb, die Potawatomi fühlten sich anderen Stämme gegenüber überlegen und betrachteten sich selbst als Schiedsrichter für alle Stämme an der Green Bay. Weder äußerliche Bedrohungen noch erfolgreiche Kriegszüge reichten aus, um die im hohen Grad individualistischen und unabhängigen Völker, Clans oder Familien zu einer funktionierenden lokalen Einheit zusammenzuführen. Stammesübergreifende Sodalitäten und Symbole waren dazu erforderlich. Die Midewiwin waren eine religiöse Bruderschaft, die sich unter den Algonkin an den Großen Seen entwickelte und kann als Reaktion auf die veränderten Lebensbedingungen in dieser Zeit anzusehen sind. Die Mediwiwin wurden 1714 erstmals im Zusammenhang mit den Potawatomi in der Gegend von Detroit erwähnt. Zu dieser Zeit war die Bruderschaft schon eine etablierte Institution.

Bei den Potawatomi gab um es 1670 so starke Gegenströmungen, dass die früheren Dorfgemeinschaften zerbrachen. Schuld daran waren in erster Linie der Bevölkerungszuwachs und die positiven wirtschaftlichen Aussichten, als die Bedrohung durch die Irokesen nachgelassen hatte. Die Folge war eine Migration der Potawatomi-Clans in neue Territorien. Perrot lebte um 1670 bei den Potawatomi und war mit den Wünschen und Vorstellungen der Stammesangehörigen vertraut. Er lieferte einen sorgfältigen Bericht über die damalige Situation. An einer Textstelle, die häufig unvollständig zitiert wird, beschreibt er die Bemühungen der Potawatomi, um die Achtung, Loyalität und Wertschätzung der benachbarten Stämme zu gewinnen und Handelsbeziehungen knüpfen. „Sie verschenken einen Großteil ihrer Besitztümer und trennen sich selbst von wichtigen Dingen, von dem heftigen Wunsch beseelt, als großzügig eingeschätzt zu werden.“ Zu den Konsequenzen bemerkt Perrot: „Ihr Ehrgeiz, es allen recht zu machen, führte bei ihnen zu Eifersucht und Scheidungen, so dass sich die Familien rechts und links des Michigansees verteilten.“

Die Pottawatomi hatten sich im gleichen Jahr erfolgreich in den Handel der Odawa an der Green Bay eingeschaltet. Die meisten französischen Waren, die die Odawa aus Montreal bezogen, übernahmen die Potawatomi. Doch diese wollten Händler und nicht Produzenten von Pelzen sein und befanden sich nun in der klassischen Position eines Vermittlers am unteren Ende des Tausch-Netzwerks. Um den dauernden Nachschub an Pelzen aus anderen Stämmen zu sichern, mussten die Potawatomi–Führer ihre eigenen Bedürfnisses und die ihrer engsten Familienangehörigen, ihres Clans und die der anderen Dorfbewohner stark einschränken. Die Potawatomi-Führer vernachlässigten damit ihre wichtigste Pflicht innerhalb des Clans und des Dorfes, nämlich Großzügigkeit gegenüber ihren Angehörigen. Die Folge waren Scheidungen sowie die Abwanderung von zahlreichen kleinen, wirtschaftlich unabhängigen Gruppen.

Verbündete der Franzosen

Die Beziehungen zu anderen Stämmen waren im Wesentlichen abhängig von deren Verhalten gegenüber den Franzosen, Engländern und später den Amerikanern. Um 1648 kam es zum Konflikt mit den Odawa, die sich als Vermittler im Handel zwischen Framzosen und den Stämmen an der Green Bay betrachteten. Der Streit wurde 1655 von Médard Chouart des Groseilliers erfolgreich geschlichtet. Um 1653 waren die Potawatomi wahrscheinlich der volkreichste Stamm an der Green Bay. Im gleichen Jahr berichtete das Journal of the Jesuit Fathers: „Um der Bedrohung der Irokesen zu begegnen, versammeln sich im Gebiet der Green Bay 400 Potawatomi-, 200 Odawa-, 100 Winnebago, 200 Ojibwe und 100 Mississauga-Krieger“. Einige Jahre später übernahmen die Potawatomi die Kontrolle über den Handel mit den Stämmen im Süden und Westen, obwohl sie vermutlich nur die Hälfte der von den Franzosen geschätzten Krieger aufbieten konnten.[6]

Im Sommer 1668 kamen Angehörige der Mascouten, Miami, Kickapoo und einige Illinois an die Green Bay, um den Überfällen der Irokesen zu entgehen und gleichzeitig Kontakte mit den Stämmen zu knüpfen, die schon Handelsbeziehungen mit den Franzosen hatten. Die Besucher kamen zu Fuß, nicht mit dem Kanu wie die Potawatomi, und wollten die Franzosen unter Nicolas Perrot um eine Einladung bitten. Die Potawatomi wollten unbedingt den direkten Kontakt der Stämme mit Perrot verhindern, um selbst als Vermittler aufzutreten. Sie hatten zuvor die Franzosen in Montreal besucht, waren stolz auf ihren neuen Handelspartner, den künftigen Wohlstand und glaubten an eine gewisse Vormachtstellung. Perrot machte den Potawatomi klar, dass er mit den einzelnen Stämmen persönlich verhandeln wollte und setzte die französischen Interessen durch. Damit begann eine für beide Seiten lukrative Handelsbeziehung, die fast 100 Jahre lang bis zum Ende der französischen Ära in Nordamerika im Jahr 1763 dauern sollte.[6]

Die französische Politik dieser Jahre hatte zum Ziel, das Monopol der Stämme zu brechen, die als Vermittler auftraten, um so ihren eigenen Gewinn zu optimieren. Der Versuch der Potawatomi, der Rolle der Huronen und Odawa im Handel nachzueifern, war zum Scheitern verurteilt. Sie änderten schnell ihre Haltung und „erklärten sich selbst als Schiedsrichter für alle Stämme an der Green Bay und deren Nachbarn. Und sie waren bestrebt, diesen Ruf in jeder Hinsicht zu bewahren.“ Auf Perrots Anfrage hin bemannten die Potawatomi dreißig Kanus für die nächste Pelzlieferung nach Montreal und verlängerten danach ihre Zusammenarbeit mit den Franzosen.[6]

Zu diesem Zeitpunkt begann die Expansion ihres Stammesgebiets durch die Ausübung einer klugen Politik. Sie schlossen stets Bündnisse mit starken Stämmen und besetzten die Territorien schwächerer Völker. In den frühen 1670er Jahren schlossen die Potawatomi eine Allianz mit den Sauk, Fox und Odawa und führten Krieg gegen die Sioux, der sie weniger Opfer kostete als ihren Verbündeten, „weil sie zu Beginn des Gefechts ihre Fersen zeigten“. Sie begleiteten Perrot beim Besuch der Miami 1671 in Chicago. Im gleichen Jahr überzeugten sie den Großen Häuptling der Miami, dass die lange Reise nach Sault Sainte Marie zu den Feiern anlässlich der französischen Inbesitznahme des Westens seiner Gesundheit schaden könnte. Der Häuptling erlaubte den Potawatomi, die Miami bei der Feier offiziell zu vertreten. Niemand war allerdings in der Lage, den gesamten Handel zu überwachen und auf die französischen Posten zu beschränken, wie es Franzosen und Potawatomi vereinbart hatten. 1674 hatten sie beispielsweise französische Güter gegen Biberfelle der Kaskaskia in Illinois getauscht, ohne dass davon ein Franzose erfuhr.[6]

An den französischen Feldzügen gegen die Irokesen 1684, 1688 und 1696 nahmen auch Potawatomi-Krieger teil. 1695 zogen 200 Potawatomi-Krieger mit ihren Familien in das Miami-Territorium nördlich des Saint Joseph Rivers in Michigan und verdrängten die dort lebenden Miami. Es handelte sich teilweise um ein Gebiet, das sie vor fast 53 Jahren verlassen hatten. 1712 griff eine Allianz aus Potawatomi und Odawa mehrere Gruppen der Fox und Mascouten bei Detroit an und vertrieben diese. Zwei Jahre später besiedelten sie das Gebiet.[6]

Um 1720 fand man Jagdgruppen der Potawatomi auf der Büffeljagd am Mississippi. Andere Potowatomi und Odawa überfielen 1740-1741 gemeinsam Gruppen der Chickasaw im westlichen Tennessee und am Mississippi. Gemeinsam mit den Franzosen überfielen Potawatomi-Krieger britische Kolonien in Connecticut und New York. In der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts besiegten sie die Stämme der Illinois und übernahmen ihr Territorium in der Prärie. 1763 waren sie mit Pontiac verbündet, eroberten die britischen Stellungen in Saint Joseph und unterstützten Pontiac bei der Belagerung von Detroit. Um 1769 hatten sie umfassende Handelsbeziehungen mit den Spaniern in Saint Louis.[6]

Die Expansionspolitik der Potawatomi auf Kosten der schwächeren Stämme dauerte fast bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Zum Beispiel wurden in den Verträgen von Chicago 1833 bis 1834 die meisten Indianer-Dörfer im südlichen Wisconsin und nördlichen Illinois zusammengefasst und mit United Bands of Odawa, Chippewa and Potawatomi bezeichnet. Allerdings wurden die betroffenen Dörfer hauptsächlich von Angehörigen der Potawatomi bewohnt und nur eine Minderheit bestand aus Odawa und Chippewa. Sobald die United Bands (später Council Bluffs Bands) nach Westen in die Prärie von Iowa gezogen waren, übernahmen sie die Büffeljagd und Kriegsführung zu Pferde. Um 1840 warben sie um Alliierte im Kampf gegen die Yankton Dakota, um Zugang zu ergiebigeren Jagdgründen bei der Büffeljagd zu erreichen.[6]

Aufteilung und Umzug in Reservate

Bald nach Ende des Kriegs von 1812, in dem die Mehrheit der Potawatomi auf britischer Seite stand, machten die Häuptlinge deutlich, dass sie die Macht der Amerikaner anerkennen würden. Die Lebensbedingungen der Potawatomi änderten sich zusehends, als ihr Land im alten Ohiogebiet von amerikanischen Siedlern überschwemmt wurde. Dennoch gab es zahlreiche Stammesangehörige, die den Engländern bis 1839 die Treue hielten und die britischen Posten in Amherstburg, Sarnia, Drummond Island und Manitoulin Island aufsuchten, um ihre jährliche Geschenke und Rationen abzuholen. Die Potawatomi im südlichen Michigan und nördlichen Indiana waren zunächst schockiert von der massenhaften Besiedlung ihres Wohngebiets durch Amerikaner. Es gab inzwischen zahlreiche Mischehen mit Franzosen und Engländern und sie waren von europäischen Waren in erheblichem Maße abhängig, obwohl es kaum noch Pelze als Gegenwert gab und die Kriegsdienste der Indianer nicht mehr benötigt wurden. Die Potawatomi in Michigan und Indiana waren das Ziel intensiver Missionierungs- und Erziehungsprogramme. Sie zeigten eine große Abneigung gegenüber der Migration in Gebiete westlich des Mississippi. Bis 1841 leisteten sie gegen einen Umzug Widerstand und versuchten, von den jährlichen Rentenzahlungen zu leben. Schließlich wurden sie von der US-Regierung gezwungen, in ein Reservat am Osage River in Kansas zu ziehen und hießen dort die Mission Band. Anders war die Lage der Potawatomi in Illinois und im südlichen Wisconsin nach 1833. Die meisten Dorfbewohner hatten noch Zugang zu Pelztieren, wenn es auch nur Bisamratten und Waschbären anstatt Biber waren. Gemeinsam mit den Sauk und Fox jagten sie nun auf den Prärien westlich des Mississippi. Dieses Gebiet wurde noch nicht so sehr von Siedlern überflutet. Sie hatten Verträge unterzeichnet, die die Option einer Rückkehr enthielten. Unter der Führung ihrer Häuptlinge entschieden sie sich für einen Umzug nach Westen, obwohl nicht alle daran teilnahmen. Im unteren Michigan gab es inzwischen eine größere Gruppe akkulturierter Potawatomi, die am Rande amerikanischer Städte lebte. In Wisconsin dagegen versuchten die meisten Potawatomi, durch eine Mischung aus traditioneller Lebensweise und amerikanischen Farm-Methoden, ihren Lebensunterhalt zu sichern.[7]

Die Illinois-Wisconsin-Potawatomi wurden in ein Reservat bei Council Bluffs im westlichen Iowa Territorium umgesiedelt und in Council Bluff Band umbenannt. Innerhalb von 15 Jahren hatten sie die Kultur der Plainsindianer übernommen und waren geschickte Jäger und Krieger zu Pferde geworden. Um 1847 mussten sie erneut umziehen. Gemeinsam mit den Potawatomi vom Osage River wurde für sie ein neues Reservat am Kaw River im östlichen Kansas eingerichtet und galt als ein Projekt, das von Reverend Isaac McCoy betreut wurde. Er beabsichtigte, eine zivilisierte christliche Potawatomi-Nation zu bilden. Es war ein Projekt, das aus mehreren Gründen zum Scheitern verurteilt war, denn die beiden im Reservat lebenden Gruppen waren zu unterschiedlich. Die eine war konservativ eingestellt, akzeptierte keine Neuerungen und wollte die internen Angelegenheiten selbst regeln, während sich die zweite Gruppe zunehmend akkulturierte.[7]

Die konservative Gruppe wurde jetzt Prärie Band genannt und behielt ihren Anteil am Kaw-River-Reservat konsequent, bis sie 1890 durch den Dawes Allotment Act gezwungen wurde, einer Parzellierung des Gebiets in individuelle Grundstücke zuzustimmen. Die Mission Band hatte schon eher ihr Reservat parzellieren lassen und war innerhalb weniger Jahre verarmt. 1867 unterzeichneten die Angehörigen den letzten Potawatomi- Vertrag, in dem sie einem Umzug in ein neues Reservat in Oklahoma zustimmten und nun Citizen Band genannt wurden. Für die Prärie Band wirkte sich der Dawson Act in der Form aus, dass sich 1960 nur noch 22 Prozent des Kansas-Reservats im Besitz der Mitglieder befand. Um 1970 gab es in den Vereinigten Staaten und Kanada rund 20 Gruppen, die sich als Potawatomi bezeichneten oder nachweislich von einer Potawatomi-Band des neunzehnten Jahrhunderts abstammten. Dazu gehören vier unabhängige Reservate in den USA, nämlich das Citizens Band Reservat in Oklahoma, das Prärie Band Reservat in Kansas, die Hannahville Community auf der oberen Michigan-Halbinsel und die Forest County Potawatomi Community im nördlichen Wisconsin.[7]

Potawatomi in Kanada

Zwischen 1837 und 1840 zogen etwa 2000 Potawatomi aus Wisconsin, Michigan und Indiana in den Südwesten der kanadischen Provinz Ontario. Sie wählten den Weg über Detroit und Port Huron nach Sarnia und Walpole Island. Es waren die gleichen Gruppen, die zuvor Geschenke und Zahlungen entweder für geleistete Wehrdienste im Krieg von 1812 oder für ihre Loyalität regelmäßig aus Kanada abgeholt hatten. Um 1970 gab es zwölf verschiedene Orte, an denen Nachkommen der Potawatomi lebten. Die größten waren Walpole Island, Sarnia, Kettle Point, Orillia, Cape Croker, Saugeen und Manitoulin Island. Die Lage der kanadischen Potawatomi unterschied von der ihrer amerikanischen Verwandten derart, dass sie sich mehrheitlich mit Indianern anderer Gemeinden assimilierten, bevorzugt mit Chippewa und Odawa. Als sie Kanada erreichten, besaßen sie keinerlei Vertragsrechte, also auch keinen Landbesitz und keinen Rentenanspruch für Landverkäufe. Nach und nach wurden sie in die Reservate anderer Stämme aufgenommen, nach einigen problematischen Jahren akzeptiert und schließlich als Reservats-Mitglieder formal anerkannt.[7]

Häuptlinge

Heute bestehende Gruppen der Potawatomi

Ed Pigeon, Kulturbeauftragter und Verantwortlicher für Sprachpflege der Match-E-Be-Nash-She-Wish Band of Pottawatomi mit seinem Sohn (2006)
Regentanz, Kansas, um 1920

Aktuell leben in den USA und Kanada folgende anerkannte Gruppen der Potawatomi:

Vereinigte Staaten

  • Citizen Potawatomi Nation (CPN),[8] (Nachfahren der Potawatomi of the Woods (Süd-Michigan und Nord-Indiana), der Mission Band from St. Joseph (Süd-Michigan) und Mission Band of Potawatomi Indians (Wabash River Valley in Indiana), Verwaltungssitz ist Shawnee, Oklahoma, das Reservat befindet sich im Cleveland und Pottawatomie County, Population: 26.917)
  • Forest County Potawatomi Community (FCP)[9] (die Forest County Potawatomi Indian Reservation, bestehend aus mehreren nicht zusammenhängenden Landstücken im südlichen Forest County und nördlichen Oconto County, Wisconsin sowie einem kleinen Landstück (ca. 28.000 m²) im Stadtgebiet von Milwaukee, umfasst ca. 50,5795 km, Population: 531)
  • Hannahville Indian Community[10] (das Reservat (22,21 km²) befindet sich auf der Oberen Halbinsel (Upper Peninsula of Michigan), ca. 24 km westlich von Escanaba, im östlichen Menominee County und südwestlichen Delta County, Michigan, Population: 666)
  • Match-e-be-nash-she-wish Band of Pottawatomi[11] (früher als Gun Lake Tribe oder Gun Lake Band, namensgebend war der Potawatomi-Häuptling Match-E-Be-Nash-She-Wish, der 1795 den Vertrag von Greenville mit den Engländern unterzeichnete,[12] Verwaltungssitz ist Dorr im Allegan County, Michigan)
  • Nottawaseppi Huron Band of Potawatomi (NHBP)[13] (wurden erst 19. Dezember 1995 als Stamm bundesstaatlich anerkannt (federally recognized tribe), das Reservat (524.000 m²) liegt im Athens Township im südwestlichen Calhoun County in Süd-Michigan, sind sprachlich als auch kulturell nicht mit den Irokesisch-sprachigen Huronen verwandt, Population: ca. 800)
  • Pokagon Band of Potawatomi[14] (Pokégnek Bodéwadmik, die Pokagon Band sind Nachfahren der verbündeten Potawatomi-Siedlungen entlang des Saint Joseph River, Paw Paw River und Kalamazoo Rivers in Südwest-Michigan und Nord-Indiana, namensgebend ist Leopold Pokagon (ca. 1775 - 1841), ein Potawatomi-Führer (Wkema), seit 1826 Häuptling der Potawatomi im Saint Joseph River Valley, Verwaltungssitz ist Dowagiac, Michigan, das Reservat befindet sich in den sechs Counties von LaPorte, St. Joseph, Elkhart, Starke, Marshall und Kosciusko in Nord-Indiana sowie vier Counties von Berrien, Cass, Van Buren und Allegan in Südwest-Michigan, Population (2009): 4.563)
  • Prairie Band Potawatomi Nation[15] (früher Prairie Band of Potawatomi Indians, Eigenbez.: Mshkodésik - ‘People of the Small Prairie’) (Verwaltungssitz ist nahe Mayetta, Kansas)

Kanada

Southern First Nations Secretariat[16]

  • Chippewas of Kettle and Stony Point First Nation,[17] (Verwaltungssitz im Reservat Kettle Point #44, 35 km NÖ von Sarnia am Südostufer des Lake Huron, ca. 10 km² in Lambton County, Ontario, Population: 1.950)
  • Walpole Island First Nation (auch Bkejwanong First Nation, die aus Angehörigen der Potawatomi, Chippewa und Ottawa besteht, nannten das Gebiet Bkejwanong - ‘where the waters divide’, Verwaltungssitz befindet sich auf der Insel Walpole Island #46 an der Mündung des St. Clair River in den Lake St. Clair, ca.50 km nordöstlich von Detroit, Michigan und Windsor, Ontario, zusätzliches Reservatsland umfassen die Inseln Squirrel, St. Anne, Seaway, Bassett und Potawatomi, Reservat: Walpole Island #46 (zwischen den USA und Kanada), ca. 160 km², Population: 4.393)

Ogemawahj Tribal Council (OTC)[18]

  • Moose Deer Point First Nation (Reservat: Moose Point #79, ca. 51 km westlich von Bracebridge am Ostufer der Georgian Bay, Ontario, ca. 2,50 km², Population: 454)

Independent First Nations

  • Chippewas of Nawash Unceded First Nation,[19] (namensgebend ist Häuptling Nawash, der zusammen mit Tecumseh im Krieg von 1812 kämpfte, Verwaltungssitz befindet sich im bevölkerungsreichsten Reserve Neyaashiinigmiing #27 am Ostufer der Bruce Peninsula (auch Saugeen Peninsula) südwestlich der Georgian Bay, Ontario, ca. 26 km entfernt von Wiarton, 64 km von Owen Sound oder 250 km von Toronto, Reservate: Cape Croker Hunting Ground #60B, Neyaashiinigmiing #27, Saugeen & Cape Croker Fishing Isl. #1, ca. 63,80 km², Population: 2.075)
  • Wasauksing First Nation[20] (Wasauksing - ‘shining shore’, früher Parry Island First Nation, ist eine Ojibwa, Ottawa und Pottawatomi First Nation auf Parry Island in der Georgian Bay, mit ca. 77 km² und einer 126 km langen Uferlinie eine der größten Inseln der Großen Seen, Verwaltungssitz befindet sich im Reservat Parry Island First Nation, 64 km westlich von Huntsville am Ostufer der Georgian Bay, Population: 991)

Demografie

Schätzungen der Gesamtbevölkerung der Potawatomi sind schwierig, weil es an vergleichbaren Daten mangelt. Aus dem gesamten achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert gibt es nur unvollständige Zahlenangaben. Diese bestehen in der Regel aus der Zahl der Krieger unter Waffen, die für oder gegen Briten und Franzosen eingesetzt werden konnten. Außerdem fehlten häufig zahlreiche Dörfer im südlichen Wisconsin und nördlichen Illinois in der Berechnung. Die Standardschätzung aus frühgeschichtlicher Zeit um 1600 lautete 4.000 und könnte aus der ersten Zählung der Franzosen stammen. Die nächsten Schätzungen kamen von französischen Missionaren und Regierungsagenten aus der Zeit zwischen 1653 und 1695. Diese ergaben 700 Krieger und eine Gesamtbevölkerung von 3.000 Personen. Nach 1778 sprachen die Briten von 2.250 Stammesangehörigen, doch diese Schätzung gilt als ebenso unvollständig, wie eine amerikanische Schätzung aus den 1830er Jahren, die 6.500 Personen angab. In den 1850er Jahren waren mehr als 600 „wandernde Potawatomi“ in Wisconsin bekannt, doch niemand hatte die zuvor nach Kanada geflüchteten Stammesangehörigen gezählt. Außerdem gab es zahlreiche Potawatomi, die sich anderen Stämmen anschlossen, so etwa fünfhundert den Kickapoo unter Kenekuk, mehrere hundert den Menominee und einige den Kickapoo in Mexiko.[21]

Der offizielle US-Zensus von 1836 ergab insgesamt 6.694 Potawatomi, die in den Vereinigten Staaten lebten. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass in dieser Zeit eine große Anzahl an Stammesangehörigen in den Wäldern Wisconsins oder auf dem Weg nach Kanada nicht vom Zensus erfasst wurde. Zusammen mit diesen Personen ist eine Gesamtzahl von neun- bis zehntausend Potawatomi in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wahrscheinlich.[21] Der US-Zensus von 2000 ergab insgesamt 15.817 Potawatomi. In Kanada lebten zu dieser Zeit rund 6.000 Stammesangehörige.[22]

Jahr Gesamt USA Kanada
1667[5] 4.000
1765[23] 1,500
1766[23] 1.750
1778[23] 2.250
1783[23] 2.000
1795[23] 1.200
1812[23] 2.500
1820[23] 3.400
1843[23] 1.800
1854[5] 4.440 4,040 400
1889[24] 1.582 1.416 166
1908[23] 2.742 2.522 220
1910[5] 2.620 2.440 180
1990[25] 23.000 17.000 6.000
1997[26] 25.000
1998[5] 28.000

Siehe auch

Literatur

  • Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Vol. 15. Northeast. Smithsonian Institution Press, Washington D.C. 1978 ISBN 0-16-004575-4

Weblinks

 <Lang> Commons: Potawatomi – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.725/726
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.728-730
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.731-733
  4. 4,00 4,01 4,02 4,03 4,04 4,05 4,06 4,07 4,08 4,09 4,10 4,11 4,12 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.734-736
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Potawatomi History, abgerufen am 26. Februar 2013
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.727/728
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.736-740
  8. Homepage der Citizen Potawatomi Nation
  9. Homepage der Forest County Potawatomi Community
  10. Homepage der Hannahville Indian Community
  11. Homepage der Match-e-be-nash-she-wish Band of Pottawatomi
  12. jedoch wird Match-E-Be-Nash-She-Wish als ein Chippewa-Häuptling namens Bad Bird von den Engländern gelistet, da die Weißen die engen Verbündeten Potawatomi, Chippewa und Ottawa oft nicht voneinander unterscheiden konnten
  13. Homepage der Nottawaseppi Huron Band of Potawatomi
  14. Homepage der Pokagon Band of Potawatomi
  15. Homepage der Prairie Band Potawatomi Nation
  16. Website der Southern First Nations Secretariat
  17. Homepage der Chippewas of Kettle and Stony Point First Nation
  18. Website des Ogemawahj Tribal Council (OTC)
  19. Homepage der Chippewas of Nawash Unceded First Nation
  20. Wasauksing First Nation
  21. 21,0 21,1 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.740/741
  22. US-Zensus 2000 (PDF; 145 kB),abgerufen am 1. März 2013
  23. 23,0 23,1 23,2 23,3 23,4 23,5 23,6 23,7 23,8 Hodges, Frederick Webb (1908). "Potawatomi" in Handbook of American Indians North of Mexico
  24. Sprachfamilien Amerikas, 7. Jahresbericht des Büros für Ethnologie des Sekretariats der Smithsonian Institution, 1885-1886, Government Printing Office, 1891
  25. "Potawatomi" at www.firstnationsseeker.ca
  26. Ethnologue: Potawatomi

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Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
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20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
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11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
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20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
DOI: 10.1038/s41467-018-04773-w
19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
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15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
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15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1717873115
29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
DOI: 10.1038/s41598-018-22453-z
29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
DOI: 10.1038/s41598-018-22995-2
29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
DOI: 10.1038/s41598-018-23541-w
21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
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24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
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24.02.2018 Olalde et al. Bislang größte Studie alter DNA beleuchtet das Glockenbecherphänomen im vorgeschichtlichen Europa
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24.02.2018 David Reich, Ron Pinhasi, Wolgang Haak, et al. Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
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24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
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01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
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20.11.2017 Anna Szécsényi-Nagy et al. DNA-Analysen geben Aufschluss über die Besiedlung der Iberischen Halbinsel
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03.08.2017 Dorothée G. Drucker et al. Auf dem Teller: Mammut und viel Rohkost
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27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
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27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
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23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
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27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
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24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
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23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
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25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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