Wyandot


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wyandot (Begriffsklärung) aufgeführt.
Flagge der Wyandotte Nation

Die Wyandot oder Wendat (für die Zeit bis um 1700 ist die vom französischen hurons abgeleitete Bezeichnung Huronen geläufig) bildeten, als die ersten Europäer im 16. Jahrhundert mit ihnen Kontakt aufnahmen, eine Konföderation von fünf indianischen Ethnien – die Wendat (Huronen)-Konföderation. Sie sprachen eine der irokesischen Sprachen. Zu den Wendat (oder Huronen) zählten etwa 30.000 Menschen, doch durch Pockenepidemien und die Biberkriege (1640–1701) brach die Bevölkerungszahl zusammen – in Kanada bis 1760 auf etwa hundert Menschen. Kulturell sowie politisch standen sie den im Südwesten wohnenden Tionontati (auch Tionontate) (Khionontateronon, franz. Petun – ‘Tabak-Volk’, engl. Tobacco Nation) am nächsten, so dass beide Völker oft als eine Stammesgruppe betrachtet werden und als Wendat-Tionontate oder Huron-Petun bezeichnet werden.

Die modernen Wyandot entstanden im späten 17. Jahrhundert aus dem Zusammenschluss von den zwei ehemals bedeutenden irokesischen Konföderationen – der Wendat (Huronen)-Konföderation sowie der Tionontati-Konföderation, andere, ebenfalls versprengte Gruppen der Neutral-Konföderation, der Erie, der Susquehannock, Wenro (auch Wenrohronon) sowie einiger kleinerer Algonkin- und Irokesen-Stämme schlossen sich anderen Wyandotgruppen an. Diese Gruppen wurden zuerst als Huron Petun Nation bezeichnet, ab 1700 setzte sich die Bezeichnung Wyandot in den USA durch, in Kanada sind sowohl Wyandot als auch Huron üblich. Von den zwei ursprünglichen Völkern der heutigen Wyandot – den Wendat (Huronen) und den Tionantati (Petun) – waren die Tionontati jedoch mit Abstand der größte Stamm unter diesen und ihre Nachkommen bilden bis heute die Mehrheit der Wyandot.[1]

Die südlicheren Wyandot-Gruppen mussten innerhalb der USA westwärts ziehen und wurden in Oklahoma angesiedelt, die nördlichen Gruppen ließen sich am Sankt-Lorenz-Strom in Kanada nieder. Heute gibt es vier anerkannte Wyandot-Stämme, die etwa 8000 Stammesmitglieder zählen.

Der Name Wyandot oder Wendat bedeutet so viel wie „die Inselbewohner“ und leitet sich wahrscheinlich vom Eindruck der Wendat (Huronen) her, sie wohnten auf „Inseln“, da sie inmitten einer fluss- und seenreichen Landschaft fast stets von Wasser umgeben waren. Um sich innerhalb dieses Gebiets bewegen zu können, benutzten sie Birkenkanus. Ihr Stammesgebiet nannten sie Wendake.

1999 kam es zu einer Erneuerung der Wyandot-Konföderation, als sich in Midland, Ontario die Führer der Wyandot Nation of Kansas, der Wyandotte Nation of Oklahoma, der Wyandot Nation of Anderdon und der Huronne Wendat von Wendake zusammenschlossen.

Sprache

Melodie des Huron Carol?/i

Jesuiten bauten im 17. Jahrhundert Missionsstationen, so Sainte-Marie-au-pays-des-Hurons und LaJeune Lorette[2] im Huronengebiet auf. Die Sprache der Huronen wurde durch den Jesuiten Pierre Potier Mitte des 18. Jahrhunderts untersucht. In seinen „Elementa Grammaticæ Huronicæ“ aus dem Jahre 1745 gibt er für die Namensbildung zwei Anhaltspunkte. Zum einen das Wort ahouénda, das sich auf ein Stück möglicherweise isoliertes Land bezieht, möglicherweise eine Insel, und zum anderen aouenda, das so viel bedeutet wie Stimme, Befehl, Sprache, Versprechen. Potier stellte fest, dass sich mit der Anfügung der Vorsilbe skaouendat eine Bedeutung im Sinne „die eine Stimme“ und gleichzeitig „die eine Insel“ ergibt. Diese Doppelbedeutung war seiner Meinung nach eine mögliche Erklärung für die Entstehung des Eigennamens.

Weitere Beschreibungen gehen auf den Jesuiten Jean de Brébeuf zurück, so der erste Beleg für die bis heute stereotyp für Indianersprachen verwendete Interjektion Howgh. Brébeuf verfasste das älteste und bis heute verwendete kanadische Weihnachtslied, Jesous Ahatonhia (Jesus, he is born) in huronischer Sprache, wobei Gott mit dem Ausdruck Gitchi Manitou bezeichnet wird, der aus der Algonquinsprache stammt. Das Jesuskind liegt dabei in einem Stück Birkenrinde und in Windeln aus Hasenfell, statt Schäfer sind Jäger auf dem Felde und die Heiligen aus dem Morgenland sind durch Häuptlinge von Nachbargebieten ersetzt, die ihm als Geschenke Fuchsfelle und Biberpelze darbringen.[3] Die Fremdbezeichnung „Huronen“ geht auf die französische Bezeichnung „La Hure“ für den Mittelkamm des Wildschweins zurück, an den der Irokesenschnitt der Wyandot die französischen Neuankömmlinge erinnerte.[4]

Geschichte

Die Wendat (Huronen)-Konföderation vor der Ankunft der ersten Europäer

Ursprünglich waren die Wendat (Huronen) Teil des irokesischen Volkes, trennten sich aber von diesem und verbündeten sich mit Algonkin-Völkern. Wie die Irokesen lebten sie in Langhäusern und betrieben Landwirtschaft.

Gegen 1300 schlossen sich mehrere Clans zusammen und bildeten die Attignawantan (Attignousntan), die innerhalb der sich bildenden Wendat (Huronen)-Konföderation der beherrschende und größte Stamm werden sollten. Um 1420 schlossen sich diesen die Attingneenangnahoc an, und diese beiden Stämme gründeten die Wendat (Huronen)-Konföderation. Als Hauptstadt wurde Ossossane gewählt, die größte Siedlung der Attignawantan. Mit der Verbreitung und dem teilweisen Abzug der Sankt-Lorenz-Irokesen aus dem östlichen Ontario schlossen sich 1560 die Arendahronon sowie 1570 die Tahontaenrat (Tohonaenrat) der Konföderation an. Jeder Stamm sandte Repräsentanten zum gemeinsamen Rat in Ossossane, in dem über Krieg und Frieden, Bündnisse sowie Handel und Jagd beraten wurde. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht gehörten dem Rat der Wendat (Huronen) etwa 52 Mitglieder an.

Die Konföderation bestand also aus:[5]

  • Arendahronon (Rock People, waren der östlichste Stamm, lebten an den Ufern des Lake Couchiching westwärts bis zum Coldwater River, bewohnten vier Dörfer, ihr Haupt-Dorf war Cahiague)
  • Attignawantan (Attignaouentan, Attignousntan – ‘Bear People’, stellten fast die Hälfte der Wendat (Huronen)-Bevölkerung und waren daher mit Abstand der größte Stamm innerhalb der Konföderation, lebten zwischen der Georgian Bay und dem Wye River, gegen 1640 bewohnten sie dreizehn Dörfer)
  • Attigneenongnahac (Attiguenongha – ‘Cord People’, lebten entlang der Mount St. Louis Ridge zwischen dem Sturgeon und dem Coldwater River, bewohnten drei Haupt-Dörfer, zweitgrößter Stamm und neben den Attignawantan ältestes Mitglied der Konföderation)[6]
  • Tahontaenrat (Scanonaerat, Scahentoarrhonon – ‘Deer People’, lebten südöstlich der Attignawantan und waren der kleinste Stamm innerhalb der Konföderation, lebten in einem einzigen großen Dorf im Gebiet nördlich des Orr Lakes)
    • Ataronchronon (‘People of the Bog’, wurden nicht als Mitglied der Konföderation anerkannt, wurden im Rat der Wendat (Huronen) durch die Attignawantan vertreten, vermutlich handelt es sich hierbei um Clan-Mitglieder der Attignawantan sowie vor den Seneca flüchtenden Wenro (auch Wenrohronon, evtl. eine Gruppe der Neutralen) (1639) und Algonkin (1644))

Zu ihren Handels- sowie Bündnispartnern gehörten die Erie, Tionontati (auch Khionotaterrhohon), Neutral-Konföderation (auch Attiwandaronk, Attiwandaronon) und die im Süden lebenden Susquehannock. Damit hatten sie von Westen, Norden und Süden die Irokesen-Liga eingekreist und setzten diese ökonomisch und militärisch stark unter Druck.

Verbündete Frankreichs gegen Irokesen und Briten

Bald nach Ankunft der Franzosen, ihren langjährigen Verbündeten, erlangten sie eine beherrschende Stellung im Fellhandel. Doch die Franzosen hatten sich hierdurch die mächtige Irokesen-Liga zum Feind gemacht, die sich im Covenant Chain mit den Engländern verbündeten und von diesen (wie zuvor von den Niederländern) mit Waffen versorgt wurden. Dies gab den zahlenmäßig schwächeren Irokesen eine enorme militärische Schlagkraft gegenüber den sie umgebenden Stämmen, zumal die Wendat (Huronen) 1639 schwer von einer Pockenepidemie getroffen wurden. Besonders die Mohawk stiegen durch diese Kämpfe zu den wichtigsten Handelspartnern der Briten am Hudson River auf und bekriegten fortan die südlichen Verbündeten der Wendat (Huronen), die Susquehannock. Langsam wurden die Susquehannock durch die Attacken der Mohawk und Oneida immer mehr aufgerieben und geschwächt. Die Huronen ihrerseits ließen sich, nachdem die Engländer 1629 Québec erobert hatten (bis 1632), durch Jean Nicolet für einen Boykott der Engländer gewinnen.

Wie die anderen Stämme (einschließlich der Wendat) im Gebiet der Großen Seen sowie des Ohio-Tales auch, hatten die Irokesen ihre Gebiete überjagt und waren gezwungen, die gefragten Pelze per Handel oder Krieg zu erlangen. Da sie aber nur von feindlichen Stämmen umgeben waren, mussten sie diese entweder unterwerfen oder damit rechnen, selbst zerstört zu werden. Dies führte angesichts schwindender Ressourcen Mitte des 17. Jahrhunderts zum Konflikt mit den Wyandot und deren Verbündeten. Die Irokesen konzentrierten ihre Attacken zuerst ab 1640 gegen die Wendat (Huronen), 1645 isolierten sie diese von den Algonkin, Innu und Franzosen. 1647 organisierten die Irokesen massive Attacken ins Land der Wyandot und zerstörten die Dörfer der Arendahronon.

Während dieser Kriege standen die Susquehannock den Wendat (Huronen) als Verbündete bei, doch diese lehnten plötzlich jede Hilfe ab und wurden im Winter von 1648 bis 1649 von den Irokesen völlig überrannt. Den Khionontateronon/Tionontati erging es nicht besser, vor allem, als die Irokesen 1.000 gefangene Krieger inkorporierten. Als 1650 die westlichen Irokesen (Seneca, Cayuga und Onondaga) die Attiwandaronon angriffen, traten die Susquehannock dem Krieg gegen die Irokesen bei.

Etwa um diese Zeit flohen die Wendat (Huronen) vor der Vernichtung ihrer Konföderation durch die Irokesen zu den Erie, ihren Verbündeten. Die Irokesen verlangten daraufhin, dass die Erie die Wyandot an sie ausliefern sollten, was die Erie ablehnten. Daraufhin herrschte eine zweijährige extreme Spannung zwischen den beiden Völkern.

Als jedoch die Mohawk zusammen mit den Oneida die Susquehannock 1651 angriffen, konnten diese den Attiwandaronon nicht beistehen. Zudem versagten die Erie trotz der Auseinandersetzungen mit den Irokesen wegen der Aufnahme der Wyandot-Flüchtlinge ihre Unterstützung. So dauerte es nicht lange und eine weitere ehemals verbündete Nation der Wendat (Huronen), die Attiwandaronon, war schnell besiegt und gegen 1655 fast vernichtet. Der sich abzeichnende Krieg der Erie gegen die westlichen Irokesen brach aus, nachdem alle 30 Botschafter der Erie während einer Friedenskonferenz von den Irokesen umgebracht worden waren.

Da die Franzosen nach den vernichtenden Siegen der Irokesen über die Wendat (Huronen) und Attiwandaronon machtlos waren und die Erie von 1653 bis 1656 nun allein gegen die westlichen Irokesen kämpfen mussten, waren die Susquehannock auf sich allein gestellt. Der Krieg gegen die Mohawk und Oneida dauerte noch bis 1656, bis die Susquehannock langsam den östlichen Nebenarm des Susquehanna River hinab ziehen mussten.

Die Erie konnten den Irokesen schwere Verluste zufügen, aber ohne Feuerwaffen waren sie dem Untergang geweiht. 1679 verschwanden die letzten großen eigenständigen Gruppen der Erie, 1680 hatten sie endgültig aufgehört zu bestehen. Sie hatten sich entweder den Wendat (Huronen) angeschlossen oder waren als versklavte Hilfstruppen der Irokesen in diesen aufgegangen.

Ethnische Reorganisation versprengter Huronen (Wendat) und Petun als Wyandot

Die von Franzosen eingeschleppten Pocken und die Kriege gegen die Irokesen dezimierten die Wendat (Huronen) und die mit ihnen Verbündeten. Sie bildeten gegen 1700 nur noch einen Zusammenschluss versprengter Reste der Erie, Susquehannock, Attiwandaronon, Khionontateronon, Wenrohronon sowie einiger kleinerer Algonkin- und Irokesen-Stämme. Ab dieser Zeit wurden sie von den Weißen meist nicht mehr Hurons genannt, sondern Wyandot oder Wendat, wodurch zum Ausdruck gebracht werden sollte, dass dieser Stamm nicht mehr viel mit der ursprünglichen Wendat-(Huronen-)Konföderation zu tun hatte. Darüber hinaus bestand die Gruppe in Ontario um 1760 nur noch aus etwa hundert Mitgliedern. Bis 1850 wuchs sie wieder auf rund 300 an.[7] Diese Neufindung oder Neuidentifikation von Stämmen und Volksgruppen oder die Entstehung neuer Stämme war an der vorrückenden Frontier nichts Ungewöhnliches. Neben den Wyandot kann man auch die Seminolen sowie die Delawaren (Lenni Lenape) nennen.

Heutige Gruppen der Wyandot

Heute gibt es vier Gruppen der Wyandot, eine First Nation in Ontario, Kanada sowie vier Gruppen in den USA, von denen jedoch nur zwei auf Bundesebene als Stämme anerkannt sind (federally recognized):

  • Nation Huronne-Wendat (vormals Huron of Jeune-Lorette, ihre Siedlung sowie das gleichnamige Reservat Wendake, einst nahe der Stadt Loretteville, befindet sich heute innerhalb von Québec, ca. 3.000 Stammesmitglieder, einst Mitglied der Seven Nations of Canada oder Seven Nations of The Iroquois Confederacy)
  • Wyandot Nation of Kansas (ein federally recognized Stamm, Verwaltungssitz ist Kansas City, ca. 400 Stammesmitglieder)
  • Wyandotte Nation (vormals Wyandotte Nation of Oklahoma, ein federally recognized Stamm, Verwaltungssitz ist Wyandotte, Oklahoma, ca. 4.300 Stammesmitglieder)
  • Wyandot Nation of Anderdon (Verwaltungssitz ist Trenton, Michigan, ca. 1.200 Stammesmitglieder)

Literarische Bedeutung

Die Wyandot sind durch die Lederstrumpf-Erzählungen von James Fenimore Cooper in die Literatur eingegangen. Dort werden sie als Furcht verbreitende, talentierte Krieger geschildert. Jedoch spielen diese Erzählungen im 18. Jahrhundert, während die Bedeutung der Wyandot schon im 17. Jahrhundert endete. Maßgeblich für Cooper war wohl, dass die Wyandot als Fidele de France, also als den Franzosen gegenüber freundlich gesinnt galten. Johann Gottfried Seume beschreibt romantisierend in seinem Gedicht „Die Gastfreundschaft des Huronen“ die um den Huronsee lebenden Wyandot und ihre Lebensweise.[8]

Tourismus

Bekannt wurde der huronische Friedhof in Kansas City, heute als Denkmal eingetragen. Sein Erhalt trotz eines innerindianischen Konflikts um Verkauf und Neubebauung geht auf die indianischstämmige Juristin Lyda Conley und ihre Schwestern zurück, die 1909 seine Rettung unter landesweitem Aufsehen durchsetzten.

Huron-Langhaus (Rekonstruktion im Ojibwa-Museum in St. Ignace)

In Kanada wird zu touristischen Zwecken der Begriff „Huronia“ für das ehemalige Siedlungsgebiet der Wyandot verwendet. Neben der wiederaufgebauten jesuitischen Missionsstation Sainte Marie aux pays des Hurons, die von 1639 bis 1649 existiert hatte, kann im Reservat Wendake bei Québec eine nachgebaute historische Siedlung besichtigt werden.[9]

Siehe auch

Literatur

  • Sirinya Pakditawan: Die stereotypisierende Indianerdarstellung und deren Modifizierung im Werk James Fenimore Coopers. Diss., Hamburg 2008.
  • Karl Schormann: Der Untergang der Huronen. Krieg und Fehde als Ausdruck einer Kultur. Books on Demand, Bremerhaven 2002, ISBN 3-8311-4287-4.
  • John Steckley (Hrsg.): De religione. Telling the seventeenth-century Jesuit story in Huron to the Iroquois. University of Oklahoma Press, Norman OK 2004, ISBN 0-8061-3617-0.
  • Elisabeth Tooker: An Ethnography of the Huron Indians. 1615–1649 (= Smithsonian Institution, Bureau of American Ethnology. Bulletin 190, ZDB-ID 799398-5 = Congress 88, Session 1. House Document. 31). Government Printing Office, Washington 1964 (Reprint. Syracuse University Press, Syracuse 1991, ISBN 0-8156-2516-2).
  • Gary Warrick: A Population History of the Huron-Petun, A.D. 500–1650 (= Studies in North American Indian History). Cambridge University Press, New York u. a. 2008, ISBN 978-0-521-44030-1.

Weblinks

 <Lang> Commons: Huronen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. TIONONTATI HISTORY
  2. Eine ältere Darstellung zu diesem Missionsort bietet Lionel Lindsay: Notre-Dame de la Jeune-Lorette en la Nouvelle France: étude historique aus dem Jahr 1900. Es ist zugleich ein Beleg für kulturelle Missverständnisse, ebenso wie für Vorurteile und Überlegenheitsgefühl der jesuitischen Missionare.
  3.  Pierre Potier: Elementa Grammaticæ Huronicæ. 1745.
  4. Huron. In: Merriam-Webster’s Online Dictionary. Merriam-Webster, abgerufen am 18. August 2008 (english).
  5. The Life of the Huron Wendat
  6. The Wendat (Huron) at Contact
  7. Huron, in: Canadian Encyclopedia
  8.  Johann Gottfried Seume: Die Gastfreundschaft des Huronen. (Verfügbar bei Projekt Gutenberg, http://gutenberg.spiegel.de/buch/4306/54, abgerufen am 17. Februar 2013).
  9. Historic Huron Village. In: Huron-Wendat, Quebec. Abgerufen am 18. August 2008 (english).

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