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Seneca (Volk)


Die Seneca innerhalb der fünf Nationen der Irokesen, Stammesgebiet um 1650

Die Seneca, Eigenname Onodowohga (Leute vom großen Hügel), sind ein nordamerikanischer Indianerstamm, der zur Irokesenliga gehörte, einer Allianz aus fünf und später sechs Stämmen. Zu ihnen zählten die Cayuga, Mohawk, Oneida, Onondaga, Seneca und als sechste Nation die Tuscarora. Das traditionelle Territorium der Irokesenliga befand sich im zentralen heutigen US-Bundesstaat New York. Das Wohn- und Jagdgebiet der Seneca war das westlichste und volkreichste aller Irokesenstämme. Heute leben rund 10.000 Seneca in den Vereinigten Staaten und Kanada, die meisten davon in Reservaten im Westen des US-Bundesstaates New York, andere in Oklahoma und in der Nähe von Brantford in Ontario, Kanada.

Wohn- und Jagdgebiet im 17. Jahrhundert

Das traditionelle Stammesland der Seneca lag zwischen dem Genesee River und Canandaigua Lake. Das Gebiet umfasste Teile der heutigen Countys Livingston, Ontario und Monroe im US-Bundesstaat New York. Hier befanden sich die Dörfer der Seneca, die sie vom frühen sechzehnten Jahrhundert bis zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bewohnten. Ihr Jagdgebiet war erheblich größer und erstreckte sich im Norden bis zum Ontariosee und im Süden bis zu den kleineren Finger Lakes. Nachdem die Irokesenliga die übrigen irokesisch sprechenden Stämme in der Region, darunter die Erie, Neutral und Huronen, unterworfen hatte, dehnten die Seneca ihr Jagdgebiet nach Westen bis nach Ohio und das südliche Ontario aus. Am Niagara Rivers errichteten sie einige kleinere Siedlungen.[1]

Archäologischen Funden und historischen Dokumenten ist zu entnehmen, dass es im siebzehnten Jahrhundert eine westliche und eine östliche Seneca-Gruppe gab, die beide jeweils ein großes Dorf bewohnten. Diese beiden Gruppen existierten schon zur Gründungszeit der Irokesenliga. Auf der Häuptlingsliste der Liga standen die Namen der beiden Gruppenhäuptlinge an erster und zweiter Stelle. Die nahe beieinander liegenden Dörfer befanden sich wenige Meilen nördlich des Hemlock Lakes. Wie alle Irokesen bezogen die Seneca alle zehn bis zwanzig Jahre ein neues Dorf, wenn das umliegende Land erschöpft war. Die westlichen Seneca folgten bei ihren zahlreichen Umzügen dem Spring Brook nach Norden bis zu dessen Zusammenfluss mit dem Honeoye Creek, während die östlichen Seneca in nordöstlicher Richtung den Honeoye Creek entlang zogen, um dann nach Osten in die Täler von Mud Creek, Fish Creek und Great Brook abzubiegen.[1]

Als die Jesuiten in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts in den Dörfern einige Missionen errichteten, lagen diese in der nördlichen Region des Stammesgebiets. Der erste dokumentierte Besuch stammt von Pierre Joseph Marie Chaumonot aus dem Jahr 1756. Er berichtete von zwei großen Dörfern und einer Reihe kleinerer Siedlungen. Das Dorf Gandagan war das Hauptdorf der östlichen Seneca. Er beschrieb ein zweites Dorf, das ausschließlich von adoptierten Huronen bewohnt war. Diese Huronen kamen aus dem Dorf Scanonaenrat, in dem die Jesuiten einst die Mission Saint Michel errichtet hatten. Zu dieser Zeit lebten angeblich adoptierte Gefangene aus elf fremden Stämmen bei den Seneca.[1]

1668 errichteten die Jesuiten die erste dauerhafte Mission bei den Seneca. Ihren Berichten zufolge hatten die Seneca zu dieser Zeit zwei große Dörfer mit jeweils über 100 Häusern und zwei kleinere Dörfer mit 20 bis 30 Häusern. Die Jesuiten errichteten um 1670 in drei Dörfern jeweils eine Mission. Das Hauptdorf der westlichen Seneca hieß um 1670 Gandachioragon, wurde jedoch 1677 in Tiotohattan und 1687 in Totiakton, offenbar nach einem Ortswechsel, umbenannt. Das Hauptdorf Gandagan der östlichen Seneca hieß 1669 nach einem Umzug Galinèe und war von Palisaden umgeben. Nach dem endgültigen Sieg über die Susquehannock im Jahr 1675 wurden die Palisaden abgebaut, denn sie wurden nicht mehr benötigt.[1]

Kultur im siebzehnten Jahrhundert

Hauptartikel: Irokesen

Geschichte

Pelzhandel und Biberkriege

Robert Cavelier de La Salle.

Seit der Gründung der Irokesenliga um 1450 wurden die Seneca als die Hüter der westlichen Tür bezeichnet. Damit sollte veranschaulicht werden, dass sie mit ihrem Stammesgebiet im Westen die anderen Stämme der Liga vor feindlichen Einfällen aus dieser Richtung schützen sollten. Die Irokesenliga wurde symbolhaft mit einem Langhaus verglichen. Entsprechend waren die Mohawk die Hüter der östlichen Tür. Die Seneca waren mit Abstand der volkreichste Stamm innerhalb der Fünf Nationen.

Im siebzehnten Jahrhundert wuchs der Bedarf an europäischen Gütern, die gegen Pelze eingetauscht wurden. Als westlichster aller fünf Stämme der Irokesenliga waren die Seneca am weitesten von den holländischen Händlern in Albany und von den französischen am Sankt-Lorenz-Strom entfernt. Ihr Stammesgebiet lag allerdings nahe bei den reichen Bibervorkommen im Westen. Mit dem wachsenden Bedarf an Biberpelzen schrumpfte der Biberbestand rapide, und die Seneca suchten, ihr Jagdgebiet weiter nach Westen auszudehnen. Der Entschluss der Wenro, ihr Land zu verlassen und sich mit den Huronen und Neutral zu verbünden, stand vermutlich im Zusammenhang mit der Expansion der Seneca. Um 1630 hatten die Huronen mit Hilfe der Franzosen die benachbarten nördlichen Stämme gegen die irokesischen Aggressoren beschützt. In den 1640er Jahren begannen die Seneca und andere Stämme der Liga mit ihrem Vernichtungskrieg gegen die Huronen. 1649 zerstörten geschätzte 1.000 Krieger der Seneca und Mohawk die Huronendörfer Saint Ignace und Saint Louis. Als Nächstes wandten sich die Irokesen gegen die Verbündeten der Huronen und vernichteten die Petun im Winter 1649/50. Dasselbe Schicksal erlitten die Neutral im folgenden Jahr.[2]

Inzwischen hatten ein Teil der Irokesen beschlossen, mit den Franzosen über einen Friedensvertrag zu verhandeln und sandte deshalb 1653 eine Delegation nach Montreal. Die Seneca waren nicht beteiligt, unterstützten jedoch diese Bemühungen. Im folgenden Jahr fand eine Ratsversammlung unter Beteiligung von Pater Simon Le Moyne in Onondaga statt, in der einem Friedensvertrag ausdrücklich zugestimmt wurde. 1656 hatten die Jesuiten die Mission Sainte Marie in Onondaga errichtet und Pater Chaumonot besuchte die Seneca. 1658 waren die Jesuiten allerdings aufgrund neuer Feindseligkeiten gezwungen, die neue Mission zu verlassen. Erst 1668 unternahmen sie einen neuen Versuch, die Seneca zu missionieren.[2]

Infolge des Kriegs der Seneca gegen die Erie entwickelte sich ein neuer Konflikt mit den Franzosen. Gleichzeitig führten die Seneca Krieg gegen die Susquehannock im Süden. Diese überfielen die Pelzhändler der Seneca auf ihrem weiten Weg nach Albany, die in der Folge durch begleitende Krieger geschützt werden mussten. Aus diesem Grund waren die Seneca gezwungen, den Frieden mit den Franzosen zu erhalten. Außerdem benötigten sie französische Gewehre und Munition. Die Mohawk registrierten diese Bemühungen der Seneca mit Misstrauen, denn sie kontrollierten den Handel der westlichen Stämme mit Albany und kassierten eine Art von Zoll. 1668 erschien Pater Jacques Frémin bei den Seneca, um eine Mission zu errichten. Im gleichen Jahr besuchte auch Robert Cavelier de La Salle mit einer kleinen Gruppe die Seneca. Er war auf der Suche nach Pfadfindern, die ihm den Weg zum Ohio River zeigen sollten. Die Franzosen nutzten den derzeitigen Frieden mit den Irokesen, um das Gebiet im Westen zu erkunden und Handelsposten an den oberen Großen Seen zu gründen.[2]

1675 endete der lange Krieg gegen die Susquehannock mit deren vernichtender Niederlage. Damit wurden bei den Seneca wieder Kräfte frei, um den nächsten Krieg gegen die mit den Franzosen verbündeten Stämme im Norden zu beginnen. Sie nahmen sogar einen neuen Konflikt mit den Franzosen in Kauf. 1679 erlaubten die Seneca La Salle, einen befestigten Handelsposten in Niagara zu errichten. La Salle hatte erkannt, dass von Niagara aus der Handelsweg zwischen dem Erie- und Ontariosee zu kontrollieren war. Noch hielt der Frieden zwischen den Franzosen und den Seneca, die den französischen Handel mit den westlichen Stämmen misstrauisch beobachteten.[2]

1680 kam es zum Krieg gegen die Illinois und ihre Verbündeten, in den auch die Franzosen eingriffen. 1684 unternahm Joseph-Antoine Le Fèbvre de la Barre einen Feldzug gegen die Seneca. Als er Fort Frontenac erreichte, war ein großer Teil seiner Armee erkrankt. Bei einem Treffen mit Führern der Seneca an der Mündung des Salmon Rivers vereinbarten Barre und die Irokesen, sich kampflos zurückzuziehen. Gouverneur La Barres Nachfolger, Jacques René de Brisay, Marquis de Denonville, führte 1687 eine zweite Armee gegen die Seneca. Die Seneca überfielen die anrückenden französischen Soldaten am 13. Juli, bevor Denonvilles Armee ihr Hauptdorf erreichten. In Anbetracht ihrer Unterzahl zogen sich die Seneca im Anschluss zurück und brannten ihr eigenes Dorf nieder. Die Franzosen vernichteten die Maisvorräte der Indianer und machten sich auf den Rückweg, ohne die geflüchteten Seneca zu verfolgen. In Niagara ließ Denonville ein Fort errichten. Auch in den folgenden Jahren verübten die Seneca und andere Stämme der Irokesenliga zahlreiche Überfälle am Sankt-Lorenz-Strom. Die Franzosen unternahmen zwei weitere Strafexpeditionen, die erste 1693 gegen die Mohawk und die zweite 1696 gegen die Onondaga und Oneida. Erst 1701 wurde ein Friedensvertrag zwischen der Irokesenliga und den Franzosen, sowie den Engländern geschlossen.[2]

Kolonialkriege und Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

Pontiac-Aufstand, Karte der Kampfhandlungen
Seneca-Häuptling Cornplanter, Portrait von F. Bartoli, 1796

Der 1701 geschlossene Friedensvertrag mit den Franzosen und Engländern hielt ein halbes Jahrhundert. Damit hatten die Irokesen freie Hand, ihre Kriegszüge gegen Stämme im Süden und Westen zu verlegen und den dortigen Handel mit Biberpelzen gegen europäische Waren zu kontrollieren. Darüber hinaus versuchten sie, die beiden europäischen Kolonialmächte gegeneinander auszuspielen und sogar den Handel im gesamten Kontinent zu beeinflussen.[3]

Nach der Zerstörung ihrer Dörfer durch Denonvilles Truppen verließen die Seneca die Region. Die östlichen Seneca zogen ostwärts und errichteten ein Dorf am unteren Canadaigua Lake und ihr Hauptdorf am Seneca Lake. Die westlichen Seneca zogen nach Westen und siedelten am fruchtbaren Ufer des mittleren Genesee Rivers. Von dort zogen sie zum Allegheny River und flussabwärts bis nach Ohio. Da sie keine Angriffe mehr fürchten mussten, waren ihre Dörfer nicht mehr von Palisaden umgeben sondern die Häuser lagen weit verstreut am Fluss entlang.[3]

Die Jesuiten kehrten zurück, doch ihre anfänglichen Missionserfolge waren nur von kurzer Dauer. Größere Aufmerksamkeit erzielte der französische Dolmetscher und Händler Louis-Thomas Chabert de Joncaire, der in seiner Jugend in Gefangenschaft der Seneca war. Nach dem King William's War (1689-1697) baute er in Niagara einen Handelsposten auf, um von dort aus den Pelzhandel weiter zu entwickeln. Im Verlauf der Kolonialkriege mit Großbritannien am Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts begannen die Franzosen den Bau einer Reihe von Befestigungen, mit denen sie die Briten aus dem Gebiet der Großen Seen fernhalten wollten. In diesem Zusammenhang bauten sie 1726 mit der Erlaubnis der Seneca das Fort Niagara, das die Passage zwischen dem Erie- und dem Ontariosee überwachen sollte.[3]

Der Einfluss der Franzosen war auf die westlichen Seneca besonders stark, die man auch Chenussios nannte. Während des Franzosen- und Indianerkriegs blieben sie weiter pro-französisch, während die östlichen Seneca pro-englisch waren und Sir William Johnson 1756 erlaubten, bei ihrem Dorf Canadasaga am Seneca Lake ein Fort zu errichten. Die westlichen Seneca blieben weiterhin auf der Seite Frankreichs und unterstützten Pontiacs Aufstand 1763 gegen Großbritannien. Sie eroberten Fort Venango, Fort Le Boeuf und gemeinsam mit anderen Stämmen Fort Presque Isle. Doch Pontiacs Rebellion scheiterte und nach dem Friedensschluss mussten die Seneca als Bedingung ihr Land am Niagara River an die Briten abtreten.[3]

Als der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg 1776 ausbrach, versuchten die Seneca neutral zu bleiben, wie auch die übrigen Stämme der Irokesenliga. Ein Jahr später konnten die Briten die Mehrheit der Seneca davon überzeugen, auf ihrer Seite zu kämpfen. Das erste Gefecht unter Beteiligung von Senecakriegern war eines der blutigsten des gesamten Krieges. Fort Stanwix wurde von den Engländern belagert, als eine Entsatztruppe unter dem amerikanischen General Nicholas Herkimer anrückte, um den Belagerungsring zu durchbrechen. In einer Schlucht beim Orkany Creek überfiel eine aus Indianern bestehende Streitmacht Herkimers Männer. In diesem Gefecht kam es auf beiden Seiten zu hohen Verlusten und die Amerikaner ergriffen schließlich die Flucht. Trotzdem konnte die Briten Fort Stanwix nicht erobern.[3]

1778 nahmen Senecakrieger an den Gefechten von Wyoming und Cherry Valley teil. Zur britischen Strategie gehörte es außerdem, die Frontregion durch zahlreiche Aktionen der Indianer wirtschaftlich zu schwächen. General George Washington schickte eine Strafexpedition ins Irokesenland, um die permanenten Plünderungen und Überfälle der Seneca und anderer mit England verbündeter Irokesen zu beenden. Zunächst erfolgte ein Angriff der Amerikaner unter Colonel Goose Van Schaik auf mehrere Onondagadörfer. Eine Expeditionsarmee unter General James Clinton zog von Canajoharie den Susquehanna River hinab nach Tioga. Dort vereinigte sich die Armee mit General John Sullivans Truppen, die von Easton kommend den Susquehanna River hinaufgezogen waren. Von Tioga aus marschierten die vereinigten Truppen am Ufer des Chemung River hinauf und trafen bei Newton auf britische Ranger und Indianer, die sie in die Flucht schlagen konnten. Als nächstes griffen sie Canadasaga am Ostufer des Seneca Lake an und zerstörten das Dorf der Seneca, wie auch die Dörfer Canadaigua und Honeoye. Am Genesee River brannten die Amerikaner ebenfalls die dortigen Dörfer nieder, einschließlich Genesee Castle mit annähernd 130 Häusern. Auf dem Rückmarsch über die gleiche Route beauftragten sie zwei Abteilungen, die Cayugadörfer und ein Mohawkdorf zu zerstören. Gleichzeitig marschierten amerikanische Truppen unter Colonel Daniel Brodhead von Fort Pitt aus den Allegheny River hinauf, um alle Dörfer der Seneca zu vernichten, die sie dort finden konnten.[3]

Nach dem Gefecht von Newton leisteten die Indianer keinen Widerstand mehr gegenüber Sullivans Vormarsch, sondern verließen ihre Dörfer. Sullivans Armee brannte ihre Dörfer nieder und vernichtete ihre Wintervorräte. Sie verbrannten Bohnen, Kürbisse, Kartoffeln, Wassermelonen und Gurken, sowie eine große Menge an Mais. In den Gärten fällten sie Apfel-, Pfirsich- und andere Obstbäume und zerstörten die Maisfelder. Zahlreiche Irokesen flohen nsch Niagara, wo sie den Winter 1779/1780 verbrachten, einen der härtesten seit Menschengedenken. Im Frühling jedoch verübten sie neue Überfälle und beteiligten sich an einer Expedition gegen amerikanische Siedlungen im Mohawk Valley. Bis zum Ende des Krieges war keine Siedlung in der Region vor irokesischen Angriffen sicher.[3]

Umzug in Reservate

Seneca-Kriegshäuptling Red Jacket, Lithographie von Henry Corbould nach einem Gemälde von C. B. King

Im Friedensvertrag von Paris im Jahr 1783, der den Krieg zwischen Großbritannien und den Amerikanischen Kolonien beendete, wurden die Angelegenheiten der Indianer nicht geregelt. Demzufolge mussten sie mit beiden Mächten aushandeln, wo sie künftig leben wollten. Ein Teil der Indianer entschied sich für Kanada, darunter 78 Seneca, die mit Irokesen aus anderen Stämmen 1784 an den Grand River in Ontario zogen. Ihre Nachfahren leben noch heute im dortigen Reservat bei den Six Nations of the Grand River. Im gleichen Jahr trafen sich Vertreter der Sechs Nationen mit Offiziellen der USA in Fort Stanwix, um einen Friedensvertrag auszuhandeln und Landansprüche zu klären. Die Irokesen traten ihren Landbesitz im Westen von New York und in Pennsylvania vertraglich an die Vereinigten Staaten ab. Es gab allerdings Gegner dieser Entscheidung: Einige Häuptlinge konnten aus Krankheitsgründen nicht an den Verhandlungen teilnehmen und eine zweite Gruppe, die kaum eine andere Wahl hatte, als den Vertrag zu unterschreiben. Der Vertrag wurde abschließend 1789 in Fort Hamar bestätigt. Doch die Unzufriedenheit der Seneca mit dem Vertrag wuchs und es gab zahlreiche Versuche, die ausgehandelten Bedingungen zu verbessern. Bei den Verhandlungen mit den Amerikanern waren die Irokesen keinesfalls ohne Chancen. Im Ohiogebiet gab es zu dieser Zeit heftige Kämpfe zwischen den dortigen Stämmen und der US-Armee und die die Vereinigten Staaten befürchteten ein Eingreifen der Seneca-Krieger. 1794 gab es in Canandaigua ein erneutes Treffen einer US-Delegation unter Timothy Pickering und einer Anzahl irokesischer Stammesvertreter. Unter dem Eindruck von General Anthony Waynes Sieg bei Fallen Timbers wurde ein neuer Vertrag unterzeichnet, der die Reservate für die Oneida, Onondaga und Cayuga bestätigte, sowie die Grenzen der Senecagebiete definierte.[4]

Im Jahr 1796 gab Pennsylvania dem Seneca-Häuptling Cornplanter ein Stück Land in der Größe von 2,56 km² beiderseits des Alleghany Rivers. Diese Landschenkung erfolgte in Anbetracht seiner Verdienste gegenüber den Weißen. Während der Indianerkriege in Ohio und Indiana gelang es Cornplanter, die Seneca zu überzeugen, neutral zu bleiben. Er versuchte auch, im Auftrag der US-Regierung mit den Shawnee zu verhandeln. In dankbarer Anerkennung seiner Hilfe wurde Cornplanter und seinen Nachkommen „auf ewig“ ein Gebiet entlang des Allegheny River in Pennsylvania zugesprochen. In den 1790er-Jahren gab es zwischen 1.700 bis 1.800 Seneca in New York. Davon lebte rund ein Drittel im Tal des Genesee Rivers, ein weiteres Drittel in Buffalo Creek und der Rest in Allegany, Cattaraugus und Tonawanda.[4]

Im Vertrag von Big Tree von 1797 wurde zwischen den Seneca und den Vereinigten Staaten ausgehandelt, dass das restliche Land westlich des Genesee Rivers für die Besiedlung geöffnet werden konnte. Die Seneca bekamen dafür zehn Reservate, regelmäßige jährliche Zahlungen, sowie Jagd- und Fischereirechte im westlichen New York.[4]

Christliche Missionen und Schulen

Die französischen Missionare versuchten im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert vergeblich, die Seneca zum Christentum zu bekehren. Auch der protestantische Missionar Samuel Kirkland, der 1764-1765 bei den Seneca lebte, hatte keinen Erfolg. Er gab seine Bemühungen auf und errichtete stattdessen eine Mission bei den Oneida. Etwas mehr Erfolg hatten die Quäker gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Sie begannen 1798 mit ihrer Missionsarbeit, um den Seneca die „Kunst der Zivilisation“ zu vermitteln. Sie waren zunächst in Genesinguhta und ab 1803 in Tunessassa nahe der Allegany Reservation tätig. In den ersten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts versuchte die New York Missionary Society (New-York-Missionsgesellschaft) eine Mission und eine Schule in Buffalo Creek zu errichten, allerdings erfolglos. Erst in den 1820er Jahren konnten sich Schulen und Kirchen in den Reservaten der Seneca durchsetzen. 1820 wurde von der Missionsgesellschaft in Buffalo Creek eine dauerhafte Schule errichtet. Kurz danach kam ein Missionar nach Buffalo Creek, der 1823 eine Kirche bauen ließ. Obwohl weder der Lehrer noch der Missionar im Reservat leben durften, blieben beide Institutionen bis 1846 im Reservat. In diesem Jahr wurde das Reservationsland verkauft und die Bewohner zogen nach Cattaraugus. Ende 1821 bekundeten sowohl die Society of Friends (Gesellschaft von Freunden, Quäker) als auch die United Foreign Missionary Society (Vereinigte Fremden-Missions-Gesellschaft, Episkopalkirche) ihr Interesse, eine Schule im Tonawanda Reservat zu errichten. Etwas später entschieden sich jedoch die dort lebenden Seneca für eine Baptistische Leitung der Schule. 1822 schickte die United Foreign Missionary Society einen Lehrer nach Cattaraugus, der die dortige Schule leiten sollte. Eine Kirche gab es in Cattaraugus seit 1827 und in Allegany seit 1830. [5]

Es lag in der Absicht der Missionsgesellschaften, nicht nur die Christliche Religion zu vermitteln und die Indianer zum Christentum zu bekehren, sondern auch die „Kunst der Zivilisation“ zu lehren. Für sie waren Christentum und Zivilisation untrennbar miteinander verbunden. Sie betrachteten das Christentum nicht nur als eine besondere Religion, sondern auch als den einzig richtigen Weg zum weißen Way of Life. Die Jungen hatten Unterricht in landwirtschaftlichen Fertigkeiten und die Mädchen in Hausarbeiten, neben Englisch, Lesen, Schreiben und Rechnen. In den ersten Schulen gab es nur einen Lehrer. So bald wie möglich wurden Internate eingerichtet, die eine sogenannte Missionsfamilie führte. Diese bestand in der Regel aus dem Missionar als Internatsleiter, seiner Ehefrau und mehreren Lehrerinnen. Allgemein galten jedoch Tagesschulen als erfolgreicher als Internate.[5]

Die Missionare der Baptisten und Presbyterianer in den Reservaten von Buffalo Creek, Cattaraugus und Tonawanda vernachlässigten keineswegs die religiösen Belange, sondern bildeten baldmöglichst aus den konvertierten Seneca eine Kirchengemeinde. Diese bestand in der Regel aus der Missionsfamilie, einigen Schulkindern und erwachsenen Reservatsbewohnern. Die Quäker bildeten keine vergleichbaren Kirchengemeinden, sondern legten den Schwerpunkt auf die Integration der Indianer und entsprechende Instruktionen für den Way of Life der Weißen.[5]

Weiße mit geschäftlichen Beziehungen zu Indianern benötigten Dolmetscher, wie auch die Missionare und Lehrer in den Missionsschulen. So gelang es Asher Wright, Teile der Bibel und einige Kirchenlieder in die Senecasprache zu übersetzen und unter den Missionaren und Seneca zu verbreiten. Er richtete außerdem eine Druckerei ein und publizierte eine zweisprachige Zeitung in Seneca und Englisch, „The Mental Elevator“ (Der geistige Aufstieg). Wright ging 1831 als Missionar in das Buffalo Creek Reservat, wo er die nächsten 15 Jahre bei den Seneca lebte. Als das Reservat verkauft wurde, zog er mit seiner Frau nach Cattaraugus und verbrachte dort den Rest seines Lebens.[5]

Handsome Lake

Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts entwickelte sich bei den Irokesen eine neue religiöse Bewegung, die später die New Religion of Handsome Lake (Neue Religion von Handsome Lake) oder kurz Langhaus-Religion genannt wurde. Handsome Lake war ein Seneca-Häuptling, wurde 1835 in Canawaugas am Genesee River geboren und lebte auf dem Anwesen seines Halbbruders Cornplanter am Allegheny River. Dort hatte er 1799 die erste einer Reihe von Visionen. In dieser wie auch in den folgenden Visionen erschienen Boten des Schöpfers, um ihm zu verkünden, was der Schöpfer vom Volk der Irokesen erwartete. Unverzüglich formulierte Handsome Lake daraus eine religiöse Lehre, die er bei den Irokesen verbreitete. Vor allem bei den Seneca, den Onondaga und Cayuga fiel seine neue Religion auf fruchtbaren Boden. Zunächst predigte er auf dem Grundbesitz seines Halbbruders, bis ihn ein Streit mit Cornplanter im Jahr 1803 zwang, mit seinen Anhängern nach Coldspring im Allegany Reservat zu ziehen. Dort wie auch später in Tonawanda setzte er seine Bekehrungsversuche fort. Er starb 1815 bei einem Besuch in Onondaga.[6]

Die Lehre Handsome Lakes, auch die Gute Nachricht genannt, berührte zahlreiche Lebensbereiche der Indianer. Er ermahnte sie, keinen Alkohol zu trinken, nicht mehr an Zauberei zu glauben, Abtreibung und Ehebruch zu beenden, sowie Kinder und alte Menschen gut zu behandeln. Außerdem sollten die Vier heiligen Zeremonien Feather Dance (Federtanz), Thanksgiving Dance (Tanz des Erntedanks), Personal Chant (Persönliches Mantra) und Bowl Game (Schalenspiel) wieder veranstaltet werden. Nach dem Tod Handsome Lakes wurden seine Lehren als The Code of Handsome Lake bekannt und seine Predigten entwickelten sich zu einem jährlichen religiösen Ereignis. Die Tonawanda-Seneca bekamen den Titel Bewahrer der neuen Religion und jedes Jahr verschickte das Tonawanda-Langhaus Einladungen an die übrigen Langhäuser, nach Tonawanda zu kommen, um Handsome Lakes Predigten zu hören. Die Predigten erfolgten schließlich in einem Zweijahres-Rhythmus, und zwar in einem Jahr im Coldspring-Langhaus im Allegany-Reservat und im anderen Jahr im Cattaraugus-Reservat.[6]

Ausverkauf des Stammeslandes

Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts wurden die Seneca zunehmend unter Druck gesetzt, ihr verbliebenes Land zu verkaufen und nach Westen zu ziehen. 1826 wurde der Vertrag von Buffalo Creek unterzeichnet, in dem die Seneca einen großen Teil ihres restlichen Stammesgebiets verkauften. Dazu gehörten das gesamte Gebiet am Genesee River, sowie große Teile des Buffalo Creek, des Tonawanda und des Cattaraugus Reservats. Um 1826 lebten in Buffalo Creek rund 550, in Cattaraugus 350, in Allegany 500 und in Tonawanda 325 Personen. Die etwa 450 Seneca vom Genesee River verteilten sich innerhalb der nächsten Jahre auf die übrigen Reservate. Der Ausverkauf ging weiter. Im Jahr 1838 kaufte die Ogden Land Company das restliche Stammesland in den vier Reservaten. Wie sich später herausstellte, waren die Seneca betrogen worden. Das Land im Wert von rund 2 Millionen Dollar wechselte für nur 200.000 Dollar den Besitzer. Die Seneca hatten zu dieser Zeit rund 90 Häuptlinge, doch nur 43 von ihnen hatten den Kaufvertrag unterzeichnet. Davon waren mindestens 16 bestochen worden, während andere bezeugten, dass ihre Unterschrift gefälscht worden war. Die Seneca sollten nach Kansas umziehen.[7]

Eine kleine Zahl von Häuptlingen wollte dem Vertrag zustimmen, während die große Mehrheit des Stammes dagegen opponierte. Mit Unterstützung der Society of Friends und anderen einflussreichen Weißen gelang es schließlich, den Vertrag von 1838 für ungültig zu erklären. 1842 wurde als Kompromiss ein neuer Vertrag unterzeichnet, in dem die Seneca auf die Reservate Buffalo Creek und Tonawanda verzichteten, während sie die übrigen Reservate Cattaraugus und Allegany behalten konnten. Im Jahr 1845 gab es insgesamt rund 2.280 Seneca in den Reservaten im Bundesstaat New York, davon 400 in Buffalo Creek, 710 in Cattaraugus, 670 in Allegany und 500 in Tonawanda. Die Bewohner von Buffalo Creek und Tonawanda sollten in die beiden anderen Reservate umziehen.[7]

Einige Seneca entschieden sich jedoch 1846 für den Umzug nach Westen und zogen, gemeinsam mit Irokesen anderer Stämme, nach Kansas. Dort wurden einige von ihnen krank und starben. Fast sämtliche Überlebende kehrten im folgenden Jahr zurück. Eine anschließende Volkszählung ergab, dass von den 66 ausgewanderten Seneca 26 gestorben waren, während 2 im Westen geblieben und 38 zurückgekehrt waren.[7]

Revolution in der Seneca-Nation

1848 richteten die in Cattaraugus und Allegany lebenden Seneca eine Petition an die Bundesregierung, sie möge den Modus der Rentenzahlungen ändern. Bisher wurden die Beträge von den Häuptlingen verteilt, nachdem sie einen Teil für die Stammesregierung abgezweigt hatten. Die neue Methode sah vor, die Renten direkt an die Familienoberhäupter auszuzahlen. Die Häuptlinge waren strikt dagegen und damit entstand neuer Streit.[7]

Am 4. Dezember 1848 tagte ein Kongress in Cattaraugus und schaffte die Häuptlings-Regierung in Allegany und Cattaraugus ab. Der Kongress bewilligte eine Verfassung, mit der ein jährlich gewählter Stammesrat eingesetzt wurde. Dieser bestand aus 18 Mitgliedern und einer Exekutive aus Präsident, Schatzmeister und Schreiber. Die Institution eines offiziellen Friedensstifters, der von den Häuptlingen eingeführt worden war, blieb erhalten. Es entstand die Tonawanda Band of Seneca Indians aus den Bewohnern Tonawandas und die Seneca Nation aus den Bewohnern von Allegany und Cataraugus. Die Old Chiefs Party (Partei der alten Häuptlinge) opponierte gegen die neue Regierung, obwohl diese von Washington anerkannt wurde. Nachdem die alten Häuptlinge die Sinnlosigkeit ihres Kampfes gegen die neue Verfassung erkannt hatten, gaben sie ihren Widerstand auf und nahmen als politische Partei an den Wahlen teil.[7]

Rückkauf des Tonawanda Reservats

In den 1840er und 1850er Jahren suchten die Tonawanda Seneca nach Wegen, ihr Reservat zurückzufordern, das um 1842 zusammen mit dem großen Buffalo Creek Reservat verkauft worden war. Unter der Führung von Häuptling John Blacksmith und Jimmy Johnson, einem Enkel von Handsome Lake, begann eine fünfzehn Jahre dauernde Kampagne zur Rückgewinnung des Reservats. Nach jahrelangem Rechtsstreit erreichte der Fall den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten (United States Supreme Court), dessen Entscheidung den Senat der Vereinigten Staaten aufforderte, sich um den Fall zu kümmern. 1857 wurde schließlich ein Vertrag unterzeichnet, der es den Seneca ermöglichte, rund 30,5 km² (7.549 Acres) des Tonawanda Reservats mit dem Geld zurückzukaufen, das für die Übersiedlung nach Kansas bereitgestellt worden war. Die Tonawanda Seneca hatten nicht an der Revolution von 1848 teilgenommen, in deren Folge die Führung der Reservate Cattaraugus und Allegany von erblichen Häuptlingen auf Stammesräte übergegangen war. Nach dem Rückkauf des Reservats änderten auch sie ihre Regierungsform und setzten einen gewählten Stammesrat ein, behielten jedoch im Gegensatz zu den übrigen Reservaten zusätzlich einen Rat aus erblichen Häuptlingen. In den 1970er Jahren bestand dieser Rat aus 16 erblichen Häuptlingen, die traditionell von der Klanmutter in Absprache mit anderen Frauen des Klans ausgewählt wurden.[7]

Verpachtung von Stammesland im Allegany Reservat

Seit dem Kompromiss-Vertrag von 1842 wurde kein weiteres Stammesland an die Weißen mehr verkauft, jedoch verpachtet. Die erste Eisenbahnlinie führte in den 1830er Jahren auf gepachtetem Land durch das Allegany Reservat. Beiderseits der Gleise entstanden Ortschaften, die ebenfalls auf gepachtetem Land erbaut wurden. Die Verpachtung erfolgte entweder durch einzelne Seneca oder den Seneca National Council (Seneca Nationalrat). Diese Verpachtungen waren allerdings illegal und nicht vom US-Kongress bestätigt. Ein vom Kongress 1875 verabschiedetes Gesetz autorisierte sechs Dörfer auf dem Reservatsgebiet, dass weiße Bewohner insgesamt rund 40 km² Land für fünf Jahre pachten können. Die Dörfer heißen Salamanca, Carrollton, West Salamanca, Vandalia, Great Valley und Red House. Die Laufzeit der Pachtverträge wurden 1880 auf 12 Jahre und 1892 auf 99 Jahre verlängert.[8]

Reservatsleben am Ende des neunzehnten Jahrhunderts

Pretty Flower, junge Seneca-Frau, 1908.

In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wechselte der Schwerpunkt beim Lebensunterhalt von der Jagd, dem Fischfang und Gartenanbau zur Agrarwirtschaft und zur Lohnarbeit. Am Ende des Jahrhunderts gab es unter den Seneca wie bei ihren weißen Nachbarn weniger Farmen und Farmarbeiter. Auch die Zahl der Viehzüchter, besonders die von Schafen, hatte sich verkleinert. Trotzdem war die Farmarbeit unter den Seneca noch immer weit verbreitet, häufig wurde jedoch lediglich für den Eigenbedarf produziert. Teilweise verhinderte das fehlende Eigenkapital eine größere Investition in die Agrarwirtschaft. Demzufolge verpachteten indianische Eigentümer beträchtliche Teile ihres Landes an weiße Farmer und dieser Trend setzte sich bis ins zwanzigste Jahrhundert fort. Die Seneca wurden zunehmend von der Lohnarbeit abhängig.[8]

Die Mehrheit der Seneca erlernte die englische Sprache und besuchte Schulen. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhundert beherrschten nur wenige Seneca Englisch und so benötigten die meisten bei ihren Geschäften mit den Weißen die Hilfe von zwei Dolmetschern. Horatio Jones und Jasper Parrish waren einst Gefangene der Seneca und hatten dort ihre Sprache erlernt. Die Missionsschulen wurden ab 1846 durch Distriktschulen ersetzt. Im Jahr 1890 gab es 10 Distriktschulen im Cattaraugus Reservat, sechs davon in Allegany und drei in Tonawanda. Jede der Schulen wurde von einem Lehrer geführt, vereinzelt handelte es sich dabei um Seneca mit normaler Schulbildung. Am Ende des Jahrhunderts besuchten einige Kinder Internate außerhalb des Reservats, zum Beispiel das Hampton Institute oder die Carlisle Indian School. Andere besuchten die Thomas Indian School, ein Internat, das 1855 im Cattaraugus Reservat errichtet worden war.[8]

Von den rund 3.000 um 1890 in den drei New-York-Reservaten lebenden Seneca konnten über zwei Drittel Englisch sprechen und etwa 930 auch schreiben. In den drei Reservaten lebten um diese Zeit ständig 2.664 Seneca, davon 1.355 in Cattaraugus, 792 in Allegany und 517 in Tonawanda. 87 Seneca gab es auf Cornplanters Land in Pennsylvania, 183 in der Six Nations Reserve in Kanada, sowie einige wenige in den anderen Reservaten der Irokesen im Bundesstaat New York. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts nahm die Zahl der Kirchen in allen drei Reservaten zu. Um 1890 gab es Kirchen der Presbyterianer, Baptisten und Methodisten in Cattaraugus und Tonawanda. In Allegany befanden sich Kirchen der Presbyterianer und Baptisten und auf Cornplanters Territorium gab es eine Presbyter-Kirche. Unter der indianischen Gesamtbevölkerung in den drei Reservaten waren weniger als 400 Kommunikanten.[8]

Die Langhaus-Religion

Maske der Falschgesichter, Ethnologisches Museum in Berlin

Die Langhaus-Religion war eine religiöse Bewegung, die 1799 von Handsome Lake gegründet wurde. Sie richtete sich an Indianer, die vorher in Langhäusern gelebt hatten. Bevor die Irokesen in Einfamilienhäuser umzogen, lebten sie als Großfamilie in geräumigen Langhäusern, die zwanzig und mehr Personen aufnehmen konnten. Die Zahl der Anhänger der Langhaus-Religion wie auch der Langhäuser hatte zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts stark abgenommen. Es gab nur noch drei Langhäuser bei den Seneca in New York: Das Tonawanda Langhaus im Tonawanda Reservat, das Newton Langhaus im Cattaraugus Reservat und das Coldspring Langhaus im Allegany Reservat. Sie dienen nocn heute als Orte, an denen die traditionellen Zeremonien der Irokesen stattfinden. Zu diesen Zeremonien gehören die Predigten aus dem Code of Handsome Lake und ein jährlicher zeremonieller Zyklus. Dieser beinhaltet die Midwinter Ceremony (Mittwinter-Zeremonie), die in der vierten Nacht nach dem Januar-Neumond beginnt. Danach folgt die Maple Ceremony (Ahorn-Zeremonie) und die Planting (Pflanz-), Strawberry (Erdbeer-), Green Bean (Grüne Bohnen-), Green Corn (Grüner Mais-) und Harvest Ceremony (Ernte-Zeremonie). Nur gelegentlich findet die Sun (Sonnen-), Moon (Mond) und Thunder Ceremony (Donner-Zeremonie) statt.[9]

Die Medizinbünde der Irokesen haben ihre eigenen Rituale. Einige von ihnen werden als Teil der Midwinter-Zeremonie durchgeführt, andere um Kranke zu heilen. Zu den Medizinbünden gehört die Society of Medicine Men (Bund der Medizinmänner), die Little Water Society (Kleine-Wasser-Bund), die Pygmy Society (Zwergen-Bund), die False Face Society (Bund der Falschgesichter), die Husk Face Society (Bund der Maisstrohgesichter) und der Bear (Bären-), Buffalo (Büffel-), Eagle (Adler-) und Otter-Bund.[9]

Der Kinzua-Damm

In den 1950er und 1960er Jahren gab es einige bemerkenswerte politische Reformen. So wurde die bisherige Praxis der verschiedenfarbigen Stimmzettel je Partei geändert und der übliche Stimmenkauf damit verhindert. Die Frauen erhielten 1964 das Wahlrecht und konnten ab 1966 in ein Amt gewählt werden. Diese politischen Reformen erfolgten angesichts einer beispiellosen Katastrophe. Die Regierung der Vereinigten Staaten hatte vom United States Corps of Engineers einen Plan ausarbeiten lassen, der zur Hochwasserkontrolle des Allegheny Rivers in Kinzua in Pennsylvania den Bau eines Staudamms vorsah. Der hinter dem Damm entstehende Stausee würde ein Drittel des Allegany-Reservats überfluten. Alle Versuche der Seneca, den Bau des Staudamms gerichtlich zu verhindern, scheiterten. Arthur E. Morgan entwickelte einen alternativen Plan und nannte den Plan des Corps of Engineers ein „Beispiel für extreme Inkompetenz und Unangemessenheit“. Auch Präsident John F. Kennedy befasste sich mit dem Fall, entschied sich jedoch für Bau des Staudamms, der von von 1960 bis 1965 errichtet wurde.[10]

Mit Unterstützung der Quäker kämpfte die Seneca Nation für Entschädigung. Nach einem langen und enttäuschenden Rechtsstreit bekamen die Seneca insgesamt 15.000.573 Dollar für verlorene Ländereien und Häuser. Das wichtigste Projekt bestand in der Wiederansiedlung von rund hundert Seneca-Familien in den beiden neuen Ortschaften Jimersontown und Steamburg. Am 12. Juni 1965 wurde das Langhausfeuer, begleitet von einer Zeremonie, von Coldspring nach Steamburg gebracht. Der Neubau mehrere öffentliche Gebäude in Cattaraugus und Allegany, darunter ein Gymnasium, zählte ebenfalls zur Entschädigung. Der Southern Tier Expressway durchschneidet Allegany und der New York Thruway berührt den Nordwesten von Cattaraugus. In den 1970er Jahren war Arbeitslosigkeit in den Seneca-Reservaten verbreitet anzutreffen, stellte jedoch bei weitem nicht ein solches Problem dar, wie in vielen anderen nordamerikanischen Reservaten.[10]

Die Gegenwart

Rund 7.800 Angehörige der Seneca Nation of New York leben heute im US-Bundesstaat New York. Diese eingetragenen Mitglieder wohnen in den fünf Reservaten Allegany bei Salamanca, Cattaraugus bei Gowanda, Buffalo Creek bei Buffalo, Niagara Falls bei Niagara Falls und Oil Springs bei Cuba. In den beiden letztgenannten Reservaten gibt es aufgrund der geringen Größe nur wenige Stammesmitglieder und sie werden hauptsächlich zum Betrieb von zwei Kasinos genutzt.[11]

Die Tonawanda Band of Seneca Indians lebt im Tonawanda Reservat bei Akron, New York, und zählt 1.200 Mitglieder.[12] Weitere Seneca sind im Seneca-Cayuga Tribe of Oklahoma zu finden, die in der Nähe von Miami in Oklahoma leben. Im Zensus von 2010 wurden hier rund 5.000 eingetragene Mitglieder gezählt. [13] Etwa 10.000 bis 20.000 Seneca sind Mitglieder der Six Nations of the Grand River im Six Nations Reservat bei Brantford in Ontario, Kanada. Annähernd ein Drittel aller eingetragenen Stammesangehörigen der Seneca lebt außerhalb der Reservate und laut Adressenliste gibt es Mitglieder der Seneca in allen 50 US-Staaten.[14]

Aktuell beteiligen sich einige Seneca am Verkauf von günstigem steuerfreien Treibstoff und Zigaretten, sowie am Bingo-Glücksspiel. In den vergangenen Jahren haben sie zwei Kasinos errichtet. Eines davon liegt in Niagara Falls, das Seneca Niagara, das zweite in ihrem Reservat in der Stadt Salamanca, New York, das sich Seneca Allegany nennt.

Persönlichkeiten der Seneca

Siehe auch

Literatur

  • Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast. Smithsonian Institution Press, Washington D.C. 1978. ISBN 0-16004-575-4
  • Anthony F. C. Wallace: The Death and Rebirth of the Seneca, New York: Alfred A. Knopf 1970

Weblinks

 <Lang> Commons: Volk der Seneca – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.505/506
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.506/507
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.507/508
  4. 4,0 4,1 4,2 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.508/509
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.509/510
  6. 6,0 6,1 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.510/511
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 7,5 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.511/512
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.513/514
  9. 9,0 9,1 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast,S.514/515
  10. 10,0 10,1 Bruce G. Trigger (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Bd 15: Northeast, S.515
  11. Seneca Nation of Indians
  12. Tonawanda Band of Seneca Indians
  13. Seneca-Cayuga Tribe of Oklahoma
  14. Six Nations oft he Grand River

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Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
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25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
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07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
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02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
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15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
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11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
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30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
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13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
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12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
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09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
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06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
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29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
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22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
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02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
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11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
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02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
DOI: 10.1038/ncomms9912
14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1504365112
23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
DOI: 10.1038/ncomms8580
26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
DOI: 10.1038/nature14448
02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
DOI: 10.1038/nature14268
27.03.2015 Will, M., Stock, J.T. Körpergröße war schon immer individuell
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
DOI: 10.1126/science.aaa1343
04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
DOI: 10.1038/nature14224
18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
DOI: 10.1038/nature14134
27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
DOI:
24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
DOI: 10.1126/science.1258260
23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
DOI: 10.1038/nature13810
23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1412201111
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
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05.08.2014 Eiszeitfigur vervollständigt
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
DOI: 10.1371/journal.pone.0099994
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DOI: 10.1073/pnas.1404546111
03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
DOI: 10.1073/pnas.1316513111
03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
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12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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