Neandertal


Dieser Artikel behandelt das Tal bei Düsseldorf. Für den gleichnamigen Spielfilm aus dem Jahr 2006 siehe Neandertal (Film).
51.2266676.951111Koordinaten: 51° 13′ 36″ N, 6° 57′ 4″ O
Reliefkarte: Nordrhein-Westfalen
marker
Neandertal
Magnify-clip.png
Nordrhein-Westfalen

Das Neandertal, bis in das frühe 19. Jahrhundert überwiegend als das Gesteins bezeichnet, ist ein weitgehend unbebauter Talabschnitt der Düssel im niederbergischen Land auf dem Gebiet der Städte Erkrath und Mettmann, ca. 10 km östlich von Düsseldorf gelegen. Die einstige weithin bekannte Schlucht von rund einem Kilometer Länge erlangte kurz nach ihrer Zerstörung weltweite Berühmtheit durch den Fund fossiler Überreste eines Urzeitmenschen aus dem Pleistozän, der als der Neanderthaler Namensgeber dieser Spezies wurde.

Namen

Joachim Neander
(1650–1680)

Das Neandertal wurde ursprünglich das Gesteins, das Hundsklipp oder einfach nur das Klipp genannt.[1] Welche Bedeutung der Name Hundsklipp (manchmal auch Hunnsklipp geschrieben) hat, ist nicht eindeutig geklärt. Es gab Erklärungsversuche, das Wort leite sich von Honnschaft oder gar von den Hunnen ab.[2] Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Umbenennung in „Neanderthal“, in Erinnerung an den bekannten Kirchenkomponisten und evangelisch-reformierten Pastor Joachim Neander („Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“). Der gebürtige Bremer Neander war zwischen 1674 und 1679 Rektor der Düsseldorfer Lateinschule der reformierten Kirchengemeinde und Hilfsprediger. Oft suchte er in seiner Freizeit dieses damals noch schluchtartige Tal auf. Hier hielt er Gottesdienste und Konventikel ab und komponierte viele seiner heute noch bekannten Kirchenlieder und Choräle.[3]

Von Neander stammt auch das älteste bekannte gedruckte Dokument, in dem das Aussehen des Tals beschrieben wird:

„Ist auch ein Reise-Lied im Sommer oder Herbst denen nach Franckfurt am Mayn den Reinstrohm auff und abfahrenden, woselbst zwischen Cöllen und Maintz Berge, Klippen, Bäche und Felsen mit sonderbahrer Verwunderung zu sehen; auch im Bergischen Lande in dem Gesteins nicht weit von Düsseldorff.“

Joachim Neander, Bremen 1680[4]

Ursprünglich wurden neben dem Begriff Gesteins oftmals auch die einzelnen Fels- und Höhlenformationen wie Engelskammer, Teufelskammer, Leuchtenburg, Predigtstuhl, Feldhofer Kirche oder Rabenstein mit Namen genannt, ab 1800 wurden die Begriffe Neandersstuhl und Neandershöhle in Reiseberichten gebräuchlich.[5] Während der Kalkabbau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Naturschönheit der Felsen zerstörte und ein weiträumiges Tal entstand, setzte sich der Begriff Neanderthal durch.[3] Bis in die 1880er Jahre jedoch hielt sich im Volksmund der Begriff Gesteins. Er verschwand somit erst, als vom eigentlichen Gesteins nichts mehr übrig war.[6]

Schreibung mit oder ohne h

Im Zuge der Rechtschreibreform von 1901 entfiel das „h“ offiziell aus dem Namen; das Museum mit seiner paläontologischen Thematik verwendet jedoch in Anlehnung an die wissenschaftliche Schreibweise „neanderthalensis“ weiterhin die alte Schreibung. Auch der Bahnhof hat diese Schreibweise beibehalten.[7] Die Website der Stadt Mettmann begründet das so: "Weder die Bundesbahn, noch die Regio-Bahn wagten es, diesen Haltepunkt wegen seines engen Bezuges und seiner unmittelbaren Nähe zum Museum umzubenennen."[8]

Geschichte

Der Rabenstein nach einer Säuberungsaktion 2007
Schautafel am „Alten Kalkofen“ mit Ansicht des Rabensteins von 1906
Johann Heinrich Bongard
(1779–1857)
Kalkofen Huppertsbracken
Feldhofer Kalkofen

Das Neandertal war früher eine knapp 1.000 m lange und etwa 50 m tiefe enge Schlucht im mitteldevonischen Kalkstein[9] mit teils überhängenden Wänden, Wasserfällen, vielen kleineren Höhlen und großem Artenreichtum. In der Hügellandschaft des Niederbergischen, einer Fastebene mit eingeschnittenen Bachtälern, war ein derartig enges Felsental eine ungekannte, fremdartige Erscheinung[10], weshalb sie mitunter sogar mit der Via Mala verglichen wurde.[11] Trotz zahlreicher erhaltener Naturstudien unter anderem von Schülern der Düsseldorfer Malerschule und einiger Fotografien früher Abbauzustände (das Neanderthal Museum zählt 150 bildliche Darstellungen[1]) liegt die damalige Topographie der Schlucht heute großenteils im Dunklen.

Erstmals wird das Tal in einem Zehntverzeichnis von Haus Unterbach 1609 als Hundtß Schlippen genannt.[12] Auch in der ersten Landesaufnahme und geografischen Beschreibung des Herzogtums Berg, der Topographia Ducatus Montani von Erich Philipp Ploennies, erschienen 1715, fand das Gesteins Aufnahme:

„In diesem Ambt an der Düsselbach, zwischen dem feldhoff und hof Karstein ist das so genandte Gestein gelegen (welches Grose höhlen in den bergen sindt) und nach welchen bißweilen einige frembden, solches zu sehen, eine reiße dahin anstellen.“

Topographia Ducatus Montani 1715[13]

Der Erkrather Arzt und preußische Hofrat Johann Heinrich Bongard beschreibt in seinem 1835 erschienenen Buch Wanderung zur Neandershöhle[2] erstmals das zu diesem Zeitpunkt noch unberührte Gesteins mit seiner Düsselklamm sehr detailliert inklusiv einiger Illustrationen, ohne den noch nicht gebräuchlichen Namen Neandertal zu nennen. Zudem beschreibt der Naturfreund in diesem Wanderführer die Geologie und die vielfältige Botanik der Felsenschlucht und ihren Artenreichtum mit Pflanzen wie Belladonna, Wolfsmilch, Schierling, Thymian, Waldmeister, Brunnenkresse und der im Tale sehr häufig vorkommenden und großflächig wachsenden Pestwurzen. Seine Schilderungen geben auch heute noch den besten Überblick über die ursprüngliche Schönheit der Natur, die zu seiner Zeit bereits ein weithin bekanntes und nach Eröffnung der Bahnlinie Düsseldorf-Elberfeld 1841 auch stark frequentiertes Ausflugsziel von Naturfreunden, Tagesausflüglern und Sangesgruppen war. Die Künstler der Düsseldorfer Malerschule nutzten das Gesteins nicht nur als Vorlage zur Landschaftsmalerei, sondern auch vielfach für ihre Festivitäten und Tagesausflüge.[9]

Im Neandertal wurde vermutlich bereits seit dem Mittelalter Kalkstein (devonischer Massenkalk) in geringen Mengen für die bäuerliche Kalkbrennerei abgebaut. So sind bereits aus den Jahren 1519 und 1672 Kalköfen beurkundet,[14] von denen sich der ältere auf dem heutigen Gelände des ehemaligen Mannesmann-Kalkwerkes befand und der andere mit Namen Huppertsbracken als kulturgeschichtliches Denkmal 1986 restauriert wurde und heute an der Düssel oberhalb des Neandertales (zwischen den Höfen Thunis und Bracken) am Wegesrand zu besichtigen ist. Die Ruine des Feldhofer oder Hatzfeld’schen Kalkofens befindet sich an der Braumüllerschen Düsselbrücke am Parkplatz Am alten Kalkofen.

Der Kalkabbau war eine Zeitlang wohl auch ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region, da er des Öfteren in den Quellen erwähnt wird, so auch in den Beyträge zur Statistik des Herzogthumes Berg von 1806:

„(...) Bey Erkrath ist ein Bruch von Dachschiefer; auch finden sich in diesem Amte verschiedene Kalkbrennereyen, und unter anderem eine bey dem Kostenhof. In deren Nähe ist das so berühmte Gesteins: die Leuchtenburg, Neanderhöhle, und ein Wassersturz der Düsselbach, wohin jährlich von den benachbarten Städten verschiedene Luftpartien gemacht werden.“

Beyträge zur Statistik des Herzogthumes Berg, Erscheinungslauf 1, 1802-1805[15]

War das Tal vom Bau der ersten westdeutschen Eisenbahnlinie von Düsseldorf nach Erkrath noch nicht unmittelbar betroffen (eröffnet 1838, 1841 bis nach Elberfeld erweitert), so veränderte der 1849 einsetzende industrielle Kalksteinabbau das Tal vollständig. 1854 wurde die „Actiengesellschaft für Marmorindustrie im Neanderthal“ gegründet, die den Kalkabbau in großem Stil vorantrieb. Kalk wurde nicht nur für Bauzwecke und die Stahl- und Kohleindustrie des Ruhrgebiets benötigt, auch die nahegelegene Eisenhütte in Hochdahl benötigte ihn als basischen Zusatzstoff für die Verhüttung.[9] Etwa ein Jahrhundert lang prägte der Kalkabbau das Tal; erst 1945 wurde der Betrieb eingestellt.

Von den ursprünglichen Kalkfelsen war hiernach nichts mehr zu sehen, da sämtliche Gesteinsformationen und Höhlen innerhalb von weniger als 100 Jahren dem Kalkabbau zum Opfer gefallen waren. Nur der sogenannte Rabenstein, eine Felsnase unmittelbar an der Straße und am Eingang zum Fundort des Neandertalers, ist übrig geblieben. 1926 wurde eine Tafel angebracht, die an den Fund des Neandertalers durch Johann Carl Fuhlrott erinnert.

Die nahezu gesamte Zerstörung der ursprünglichen Natur erregte schon zu damaliger Zeit Kritik:

„Noch steht unangetastet die Neanderhöhle, ebenso sprudelt noch immer die kleine Quelle herab. Es ist dies ein kleiner, aber der schönste Theil. Die dortige Aktiengesellschaft, welcher das Ganze gehört, hat bis heute entweder in heiliger Scheu, doch ein solches Naturwerk anzutasten oder aus liebenswürdiger Geneigtheit für ein naturliebendes Publikum diese Schönheit unangetastet stehen lassen. […] In wenigen Jahren wird auch die bisher respektierte Formation der Sprengung zum Opfer fallen. Dann werden spätere Generationen es nicht begreifen, ja für unglaublich halten können, wie eine gewöhnliche Kalkindustrie solche berühmten Stätten zerstören konnte.“

Mettmanner Zeitung 1887 [16]

Drei Jahre später wurde auch die Neanderhöhle als letzter Rest des ursprünglichen Gesteins gesprengt.[3]

Topographische Skizze des ehemaligen Neandertals um 1840

Der untere Eingang der Neandershöhle (der Blick durch den nach rechts gekrümmten Gang war in dieser Weise nicht möglich, Lithographie in Bongard, 1835)
Der „kleine Wasserfall“, vermutlich der Laubach-Wasserfall (in Bongard, 1835)
Blick von der Kanzel auf den Rabenstein im Hintergrund, rechts die Höhle Feldhofskirche, Darstellung etwas überhöht (in Bongard, 1835)
Sondermarke der Deutschen Post AG zum 150. Jahrestag des Fundes 2006 mit Verwendung des Rabensteinbildes von Bongard und der im Neandertal vorgefundenen Schädelkalotte

Im Folgenden ist die Schlucht nur so weit beschrieben, wie es aus den bisher bekannten Dokumenten weitgehend sicher geschlossen werden kann.

In der Talweitung an der Einmündung des Mettmanner Baches beim heutigen Neanderthal-Museum lagen beiderseits der Brücke über die Düssel zwei bäuerliche Anwesen: Hundsklipp mit Hundsklipper Mühle südlich der Düssel (Bürgermeisterei Haan) und In der Medtman nördlich der Düssel (Bürgermeisterei Mettmann). Von letzterer führte ein Weg in weitem Bogen um den Talkessel auf die Hochfläche zum einstigen Gut Kastein, ein anderer durch einen Hohlweg (beim seit 1879 bestehenden Bahnhof Neanderthal) nach Eidamshaus und Mettmann. Der vom Hof Hundsklipp mit seiner Gartenwirtschaft nach Süden steil ansteigende Weg berührte den Feldhof, zu dessen Ländereien das linksufrige Gesteins gehörte, sowie ab 1841 den Bahnhof Hochdahl.

Düsselabwärts wurden die Talwiesen von der Hundsklippe mauerartig begrenzt. An deren Fuß öffnete sich in einem Felsvorsprung nach Südwesten hin eine kleine Grotte mit türartigem Portal, die Engelskammer (heutige Ostspitze des Busparkplatzes). Im gegenüber liegenden Steilhang öffnete sich etwa 10 m über dem Bach flach elliptisch die größere, dunkle Teufelskammer mit einigen Tropfsteinen. Ihr Portal war von der Hochfläche herab erreichbar. Dorthin hatte sie auch eine unpassierbare schlotartige Öffnung. Zwischen der Teufelskammer und der Hundsklippe begann die Schlucht des Gesteins, in der die Düssel, nun in nordwestlicher Richtung, ein stark verblocktes Bett durchrauschte.

Nahe der Engelskammer begann durch einen Quellgrund der Aufstieg zur fast 40 m aufragenden Felsmauer des Rabensteins. Sie hing mehr als 5 m nach Nordwesten über und bot einen schwindelerregenden Tiefblick in die hier besonders enge, fast klammartige Schlucht. Der Rabenstein lag zwischen dem heute so benannten erhaltenen Rest der nordwestlich anschließenden Wandpartie (mit der 1926 rückseitig angebrachten Gedenktafel für Johann Carl Fuhlrott) und den Pfeilern der ehemaligen Lorenbahn des Steinbruchs. Ihm genau gegenüber ragte links der Düssel ein Fels auf, der durch die gleiche Massenkalk-Bank gebildet wurde. Die Gesteinsbänke fallen hier generell um 45° nach Südosten ein und queren die Düssel fast rechtwinklig.

Dieser Enge folgte rechts eine erste Talweitung. Hier überkrustete unterhalb der dolinenartigen Wolfsgrube im Oberhang eine Quelle den felsigen Steilhang mit Kalktuff. Nach einem lauten Katarakt der Düssel öffnete sich links eine weitere, sehr steilwandige Einbuchtung mit ebener, vernässter Sohle. In der Wand darüber gab es in etwa 20 Metern Höhe ein begehbares Felsband, auf das sich die große Grotte der Feldhofskirche nach Nordwesten öffnete. Einige Meter weiter westlich gewährte ein waagerechter, gut handbreiter Spalt Einblick in die kleine Grotte, die später als Fundort weltbekannt werden sollte. Etwas weiter wurde die Einbuchtung von einer hohen, oben überhängenden und von Efeu überwucherten Felsmauer nach Nordwesten abgeschlossen.

Diesem Felsenrund gegenüber öffnete sich ebenfalls etwa 20 m über der Düssel trichterartig aufgeweitet das untere, 6 m breite Portal der Neanderhöhle, vormals Leuchtenburg genannt. Dieser im Rechtsbogen ansteigende, von Kalksinter überkrustete, ebenmäßige Gang trat nach etwa 30 Metern Länge an der Südwand der Neanderfelsen wieder aus. Wie eine Fortsetzung war dem oberen Portal ein efeuberankter Felsenbogen vorgelagert. Durch ihn erreichte man die Höhle von oben, das heißt vom Hof Kastein her (heute Steinbruch, zuletzt Kalksteinwerk Neandertal GmbH), so auch die Künstler der Düsseldorfer Kunstakademie, wenn sie hier Feste feierten. Über der Höhle ragte als eine von vielen Felsspitzen der Neandersstuhl auf, ein viel besuchter Aussichtspunkt über die Schlucht, der auch wegen des laut hierhin reflektierten Rauschens der Düssel faszinierte.

Dann öffnete sich der zentrale Felsenkessel mit ebenem, feuchtem, von einzelnen Bäumen beschattetem Grund. Die Düssel floss hier breit und still dahin. Von rechts mündete die Seitenschlucht des Laubachs ein mit Wasserfällen, die durch eine 10–15 m hohe Kalktuff-Terrasse gebildet wurden. In einem älteren Teil der Kalktuffmasse lag nahe der Laubachfälle (s. Wasserfälle in Deutschland) die Löwen- oder Wolfsschlucht, eine verwinkelte Primärhöhle. Ihr gegenüber auf dem linken, südlichen Ufer lag die Grotte Pferdestall.

Im oberen Laubachtal wurden der recht große und alte Kasteiner Steinbruch mit Kalkofen sowie die Kasteiner Mühle betrieben. Von Kastein führte ein guter Weg hinab bis fast an die Wasserfallkante. Im unteren Teil seiner Schlucht erschien der Laubach durch den Rückstau der langsam wachsenden Kalktuff-Terrasse nahezu als stehendes Gewässer.

Der Felsenkessel wurde überragt von dem Felsturm der Kanzel mit großartigem Ausblick und von weiteren Felsgebilden, darunter einer gut 15 m hohen Felsnadel in den südlichen Wänden. Dort gab es auch einen weiteren, weniger besuchten Felsenbogen, die Hohthalspforte.

Die folgende, letzte und unwegsame Felspassage schloss mit dem niedrigen Düsselfall ab. Er markierte den Ausgang der kaum 600 m langen Schlucht. Ab hier war wieder Raum für bewässerte Talwiesen. Nur links setzten sich die schroffen Wände noch 300 m weiter fort bis etwa zur Braumüllerschen Brücke von 1820 am Wandererparkplatz. Beiderseits des unteren Schluchtausganges waren Steinbrüche in Betrieb und nahe der Brücke mehrere Kalköfen, von denen einer (vermutlich der von Gräfin Hatzfeldt, Kalkum), auch bekannt als Feldhofer Kalkofen, als Ruine erhalten ist.

Die Schlucht besaß nach der Schilderung von Bongard (1835) einen beeindruckenden floristischen und faunistischen Reichtum. Auch wegen der Karstphänomene und ihrer mal wuchtigen, mal pittoresken Felsszenerie war sie eines der herausragenden Naturwunder des nordwestlichen Deutschland.[2]

Fund des Neandertalers 1856

Nahaufnahme der im Jahr 2009 restaurierten Erinnerungstafel am Rabenstein
Johann Carl Fuhlrott
(1803–1877)
Hermann Schaaffhausen
(1816–1893)

Beim Ausräumen von Höhlenlehm stießen im August 1856 zwei italienische Steinbrucharbeiter an der Kleinen Feldhofer Grotte auf 16 Knochenfragmente.[17] Sie wurden zunächst achtlos weggeworfen; als jedoch ein Teil einer Schädelkalotte aufgefunden wurde, zogen der Eigentümer des Steinbruchs, Friedrich Wilhelm Pieper und Mitbesitzer Wilhelm Beckershoff, die Bärenknochen vermuteten, den Lehrer und Naturforscher Johann Carl Fuhlrott aus Elberfeld (heute zu Wuppertal) zu Rate.[18] Fuhlrott interpretierte die Knochenreste als Teile eines Skeletts eines Urzeitmenschen.[19] Auch der von Fuhlrott hinzugezogene Bonner Anthropologe Hermann Schaaffhausen ging von einem Urzeitmenschen aus, wollte aber Fuhlrotts These von einem eiszeitlichen Wesen anfangs nicht zustimmen. Insgesamt wurden die Schädelkalotte, beide Oberschenkelknochen, der rechte Oberarm mit Speiche, der linke Oberarm mit Elle, ein Fragment des rechten Schulterblattes, das rechte Schlüsselbein, die linke Beckenhälfte und fünf Rippen geborgen. Das Skelett war vermutlich in der Längenrichtung der Grotte horizontal hingestreckt, mit dem Schädel nach der Mündung gewendet. Aufgrund der fest anklebenden Lehmhülle, die es umgab, wurde das Skelett nicht als solches erkannt und könnte sogar komplett vorhanden gewesen sein.[20] Erstmals wurde der Fund 1857 von Fuhlrott und Schaaffhausen auf der Generalversammlung des Naturhistorischen Vereins der preußischen Rheinlande präsentiert. Fuhlrotts Interpretation wurde jedoch zu seinen Lebzeiten von der Fachwelt nicht anerkannt, ja sogar vehement abgelehnt oder ins Lächerliche gezogen. Gerade vor dem Hintergrund der neu aufkommenden Evolutionstheorie entflammten starke Kontroversen, die die damalige, Cuvier zugeschriebene Lehrmeinung "L'homme fossile n'existe pas!" in Zweifel stellten. So war der berühmte Arzt und bedeutendste deutsche Pathologe seiner Zeit Rudolf Virchow, der sich die Skelettreste 1872 in Fuhlrotts Abwesenheit hat zeigen lassen, der festen Meinung, nur das Skelett eines kranken Mannes jüngeren Datums vor sich zu haben.[21] Seine Interpretation führte dazu, dass die Forschung in Deutschland über Jahrzehnte zum Erliegen kam.[22] Der britische Forscher und Geologe Charles Lyell hingegen, der von den damals bahnbrechenden Theorien seines Freundes und Kollegen Charles Darwin stark beeinflusst war und 1860 auf Einladung Fuhlrotts das Neandertal besuchte, bezog den Neandertaler mit in seine Arbeiten ein und bestätigte Fuhlrott letztendlich.

Wie sich nach späteren Forschungen herausstellte, lebten die Neandertaler im Pleistozän vor circa 130.000 bis 30.000 Jahren. Die Skelettfragmente aus dem Neandertal sind nach neuesten Bestimmungen 42.000 Jahre alt, gehören demnach zu den jüngsten Spuren des Neandertalers in Mitteleuropa.[19] Diese Spezies wurde 1863/64 von dem irischen Geologen William King nach dem Fundort als Homo neanderthalensis benannt und als Neandertaler weit später ein weltweiter Begriff.[17] Fuhlrott selbst erlebte das nicht mehr, er starb im Jahre 1877, lange vor der endgültigen Anerkennung seiner These. Bereits um 1900 war die Lage der Fundstelle und damit der aus der Höhle heraus geschaufelten Sedimente nicht mehr bekannt. Während der Fund ab dem 19. Jahrhundert Weltruhm erlangte, versank das Neandertal im Schutt der wachsenden Steinbrüche.[19]

Heute ist nicht mehr nachvollziehbar, warum kaum jemand weitere Grabungen und Forschungen angestellt hat, obwohl im Schutt noch weitere Funde zu vermuten waren. Auch die erst 1890 als letzte große Höhle des Gesteins gesprengte Neanderhöhle wurde nie eingehend untersucht. Vermutlich wurden 1895 von dem Düsseldorfer Archäologen Oscar Rautert in einer bereits zerstörten Höhle am nördlichen Düsselufer Skelettreste eines weiteren Neandertalers entdeckt, aber auch hier fand keine eingehende Untersuchung statt. Dieser Fund gilt seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen.[17]

Weitere Funde 1997–2000

Die Schädelkalotte von 1856 aus dem Neandertal, vorne anliegend das dazu passende Jochbein vom Fund aus dem Jahr 2000 (Rheinisches Landesmuseum Bonn)
Rekonstruktion eines Neandertalers nach der neuesten Forschung (Neanderthal Museum)

Seit 1991 wird der Neandertaler im Rahmen eines Forschungsprojektes in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landesmuseum Bonn unter der Leitung von Ralf W. Schmitz eingehend unter Verwendung neuester Verfahren neu untersucht.[17][19]

Früh wurde klar, dass für weitere Forschungen eine erneute Grabung am Originalfundort notwendig war. An der vermuteten Stelle befand sich über Jahrzehnte eine Autoverwertung mit Schrottplatz; sie war im März 1994 geschlossen worden.

Nachdem sämtliche Genehmigungen seitens der Stadt Erkrath, des Kreises Mettmann, der Eigentümerin Rheinisch-Westfälische Kalkwerke (RWK) und anderer Beteiligter vorlagen, fanden Grabungen durch Schmitz und seinen Kollegen Jürgen Thiessen statt. Zunächst wurde unter schwierigen Recherchen versucht, den eigentlichen Fundort zu erfassen. Beim Ausräumen von Höhlenlehm wurden Mitte des 19. Jahrhunderts wahrscheinlich weitere Knochenreste achtlos irgendwo hingeworfen und überdeckt. Im Rahmen einer Grabung des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege 1997 gelang es beiden Forschern, die Sedimente der Kleinen Feldhofer Grotte, des mutmaßlichen Fundorts von 1856, und die der benachbarten Höhle Feldhofer Kirche wiederzuentdecken.

Bei dieser und vor allem bei weiteren Grabungen 1999 und 2000 wurden spektakuläre Funde gemacht. Neben 25.000 Jahre alten Steingeräten der jüngeren Cro-Magnon-Menschen des Jungpaläolithikums und welchen der Neandertaler aus der Zeit vor 42.000 Jahren wurden circa 70 menschliche Knochenfragmente zwei Meter unter der Erdoberfläche gefunden. Hierbei wurde festgestellt, dass drei dieser Fragmente, unter anderem ein Jochbein und ein Stück des Oberschenkelknochens, sich direkt an den Knochenfund von 1856 ansetzen lassen, es sich also um Teile des Urfundes handelt.[17] Zudem wurden Fragmente eines zweiten, bis dahin unbekannten Neandertalers und ein ausgefallener Milchzahn eines Neandertalerkindes entdeckt.[19][23] Diese Funde fanden weltweite Beachtung und ließen das Neandertal wieder überregional ins Gespräch kommen.

Diese Skelettteile sind nach wie vor Bestandteil intensiver Forschungen. Der Fundbereich wurde für mindestens 50 Jahre geschlossen und versiegelt, aber der Öffentlichkeit durch einen als Zeitstrahl eingerichteten gesicherten Wanderweg vom Museum aus zugänglich gemacht.[19]

Neben den Funden aus dem Pleistozän fanden sich auch zahllose Artefakte, wie Werkzeugereste, Schwellennägel, Schrauben aus der frühen Kalkabbauzeit oder Weinkrugscherben, vermutlich von Festen der Düsseldorfer Malerschule.[17]

Hinter der Fundstelle befindet sich ein nicht zugänglicher und nicht einsehbarer Reststeinbruch, der anfangs vom Fraunhofer-Institut und später als Außenstelle des Botanischen Instituts der Universität Düsseldorf[17] zu Forschungen genutzt wurde. Er wird heute zumeist Fraunhofer-Bruch genannt und ist im Herbst und Winter bei entlaubten Bäumen sehr gut von den Regiobahnzügen aus zu erkennen.

Naturschutzgebiet Neandertal

Winkelsmühle
Pfeiler der ehemaligen Lorenbahn unmittelbar am Rabenstein
Die Düssel im Herbst

Das Naturschutzgebiet Neandertal[24] umfasst ein Gebiet, das neben dem eigentlichen Tal der Düssel auch ein größeres Umfeld von etwa vier Quadratkilometer Größe einbezieht, das nicht gänzlich zum eigentlichen Neandertal gehört.

Nachdem von der ursprünglichen Schönheit des Gesteins und der Düsselklamm kaum noch etwas zu erahnen und das Tal durch den industriellen Kalkabbau stellenweise bis zu 350 m breit war,[17] wurden am 9. August 1921 weite Teile des Tales unter Schutz gestellt. Dies gelang aufgrund der Initiative des am 28. November 1920 von Bürgern der damaligen Gemeinden Erkrath, Mettmann und Gruiten sowie der Städte Düsseldorf und Elberfeld gegründeten Naturschutzvereins Neandertal e. V.[10][25] Dieses Komitee machte es sich zur Aufgabe, nicht nur die wenigen Reste des Tales zu schützen, sondern die Funde auch der Nachwelt zu erhalten, und regte die Einrichtung eines Museums an, welches am 3. März 1938 eröffnet werden konnte.[9] Dringlich wurde die Schutzstellung vor allem wegen Planungen, große Teile des verbliebenen Waldbestandes abzuholzen, da es in der Zeit der französischen Besetzung des Rheinlands durch Reparationsleistungen zu einer Brennmittelknappheit kam. So wurde das Neandertal das erste Naturschutzgebiet Preußens, ein halbes Jahr vor der Lüneburger Heide und zwei Jahre vor dem Siebengebirge.[10] Nachdem 1945 der Kalkabbau vollständig eingestellt wurde, begann eine Rückeroberung großer Teile des Areals durch die Tier- und Pflanzenwelt.

Eine rechtliche Aufwertung des Naturschutzgebiets (NSG) ergab sich zu Ende des 20. Jahrhunderts durch die Ausweisung des Tals als Natura-2000-Gebiet. Auf Grund der geltenden Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gilt für das Naturschutzgebiet Neandertal ein strenges Schutzsystem, das alle Maßnahmen (Nutzungen) verbietet, die zu Schädigungen am Schutzgut führen könnten. Die Naherholungsnutzung ist sinngemäß nach § 23 Bundesnaturschutzgesetz nur erlaubt, wenn sie mit dem Schutzzweck zu vereinbaren ist. Der Schutzzweck wird in der Schutzgebietsausweisung der Kreisverwaltung Mettmann definiert. So ist zum Beispiel das Verlassen von Wegen verboten und das Anleinen von Hunden zwingend vorgeschrieben.

Seit dem Neubau des Museums, der wesentlich gestiegene Besucherzahlen mit sich brachte, der Begehbarmachung und Restaurierung des wiederentdeckten Fundortes und der Entfernung der Autoverwertung verstärken sich die Spannungen zwischen Naturschutz und Nutzung im Neandertal. Obwohl das Neandertal seit seiner Ausweisung als Naturschutzgebiet als Vorranggebiet für den Naturschutz gilt, wurde seit den 1990er Jahren parallel die Naherholungsinfrastruktur ausgebaut. Die Verlagerung des Museums aus dem Naturschutzgebiet heraus sollte ursprünglich eine Entlastung des Tales bewirken. Da der Bau des neuen Museums aber in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet errichtet und das alte Museumsgebäude, anders als ursprünglich geplant, nicht beseitigt wurde, verschärften sich die Probleme. Das ehemalige Museum wurde nach vorübergehender Nutzung als Magazin als Nebenstandort des Museums reaktiviert, in dem vielerlei Nutzungen (zum Beispiel eine Steinzeitwerkstatt für Kinder und Workshops) stattfinden.

Obwohl sich Maßnahmen des Artenschutzes im Neandertal kaum umsetzen lassen, da sie eine Einschränkung der Naherholungsnutzung zur Vorbedingung hätten, sind an weniger zugänglichen Standorten Relikte der von Bongard bereits 1835 beschriebenen Artenvielfalt erhalten geblieben. Viele der von Bongard und einigen Botanikern noch im 19. Jahrhundert beschriebenen Pflanzenarten, wie das Weiße und Langblättrige Waldvöglein, das wilde Silberblatt oder der Quirl-Weißwurz, existieren im Neandertal nicht mehr[9]; andere auf der roten Liste aufgelistete Pflanzenarten wurden bei Untersuchungen 1987 wiederentdeckt. Als Beispiele sind zu nennen der Hirschzungenfarn (im Neandertal existieren vermutlich die größten Vorkommen im nördlichen Rheinland) und der Milzfarn, der Jahrzehnte lang verschwunden war und nun wieder in wenigen Exemplaren am nördlichsten rheinischen Standort gefunden wurde. An den Kalkfelswänden siedeln sich seltene Moose an, auch verschiedene Pilzarten, wie die seltene Erdzunge, haben wieder eine Heimstatt gefunden. Heute existieren im Neandertal verschiedene Waldgesellschaften, die je nach Bodenbeschaffenheit, Exposition und Feuchtegrad variieren. Am alten Museum finden sich Eichen-Birken-Wälder, am Düsselhang zum Wildgehege hin überwiegend Birken. Die am weitesten verbreitete Waldgesellschaft ist der Hainsimsen-Buchenwald, aber auch kleine Rotbuchenbestände sind vorhanden. In schattigen, nicht zu steilen Lagen gedeiht eine üppige Farnvegetation. In feuchten Mulden an der Düssel wächst auch die Pestwurz.[9] Eisvogel (Alcedo atthis), Wasseramsel (Cinclus cinclus), Ringelnatter (Natrix natrix) und Zauneidechse (Lacerta agilis) sind gelegentlich noch zu beobachten. Der Erforschung der Lebensstätten und Förderung dieser Arten widmen sich vor allem die im Raum des Neandertals tätigen Naturschutzorganisationen. Trotz der Ausweisung des Neandertales als Naturschutzgebiet ist es nicht zu verhindern gewesen, dass in den 1990er Jahren hier die letzte Population der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) ausgestorben ist.

Neanderthal-Museum, Kunstweg und Eiszeitliches Wildgehege

Das neue Neanderthalmuseum
Kunstweg Menschenspuren
(Memoria Mundi)
Zugang zur Fundstelle – Links der Rabenstein
Heckrinder im Wildgehege

Das neue Neanderthal-Museum beschäftigt sich vorrangig mit der Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Neandertalers und des Menschen. Es ist durch seine Konzeption und Art der Präsentation mittlerweile weltbekannt und wird stark frequentiert. Zu den insgesamt 170.000 Besuchern jährlich[26] gehören auch viele Schulklassen. Eine Ausstellung zeigt den langen Weg der Menschheit aus den Savannen in die Großstadt. Das Museum arbeitet mit modernen Audiosystemen, die auch auf dem Weg zum Fundort genutzt werden können, und mit multimedialen Inszenierungen. Aber auch klassische Medien wie Exponate und Lesetexte sind Bestandteil der Ausstellungen.[26] Einen Schwerpunkt bilden natürlich die Neandertaler, deren lebensechte Figuren auf der Basis von Original-Schädelfunden mit wissenschaftlichen Verfahren rekonstruiert wurden. Die Originale der aufgefundenen Skelettreste befinden sich jedoch nicht im Neanderthal-Museum, sondern im Rheinischen Landesmuseum in Bonn, wohin sie Fuhlrotts Erben nach dessen Tod 1877 auf Vermittlung Schaaffhausens veräußerten.[17] Regelmäßig finden auch Ausstellungen, Informationsmöglichkeiten, Seminare und Workshops zu anderen themennahen Gebieten, wie beispielsweise dem Mann vom Hauslabjoch (bekannt als Ötzi) oder der Himmelsscheibe von Nebra, statt.

Das neue Museum, getragen von der Stiftung Neanderthal-Museum, wurde am 10. Oktober 1996 an zentraler Stelle direkt an der Landstraße L357 zwischen Erkrath und Mettmann vom Bundespräsidenten Roman Herzog und dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Johannes Rau eröffnet. Es ersetzte das sich im Wald befindende alte Museumsgebäude aus dem Jahre 1938.[3] Des Weiteren wurde der Kunstweg MenschenSpuren, ein Skulpturenweg mit Werken von 11 Künstlern an den Wanderwegen im Neandertal eingerichtet. Er nimmt sich des Spannungsfeldes Mensch–Natur an.

Der Fundort hinter dem Rabenstein, der durch Grabungen Ende der 1990er Jahre wiederentdeckt wurde, ist inzwischen begehbar und kann beim Museumsbesuch besichtigt werden. Der wenige hundert Meter lange Fußweg vom Museum zum Fundgelände, zum Teil an der Düssel entlang, wurde als Zeitstrahl eingerichtet, auf dem die Entwicklung des Lebens von seinen Anfängen bis zur Gegenwart dargestellt wird.

Das Eiszeitliche Wildgehege Neandertal ist ein 1935 eingerichtetes, circa 23 Hektar großes Wildgehege. Nach anfänglichem Wachstum des Bestands (1940 bereits 40 Tiere) war es nach Kriegsende infolge von Wilddiebereien, vernässten Weiden und Leberbefall ohne Besatz. 1951 wurden Heckrinder aus dem Wuppertaler Zoo eingesetzt, später kamen die Wisente, Tarpane und Damhirsche hinzu.[10]Die heute im Wildgehege lebenden Tiere sind Heckrinder, Heckpferde und Wisente. Diese Tierarten lebten hier auch zur Zeit des Neandertalers und waren seine Jagdbeute, wobei Heckrind und Heckpferd Nutztiere sind, welche jeweils ihre ausgerotteten Wildformen vertreten sollen. Da das Wildgehege im Naturschutzgebiet Neandertal liegt, können weitere freilebende Tiere wie Graureiher, Baumfalken, Siebenschläfer und andere ebenfalls beobachtet werden. Die Spazierwege rund um das Wildgehege stehen ganzjährig kostenlos zur Verfügung. Ein gut eine Stunde langer Rundweg, teils entlang der Düssel, führt am Gehege vorbei zur Steinzeitwerkstatt in der Nähe des Neanderthal Museums. Das Wildgehege wird vom Zweckverband Wildgehege Neandertal betreut, einem Zusammenschluss der umliegenden Städte Düsseldorf, Wuppertal, Erkrath, Mettmann und Haan, sowie des Kreises Mettmann und des Naturschutzvereins Neandertal.[25]

Bahnhof Neanderthal

Bahnhof Neanderthal

Oberhalb des Neanderthal Museums befindet sich das sehenswerte ehemalige Bahnhofsgebäude der 1879 eröffneten Rheinischen Eisenbahnstrecke am Regiobahn-Haltepunkt Neanderthal,[5] mittlerweile in Privatbesitz. Diese Strecke wurde in neuerer Zeit bis in die 1990er Jahre nur durch Schienenbusse der Bahn und Güterzüge des nahegelegenen Mannesmann-Kalkwerkes genutzt. Nach umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen vieler Haltepunkte der Strecke verkehrt hier seit 1999 die gut frequentierte Regiobahn S 28 auf der Strecke Kaarst Bf – Neuss Hbf – Düsseldorf Hbf – Erkrath-Nord Bf – Mettmann-Stadtwald Bf. Dadurch ist das Neandertal vom Düsseldorfer Hauptbahnhof aus in 15 Minuten zu erreichen.[27] Der Zugang zum Bahnhof mit dem Auto vom Museum aus ist jedoch nicht möglich, da die Straße auf Bahnhofshöhe für PKW gesperrt wurde.

Ebenso wie das Museum wird auch der Bahnhof Neanderthal noch mit ’h’ geschrieben, der Schreibweise der Zeit seiner Errichtung.

Erwähnenswertes

Neandertaler Standbild

Der Name des populären Neandertals hat inzwischen in der näheren Umgebung reichlich Verwendung gefunden. So wird das Kultur- und Freizeitangebot des Kreises Mettmann über das Informationsportal Neanderland beworben. Der NRW-Lokalsender der Region nennt sich Radio Neandertal. Weitere Verwendung findet der Name unter anderem bei einer Neandertalpassage in Mettmann oder dem Gymnasium Am Neandertal in Erkrath. Bis Mitte der 1990er Jahre war das Neandertal nur mit wenig Infrastruktur ausgestattet und wurde mehrheitlich von Tagesauflüglern als Wanderregion genutzt (heute führt der Neandertalweg des Sauerländischen Gebirgsvereins durch das Tal). Lediglich das alte, relativ kleine Museum mit circa 50.000 Besuchern im Jahr (1986[9]) befasste sich mit der paläontologischen Thematik, der eigentliche Fundort war längst in Vergessenheit geraten. Die jahrzehntelange Nutzung des – damals nur mutmaßlichen – Bereichs als Schrottplatz illustriert das lange Zeit eher geringe Interesse an einer Aufarbeitung des Fundes oder an einer Weiterforschung. Erst seit der Neueröffnung des populären neuen Neanderthal-Museums, der Neugestaltung der wiedergefundenen Fundstelle, der erhöhten Berichterstattung auch in überregionalen Medien, sowie einem aufkommenden Interesse an der Thematik rückte das eher biedere Tal auch in der Region wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Literatur

  • Johann Heinrich Bongard: Wanderung zur Neandershöhle – Eine topographische Skizze der Gegend von Erkrath an der Düssel, 70 S., 1835, Arnz & Comp. Düsseldorf (Als Faksimile erhältlich unter ISBN 3-922055-19-2) Früheste detaillierte Beschreibung des Neandertales mitsamt seiner Höhlen und Grotten vor Beginn des industriellen Kalkabbaus (online)
  • H. Eggerath, A. Rose: Im Gesteins, ISBN 3-87909-517-5. Beschreibungen und Bilder des Neandertals vor der Zerstörung durch den Kalkabbau.
  • Johann Carl Fuhlrott: Menschliche Überreste aus einer Felsengrotte des Düsselthals. Ein Beitrag zur Frage über die Existenz fossiler Menschen. In: Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der preußischen Rheinlande und Westphalens 16, 1859
  • Johann Carl Fuhlrott: Die Höhlen und Grotten in Rheinland-Westphalen, Iserlohn 1869, S. 60ff
  • R.W. Schmitz, J. Thissen: Neandertal – Die Geschichte geht weiter, ISBN 3-8274-1345-1. Fachbuch zweier Archäologen, die vor wenigen Jahren weitere Knochenreste des Neandertalers auffanden mit vielen Details über das Neandertal, der Geschichte des Fundes von 1856 und dem heutigen wissenschaftlichen Stand der Neandertalerforschung.
  • Mathilde Franziska von Tabouillot, später Anneke, 1843 (Reisebericht); in Reulecke, J., Dietz, B. (Hrsg.) Mit Kutsche, Dampfroß, Schwebebahn. Reisen im Bergischen Land II (1750–1910), Neustadt a.d. Aisch, 1984, S. 167–180
  • Stadt Erkrath (Hrsg.): Hochdahl. 1989 S. 12–46, ISBN 3-88913-128-X
  • Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hg.), M. Woike, S. Woike: Das Neandertal Schriftenreihe Heft 32, 43 S., 1988, ISBN 3-88094-616-7 – Abhandlung über das Neandertal überwiegend zum Thema Botanik und geologische Begebenheiten
  • Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hg.), R.W. Schmitz, G.C. Weniger: Das Neandertal – Eine faszinierende Erinnerungslandschaft Schriftenreihe Heft 52, 31 S., 2003, ISBN 3-88094-915-8 – Thema: Die erneute Grabung am Rabenstein und das heutige Erscheinungsbild des Neandertales nach Eröffnung des Kunstweges und des Evolutionspfades zum Fundort

Weblinks

 <Lang> Commons: Neandertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bärbel Auffermann, Gerd-C. Weniger (Hrsg.): Time Travel – A Journey Through the History of Humankind. Neanderthal Museum, 2001. ISBN 3-935624-00-X
  2. 2,0 2,1 2,2 Johann Heinrich Bongard: Wanderung zur Neandershöhle – Eine topographische Skizze der Gegend von Erkrath an der Düssel, Arnz & Comp, Düsseldorf 1835, Faksimile: ISBN 3-922055-19-2
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Helmut Ackermann: Joachim Neander – Sein Leben, Seine Lieder, Sein Tal, Grupello Verlag Düsseldorf 1997 – ISBN 3-928234-67-6
  4. Alpha et Omega. Joachim Neandri Glaub= und Liebes=Übung. Auffgemuntert durch Einfältige Bundes=Lieder und Danck=Psalmen, Bremen 1680, S. 168 (zitiert aus: Eggerath, Rose: Im Gesteins, 1996, S.15)
  5. 5,0 5,1 H. Eggerath, A. Rose: Im Gesteins – Das ursprüngliche Neandertal in Bildern des 19. Jahrhunderts Bergische Forschungen Band XXVI, Wienand Verlag, 1996 ISBN 3-87909-517-5
  6. Heinrich Forsthoff: Eine Zuflucht im Neandertal, In: Jülich-Bergische Geschichtsblätter Bd. I, 1922, S.58. (zitiert aus: Ackermann: Joachim Neander, Grupello Verlag 1997)
  7. Fahrplan der S28 mit Nennung des Bahnhofes "Neanderthal" (PDF-Datei; 112 kB)
  8. [1]
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 9,6 Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hg.), M. Woike, S. Woike: Das Neandertal Schriftenreihe Heft 32, 43 S., 1988, ISBN 3-88094-616-7
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 Hans-Joachim Dietz: 85 Jahre Naturschutzgebiet Neandertal – LÖBF Mitteilungen 4/2006
  11. Webseite der 3Sat-sendung Nano
  12. Verzeichniß und Demonstration des Brochaußer Zehnden aufs Hauß Unterbach gehörig, 1609 (Original verschollen), Abschrift in: Archiv Haus Unterbach, Akten 17 (zitiert aus: Eggerath, Rose: Im Gesteins, S.16)
  13. Burkhard Dietz (Hrsg.): Erich Phillip Ploennies, Topografica Ducatus Montani 1715 Neustadt a.d. Aisch 1988, Teil I, S. 88f.
  14. Stadt Erkrath (Hrsg.): Hochdahl, 1989, S. 52
  15. Beyträge zur Statistik des Herzogthumes Berg, Erscheinungslauf 1, 1802-1805 (1806 ?), aus Heft 1 (1802), digitalisiert: http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2006/3257/ auf edocs.ub.uni-frankfurt.de (zitiert aus GenWiki)
  16. Mettmanner Zeitung von 1887, zitiert aus: Gert Kaiser, Neanderthal a.a.O. S.18 f. (aus: Ackermann: Joachim Neander, Grupello Verlag 1997)
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 17,6 17,7 17,8 Ralf W. Schmitz, Jürgen Thissen: Neandertal – Die Geschichte geht weiter, Spektrum – Akademischer Verlag 2002 – ISBN 3-8274-1345-1
  18. Stadt Erkrath (Hrsg.): Hochdahl, 1989, S. 30
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 Webseite Urgeschichte der Universität Tübingen
  20. Stadt Erkrath (Hrsg.): Hochdahl, 1989, S. 32 ff.
  21. „Der Irrtum des Rudolf Virchow – Vor 150 Jahren wurde der Neandertaler entdeckt“ – Deutsche Stiftung Denkmalschutz
  22. Spurensuche im Tal der Düssel - zdf.de
  23. Netzeitung: Neue Funde im Neandertal
  24. Landschaftsplan des Kreises Mettmann
  25. 25,0 25,1 Webseite des Wildgeheges Neandertal
  26. 26,0 26,1 Webseite des Neanderthal Museums
  27. Webseite der Regiobahn
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 4. November 2007 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die News der letzten 14 Tage


06.05.2021
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.

15.04.2021
Zellkern-Erbgut aus Höhlensedimenten gibt Einblicke in unsere Vergangenheit
Forschern ist es erstmalig gelungen, chromosomale DNA von Neandertalern aus Höhlensedimenten zu isolieren und zu analysieren.
08.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
31.03.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
31.03.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
31.03.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
DOI:
27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
DOI: 10.1126/sciadv.aat2369
04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
DOI:
29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
DOI: 10.1038/s41467-018-04773-w
19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
DOI: 10.7717/peerj.4869
19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
DOI: 10.1126/science.aat3188
15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
DOI: 10.1073/pnas.1720842115
15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
DOI: 10.7554/eLife.36666
15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
DOI:
15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
DOI: 10.1038/s41477-018-0141-x
15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
DOI: 10.15184/aqy.2018.48
15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
DOI:
15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
DOI:
15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
DOI:
15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
DOI:
15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1717873115
29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
DOI: 10.1038/s41598-018-22453-z
29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
DOI: 10.1038/s41598-018-22995-2
29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
DOI: 10.1038/s41598-018-23541-w
21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
DOI:
24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
DOI: 10.1126/science.aap7778
24.02.2018 Mathieson et al. Alte Genome beleuchten Vorgeschichte Südosteuropas
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Olalde et al. Bislang größte Studie alter DNA beleuchtet das Glockenbecherphänomen im vorgeschichtlichen Europa
DOI: 10.1038/nature25738
24.02.2018 David Reich, Ron Pinhasi, Wolgang Haak, et al. Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
DOI: 10.1038/nature25778
01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
DOI: 10.1126/sciadv.aao3893
20.11.2017 Anna Szécsényi-Nagy et al. DNA-Analysen geben Aufschluss über die Besiedlung der Iberischen Halbinsel
DOI: 10.1038/s41598-017-15480-9
06.09.2017 Gerard D. Gierlińskia et al. 5,7 Millionen Jahre alte fossile Fußabdrücke fordern etablierte Theorien über die menschliche Evolution heraus
DOI: 10.1016/j.pgeola.2017.07.006
03.08.2017 Dorothée G. Drucker et al. Auf dem Teller: Mammut und viel Rohkost
DOI: 10.1038/s41598-017-07065-3
27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
DOI: 10.1371/journal.pone.0180164
27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
DOI: 10.1038/s41598-017-06390-x
29.06.2017 Gresky et al. Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe
DOI: 10.1126/sciadv.1700564
08.06.2017 Jean-Jacques Hublin et al. Der Homo sapiens ist älter als gedacht
DOI: 10.1038/nature22336
23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
DOI: 10.1371/journal.pone.0177127
27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
DOI: 10.1126/science.aam9695
24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
DOI:
23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
DOI:
17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
DOI: 10.1371/journal.pone.0166726
06.01.2017 M.C. Meyer, M.S. Aldenderfer, Z. Wang,1 D.L. Hoffmann, J.A. Dahl, D. Degering, W.R. Haas, F. Schlütz Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke
DOI: 10.1126/science.aag0357
08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
DOI: 10.1126/sciadv.1601941
28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
DOI: 10.1016/j.quascirev.2016.11.004
06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
DOI: 10.1126/science.aaf8110
20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
DOI:
26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
DOI:
21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
DOI: 10.1038/ng.3611
13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
DOI: 10.1038/srep28766
06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
DOI:
17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
DOI: 10.1002/ajpa.22996
08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
DOI: 10.1073/pnas.1525200113
07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
DOI: 10.1073/pnas.1523951113
02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
DOI: 10.1038/ncomms9912
14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1504365112
23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
DOI: 10.1038/ncomms8580
26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
DOI: 10.1038/nature14448
02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
DOI: 10.1038/nature14268
27.03.2015 Will, M., Stock, J.T. Körpergröße war schon immer individuell
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
DOI: 10.1126/science.aaa1343
04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
DOI: 10.1038/nature14224
18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
DOI:
05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
DOI: 10.1016/j.cub.2014.12.032
29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
DOI: 10.1038/nature14134
27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
DOI:
24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
DOI: 10.1126/science.1258260
23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
DOI: 10.1038/nature13810
23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1412201111
17.09.2014 Iosif Lazaridis et al. Die genetische Herkunft der Europäer
DOI: 10.1038/nature13673
06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
21.08.2014 Tom Higham et al. Neandertaler starben vor spätestens 39.000 Jahren aus
DOI: 10.1038/nature13621
05.08.2014 Eiszeitfigur vervollständigt
DOI:
25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
DOI: 10.1073/pnas.1410735111
24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
DOI: 10.1371/journal.pone.0099994
17.07.2014 Guadalupe Sanchez, Vance T. Holliday, Edmund P. Gaines, Joaquín Arroyo-Cabrales, Natalia Martínez-Tagüeña, Andrew Kowler, Todd Lange, Gregory W. L. Hodgins, Susan M. Mentzer, and Ismael Sanchez-Morales Frühe Nordamerikaner machten Jagd auf elefantenartige Rüsseltiere
DOI: 10.1073/pnas.1404546111
03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.04.056
23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
DOI: 10.1126/science.1252619
22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
DOI:
03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
DOI:
01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
DOI: 10.1038/ncomms4584
17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
DOI: 10.1016/j.jhevol.2003.12.001
11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
DOI: 10.1073/pnas.1316513111
03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
DOI: 10.1371/journal.pone.0082261
03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
DOI: 10.1126/science.1250768
19.02.2014 Michel L. A., Peppe D. J., Lutz J. A., Driese S. G., Dunsworth H. M., Harcourt-Smith W. E.H., Horner W. H., Lehmann T., Nightingale S., McNulty K. P. Damals in den Bäumen
DOI: 10.1038/ncomms4236
08.01.2014 William H. Kimbel, Gen Suwa, Berhane Asfaw, Yoel Rak, and Tim D. White »Ardi«-Schädel zeigt Verbindungen zur Menschenlinie
DOI: 10.1073/pnas.1322639111
12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
DOI: 10.1371/journal.pone.0080778
05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
DOI: 10.1038/ncomms3888
05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
DOI: 10.1038/nature12788
15.11.2013 Thalmann et al. Europäer sind als Erste auf den Hund gekommen
DOI: 10.1126.1243650
18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
DOI: 10.1126/science.1238484
11.10.2013 Ruth Bollongino et al. Jäger-Sammler und eingewanderte Ackerbauern lebten 2.000 Jahre lang gemeinsam in Mitteleuropa
DOI:
18.09.2013 Bocherens, H., Baryshnikov, G., van Neer, W. Wer hat vor 45.000 Jahren im Kaukasus den Lachs verspeist
DOI: 10.1016/j.quaint.2013.06.026
04.09.2013 Ben Krause-Kyora, Cheryl Makarewicz et al. Vom Hausschwein zum Sozialkontakt
DOI: 10.1038/ncomms3348
22.08.2013 Andrew Curry Die Milch-Revolution
DOI: 10.1038/500020a
12.08.2013 Soressi M., McPherron, S. P., Lenoir M., Dogandžić T., Goldberg P., Jacobs Z., Maigrot Y., Martisius N., Miller C. E., Rendu W., Richards M. P., Skinner M. M., Steele T. E., Talamo S., Texier J.-P. Neandertaler schufen die ersten Spezialwerkzeuge Europas aus Knochen
DOI:
29.07.2013 Gabrielle A. Russo, Liza J. Shapiro Ausgestorbener Menschenaffe Oreopithecus war kein Zweibeiner
DOI: 10.1016/j.jhevol.2013.05.004
20.07.2013 Kopf für Eiszeitfigur gefunden
DOI:
12.07.2013 Baab, Karen L.; Mc Nulty, Kieran P.; Harvati, Katerina Homo floresiensis doch eine eigene Spezies
DOI: 10.1371/journal.pone.0069119
04.07.2013 Neil T. Roach, Madhusudhan Venkadesan, Michael J. Rainbow, Daniel E. Lieberman Wie das Werfen uns zum Menschen machte
DOI: 10.1038/nature12267
13.06.2013 Alt K. Benz M., Müller W., Berner M., Schultz M., Schmidt-Schultz T. H., Knipper C., Gebel H.-G. K., Nissen H. J., Vach W. Partnerwahl vor 9.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0065649
10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
DOI: 10.1038/nature12200
04.06.2013 Matt Sponheimer, Zeresenay Alemseged, Thure E. Cerling, Frederick E. Grine, William H. Kimbel, Meave G. Leakey, Julia A. Lee-Thorp, Fredrick Kyalo Manthi, Kaye E. Reed, Bernard A. Wood, and Jonathan G. Wynn Ernährungswandel vor 3,5 Millionen Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1222579110
31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
DOI:
14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
DOI: 10.1111/eos.12037
13.09.2012 Volpato V, Macchiarelli R, Guatelli-Steinberg D, Fiore I, Bondioli L, et al. Das geht doch mit rechts!
DOI: 10.1371/journal.pone.0043949
23.03.2012 Love Dalen et al. Neandertalern drohte schon vor 50.000 Jahren das Aus
DOI: 10.1093/molbev/mss074
26.06.2011 Madelaine Böhme et al. Ältester Menschenaffe Eurasiens lebte in Schwaben
DOI: 10.1016/j.jhevol.2011.04.012
03.03.2011 Älteste Ureinwohner Nordamerikas entdeckt
DOI:
20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
DOI: 10.1016/j.quascirev.2010.05.031
29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
DOI:
09.04.2010 Berger et al. Neuer Australopithecus entdeckt
DOI: 10.1126/science.328.5975.154
25.03.2010 Krause, J. et al. Neue Menschenform entdeckt
DOI: 10.1038/nature08976
02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
DOI: