Novaesium


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Novaesium (Begriffsklärung) aufgeführt.
hf
Novaesium
Alternativname Castrum Novaesium
Castra Novaesia (pl.)
Limes Niedergermanischer Limes
Datierung (Belegung) A) 20/15 bis um 10 v. Chr.[A 1]
B) 12/9 v. Chr. bis 14 n. Chr.
C) 14 n. Chr.
D) tiberisch
E) frühtiberisch
F) frühtiberisch bis 43
G.1) 43 bis um 50
G.2) um 50 bis 69/70
G.3) 70 bis Mitte 90
oder bis um 103/104
H) Ende 1. oder Anfang 2. Jh. bis 256/257 oder bis 275/276
Typ A) Vexillationslager
B) Doppellegionslager
C) Vier-Legionen-Lager
D) Auxiliarlager
E) Legionslager(?)
F) Legions- und Auxiliarlager
G) Legionslager
H) Alenlager
Einheit A) unbek. Vexillatio
B) Legio XIX und
Legio XVII oder Legio XVIII
C) Legio I Germanica, Legio V Alaudae, Legio XX Valeria Victrix und Legio XXI Rapax
D) unbek. Kohorte oder Ala
E) unbek. Einheit
F) Legio XX Valeria Victrix
+ Cohors III Lusitanorum
+ Ala Parthorum Veterana
G.1−2) Legio XVI Gallica
+ Ala Gallorum Picentiana
G.3) Legio VI Victrix
H) Ala Afrorum veterana(?)
Größe A) 13−14 ha
B) 660 × 800 m = über 50 ha
C) über 80 ha
D) 180/200 × 140/180 m = 2,5−3,5 ha
E) über 40 ha
F) 22−26 ha
G) 420 × 570 m = 24 ha
H) 165 × 178 m = 2,9 ha
Bauweise A-B) Erdkastell oder
Holz-Erde-Lager
C-G.2) Holz-Erde-Lager
G.3-H) Steinkastell
Erhaltungszustand Nicht sichtbare Bodendenkmale
Ort Neuss-Gnadental (Neuss)
Geographische Lage 51° 11′ 2″ N, 6° 43′ 19″ O51.1838888888896.7219444444444Koordinaten: 51° 11′ 2″ N, 6° 43′ 19″ O
Vorhergehend Gelduba (nordnordwestlich)
Anschließend Kleinkastell am Reckberg, Durnomagus (beide südsüdöstlich)

Novaesium, das ehemalige Legionslager Neuss (auch Castrum Novaesium, Plural Castra Novaesia), im Neusser Ortsteil Gnadental ist einer der bedeutendsten und besterforschten römischen Militärplätze des Rheinlandes. Ferner gilt das heutige Bodendenkmal als das älteste bekannte Militärlager seiner Art in dieser Region. Während der Zeit seiner Existenz war Novaesium neben Vetera und Mogontiacum die wichtigste Aufmarschbasis der Römer bei ihrem Versuch, die Germania Magna zu okkupieren und bildete anschließend einen wesentlichen Bestandteil des Niedergermanischen Limes. In der provinzialrömischen Archäologie galt die Rekonstruktion von Novaesium über Jahrzehnte als idealtypisch für römische Legionslager der Kaiserzeit.

Lage

Datei:Novaesium BJ 1904 pag 99.jpg
Rheinverlauf in römischer Zeit und im 19. Jahrhundert
Grabungsbefunde des „Koenenlagers“
(1887-1900)

Das Areal der Neusser Militärlager befindet sich unmittelbar nordwestlich der Erftmündung, etwa 2,5 Kilometer südöstlich der heutigen Stadt Neuss. In antiker Zeit bot sich der Platz aufgrund der topographischen Gegebenheiten geradezu als Garnisonsstandort an. In dieser Region weitet sich die Kölner Bucht zur Niederrheinischen Tiefebene. Strategisch war der Platz insofern günstig gewählt, als von hier aus ein schnelles Eingreifen im Bereich von Wupper-, Düssel-, und Ruhrmündung möglich war. Der besonderen Aufmerksamkeit unterlag hierbei vermutlich der Mündungsbereich der Ruhr auf dem Gebiet von Duisburg, der zusätzlich noch direkt durch die gegenüber liegenden Auxiliarlager Asciburgium (Moers-Asberg) und Gelduba (Krefeld-Gellep-Stratum) gesichert war. Dort traf eine wichtige ältere Handels- und Heerstraße, der spätere Hellweg, von Osten her auf den Rhein.

Der Neusser Garnisonsplatz nahm in der Geschichte des linksrheinischen römischen Germaniens eine strategische Schlüsselposition ein, zunächst als Operationsbasis der römischen Offensiven gegen die Germanen noch vor und kurz nach der Zeitenwende, später als wichtiger Bestandteil innerhalb des zur Absicherung der Provinz Germania inferior defensiv ausgerichteten Niedergermanischen Limes bis ins vierte nachchristliche Jahrhundert.

Der unmittelbare Ort der Lager war durch natürliche Hindernisse geschützt. So knickte der Rhein nicht wie heute an dieser Stelle nach Norden ab, sondern verlief noch gute drei Kilometer weiter geradeaus in nordwestliche Richtung, um erst im Bereich des heutigen Neusser Rheinhafens wieder nach Nordost zu schwenken. Auf diese Art und Weise bildete er ein Annäherungshindernis vor den Prätorialfronten der Neusser Lager. Einen gewissen Flankenschutz bildeten nach Südosten die Erft und nach Nordwesten das damals noch sumpfige „Meertal“, eine heute bebaute Niederung.[1][2][3][4]

In der heutigen Siedlungstopographie ist von der einstigen Garnison obertägig nichts mehr zu sehen. Lediglich ein „Historischer Rundgang“ mit dort aufgestellten Kopien römischer Großartefakte und diversen Hinweis- und Informationstafeln, sowie der in situ konservierte und mit einem Schutzbau versehene Befund einer römischen Kultstätte (sog. Fossa Sanguinis) verweisen auf das antike Novaesium.

Antike Quellen und Etymologie

Die Ersterwähnung des Ortsnamens Novaesium erfolgte in den Historien (Historiae) des Tacitus.[5] In diesen Beschreibungen spielte die Garnison des Ortes eine unrühmliche Rolle[A 2] in der Zeit des Bataveraufstands des Julius Civilis und den Wirren des Vierkaiserjahres 68/69 n. Chr.

Auch bei den antiken Geographen findet der Ort Erwähnung. So führt der in Alexandria lebende römische Geograph Claudius Ptolemäus (85–165 n. Chr.?) in seinem Werk Geographike Hyphegesis Novaesium auf, verlegt es aber fälschlicherweise weit nach Osten in die Magna Germania.[6] In der Tabula Peutingeriana erscheint der Ortsname, in der Schreibweise durch mittelalterliche Kopisten in Novesio verändert, zwischen Asciburgium im Norden und der Colonia Claudia Ara Agrippinensium im Süden, rund 34 km vom ersten und rund 39 km von der zweiten entfernt. In der Spätantike wird Novaesium im Zusammenhang mit den Feldzügen des Flavius Claudius Iulianus, des späteren Kaisers Julian, um das Jahr 358 bei Ammianus Marcellinus erwähnt,[7] bevor dann der antike Name als Nivisium castellum ein letztes Mal bei Gregor von Tours in der Historia Francorum (Geschichte der Franken) genannt wird, im Zusammenhang mit einem römischen Feldzug gegen die Franken um das Jahr 388.[8]

Die Herkunft des Namens Novaesium ist nicht gänzlich geklärt. Es scheint sich um ein lateinisch-keltisches Kompositum zu handeln, bei dem möglicherweise der ursprünglich keltische Name der Erft oder eines anderen örtlichen Gewässers latinisiert wurde.[9]

Historische Hintergründe

Okkupationszeit

Arretinische Terra Sigillata aus der Werkstatt des Perennius, Typ Drag. 11

Im Anschluss an Gaius Iulius Caesars Gallischem Krieg (58 bis 51/50 v. Chr.) war am Niederrhein ein für die Römer nicht ungefährliches Bevölkerungsvakuum entstanden. Insbesondere Marcus Vipsanius Agrippa versuchte während seiner Statthalterschaften in Gallien (39/38 v. Chr. und 20 bis 18 v. Chr.) dieses Vakuum durch die Umsiedlung germanischer Stämme, den Aufbau von Verwaltungsstrukturen und die Anlage eines Fernstraßennetzes zu füllen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Rhein noch als Grenze der römischen Interessensphäre angesehen. Das Hauptaugenmerk lag auf der Sicherung und Erschließung der durch Caesar eroberten Gebiete. Eine weitere Expansionspolitik stand noch nicht auf der Tagesordnung, die Legionen waren tief im gallischen Hinterland verteilt.

Dieser Zustand änderte sich durch zunehmende und andauernde Übergriffe germanischer Stämme auf linksrheinisches Gebiet, die in der so genannten Clades Lolliana gipfelten. In diesem Gefecht im Jahr 17 oder 16 v. Chr. unterlag der römische Statthalter Marcus Lollius gegen eine vereinigte Streitmacht der Sugambrer, Tenkterer und Usipeter. Der politisch-propagandistische Schaden scheint größer gewesen zu sein als die tatsächlichen militärischen Folgen und führte zu einem grundsätzlichen Wandel der römischen Germanienpolitik. Augustus begab sich im Jahr 16 v. Chr. persönlich nach Gallien, um die „germanische Frage“ endgültig zu regeln. Er blieb drei Jahre und richtete – nachdem er die Raeter besiegt und das Gebiet zwischen Alpen und Donau befriedet hatte – ab 15 v. Chr. die Dislozierung des niedergermanischen Heeres neu aus.[10]

Die Rheinlinie verlor ihren vormals eher defensiven Charakter und wurde zur offensiven Aufmarschbasis gegen die östlich des Flusses gelegenen germanischen Gebiete. Die nach dem Alpenfeldzug freigewordenen Truppen wurden an den Rhein verlegt, die Legionslager Noviomagus bei Nijmegen und Vetera bei Xanten errichtet. Ob die offensivere Ausrichtung der Germanienpolitik zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schon die Besetzung des rechtsrheinischen Germaniens bis zur Elbe zum Ziel hatte, wie lange vermutet worden war, wird in der jüngeren Literatur angezweifelt.[11][12]

Feldzüge des Drusus

Als Augustus im Jahre 13 v. Chr. nach Rom zurückkehrte, übergab er den Oberbefehl seinem Stiefsohn Drusus, dessen Name für die groß angelegte Offensive gegen die Germanen in den Jahren 12–9 v. Chr. steht. Im Rahmen dieser so genannten Drususoffensive diente Novaesium vermutlich als Operations- und/oder logistische Basis für die Feldzüge ins rechtsrheinische Germanien. Drusus führte dort insgesamt vier Feldzüge, wobei sich im Laufe der Auseinandersetzungen die Hauptaktivitäten ins Gebiet der Chatten verlagerten. Nach seinem frühen Tod wurden die Kampagnen von Tiberius (9–6 v. Chr.), Lucius Domitius Ahenobarbus (um das Jahr 3 v. Chr.), Marcus Vinicius (um die Zeitenwende) und ab dem Jahre 4 n. Chr. erneut durch Tiberius fortgesetzt.

Im Frühjahr des Jahres 6 n. Chr. mussten die Operationen jedoch abgebrochen werden, da ein Aufstand in der Provinz Pannonia die dortige Anwesenheit des Feldherrn und eines Teiles der Legionen erforderlich machten. Sein Nachfolger als Statthalter, Publius Quinctilius Varus (7–9 n. Chr.) bewies eine weniger glückliche Hand, was im Jahre 9 n. Chr. zur Clades Variana, der so genannten „Schlacht im Teutoburger Wald“ führte, die mit der völligen Vernichtung von drei Legionen, drei Alen und sechs Kohorten endete. In der Folgezeit räumten die Römer alle rechtsrheinischen Garnisonen und schraubten ihre Ambitionen gegenüber Germanien deutlich zurück. Unter Tiberius, der wieder an den Rhein geeilt war, standen der Ausbau und die Konsolidierung der Flussgrenze nunmehr zunächst im Vordergrund. Die Anzahl der Legionen am Rhein wurde von sechs auf acht erhöht.[13]

Nach der Rückkehr des Tiberius nach Rom im Jahre 12 n. Chr. übernahm Germanicus im darauf folgenden Jahr den Oberbefehl im Rheinland. Er bereitete weitere Offensiven ins rechtsrheinische Germanien vor, musste im Jahre 14 n. Chr. aber zunächst eine Meuterei der rheinischen Legionen niederschlagen, die sich nach dem Tod des Augustus gegen dessen Nachfolger Tiberius erhoben hatten. An dieser Meuterei waren die Legionen I und XX aus dem Legionslager Apud Aram Ubiorum beteiligt sowie die Legionen V und XXI aus Vetera, die zu diesem Zeitpunkt in einem Sommerlager in finibus Ubiorum („im Gebiet der Ubier“, vermutlich im so genannten „Lager C“ in Novaesium) zusammengezogen worden waren. Anschließend begannen die groß angelegten und aufwändigen Vorstöße in die Germania Magna. Hierbei führte Germanicus den südlichen, von Mogontiacum (Mainz) aus operierenden Flügel des römischen Heeres, während Aulus Caecina Severus den Oberbefehl über die nördliche, von Vetera aus agierende Heeresgruppe innehatte.

Lage von Novaesium im Verlauf des Niedergermanischen Limes

Nachdem die teuren Feldzüge bis zum Jahre 16 n. Chr. nicht den gewünschten Erfolg erbracht hatten, brach Tiberius die Offensive ab und beorderte Germanicus nach Rom zurück. In der Folgezeit blieb der Niederrhein eine defensiv ausgerichtete Grenze. An dieser Grenze und damit auch in Novaesium blieb es über ein halbes Jahrhundert lang relativ friedlich. So ist die Zeit des Claudius in erster Linie durch den Ausbau des Straßennetzes gekennzeichnet, das die verschiedenen Militärlager des Rheinlandes miteinander verband. Diese ruhige Lage änderte sich erst mit den Ereignissen der Jahre 69/70 n. Chr., die das gesamte Imperium erschüttern sollten.[14][15][16]

Vierkaiserjahr und Bataveraufstand

Nach Jahrzehnten der relativen Ruhe war das Rheinland während der Vierkaiserjahres die neben dem italienischen Mutterland am stärksten in die Geschehnisse involvierte Region des Imperiums. Galba, der Nachfolger Neros, brachte durch einige unpopuläre Personalentscheidungen das Niedergermanische Heer gegen sich auf, das seinerseits im Januar 69 n. Chr. Vitellius zum Kaiser ausrief. Um seinen Thronanspruch in Rom durchsetzen zu können, marschierte Vitellius mit großen Teilen des Heeres in zwei Säulen nach Italien. Darunter befanden sich auch Legionäre aus Novaesium. Insgesamt wurden aus den westlichen Provinzen und Heeresbezirken etwa 70.000 Mann abgezogen, die Grenzsicherungen damit empfindlich entblößt.

Nach den anfänglichen Erfolgen des Vitellius, der sich gegen Galba und dessen unmittelbaren Nachfolger Otho durchgesetzt hatte, wurden acht Bataverkohorten (rund 4.000 Mann) an die germanische Grenze zurückbeordert. Sie bezogen im Sommer 69 bei Mogontiacum Quartier. Etwa gleichzeitig wurde im Osten des Reiches, in den Provinzen Aegyptus, Syria und Iudaea sowie von den Donaulegionen Titus Flavius Vespasianus als Kaiser gegen Vitellius ausgerufen; seine Truppen setzten sich gen Rom in Marsch.

Als daraufhin Vitellius in den Stammesgebieten der Bataver und der Cananefaten von diesen als willkürlich empfundene Aushebungen durchführte, um seine Verbände für die bevorstehenden Auseinandersetzungen mit Vespasian zu verstärken, erhoben sich die Bataver und Cananefaten gemeinsam mit den Friesen unter der Führung des batavischen Adeligen und Kommandanten einer Bataverkohorte Iulius Civilis. Dabei erweckte Civilis zunächst geschickt den Anschein, auf Seiten Vespasians gegen Vitellius in den Bürgerkrieg einzugreifen.[A 3]

Der Aufstand gewann an Dynamik, als Ende des Sommers/Anfang Herbst 69 n. Chr. die acht in Mogontiacum stationierten Bataverkohorten nach Norden marschierten und sich mit den Truppen des Civilis vereinigten. Ein Entsatzheer für das inzwischen von den Aufständischen eingeschlossene Vetera aus Soldaten der Legio XXII Primigenia unter dem Kommando des Gaius Dillius Vocula wurde von Süden her in Marsch gesetzt, vereinigte sich in Novaesium mit der Legio XVI Gallica, wagte aber nicht, weiter in den Raum um Vetera vorzudringen, sondern schlug bei Gelduba ein Lager auf. Währenddessen vergrößerte sich die Armee des Civilis durch Zulauf aus nahezu allen Regionen Germaniens unaufhörlich und begann, die Gebiete der Moriner, Menapier, Ubier und Treverer, also das gesamte Rheinland bis hinunter zur Mosel und bis hinüber zur Nordseeküste zu verwüsten.

Etwa zu diesem Zeitpunkt fiel in Norditalien in der Schlacht von Bedriacum am 24. Oktober 69 die Entscheidung zwischen Vitellius und Vespasian zugunsten des Flaviers. Die Nachricht hiervon, sowie die Aufforderung Vespasians an Civilis, die Kampftätigkeiten zu beenden, dürfte am Niederrhein Anfang November des Jahres eingetroffen sein. Sie wurde jedoch von dem Bataver ignoriert, der stattdessen einen Teil seiner Truppen gegen Vocula sandte. Vocula besiegte die gegen ihn aufgebotenen Truppen und marschierte auf Vetera zu, welches er vorübergehend entsetzen konnte, bis Ende Dezember 69 Civilis das Lager erneut einschloss. Vocula zog sich daraufhin nach Novaesium zurück und wurde von Civilis verfolgt, der Gelduba einnahm und dessen Reiterei bis nach Novaesium vorstieß. In den folgenden Monaten verlagerten sich die Hauptereignisse des Krieges tiefer in den Süden des Rheinlandes, wo sich nun auch einige gallische Stämme, darunter die Treverer gemeinsam mit den vitellianischen Legionen gegen Vespasians Herrschaft erhoben.[17][18][19][20]

Von den Flaviern bis zum Ende der Garnison Novaesium

Vespasian setzte ein Expeditionskorps aus neun Legionen nach Germanien in Marsch. Die Pläne zur Rückeroberung der rheinischen Gebiete waren von Gaius Licinius Mucianus ausgearbeitet worden und wurden von Appius Annius Gallus am Oberrhein und von Quintus Petillius Cerialis am Niederrhein erfolgreich exekutiert. Nach einer letzten Schlacht im Herbst des Jahres 70 endeten die Kämpfe schließlich mit einem Verhandlungsfrieden. Aufgrund des Verhaltens der meisten rheinischen Verbände während der Auseinandersetzungen wurden die rheinischen Heeresbezirke völlig neu organisiert. Novaesium war von diesen Umstrukturierungsmaßnahmen insofern betroffen, als die Legio XVI Gallica von der Legio VI Victrix ersetzt wurde, die das im Laufe des Krieges zerstörte Lager in Steinbauweise neu errichtete. Bis auf zwei Ereignisse blieb es in der flavischen Zeit im Rheinland relativ ruhig. Um 77/78 führte Gaius Rutilius Gallicus unter Beteiligung der Legio VI einen Feldzug gegen die Brukterer, in dessen Verlauf die Seherin Veleda gefangen genommen wurde. Während des Saturninusaufstandes gegen Domitian im Jahre 89 blieb die Legion auf Seiten des Kaisers und war möglicherweise an der Niederwerfung des Aufstands durch den niedergermanischen Legaten Aulus Bucius Lappius Maximus beteiligt. In die letzten Jahre des Domitian fiel die Errichtung des Kleinkastells auf dem Reckberg.[15]

Einhenkelkrug, Belgische Ware 2.–3. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)

Während der Ära der Adoptivkaiser blieb es friedlich an der Rheingrenze und für die Provinz Germania inferior begann die Zeit einer wirtschaftlichen Blüte. Übernahm Trajan anfangs die Dislozierung am niedergermanischen Heeres wohl noch so, wie sie seit den Flaviern bestanden hatte, so reduzierte er schon bald die Anzahl der Legionen am Niederrhein von vier auf zunächst drei (Bonna, Vetera und Noviomagus) und spätestens ab etwa 104 auf nur noch zwei (Bonna und Vetera). In diesem Zusammenhang wurde Novaesium spätestens um 103/104 als Legionslager aufgelassen und nur noch von einer Auxiliareinheit belegt. Von den Markomannenkriegen, die Obergermanien und Raetien schwer in Mitleidenschaft zogen, blieb die Germania Inferior völlig verschont, mit einem kleineren Germaneneinfall wurde der spätere Kaiser Clodius Albinus mühelos fertig. Die wohlwollende Politik der Severer ihren Truppen gegenüber sorgte für steigenden Wohlstand der Legionäre und Auxiliare in den Grenzprovinzen. Von dem ersten Auftauchen der Alamannen wurde die Germania Inferior im Gegensatz zu Obergermanien zwar noch nicht direkt in Mitleidenschaft gezogen, hatte aber Truppenkontingente für Caracallas Gegenoffensive des Jahres 213 zu stellen. Mit den Numeri kam erstmals eine neue Truppengattung zum Einsatz. Germanische Übergriffe auch auf niederrheinisches Gebiet gab es möglicherweise bereits unter Caracallas unmittelbaren Nachfolgern Elagabal und Severus Alexander, jedoch war das Rheinland bei weitem nicht so betroffen, wie die Germania superior durch den ersten großen Alamanneneinfall im Jahre 233.[15]

Als Valerianus für seine Feldzüge gegen die Sassaniden Truppen von Rhein und Donau abgezogen und so die Verteidigung der dortigen Limites entblößt hatte, blieb dies den Germanen natürlich nicht lange verborgen. 254 überschritten in Raetien, 259 in Obergermanien erneut die Alamannen und ab 256/257 im Norden erstmals die Franken die Reichsgrenzen. Der Sohn und Mitregent des Valerianus sowie spätere Kaiser Gallienus eilte an den Rhein und führte Verstärkungstruppen aus Britannien heran. Gallienus reformierte das Heer und stellte die Weichen für die später erfolgende Differenzierung in Grenztruppen (Limitanei) und Bewegungsheer (Comitatenses), da man aus den Germaneneinfällen die Lehre gezogen hatte, dass den eingebrochenen Germanen kaum mehr Widerstand entgegengebracht wurde, wenn die Limeslinie selbst erst einmal durchbrochen war. Aus einer Revolte des Jahres 259 entstand das Gallische Sonderreich des Marcus Cassianius Latinius Postumus, durch das vorübergehend die iberischen, gallischen und britannischen Provinzen aus dem Imperium heraus gelöst wurden. Das „Imperium Galliarum“ hatte einen Bestand von 14 Jahren und war von Beginn seiner Existenz an in schwere Abwehrkämpfe an der germanischen Grenze verwickelt. Es gelang jedoch, die Grenzen zu halten. Im Jahr 273 ging das Sonderreich auf friedlichem Wege wieder im Römischen Reich auf. Nur kurze Zeit später kam es zu neuerlichen germanischen Angriffen auf das Reich und im Jahre 276 zu einem fränkischen Durchbruch von katastrophaler Schwere. Spätestens dabei (wenn nicht schon 256/257) scheint das letzte Militärlager von Novaesium zerstört worden zu sein.[15]

Forschungsgeschichte

Datei:Novaesium BJ 1904 tab 01.jpg
Neuss zur Zeit der Ausgrabungen 1887–1900
Datei:Coenen.jpg
Constantin Koenen und sein Grabungsteam 1891

Bereits aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind vereinzelte römische Funde aus Neuss überliefert. Größeres Interesse für die römischen Relikte und eine systematische Forschung entwickelten sich aber, nicht nur in Neuss, erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. 1820 wurde in Bonn das „Königlich Preußische Museum Vaterländischer Althertümer in den rheinisch-westphälischen Provinzen“ gegründet, aus dem sich später das Rheinische Landesmuseum Bonn entwickeln sollte. 1839 bildete sich der Neusser Altertumsverein, der die ersten Ausgrabungen initiierte und aus dessen Sammlungen sich 1845 das erste Neusser Museum entwickelte. 1841 entstand in Bonn der „Verein von Alterthumsfreunden im Rheinlande“, der seit 1842 die wegweisenden Bonner Jahrbücher herausgibt.

Zum „Vater“ der systematischen archäologischen Ausgrabungen sollte schließlich Constantin Koenen (1854–1929) werden, der sich zum Ziel gesetzt hatte, das bei Tacitus beschrieben Militärlager zu finden. 1886 wurde er im Rahmen einer Sondierungsgrabung erstmals fündig und von 1887 bis 1900 führte er die großflächige Freilegung des später nach ihm in der Literatur auch „Koenenlager“ genannten Legionskastells durch und publizierte die umfangreichen Ergebnisse bereits 1904 in den Bonner Jahrbüchern.[21]

Nach dieser Pioniertat wurde es für ein Vierteljahrhundert ruhiger um Novaesium. Erst in den 1920er Jahren erfolgten weitere Untersuchungen, wieder durch Constantin Koenen. Schon damals glaubte er begründete Hinweise für weitere, ältere militärische Ansiedlungen der Römer unmittelbar nordwestlich des von ihm entdeckten Lagers festzustellen, konnte sich aber mit dieser Hypothese in der Fachwelt bis zu seinem Tode nicht durchsetzen.

Nach einer Unterbrechung der Grabungstätigkeiten durch den Zweiten Weltkrieg wurden die archäologischen Forschungen 1955 unter der Leitung von Harald von Petrikovits und Gustav Müller (seit 1957) wieder aufgenommen. Sie dauerten nun ununterbrochen bis zum Jahr 1972 an. Im Verlauf dieser Ausgrabungen bestätigte sich Koenens Vermutung auf eindrucksvolle Weise. Insgesamt acht verschiedene Lager unterschiedlicher Zeitstellung konnten identifiziert werden, ferner die canabae legionis, die zivilen Siedlungen vor den Legionslagern, sowie zahlreiche Gräber. Die Ergebnisse wurden in bislang neun Monographien zu einzelnen Fundkomplexen in der Reihe „Limesforschungen“, der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts publiziert, eine Gesamtdarstellung steht allerdings bis heute aus.

Auch im weiteren Verlauf der 1970er Jahre sowie in den folgenden Jahrzehnten kamen die Ausgrabungstätigkeiten in Neuss nie gänzlich zum Stillstand. Sie dauern, oft durch infolge von Baumaßnahmen notwendig werdende Not- oder Rettungsgrabungen bis heute an.[22][23][24]

Militärlager

Infanteriehelm vom Typ Buggenum/Spät-Montefortino aus Novaesium, verzinnte Bronze, 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Südgallische Terra Sigillata
Typ Drag. 30
(Clemens-Sels-Museum, Neuss
Weihestein des Cornicen Marcus Mellonius Mercator
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
TS-Teller mit eingeritzter Besitzerangabe ADIV(I) TORVL(I), 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Amphorenhals mit Herstellerstempel „PVA“, Rauhwandige Ware, 1.–2. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)

Augusteisch-tiberische Lager A–F

Die frühen Militärlager von Neuss befanden sich allesamt westlich des Meertals und unmittelbar südlich des heutigen Nordkanals, in dem Gebiet, in dem der Zubringer der heutigen Autobahn A 57 auf den Kanal zuläuft. Die insgesamt zwölf Bauphasen dieser sechs Lager weisen eine durchschnittliche Nutzungsdauer von fünf Jahren auf.

Lager A

Als ältester Garnisonsplatz in Novaesium gilt das so genannte Lager A, dessen Erbauung vermutlich zwischen 20 und 15 v. Chr. erfolgte und das damit als das älteste nachgewiesene römische Militärlager an der Rheingrenze anzusehen ist. Seine Prätorialfront war auf den römerzeitlichen Rheinverlauf ausgerichtet. Mit seiner geschätzten (die genaue Größe ist archäologisch nicht mehr feststellbar) Fläche von 13–14 Hektar ist es zu klein für ein Legionslager. Es wird vermutlich einer größeren, möglicherweise mit Spezialaufgaben betrauten Vexillatio als Standort gedient haben. Inschriftlich ist jedoch kein Name einer hier stationierten Einheit überliefert. Vor dem Südtor war der Grabenverlauf unterbrochen. Das Lager besaß entweder einen polygonalen oder einen trapezförmigen Grundriss, war von zwei, insgesamt 14 Meter breiten, 2,5–2,8 Meter tiefen Spitzgräben umgeben, zum Rhein hin ausgerichtet und vermutlich mit einem Erdwall oder einer Holz-Erde-Mauer bewehrt. Es besaß einen relativ provisorischen Charakter − die Unterbringung der Mannschaften erfolgte in Zelten – und wurde vermutlich bereits um das Jahr 10 v. Chr. wieder aufgelassen[A 1][25][26][27]

Doppellegionslager B

An derselben Stelle wie das Lager A, dieses aufgrund seines deutlich größeren Umfanges einschließend, entstand in Zeit der Germanenoffensiven des Drusus und des Tiberius (12–9 v. Chr.) ein großes, polygonal angelegtes Lager, das mit seinen gemessenen Maximalachsen von 660 ×  800 Metern wohl eine Fläche von rund 45 Hektar bedeckte. Damit dürfte es insgesamt zwei Legionen nebst ihren Hilfstruppen Platz geboten haben. Wie das Lager A besaß auch das Legionslager B einen eher provisorischen Charakter. Es war von einem 14 m breiten Doppelgraben umgeben. Anfänglich setzte sich dieses Grabensystem aus einem äußeren, 3,20 Meter tiefen Sohlgraben und einem inneren, bis zu 1,80 Meter tiefen Spitzgraben zusammen. Später trat ein Spitzgraben an die Stelle des Sohlgrabens. Die Umwehrung bestand aus einer Holz-Erde-Mauer oder einem Erdwall, die Unterbringung der Soldaten erfolgte in Zelten. Spätestens im Jahre 14 n. Chr. wurde das Lager wieder aufgegeben.[A 1] Als Besatzung werden die Legio XIX und entweder die Legio XVII oder die Legio XVIII vermutet.[28][29][30]

Vier-Legionen-Lager C

Lager C, dessen Umfassung bislang archäologisch nur an wenigen Stellen untersucht werden konnte, wird auf eine Gesamtgröße von über 80 Hektar geschätzt. Es war von einem sechs Meter breiten Spitzgraben und einer Holz-Erde-Mauer umgeben. Von den Zentralbauten sind die Principia (Stabsgebäude) mit dem Lagerforum und das Praetorium (Kommandantenwohnhaus) bekannt. Der Baukomplex der Principia resp. des Forums umfasste mit seinen Seitenlängen von 75 × 80 Meter eine Fläche von 6000 m², alleine auf den mit Arkadengängen umgebenen, an drei Seiten geschlossenen Innenhof entfielen hiervon 2500 m² (44 × 57 m). Das Praetorium, das Wohngebäude des Kommandanten, bedeckte mit seinen Abmessungen von 108 × 122 Meter eine Fläche von über 13.000 m². Es war im Stil einer Peristylvilla, mit Innenhöfen und Säulenhallen ausgeführt und bestand aus vier verschiedenen Gebäudeteilen.

Das Lager C wird als das Sommerlager in finibus Ubiorum („im Gebiet der Ubier“) des Jahres 14 n. Chr. angesehen, von dem Tacitus in den Annalen berichtet.[A 4] Demnach wären hier die Legio I Germanica[31] (aus Köln), die Legio V Alaudae[32] (aus Vetera/Xanten), die Legio XX Valeria Victrix[33] (aus Köln) und die Legio XXI Rapax (aus Xanten) vorübergehend in Neuss zusammengezogen worden. Die Meuterei, in deren Verlauf die Legionen Germanicus zum Kaiser ausrufen wollten, hätte also auf Neusser Boden stattgefunden.[34][35][36]

Auxiliarlager D

Das Lager D, dessen Maße nicht genau ermittelt werden konnten, sondern weitgehend geschätzt wurden, bedeckte mit seinen Seiten von vermutlich 180–200 Metern Länge und 140–180 Metern Breite eine Fläche von 2,5–3,5 Hektar. Es war von zwei Spitzgräben umgeben, deren Tiefe 1,4 bzw. 2,3 Meter und deren Gesamtbreite fast elf Meter betrug, und mit einer drei Meter mächtigen Holz-Erde-Mauer bewehrt. An den abgerundeten Ecken der Umwehrung befanden sich die eingezogenen Wangen von Torkonstruktionen. Die Größe des Lagers spricht für die Unterbringung eines Hilftruppenverbandes in der Stärke einer cohors quingenaria (Infanterieeinheit mit rund 500 Mann) oder cohors milliaria (Infanterieeinheit mit rund 1000 Mann) oder einer ala quingenaria (Kavallerieeinheit mit rund 500 Mann). Die Datierung ist nicht geklärt, das Militärlager lässt sich nur grob der Regierungszeit des Tiberius zuweisen.[A 1][37][38]

Lager E

Das polygonale, mit mindestens sechs Ecken versehene Lager E besaß eine geschätzte Fläche von mehr als 40 Hektar. Es war von einem 5 Meter breiten Spitzgraben umgeben und mit einer einfachen Holz-Erde-Mauer bewehrt. Bestandteil des Lagers war ein 53 × 58 Meter großes Wirtschaftsgebäude mit 22 × 32 Meter großem Innenhof, das als horreum (Magazinbau, Getreidespeicher) oder fabrica (Werkstatt) gedeutet wird. Das Lager entstand in frühtiberischer Zeit, wurde vermutlich nur kurzzeitig genutzt und wohl im Jahre 17 n. Chr. − im Zusammenhang mit der Beendigung der Offensivpolitik gegen die Germanen – aufgegeben.[A 1][37][39]

Legionslager F

Mit der Änderung der römischen Germanienpolitik wurden die in Niedergermanien stationierten Truppen neu disloziert. Das bisher apud Aram Ubiorum (bei Köln) bestehende Doppellegionslager wurde aufgelöst. Während die zuvor dort stationierte Legio I Germanica nach Bonna verlegt wurde, bezog die Legio XX Valeria Victrix[40] Quartier in Novaesium und errichtete dort das so genannte Lager F. Als zusätzliche Hilfstruppen sind die Cohors III Lusitanorum[41] („3. Lusitanierkohorte“, eine Infanterieeinheit aus Spanien) und die Ala Parthorum Veterana („Ala parthischer Veteranen“, eine Kavallerieeinheit aus Persien) nachgewiesen. Das Lager erfuhr fünf bis sechs Umbauphasen, in denen die Lagerfläche zwischen 22 und 26 Hektar betrug. Es war von einem bis zu sechs Meter breiten Spitzgraben umgeben und mit einer zwischen 2,5 und 3 Meter breiten Holz-Erde-Mauer bewehrt, die in Abständen von etwa 80 m mit Wachtürmen versehen war. Das Lager bestand bis zur Verlegung der legio XX Valeria Victrix nach Britannien im Jahre 43 n. Chr.[37][42]

Legionslager G („Koenen-Lager“)

Vermutlich aufgrund fortschreitender Erosion der Niederterrasse und einer damit einhergehenden allmählichen Verlagerung des Rheinbogens wurde das Legionslager G von der Legio XVI Gallica[43] nicht an der Stelle des älteren Lagers F, sondern östlich davon im Erftmündungsgebiet errichtet.

Lager G1

Eine erste Bauphase (Lager G1) bestand aus einer im Jahre 43 n. Chr. errichteten Holz-Erde-Konstruktion. Sie besaß einen streng rechteckigen Grundriss und anfänglich eine Größe von rund 420 × 570 Metern. Die Umwehrung war an den abgerundeten Ecken mit Türmen bewehrt, darüber hinaus werden 60 bis 120(!) Zwischentürme von jeweils vier Meter Breite angenommen. Von den Toren konnte lediglich die Porta Praetoria, das Haupttor, archäologisch erfasst werden. Sie gehörte zum Typus der L- bzw. hakenförmigen Toranlagen und besaß eine Gesamtbreite von 26  Metern bei einer lichten Weite des Torweges von 8,8 Meter. Die beiden flankierenden Tortürme hatten jeweils eine Breite von 8,6 Meter und eine Tiefe von 4,2 Meter. Sie waren über einen 4,2 Meter breiten Wehrgang verbunden, der um einen ins Innere gezogenen Torhof führte. Vor der Umwehrung verlief im Anschluss an eine 3,8 m breite Berme ein etwa fünf Meter breiter und annähernd zwei Meter tiefer Spitzgraben. Von den Innengebäuden, die zum überwiegenden Teil als Pfostenbauten mit eingezapften Schwellbalken ausgeführt waren, wurde insbesondere ein Magazingebäude vom Korridortyp besser bekannt, das eine Fläche von mehr als 1.100 m² bedeckte. Es bestand aus dem eigentlichen Magazinteil, der vier durch Korridore voneinander getrennte Reihen kleinerer (1,5/2,0 × 1,8/2,8 Meter) Kammern (insgesamt 79 Stück) enthielt und aus einem vom Magazinbereich mittels eines Durchgangs getrennten Verwaltungskomplex.[44]

Lager G2

Datei:Novaesium BJ 1904 S 33 Überarbeitung 2010.jpg
Grundriss (Legionslager G2)
vor dem Bataveraufstand
Ziegel mit Stempel „CLAS(S)IS“ der Classis Germanica aus dem Lager G3
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Datei:Novaesium BJ 1904 S 89 Überarbeitung 2010.jpg
Grundriss (Legionslager G3)
nach dem Bataveraufstand
Bauchiger Topf mit Barbotinedekor, Rauhwandige Ware, 1. Jahrhundert
(Clmens-Sels-Museum, Neuss)
Napf, Belgische Ware, 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)

Das Lager G1 wurde um die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts durch ein weiteres Holz-Erde-Lager (Lager G2) ersetzt. Der Umbau scheint eher sukzessive, in zum Teil kleineren Schritten, die eher den Charakter von Reparaturmaßnahmen hatten, stattgefunden zu haben, denn in einem einzigen größeren und geplanten Umbau. Dabei blieb die ursprüngliche Lagerumwehrung bestehen, während der einfache Spitzgraben durch einen Doppelgraben ersetzt wurde, der ohne Berme unmittelbar an die Umwehrung ansetzte, was ein gewisses Risiko von Unterspülungen nicht ausschloss. Bei einer Gesamtbreite des neuen Doppelgrabensystems von acht Metern war der innere Graben 1,7 Meter und der äußere 2,3 Meter tief. Die Vermutung, dass die bisher hölzernen Toranlagen bereits in dieser Bauphase durch steinerne Tore ersetzt worden seien, ist nicht gänzlich gesichert, da die Fundamente zum Zeitpunkt ihrer Freilegung bereits völlig ausgebrochen waren. Die neue Anlage der Porta Praetoria war 26,5 Meter breit und erreichte eine Tiefe von annähernd 15 Metern. Ihre beiden Tortürme besaßen eine Breite von neun Metern und umschlossen einen eingezogenen Torhof von 7,5 × 7,0 Meter. Die wuchtige Ausführung des Bauwerkes und der Fund von Gesimseblöcken vor der Außenfassade lassen auf ein äußerst repräsentatives Erscheinungsbild des Lagers zur Rheinseite hin schließen. Die Toranlage der Porta Decumana (rückwärtiges Tor) war mit einem Größenverhältnis von knapp 25 Meter zu über zehn Metern geringfügig kleiner und weniger qualitätvoll ausgeführt. Während des Bataveraufstandes 69/70 n. Chr. wurde das Lager G2 zerstört.[45]

Lager G3

Bereits 70 n. Chr. wurde das Kastell an gleicher Stelle von der legio VI victrix[46] neu errichtet (Lager G3), diesmal in Steinbauweise. Die Wehrmauer ruhte auf 1,2–1,5 Meter breiten Fundamenten und war auf der Außenseite mit 60 × 35 Zentimeter × 30–60 Zentimeter großen Tuffquadern verkleidet. Ihre Höhe dürfte im Aufgehenden 4,0–4,5 Meter erreicht haben. Vor der Mauer verlief, im Anschluss an eine über zwei Meter breite Berme, ein mächtiger Wehrgraben in Form einer Fossa Punica.[A 5] Der Graben erreichte bei 12,0–13,0 Meter Breite eine Tiefe von 3,5 Meter unter antiker Geländeoberkante. Das beim Aushub des Grabens gewonnene Erdmaterial (geschätzte 45.000 m³) wurde zur Aufschüttung des hinter der Wehrmauer angelegten Erdwalls benutzt. Von den Toranlagen konnten nur noch geringe Spuren festgestellt werden, am deutlichsten noch von der Porta Praetoria. Deren Konstruktion besaß eine Gesamtbreite von 29,4 Meter und war von Türmen mit vermutlich oktogonalem Grundriss und einem Durchmesser von sechs Metern flankiert. Im Bereich des rund 15 Meter breiten und zwölf Meter tiefen Vorhofes zog die Mauer bogenförmig nach innen und gab dem Vorhof eine fast halbkreisförmige Gestalt. Der Tordurchgang in der Mitte des Bogens besaß eine lichte Weite von sieben Metern. Die Eck- und Zwischentürme besaßen keine einheitlichen Grundrisse, was möglicherweise auf nachträglich Reparatur- und Umbaumaßnahmen zurückgeführt werden kann. Aus einem dieser Türme (oder aber aus dem Entwässerungssystem des Lagers) soll ein Ziegel der Classis Germanica geborgen worden sein. Die Umwehrung der Anlage G3 wurde in den 80er Jahren noch einmal vollständig erneuert. Zum Ende des Legionslagers G gibt es in der Literatur unterschiedliche Meinungen, sowohl die Mitte der 90er-Jahre als auch die Jahre um 103/104 werden angenommen. Sicher scheint, dass noch vor der endgültigen Auflassung eine Reduzierung der Truppengröße von Legions- auf Auxilienstärke stattgefunden hat.[47]

Infrastruktur und Logistik der Lager G1 bis G3

Zwei Hauptverkehrsachsen bildeten das Straßengerüst des Lagers. Die Via Praetoria führte in der Praetentura (vorderer Lagerteil) von der Porta Praetoria (Haupttor) zu den Principia (Stabsgebäuder) und fand dann in der Retentura (rückwärtiger Lagerteil) zwischen dem Praetorium (Kommandantenwohnhaus) und der Porta Decumana (rückwärtiges Tor) mit der Via Decumana ihre Fortsetzung. Diese Achse wurde vor den Principia von der Via Principalis gekreuzt, die das linke Seitentor (Porta Principalis Sinistra) mit dem rechten (Porta Principalis Dextra) verband. Eine weitere Hauptstraße war die Via Sagularis, die am Fuße des Umwehrungswalles das gesamte Lager umlief. Zwischen diesen Hauptachsen verliefen kleinere Lagergassen. Die Straßen waren mittels Schotter und Gesteinsbruch sowie Kies und verdichteten Sandschichten befestigt, die Stärke eines einzelnen Straßenkörpers konnte ohne weiteres bis zu 0,35 Meter betragen. Regenwasser wurde durch einfache Straßengräben in Holzkanäle geleitet und von diesen aus schließlich über einen steinernen Sammelkanal, der die nördlichen Lagerecke unterquerte, in Richtung Rhein entsorgt.[48]

Das römische Heer war bemüht, einen Großteil der materiellen Bedürfnisse der Truppe durch Eigenversorgung zu befriedigen. Hierzu war unter anderem eine ausreichende Lagerhaltung notwendig, allein der Bedarf an Getreide für eine Legion belief sich pro Jahr auf rund 2.000 Tonnen. In Neuss wurden − neben einem (bereits weiter oben beschriebenen) Speichergebäude vom Korridortypus aus der Bauphase G1 − fünf weitere Speicherbauten in der Nähe der Porta Praetoria freigelegt, zwei Pfeilerhorrea und drei Magazinbauten vom so genannten „Hoftyp“. Die Pfeilerhorrea waren 33 Meter lang und 14 Meter breit. Ihre schwebenden Böden ruhten auf Stein- und Ziegelpfeilern. Bis zum Niveau der Schwebeböden waren die aufgehenden Mauern mit Lüftungsschlitzen versehen. An den Außenwänden befanden sich Strebepfeiler, die den Druck der eingelagerten Masse kompensieren sollten. Die Bauten vom „Hoftyp“, bei denen die jeweils vier zur Güterlagerung bestimmten, zehn Meter breiten Gebäudeflügel einen Innenhof umschlossen, wiesen in ihrer Konstruktion ähnliche Sicherungs- und Stabilisierungsmerkmale auf.[49]

Principia der Lager G1 bis G3

Das Zentrum aller Lager wurde von den Principia, dem Stabsgebäude des Kastells beherrscht. Die Principia des Koenenlagers maßen in der Periode G1 wohl 70 × 73 Meter und erreichten in ihrer letzten Ausbauphase eine Ausdehnung von 81 × 88 Meter, was einer Gesamtfläche von über 7.100 m² entsprach. Man betrat das Gebäude durch eine 6 Meter breite und 12 Meter lange Eingangshalle und gelangte in einen von Arkadengängen gesäumten Innenhof von 46,5 Metern Breite und 48,0 Metern Länge (= 2232 m²). An den Längsseiten des Hofes befanden sich die Fluchten von insgesamt wohl 20 Räumen, die als Waffenkammern (Armamentaria) und Schreibstuben (Tabularia) dienten. Die Breite der einzelnen Räume schwankte − bei einer gleichbleibenden Tiefe von sieben Metern − zwischen drei und sieben Metern. An der Rückfront des Hofes schloss eine 9,6 Meter tiefe Raumflucht den Gebäudekomplex ab. Die Flucht enthielt insgesamt neun Räume, deren mittlerer, acht Meter breiter Raum das Fahnenheiligtum (Aedes) war. Die anderen Räume dürften als Scholae (Kollegien) und Verwaltungsräumlichkeiten gedient haben. Die Principia wurden, vermutlich noch in der Bauphase G2 erstmals umgebaut. Hierbei wurde der Innenhof im rückwärtigen Teil um 16 m verkürzt, um Platz für eine Querhalle zu gewinnen, die in Form einer dreischiffigen Basilika ausgeführt wurde, deren Mittelschiff eine Breite von zehn Metern hatte. Spätestens nach der Beendigung des Bataveraufstandes, mit Beginn der Phase G3 erfolgten weitere Umbaumaßnahmen. Dabei wurde an der Vorderfront ein Verwaltungstrakt mit insgesamt 14 Räumen angebaut und die beiden seitlichen Gebäudeflügel um sieben Meter verbreitert. Die Querhalle riss man vollständig ab und ersetzte sie durch einen Neubau.[50]

Praetorium und Tribunenbauten der Lager G1 bis G3

In der Retentura (rückwärtiger Lagerteil), unmittelbar hinter den Principia, befand sich das Praetorium, das Wohn- und Präsentationsgebäude des Legionslegaten. Er war großzügig und luxuriös nach dem Vorbild einer palastähnlichen, italischen Peristylvilla gestaltet und nahm mit seinen Maßen von 80 × 84 Meter eine Fläche von 6.720 m² ein. In der Südwestecke des Gebäudekomplexes befand sich vermutlich eine Thermenanlage, in den nordöstlichen Teil des Palastes wurden in einer späteren Bauphase Büroräumlichkeiten eingebaut.

Die Unterkünfte der sechs Militärtribunen lagen längs der Via Principalis, der Lagerhauptstraße, die das linke (Porta Principalis Sinistra) und das rechte (Porta Principalis Dextra) Seitentor des Lagers miteinander verband. Sie waren urbanen mediterranen Atriumhäusern nachempfunden und bedeckten mit ihren Maßen von 38 × 38 Meter eine Fläche von jeweils rund 1.400 m². Ein solches Anwesen betrat man über ein drei Meter breites Vestibulum (Eingangshalle), das zu einem gut 100 m² großem Innenhof führte, der ein Impluvium beherbergte. Um den Hof gruppierten sich vier Gebäudeflügel mit den Wohn- und Wirtschaftsräumlichkeiten. Beheizbare Wohn- und Baderäume gehörten zum Standard dieser luxuriösen Bauten.[51]

Mannschaftsunterkünfte der Lager G1 bis G3

Die durchschnittliche Kaserne einer Centurie war ungefähr 75 Meter lang. Davon entfielen auf den Kopfbau 24 Meter bei elf bis zwölf Metern Breite und auf die eigentliche Mannschaftsbaracke 51 Meter bei Breite von sieben bis acht Metern. Letztere gliederte sich in elf bis zwölf Contubernien, die aus einem Vor- und einem Schlafraum bestanden. Jeweils acht Mann teilten sich ein solches Contubernium, so dass jedem Soldaten eine Gesamtfläche von lediglich gut vier Quadratmetern zum Wohnen und zum Schlafen (jeweils etwa zur Hälfte) zur Verfügung stand. Der Kopfbau hingegen stand mit seinen knapp 300 m² ausschließlich dem Centurio und seinem Personal zur Verfügung. Entsprechend waren die Grundrisse der Kopfbauten wie kleinere städtische Atriumhäuser gestaltet, bei denen die Wohn- und Wirtschaftsräume um einen kleinen Innenhof herum angeordnet waren. Jeweils zwei solche Kasernenbauten öffneten sich gegeneinander und bildeten so einen kleinen Kasernenhof. Unter den die Mannschaftstrakte überkragenden, pfostengestützten Vordächern waren möglicherweise die Tragtiere untergestellt.[52]

Auxiliarlager H

Das so genannte Auxiliarlager H befindet sich unmittelbar ostsüdöstlich der Legionslager, zwischen diesen und der Erftmündung. Es wurde zum Ende des 1. oder an der Schwelle des 2. Jahrhunderts, spätestens mit dem Abzug der letzten Legion durch eine Auxiliareinheit, höchstwahrscheinlich eine Ala errichtet. Der Name der Ala ist nicht gesichert, in der Literatur findet sich aber die Vermutung, dass es sich um die Ala Afrorum veterana, einen reinen Kavallerieverband von knapp 500 Mann Stärke gehandelt haben könnte.[53]

Das Lager bedeckte mit seinen Seitenlängen von 178  × 165  Metern eine annähernd quadratische Fläche von knapp drei Hektar. Es war mit einer steinernen, durch Strebepfeiler verstärkten Steinmauer bewehrt und von einem insgesamt 21  Meter breiten, doppelten Spitzgrabensystem umgeben. Über die Innenbebauung ist infolge starker und großflächiger nachrömerzeitlicher Störungen kaum etwas bekannt.

Das Ende der Belegungsdauer des Kastells ist ebenfalls nicht gesichert. Es wurde entweder bereits bei den ersten Einfällen der Franken um 256/57 oder spätestens im Rahmen der massiven fränkischen Offensive um 275/76 zerstört. Einzelfunde aus dem Bereich des Lagers und seines Vicus lassen darüber hinaus jedoch auch noch eine römische Präsenz bis in die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts möglich erscheinen.[54][55]

Kleinkastell, Wachturm, Siedlung und Gräberfeld auf dem Reckberg

Wachturm am Reckberg (Neuss)

Etwa drei Kilometer östlich der Legions- und Auxiliarlager von Novaesium entfernt befanden sich zwei, vermutlich derselben Zeitstellung angehörende römische Baulichkeiten auf zwei „Erster“ und „Zweiter Reckberg“ genannten Sanddünen am Rande der Niederterrasse. Von diesen Dünen, die zwischen dem Fluss und der von Novaesium nach Durnomagus verlaufenden Limesstraße lagen, war ein weiter Blick über die Rheinniederung und zu den Nachbargarnisonen gewährleistet. In der heutigen Siedlungsgeographie befinden sich die beiden Bodendenkmale in einem kleinen Waldstück inmitten landwirtschaftlich genutzter Flächen zwischen den Neusser Stadtteilen Grimlinghausen und Uedesheim, unmittelbar nördlich der Straße „Am Reckberg“.

Das Kleinkastell lag am „Zweiten Reckberg“ und wies zwei Bauperioden auf. Das jüngere Steinkastell hatte mit seinen Seitenmaßen von 33,0 × 34,5 Meter einen annähernd quadratischen Grundriss. Die Wehrmauer besaß eine Stärke von 1,9 Metern. Ihre Ecken waren abgerundet, an ihren Innenseiten befanden sich die eingezogenen Wangen der 5,4 Meter tiefen Türme. Mit seinem einzigen Tor, einer einfachen Konstruktion mit ebenfalls eingezogenen Wangen und einer Durchlassbreite von drei Metern, war die Fortifikation nach SSW, zur Römerstraße hin ausgerichtet. Vor der Umwehrung verlief ein insgesamt 6,5 m breiter, doppelter Spitzgraben, der zum Zeitpunkt seiner Ausgrabung noch eine Tiefe von 4,25 Meter unter Geländeoberkante erreichte. Ein weiterer doppelter Spitzgraben von insgesamt sieben Meter Breite, der ein wenig außerhalb der Anlage entdeckt wurde, gehörte vermutlich zu einem in Holz-Erde-Bauweise errichteten, älteren Kastell. Das Kleinkastell am Reckberg wurde Anfang des zweiten Jahrhunderts/ Ende des ersten Jahrhunderts errichtet und möglicherweise bis zur Mitte des dritten Jahrhunderts genutzt.

Etwa 200 Meter nordwestlich des Kleinkastells, am „Ersten Reckberg“ wurde ein quadratischen Mauerzug von rund 5 × 5 Metern Größe freigelegt, der zu den Fundamenten eines römischen Wachturms gehörte. Die Stärke der aus Sandstein erbauten Fundamente betrug einen Meter. Auf ihnen erhob sich der in Fachwerkbauweise errichtete Turm. Informationen über das Alter des Wachturms fehlen, vermutlich ist er zeitgleich mit dem Kleinkastell errichtet worden. 1991 erbaute man unweit der Stelle, an der der römische Wachturm ursprünglich gestanden hatte, eine Rekonstruktion des Turms.

Etwa einhundert Meter westlich des Kastells, südlich der Römerstraße (der heutigen Straße „Am Reckberg“) wurden die Trümmer einer gut fünfzig Meter durchmessenden Siedlung lokalisiert, deren Gräberfeld sich weitere fünfzig Meter entfernt, am östlichen Hang des „Ersten Reckbergs“ befand. Zur Datierung der Siedlung konnten lediglich das Fundmaterial des Gräberfeldes herangezogen werden, da Funde aus dem Siedlungsstreifen unmittelbar neben der stark frequentierten Limesstraße auch nach der Auflassung der Siedlung dorthin gelangt sein könnten. Das Gräberfeld wurde ausweislich des Fundmaterials vom Ende des ersten bis zur ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts belegt.[56][57]

Spätantike Befestigungen

Novaesium auf der Tabula Peutingeriana
(Pfeil am oberen Bildrand)
TS-Schale mit Rollrädchendekor, 4. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)

Die schriftlichen Überlieferungen zu Novaesium dünnen mit fortschreitender Zeit zunehmend aus. Für die Spätantike sind wir daher verstärkt auf archäologische Befunde angewiesen. In und unmittelbar um Neuss lassen sich für das vierte Jahrhundert die folgenden Stellen lokalisieren:

„Novaesium“ und „Nivisium castellum“

Das spätantike Neuss als militärischer Stützpunkt ist uns zwar in seiner Existenz durch schriftliche Quellen als „Novesium“ und als „Nivisium castellum“ überliefert, es konnte jedoch bislang nicht lokalisiert werden. Zwei mögliche Standorte werden kontrovers diskutiert: während die einen die Garnison im Bereich der Erftmündung vermuten, suchen andere sie im Bereich der Neusser Altstadt. Die letzte Hypothese wird gestützt durch die Funde zweier Brunnen, die mit Fundmaterial aus der Zeit zwischen dem ersten und der Mitte des vierten Jahrhunderts verfüllt waren, sowie eines Soldatengrabes aus den Jahren zwischen 350 und 360.[58][59]

Fortifikation in der „Hummelbachaue“

In den Jahren 1993/1994 wurde in der „Hummelbachaue“, auf dem Gelände eines Golfplatzes rund zwei Kilometer südsüdwestlich der Erftmündung, ein bemerkenswertes spätrömisches Relikt mit eindeutig militärischem Charakter freigelegt. Es handelte sich dabei um ein vermutlich einen Hektar großes Lager, dessen Innenbebauung wohl aus mit Stein fundamentierten Fachwerkgebäuden bestand. Die Aufgabe der dort stationierten Truppe, wohl eine Einheit der Comitatenses, des römischen Feld- bzw. Bewegungsheeres dieser Zeit (im Gegensatz zu den Limitanei, denen der Grenzdienst oblag), bestand vermutlich in der Sicherung einer wichtigen, vom Rhein ins Limeshinterland führenden Straße. Ausweislich der Funde wurde das Kastell im späten vierten Jahrhundert, wohl als Reaktion auf einen Frankeneinfall in den Jahren 387/388, errichtet und bis ins sechste(!) Jahrhundert genutzt. Damit bildet es eines der seltenen Beispiele einer Nutzungskontinuität von der römischen bis in die fränkische Zeit.[59][60]

Burgus bei „Gut Gnadental“

Ende der 1990er Jahre schließlich wurde beim „Gut Gnadental“, gut anderthalb Kilometer Luftlinie südwestlich der Erftmündung, ein Burgus aus dem frühen vierten Jahrhundert entdeckt. Die Fortifikation, von der die Fundamente zweier Mauerzüge und eines runden Turms freigelegt werden konnten, wurde vermutlich im Zusammenhang mit der konstantinischen Wiederherstellung der Grenzsicherungssysteme der Provinz Germania secunda erbaut. Die Aufgabe der Garnison bestand wohl in der Überwachung einer nach Massilia führenden römischen Fernstraße.[59][61]

Truppen

Italischer TS-Tassenboden mit Stempel „APHROD C.SENTI“, 1. Jh.
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Ziegelstempel der
(legio VI) VICTR(ix)
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Ziegelstempel der
LEG(io) XVI
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Phallischer Anhänger aus Bronze, 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Schrägrandtopf mit Rollrädchendekor, Belgische Ware, 1. Jahrhundert
(Clmens-Sels-Museum, Neuss)

Legionen

  • Legio I Germanica
    Die Legio I Germanica hatte im Legionslager Apud Aram Ubiorum ihr Stammquartier. Für das Jahr 14 ist ihre Existenz dort erstmalig gesichert, dort und als eine der vier Legionen, die in finibus Ubiorum[62] (einem Platz, der gewöhnlich mit dem „Lager C“ von Novaesium gleichgesetzt wird) im Sommerlager zusammengezogen worden und die Meuterei im Anschluss an den Tod des Augustus betrieben. Dies blieb ihr einziger Aufenthalt in Novaesium. Nach den Ereignissen des Sommers 14 kehrte sie vermutlich nach Köln zurück, wo sie bis zu ihrer Verlegung nach Bonn im Jahre 35 verblieb.[63][64]
  • Legio V Alaudae
    Die Legio V Alaudae war eine weitere an der Meuterei des Jahres 14 beteiligte Legion des „Lagers C“[65] Nach ihrer Teilnahme am Gallischen Krieg und am Bürgerkrieg, sowie einer Stationierung auf der iberischen Halbinsel befand sich das Stammquartier der ursprünglich um das Jahr 52 v. Chr. ausgehobenen, caesarischen Truppe zu dieser Zeit in Vetera, wo sie auch nach dem kurzen Aufenthalt in Novaesium bis zu ihrer Beteiligung an den Ereignissen des Jahres 69 verblieb.[66][67]
  • Legio VI Victrix
    Die im Jahre 41 v. Chr. von Octavian gegründete Legio VI Victrix hatte im Bürgerkrieg gekämpft und war anschließend für fast hundert Jahre in der Hispania Tarraconensis stationiert und dort am Krieg gegen die Kantabrer beteiligt. Im Winter 69/70 wurde sie von Vespasian nach Niedergermanien verlegt, wo sie unter dem Oberbefehl des Petillius Cerialis in der „Schlacht bei Vetera“ den Aufständischen Batavern eine entscheidende Niederlage zufügte. Anschließend bezog sie Quartier in Novaesium, wo sie das zerstörte „Lager G“ der Legio XVI Gallica neu erbaute. Darüber hinaus war sie an der Wiederherstellung zahlreicher rheinabwärts gelegener Auxiliarlager beteiligt. In den Jahren 78/79 führte sie einen Feldzug gegen die rechtsrheinischen Brukterer. Während des Saturninusaufstands blieb die Legion wie alle Einheiten des Niedergermanischen Heeres auf der Seite Domitians, weswegen sie den Ehrentitel pia fidelis Domitiana erhielt. Spätestens im Jahre 104 wurde sie von Novaesium nach Vetera verlegt, wo sie entsprechend ihrem Ruf als „Baulegion“ an der Errichtung der Colonia Ulpia Traiana beteiligt war.[68][69]
  • Legio XVI Gallica
    Im Jahre 43 wurde die zum Britannienfeldzug abkommandierte Legio XX Valeria Victrix von der Legio XVI Gallica ersetzt, die das „Lager G“ bezog. Sie war zuvor (spätestens seit 9 n. Chr.) in Mogontiacum stationiert und könnte noch früher in Raetien im Einsatz gewesen sein. Nachdem sie während des Bataveraufstandes versagt und im Jahre 70 kapituliert hatte, wurde sie von Vespasian aufgelöst, als Legio XVI Flavia Firma neu gebildet und in den Osten des Reiches abkommandiert.[70][71][72]
  • Legiones XVII, XVIII und XIX
    Die beiden Legionen, die das „Lager B“ belegt haben sind nicht gesichert. Grundsätzlich kämen die Legio XVII oder die in der „Schlacht im Teutoburger Wald“ untergegangenen Legiones XVIII und XIX in Frage. Am wahrscheinlichsten ist dabei die Präsenz der XIX. Legion.[73]
  • Legio XX Valeria Victrix
    Die vermutlich octavianische Legio XX Valeria Victrix kam aus dem Donauraum ins Rheinland, wo sie nach einem ersten, kurzfristigen Aufenthalt im „Lager C“ von Novaesium zunächst Apud Aram Ubiorum stationiert wurde. Als das Kölner Doppel-Legionslager um das Jahr 35 n. Chr. aufgelöst wurde, bezog die XX. Legion im Neuss Quartier und errichtete dort das „Lager F“. Sie blieb weniger als ein Jahrzehnt in Novaesium. Im Jahr 43 n. Chr. wurde sie dem Expeditionskorps des Aulus Plautius zur Eroberung Britanniens unterstellt. Im Anschluss verblieb sie auf der britischen Insel[74].[75][76]
  • Legio XXI Rapax
    Auch die Legio XXI Rapax war eine Einheit, die mit Novaesium lediglich durch die Ereignisse des Jahres 14 verbunden war. Die ursprünglich um das Jahr 31 v. Chr. im Bürgerkrieg aufgestellte Legion hatte in Spanien und Raetien gekämpft, bevor sie nach der Clades Variana als Ersatz und Verstärkung nach Vetera verlegt worden war. Nach ihrem Kurzaufenthalt im Neusser „Lager C“ nahm sie von Vetera aus an der Offensive des Germanicus teil.[77] Im Anschluss an die Eroberung Britanniens wurde sie im Rahmen einer Heeresumgruppierung nach Vindonissa verlegt.[67][78]

Auxiliartruppen

Die Größe der Legionslager von Novaesium erforderte geradezu die gemeinsame Unterbringung der Legionen mit ihren Auxilien in einem Lager. Die Namen der meisten Hilfstruppen sind jedoch unbekannt. Folgende Auxiliartruppen können mit einiger Wahrscheinlichkeit angenommen werden:

  • Ala Afrorum veterana (?)
    Die Ala Afrorum veterana ist die am wenigsten gesicherte aller mit Neuss in Zusammenhang gebrachten Auxiliareinheiten. Ihre Steindenkmäler verteilen sich über das gesamte Rheinland und es ist daher durchaus denkbar, dass sich der Signifer Oclatius nur zufällig und/oder vorübergehend in Novaesium aufgehalten hatte, als ihn der Tod ereilte, und dass sich sein eigentlicher Standort in Burginatium, Gelduba oder Vetera befand. Sollte tatsächlich Novesium das Standquartier dieser Ala gewesen, müsste das „Lager H“ zu ihrer Unterbringung gedient haben.[79]
  • Ala Gallorum Picentiana
    Die ursprünglich von Augustus mit gallischen Kavalleristen aufgestellte Ala Gallorum Picentiana trug den Cognomen ihres ersten Kommandeurs, der vermutlich Lucius Rustius Picens hieß[80]. Sie wurde wohl an den Rhein verlegt, um die Truppenverluste, die durch die Aufstellung des Expeditionskorps zur Eroberung Britanniens unter Claudius entstanden waren, wieder zu ergänzen. In Neuss war sie zusammen mit der Legio XVI im „Lager G“ stationiert.[81] Nach dem Bataveraufstand wurde sie nach Obergermanien verlegt.[82]
  • Ala Parthorum veterana
    Die für Neuss nicht gänzlich gesicherte Ala Parthorum Veterana war eine Auxiliartruppe aus berittenen Bogenschützen, die ursprünglich aus parthischen Flüchtlingen gebildet worden war. Sie kam vermutlich infolge der Clades Variana an den Rhein und wurde mit der Legio XX Valeria Victrix und der Cohors III Lusitanorum im „Lager F“ stationiert. Die Annahme ihrer Anwesenheit in Neuss stützt sich auf den Fund eines Silberinges, dessen Inschrift den Decurio der Ala, Publius Vibius Rufus nennt. Noch vor der Mitte des ersten Jahrhunderts wurde sie nach Obergermanien verlegt.[83]
  • Cohors III Lusitanorum
    Die Cohors III Lusitanorum wurde von Augustus in Nordwestspanien/Portugal rekrutiert und vermutlich schon zu Beginn der Drususoffensive an den Rhein verlegt. In Neuss war sie wohl zusammen mit der tiberischen Legio XX Valeria Victrix und er Ala Parthorum Veterana im „Lager F“ untergebracht.[84][85]

Zivilsiedlungen

Amphorenhals mit Maßangabe, Rauhwandige Ware, 1.-2. Jh.
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Schale mit Barbotinedekor, Glanztonware, 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Scherben aus kobaltblauem Glas, 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Südgallische Terra Sigillata,
Typ Drag. 30
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Hypokaustsäulenziegel mit dem Abdruck einer Dachspfote
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Topf in germanischer Tradition, Rauhwandige Ware
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Einhenkelkrug, 3.-4. Jh., und Faltenbecher, 1. Jh.
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Spardose, Rauhwandige Ware
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)

Canabae legionis

Wie bei nahezu allen römischen Militärplätzen, die nicht nur vorübergehend besetzt waren, bildete sich auch um die Neusser Garnisonen schon bald die Canabae legionis, Lagervorstädte, in denen sich Angehörige der Soldaten sowie Händler, Handwerker, Kneipenwirte (Canabae = Kneipe), Bordellbetreiber und andere Dienstleister niederließen. Ihre zunächst aus Zelten und einfachen Verschlägen bestehenden Unterkünfte wurden schon bald durch feste Bauten ersetzt. Diese Gebäude, meist lang gestreckte, mit ihren Giebeln zur Straße hin ausgerichtete, so genannte Streifenhäuser reihten sich längs der aus dem Kastell heraus führenden Straßen. Werkstätten und Ladenlokale befanden sich in den vorderen, zur Straße hin weisenden Gebäudeteilen, Wohn- und Wirtschaftsräume sowie Stallungen waren in den rückwärtigen Bereichen untergebracht.

In den ersten drei Jahrzehnten des ersten nachchristlichen Jahrhunderts bildeten sich die Canabae an zwei Seiten der Lager: einmal mit einer Längsausdehnung von 400 m bis 750 m in ostsüdöstlicher Richtung längs der heutigen „Kölner Straße“ und einmal mit einer Fläche von 100 m mal 300 m südsüdwestlich der Lager, unmittelbar östlich der heutigen A 57/B 1. Ab dem vierten Jahrzehnt dehnten sich die Canabae auch in westnordwestliche Richtung, auf das „Meertal“ hin aus, umgaben so die Lager auf allen drei nicht zum Rhein weisenden Seiten und bedeckten einschließlich ihrer Nekropolen nahezu das gesamte Gebiet, das heute von Nordkanal, Sporthafen, Erft und Autobahn umrissen wird. Eine von der Siedlung nach Südosten führende römische Brücke über die Erft wurde erst 1586, im Laufe des Kölner Krieges (1583−1588) zerstört.

Der Thermenkomplex der Canabae Legionis wurde zwischen dem Nordkanal und dem Hotel „Marienhof“ angeschnitten. Er erstreckte sich vermutlich über eine Fläche von 30 m mal 68 m, also über 2.000 m² und war möglicherweise mit Apsiden versehen, von denen eine mit einer Basislänge von zehn Metern und einer Tiefe von vier Metern zur Hälfte freigelegt werder konnte. Ein weiteres Großgebäude zwischen Legionslager und Erft, durchschnitten von der „Kölner Straße“, mit einem Grundriss von über 100 m mal 100 m und ausgestattet mit Wasserbecken und Apsiden könnte als zweite Thermenanlage angesprochen werden, aber auch die Mansio, die staatliche Herberge Novaesiums gewesen sein.[86][87][88][89]

Zivilvicus

Neben den Canabae Legionis entstanden bei allen rheinischen Legionslagern (Noviomagus, Vetera, Novaesium, Bonna) längs der Limesstraße zivile, kleinstädtisch strukturierte Ansiedlungen, die so genannten Vici. Der Vicus von Novaesium befand sich rund 1,5 km bis 3 km nordwestlich der militärischen Anlagen. Seine genaue Ausdehnung konnte noch nicht endgültig geklärt werden, bezogen auf das heutige Ortsbild erstreckte er sich vermutlich vom Obertor bis zum Quirinus-Münster und von der Obererft bis zur Michaelisstraße/Mühlenstraße, was einer Längsausdehnung von etwas über 500 m und einer Breite zwischen 150 m und 250 m entsprechen würde. Seine Hauptstraße entsprach dem Verlauf der heutigen Oberstraße, von ihr zweigten die Nebenstraßen im rechten Winkel ab. Die Grundrisse der Baulichkeiten entsprach nicht den Streifenhäusern der typischen Canabae oder Lagervici, sondern ähnelte eher urbanen Peristylhäusern.

Ausweislich der Funde, insbesondere durch die Scherben arretinischer Terra Sigillata lässt sich die Gründung des Vicus auf die tiberische Zeit datieren und muss spätestens um das Jahr 25 n. Chr. erfolgt sein. In seiner ersten Besiedlungsphase bestand er aus Fachwerkständerbauten. Während des Bataveraufstandes wurde die Siedlung zerstört. Beim Wiederaufbau wurden die Fachwerkbauten auf Steinfundamenten errichtet, auch vereinzelte, gänzlich steinerne Gebäude scheinen nicht ausgeschlossen zu sein. Einige Hypokaustanlagen wurden nachgewiesen, über die zumindest einzelne Wohnräume beheizt werden konnten. Ein eindeutiger Beleg für temperierte Baderäume steht hingegen aus. Spätrömische Bauspuren fehlen, jedoch kann durch römische Körpergräber des dritten und vierten Jahrhunderts ein Fortbestand der Siedlung in der Spätantike angenommen werden.[90][91]

Villae Rusticae

Die ländliche Binnenkolonisation des Hinterlandes von Novaesium setzte in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts ein und verstärkte sich im zweiten Jahrhundert. Dabei besaß neben der landwirtschaftlichen Nutzung des Gebietes auch die Ausbeutung von Rohstoffen sowie die Produktion von Baustoffen eine gewisse Bedeutung. Das Siedlungsbild war geprägt von Villae Rusticae, isoliert stehenden Gutsbetrieben, deren Nutzland sich in der Größenordnung von 60 ha bis 100 ha bewegte. Der eigentliche Hofbezirk war durch Mauer, Zaun, Graben oder Hecke eingefriedet und gliederte sich in eine pars domestica (Wohnbereich) und eine pars rustica (Wirtschaftsbereich). Das zumeist großzügig und repräsentativ gestaltete Herrenhaus war oft mit Hypokaustanlage sowie eigenem Bad ausgestattet und als Risalit- oder Portikusvilla gestaltet. An diesen Bereich schlossen sich die Wohngebäude des Personals, die Ställe, Werkstätten, Speicher, Scheunen und Schuppen an. Der gesamte Wohn- und Wirtschaftsbezirk eines Gutshofes dieser Größenordnung konnte bis zu einem Hektar umfassen und bis zu 50 Personen Arbeit und Wohnraum bieten. Dabei beschränkten sich die wirtschaftlichen Aktivitäten einer Villa Rustica nicht allein auf die landwirtschaftliche Produktion, sondern konnten sich darüber hinaus auch auf die Herstellung von Keramik, Ziegeln, Glas und Textilprodukten oder auf die Ausbeutung von Gesteinsvorkommen erstrecken.[92][93]

Nur an zweien der zahlreichen Villae Rusticae im Umland von Novaesium sind bislang archäologische Ausgrabungen durchgeführt worden. Eine befand sich am Rande des Meertals, in rund 450 m Entfernung südwestlich des Auxiliarlagers H. Das Wohngebäude dieses Gutshofes bestand aus einer 26 m breiten und 8,5 m tiefen Risalitvilla mit vier Meter breiten und fünf Meter tiefen Eckrisaliten. Zur Vorderseite hin wurde das Bauwerk von einer drei Meter tiefen Säulenhalle abgeschlossen, beherrschender Gebäudebestandteil war eine 14 m lange Mittelhalle. Das Aufgehende oberhalb der steinernen Fundamente bestand aus Fachwerk und hölzernen Säulen. Die Datierung ist nicht gänzlich gesichert. Da sich das Gebäude über einer claudischen Töpferwerkstatt befand, kann frühestens eine spätclaudische Erbauung angenommen werden. Umbauphasen wurden nicht festgestellt. Aufgelassen wurde die Villa um die Mitte des dritten Jahrhunderts.[94]

Eine zweite Villa Rustica konnte durch ein 100 m mal 60 m großes Feld römischer Trümmer in der Flur „Im Hahnen“, im Ortsteil Weckhoven lokalisiert werden. 1955 wurden dort die Fundamentreste und -ausbruchgruben des mehrmals umgebauten Herrenhauses eines römischen Gutshofes aufgedeckt. Das Gehöft bestand von der zweiten Hälfte des ersten bis in die zweite Hälfte des dritten Jahrhunderts hinein. Das Hauptgebäude des Anwesens besaß in seiner ersten Bauphase eine Länge von 32 m bei einer Breite von 17 m und wurde von einer 18 m langen Mittelhalle beherrscht. Es handelte sich um einen Risalitbau mit acht Meter breiten und fünf Meter tiefen Eckrisaliten. Zumindest einzelne Räume des Gebäudes waren über eine Hypokaustanlage beheizbar. Das steinerne Gebäude hatte einen hölzernen Vorgängerbau abgelöst, dessen Pfostengruben noch festgestellt werden konnten. Rund 150 m nordwestlich des Wohnhauses wurde ein konstantinischer Hortfund geborgen, dessen Zugehörigkeit zur Villa aber aufgrund der unterschiedlichen Zeitstellung nicht gesichert ist.[95]

Gräberfelder

Nach der Vorschrift des Zwölftafelgesetzes[A 6][96] befanden sich nicht nur in Rom, sondern bei allen Siedlungen des römischen Reichs bis hin zu den Villae Rusticae die Grablegungen nie innerhalb der Siedlungsgrenzen, sondern in zum Teil ausgedehnten Gräberfeldern entlang der Ausfallstraßen außerhalb der besiedelten Gebiete. So finden sich auch in Novaesium die Nekropolen der verschiedenen Lager an den Hauptverbindungsstraßen außerhalb der Lager und ihrer zugehörigen Canabae legionis resp. Vici.

Die Gräberfelder der augusteischen Zeit sind in ihrer Ausdehnung noch nicht hinreichend geklärt, sie dürften sich aber wohl entlang der heutigen „Kölner Straße“, nordwestlich und südöstlich der damaligen nördlichen Ausfallstraße der Lager befunden haben. Die Bestattungen der tiberischen Lager befanden sich rechts und links der Straßen, die sich hinter der Porta Principalis Dextra (rechtes Seitentor) der Lager verzweigten und von dort aus in südliche, südöstliche und östliche Richtung liefen. In claudisch-neronischer und flavischer Zeit wurden diese Gräberfelder weiter benutzt, ferner erschloss man neue Areale entlang älterer Straßenzüge im Südwesten der Lager. Spätestens seit der Mitte des zweiten Jahrhunderts wurde auch im Bereich des aufgelassenen Legionslagers nördlich und südlich der „Kölner Straße“ bestattet.

Die tiberischen Nekropolen der sich etwa 2,4 km nordwestlich des Koenenlagers befindlichen Zivilsiedlung Novaesium konnten noch nicht lokalisiert werden, sie werden in Richtung Reuschenberg vermutet. Das Hauptgräberfeld der Siedlung befand sich in dem Gebiet zwischen dem mittelalterlichen Quirinus-Münster und dem heutigen Neusser Hauptbahnhof. Darüber hinaus wurden Bestattungen aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts auch südlich der Siedlung freigelegt.

Die Bestattungsformen änderten sich im Laufe der Zeit. Im ersten Jahrhundert dominierten Brandbestattungen, deren zentrale Verbrennungsplätze, die so genannten Ustrinae sich auf jedem Friedhof befanden. Von der Ustrina aus wurden der Leichenbrand in einer Urne oder Steinkiste, oder aber auch in Form eines Brandgruben- oder Brandschüttungsgrabs beerdigt. Daneben gab es seit der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts die besondere Bestattungsform des Bustums, bei der der Leichnam auf einem Scheiterhaufen unmittelbar über der geöffneten Grabgrube verbrannt wurde. Ausgehend von dem Glauben, der Verstorbene habe im Jenseits ähnlich Bedürfnisse wie zu Lebzeiten, wurden ihm entsprechende Beigaben (Nahrungsmittel, Getränke, Geschirr, Haushaltsgeräte, Schmuck, Geld etc.) mit ins Grab gegeben. Auch Beigaben, die mit der beruflichen Tätigkeit des Verstorbenen zu tun hatten, waren durchaus gängig; ausgenommen von diesem Brauch waren jedoch Soldaten, da deren Waffen nicht ihr Privateigentum waren, sondern dem Staat gehörten. Die auffallend hohe Anzahl von Räucherkelchen bei den Neusser Bestattungen könnten im Zusammenhang mit entsprechenden Zeremonien während der Bestattung gestanden haben.

Ab der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts kamen in Neuss Körperbestattungen auf, die schließlich in der zweiten Jahrhunderthälfte und im vierten Jahrhundert zur dominierenden Bestattungsform wurden. Einfache Leinentücher oder Holzkisten, aber auch Bleisärge und aufwändig gestaltete Steinsarkophage dienten der Aufnahme der Leichen. Die Ausrichtung der Gräber wurde in Neuss zunächst vorwiegend in Nord-Süd-Richtung vorgenommen, bis sich im vierten Jahrhundert, möglicherweise durch christliche Vorstellungen beeinflusst, die Ost-West-Ausrichtung durchsetzte.

Oberirdisch waren die Gräber durch Grabsteine, -altäre, -pfeiler oder -tempel, bis hin zu monumentalen Grabbauten gekennzeichnet. Aber auch einfache, hölzerne Grabmarkierungen, die heute archäologisch nicht mehr nachweisbar sind, können und müssen für die ärmeren Kreise der Bevölkerung angenommen werden. Die steinernen Grabmäler waren mit Inschriften versehen, die uns heute noch wertvolle Informationen über Name, Geschlecht, Alter, Beruf oder militärischen Rang der Verstorbenen liefern.[97][98][99]

Fossa sanguinis

Fossa Sanguinis
Thronender Jupiter
(2. bis 3. Jahrhundert)

Ein in seiner Art für die germanischen Provinzen singulärer Befund ist ein „Kultkeller“, ein so genannter „Blutgraben“ (Fossa Sanguinis).[100] Der Baukomplex wurde 1956/57 bei Rettungsgrabungen des Rheinischen Landesmuseums Bonn freigelegt. Der Kultbezirk befindet sich im Neusser Stadtteil Gnadental im Bereich des heutigen Gepa-Platzes. In antiker Zeit lag er in einem Tempelbezirk am südwestlichen Rande des Auxiliarvicus. Ausweislich des Fundmaterials bestand er vermutlich nur kurze Zeit in der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts und wurde um das Jahr 340 aufgegeben und verfüllt. Es handelt sich bei der Anlage um einen nahezu quadratischen Keller mit etwa 1,80 m Seitenlänge und einer erhaltenen Resttiefe von 1,40 Meter. Die Wände sowie zwei in den Keller führende, gegeneinüber liegende Treppen sind aus zum Teil sekundär verwendeten Grauwacke-, Tuff- und Kalksteinen errichtet. Der Boden bestand aus mit Dielen bedecktem Stampflehm. Über dem Keller befand sich vermutlich die aus einer Balkenkonstruktion bestehende Decke, die trotz der geringen Ausmaße und der somit recht kleinen belastbaren Fläche von nur rund 3,25 Quadratmeter mit einer zusätzlichen, an den Kellertreppen verankerten Holzkonstruktion gestützt wurde.

Dieser Umstand, der auf eine überdurchschnittlich hohe Belastung der Kellerdecke schließen lässt, sowie die Zusammensetzung des Fundmaterials[A 7] ließen den Grabungsleiter Harald von Petrikovits diesen Befund als fossa sanguinis, einen Taufkeller des Kultes der Kybele bzw. ihrer römischen Entsprechung, der Magna Mater interpretieren. Bei deren Mysterienritualen, die durch den spätantiken Schriftsteller Prudentius überliefert sind, wurde der Täufling einer Taufe mit Blut unterzogen. Er begab sich in einen Keller oder eine abgedeckte Grube über denen ein Stier oder Widder geschächtet wurde. Das Blut lief durch die Decke über den darunter hockenden Täufling ab, der erst nach diesem, als reinigend und für die Ewigkeit wiedergebärend (renatus in aeternum) verstandenem Ritual endgültig der Gemeinde angehörte.

Sowohl die Überlieferung des Prudentius als auch die Befundinterpretation durch von Petrikovitz sind in der Literatur mitunter kritisch betrachtet,[101] aber bis heute nicht zwingend widerlegt worden.[102] Die fossa sanguinis wurde konserviert, mit einem Schutzbau versehen und kann besichtigt werden.[103][104]


Denkmalschutz und museale Präsentation

Historischer Rundgang, Markierung des ehemaligen römischen Militärlagers von Novaesium
Historischer Rundgang, Jupitergigantensäule
Historischer Rundgang, Nachbildung eines Meilensteins

Denkmalschutz

Die Kastelle von Novaesium sind Bodendenkmale nach dem Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG).[105] Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig. Zufallsfunde sind an die Denkmalbehörden zu melden.

Historischer Rundgang

Zur so genannten 2000-Jahr-Feier[A 8] der Stadt Neuss wurde ein „Historischer Rundgang“ durch das ehemalige römische Garnisonsgelände angelegt. Der Rundgang weist auf Fundstellen des römischen Lagers hin und zeigt einige Exponate, die nicht alle aus Neuss stammen:

  • Jupitersäule
    Über der Basis eines Viergöttersteins mit den Darstellungen von Herkules, Ceres, Merkur und Vulcanus (Fundort Köln-Weiden) erhebt sich eine Säule (aus Erkelenz-Klein Bouslar) mit den Abbildungen der Juno, der Minerva und des Merkur, die von einem thronenden Jupiter (aus Bonn) gekrönt wird. Die drei Bestandteile stammen alle aus dem 3. Jahrhundert, das Original befindet sich im Rheinischen Landesmuseum Bonn.
  • Grabstein des Oclatius
    Oclatius diente als Signifer (Feldzeichenträger) in der Ala Afrorum, einer ursprünglich in Afrika ausgehobenen Reitereinheit, die vermutlich in den 70er Jahren in Neuss stationiert war. Oclatius, der im oberen Relief mit dem Feldzeichen seiner Einheit abgebildet ist, war ein Tungrer, stammte also aus dem Gebiet um das heutige Tongeren in Belgien. Auf dem unteren Relief führt ein Stallknecht das gesattelte Pferd des Signifers. Auf der Schulter trägt er wohl ein Bündel Lanzen. Der Grabstein wurde 1922 an der Kölner Straße entdeckt. Die Inschrift zwischen den beiden Reliefs lautet:
Oclatio Carvi f(ilio)
signif(ero) alae Afror(um)
Tungro frater h(eres) f(aciendum) c(uravit)
Übersetzung: „Dem Oclatius, Sohn des Carvus, Feldzeichenträger der Ala Afrorum, aus dem Stamm der Tungrer, hat der Bruder und Erbe (diesen Grabstein) anfertigen lassen.“[106]
  • Grabstein des Pancuius
    Die Grabstele des Tiberius Iulius Pancuius wurde 1950 an der Kölner Straße gefunden. Pancuius war Signifer einer Auxiliarkohorte, die in der Provinz Lusitania auf der iberischen Halbinsel aufgestellt worden war. Vermutlich zwischen 20 und 43 n. Chr. war die Truppe zur Unterstützung der 20. Legion in Novaesium stationiert. Die Inschrift unterhalb des Reliefporträts lautet:
Tiber(ius) Iulius
Pancuius
mil(es) coh(ortis)
Lusitanorum
an(norum) LV stip(endiorum) XXVIII
hic s(i)t(us) est
Übersetzung: „Tiberius Iulius Pancuius, Soldat der Kohorte der Lusitanier, im Alter von 55 Jahren, mit 28 Dienstjahren, ist hier bestattet.“[41]
  • Ehemaliger Standort der römischen Brücke
    Informationstafel zur ehemals achtbögigen Steinbrücke über die Erft, die 1586 im Truchsessischen Krieg von spanischen Truppen gesprengt worden ist.
  • Tuffsteine aus dem Legionslager
    Behauene Steine, mit denen die Außenmauern des so genannten Koenenlagers in der Zeit zwischen 70 und 85 n. Chr. verblendet gewesen sind.[107]

Clemens-Sels-Museum

Neubau des Clemens-Sels-Museums
Datei:Neuss obertor.jpg
Neusser Obertor

Die archäologischen Sammlungen der Stadt Neuss gehen in ihrem Ursprung auf die privaten Sammlungen der Mitglieder des ersten Neusser Altertumsvereins zurück. 1845 wurde hierfür ein erstes Städtisches Museum am Obertor errichtet. Im Jahre 1900 ging ein Großteil des Bestandes durch einen Brand verloren. 1912 konnte durch die Stiftung von Pauline Sels, der Witwe eines Sammlers ein neues Gebäude am Neusser Markt bezogen werden. Seit diesem Zeitpunkt trägt das Museum als Clemens-Sels-Museum den Namen dieses Sammlers, dessen Bestände in den Fundus des Hauses einflossen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude nahezu vollständig zerstört. Erst 1950 konnte das Museum, wiederum am Obertor, neu eröffnet werden. Ein zusätzlicher Neubau gesellte sich 1975 hinzu.

Die archäologische Sammlung enthält Bodenfunde aus allen vor- und frühgeschichtlichen Epochen seit dem Paläolithikum, die auf dem Neusser Stadtgebiet vertreten sind. Die römischen Exponate bilden naturgemäß einen Schwerpunkt der Sammlung.[22][108]

Neben der archäologischen Sammlung gibt es noch die Abteilungen Dokumente zur Stadtgeschichte, Kunst und Kunstgewerbe des 12. bis 18. Jahrhunderts, Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts, Naive Kunst sowie Volkskunst, volkstümliche Kleinkunst, Spielzeug.[109]

  • Siehe auch den separaten Artikel Clemens-Sels-Museum.

Siehe auch

Nachbildung eines Kettenhemds
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)

Literatur

Grabstein des Pancuius
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Grabstein des Oclatius
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
  • Tilmann Bechert: Römisches Germanien zwischen Rhein und Maas. Die Provinz Germania inferior. Hirmer, München 1982, ISBN 3-7774-3440-X, (= Edition Antike Welt 4)
  • Tilmann Bechert, Willem J. H. Willems: Die römische Reichsgrenze von der Mosel bis zur Nordseeküste. Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1189-2.
  • Steve Bodecker: Koenenlager digital. Befundkataster zum Legionslager von Neuss. In: Der Limes. Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission. 5. Jahrgang, 2011, Heft 1, S. 4–7. (auch online; PDF; 3,9 MB)
  • Julianus Egidius Bogaers, Christoph B. Rüger (Hrsg.): Der niedergermanische Limes. Materialien zu seiner Geschichte. Rheinland Verlag, Köln 1974, ISBN 3-7927-0194-4.
  • Auguste Bruckner und Mercedes Vegas: Die Augustische Gebrauchskeramik von Neuss. Gebr. Mann, Berlin 1975, ISBN 3-7861-1065-4, (= Limesforschungen 14, = Novaesium 6)
  • Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3.
  • Heinrich Chantraine: Die antiken Fundmünzen der Ausgrabungen in Neuss. Gebr. Mann, Berlin 1968, (= Limesforschungen 8, = Novaesium 3)
  • Heinrich Chantraine: Die antiken Fundmünzen der Ausgrabungen in Neuss. Gesamtkatalog der Ausgrabungen 1955 - 1978. Gebr. Mann, Berlin 1982, ISBN 3-7861-1232-0, (= Limesforschungen 20, = Novaesium 8)
  • Elisabeth Ettlinger: Die italische Sigillata von Novaesium. Gebr. Mann, Berlin 1983, ISBN 3-7861-1369-6, (= Limesforschungen 21, = Novaesium 9)
  • Philipp Filtzinger: Die römische Keramik aus dem Militärbereich von Novaesium. Gebr. Mann, Berlin 1972, ISBN 3-7861-1052-2, (= Limesforschungen 11, = Novaesium 5)
  • Michael Gechter: Die Militärgeschichte am Niederrhein von Caesar bis Tiberius. Eine Skizze. In: T. Grünewald, S. Seibel (Hrsg.): Kontinuität und Diskontinuität. Die Germania Inferior am Beginn und am Ende der römischen Herrschaft, Beiträge des deutsch-niederländischen Kolloquiums in der Katholieke Universiteit Nijmegen, 27. bis 30.06.2001. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Ergänzungsband 35, de Gruyter, Berlin 2003, S. 147–159.
  • Michael Gechter: Early Roman military installations and Ubian settlements in the Lower Rhine. In: T. Blagg, M. Millett (Hrsg.): The early Roman empire in the West. 2. Auflage. Oxford Books 2002, ISBN 1-84217-069-4, S. 97–102.
  • Michael Gechter: Die Anfänge des Niedergermanischen Limes. In: Bonner Jahrbücher 179, 1979, Rheinland-Verlag, Bonn 1979, S. 1–129.
  • Helmut Gilliam: Römer in Neuss. 2000 Jahre Römer am Rhein. Materialsammlung zur Geschichte von Novaesium. Kulturamt der Stadt Neuss, Neuss 1983
  • Heinz Günter Horn: Neuss. Historischer Rundgang. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 586 ff.
  • Heinz Günter Horn: Neuss. Römischer Keller. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 588 f.
  • Karl-Heinz Knörzer: Römerzeitliche Pflanzenfunde aus Neuss. Gebr. Mann, Berlin 1970, ISBN 3-7861-1042-5, (= Limesforschungen 10, = Novaesium 4)
  • Constantin Koenen: Beschreibung von Novaesium. In: Bonner Jahrbücher des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande, Heft 111/112, Marcus & Weber, Bonn 1904, S. 97–242.
  • Constantin Koenen u. a.: Novaesium. Das im Auftrag des Rheinischen Provinzialverbandes vom Bonner Provinzialmuseum 1887-1900 ausgegrabene Legionslager. Tafelband mit 36 Bildtafeln. In: Bonner Jahrbücher des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande Heft 111/112, Tafeln). Marcus & Weber, Bonn 1904
  • Jürgen Kunow: Die Militärgeschichte Niedergermaniens. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 27–109.
  • Hans Lehner: Die Einzelfunde von Novaesium. In: Bonner Jahrbücher des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande, Heft 111/112. Marcus & Weber, Bonn 1904, S. 243–418.
  • Geo T. Mary: Die südgallische Terra sigillata aus Neuss. Gebr. Mann, Berlin 1967, (= Limesforschungen 6, = Novaesium 1)
  • Gustav Müller: Neuss. Novaesium. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 580ff.
  • Gustav Müller: Die römischen Gräberfelder von Novaesium. Gebr. Mann, Berlin 1977, ISBN 3-7861-7000-2, (= Limesforschungen 17, = Novaesium 7)
  • Heinrich Nissen: Geschichte von Novaesium. In: Bonner Jahrbücher des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande. Heft 111/112, Marcus & Weber, Bonn 1904, S. 1–96.
  • Harald von Petrikovits: Novaesium. Das römische Neuss. Böhlau, Köln und Graz 1957
  • Hans Schönberger: Die römischen Truppenlager der frühen und mittleren Kaiserzeit zwischen Nordsee und Inn. In: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 66, 1985, Zabern, Mainz 1985, S. 321–495.
  • Hans Schönberger: The Roman Frontier in Germany. An Archaeological Survey. In: The Journal of Roman Studies, Vol. 59, No. 1/2, 1969, S. 144–197.
  • Hans Schönberger und Hans-Günther Simon: Die mittelkaiserzeitliche Terra sigillata von Neuss. Gebr. Mann, Berlin 1966, (= Limesforschungen 7, = Novaesium 2)
  • Max Tauch: Neuss. Clemens-Sels-Museum. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 589–591.
  • Max Tauch: Clemens-Sels-Museum Neuss. Römische Abteilung. Schnell und Steiner, München 1983
Multimediadokumentation
  • Christiane Zangs: Das Lager der VI. Legion. Die römische Garnison von Novaesium – Neuss. CD-ROM. Theiss, Stuttgart 2003, ISBN 3-8062-1841-2.

Weblinks

Bauchiger Einhenkelkrug , Rauhwandige Ware, Fehlbrand, 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)

Anmerkungen

Sonnenuhr, Kalkstein, 1. Jh.
(Clemens-Sejs-Museum, Neuss)
Spardose, Glattwandige Ware, 2. Jahrhundert
(Clemens-Sejs-Museum, Neuss)
  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Nach Michael Gechter: Die Militärgeschichte am Niederrhein von Caesar bis Tiberius - eine Skizze. In: Thomas Grünewald und Sandra Seibel (Hrsg.): Kontinuität und Diskontinuität. Die Germania Inferior am Beginn und am Ende der römischen Herrschaft. Beiträge des deutsch-niederländischen Kolloquiums in der Katholieke Universiteit Nijmegen (27.–30.06.2001). De Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-017688-2 (= Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Ergänzungsband 35), ist die Chronologie der Lager abweichend von der bisherigen Forschung wie folgt anzusetzen: A1 bis 1 n. Chr., B1 1 bis 4/5 n. Chr., A2 4/5 bis 9 n. Chr., B2 9 bis 14 n. Chr., D 14 bis 16 n. Chr., E erneut 24 bis 43 n. Chr. als Doppellegionslager.
  2. „In Novaesium war inzwischen die Meuterei zum Ausbruch gelangt. Die Soldaten hatten in Erfahrung gebracht, dass ein von Vitellius für sie bestimmtes Donativ an den Feldherrn gelangt sei und erzwangen dessen Verteilung auf den Namen Vespasians. Kaum hatten sie es, so brach in den wüsten Gelagen, welche die Spende im Gefolge hatte, der alte Soldatengroll wieder hervor; sie plünderten das Haus des Feldherrn, der die Rheinarmee an den General der syrischen Legionen verraten hatte, erschlugen ihn und hätten auch dem Vocula das gleiche Schicksal bereitet, wenn dieser nicht in Vermummung entkommen wäre. Darauf riefen sie abermals den Vitellius zum Kaiser aus, nicht wissend, dass dieser schon tot war. Als diese Kunde ins Lager kam, kam der bessere Teil der Soldaten, namentlich die beiden obergermanischen Legionen, einigermaßen zur Besinnung; sie vertauschten an ihren Standarten das Bildnis des Vitellius wieder mit dem Vespasians und stellten sich unter Voculas Befehle; dieser führte sie nach Mainz, wo er den Rest des Winters 69/70 verblieb. Civilis besetzte Gelduba und schnitt damit Vetera ab, das aufs neue eng blockiert ward; die Lager von Novaesium und Bonna wurden noch gehalten.“ Theodor Mommsen: Römische Geschichte. Achtes Buch. Länder und Leute von Caesar bis Diokletian. 1887. Nachdruck Mundus, o. O. 2000, S.  92 f. Siehe auch Theodor Mommsen: Das Römische Imperium der Cäsaren. In: Projekt Gutenberg-DE.
  3. In diesem Zusammenhang wird oft ein Brief des Antonius Primus an Civilis zitiert, der im Spätsommer 69 n. Chr. seinen Adressaten erreicht haben dürfte und in dem die Bataver aufgefordert wurden, auf Seiten Vespasians in den Krieg einzugreifen. (Tacitus, Historien 4, 13; dazu Barbara Levick: Vespasian. Routledge, London 1999, ISBN 0-415-16618-7, S. 108.
  4. Tacitus, Annalen 1,31. Isdem ferme diebus isdem causis Germanicae legiones turbatae, quanto plures tanto violentius, et magna spe fore ut Germanicus Caesar imperium alterius pati nequiret daretque se legionibus vi sua cuncta tracturis. duo apud ripam Rheni exercitus erant: cui nomen superiori sub C. Silio legato, inferiorem A. Caecina curabat. regimen summae rei penes Germanicum agendo Galliarum censui tum intentum. sed quibus Silius moderabatur, mente ambigua fortunam seditionis alienae speculabantur: inferioris exercitus miles in rabiem prolapsus est, orto ab unetvicesimanis quintanisque initio, et tractis prima quoque ac vicesima legionibus: nam isdem aestivis in finibus Vbiorum habebantur per otium aut levia munia. igitur audito fine Augusti vernacula multitudo, nuper acto in urbe dilectu, lasciviae sueta, laborum intolerans, implere ceterorum rudes animos: venisse tempus quo veterani maturam missionem, iuvenes largiora stipendia, cuncti modum miseriarum exposcerent saevitiamque centurionum ulciscerentur. non unus haec, ut Pannonicas inter legiones Percennius, nec apud trepidas militum auris, alios validiores exercitus respicientium, sed multa seditionis ora vocesque: sua in manu sitam rem Romanam, suis victoriis augeri rem publicam, in suum cognomentum adscisci imperatores. Auch bei Wikisource, The Latin Library sowie bei Jürgen Franssen mit englischer Übersetzung.
  5. Bei der Fossa Punica war die dem Feind zugewandte Seite des Grabens deutlich steiler abgeböscht, als die auf das Lager weisende. Die Grabenspitze war also deutlich aus der Mitte heraus nach außen verlagert.
  6. Hominem mortuum in urbe ne sepelito neve urito. Übersetzung: „Tote dürfen in der Stadt weder eingeäschert noch begraben werden.“ Übersetzung: „Tote dürfen in der Stadt weder eingeäschert noch begraben werden.“
  7. Darunter ein eisernes Kultmesser, eine so genannte Zimbel (bronzenes Schallbecken), eine flache Tonschale, die Fragmente der Terrakottastatue eines zusammengebrochenen Stieres oder Widders, sowie Figurinen von Muttergottheiten.
  8. Von einer gesicherten zweitausendjährigen Existenz der Stadt Neuss kann aufgrund der fehlenden oder zumindest archäologisch nicht eindeutig nachgewiesenen Siedlungskontinuität zwischen der römischen Militär- und Zivilpräsenz und der beginnenden fränkischen Ansiedlung keine Rede sein. Hier dürfte wohl, wie so oft, der Wunsch der Stadtvater des Gedankens gewesen sein. Eine geschlossene mittelalterliche Siedlung ist für Neuss erst wieder für das 9. Jahrhundert archäologisch nachgewiesen worden. Zudem befand sich das römischen Novaesium an einer völlig anderen Stelle als der Kern des mittelalterlichen Neuss, der sich bestenfalls auf die spätantike Festung zurückführen lassen könnte. Siehe auch bei Jürgen Franssen, Zivilvicus.

Einzelnachweise

Armreif aus farblosem Glas mit kobaltblauer Fadeneinlage, 2.-3. Jh.
(Clmens-Sels-Museum, Neuss)
Spruchbecher B·I·B·E, schwarz engobierte Ware 3.-4. Jh.
(Clmens-Sels-Museum, Neuss)
Bauchiger Becher, Terra Sigillata mit Barbotinedekor 3.-4. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Öllampen, 1. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Medaillon mit der Darstellung eines Eroten, 2.-3. Jahrhundert
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
TS-Teller mit eingeritzter Besitzerangabe TVI CANDIDI, 2. Jh.
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
TS-Teller mit eingeritzter Besitzerangabe „APRONI“, 1. Jh.
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
Infanteriehelm, Typ Montefortino, 1. Hd. des 1. Jh. n. Chr.
(Clemens-Sels-Museum, Neuss)
  1. Karl N. Thome: Der landschaftliche Rahmen für die Gründung von Novaesium. In: Novaesium. Neuss zur Römerzeit. Schriftenreihe der Volkshochschule Neuss, Heft 4, Neuss 1989, S. 23–44.
  2. Johannes Heinrichs: Zur Topographie des ubischen Neuss anhand einheimischer Münznominale. In: Bonner Jahrbücher 199, Habelt, Bonn 1999, S. 69–72.
  3. Josef Klostermann: Klima und Landschaft am römischen Niederrhein. In: Thomas Grünewald (Hrsg.): Germania inferior. Besiedlung, Gesellschaft und Wirtschaft an der Grenze der römisch-germanischen Welt, Beiträge des deutsch-niederländischen Kolloquiums im Regionalmuseum Xanten, 21.–24. September 1999. de Gruyter, Berlin 2001, (= Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Ergänzungsband 28), S. 36–53.
  4. Jürgen Franssen: Landschaft und Lage.
  5. Tacitus: Historien 4, 26: „Ingressis Novaesium sexta decima legio coniungitur.“ und 5, 22: „Profectus Novaesium Bonnamque ad visenda castra, quae hiematuris legionibus erigebantur, navibus remeabat disiecto agmine, incuriosis vigiliis.“
  6. Alfred Stückelberger (Hrsg.): Klaudios Ptolemaios: Handbuch der Geographie . Bd. 1: Einleitung und Buch 1–4. II 11, 14. Nebst CD-ROM. Schwabe, Basel 2006, ISBN 3-7965-2148-7. Ebenfalls bei Jürgen Franssen, Geographen.
  7. Ammianus Marcellinus, Res Gestae XVIII 2, 4. Ebenfalls bei Jürgen Franssen, Ammianus Marcellinus. „..., et civitates occupatae sunt septem: Castra Herculis, Quadriburgium, Tricensimae, Novesium, Bonna, Antennacum et Bingio, ...“ Übersetzung: „..., auch wurden sieben Städte besetzt: Castra Herculis (= Arnhem-Meinerswijk), Quadriburgium (= Qualburg), Tricensimae (= Xanten), Novaesium, Bonna (= Bonn), Antunnacum (= Andernach) und Bingium (= Bingen), ...“
  8. Gregor von Tours, Historia Francorum II, 9. Ebenfalls bei Jürgen Franssen, Gregor von Tours. „Quod cum Quintino et reliquis viris militaribus displicuisset, Nanneno Mogontiacum reverso, Quintinus cum exercitu circa Nivisium castellum Rhenum transgressus, secundis a fluvio castris, casas habitatoribus vacuas atque ingentes vicos distitutos offendit.“ Übersetzung: „Da jedoch Quintinus und die übrigen Offiziere anderer Meinung waren, kehrte Nanninus nach Mogontiacum zurück, während Quintinus mit dem Heer bei dem Kastell Nivisium den Rhein überquerte, und als er zwei Tagemärsche vom Fluss entfernt war, stieß er auf Hütten, die von ihren Bewohnern geräumt waren, und auf große, verlassene Siedlungen.“
  9. Zu den in der Literatur vertretenen unterschiedlichen Auffassungen ausführlich bei Jürgen Franssen, Der Name Novaesium.
  10. Jürgen Franssen: Cäsar am Rhein.
  11. Dieter Timpe: Römisch-germanische Begegnung in der späten Republik und frühen Kaiserzeit. Voraussetzungen - Konfrontationen - Wirkungen. Gesammelte Studien. Saur, München & Leipzig, 2006, ISBN 3-598-77845-7, S. 163 ff.
  12. Johann-Sebastian Kühlborn: Auf dem Marsch in die Germania Magna. Roms Krieg gegen die Germanen. In: Martin Müller, Hans-Joachim Schalles und Norbert Zieling (Hrsg.): Colonia Ulpia Traiana. Xanten und sein Umland in römischer Zeit. Zabern, Mainz 2008, ISBN 978-3-8053-3953-7, S. 67–91.
  13. Die Niederlage des Lollius und die augusteischen Feldzüge auf der privaten Webseite des Archäologen Jürgen Franssen.
  14. Johann-Sebastian Kühlborn: Auf dem Marsch in die Germania Magna. Roms Krieg gegen die Germanen. In: Martin Müller, Hans-Joachim Schalles und Norbert Zieling (Hrsg.): Colonia Ulpia Traiana. Xanten und sein Umland in römischer Zeit. Zabern, Mainz 2008, ISBN 978-3-8053-3953-7.
  15. 15,0 15,1 15,2 15,3 Jürgen Kunow: Die Militärgeschichte Niedergermaniens. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 27–109.
  16. Jürgen Franssen: Die Niederlage des Lollius und die augusteischen Feldzüge.
  17. Jürgen Kunow: Die Militärgeschichte Niedergermaniens. Das Vierkaiserjahr und der Bataveraufstand. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 59–63.
  18. Dirk Schmitz: Der Bataveraufstand im Kontext des römischen Bürgerkrieges 68-70 n. Chr. In: Martin Müller, Hans-Joachim Schalles und Norbert Zieling (Hrsg.): Colonia Ulpia Traiana. Xanten und sein Umland in römischer Zeit. Zabern, Mainz 2008, ISBN 978-3-8053-3953-7, S. 117–140.
  19. Jürgen Franssen: Rom und Germanien bis zur Errichtung der Germania inferior unter Domitian.
  20. K. Dietz: Der Bataveraufstand. Auf der Webpräsenz von Jürgen Franssen.
  21. Constantin Koenen: Beschreibung von Novaesium. In: Bonner Jahrbücher des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande, Heft 111/112, Marcus & Weber, Bonn 1904, S. 97–242. Ders. u. a.: Novaesium. Das im Auftrag des Rheinischen Provinzialverbandes vom Bonner Provinzialmuseum 1887–1900 ausgegrabene Legionslager. Tafelband mit 36 Bildtafeln. In: Bonner Jahrbücher des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande, Heft 111/112, Tafeln). Marcus & Weber, Bonn 1904.
  22. 22,0 22,1 Max Tauch: Zur Sammlungs- und Forschungsgeschichte. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 171–182.
  23. Christoph B. Rüger: Zur Erforschung der römischen Zeit im Rheinland und in Westfalen. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 13–26.
  24. Jürgen Franssen: Forschungsgeschichte.
  25. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 19 f.
  26. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 72.
  27. Jürgen Franssen: Lager A.
  28. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 20 f.
  29. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 72 f.
  30. Jürgen Franssen: Lager B.
  31. AE 1905, 00142
  32. AE 2000, 01002
  33. CIL 13, 08553, CIL 13, 08554 und CIL 13, 08555
  34. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 21f.
  35. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 73.
  36. Jürgen Franssen: Lager C.
  37. 37,0 37,1 37,2 Gustav Müller: Neuss. Novaesium. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 583.
  38. Jürgen Franssen: Lager D.
  39. Jürgen Franssen: Lager E.
  40. CIL 13, 08553 und CIL 13, 08555
  41. 41,0 41,1 Ness-Lieb 00244.
  42. Jürgen Franssen: Lager F.
  43. CIL 13, 08552 und AE 1905, 00134
  44. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 55–61.
  45. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 61 f.
  46. AE 1905, 00135, CIL 13, 08549, CIL 13, 08550 und CIL 13, 08551
  47. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 61–71.
  48. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 69–71.
  49. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 67 f.
  50. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 64–66.
  51. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 66 f.
  52. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 68 f.
  53. Bei Michael Kaiser: Neuere Forschungsergebnisse zur Geschichte der römischen Militäranlagen in Neuss. In Peter Ströher (Red.): Fund und Deutung. Neuere archäologische Forschungen im Kreis Neuss. (Veröffentlichungen des Kreisheimatbundes Neuss e. V., 5). Kreisheimatbund Neuss, Neuss 1994. S 64–72. ISBN 3-923607-6-4 (formal falsche ISBN).
  54. Gustav Müller: Neuss. Novaesium. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 585 ff.
  55. Jürgen Franssen: Lager H.
  56. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und Siedlungen in Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 53 ff., insbesondere S. 86–88.
  57. Jürgen Franssen: Reckberg.
  58. Michael Kaiser und Sabine Sauer: Ein spätantikes Soldatengrab aus der Neusser Innenstadt. Archäologie im Rheinland 1989 (1990), S. 118 f. und Abb. 68.
  59. 59,0 59,1 59,2 Jürgen Franssen: Spätantike.
  60. Michael Kaiser: Neuere Forschungsergebnisse zur Geschichte der römischen Militäranlagen in Neuss. in: Fund und Deutung. Neuere archäologische Forschungen im Kreis Neuss. Veröffentlichungen des Kreisheimatbundes Neuss e. V. 5, (Neuss 1994), S. 70.
  61. Sabine Sauer und Michael Kaiser: Archäologische Bodendenkmalpflege in Neuss in: Heinz Günter Horn u. a. (Hrsg.): Fundort Nordrhein-Westfalen. Millionen Jahre Geschichte. Begleitbuch zur Landesausstellung Köln, Münster, Nijmegen 2000/2001. Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen 5, (Mainz 2000), S. 188.
  62. Tacitus, Annales I, 31.
  63. Emil Ritterling: Legio (I). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,2, Stuttgart 1925, Sp. 1376–1380.
  64. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 33.
  65. Tacitus, Annales 1, 31 und 1, 45.
  66. Emil Ritterling: Legio (V Alaudae). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,2, Stuttgart 1925, Sp. 1564–1571.
  67. 67,0 67,1 Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 33–35.
  68. Emil Ritterling: Legio (VI victrix). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,2, Stuttgart 1925, Sp. 1598–1614.
  69. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 40–44.
  70. Emil Ritterling: Legio (XVI). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,2, Stuttgart 1925, Sp. 1761–1764.
  71. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 38–40.
  72. AE 1905, 00134 und EDH 030420.
  73. Gustav Müller: Neuss. Novaesium. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 582.
  74. Legio Vicesimae Valeria Victrix auf der Webseite roman-britain.org.
  75. Emil Ritterling: Legio (XX valeria victrix). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,2, Stuttgart 1925, Sp. 1769–1781.
  76. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 35 f.
  77. Tacitus, Annales I, 51 und I, 64.
  78. Emil Ritterling: Legio (XXI rapax). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,2, Stuttgart 1925, Sp. 1781–1791.
  79. Jan Kees Haalebos: Trajan und die Hilfstruppen am Niederrhein. Ein Militärdiplom des Jahres 98 n. Chr. aus Elst in der Over-Betuwe (Niederlande). Saalburg-Jahrbuch 50 (2000), S. 43f.; auch online, pdf
  80. CIL 03, 10094
  81. Tacitus, Historiae, 4, 61−62.
  82. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 46.
  83. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 45 f.
  84. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 44 f.
  85. Jan Kees Haalebos: Trajan und die Hilfstruppen am Niederrhein. Ein Militärdiplom des Jahres 98 n. Chr. aus Elst in der Over-Betuwe (Niederlande). Saalburg-Jahrbuch 50 (2000), S. 56; auch online, pdf
  86. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. in: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 81–86.
  87. Christoph B. Rüger: Eine kleine Garnisonsgeschichte des römischen Neuss. in: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 36–38.
  88. Gustav Müller: Legionslager und Zivilsiedlung. in: Novaesium - Neuss zur Römerzeit. Schriftenreihe der Volkshochschule Neuss, Heft 4, Neuss 1989, S. 55 f.
  89. Jürgen Franssen: Canabae legionis.
  90. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. in: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 91–94.
  91. Jürgen Franssen: Zivilvicus.
  92. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 89–91.
  93. Jürgen Franssen: Villae rusticae.
  94. Sabine Sauer: Eine villa rustica am Rande des Neusser Meertals. Archäologie im Rheinland 1995 (1996), S. 60–62.
  95. Dorothea Haupt: Die Kleinfunde eines römischen Landhauses aus Neuss-Weckhoven. Beiträge zur Archäologie des römischen Rheinlandes, Rheinische Ausgrabungen 3 (1968), S. 153 ff.
  96. Marcus Tullius Cicero: De legibus. 2; 23,58.
  97. Gustav Müller: Die römischen Gräberfelder von Novaesium. Gebr. Mann, Berlin 1977, ISBN 3-7861-7000-2, (= Limesforschungen 17, = Novaesium 7).
  98. Heinz Günter Horn: Totenkult und Grabsitten. In: Heinrich Chantraine u. a.: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3, S. 162–170.
  99. Heinz Günter Horn: Bestattung und Totenkult im römischen Neuss. Auf der Webseite novaesium.de des Archäologen Jürgen Franssen.
  100. Bei Jürgen Franssen, Fossa sanguinis.
  101. Bei Anna-Katharina Rieger: Heiligtümer in Ostia. Pfeil, München 2004, ISBN 3-89937-042-2. Rieger geht nicht von der Schächtung, sondern von der Entfernung der Hoden eines Stieres aus.
  102. Carl Pause: Der "Kybele-Kultkeller in Neuss. Abschied von einem Mythos? bei Archäologie-Online.
  103. Heinz Günter Horn: Neuss. Römischer Keller. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7. S. 588 f.
  104. Jürgen Franssen: Kultkeller und Heiliger Bezirk.
  105. Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz – DSchG)
  106. AE 1924, 21; Abbildungen.
  107. Heinz Günter Horn: Neuss. Historischer Rundgang. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 586 ff.
  108. Christiane Zangs im Auftrag der Stadt Neuss (Hrsg.): Novaesium Romanum. Das römische Neuss. Katalog zur Dauerausstellung in der Römischen Abteilung; Text: Carl Pause. Clemens-Sels-Museum, Neuss 2003, ISBN 3-936542-08-2 (im Original mit falscher ISBN). Ferner: Max Tauch: Neuss. Clemens-Sels-Museum. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen Lizenzausgabe. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 589 ff.
  109. Offizielle Webpräsenz des Clemens-Sels-Museums.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die News der letzten 14 Tage


29.07.2021
Patagonischer Langhalssaurier neu beleuchtet
Ein Team der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) untersuchte im Rahmen einer Neubeschreibung die Überreste des Langhalssauriers Patagosaurus fariasi (175 Mio Jahre) aus Argentinien.
24.07.2021
Ein neuer, der Wissenschaft unbekannter Homo-Typ
Die Knochen eines der Wissenschaft unbekannten frühen Menschen, der mindestens bis vor 130000 Jahren in der Levante lebte, wurden bei Ausgrabungen an der Stätte Nesher Ramla in der Nähe der Stadt Ramla entdeckt.
22.07.2021
Feuerstein-Artefakt belegt Großwildjagd der Neandertaler am Hohle Fels
Schon in der Mittleren Altsteinzeit jagten die Neandertaler auf der Schwäbischen Alb mit komplex hergestellten Waffen nach Großwild.
21.07.2021
Tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet
Schimpansen sind in Ost- und Zentralafrika verbreitet und leben in einigen Gebieten, wie dem Loango-Nationalpark in Gabun, mit Gorillas gemeinsam im gleichen Habitat.
21.07.2021
25.000 Jahre altes menschliches Umweltgenom wiederhergestellt
Uralte Sedimente aus Höhlen können DNA über Jahrtausende konservieren.
21.07.2021
Gebrauch von Steinwerkzeugen: Schimpansen leben vor der Steinzeit
Anders als frühe Menschenarten scheinen Schimpansen nicht in der Lage zu sein, spontan scharfe Steinwerkzeuge herzustellen und zu nutzen.
21.07.2021
Klima formte die Größe unserer Körper und Gehirne unterschiedlich
Fossilien aus einer Million Jahre zeigen: Je kälter eine Region desto schwerer die Menschen. Die Gehirngröße hängt von anderen Herausforderungen ab.


14.06.2021
Klimabedingungen während der Wanderung des Homo sapiens aus Afrika rekonstruiert
Eine Klimarekonstruktion der letzten 200.000 Jahre aus Ostafrika veranschaulicht die Lebensbedingungen des Homo sapiens als er aus Afrika auswanderte.
16.06.2021
Gesamtes Genom von Pestera Muierii 1 sequenziert
Forschern ist es gelungen, das gesamte Genom aus dem Schädel von Pestera Muierii 1 zu sequenzieren, einer Frau, die vor 35.000 Jahren im heutigen Rumänien lebte.
23.06.2021
Erbgut aus Höhlensedimenten aus dem Pleistozän
In der bisher umfangreichsten Studie von Sediment-DNA ist es gelungen neue Details über die Besiedlung der Denisova-Höhle durch archaische und moderne Menschen zu rekonstruieren.
31.05.2021
Eiszeit-Zyklen kaum Antreiber der menschlichen Evolution
Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass frühe El Nio-artige Klimamuster der primäre Antrieb für Umweltveränderungen im Afrika südlich der Sahara über die letzten 620 tausend Jahren waren.
18.05.2021
Wüstenbildung trieb Säugetiere aus Eurasien nach Afrika
Die Entstehung von Wüsten auf der Arabischen Halbinsel hatte in den vergangenen Jahrmillionen entscheidende Auswirkungen auf die Wanderungsbewegungen und Evolution großer Säugetiere und unserer menschlichen Vorfahren.
18.05.2021
Schweizer Bauern trugen zur Domestizierung des Schlafmohns bei
Wo heute Zürichs Opernparkhaus steht, blühten einst Schlafmohnfelder.
12.05.2021
Verstehen ohne Worte - dem Ursprung der Sprache einen Schritt näher
Lautmalereien könnten die entscheidende Rolle bei der Entstehung der menschlichen Sprache gespielt haben. Darauf deuten die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Studie eines internationalen Forscherteams hin.
05.05.2021
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
15.04.2021
Zellkern-Erbgut aus Höhlensedimenten gibt Einblicke in unsere Vergangenheit
Forschern ist es erstmalig gelungen, chromosomale DNA von Neandertalern aus Höhlensedimenten zu isolieren und zu analysieren.
08.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
25.09.2020 Mathew Stewart, Richard Clark-Wilson, Paul S. Breeze, Klint Janulis, Ian Candy, Simon J. Armitage, David B. Ryves, Julien Louys, Mathieu Duval, Gilbert J. Price, Patrick Cuthbertson, Marco A. Bernal, Nick A. Drake, Abdullah M. Alsharekh, Badr Zahrani, Abdulaziz Al-Omari, Patrick Roberts, Huw S. Groucutt, Michael D. Petraglia. Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
DOI: 10.1126/science.abe8476
25.09.2020 Martin Petr, Mateja Hajdinjak, Qiaomei Fu, Elena Essel, Hélène Rougier, Isabelle Crevecoeur, Patrick Semal, Liubov V. Golovanova, Vladimir B. Doronichev, Carles Lalueza-Fox, Marco de la Rasilla, Antonio Rosas, Michael V. Shunkov, Maxim B. Kozlikin, Anatoli P. Derevianko, Benjamin Vernot, Matthias Meyer, Janet Kelso Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
DOI: 10.1101/2020.03.09.983445
21.09.2020 Philomena Konstantinidis Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
DOI:
21.09.2020 Catherine Crockford, Liran Samuni, Linda Vigilant, Roman M. Wittig Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
DOI: 10.1126/sciadv.aaz5746
21.09.2020 Wang H, Matzke-Karasz R, Horne DJ, Zhao X, Cao M, Zhang H, Wang B Älteste Spermien der Welt
DOI: 10.1098/rspb.2020.1661
17.09.2020 Ammie K. Kalan et al. Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
DOI: 10.1038/s41467-020-18176-3
15.09.2020 Adriano Orsingher, Silvia Amicone, Jens Kamlah, Hélène Sader & Christoph Berthold Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
DOI: 10.15184/aqy.2020.4
09.09.2020 Andrea Picin et al. Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
DOI: 10.1038/s41598-020-71504-x
09.09.2020 Hai Cheng, Haiwei Zhang, Christoph Spötl, Jonathan Baker, Ashish Sinha, Hanying Li, Miguel Bartolomé, Ana Moreno, Gayatri Kathayat, Jingyao Zhao, Xiyu Dong, Youwei Li, Youfeng Ning, Xue Jia, Baoyun Zong, Yassine Ait Brahim, Carlos Pérez-Mejías, Yanjun Cai, Valdir F. Novello, Francisco W. Cruz, Jeffrey P. Severinghaus, Zhisheng An, R. Lawrence Edwards Das letzte Zucken der Eiszeit
DOI: 10.1073/pnas.2007869117
03.09.2020 J. Burger et al. Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
DOI: 10.1016/j.cub.2020.08.033
03.09.2020 Rupert Gebhard & Rüdiger Krause Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
DOI:
03.09.2020 Pedro A. López-García, Denisse L. Argote & Michael C. Thrun Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
DOI: 10.1109/ACCESS.2020.3016244
26.08.2020 Dragana Filipović, John Meadows, Marta Dal Corso, Wiebke Kirleis et al. Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
DOI: 10.1038/s41598-020-70495-z
26.08.2020 Davide Delpian, Thorsten Uthmeier Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
DOI: 10.1371/journal.pone.0236548
17.08.2020 Paula J Reimer, William E N Austin, Edouard Bard, Alex Bayliss et al. Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
DOI: 10.1017/RDC.2020.41
06.08.2020 Spiekman Stephan N.F. et al. Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
DOI: 10.1016/j.cub.2020.07.025
06.08.2020 Gerald Mayr, Thomas Lechner, Madelaine Böhme Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
DOI: 10.1007/s10336-020-01799-0
04.08.2020 Schüßler, D., Blanco, M.B., Salmona, J., Poelstra, J., Andriambeloson, J.B., Miller, A., Randrianambinina, B., Rasolofoson, D.W., Mantilla-Contreras, J., Chikhi, L., Louis, E.E. Jr., Yoder, A.D., Radespiel, U. Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
DOI: 10.1002/ajp.23180
31.07.2020 Felix J. Augustin & Andreas T. Matzke & Michael W. Maisch & Juliane K. Hinz & Hans-Ulrich Pfretzschner Bisher älteste Bissspuren von Säugetieren auf Dinosaurierknochen entdeckt
DOI: 10.1007/s00114-020-01688-9
30.07.2020 Shaddai Heidgen, Elena Marinova, Raiko Krauß, Oliver Nelle, Martin Ebner, Tanja Märkle, Tatiana Miranda, Jörg Bofinger, Stefan Klingler, Annett Junginger Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
DOI: 10.1016/j.quaint.2020.05.038
30.07.2020 Mayr, G., P. D. Gingerich, and T. Smith 55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
DOI: 10.1080/02724634.2020.1769116
25.07.2020 Sandra A. Heldstab, Karin Isler, Caroline Schuppli, Carel P. van Schaik Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
DOI: 10.1126/sciadv.abb4685
25.07.2020 Hugo Zeberg, Michael Dannemann, Kristoffer Sahlholm, Kristin Tsuo, Tomislav Maricic, Victor Wiebe, Wulf Hevers, Hugh P.C. Robinson, Janet Kelso and Svante Pääbo Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
DOI: 10.1016/j.cub.2020.06.045
20.07.2020 Nicholas J. Conard, Maria Malina Werkzeug-Satz aus Elfenbein
DOI:
16.07.2020 Díez Díaz et al. Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
DOI: 10.3389/feart.2020.00160
14.07.2020 Magdalena Krajcarz, Maciej T. Krajcarz, Mateusz Baca, Chris Baumann, Wim Van Neer, Danijela Popović, Magdalena Sudoł-Procyk, Bartosz Wach, Jarosław Wilczyński, Michał Wojenka, Hervé Bocherens Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1918884117
14.07.2020 Karapunar, B., Werner, W., Fürsich, F. T. & Nützel, A. Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
DOI: 10.1127/pala/2020/0098
09.07.2020 Haruda A. et al. Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
DOI: 10.1038/s41598-020-67798-6
07.07.2020 Columbu Andrea, Chiarini Veronica, Spötl Christoph, Benazzi Stefano, Hellstrom John, Cheng Hai and De Waele Jo Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
DOI: 10.1038/s41559-020-1243-1
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
DOI:
27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
DOI: 10.1126/sciadv.aat2369
04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
DOI:
29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
DOI: 10.1038/s41467-018-04773-w
19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
DOI: 10.7717/peerj.4869
19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
DOI: 10.1126/science.aat3188
15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
DOI: 10.1073/pnas.1720842115
15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
DOI: 10.7554/eLife.36666
15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
DOI:
15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
DOI: 10.1038/s41477-018-0141-x
15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
DOI: 10.15184/aqy.2018.48
15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
DOI:
15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
DOI:
15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
DOI:
15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
DOI:
15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1717873115
29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
DOI: 10.1038/s41598-018-22453-z
29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
DOI: 10.1038/s41598-018-22995-2
29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
DOI: 10.1038/s41598-018-23541-w
21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
DOI:
24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
DOI: 10.1126/science.aap7778
24.02.2018 Mathieson et al. Alte Genome beleuchten Vorgeschichte Südosteuropas
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Olalde et al. Bislang größte Studie alter DNA beleuchtet das Glockenbecherphänomen im vorgeschichtlichen Europa
DOI: 10.1038/nature25738
24.02.2018 David Reich, Ron Pinhasi, Wolgang Haak, et al. Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
DOI: 10.1038/nature25778
01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
DOI: 10.1126/sciadv.aao3893
20.11.2017 Anna Szécsényi-Nagy et al. DNA-Analysen geben Aufschluss über die Besiedlung der Iberischen Halbinsel
DOI: 10.1038/s41598-017-15480-9
06.09.2017 Gerard D. Gierlińskia et al. 5,7 Millionen Jahre alte fossile Fußabdrücke fordern etablierte Theorien über die menschliche Evolution heraus
DOI: 10.1016/j.pgeola.2017.07.006
03.08.2017 Dorothée G. Drucker et al. Auf dem Teller: Mammut und viel Rohkost
DOI: 10.1038/s41598-017-07065-3
27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
DOI: 10.1371/journal.pone.0180164
27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
DOI: 10.1038/s41598-017-06390-x
29.06.2017 Gresky et al. Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe
DOI: 10.1126/sciadv.1700564
08.06.2017 Jean-Jacques Hublin et al. Der Homo sapiens ist älter als gedacht
DOI: 10.1038/nature22336
23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
DOI: 10.1371/journal.pone.0177127
27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
DOI: 10.1126/science.aam9695
24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
DOI:
23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
DOI:
17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
DOI: 10.1371/journal.pone.0166726
06.01.2017 M.C. Meyer, M.S. Aldenderfer, Z. Wang,1 D.L. Hoffmann, J.A. Dahl, D. Degering, W.R. Haas, F. Schlütz Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke
DOI: 10.1126/science.aag0357
08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
DOI: 10.1126/sciadv.1601941
28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
DOI: 10.1016/j.quascirev.2016.11.004
06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
DOI: 10.1126/science.aaf8110
20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
DOI:
26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
DOI:
21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
DOI: 10.1038/ng.3611
13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
DOI: 10.1038/srep28766
06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
DOI:
17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
DOI: 10.1002/ajpa.22996
08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
DOI: 10.1073/pnas.1525200113
07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
DOI: 10.1073/pnas.1523951113
02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
DOI: 10.1038/ncomms9912
14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1504365112
23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
DOI: 10.1038/ncomms8580
26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
DOI: 10.1038/nature14448
02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
DOI: 10.1038/nature14268
27.03.2015 Will, M., Stock, J.T. Körpergröße war schon immer individuell
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
DOI: 10.1126/science.aaa1343
04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
DOI: 10.1038/nature14224
18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
DOI:
05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
DOI: 10.1016/j.cub.2014.12.032
29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
DOI: 10.1038/nature14134
27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
DOI:
24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
DOI: 10.1126/science.1258260
23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
DOI: 10.1038/nature13810
23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1412201111
17.09.2014 Iosif Lazaridis et al. Die genetische Herkunft der Europäer
DOI: 10.1038/nature13673
06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
21.08.2014 Tom Higham et al. Neandertaler starben vor spätestens 39.000 Jahren aus
DOI: 10.1038/nature13621
05.08.2014 Eiszeitfigur vervollständigt
DOI:
25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
DOI: 10.1073/pnas.1410735111
24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
DOI: 10.1371/journal.pone.0099994
17.07.2014 Guadalupe Sanchez, Vance T. Holliday, Edmund P. Gaines, Joaquín Arroyo-Cabrales, Natalia Martínez-Tagüeña, Andrew Kowler, Todd Lange, Gregory W. L. Hodgins, Susan M. Mentzer, and Ismael Sanchez-Morales Frühe Nordamerikaner machten Jagd auf elefantenartige Rüsseltiere
DOI: 10.1073/pnas.1404546111
03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.04.056
23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
DOI: 10.1126/science.1252619
22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
DOI:
03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
DOI:
01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
DOI: 10.1038/ncomms4584
17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
DOI: 10.1016/j.jhevol.2003.12.001
11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
DOI: 10.1073/pnas.1316513111
03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
DOI: 10.1371/journal.pone.0082261
03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
DOI: 10.1126/science.1250768
19.02.2014 Michel L. A., Peppe D. J., Lutz J. A., Driese S. G., Dunsworth H. M., Harcourt-Smith W. E.H., Horner W. H., Lehmann T., Nightingale S., McNulty K. P. Damals in den Bäumen
DOI: 10.1038/ncomms4236
08.01.2014 William H. Kimbel, Gen Suwa, Berhane Asfaw, Yoel Rak, and Tim D. White »Ardi«-Schädel zeigt Verbindungen zur Menschenlinie
DOI: 10.1073/pnas.1322639111
12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
DOI: 10.1371/journal.pone.0080778
05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
DOI: 10.1038/ncomms3888
05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
DOI: 10.1038/nature12788
15.11.2013 Thalmann et al. Europäer sind als Erste auf den Hund gekommen
DOI: 10.1126.1243650
18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
DOI: 10.1126/science.1238484
11.10.2013 Ruth Bollongino et al. Jäger-Sammler und eingewanderte Ackerbauern lebten 2.000 Jahre lang gemeinsam in Mitteleuropa
DOI:
18.09.2013 Bocherens, H., Baryshnikov, G., van Neer, W. Wer hat vor 45.000 Jahren im Kaukasus den Lachs verspeist
DOI: 10.1016/j.quaint.2013.06.026
04.09.2013 Ben Krause-Kyora, Cheryl Makarewicz et al. Vom Hausschwein zum Sozialkontakt
DOI: 10.1038/ncomms3348
22.08.2013 Andrew Curry Die Milch-Revolution
DOI: 10.1038/500020a
12.08.2013 Soressi M., McPherron, S. P., Lenoir M., Dogandžić T., Goldberg P., Jacobs Z., Maigrot Y., Martisius N., Miller C. E., Rendu W., Richards M. P., Skinner M. M., Steele T. E., Talamo S., Texier J.-P. Neandertaler schufen die ersten Spezialwerkzeuge Europas aus Knochen
DOI:
29.07.2013 Gabrielle A. Russo, Liza J. Shapiro Ausgestorbener Menschenaffe Oreopithecus war kein Zweibeiner
DOI: 10.1016/j.jhevol.2013.05.004
20.07.2013 Kopf für Eiszeitfigur gefunden
DOI:
12.07.2013 Baab, Karen L.; Mc Nulty, Kieran P.; Harvati, Katerina Homo floresiensis doch eine eigene Spezies
DOI: 10.1371/journal.pone.0069119
04.07.2013 Neil T. Roach, Madhusudhan Venkadesan, Michael J. Rainbow, Daniel E. Lieberman Wie das Werfen uns zum Menschen machte
DOI: 10.1038/nature12267
13.06.2013 Alt K. Benz M., Müller W., Berner M., Schultz M., Schmidt-Schultz T. H., Knipper C., Gebel H.-G. K., Nissen H. J., Vach W. Partnerwahl vor 9.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0065649
10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
DOI: 10.1038/nature12200
04.06.2013 Matt Sponheimer, Zeresenay Alemseged, Thure E. Cerling, Frederick E. Grine, William H. Kimbel, Meave G. Leakey, Julia A. Lee-Thorp, Fredrick Kyalo Manthi, Kaye E. Reed, Bernard A. Wood, and Jonathan G. Wynn Ernährungswandel vor 3,5 Millionen Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1222579110
31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
DOI:
14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
DOI: 10.1111/eos.12037
13.09.2012 Volpato V, Macchiarelli R, Guatelli-Steinberg D, Fiore I, Bondioli L, et al. Das geht doch mit rechts!
DOI: 10.1371/journal.pone.0043949
23.03.2012 Love Dalen et al. Neandertalern drohte schon vor 50.000 Jahren das Aus
DOI: 10.1093/molbev/mss074
26.06.2011 Madelaine Böhme et al. Ältester Menschenaffe Eurasiens lebte in Schwaben
DOI: 10.1016/j.jhevol.2011.04.012
03.03.2011 Älteste Ureinwohner Nordamerikas entdeckt
DOI:
20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
DOI: 10.1016/j.quascirev.2010.05.031
29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
DOI:
09.04.2010 Berger et al. Neuer Australopithecus entdeckt
DOI: 10.1126/science.328.5975.154
25.03.2010 Krause, J. et al. Neue Menschenform entdeckt
DOI: 10.1038/nature08976
02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
DOI: