Friesen


Dieser Artikel befasst sich mit dem germanischen Volksstamm bzw. der Volksgruppe der Friesen, weiteres siehe: Friesen (Begriffsklärung) und Friese (Begriffsklärung)
Das historische Siedlungs- und Sprachgebiet der Friesen

Die Friesen sind eine Bevölkerungsgruppe, die an der Nordseeküste in den Niederlanden und Deutschland lebt.[1][2][3] In beiden Ländern sind die Friesen als nationale Minderheit anerkannt. In Deutschland wird dabei auf die Friesen der Terminus Volksgruppe angewandt, ohne dass dies den Status als nationale Minderheit berührt. Ein germanischer Volksstamm der Friesen (lateinisch: Frisii, griechisch: οι Φρίσσιοι oder Φρείσιοι) ist seit der Antike belegt.

Für den heutigen internationalen Zusammenhang sind sprachliche Gemeinsamkeiten und das Wissen um eine friesische Geschichte von Bedeutung. Während in der niederländischen Provinz Friesland neben Niederländisch das Friesische anerkannte Amtssprache ist, ist der Status des Friesischen in Deutschland schwächer.

Geschichte

Das älteste schriftliche Zeugnis vom Gebiet der Friesen stammt von dem Griechen Pytheas von Massilia, der um 325 v. Chr. das Gebiet der heutigen Deutschen Bucht und Mittelnorwegen erreichte. „An einem Wattgebiet des Ozeans namens Metuonis, das eine Ausdehnung von 6000 Stadien hat, liegt von diesem entfernt die Insel Abalus, wo im Frühjahr Bernstein angetrieben wird.“ Dies ist die erste Erwähnung von Helgoland (Abalus) und der südlichen Nordseeküste. (E.H. Berger: Geschichte der wissenschaftlichen Erdkunde der Griechen). Bernstein gehört zu den ältesten Fernhandelsgütern. Aus der früheren Geschichte Frieslands sind keine Textquellen erhalten, wohl aber gibt es Funde, die z.T. bis in die letzte Zwischeneiszeit zurück datieren. Aus der Mittelsteinzeit sind Funde aus dem Gebiet des Broekzeteler Meers erhalten. Mit der Jungsteinzeit vergrößert sich die Zahl der Funde: Steinbeile und andere Werkzeuge, Becher, Urnen und anderes sind erhalten. Unter anderem fand sich im Moor von Georgsfeld einer der ältesten bisher bekannten Pflüge der Welt, der auf 2000 v. Chr. datiert wurde. Frühestens 300 v. Chr. entstanden an der friesischen Küste die Warften oder Wurten.[4]

Die große Verlandung, die im 1. Jahrhundert v. Chr. begann, hatte eine große Siedlungswelle zunächst in das Marschgebiet zur Folge. Spätere Siedler begannen auch Land zu besiedeln, das zweimal am Tag von der Flut bedeckt wurde, indem sie Hügel aufschütteten, die höher als die höchste Flut lagen, die Warften.

Römerzeit

Die antiken Friesen („Frisii“) wurden vom römischen Historiker Tacitus in seiner Germania der Gruppe der Ingaevones zugeordnet, zu denen auch die Chauken und Sachsen gezählt wurden. Das Land der Friesen lag an der Küste der Nordsee von der Mündung des Rheins bis etwa zur Ems. Ostwärts der Ems siedelten nach diesen römischen Angaben die Chauken. Die erste Erwähnung der Friesen stammt von Plinius dem Älteren und steht in Zusammenhang eines Feldzugs des römischen Feldherren Drusus, der im Jahre 12 vor Christus in den Friesen Verbündete fand. Doch bereits in den Jahren von 28 bis 47 lehnten sich die Friesen gemeinsam mit anderen ingwäonischen Völkern unter der Führung des Gannesko/Gannescus gegen die Ausbeutung durch die Römer auf, wie Tacitus berichtet. In seinen Annalen berichtete er über das Jahr 28: „Im selben Jahr brachen die Friesen, ein Volk jenseits des Rheins, den Frieden, mehr infolge unserer Habsucht als aus Trotz gegen unsere Herrschaft. Drusus hatte ihnen in Rücksicht auf ihre dürftigen Verhältnisse einen mäßigen Tribut auferlegt: Sie sollten für Heerzwecke Rinderhäute liefern.[5] Obwohl die Rinder der Friesen damals klein waren, forderten die römischen Beamten Häute in der Größe von Auerochsen. Tacitus führt aus: „Die Bedingung, die auch andere Völker nur schwer hätten erfüllen können, war um so drückender für die Friesen; denn wenn auch ihre Wälder reich an mächtigen Ungetümen sind, sind ihre zahmen Rinder jedoch klein. So lieferten die Friesen am Anfang ihre Rinder; dann mussten sie auch ihre Frauen und Kinder oder beides an Tribut leisten. … Die römischen Soldaten, die zur Erhebung des Tributes nach Friesland kamen, wurden daher von den Friesen angegriffen und ans Kreuz geschlagen.

In der Folge gelang es den römischen Legionen unter Führung des Legaten Corbulus zwar den Aufstand niederzuschlagen, aber sowohl der Feldzug als auch die gewonnene Entscheidungsschlacht führten zu außerordentlichen Verlusten. So gerieten nahe dem heiligen Hain der Friesen, Baduhenna, einige römische Verbände in einen Hinterhalt und wurden ausgelöscht, wobei nach den Berichten 900 Römer den Tod fanden. Die Angehörigen eines weiteren Truppenverbandes von 400 Legionären wurden ebenfalls eingeschlossen und gaben sich überwiegend selbst den Tod, indem sie sich in ihre Schwerter stürzten, nachdem ihre Lage aussichtslos war. Tacitus berichtet: „Seither hat der Name der Friesen bei den Germanen einen hellen Klang.[6]

Auch wird für das Jahr 16 die Anwesenheit eines großen römischen Heeres an der Ems im Römerlager Bentumersiel bei Jemgum angenommen.

Zwischen der Niederlage der verbündeten ingwäonischen Stämme im Jahre 47 n. Z. und dem erstmaligen alleinigen Auftreten der Friesen als Großstamm anno 163 muss die Amphiktyonie/der Kultbund der Ingwäonen längs alter ethno-kultureller Grenzen auseinander gebrochen sein. Während sich die Kleinen und Großen cHauken (~ die Schläger) dem Stamm der Ur-Sachsen (Sahsgenotas)anschlossen und sich dem Kult des Schwertgotts Saxneat verschrieben, verblieben die Friesen bei der Verehrung der ingwäonischen Fruchtbarkeitsgötter. Die tief in der Historie angelegten Unterschiede zwischen Friesen und Sachsen machen sich bis in jüngste Zeit etwa im Erbrecht bemerkbar oder in der Architektur. Das friesische Jüngsterbenrecht ist dabei ein Ausdruck größerer sexueller Freizügigkeit bei unvermählten Frauen. Da der Freibauer nicht sicher sein konnte,dass der älteste Sohn auch wirklich seinen eigenen Lenden entsprang,wurde halt der Jüngste bevorzugt, wie noch heute bei der Nordener Theelacht üblich. Die Sachsen hingegen praktizierten das An- oder Ersterbenrecht, das allein dem Erstgeborenen das Odhal, sprich Hof und Land,zugesteht; in den erst später unterworfenen und sächsisch akkulturierten Gebieten im Süden und Osten des historischen Sachsenlandes findet sich hingegen das Gegensatzpaar aus aristokratischen Gütern der sächsischen Erobererschicht und der sowohl von Realteilung als auch kollektiven Almenden bestimmte Vererbungsmodus der Frijlinge und der Liten oder Halbfreien. Neben weiteren Unterschieden in der Ortsanlage und -größe sei auch auf die Bekrönung des Firstes friesischer Bauernhäuser mit dem "Ulebord", einer aus Holz oder Walknochen geschnitzten Kombination von Weltenbaum (=Stav)und Sonnenschiff hingewiesen, die im Kontrast zu den bei den Sachsen üblichen, noch heute im Oldenburgschen "Hängest und Horsa" genannten, gekreuzten Pferdeschädeln steht. (Bei den Nachfahren der Aethel- oder Ursachsen schauten sich übrigens die Pferdeköpfe an, während sie bei den Nachkommen der cHauken in die entgegengesetzten Richtungen blickten.)

163 n. Z. kürten die Friesen mit Ariovist erstmals einen eigenen König und attackierten das rechtsrheinische Traiectum ad Rhenum, wurden aber in einer bei Leiden stattgefundenen Schlacht vernichtend geschlagen. Die Quellenlage zu den Friesen wird vom 4. bis 7. Jahrhundert sehr dünn. Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass um 300 die Bevölkerung stark zurückgegangen war dank klimatischer Veränderungen. Sturmfluten in Verbindung mit dem ungehemmten Torfabbau in der Marschenzone führten zu großen Landverlusten und zur Ausbildung von weiten Meeresbuchten (Zuidersee, Lauwers, Dollard, Jadebusen, Büsumer Bucht). Erst im 5. Jh. ist die Bevölkerung dank äußerer Ereignisse wieder sprunghaft angestiegen.

Die Notlage durch die Naturgewalten führte dazu, daß die Friesen im 4. Jh. einen weiteren Anlauf zur Bildung einer Zentralinstanz unternahmen. Der Legende nach wählten sie einen Aetheling namens Sibbelt zu ihrem gemeinsamen "Hertog". Von diesem und seiner Frau HrosIne stammen die nachfolgenden Herrscher der Friesen ab, so daß man wohl von der Herrschersippe der Sibbeltinger sprechen darf. Sibbelts Nachfolger Ritzard I. beanspruchte als erster den Königstitel.

Im Epos "Beowulf" findet sodann ein gewisser Folkwalda Erwähnung, der den aus dem Raum rund um die heute dänischen Inseln - wo ein jahrzehntelanger, vermutlich reli-giös gespeister Bürgerkrieg zwischen den dänischen Skjöldungen (König Halfdaene) und den um die Erulergilde gescharten übrigen Nerthusstämmen (König Frode) tobte {{damals wurde alte Kultzentren wie Gudme auf Fünen oder Vilslev bei Ribe in Südwestjütland abgefackelt und andererseits Kultobjekte wie die Goldhörner von Gallehus, der Kessel von Gundestrup oder die Sonnenscheibe von Trundholm in der Hoffnung auf Rückkehr in der Erde versteckt. Doch die aus Schonen kommenden Dänen vermochten sich in Hleidir,Seeland mit dem Weißen See der Nerthus und der geweihgeschmückten Halle Heorot trotz aller Widerstände genauso dauerhaft zu etablieren wie auf der jütischen Peninsula.}}- fliehenden Jüten, Angeln, Warnen, Inselleuten, usw. vorübergehend und teils auch dauerhaft Asyl gewährte. Ein kleinerer Teil der Flüchtlinge, vor allem Jüten, blieb in Friesland wohnen, insbesondere im Go/Gau Nordendi, sowie dem westlauwerschen Wester- und Ostergo. Ein noch kleinerer Teil zog weiter ins Großreich der Thüringer, das bereits etwas früher aus der Allianz zuwandernder Nerthusleute (-leben, -stede oder auf -a endende Orte, bzw. Ortsnamen) mit den schon länger beheima-teten swebischen Zwillingsstämmen der Hermunduren und Juthungen (-hausen, -sen-Orte)entstand. Die Runen "Thurisaz": Verbindung von Gegensätzen und "Ingwaz": Leben, Menschen oder Völker lieferten den Namen Thüringen für dies außerordentliche Experiment. Dieses Thüringen nahm in der Folge auch Einfluss auf die dritte größte Gruppe von Flüchtlingen, die sowohl im Rhein-,Maas-,Schelde-Delta als auch an den Küsten Großbritanniens kleine Völkerwanderungsreiche errichteten.

Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen steht das archäologisch in der Anzahl der Wurtplätze erfassbare überraschend schnelle Anwachsen der Bevölkerung. Die heutigen Friesen stellen also eine Melange aus dem ursprünglichen Volkskörper, den Zuwanderern aus Skandinavien und später hinzugekommenen Seefahrern dar. Die Kontakte mit dem Kontinent, also Sachsen und Franken, waren jedoch gering, da Friesland bis in die frühe Neuzeit durch einen nahezu undurchdringlichen Gürtel aus Sümpfen und Mooren gleichsam wie eine Insel vom eigentlichen Festland getrennt war. Erst die obrigkeitlichen torf-abbauenden Moorkolonien des 18. und 19. Jh. beendeten diesen Zustand, der auch für die spätere politische Sonderrolle der Friesen im Rahmen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verantwortlich war. Der große Sonderheit der friesischen Kultur, die abgesehen von Schotten und Norwegern vergleichsam oft hünenhafte Statur der Friesinnen und Friesen, ließen bisweilen die Frage aufkommen, ob dieses Volk vielleicht anderer, etwa keltischer Herkunft wäre. Tatsächlich stellen sich aber alle germanischen Völker als Mischform dar, die sich neben allerlei späteren Zuwächsen aus dem auch in der Sprache gespiegelten Zusammenprall einer präindogermanisch fälisch-cromagniden Vorbevölkerung, den Trichterbecherleuten, mit den indogermanischen Schnurbandkeramikern oder Streitaxtleuten ergab. Bei den Friesen scheint nun der Anteil der Zuwanderer geringer ausgefallen zu sein als bei anderen germanischen Stämmen, was für die bessere Rechtsstellung der Frau, die kollektive Herangehensweise an Aufgaben wie den Deichbau, die geringere Neigung zum Kriegführen verantwortlich sein mag.

Zeit der Völkerwanderung

Auf den auch im Widsith erwähnten Folkwalda folgte die Zentralgestalt des Beowulf- Epos und des Finnsburg-Fragments, auf die auch im Waldere angespielt wird, Finn/-o Folkwaldas Sohn, der eher um 450 n. Z. anzusetzen ist,zieht man denn Querverbindungen zu den Annales Cambriae, Gildas,dem Anglo-Saxon-Chronicle, der Gesta Danorum und der Ynglinga-Saga in Betracht. Vergeblich versucht Finn, dessen Mutter wohl eine Jütin, dessen Frau Hildborg hingegen eine Dänin ist,eine zwischen den zerstrittenen Völkern vermittelnde ausgleichende Position einzunehmen. Doch der Jütenkönig Gudhere, der Dänenönig Hnaef lassen das nicht zu. Am Ende sind alle Beteiligten bis auf ein paar extraharte Dänenkrieger tot und die Finnsburg steht in Flammen.

Für das 5. Jahrhundert, eine Zeit nur rarer Erwähnung der Friesen in den zudem wenigen Chroniken, wird vermutet, dass sich auch Teile von ihnen an den Raub- und Eroberungszügen der diversen Nerthusvölker: vor allem der Angeln, Warnen und Jüten, aber auch der auf andere Weise involvierten Sachsen beteiligten. Zudem spielten die Thüringer und West-Goten eine gewisse Rolle in diesen politisch-militärischen Aktivitäten.

Worauf im Allgemeinen wenig geachtet wird in jener üblichen Verballhornung von Aktivitäten germanischer Stämme in der südlichen Nordsee und dem anschließenden Atlantik, etwa zusammengefasst in dem Term "Angelsachsen", ist die Tatsache, dass die Stämme ganz unterschiedliche Ausgangslagen besaßen. Die Sachsen kamen nämlich bereits sehr viel früher und von da an kontinuierlich immer wieder in eher kleinen Gruppen an die Strände (Litus) Galliens und Britanniens und zwar als Plünderer, wobei offener Raub bei Fremden, ja, anders als heimlicher Diebstahl nicht als kriminell angesehen wurde in der barbarischen Gesellschaft Nordeuropas. Bereits seit dem 3. Jh. kamen die Schwertgenossen oder Sachsen über die Unterläufe von Ijssel, Vechta, Lauwers, Ems, Jade, Weser, Elbe, Eider und Hever und zwangen die Römer durch ihre Überfälle zwei unabhängig von den jeweiligen Provinzialverwaltungen agierende Kommandanturen aus Festungen, Bereitschaftstruppen, Häfen und Flotten, Aussichtstürmen, Meldestaffeln und Versorgungseinrichtungen anzulegen, die Comitate limitans litus saxoniae per Britanniam und per Galliam mit den jeweiligen Sachsengrafen in Camelodunum/Camelot und andererseits in Suessionum/ Soissons, dort angesiedelt beim nordgallischen Heermeister/Magister militium utrique (Avitus -> Aegidius -> Paulus -> Syragius). Für eine Weile hatte dieses Verteidigungssystem Erfolg. Bis auf einige den beiden Küsten vorgelagerte Inseln gelang den Sachsen kein territorialer Erfolg. Erst der große Bevölkerungsexodus der Nerthusleute aus dem südskandinavischen Raum und das Vordringen der Goten in Gallien ermöglichte ihnen sich einzuklinken. Etwa die Baiokassen an der späteren normannischen Küste und die an den Mündungen von Liger und Garunna sowie auf den vorgelagerten Inseln (Sauzon/Sazon-Orte)lebenden aquitanischen Sachsen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit den "Gewissae" der britischen Überlieferung identisch sind. Und andererseits die Esseax, Sudseax und Wesseax an der britannischen Küste begründenden Verbände.

Wobei selbst hier die Sachsen selten alleine handeln. So treten in Sussex von einem thüringischen Fürstengeschlecht, den Haestingas kommandierte Warnen an die Seite der Sachsen. Ihr erster Anführer Hegel oder Hetel agiert wie sein sächsischer Counterpart Wlanca beidseits der Straße von Dover und Calais. Während nordflandrische Ortsnamen, in denen sich der Name von Wlancas Sohn Aelle verbirgt dort seine von Flußläufen und Meeresarmen geschützte Ausgangsbasis verorten, kommandierte Hegel/Hetel das in der Ambraser Handschrift, bzw. der Gudrun-Sage erwähnte, nach ihm benannte Reich Hegelingen mit der Hauptveste Matabane. Noch heute findet sich auf der angelandeten Insel Schouwe-Duiveland der Ort Hegelingen, der wohl das einstige die Maas-Mündung kontrollierende Matabane (angelsächs.: metan=Treff; bana=Weg)darstellt. Gregor von Tours erwähnt drei den Franken feindliche, von Nerthusleuten bewohnte Kleinreiche im Rhein-, Maas-, Schelde-Delta, eingezwängt zwischen den Salfranken im Süden, dem noch nicht gerodeten Urwald, den man wegen seiner Köhler und Schmiede den Kohlenwald nennt im Südosten, den Sümpfen des Oude Rhijn im Nordosten, den Friesen und ihren Gästen im Norden, der Nordsee im Westen. Man muss ihre Existenz im Zusammenhang mit den zeitgleichen Besiedlungsansätzen in Britannien sehen, den jütischen Reichen von Kent und Wight, den anglischen Reichen von Bernicia, Deira und Lindsey, sowie dem, von dem gautisch-schwedischen Erulergeschlecht der Wulfingas kommandierten East Anglia. Nur sorgte die fränkische Suprematie der Chlodwigsöhne auf dem Kontinent dafür, dass ihnen ein anderes, auch mit den Friesen verknüpftes Schicksal beschieden ward. Analog zu Britannien siedelten dort anders wie von Beda Venerabilis mit seinen Angeln, Sachsen und Jüten simplifiziert, ganz verschiedene südskandinavische Völkerschaften munter durcheinander. Die von Uisc und seinen Göttern Hengist und Horsa, den Alken, genutzten drei Schiffe sind nur ein literarischer Topos. Auch König Berig und die mit ihm reisenden Austogoten, Vesier und Gepiden benutzen für die Überfahrt von Skandza zu Skandza, Küste zu Küste, drei Schiffe. Doch Menschen brauchen so etwas wie einen Traditionskern, um sich zurecht zu finden und den liefert für gewöhnlich die jeweilige Stirps regia, für East Sussex und das südholländische Hegelingen das warnische Haestinga-Geschlecht, für das um Wintaborg/= Utrecht entstehende Morland eine Erulersippe und für das seeländische, bzw. See-Thüringen mit Antwerpens Steen als Mittelpunkt Mitglieder der groß-thüringischen Stirps regia, der Bessiniden.

Da alle diese Kleinreiche später zu Gauen reduziert immer mal wieder vom Fränkischen ans Friesische Reich fielen, gehören sie unbedingt in unsere Betrachtung und müssen von daher besprochen werden. In der Gudrunsaga tritt jener Wate auf, der in der britischen Überlieferung Watt genannt wird und wohlnd damals Wada gesprochen wurde. Als Nachfolger Hegels/Hetels herrscht er auf beiden Seiten der Meerenge und wird von Aelle, dann seinen Söhnen Cissa, Cymen und Citha, genannt Wlencing (Ver-mutlich darf man Wlencing als Gentilnamen dieser Sippe ansehen!)als Unter- oder aber alliierter König angesehen. Vermutlich beruhte das gute Verhältnis auf verwandtschaftlichen Beziehungen. Dafür spräche, dass Cissas Tochter Menia in die mächtige groß-türingische Herrscherfamilie einheiraten konnte und nacheinander Ehefrau König Bisin des Jüngeren und des langobardischen Hersen Gauso wurde. Bereits zuvor hatte die jütisch-kentisch-nordflandrische Prinzessin Hrenschweig/Hrenswin/Rowena, Tochter von Uisc und Schwester von Uchtar, Witwe des zweiten Vor-Tiern/Hochkönig (verballhornt zu Vortigern)und Kornovierfürsten von Pouais (Pagus Cornovirum/Powys) und seiner beiden Militärkolonien Kernew (Cornouaille) und Kernew-Veur (Cornwall) Britu in zweiter Ehe den zeitlich zwischen den beiden Bisins anzusiedelnden Thüringerkönig Gunthachar geehelicht.

Wichtigster Alliierter der Warnen und ihrer aus dem Norden stammenden Nachbarn war der tolosanische Gotenkönig Eurich wie auch schon dessen Vorgänger Theoderich. Beiden bereitete die zunehmende Stärke der Salfranken Sorge. Sidonius berichtet von Warnen und Erulern aus dem Norden am Hof von Tolosa. Einen dieser Warnen, Agiulf, nimmt Theoderich sogar als cliens proprius und engsten Berater an und macht ihn später zum Statthalter im unterworfenen Sweben-Reich von Braga, wo Agiulf allerdings Verrat begeht. Als zwei der drei salfränkiscenhen Kleinreiche - nur Childerich von Dornik/Tournai beteiligte sich aus familiären Gründen nicht daran - , das von Cambrai unter Chlodio und das von Therouanne, seinerzeit ein Hafenort, die drei Kleinreiche der Nerthusleute im Rhein-, Maas-, Schelde-Delta angreifen und zu siegen drohten, entsandte Eurich die in der Hauptsache von den vasallären aquitanischen Sachsen gestellte westgotische Flotte und trieb die Franken zurück. Dabei wurde einer der beiden Könige gefangen genommen - Sidonius Apollinaris nennt ihn den fränkischen Mars - und nach Toulouse verbracht. Sein Name wird nirgends genannt, vermutlich weil er Chlodwig lautete und das Debakel eines solchen Namensvetters ein schlechtes Licht auf den eine Generation später herrschenden großen Chlodwig geworfen hätte. Mithin dürfte dieser Chlodwig von Therouane dem Ludwig von Kassiane der Gudrunsaga entsprochen haben. Childerich von Dornik/Tournai mochte zwar wegen seiner thüringi-schen Gattin Basina Bedenken gehabt haben,gegen die nördlichen Nachbarn vorzugehen,doch den Sachsen brachte er nicht denselben Respekt entgegen. Als der aquitanische Sachsenkönig Odoaker Angers einnahm, stellte er sich an die Seite des nordgallischen Heermeisters Paulus und trieb nach Paulus tödlicher Verwundung die Sachsen den Liger/La Loire hinab, wo er bei Namnetum den Odoaker im Zweikampf tötete. Fortan galt Childerich, der vom oströmischen Kaiser mit Titeln und Tantiemen belohnt wurde, und sein Reich als die kommende Macht. So fand sein Sohn Chlodwig von Be-ginn seiner Herrschaft an, die partielle Unterstützung seiner Vettern Chacharich - der Hartmut der Gudrunsage - und Ragnachar wie auch des Comes der Moselfranken, Arbogast der Jüngere. Dennoch überlebte das Warnenreich von Hegelingen, bzw. der Haestingas seine Ägide. Erst Chlodwigs des Großen recht brutaler jüngster Sohn Chlothachar, bzw. der Anführer der fränkischen Elitekämpfer, der Chattuarier/Hetwaren: Dagrabe unterwarfen den Festlandsteil im Rahmen des ersten großen thüringisch- fränkischen Kriegs 510 - 512, in den auch noch die skandinavischen Gauten als Verbündete der Thüringer, Friesen und Nerthusvölker hineingezogen wurden. Der Tod des gautischen Königs Hugileikaz am Niederrhein ließ die fränkische Seite triumphieren. Und was nun die Insel angeht, so vermochte sich der südsächsische Verbündete der Haestingas, König Winecisse, nicht gegen seinen Schwager Ceawlin von Wesseax zu behaupten, der sein Reich entlang der Küste bis nach Kent ausdehnte.

Östlich von Hegelingen platziert die Gudrun-Sage Morland. Die Myrgingas/Moren/Mauren/Stur-Maren waren ein kleines, aber sehr kriegerisches Volk an der Eider eingeklemmt zwischen Angeln und Sachsen, Warnen und Hathubarden, über dessen Schicksal der Widsith oder Weitfahrer ausführlicher berichtet, zumal sich der Ich-Erzähler als Angehöringen dieses Volks zu erkennen gibt. Dies ebenfalls in der Origo Langobardis erwähnte Volk befand sich mit den benachbarten Angeln im Dauerclinch. Dennoch mußten die "Ruhmreichen" genau wie die Angeln nach Westen fliehen angesichts der Dampfwalze der unter Wodens Rabenbanner kämpfenden dänischen Krieger. Die Moren oder Myringer richteten sich in den Ruinen von Traiectum ad Rhenum ein, dass sie Wintaborg nannten. Dass Gregor von Tours und Sidonius Apollinaris sie, bzw. ihre Elite als Eruler bezeichnen ist kein Widerspruch.

Was leider erst einige Historiker begreifen, ist die Tatsache, dass es sich bei den Erulern, den Einrillern der Runen oder Reudignern, den Rötigern der eingerillten Runen analog zu den fränkischen Chattuariern nicht eigentlich um ein Volk handelte, sondern um die Gilde, den Orden der vermeintlich magiekundigen Elite-Krieger des Nerthusbundes. Sie begleiteten die Kimbern, Teutonen und Ambronen in den Süden, verbanden im Noricum ihre alten magischen Zeichen mit einem italischen Alphabet zu den nachmaligen Runen und schickte diese gemeinsam mit dem Kessel von Gundestrup von den Scordiskern an der Donau in ihre nördliche Heimat. Später werden sie mit Jüten und Warnen am Asowschen Meer und Kuban erwähnt, später in Mähren, dann in Bosnien. Sowohl der Skire Odoaker als auch ein germanischstämmiger Breonenfürst in den Alpen nennen sich Rex Herulorum. Eruler wie Gordas dienen in Konstantinopel und Tolosa, beraten Gautenkönige und errichten an der norwegischen Westküste kleine Fürstentümer, so dass ihre Eigenbezeichnung Eriloz schließlich zum Titel wird: Jarl, Earl. Die Gudrun-Sage nennt den König von Morland Sigfred, was auf eine Verschwägerung mit den benachbarten Rheinfranken hindeutet, egal, ob deren dynastischer Name nun Wälsung lautet oder nicht. Interessant ist aber, dass sein noch an der Eider lebender Vorgänger Eadgils, bzw. Aldegils hieß, just so wie der mächtigste Herrscher der Friesen Aldegils der Alte. Da die Germanen gern Leitnamen verwendeten in der Hoffnung, eine kriegerische Seele möge zum Wohle des Volkes wiedergeboren werden, muss man wohl von einer Verwandtschaft ausgehen.

Das dritte der drei nerthischen Kleinreiche im Rhein-, Maas-, Scheldedelta wurde bereits kurz nach 510 von Chlodwig dem Großen erobert, nachdem der Beschützer Alarich von Tolosa weggefallen war. Noch anno 507 hatte Alarichs ostgotischer Schwiegervater, der Amaler Theoderich in persönlichen Botschaften die drei Kleinkönige aufgefordert nun auch seinem von den Franken bedrängten Eidam zu Hilfe zu kommen. Die Gudrunsage nennt den König Seelands, bzw. der westlichen Thüringer Herwig, was gut mit dem König Merwig frühneuzeitlicher thüringischer Geschichtswerke in Einklang gebracht werden kann. Man weiß. dass der Antwerpener Steen am Ufer der Schelde bereits in der Völkerwanderungszeit befestigt und Zentrum des Umlandes war. Nun, gibt es in Antwerpen die Sage vom Druon Antagon und dessen Gegenspieler Marcus Brabo,hinter der sich der alte Gegensatz zwischen Franken und See-Thüringern verbirgt. Natürlich wurden, anders als die Legende behauptet, in >H<andwerpen keine Hände abgehackt und in den Strom geworfen, sondern der Name der Stadt leitet sich von "anwarpen", d. h. seine Boote festmachen, ab. Doch steckt in jeder Fama auch Wahrheit. Der Hauptgott der Thüringer, deren swebischer Herkunftsteil sich zuvor Hermunduren, "die unter der Munt Ermins/Jör(d)mins Stehenden" nannte, war der Richter-, Erd- und Himmelsgott, den die Kelten Nodens, bzw. Nuada mit dem Silberarm nannten, die Germanen Forsete, Tiu, usw., Mars Thingsos und auch hier war der Schwertarm vom Fenrirwolf abgebissen worden und führte nun ein autonomes, krieg- und schreckenverbreitendes Dasein. antagonos bedeutet griechisch gegnerisch und Druon ist in Verbin-dung zu angelsächsisch Drythen= Gefolgsherr, schwedisch Drotning, dänisch Dronning=Königin, zu Drohne, Thron und vielleicht auch zu niederdeutsch Drost zu setzen und bedeutet einfach Herrscher. Der gegnerische Herrscher für die siegreichen Franken, die im Nachhinein bestimmten, wer der Gute war und wer die Rolle des Bösewichts zu übernehmen hatte.

Der Codex Eberhardi, ein Versuch Fuldaer Mönche sich mittels Urkundenfälschungen über angebliche Übertragungen an Land und Rechtstiteln in den Besitz eben dieser zu setzen (vgl. die dito gefälschten Konstantinischen und Pippinidischen Schenkungen mit denen sich das Papsttum in den Besitz ganz Mittelitaliens brachte!)braucht da, wo es nicht um die eigentliche Übertragung geht, keineswegs falsch zu liegen; zudem wird die Existenz eines friesischen Königs oder Herzogs namens Audulf durch die Münz-funde von Escharen belegt, die einen Audulfus Frisiae preisen, welcher sich als Verehrer der wohl in Victura latinisierten maidenhaften Kriegsgöttin Baduhenna zu erkennen gibt. Dem Münzfund ist allerdings auch zu entnehmen, dass Audulf seine Siege nicht gegen die Franken errungen hat, sind sie doch wegen der Latinismen und der ganzen Machart der Münzen unzweifelhaft von einer fränkischen Münze im Auftrag angefertigt worden, was man in der Regel für einen Feind nicht tut. Möglicherweise haben die skandinavischen Interventionen auf Seiten der Thüringer in deren Abwehr fränkischer Okkupationsgelüste, 512 die Gauten unter Hugileik, 534 die Dänen unter Hrodulf, bei denen wohl friesisische Wurten und Warften geplündert und zerstört wurden quasi als Reiseunterhaltung Friesen und Franken auf Zeit einander näher gebracht. Es heißt, das auf Seiten des austrasischen Kronprinzen Theudebert in beiden Fällen friesische Kontingente gekämpft hatten. Dennoch nur wenig nach Audulf - genannt wird ein Herrscher namens Beroald, für den die Quellenlage allerdings außerordentlich dünn ist! - können die Friesen in Zeiten zunehmender fränkischer Schwäche angesichts der jahrzehntelangen Auseinandersetzung zwischen den Furien Brunhilde und Fredegunde sich in den Besitz der extinkten nerthischen Königreiche setzen und ihre Südgrenze bis zum Zwin und dem hineinfliessenden Sinkfal vorschieben. Die Brügge/Brücke über den Sinkfal wird nun erstmal die Grenze zwischen den Einflußsphären von Suessionum und Staney hier, Bant, Stavoren und Wintaborg dort.

Was den anderen Nachbarn der Friesen angeht, die Sachsen, so beendeten sie in diesen Jahren ihre maritimen Abenteuer- und Raubfahrten angesichts der Tatsache, dass der Westen komplett unter militärisch schlagkräftigen barbarisch-stämmigen gentilen Einheiten aufgeteilt war. Es wurden zur Friedenswahrung zwischen den kleinen angelsächsischen Königreichen Britanniens sogar Sachsen unter ihrem Herzog Hadugatho aufs Festland zurückgeschickt, Kräfte, die sich an der Niederlage des Groß- Thüringischen Reiches beteiligten, später gemeinsam mit den Langobarden Italien eroberten, auf einem Zug zurück in den Norden Frankoburgund verwüsteten und am Ende ihrer ruhelosen Karriere auch noch einen Krieg mit den vor den Awaren ins Frankenreich geflohenen Havelsweben vom Zaun brachen. Es sollten aber der kurz nacheinander erfolgende Zusammenbruch des Thüringer- und des Hadubardenreichs, sowie der Rückzug der Franken aus der nördlichen Francia antiqua sein, der den an Bevölkerung reichen Sachsen genügend Ausdehnungsmöglichkeiten für ein Jahrhundert verschaffte. Kurzum, die Nordsee wurde wieder ein friedlicheres Meer, das nun eher von Handel und Kulturaustausch geprägt wurde. Da die Bernsteinstraße von Raben und Bern, Ravenna und Verona, durch Bajuwarien, das Groß-Thüringer Reich und die Hadubardia zur Ostsee zusammengebrochen war, gab es jetzt nur noch eine sichere Handelsverbindung in den Norden und die führte über das friesische Scharnier, da die vier königs- und damit auch königshoflosen Sachsenstämme der Nordiliudi, der Westfalingas, der Eastfalingas und der Engeren mit dem allsächsischem Thingplatz Markloh als ihrem spirituell-politischem Zentrum kaum Interesse an überregionalen Handelsaktivitäten mit Luxusprodukten zeigten und von daher eher fremdenfeindlich eingestellt waren. Aber auch der Handel zwischen dem fränkisch-langobardisch dominierten Kontinent und ebenso der skandinavischen Reiche mit dem nun teils germanisierten britischen Inseln fand abgesehen von dem untergegangenen neustrischen Quentowiek über friesische Handelsemporien wie Durstede/Dorestad und Rungholt statt. Die Friesen fühlten sich dabei wenig von der fränkischen Kulturvormacht angesprochen, sondern orientierten sich was Geschmack, Kultur und Ökonomie angeht an den angelsächsischen Staaten und Gesell-schaften. Grund war vermutlich, dass sich in Kernfriesland niederlassende und sich allmählich mit den originäre Friesen vermischende jütische Element und zum anderen die von den Franken hinzu eroberten Gebiete im Rhein-, Maas-, Schelde-Delta mit ihrer den Angelsachsen gleichenden nerthischstämmigen Bevölkerung. Während sich sonst in Kontinentaleuropa der fränkische Solidus als Währung durchsetzte, verwendeten die Friesen gleich den Northumbriern, Merciern oder Kentern den Sceatta, eine Silber-münze. Die beidseits der Nordsee als immer noch einflussreiche Elite wirkende Schicht der Eruler, sing.Eriloz, die nun zu Earlen und Jarlen wurden, bescherte der Welt angesichts sprachlichen Wandels im gesprochenen Alltags-Idiom ein neues Runenalphabet (Futharc) mit mehr Buchstaben. Und man fand es sowohl in den Latrinen westfriesischer Warften als auch am Grunde der Themse oder im Schiffsgrab des ostanglischen Königs Redwald zu Sutton Hoo. Wegen dieser Verteilung bekam es letztlich auch das Attribut: anglo-friesisch.


Mit dem nächsten König der Friesen Aldegill/Aldegils/Eadgils beginnt die historische Phase, nicht weil man den Chroniken und Annalen von Skriptoren aus dem christlichen Klerikerstand mehr trauen kann als den oral tradierten und später in Sagenform aufgezeichneten Überlieferungen der Skopen und Thulen, sondern weil nun stets ein Referenzdatum im Spiel ist, dass den Vergleich mit gesellschaftlichen Entwicklungen anderswo auf dem Kontinent ermöglicht. Man weiß nicht genau, ob die Seenot echt oder vorgetäuscht [(Es heißt zudem, Willibrord habe bei einer Anlandung im neustrischen Quentowiek befürchtet, in die Hände des ihm wegen seiner austrasischen Freundschaften, u. a. zu den Pippiniden, feindlich gesonnenen Majordomus von Neuster, Ebroin, zu fallen!)] war, die den Bischof Wilibrord von Northumbria (*658 +739) befiel und ihm ermöglichte, dass vordem für die christliche Mission versperrte Land zu betreten. Natürlich kam ihm neben der von den Friesen stets respektierten, weil zu oft am eigenen Leib erfahrenen Seenot die Gegnerschaft zu König Egbert von Northumbria, der zeitweilig vereinigten Reiche von Bernicia und Daira, zugute. Denn Egbert konnte nicht genug kriegen, eroberte das kleine Lindsey und bedrohte Penda von Mercia und seinen Sohn Wulfhere, beides wichtige Handelspartner der Friesen. König Aldegill empfing ihn jedenfalls 678 an seinem Hof und lernte den erstmal nach Rom weiterreisenden Granden der Kirche kennen und schätzen. Fortan war die christliche Missionierung in seinem Reich erlaubt. Willibrord verbrachte allerdings das nächste Dutzend Jahre in Irland. Aldegill, der sehr lange geherrscht haben muss,machte sich verdient, weil er die Wurten und Königswarften erhöhen ließ und vor allem als erster Friesenherrscher Einpolderung betrieb und Deiche errichten ließ. Auch dehnte er die Macht des Friesenreichs aus in das nun von Menschen weitgehend entleerte südwestliche Jütland mit seinen Inseln und Halligen. Zentrum wurde dort die untergegangene Stadt Rungholt am Heverstrom. Damals war Eiderstedt noch eine Insel und die Eider besass eine zweite, nicht an die Nordiliuda der Sachsen angrenzende Mündung, die Hever. Aldegill verlegte seine barbarisch-prächtige Hofhaltung - über die die diversen Ausprägungen und Moden des Tierstils in Schnitzwerk, Webkunst und Schmiedearbeit jeweils von England nach Skandinavien und viceversa gelangten - wohl nach Jahreszeit zwischen seinen drei Residenzen Bant, Stavoren und Wintaborg. In Stavoren erhob sich wohl ein sogenannter Stav, eine jener hölzernen riesigen Irmensäulen mit den vier Halbbögen auf ihrem Scheitel, die die Beobachtung des Sonnenlaufs an den Sonnenwenden ermöglichten, bis dieses gerötete Rund in der Kimme verschwand oder wieder auftauchte, natürlich jeweils von einem anderen Aussichtspodest aus beobachtet. Während die Wintaborg im Zentrum des heutigen Utrecht lag, wohl unter der heutigen Kathedrale ist die Lage von Bant äußerst strittig. Einige verorten sie auf eine Insel in der Emsmündung, tatsächlich wird aber ein Teil des Hafenbereichs von Wilhelmshaven am Jadebusen noch heute Bant genannt. Religiöses Zentrum der Friesen war die Insel Heligoland, Heilig-Gau-Land. Diese war damals noch 15 mal so groß wie heute, wobei der Norden eher flach war. Der felsige Teil im Süden hatte immerhin auch noch den fünffachen Umfang und bestand nicht allein aus dem heute noch sichtbaren roten Sandstein, sondern daneben gab es ein weißes Kreidemassiv, wie man es von Rügen oder Moen her kennt und schwarzen oder dunkleren Sandstein. Die drei heiligen Farben der paganen Göttinnen, weiss, rot und schwarz. Heilige Quellen, sakrosankte weiße Rinder mit gewaltigen Hörnern und weißhaarige Priester oder Thule vervollständigten dieses Bild.

Mit Aldegill endet die eigentliche Völkerwanderungszeit, denn im benachbarten Frankenreich kam es durch die zunehmende Schwächung der Merowinger zu erheblichen Verwerfungen. Mit der mal Arnulfinger, Pippiniden oder aber Karolinger genannten Familie strebte ein neues Geschlecht von Usurpatoren nach oben, das von Anfang an auf die christliche Kirche setzte. Man ergriff ihre Partei und erhielt umgekehrt jedwede Unterstützung. Quid pro quo. U. a. errichtete man Eigenklöster wie Malmedy und Stavelot und errang so Grafenrechte auch in anderen Gegenden.Die miteinander verschwägerten Großgrundbesitzer, der nachmalige Bischof von Metz, Arnulf und Pippin der Ältere waren treibende Kräfte beim Sturz der nur wenige Tage herrschenden Urenkel der greisen Königin Brunhilde gewesen und hatten zugelassen, dass die uralte Frau von einem Pferdegespann zu Tode geschleift wurde. Der neue König aus Neuster Chlothar II. brachte aber gewitzt statt einen von ihnen sukzessiv Angehörige des ostfränkisch-thüringischen Adels, Radu und dann Chugo auf den kleineren Thron des Majordomus oder Hausmeiers, der während seiner zumeist gegebenen Abwesenheit in Auster, bzw. Austrasien regierte. Doch anno 623 waren die beiden Edelleute schon so mächtig geworden, dass sie Chlothar II. zwingen konnten, seinen Sohn Dagobert I., ein Kleinkind nach Auster zu schicken, wo dann die beiden Opportunisten gemeinsam im Namen des Kindes regierten. Von den Gütern Pippins aus war Friesland, insbesondere der Annex der drei vormaligen Nerthuskönigreiche anders als für den neustrischen König kein fernes Land, sondern lag begehrenswert, vor allem wegen des Handels mit Skandinavien und den britischen Inseln, gleich um die Erde. Die Friesen und Nerthusleute würden sich vorsehen müssen.

Was die Ähnlichkeit der altfriesischen Sprache mit dem Angelsächsischen angeht, so hat das anders als bis 1950 angenommen, weniger mit einer massiven Einwanderung nach Kent und anderen Orten zu tun - wiewohl mit den Wandervölkern versippte Friesen auch nach England gelangt sein werden - sondern mit der Tatsache, dass viele Angehörige der aus Südskandinavien geflüchteten Stämme nicht mit weiter zogen, sondern mit Kind und Kegel in Friesland blieben und sich kulturstreuend mit der indigenen ingwäo-nischen Bevölkerung vermischten.

Herrschaft der Franken

Im Jahre 734 eroberte Karl Martell den westlichen Teil Frieslands, und der letzte Gesamtherzog der Friesen Poppo fiel in einem Kampf gegen einen fränkischen Adeligen. Diese größte Ausbreitung des friesischen Territoriums ist bekannt als Frisia Magna. Das, was heute von der Frisia Magna übriggeblieben ist, ist klein und verstreut. Das meiste ist von den sich ausbreitenden Nachbarn erobert worden, von den Sachsen, die in den Norden und Westen vordrangen und den Franken, die den Norden und Osten besetzten.

Karl der Große eroberte 785 nach dem Sieg über die Sachsen ganz Friesland einschließlich der östlichen Gebiete bis zur Weser für das fränkische Reich. Er vertrat eine Politik, die den einzelnen Stämmen im Reich eine gewisse Autonomie sicherte. Aus diesem Grund ließ er gegen Ende des 8. Jahrhunderts die überlieferten germanischen Stammesgesetze aufzeichnen, so auch die Lex Frisionum, das alte Gesetz der Friesen.

Etwa um 800 besiedelten Friesen die heutigen nordfriesischen Inseln zwischen Eiderstedt und Sylt. Die in den Uthlanden wohnenden Friesen unterstanden als Königsfriesen direkt der dänischen Krone. Deutlich später, vermutlich im 11. Jahrhundert, wurde in einer zweiten Welle dann auch die Westküste Südjütlands (das spätere Herzogtum Schleswig) zwischen den Flüssen Eider und Vidå besiedelt. Möglicherweise bestand bei dieser Auswanderung ein Zusammenhang mit der Ausdehnung der fränkischen Herrschaft, denn die Nordfriesen siedelten außerhalb des karolingischen Machtbereichs, der an der Eider endete.

Unter der Frankenherrschaft wurden die Friesen im alten Kernland christianisiert. Bis zum Jahr 800 war die Oberschicht zum Christentum konvertiert, bei der einfachen Bevölkerung dauerte der Prozess deutlich länger. Die an die jütische Küste in Schleswig ausgewanderten Friesen wurden dagegen erst im 11. Jahrhundert Christen, nachdem die Annahme dieser Religion für sie nicht mehr automatisch die Unterwerfung unter die fränkische Herrschaft bedeutete. Unter Karl dem Großen wurden die Friesen von der Heerfolge (d. h. vom fränkischen Militärdienst) befreit und mussten nunmehr nur das Kirchen-Zehntel (Vorläufer der Kirchensteuer) zahlen.

Die friesischen Seelande um das Jahr 1300

Nachdem die Friesen schließlich die von den Frankenkönigen eingesetzten Grafen wieder vertreiben konnten, begann die häufig romantisch überhöht dargestellte, aber dennoch bemerkenswerte Zeit der Friesischen Freiheit. Diese Form der friesischen Selbstverwaltung bedeutete einen deutlichen Unterschied zu anderen Territorien in Europa. In Friesland von der Zuidersee bis zur Weser bildeten sich zahlreiche kleine Landesgemeinden, die häufig freiheitlich und genossenschaftlich organisiert waren und eigene Ratsverfassungen besaßen. Die Friesen beriefen sich auf Freiheitsrechte, die der Legende nach von Karl dem Großen, tatsächlich wohl aber von einem seiner Nachfolger an die Friesen verliehen wurden. Im Gegensatz zum übrigen Europa etablierte sich kein feudalistisches System.

Nach Karl dem Großen

Statue von Pier Gerlofs Donia in Kimswerd, ein friesischer Krieger

Nach dem Zerfall des Frankenreiches unter den Erben Karls des Großen gehörte das Gebiet der Friesen ab 843 zum Mittelreich Lothars I. und nach dessen Zerschlagung zum Ostfränkischen Reich. Dort wurden sie lose dem Herzogtum Niederlothringen zugeordnet.

Friesische Freiheit

Die Landesgemeinden, symbolisch die sieben friesischen Seelande genannt, waren somit reichsunmittelbar und nur dem Kaiser untertan. Die Abgesandten der Landesgemeinden trafen sich einmal im Jahr am Upstalsboom. Die Zeit der Friesischen Freiheit dauerte etwa vom 12. bis zum 14. Jahrhundert.

Neuzeit

Mit dem Tod des ostfriesischen Fürsten Carl Edzard erlosch mit dem Haus Cirksena im Jahr 1744 das letzte einheimische friesische Geschlecht, das eine Herrschaft auf friesischem Boden begründen konnte. Anschließend wurde Ostfriesland von Friedrich dem Großen für Preußen in Besitz genommen.

Wirtschaftsgeschichte

Bis zum Aufstieg der Hanse waren die Friesen das bedeutendste Handels- und Seefahrervolk der Nordseeküste.

Der älteste Bericht von der Wirtschaftsweise an der Nordseeküste stammt von Plinius dem Älteren, der im Jahr 47 als Reiteroffizier am Feldzug des Corbulus gegen die Chauken, die östlichen Nachbarn der Friesen an der Nordseeküste, teilnahm. Diese Schilderung der Chauken gibt auch sicherlich ein exaktes Bild der Wirtschaftsweise der Friesen.

Das Wattgebiet: Fischfang und Leben auf der Warft, Binsen und Schilf, Torfstecherei

Plinius: „Gesehen haben wir im Norden die Völkerschaften der Chauken, die die größeren und die kleineren heißen. In großartiger Bewegung ergießt sich dort zweimal im Zeitraum eines jeden Tages und einer jeden Nacht das Meer über eine unendliche Fläche und offenbart einen ewigen Streit der Natur in einer Gegend, in der es zweifelhaft ist, ob sie zum Land oder zum Meer gehört. Dort bewohnt ein beklagenwertes Volk hohe Erdhügel, die mit den Händen nach dem Maß der höchsten Flut errichtet sind. In ihren erbauten Hütten gleichen sie Seefahrern, wenn das Wasser das sie umgebende Land bedeckt, und Schiffbrüchigen, wenn es zurückgewichen ist und ihre Hütten gleich gestrandeten Schiffen allein dort liegen. Von ihren Hütten aus machen sie Jagd auf zurückgebliebene Fische. Ihnen ist es nicht vergönnt, Vieh zu halten wie ihre Nachbarn, ja nicht einmal mit wilden Tieren zu kämpfen, da jedes Buschwerk fehlt. Aus Schilfgras und Binsen flechten sie Stricke, um Netze für die Fischerei daraus zu machen. Und indem sie den mit den Händen ergriffenen Schlamm mehr im Winde als in der Sonne trocknen, erwärmen sie ihre Speise und die vom Nordwind erstarrten Glieder durch Erde.“ Gekocht und geheizt wurde also mit Torf.

Salzgewinnung im Wattgebiet

Fässer mit gesalzenem Hering wurden in großen Mengen ins Inland verkauft

Neben Fischen und dem auch in der Nordsee fündigen Bernstein lieferte Salzgewinnung ein wertvolles und wichtiges Handelsgut für die Wattbewohner. Dazu wurde salzhaltiger Torf getrocknet, verbrannt, das Restsalz gelöst und filtriert und die Sole mittels Torffeuern verdampft, wodurch das „friesische Salz“ gewonnen wurde, das von der Römerzeit bis ans Ende des Mittelalters ein gefragtes und teures Handelsgut war. Später wurde es auch Grundlage für den Export von gesalzenem Hering.

Es gibt eine Salzausstellung der Region Uthlande, die über den Salzabbau in Nordfriesland informiert.[7]

Ackerbau und Viehzucht in den Marschen, bäuerliche Textilindustrie

In den Marschen baute man nach den archäologischen Befunden Gerste und Hafer an, Bohnen und Raps, und züchtete Rinder, Pferde, Ziegen und Schafe. Wegen der Kälte und des Windes verwendeten die Friesen viel Mühe darauf, die Wolle der Ziegen und Schafe zu guten Fäden zu verspinnen und zu dichten Stoffen zu weben. Neben Salz und getrockneten oder gesalzenen Fischen wurden Stoffe und Mäntel ein wichtiges Exportgut der Friesen. Bereits die Römer waren Kunden für friesische Wollmäntel. Damit standen den Friesen drei selbstproduzierte gesuchte Handelswaren für den Fernhandel zur Verfügung.

Handel

Neben den selbstproduzierten Handelsgütern verfügten die Friesen als Fischer und Küstenbewohner über einen ausgezeichneten Schiffbau und viel Erfahrung auch mit rauher See, die über die Jahrhunderte gewachsen war. Damit hatten sie die Mittel, ihre Exportwaren an die Kunden und das Eingehandelte heimzubringen. Da sie auch sehr wehrhaft waren, ihnen wie früher den Griechen und Phöniziern im Mittelmeer und später den Portugiesen im Indienhandel das wertvolle Handelsgut nicht leicht zu rauben war, waren alle Voraussetzungen für das lukrative Geschäft des Handels gegeben.

Die Friesen bauten eine andere Schiffform als ihre Konkurrenten, die Wikinger. Das 1891 in einem Tief südlich Dornum-Westeraccum gefundene Schiff von Roggenstede war flach gebaut (zum Trockenliegen bei Ebbe), 1,37 Meter breit und acht Meter lang. Gebaut war es stabil aus starkem Eichenholz. Später wurde das weiterhin im Rumpf flach gebaute friesische Schiff zur hochbordigen Kogge, mit dem Ruder mitschiffs, und zum Vorläufer der Hansekoggen.

Im 7. Jahrhundert begannen die Friesen nicht nur Warften für Einzelgehöfte zu bauen, sondern errichteten auch bogenförmig längs an Buchten und Prielen Dorfwarften als Handelsniederlassungen für Händler und Handwerker wie Bootsbauer, Küfer, Segelmacher. Diese als Straßendörfer angelegten Handelsniederlassungen wurden Wik genannt.

Nordsee, Ostsee

Zunächst handelten die Friesen an der ganzen Nordseeküste und vor allem mit Jütland und Irland. Im Laufe der nächsten hundert Jahre gewannen sie auch über die Zwischenstation Haithabu eine führende Stellung im Ostseehandel. Bezogen wurden von dort Pelze. Wie die Wikinger handelten die Friesen aber auch über Gotland, Nowgorod und die russischen Flüsse bis nach Byzanz und bezogen von dort Seide, die von China über die Seidenstraße gekommen war, und Pfeffer der über arabische Zwischenhändler bezogen wurde und von den Gewürzinseln stammte.

Dorestad

Das größte Wik war Dorestad an der Gabelung des Alten Rheins und der Lek, das sich am flachen Ufer 1000 Meter hinzog und eine Breite von 90 bis 150 Meter hatte. Die Straße verlief in Nord-Südrichtung und war auf der Westseite dicht mit Häusern bebaut. Gehandelt wurden vor allem Tuche und Wollmäntel in verschiedenen Farben, Salz und Nahrungsmittel, vor allem Getreide und getrockneter Fisch. Nach Norden, nach Dänemark, Norwegen und Schweden wurden dort hochgeschätzte Ziegenhaardecken aus friesischer Produktion verkauft. Kauffahrer aus Byzanz verkauften Seide und erwarben friesische Tuche. Soweit nicht Waren getauscht wurden, war Silber in Drahtstücken oder als Münzen das Hauptzahlungsmittel. Die von Dorestad selbst geprägten Münzen waren überall anerkannt und zeugen in ganz Europa von den weiten Handelsbeziehungen der Friesen. Über den Rhein nach Deutschland und weiter über die Alpen verlief eine weitere wichtige Handelsroute.

Rheinroute, Deutschland, Alpen, Rom und Italien

Friesische Mäntel genossen höchste Wertschätzung. So verschickte Karl der Große diese Mäntel als Geschenke, auch zum Beispiel an Harun al-Raschid. Fränkische Hofbeamte erhielten als Teil ihrer Entlohnung jährlich einen Mantel aus Friesland. Großkunden wie das Kloster Fulda bezogen pro Jahr 700 bis 800 Mäntel für die Mönche und zum Weiterverkauf. Die Besitzungen des Klosters Werden hatten ihren Zehnten in Wolle, Ziegenhaardecken und Mänteln zu entrichten. Der „Fries“ war ein überall in Norden anerkanntes Tuchmaß.

Über den Rhein importierten die Friesen etwa aus dem Brohltal bei Andernach Tuffstein für den Kirchenbau, Krapp zum Rotfärben der Wolle und Wein aus der Pfalz und dem Elsaß. Handelsniederlassungen der Friesen gab es in allen Rheinstädten bis Straßburg und Basel. In Speyer etwa, dem zentralen Weinumschlagplatz der Pfalz und Zentrum eines großen Krappanbaus, bestanden im 11. Jahrhundert die Händler im Bereich der Domimmunität aus Friesen und Juden.[8] Siehe auch: Geschichte der Juden in Ostfriesland.

Auf der Route über die Alpen ließen sich Friesen oberhalb von Bern im Haslital nieder. Die Ortsnamen dort erinnern an Friesland und vor allem das Jeverland. Sehr früh waren die Friesen auch in Rom vertreten. So half die Bruderschaft der Friesen in Rom (Schola) im Jahr 854 dem Papst, Rom gegen die Sarazenen zu verteidigen. In Trani in Mittelitalien bargen die Friesen die Gebeine des Heiligen Magnus und bestatteten sie in der Friesenkirche St. Michaelis und St. Magnus neben dem Petersplatz. Die Rettungstat wurde in der Kirche durch eine Mamortafel vermerkt. Später wurden die Reliquien von St. Magnus nach Friesland gebracht und in einem Schrein in der St.-Magnus-Kirche in Esens bestattet, was seit 1150 bezeugt ist.

Bremen, Kreuzfahrtschiffe, Westfalen, Flandern

Zwischen Rüstringen und Bremen wurde am 9. Juli 1220 ein regelrechter Handelsvertrag geschlossen. Rüstringen lieferte Schlachtvieh, Häute, Schafe, Käse, Eier, während Bremen Bier lieferte. An diesem Handel beteiligte sich auch das Harlinger Land.

In der Zeit der Kreuzzüge rüsteten die friesischen Werften viele Schiffe, ja ganze Flotten aus, die Friesen stellten auch Seeleute und Soldaten. Friesische Kreuzfahrer waren am 21. Oktober 1147 dabei, als Lissabon zurückerobert wurde. Dabei fiel Bischof Popted Ulvinga. 1187 fuhren friesische und dänische Kreuzfahrer mit 50 Schiffen ab, eroberten auf dem Weg die portugiesische Stadt Silves und erreichten 1189 Akkon.

Friesland blieb auch Agrarexportland. So lieferte es zum Beispiel 1383 über Oldenburger Händler Pferde, Rinder, Schafe, Butter und Heringe nach Westfalen. Im Hafen Damme am Zwin, dem Hafen von Brügge in Flandern, sind friesische Viehhändler bereits seit 1252 bezeugt. Damme wünschte gemäß einer Urkunde von 1394 ausdrücklich den Besuch von Kaufleuten aus Norden und Harling. Graf Ludwig von Mele sicherte auf Wunsch von Brügge, Gent und Ypern auf drei Jahre freien Handel mit Flandern zu. Auf der Rückfahrt wurde Tuch aus Flandern, dem neuen Zentrum der Tuchindustrie importiert.

Die Städte des östlichen Friesland (vor allem Emden) lehnten trotz eines Aufnahmeangebots den Beitritt zur Hanse ab und verloren damit eine wichtige Einflussmöglichkeit im Fernhandel, vor allem die angrenzenden Hansestädte Groningen und Bremen.

Die Friesen heute

Heute gibt es noch drei Gebiete, in denen traditionell Friesen anzutreffen sind. Die in den Niederlanden zwischen dem IJsselmeer (der ehemaligen Zuiderzee) und der Lauwers lebenden Friesen werden in Deutschland als Westfriesen bezeichnet. Ihre Selbstbezeichnung lautet aber nur Friesen oder westlauwers'sche Friesen, da die Westfriesland genannte Region in der heutigen Provinz Nordholland liegt und nicht mit der Provinz Friesland (Fryslân) identisch ist. Die westlauwers'schen Friesen leben zum größten Teil in dieser Provinz, die etwa 600.000 Einwohner hat.

Die zweite Gruppe lebt an der Küste des deutschen Bundeslandes Niedersachsen, von der niederländischen Grenze bis jenseits der Weser (Ost-Friesland). Aufgrund ihrer Geschichte sind diese Ostfriesen territorial sehr zersplittert. Traditionell friesische Gebiete, in denen die friesische Identität mehr oder weniger stark ausgeprägt ist, sind Ostfriesland und das Oldenburger Friesland, das Saterland, Butjadingen und das Land Wursten. Die tatsächliche Anzahl der Friesen in Niedersachsen ist nur schwer zu schätzen, in allen genannten Gebieten leben über 500.000 Menschen. Obwohl eng verwandt, bezeichnen sich nur die aus dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Ostfriesland stammenden Friesen uneingeschränkt als Ostfriesen. Die anderen Gruppen bevorzugen Bezeichnungen in Zusammenhang mit ihrer territorialen Zugehörigkeit, etwa Wurtfriesen oder Saterfriesen.

Die dritte Gruppe sind die Nordfriesen in Schleswig-Holstein. Sie leben im Westen des Kreises Nordfriesland sowie auf den Inseln und Halligen. Zu ihnen werden in der Regel auch die Helgoländer Friesen gerechnet. Es wird von offizieller Seite davon ausgegangen, dass sich etwa 50.000 Menschen zu den Nordfriesen rechnen. Durch die Nationalisierung des Grenzraumes und die Volksabstimmung in Schleswig über die Zugehörigkeit zu Dänemark oder Deutschland im Jahre 1920 spalteten sich die Nordfriesen ideologisch in deutsch gesinnte und nationale Friesen, die sich für einen Anschluss an Dänemark aussprachen. Nachdem das friesische Siedlungsgebiet zum allergrößten Teil bei Deutschland verblieb, betonten die nationalen Friesen die Eigenständigkeit der Friesen als Volk und betrieben aktive Minderheitenpolitik, während die deutsch gesinnten Friesen die Pflege der friesischen Kultur am besten unter dem Dach des Deutschtums aufgehoben sahen und die Friesen nationalromantisch als „deutschen Stamm” betrachteten. Durch den Nationalsozialismus wurde diese ideologische Verwerfung noch verstärkt. Erst seit dem späten 20. Jahrhundert näherten sich die aus diesen Gruppen hervorgegangenen Vereine einander wieder an, was unter anderem in der Arbeit des Nordfriisk Instituutes zum Ausdruck kommt.[9][10]

Unstrittig ist allerdings, dass Friesen in der Regel Bürger desjenigen Staates sind, in dem sie leben. Insofern sind auch in Deutschland lebende nationale Friesen deutsche Staatsangehörige.

Kultur und Sprache

In Deutschland und den Niederlanden sind die Friesen als nationale Minderheit beziehungsweise als eigene Volksgruppe anerkannt. Wie viele Mitglieder diese Volksgruppe hat, ist jedoch nicht genau festzustellen, da das Bekenntnis zu einer Minderheit frei ist und vom Staat nicht abgefragt werden darf.

Die engste Definition der Minderheit ist jedoch jene, die sich rein über die Sprache definiert. Demnach gelten nur solche Menschen als Friesen, die eine der friesischen Sprachen sprechen. Diese „Sprachfriesen“ sind heute vor allem in der niederländischen Provinz Friesland anzutreffen. Dort sprechen noch etwa 400.000 Menschen auf dem Festland und auf den Wattenmeerinseln Terschelling und Schiermonnikoog Westfriesisch.

Im schleswigschen Nordfriesland findet man dagegen nur noch geschätzte 10.000 Menschen, die einen der nordfriesischen Dialekte sprechen, vor allem auf den nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr und in der Nähe der deutsch-dänischen Grenze, besonders um Risum-Lindholm. Das Friisk Gesäts führte ab 2004 zu einem rechtlich klaren Status der Sprache.

Im östlichen Friesland ist die ostfriesische Sprache dagegen bereits seit Jahrhunderten nahezu ausgestorben. Bis heute hat nur das Saterfriesische, ein von 2000 Menschen gesprochener ostfriesischer Dialekt, im Saterland überlebt.

Die wenigen Menschen, die heute noch Friesisch sprechen, bedienen sich im Alltag auch der verwandten Sprachen wie Niederländisch, Niederdeutsch, Hochdeutsch oder Dänisch. Wie viele andere kleine Minderheitensprachen Europas auch ist das Friesische akut vom Aussterben bedroht.

Viele Friesen sprechen somit heute kein Friesisch mehr. Aber insbesondere in Ostfriesland, das seit Jahrhunderten komplett niederdeutsch geprägt ist, hat die friesische Identität den Untergang der friesischen Sprache überlebt. Das Ostfriesische Platt ist zudem eine noch relativ stark friesisch geprägte Variante des Niederdeutschen. Sie ist in Ostfriesland ähnlich identitätsstiftend wie die friesischen Sprachen in Nord- und Westfriesland und hebt sich von anderen niedersächsischen Dialekten deutlich ab. In der niederländischen Provinz Friesland wird neben dem Friesischen in manchen Gebieten ebenfalls traditionell Niedersächsisch gesprochen. Auch holländisch-friesische Mischdialekte sind dort zu finden (Stadtfriesisch, Bildts).

Zahlreiche historisch friesische Gebiete werden heute nicht mehr zu Friesland gezählt. Das heute zu den Niederlanden gehörende Hauptgebiet der Friesen, West- und Mittelfriesland, erstreckte sich von Alkmaar in der Provinz Nordholland entlang der Küste der Provinzen Friesland und Groningen (Ommelande) bis zur Mündung der Ems. Friesische Identität ist in Nordholland und Groningen heute jedoch kaum noch vorhanden.

Es gibt auch noch einige Nachkommen der Friesen an der Küste von Jütland. Es handelt sich hierbei um einige Orte zwischen der deutsch-dänischen Grenze und dem Fluss Wiedau. Die Inseln Rømø und Fanø werden zum Teil geographisch zu den nordfriesischen Inseln gezählt, wurden jedoch nie von Friesen besiedelt. An der Ostseeküste beherbergte nur Flensburg lange Zeit eine bedeutende friesische Minderheit, da im 17. und 18. Jahrhundert viele Nordfriesen in die Stadt zogen, um dort als Seeleute anzuheuern. Heute ist von dieser Vergangenheit aber nur noch wenig zu bemerken.

Die Wissenschaft von der Sprache, Literatur und Landeskunde der Friesen wird als Frisistik bezeichnet.

Politik

Die friesische Volksgruppe stellt zusammen mit den Dänen und den Sorben sowie den in Deutschland lebenden Roma und Sinti eine der vier staatlich anerkannten, in Deutschland ansässigen nationalen Minderheiten dar. Die gesetzlich anerkannte dänische Minderheitspartei, der Südschleswigsche Wählerverband, arbeitet auch mit der Strömung der nationalen Friesen in Nordfriesland zusammen. Somit setzt sich der SSW auch für friesische Interessen ein. In den Niederlanden gibt es die seit Jahrzehnten etablierte Friesische Nationalpartei und daneben seit 2006 eine Partei namens „DeFriezen”. In Ost-Friesland gibt es friesische Interessensgemeinschaften und die politische Partei Die Friesen. Zusätzlich zu den politischen Parteien gibt es mehrere Gruppen, die sich für friesische Belange einsetzen, darunter die separatistische Groep fan Auwerk.

Die Friesen aus West, Ost und Nord haben sich im Interfriesischen Rat zusammengeschlossen.

Herzöge Frieslands

  • Finn um 400
  • Audulf um 600
  • Aldegisel 654–680
  • Radbod 680–719
  • Poppo 719–734

Siehe auch

Literatur

  • Thomas Steensen (Hrsg.): Die Frieslande. Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2006, ISBN 978-3-88007-333-3
  • Franz Kurowski: Die Friesen. Das Volk am Meer. Türmer-Verlag, Berg am Starnberger See 1984, ISBN 3-88199-356-8, Seite 12 f.

Einzelnachweise

  1. Nordfriesischer Verein: Die Geschichte der Friesen
  2. Nordfriisk Instituut: Karte des Nordfriesischen Sprach- und Besiedlungsraums
  3. NDR Friesisches Programm: Geschichte, Geographie, Wirtschaft und Kultur Nordfrieslands – einige Grundzüge
  4. Kurowski, Franz. Die Friesen. Das Volk am Meer. Türmer Verlag 1987.
  5. Tacitus: Annalen 4.72
  6. Tacitus: Annalen 4.74
  7. Salzausstellung
  8. Günter Stein: Stadt am Strom, Speyer und der Rhein. Zechner, Speyer 1989, ISBN 3-87928-892-5, S. 35–36 (Erwähnung von Friesen und Juden als Fernkaufleute im hohen Mittelalter)
  9. Thomas Steensen: Die Nordfriesen zwischen Kiel, Bonn, Kopenhagen, Berlin und Straßburg. In: Heinrich Schmidt et al. (Hrsg.): Tota Frisia in Teilansichten. Aurich 2005.
  10. Ebd. Seite 500

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07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
31.03.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
31.03.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
31.03.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
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21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
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18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
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29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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