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Colonia Claudia Ara Agrippinensium


Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz CCAA, deutsch: Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinensier, frei übersetzt: Stadt römischen Rechtes und Stadt der Agrippinenser, unter Kaiser Claudius gegründet am Ort des Altars für den Kaiserkult) ) war der Name der römischen Kolonie im Rheinland, aus der sich die heutige Stadt Köln entwickelt hat. Die CCAA war Hauptstadt der römischen Provinz Germania inferior (Niedergermanien) und Hauptquartier des niedergermanischen Heeres. Mit der diokletianischen Verwaltungsreform wurde sie zur Hauptstadt der Provinz Germania secunda. Zahlreiche Zeugnisse der antiken Stadt blieben bis heute erhalten, darunter eine Inschrift des Kürzels CCAA auf einem Bogen des römischen Stadttors, der sich heute im Römisch-Germanischen Museum befindet.

Inschrift über dem Nordtor der CCAA
Das römische Köln (3. und 4. Jahrhundert n. Chr.; Schaubild im Römisch-Germanischen Museum)

Historische Hintergründe

Büste des
Marcus Vipsanius Agrippa
(um 25/24 v. Chr.)
Münzportrait des Germanicus
Datei:013 Agrippina Minor 25 mm ext.jpg
Münzportrait der jüngeren Agrippina (15-59 n. Chr.)
Münzportrait des Aulus Vitellius
(12/15-69 n. Chr., Kaiser 69)

„Oppidum Ubiorum“, „Ara Ubiorum“ und „Apud Aram Ubiorum“

Die Ubier, ein im rechtsrheinischen Germanengebiet siedelnder Germanenstamm, wurden durch den römischen Feldherrn Marcus Vipsanius Agrippa während einer seiner Statthalterschaften in Gallien (um 39/38 und um 20/19 vor Chr.) auf das linke Ufer der Kölner Bucht in den römischen Herrschaftsbereich umgesiedelt. Sie gründeten dort das Oppidum Ubiorum (Zivile Siedlung der Ubier),[1] nachdem Gaius Iulius Caesar den bis dahin dort lebenden Stammesverband der Eburonen bei einem Rachefeldzug ausgelöscht hatte.[2] Heute nimmt man überwiegend an, dass die Gründung dieser Ubiersiedlung in der zweiten Statthalterperiode Agrippas - also um 19 v. Chr. - erfolgt ist. Mit diesem Oppidum beginnt die römische Geschichte Kölns. Damit ist das spätere Köln um 19 vor Chr. gegründet worden.

Als Siedlungsplatz für die Ubier wählten die Römer einen hochwassersicheren Hügel hinter einer damals zwischen Rhein und dem Hügel vorhandenen Rhein-Insel (oder -Halbinsel) aus. Am östlichen Rand dieses Hügels wurde später - nach der Erhebung des Oppidum zur römischen Colonia - die Ostseite der römischen Stadtmauer errichtet. Die Lage dieser längst nicht mehr existierenden Insel entspricht in etwa dem zwischen Heumarkt/Alter Markt und Rhein gelegenen - hochwassergefährdeten - Teil der Kölner Altstadt. Der Rheinarm, der ab Mitte des 2. Jahrhunderts allmählich verlandet ist, lag im Gebiet vom heutigen Alter Markt/Heumarkt; der Hügel westlich vom Alter Markt ist noch heute gut zu erkennen.

Während der zweiten Statthalterschaft Agrippas (um 20/19 v. Chr.) wurde der Ausbau des römischen Straßennetzes in Gallien unternommen. Dabei wurde das Oppidum der Ubier unter anderem durch eine Straße über Icorigium (Jünkerath), Beda vicus (Bitburg) und Augusta Treverorum (Trier) nach Lugdunum (Lyon) an das Fernstraßennetz angebunden.[3][4]

In der Regierungszeit des Kaisers Augustus (30/27 v. Chr. bis 14 n. Chr.) wurde die Ara Ubiorum („Altar der Ubier“) im Stadtgebiet errichtet. Dieser Altar war möglicherweise als zentrales Heiligtum der durch das noch zu erobernde transrhenanische Germanien zu bildenden großgermanischen Provinz vorgesehen. Für das Jahr 9 n. Chr. ist der aus der Familie des Arminius stammende cheruskische Adelige Segimundus als Priester der Ara schriftlich bezeugt.[5] Nach der Niederlage des Publius Quinctilius Varus in der so genannten „Schlacht im Teutoburger Wald“ im Jahre 9 n. Chr. und der Abberufung des Germanicus im Jahre 16 n. Chr. nahm man Abstand von den groß angelegten Eroberungsplänen für das rechtsrheinische Germanien. Dennoch behielt der Altar eine gewisse Bedeutung, da die Stadt auf zahlreichen Inschriften als Ara Ubiorum erscheint.

Zwischen den Jahren 9 und ungefähr 30 n. Chr.[6] war der Kölner Raum Garnisonsort. In der Nähe der Stadt waren die Legio I Germanica (1. „Germanische“Legion) und die Legio XX Valeria Victrix (20. Valerianische Legion mit dem Beinamen „Die Siegreiche“) stationiert.[7] Der Platz des anfänglichen Doppellegionslagers erhielt den Namen Apud Aram Ubiorum („Beim Altar der Ubier“). Von 13 n. Chr. bis zu seiner Abberufung durch Tiberius im Jahr 16 n. Chr. befand sich dort das Stabsquartier des Germanicus bei dessen Bemühen, die Rheingrenze zu stabilisieren und neuerliche Offensiven gegen das rechtsrheinische Germanien vorzubereiten und durchzuführen. Beim Tode des Augustus (14 n. Chr.) meuterten[8] auch die Kölner Legionen - die sich zu diesem Zeitpunkt vermutlich zusammen mit den in Vetera stationierten Verbänden in einem Sommerlager in Novaesium aufhielten - und beabsichtigten, Germanicus zum Kaiser auszurufen.[9] Dieser verhielt sich jedoch loyal dem Thronfolger Tiberius gegenüber, verhinderte die geplante Kaiserproklamation und beschwichtigte die meuternden Soldaten durch weitreichende Konzessionen.

Um das Jahr 30 wurde das Doppellegionslager aufgelöst, die Legio I wurde nach Bonna, dem heutigen Bonn, die Legio XX nach Novaesium, dem heutigen Neuss verlegt. Von diesem Zeitpunkt an wurden in Köln keine Legionen mehr stationiert. Köln blieb aber Hauptquartier des Oberbefehlshabers des Niedergermanischen Heeres (Exercitus Germaniae Inferioris) und seines Stabes.[10][11]

Aufstieg zur römischen Kolonie

Agrippina die Jüngere, Tochter des Germanicus und Gattin des Kaisers Claudius, die im Jahre 15 n. Chr. im Oppidum Ubiorum, dem späteren Köln, geboren worden war, erreichte es, dass Claudius im Jahre 50 n. Chr. ihre Geburtsstadt zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium („Kolonie des (Kaisers) Claudius (und) Opferstätte der Agrippinenser“) erhob.[12] Eine Colonia verfügte über sehr viel weiter reichende Rechte und umfangreichere Privilegien als ein Oppidum, nämlich über die römischen Bürgerechte. Mit der Erhebung der Siedlung zu einer Colonia begann eine enorme Entwicklung des antiken Köln und dessen weiterer Aufschwung. Die CCAA stand damit in der Städte-Hierarchie im Imperium ganz oben, die Bürger waren den Römern gleichgestellt. Die CCAA war in ihrer Glanzzeit im 2. und 3. Jhdt. n. Chr. eine der bedeutendsten Städte des römischen Imperiums und lange dessen größte Stadt nördlich der Alpen. Aus der römischen Bezeichnung Colonia Claudia Ara Agrippinensium entwickelten sich ab dem Mittelalter die Bezeichnungen Coellen bis hin zum neuzeitlichen Cöln und ab 1919 dem heutigen Namen Köln (mundartlich: Kölle).

Ebenfalls in claudischer Zeit wurde unweit der CCAA das Hauptquartier der Classis Germanica, der römischen Rheinflotte errichtet. Die Flotte lag auf einem Hügel südlich der römischen Stadt, im Flottenkastell Alteburg, im Gebiet des heutigen Stadtteils Köln-Marienburg. Dieser Bereich wurde später Alte Burg genannt, wonach heute der „Alteburger Wall“ und der „Alteburger Platz“ benannt sind. Auf der der befestigten CCAA vorgelagerten frühzeitlichen Rhein-Insel (oder -Halbinsel) - zwischen Rhein und einem Nebenarm des Flusses und damit außerhalb der Stadtmauer - gab es vom 1. bis Mitte 2. Jahrhunderts n. Chr. eine Palaestra (Sportanlage) mit einem Wasserbecken und ab Mitte 2. Jahrhunderts vier dreischiffige Horrea (Lagerhäuser) mit einem großen Hofraum. Die Besiedlung dieses vorgelagerten Inselgebiets erfolgte erst mit der mittelalterlichen Stadterweiterung.

Im Jahr 58 n. Chr. wurde die Stadt von einem Schadfeuer katastrophalen Ausmaßes heimgesucht.[13] Möglicherweise war dieser Brand der Anlass dafür, dass ab der Mitte des ersten Jahrhunderts alle feuergefährlichen Gewerbebetriebe (Töpfereien, Glashütten, Schmieden) aus der Kernstadt verbannt wurden und sich in der Vorstadt, außerhalb der Umwehrung niederlassen mussten.

Bis 70 n. Chr. (nach neueren Ausgrabungsergebnissen vermutlich um 90 n. Chr.) erhielt die Stadt eine mächtige Stadtmauer von etwa 8 m Höhe und 2,5 m Breite. Das heute im Stadtbild noch teilweise zu sehende, aufgehende Mauerwerk entstammt allerdings in weiten Bereichen einer Bauphase des 3. Jahrhunderts. Die Fläche des ummauerten Stadtgebietes betrug etwa einen Quadratkilometer (96 ha). An den Ausfallstraßen lagen fünf große Gräberfelder, deren bedeutendste Stelen und Grabbeigaben im Römisch-Germanischen Museum zu sehen sind.[14][15]

Vierkaiserjahr und Bataveraufstand

Mit dem Tode des Kaisers Nero im Jahre 68 n. Chr. stellte sich in Rom die Nachfolgefrage, die im Reich einen Bürgerkrieg auslöste. Während in Rom der zunächst vom Senat eingesetzte Servius Sulpicius Galba von seinem Konkurrenten Marcus Salvius Otho und der Prätorianergarde ermordet wurde, riefen die rheinischen Legionen in der CCAA ihren Oberbefehlshaber Aulus Vitellius zum Kaiser aus; die Truppen in den britannischen, gallischen und hispanischen Provinzen stellten sich auf seine Seite.[16] Vitellius marschierte mit dem überwiegenden Teil des rheinischen Heeres nach Italien ab und besiegte die Truppen Othos, der sich nach der (ersten) Schlacht von Bedriacum am 14. April 69 tötete.

An der von den Truppen entblößten Rheingrenze kam es zu einem Machtvakuum. Im Nordosten Niedergermaniens erhoben sich die Bataver. Die zu dieser Zeit noch überwiegend von der ubischen Bevölkerung geprägte und nicht vollends romanisierte CCAA schloss sich ihnen an. Nachdem die Bataver aber den Abriss der Stadtmauern gefordert hatten, wechselte die CCAA wieder zur römischen Seite.[17]

In der Zwischenzeit hatten die Legionen im Osten des Reiches (in den Provinzen Aegyptus, Syria und Iudaea sowie an der Donau) Titus Flavius Vespasianus zum Kaiser ausgerufen und in der zweiten Schlacht von Bedriacum die Truppen des Vitellius entscheidend geschlagen. Nach acht Monaten Regentschaft wurde Vitellius gestürzt, getötet und in den Tiber geworfen.[11][18]

Hauptstadt der Provinz Germania Inferior

Unter Domitian wurde um 85/90 n. Chr. der niedergermanische Heeresbezirk in die Provinz Germania inferior umgewandelt und der Kommandant des niedergermanischen Heeres avancierte zum Statthalter der Provinz, deren Hauptstadt die CCAA wurde. Das schon zuvor rasante Wachstum der Stadt hinsichtlich Bevölkerungsstärke und ökonomischer Potenz gewann durch diesen Umstand noch einmal an Dynamik. Die Stadt entwickelte sich rasch zum wirtschaftlichen Oberzentrum und zum Umschlagplatz für den Handel mit den germanischen Territorien jenseits der Grenzen des Imperiums. Im Laufe des zweiten und bis zur Mitte des dritten Jahrhunderts lebten in der Stadt etwa 20.000 Menschen, davon rund 15.000 innerhalb und etwa 5.000 außerhalb der Stadtmauern. Begünstigt wurde die positive Entwicklung der CCAA durch eine fast zweihundertjährige politische und militärische Ruhe an der Rheingrenze, sowie durch eine Reihe von äußerst befähigten Statthaltern. Diese Ära ging erst mit der Reichskrise des 3. Jahrhunderts zu Ende. Die politischen Wirren und ökonomischen Rezessionen dieser Zeit führten die bislang prosperierende rheinische Metropole in den wirtschaftlichen Ruin.[15][19][20]

Die CCAA in der Krise des 3. Jahrhunderts

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[21][22]

Spätantike und Ende der römischen Herrschaft

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Erst unter der Regierung Konstantin I. zu Beginn des vierten Jahrhunderts scheint es wieder zu einer gewissen Erholung und Stabilität gekommen zu sein. Im städtebaulichen Geschehen spiegelt sich diese Phase im Bau der Rheinbrücke und des rechtsrheinisch vorgelagerten Kastells Divitia wider. Doch die folgende Phase relativer Ruhe und Stabilität währte nur bis zur Mitte des Jahrhunderts. Im Herbst 355 wurde Köln von den Franken belagert, musste im Dezember desselben Jahres aufgegeben werden und fiel für zehn Monate in die Hände der Germanen.[23] Die archäologischen Straten dieser Zeit weisen darauf hin, dass Eroberung und Plünderung katastrophale Auswirkungen hatten und die Stadt in Schutt und Asche legten. Zwar setzten anschließend noch einmal Bautätigkeiten ein, doch reichten die Kräfte und (überwiegend öffentlichen) Mittel wohl nur noch zur Wiederherstellung des Allernotwendigsten. Die letzte Nachricht über eine Baumaßnahme datiert auf den Winter 392/393, in dem Arbogast, der Magister militum der westlichen Reichshälfte, im Namen des Kaisers Eugenius ein nicht näher bezeichnetes öffentliches Gebäude erneuern ließ[24]. Im fünften Jahrhundert schließlich erlosch die römische Kultur und die Stadt ging an die Ripuarier über. Zwei reiche Bestattungen im Dombereich zeugen von dieser Zeit.[11][15][25][26]

Antike Topographie und Stadtgliederung

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Die Topographie der antiken CCAA unterschied sich von der des heutigen Kölns. Der römische Stadtgrundriss ist heute nicht mehr allzu offensichtlich, lässt sich aber vom aufmerksamen Beobachter teilweise noch im Stadtbild nachvollziehen.[27][28]

Baudenkmäler und archäologische Befunde

Stadtmauer

Reste der römischen Stadtmauer im Norden

Die Stadt war durch eine Stadtmauer geschützt, die heute noch an einigen Stellen in gut sichtbaren Resten erhalten ist. Beachtenswert ist die Inschrift CCAA vom Stadttor des cardo maximus unmittelbar beim Kölner Dom (heute im Römisch-Germanischen Museum) und der Römerturm aus dem 3. Jahrhundert.

Die Errichtung der Stadtmauer war die umfangreichste Baumaßnahme, die in der CCAA jemals durchgeführt wurde. Sie begann mit der Erhebung des oppidum zur colonia und dürfte in weniger als einem Vierteljahrhundert abgeschlossen gewesen sein. Die erforderlichen logistischen Maßnahmen stellen eine Leistung für sich dar. So mussten die benötigten Steine auf dem Wasserweg über nicht geringe Entfernungen herangeschafft werden, da in der Umgebung der Stadt selbst keine ausbeutbaren Natursteinvorkommen existieren.

Die Mauer war über 3,9 Kilometer lang und umfasste eine Fläche von annähernd 97 Hektar. Sie war in einer einheitlichen Konzeption entworfen worden, orientierte sich an den topographischen Gegebenheiten des Geländes und vollzog die Konturen des hochwasserfreien Plateaus im Wesentlichen nach. Nur an der Ostseite der Kolonie zog sie tief in die Rheinaue hinab. Die Stadtmauer war mit insgesamt 19 Türmen im Abstand zwischen 77 und 158 m bewehrt. Auch hier stellte die östliche Mauerfront wieder insofern eine Besonderheit dar, als an ihr die Türme gänzlich fehlten. Den Zugang zum Inneren der Stadt ermöglichten neun Stadttore von jeweils individueller Gestaltung. Vor der Mauer diente auf den drei Feldseiten der Stadt ein Graben, der eine Breite von bis zu 13 m und eine Tiefe von bis zu 3,30 m erreichte, als Annäherungshindernis. Diese Funktion scheint er jedoch im Laufe des 2. Jahrhunderts – infolge der sich ausbreitenden Bebauung des Geländes außerhalb der Stadtmauer – zunehmend verloren zu haben.

Die 19 Türme wurden – wie die Mauer selbst – nach einem einheitlichen Konzept entwickelt (sogenannter „Kölner Normaltyp“). Sie ruhten auf jeweils 9,80 m mal 9,80 m großen Fundamentplatten. Das aufgehende Mauerwerk war zur Stadtseite 1,20 m bis 1,30 m stark, zur Feldseite hin betrug seine Mächtigkeit 2,40 m bis 2,50 m. Die höchste nachgewiesene Turmhöhe lag bei insgesamt sieben Metern, wovon 1,50 m auf das Fundament entfielen.

Teilrekonstruiertes Nordtor
St. Aposteln, Neumarkt, unmittelbar hinter der Römermauer (Stahlstich um 1830 nach John Cleghorn)

In die Stadtmauer waren insgesamt neun Tore (eins auf der Nordseite, drei im Westen, zwei im Süden und drei zum Rhein hin, auf der Ostseite) von unterschiedlicher Größe und Bedeutung eingelassen. Die größten Tore, jeweils mit drei Bögen und zugehörigen Torbauten versehen, lagen an den nördlichen, westlichen und südlichen Enden des Cardo Maximus und des Decumanus Maximus. Hier gingen diese Hauptachsen des innerstädtischen Straßennetzes in die Fernstraßen über.

Das gesamte Befestigungswerk war aus vermörtelten Natursteinen errichtet. Für die repräsentativen Toranlagen wurden Kalksteine und rote Sandsteine verwendet, das übrige Steinmaterial bestand zu rund 80 % aus Grauwacke, zu 5 % aus Basalt und zu 3 % aus Trachyt. Die restlichen 12 % verteilten sich auf diverse andere Gesteine.
Der relativ gute Erhaltungszustand der römischen Stadtmauer ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sie in der Völkerwanderungszeit und im frühen Mittelalter nicht dem Steinraub zum Opfer fiel, von dem die meisten römischen Bauwerke betroffen waren. Sie wurde weiterhin als Wehrmauer genutzt und war noch im 11. Jahrhundert der einzige Schutz der mittelalterlichen Stadt Köln. Ihr Verlauf ist aufgrund der erhaltenen Fragmente und anhand der Straßenverläufe noch immer sehr gut im modernen Stadtbild nachzuvollziehen. Die Stadtverwaltung Köln hat darüber hinaus metallene Markierungen an den wichtigsten Punkten installiert.

Im heutigen Stadtbild entspricht der Verlauf der römischen Stadtmauer im Wesentlichen den folgenden Straßenzügen:

  • Von Ost nach West: „Trankgasse“ → „Komödienstraße“ → „Zeughausstraße“ (bzw. „Burgmauer“)
  • Von Nord nach Süd: „St. Apernstraße“ → „Gertrudenstraße“ → „Neumarkt“ → „Laachstraße“ → „Clemensstraße“ → „Mauritiussteinweg“
  • Von West nach Ost: „Rothgerberbach“ (bzw. „Alte Mauer am Bach“) → „Blaubach“ → „Mühlenbach“ → „Malzmühle“

Sichtbare Spuren der römischen Stadtbefestigung, ihr vom Kölner Dom in westliche Richtung folgend:[29][30][31][32]

  • Mauerfragmente in der Schatzkammer des Kölner Domes und in der Domtiefgarage sowie ein Bogen der Fußgängerpforte des römischen Nordtores unmittelbar am Dom[A 1].
  • Gegenüber der Kirche St. Andreas, zwischen „Komödienstraße“ und „Burgmauer“ bezeichnet das abgesetzte, runde Treppenhaus eines modernen Gebäudes die Form eines Turms, auf dessen Fundamenten es errichtet wurde[A 2].
  • Im Kreuzungsbereich „Komödienstraße“/„Tunisstraße“ befindet sich auf einer Verkehrsinsel die Ruine des „Lysolphturms“ sowie ein Stück Mauer[A 3].
  • „Römerbrunnen“ zwischen „Burgmauer“ und „Zeughausstraße“, gegenüber der rückwärtigen Front des Verwaltungsgerichts. Der Brunnen wurde ursprünglich genau auf den Fundamenten eines Turmes errichtet, nach Bombenschäden des Zweiten Weltkrieges aber leicht versetzt rekonstruiert[A 4]. Die Säule[A 5] mit dem römischen Wahrzeichen der Wölfin mit den Zwillingen Romulus und Remus blieb an ihrem ursprünglichen Platz und markiert die authentische Lage des Turmes.
  • Im Bereich „Zeughausstraße“/„Burgmauer“ in die Fassade des Zeughauses integrierte Mauerfragmente[A 6], ein wenig weiter westlich ein freistehender Mauerabschnitt[A 7] mit einer Gedenktafel.
Turm 13, sogenannter „Römerturm
Nordwestecke der CCAA
  • So genannter „Römerturm“ an der „Magnusstraße“. Besterhaltener Teil der römischen Stadtbefestigung mit der ornamentalen Verzierung eines Natursteinmosaiks. Sein guter Erhaltungszustand ist dem Umstand zu verdanken, dass er in einem ehemaligen Franziskanerinnenkloster als Latrine benutzt wurde. Die Zinnen wurden 1897 aufgesetzt und entsprechen nicht den etwa doppelt so breiten römischen Zinnen. Es handelt sich um den nordwestlichen Eckturm der Stadtbefestigung, die an dieser Stelle nach Süden hin abknickt.[A 8]
  • Ruine des so genannten „Helenenturms“, an der Kreuzung „Helenenstraße“/„St.-Apern-Straße“[A 9].
  • Hinter dem Chor der Romanischen Kirche St. Aposteln wurde der Verlauf der Mauer durch eine Pflastermarkierung kenntlich gemacht. In der Fassade der Kirche selbst befindet sich eine vermauerte Pforte, durch die man die Kirche von der Stadtmauer her betreten konnte.[A 10]
  • In den Sockel eines Wohngebäudes integrierte Mauerfragmente in der „Clemensstraße“.
  • Im Bereich einer Wohnanlage zwischen „Mauritiussteinweg“ und „Thieboldsgasse“ befindet sich ein Teilstück der Mauer sowie der durch eine Pflastermarkierung kenntlich gemachter Grundriss eines ehemaligen Turms.
  • Fragment eines Turms an der Griechenpforte, Ecke „Rothgerberbach“. Hierbei handelt es sich um die Reste des südwestlichen Eckturms der römischen Befestigung. Bei diesem Turm knickt der Stadtmauerverlauf nach Osten hin ab.[A 11]
  • Turm und Mauerfragmente im Bereich „Alte Mauer am Bach“/„Kaygasse“. Durch ein Bürogebäude überbaut aber noch freitragend vorhanden.[A 12]
  • Weniger gut erhaltene Mauerfragmente im Bereich „Mühlenbach“.
  • Neben der Kirche Klein St. Martin ist der ehemalige Verlauf der östlichen Stadtmauer durch Pflastermarkierungen hervorgehoben.[A 13]
  • Weitere Reste der nur spärlich vorhandenen Ostmauer befinden sich im Kellergewölbe des Weinhauses Brungs[33] am Marsplatz 3-5.

Die römische Stadtmauer blieb bis zur mittelalterlichen Stadterweiterung und Bau der neuen umfassenderen Mauer von 1180 in Benutzung.[34]

„Ubiermonument“ oder „Hafenturm“

Nordwand des Ubiermonuments mit Anschluss an die römische Stadtmauer

Das so genannte „Ubiermonument“, in der Literatur auch als „Hafenturm“ bezeichnet, befindet sich an der Ecke Mühlenbach/An der Malzmühle. Das 1965/66 entdeckte Monument ist der älteste datierte römische Steinbau in Deutschland. Es handelt sich bei diesem Bauwerk um einen annähernd quadratischen Steinturm auf einer Fundamentplatte von nahezu 11 m², deren Unterkante sich etwa sechs Meter unterhalb des Laufniveaus der CCAA befindet. Über der Fundamentplatte erhebt sich ein Fundamentsockel aus drei Lagen von Tuffquadern. Das aufgehende Tuffsteinmauerwerk ist mit bis zu neun Quaderlagen noch 6,50 m hoch erhalten. Vor dem Hintergrund der Masse des Bauwerks war eine Verfestigung des Baugrunds in der Rheinaue notwendig. Zu diesem Zweck wurden Eichenpfähle in den Boden gerammt. Die dendrochronologischen Untersuchungen ergaben, dass die Bäume im Jahre 4 n. Chr. gefällt worden sind. Der archäologische Befund zeigte darüber hinaus, dass der Turm zum Zeitpunkt des Baus der Stadtmauer schon zerstört war. Er ist also eindeutig älter als die CCAA und dem Oppidum Ubiorum zuzuweisen. Seine Funktion ist nicht geklärt. Es könnte sich um einen Bestandteil der Stadtbefestigung des Oppidums oder/und um einen den römischen Hafen kontrollierenden Wachturm handeln.

Das „Ubiermonument“ wurde konserviert und kann besichtigt werden.[35][36][37]

Straßen

CCAA als „Agrippina“ im römischen Straßennetz (Pfeil am oberen Bildrand)
Faksimile der Tabula Peutingeriana von 1887/88

Die Stadttore erschlossen das Straßensystem mit den noch heute bedeutenden Straßen. Im Straßenplan des heutigen Kölns lässt sich noch das Raster der römischen Straßen erkennen. Aus dem Cardo maximus entwickelte sich die heutige „Hohe Straße“, aus dem decumanus maximus die Schildergasse. Die heutige „Aachener Straße“ folgt im Wesentlichen der Via Belgica, die als Verlängerung des decumanus maximus über u. a. Jülich, Heerlen und Maastricht nach Amiens in Frankreich führte. Weitere Ausfallstraßen aus der Römerzeit sind die heutige Severinstraße und in ihrem weiteren Verlauf die Bonner Straße, die über die römische Rheintalstraße nach Confluentes (Koblenz) und Mogontiacum (Mainz) führte, dann die Luxemburger Straße, welche über Zülpich (Tolbiacum) quer durch die Eifel nach Augusta Treverorum (Trier) führte (heute Agrippa-Straße Köln-Trier) und der Straßenzug „Eigelstein“ – „Neusser Straße“ – „Niehler Straße“. Dabei handelt es sich um die den Rhein entlang führende Heerstraße (Rheintalstraße) über Neuss (Novaesium) nach Xanten (Colonia Ulpia Traiana).

Das Niveau dieser Straßen lag deutlich unter dem heutigen. So liegt der Cardo maximus bis heute unter der „Hohe Straße“ in etwa 5,5 m Tiefe. Bei Kanalisationsarbeiten im August 2004 wurde im Schutt der spätrömischen Straße der Torso einer Venus-Figur gefunden.

  • Siehe auch: Erlebnisraum Römerstraße Köln–Trier

Prätorium

Blick in das Prätorium Köln
Modell des Prätoriums

Das Prätorium diente als Wohn- und Amtssitz sowie Verwaltungsgebäude des Statthalters der Provinz Germania inferior. Der Statthalter vereinigte in seiner Person den militärischen Oberbefehl über das niedergermanische Heer (Exercitus Germaniae Inferioris) und den zivilen Oberbefehl über die Provinz. Seine zivile Gewalt umfasste sowohl die Judikative wie auch die Exekutiv- und – im regionalen Rahmen – die Legislativgewalt. Statthalter einer Provinz war als Legatus Augusti pro praetore („Gesandter des Kaisers im Range eines Prätors“) immer ein ehemaliger römischer Konsul. Er unterstand nur dem Kaiser direkt. Zur Bewältigung seiner Aufgaben war ihm ein umfangreicher Verwaltungsapparat sowie eine Kohorte Infanterie und eine Ala Kavallerie unmittelbar unterstellt.

Das Prätorium der CCAA befand sich in der antiken Stadt unmittelbar an der östlichen Stadtmauer, nordöstlich des Forumsbezirkes. Es ist der einzige Verwaltungsbau dieser Art im gesamten Gebiet des ehemaligen Imperium Romanum, bei dem der Name praetorium als solcher inschriftlich überliefert ist.[38]. Im Wesentlichen konnten bei dem Gebäude, das im Laufe seiner Geschichte wiederholte Neu- und Erweiterungsbauten erlebte, vier verschiedenen Bauphasen differenziert werden:

  • Die Ursprünge des Prätoriums reichen möglicherweise bis zum Jahr 14 n. Chr. zurück. Der erste Bau könnte sich aus den principia. des Lagers der Legio XX. oder aus dem praetorium. (im Sinne von Kommandantenwohnung) des Germanicus entwickelt haben, der sich zwischen den Jahren 13 und 17 n. Chr. in Köln aufhielt. Nachgewiesen werden konnten aus dieser Zeit zwei im Abstand von 4,20 Metern parallel verlaufende Trachytmauern mit einer Länge von 148 bzw. 173 m. Die zum Rhein weisende Fassade war durch Pilaster untergliedert. Ein wenig südlich davon wurde die etwa acht Meter durchmessende Apsis eines nicht näher bestimmbaren Gebäudeteils ausgegraben.
  • Eine zweite Bauphase ist möglicherweise der Zeit nach den Ereignissen der Jahre 69/70 n. Chr. zuzuweisen. Nördlich des ersten Gebäudes entstand der so genannte Konchenbau mit seinen Nebengebäuden. Die langen Parallelmauern des ältesten Bauwerks wurden durch den Einbau von Zwischenwänden in zahlreiche kleinere Zimmer aufgeteilt. Weitere Gebäudeteile – zum Teil mit Hypokausten versehen – wurden in den Bereich zwischen Prätorium und Stadtmauer eingefügt. Darunter das so genannte „Haus an der Stadtmauer“, das über eine Pfeilerhalle mit dem Hauptkomplex des Prätoriums verbunden war.
Münzportrait des Didius Julianus
  • Die dritte Bauphase beinhaltet in ihrem ersten Abschnitt den planmäßigen Abriss und Neuaufbau weiter Teile des Verwaltungspalastes. Die großangelegten Umbaumaßnahmen wurden vermutlich unter der Statthalterschaft des späteren „Auktionskaisers“ Didius Julianus durchgeführt, der nach seinem Konsulat des Jahres 175 etwa seit dem Jahr 180 als Statthalter Niedergermaniens in Köln residierte. Durch eine Bauinschrift des Commodus, in der Didius Julianus Erwähnung findet, lässt sich der Zeitpunkt des Umbaus ziemlich genau auf die Jahre 184/185 datieren.[39]. Von der älteren Bebauung wurden nur das „Haus an der Stadtmauer“ und die zugehörige Pfeilerhalle erhalten. Es entstand ein großes Galeriegebäude, an das sich im Norden verschiedene kleinere Bauteile anschlossen. Im Süden trat an die Stelle des Apsidengebäudes der Bauphase I ein großer Hallenbau, die so genannte Aula Regia oder Palastaula, deren Apsis annähernd 15 m Durchmesser erreichte. Insgesamt erstreckte sich das Prätorium in dieser Bauphase über die Fläche von insgesamt vier Insulae und dürfte somit fast 40.000 m² in Anspruch genommen haben.
    Zu einem nicht geklärten Zeitpunkt wurde das Prätorium durch einen verheerenden Brand zerstört. Der Fund einer Münze Konstantins, die sich im Brandschutt befand und in den Jahren 309 bis 313 geprägt worden ist, weist darauf hin, dass der erste Abschnitt der dritten Bauphase über 125 Jahre Bestand gehabt haben könnte. Hiernach erfolgten Zerstörung und Wiederaufbau frühestens im zweiten Jahrzehnt des vierten Jahrhunderts. Ein schriftliches Zeugnis über das Prätorium liegt allerdings erst wieder für das Jahr 355 durch Ammianus Marcellinus vor.[40] Bei der Eroberung Kölns durch die Franken in diesem Jahre wurde auch das Prätorium in Mitleidenschaft gezogen und möglicherweise völlig zerstört.[41]
Münzportrait des Kaisers Julian
  • Der Wiederaufbau und damit die vierte und letzte Bauphase des Prätoriums ist zeitlich nicht ganz präzise zu fassen. Möglicherweise begann er schon unmittelbar nach der Befreiung Kölns von den Franken durch den Kaiser Julian im Jahr 356. Nach einer Unterbrechung wurde der Neubau im letzten Viertel des vierten Jahrhunderts fortgesetzt und schließlich im letzten Jahrzehnt des Jahrhunderts vollendet. Von den älteren Teilen des Bauwerks blieben nur die südlichen Bereiche des Galeriegebäudes und die Aula Regia erhalten. Das neue Hauptgebäude bestand zunächst aus einem großen rechteckigen Saal, dem zur Rheinfront hin die so genannte Porticus-Galerie vorgelagert wurde. Am nördlichen und südlichen Ende des Zentralbaus entstanden zwei Apsidensäle, deren zehn Meter durchmessende Bögen nach Westen hin ausgerichtet waren. In einer späteren Phase des Ausbaus wurde ins Zentrum des Hauptgebäudes ein Oktogonalbau mit einem kreisförmigen Innenraum von 11,30 m Durchmesser eingebracht. Der Oktogonalbau teilte das Zentralgebäude in zwei jeweils rund 250 m² große Säle.

Beim Bau des neuen Rathauses 1953 wurde der Bezirk des Prätoriums weitgehend ausgegraben und archäologisch untersucht. Die steinernen Überreste der verschiedenen Bauphasen wurden konserviert und können unter dem so genannten „Spanischen Bau“ des Rathauses besichtigt werden.[42][43]

Forum

Wie in jeder größeren römischen Stadt befand sich im Zentrum der CCAA, am Schnittpunkt von Cardo und Decumanus maximus der Forumsbezirk. Der gesamte Forumsbezirk des antiken Köln umfasste vermutlich sechs Insulae („Wohnblocks“). Im Bereich der beiden westlichen Insulae wurde der Platz von einer großen Ring-Kryptoportikus, einer unterirdischen Hallenanlage, abgeschlossen, deren Außendurchmesser rund 135 m betrug. In diesem unterirdischen Bauwerk ist vermutlich das Heiligtum der Stadt, die Ara Ubiorum, zu suchen. Über der Kryptoportikus, auf dem antiken Laufniveau, erhob sich vermutlich eine Portikus, eine zur eigentlichen Platzanlage – dem Forum – hin offene Säulenhalle entsprechender Größe. Das Forum selbst nahm vermutlich den Raum von vier Insulae in Anspruch, wovon sich zwei westlich und zwei östlich des Cardo Maximus befanden.

Im heutigen Stadtbild von Köln ist von den antiken Relikten dieses Bezirks oberirdisch nichts mehr zu sehen. Auch die modernen Straßenverläufe stimmen mit denen, die im antiken Köln den Forumsbezirk abgrenzten, nicht überein. Das ungefähre Areal wäre im Kreuzungsbereich „Hohe Straße“/„Gürzenichstraße“ und dann weiter nach Osten Richtung „Schildergasse“ hin zu suchen. Im Untergeschoss des Kaufhauses „Schildergasse“/Ecke „Herzogstraße“ wurde ein Mauerblock des Forums konserviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[36][44][45]

Amphitheater

Gladiatorenmosaik aus dem 2./3. Jahrhundert (Fundort: Lungengasse)

Auch wenn der direkte archäologische Nachweis auf der Grundlage entsprechender Baubefunde bislang noch aussteht, so kann die Existenz mindestens eines Amphitheaters in der CCAA als gesichert angenommen werden. Einzelfunde aus dem Stadtbild belegen epigraphisch die Existenz beispielsweise eines Vivariums[46] oder den Fang von 50 Bären[47], die vermutlich zu Tierhatzen benutzt wurden. Diese inschriftlichen Hinweise stehen zudem in inhaltlichem Zusammenhang mit Weihungen an die Diana Nemesis, die als Schutzgöttin der Gladiatoren galt. Abgerundet wird das Bild durch die Funde zweier Inschriftensteine aus Deutz bzw. aus dem südlichen Gräberfeld, die in den 1950er Jahren gemacht wurden.[48] Bei dem ersten Stein handelt es sich wiederum um einen Weihestein für die Diana Nemesis[49], bei dem zweiten um den Grabstein eines „Doctors“ (Ausbilders) der Gladiatoren. Die Inschrift lautet:[50]

D(is) M(anibus)
Ger(manio?) Victo-
ri doct(ori) gl(adiatorum)
[–––] pater
[et] Cl[–––]lu[–]
coniu{u}x

Es handelt sich also um einen den Totengöttern (Dis Manibus) geweihten Grabstein eines „Doctors“ der Gladiatoren mit dem Namen Germanius Victor.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch der Fund eines Grabsteines für zwei Gladiatoren, der sich auf die erste Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts datieren lässt[51]. Der Stein zeigt im unteren Bereich seiner Frontseite zwei Gladiatoren in Kampfstellung und mit typischer Bekleidung und Ausrüstung versehen.

Die Kartierung aller Einzelfunde, die mit den Theaterspielen in unmittelbarem Zusammenhang stehen (darunter auch noch einschlägige bildliche Darstellungen in Mosaiken oder auf Tafelgeschirr), lässt ein Amphitheater am ehesten in den nördlichen Randbezirken der CCAA vermuten.

Tempel und frühchristliche Kirchen

St. Gereon: Eine der südlichen Apsiden des spätantiken Zentralbaus
St. Gereon: Überformter spätantiker Zentralbau, noch bis zu 16,50 Meter hoch erhalten

Nach stadtrömischem Vorbild gab es auch in CCAA einen Kapitolstempel, der den Göttern Jupiter, Juno und Minerva geweiht war, an dessen Stelle im 11. Jahrhundert die Kirche St. Maria im Kapitol errichtet wurde. Diese liegt in der südlichen Altstadt am „Marienplatz“.

Ein Marstempel ist ebenfalls überliefert. Die Straßennamen „Marspfortengasse“, „Obenmarspforten“ und „Marsplatz“ deuten noch heute auf seinen ehemaligen Standort hin. Vor dem eigentlichen Eingang zum Marstempel befand sich ein Torbogen, die Porta Martis. Diese musste durchschritten werden, um den Tempel zu erreichen. Deshalb auch der Name „Marspfortengasse“. Der Tempel selbst dürfte etwa an der Position des heutigen Wallraf-Richartz-Museum gestanden haben. Den Überlieferungen nach soll in diesem Tempel auch ein Schwert Cäsars aufbewahrt worden sein, das dieser nach seiner Schlacht gegen die Eburonen zurückgelassen haben soll.

Von den spätantiken Bauten ist vor allem ein Zentralbau unbekannter Nutzung vor der Nordwestecke der Stadtmauer zu erwähnen, dessen polygonaler Baukern mit insgesamt acht hufeisenförmigen Apsidien später durch den heutigen Kirchenbau St. Gereon überformt worden ist. Die noch bis zu 16,50 Meter hoch erhaltene, teilweise freigelegte römische Substanz, macht dieses Monument zu den besterhaltenen an ihrem ursprünglichen Platz bestehenden römischen Bauten in Köln.[52]

Die Existenz eines frühchristlichen Kultraumes in Köln wird von Ammianus Marcellinus für das Jahr 355 überliefert. Wo sich dieser Kultraum befand, ist nicht bekannt. Als Bischofssitz – der erste namentlich bekannte Bischof war Maternus - muss in Köln bereits vorher eine Kirche existiert haben. Im Bereich des Doms sind Kirchenbauten seit dem frühen Mittelalter nachweisbar, die Platzkontinuität einer Bischofskirche seit der Spätantike ist dort aber nicht ausgeschlossen.

Wohnbauten

Wandmalerei aus Insula H/1, Raum 1434
Dionysos-Mosaik, Ausschnitt, ca. 220/230 n. Chr., Römisch-Germanisches Museum Köln

Durch die andauernde Neubebauung der Stadt ist nur wenig von der antiken Wohnbebauung bekannt. Dennoch konnten immerhin mittlerweile über 36 Wohngebäude mit Mosaikfußböden lokalisiert werden.[53] Südlich des Domes konnten großflächig Teile zweier Insulae ausgegraben werden. An der Rheinfront stand hier das sogenannte Peristylhaus mit dem Dionysosmosaik, dessen Mosaik ins Römisch-Germanische Museum integriert wurde. Es hatte ein großes Peristyl mit den Wohnräumen darum. Einige der Räume hatten Mosaikfußböden. Zur Rheinseite hin gab es eine Reihe von Läden. Ein zweites Haus in dieser Insula ist im Plan nicht ganz so deutlich erhalten, hatte aber ein Atrium. In einem weiteren Haus befand sich auch ein Mithräum. Zur Straße hin hatte die Insula Arkaden. Die zweite Insula lag westlich der ersten. Auch hier konnte eine dichte Wohnbebauung festgestellt werden, doch bleibt der Charakter einzelner Häuser wegen ständiger Umbauten unscharf. Besonders bemerkenswert sind die Reste einer gut erhaltenen Kandelaberwand aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. (siehe: Wandmalerei aus Insula H/1, Raum 1434). Relativ gut erhalten war auch ein Haus im Westen der Stadt bei der Gertrudenstraße, das auch wieder gut erhaltene Wandmalereien lieferte. Auch hier fand man ein Peristyl mit den Wohnräumen darum.[54]

Wasserbau

Wasserversorgung

Vom 1. bis zum 3. Jahrhundert wurde die Stadt am Rhein durch die Eifelwasserleitung mit frischem Trinkwasser versorgt. Mit ca. 95 Kilometer Länge war sie eine der längsten Wasserleitungen des römischen Reichs und die längste nördlich der Alpen, von der man weiß. Sie ist ausschließlich archäologisch bezeugt. Ferner gab es Thermen (im Gebiet von St. Peter/Museum Schnütgen).[55][56]

Wasserentsorgung

Römischer Abwasserkanal unter Köln

Zur Abwasserentsorgung existierten in Köln unterirdische Leitungen. Die Abwässer wurden ungeklärt in den Rhein entsorgt. Ein längerer Abschnitt der Abwasserleitungen wurde begehbar gemacht und ist vom Praetorium aus zugänglich.[57]

Thermen

Die Kölner Thermen waren bereits Anfang der 1950er Jahre durch Grabungen des Römisch-Germanischen Museums um St. Cäcilien nachgewiesen. Genauere Beobachtungen konnten aber erst 2007 bei den Bauarbeiten für den Bürokomplex Cäcilium an der Ecke Cäcilien-/Leonard-Tietz-Straße getroffen werden. Zu Tage kamen 1,20 Meter breite und bis zu 1,70 Meter hohe Fundamente eines Rundbaues von 18 Metern Außenweite aus opus caementitium, die wohl aus dem 2./3. Jahrhundert stammen und bis ins 4. Jahrhundert benutzt wurden. Die Anlage reicht damit an die Größe von kaiserlichen Badeanlagen in Baiae heran. An zwei Seiten sind noch Reste der Hypokaustenanlagen sichtbar. Die Funde werden nicht abgeräumt sondern unter einer 400 m² großen Bodenplatte abgedeckt bleiben. Der Bauherr verzichtet dabei auf entsprechend zu nutzende Flächen. Die zur Straße Nord-Süd-Fahrt hin gelegenen Bereiche der Thermen wurden seinerzeit beim Straßenbau „tiefgründig zerstört“.[58][59]

Rheinbrücke

Kaiser Konstantin verbindet Köln und Deutz mit einer ersten festen Brücke.

Die erste feste Brücke über den Rhein entstand vermutlich im Jahre 310 unter Konstantin I..[60] Die Römerbrücke verband das rechtsrheinische Kastell „Divitia“ (im heutigen Stadtteil Deutz), in dem bis zu 1.000 Soldaten untergebracht waren, mit der CCAA. Die Brücke überspannte den Strom auf einer Länge von rund 420 Metern. Insgesamt fünfzehn bisher nachgewiesene Brückenpfeiler trugen in ungleichmäßigen Abständen die etwa zehn Meter breite Fahrbahn. Die Brücke wurde möglicherweise noch im hohen Mittelalter genutzt. Ihr Ende ist nicht sicher geklärt. Der Überlieferung nach soll ihr Abriss als Präventivmaßnahme gegen nächtliche Überfälle auf das mittelalterliche Köln durch den Erzbischof Bruno I. (953-965) veranlasst worden sein.[61] Danach dauerte es bis zum Jahr 1822, bevor die Stadt erneut durch eine Brücke mit Deutz verbunden wurde.[62]

Brückenkopfkastell „Divitia“

Hauptartikel: Kastell Deutz

Das Brückenkopfkastell Divitia[63][64][65] befand sich rechtsrheinisch, auf dem Gebiet des heutigen Kölner Stadtteils Deutz. Die Gründungsinschrift des Kastells wurde 1128 bei Abbrucharbeiten auf dem Kastellgelände entdeckt. Ihr zufolge wurde das Militärlager unter Konstantin I. durch die Legio XXII (22. Legion) um das Jahr 310 errichtet. Es sollte der Verstärkung der Rheingrenze gegen die in spätantiker Zeit immer häufiger auf linksrheinisches Gebiet übergreifenden Germanen dienen. Die Überlieferung der Gründungsinschrift[66] wurde durch archäologische Funde (Konstantinische Münzen und Ziegelstempel der Legio XXII) bestätigt, die Mauerzüge des Kastells durch Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert nachgewiesen.

Es handelt sich bei dem Deutzer Kastell um ein quadratisches Steinkastell, das bei einer Seitenlänge von 142,35 m eine Fläche von rund zwei Hektar vereinnahmte. Umgeben war es von einer 3,30 m mächtigen Mauer, die mit vierzehn vorspringenden Rundtürmen bewehrt war. Darüber hinaus waren die beiden Lagertore von je zwei halbrunden Wehrtürmen flankiert, die Tore selbst waren mit Fallgittern armiert. Mit seiner Westseite grenzte das Kastell unmittelbar an den Rhein. Die drei Landseiten besaßen als Annäherungshindernis einen zwölf Meter breiten und drei Meter tiefen Spitzgraben, der sich rund 30 Meter vor den Kastellmauern befand. Ein weiterer, etwa gleich breiter Graben zwischen dem äußeren Graben und dem Kastell wurde in der Forschung zwischenzeitlich als karolingisch interpretiert,[67] gehört aber wahrscheinlich ebenfalls der Gründungsphase des Lagers an.

Das Kastell wurde von einer nur 5,10 m breiten Lagerhauptstraße in westöstlicher Richtung durchschnitten. Diese Straße verband die beiden einzigen Tore der Fortifikation miteinander und führte auf der Westseite des Lagers unmittelbar hinter dem Westtor auf die Rheinbrücke zur CCAA. Nördlich und südlich der Lagerstraße befanden sich jeweils acht, mit ihren Schmalseiten zur Straße hin ausgerichtete Kasernenbauten, die Platz für eine Besatzung von bis zu 1.000 Mann boten. Die vier Bauten im Zentrum des Lagers unterschieden sich durch zur Lagerhauptstraße hin vorgesetzte Portiken von den übrigen Gebäuden und dürften wohl als Stabs- und Verwaltungsgebäude sowie als Offiziers- und Unteroffizierswohnungen gedient haben. Bei den restlichen zwölf Kasernen hat es sich vermutlich um die Unterkünfte genau so vieler Centurien gehandelt. Aufgrund des Fehlens entsprechender Zerstörungshorizonte kann davon ausgegangen werden, dass während der Frankeneinfälle in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts das Kastell nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Vermutlich wurde es zu Beginn des 5. Jahrhunderts planmäßig geräumt. Anschließend diente es als fränkische Königsburg.

Im heutigen Stadtbild sind noch einige Spuren der ehemaligen Fortifikation sichtbar:

  • die Fundamente des Osttores wurden konserviert und in einer kleinen Grünanlage unterhalb des Lufthansa-Gebäudes zugänglich gemacht
  • Teile der Mauerverläufe des Lagerzentrums wurden westlich, nördlich und südlich der Kirche „Alt St. Herbert“ durch eine dunkle Pflasterung im heutigen Laufhorizont kenntlich gemacht
  • ebenfalls durch eine gesonderte Pflasterung sind die Konturen des mittleren Wehrturms der Nordmauer an der Urbanstraße hervorgehoben
  • ein Stück der Südmauer befindet sich in der Tiefgarage des Lufthansagebäudes, welche aber nicht öffentlich zugänglich ist

Das Umland

Gräberfelder

Datei:CCAA Rekonstruktion Gräberstraße.jpg
Rekonstruktion einer Gräberstraße der CCAA nach G. Heuser (um 1900)
Diatretglas aus Köln, jetzt in der Münchener Glypthotek
Grabstein eines unbekannten Kavalleristen
Grabmal des Römers Iovincatus

Wie im gesamten Römischen Reich befanden sich auch in der CCAA keine Bestattungsplätze innerhalb der Wohngebiete. Schon das Zwölftafelgesetz aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert hatte es verboten die Toten innerhalb der Stadt zu begraben oder zu verbrennen („Hominem mortuum in urbe ne sepelito neve urito.“ Tafel X).[68] Dieses Gebot wurde über die Jahrhunderte in allen römischen Siedlungen eingehalten. Stattdessen waren die Ortschaften entlang ihrer Ausfallstraßen von weitläufigen Friedhofsanlagen umgeben. So umschloss auch die CCAA ein Ring aus Friedhöfen. In der Literatur wird zwischen fünf verschiedenen Gräberfeldern unterschieden. Die frühesten Grablegungen hielten noch einen bis zu mehrere hundert Meter weiten Abstand von der Stadtmauer. Im städtischen Umland von Köln sind außerdem Gräberfelder bekannt, die aufgrund ihrer Lage und Größe zu stadtnahen Villen gehört haben.

Städtische Gräberfelder

Die weiteste Ausdehnung der Gräberfelder wurde an der nach Bonna führenden Limesstraße mit einer Länge von drei Kilometern ermittelt. Im heutigen Stadtbild entspricht dieses so genannte Südliche Gräberfeld dem Severinsviertel resp. der Severinstraße und der Bonner Straße. Seine Belegungsdauer reicht vom frühen ersten Jahrhundert kontinuierlich bis in die fränkische Zeit. Nahezu alle Bestattungsformen sind vertreten. Bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. herrschen Brandgräber in Urnen, Erdgruben und Steinkisten vor. Im Verlauf des 3. Jahrhunderts lösen Körperbestattungen die Brandgrabstätte ab. Körperbestattungen werden in Holzsärgen, Sarkophagen aus Stein und Bleisärgen angelegt, manchmal sind keine Reste eines Sarges nachgewiesen. Auch vereinzelte Grabkammern sind lokalisiert worden. Unter den bemerkenswerteren Einzelgräbern finden sich das monumentale Grabmal des Lucius Poblicius,[69] eines Veteranen der Legio V Alaudae aus den 40er Jahren des ersten nachchristlichen Jahrhunderts und die ebenfalls dem frühen ersten Jahrhundert entstammende Grabstele des Sklavenhändlers Caius Aiacius.[70][71]

Eine ähnlich große Fläche nimmt das Gräberfeld Luxemburger Straße mit einer Länge von rund 2,5 km und einer Breite von bis zu 400 m ein. Die heutige „Luxemburger Straße“ entspricht weitestgehend dem Verlauf der römischen Staatsstraße von der CCAA zur Augusta Treverorum. In diesem Gräberfeld fanden sich nur wenige größere Grabmonumente, ansonsten konnten alle gängigen Grabtypen mit zum Teil aufwändiger Gestaltung und üppigen Beigaben nachgewiesen werden. Eine Besonderheit ist der archäologische Nachweis zentraler Verbrennungsplätze, so genannter Ustrinae.

Eine Ausdehnung von mehr als zwei Kilometern nimmt das Gräberfeld Aachener Straße ein. Die heutige „Aachener Straße“ entspricht in ihrem Verlauf dem der römischen Staatsstraße, die Köln über Iuliacum, Tongeren und Bavay mit der Kanalküste verband. Auch hier sind die monumentalen Grabbauten relativ selten zú finden, allerdings stammen mit zwei Diatretbechern gleich zwei der spektakulärsten römischen Einzelfunde auf dem Kölner Stadtgebiet aus dieser Nekropole.

Die Achse des Nordwestlichen Gräberfeldes bildete eine nicht klar bestimmbare, in nordwestliche Richtung die antike Stadt verlassende Nebenstraße. Während die übrigen Gräberfelder der CCAA zumindest in der Anfangszeit ihrer Belegung einen gewissen Abstandsraum zur Stadtmauer gelassen hatten, schloss das Nordwestliche Gräberfeld schon zu Beginn seiner Belegungszeit unmittelbar an die Stadtmauer an. Rund 1.200 Bestattungen sind bekannt, davon etwa 800 Brand- und 400 Körpergräber. Bemerkenswert ist die Belegungsdauer der Nekropole, deren Nutzung in frührömischer Oppidumszeit beginnt und weit über das Ende der römischen Herrschaft bis in das 9. Jahrhundert fortdauert. Aus dem Bereich des Gräberfeldes konnten zahlreiche Grabsteine geborgen werden. Auffällig die Stele des spätantiken Offiziers Vitorinus, der im 4. Jahrhundert bei Divitia von einem Franken erschlagen wurde[72].

Das ganz im Norden des antiken Kölns gelegene Gräberfeld Neusser Straße orientierte sich – wie das „Südliche Gräberfeld“ – wieder am Verlauf der Limesstraße, hier in Richtung Novaesium. Die Belegung des Gräberfeldes setzte – von vereinzelten Ausnahmen abgesehen – im Wesentlichen erst in der zweiten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts mit der Bestattung von Militärpersonen ein. Monumentale Grabbauten wurden nur vereinzelt aufgefunden. Kleinere Bestattungsformen aller Variationen dominierten die nördliche Nekropole. Vielfältige Berufsbezeichnungen auf den geborgenen Grabstelen vermitteln einen Eindruck vom Wirtschaftsleben der antiken Stadt, die große Variationsbreite der Kleinfunde spiegelt die breite Fächerung der ausgeübten Religionen wider.

Grabmal des Poblicius

Grabkammer von Köln-Weiden

Villae Rusticae

Innerhalb des heutigen Bereiches der Stadt Köln, der nicht mit dem antiken Verwaltungsareal der CCAA verwechselt werden darf, wurden mehrere römische Villen ausgegraben. Der großflächig aufgedeckte Gutshof von Köln-Müngersdorf wurde bereits 1933 von Fritz Fremersdorf monographisch publiziert.[76] Aus dem Gräberfeld einer römischen Villa von Köln-Braunsfeld stammt der im Römisch-Germanischen Museum Köln ausgestellte Diatretbecher.[77] Reste weiterer Villen fanden sich unter der Kölner Kirche St. Pantaleon[78] sowie in Köln-Niehl, Köln-Rodenkirchen, Köln-Rondorf, Köln-Vogelsang und in Köln-Widdersdorf.[79][80][81][82]

Denkmalschutz und museale Aufbereitung

Öllampe mit erotischem Motiv

Die materiellen Relikte der CCAA sind Bodendenkmale nach dem Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG).[83] Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig. Zufallsfunde sind an die Denkmalbehörden zu melden.

Besonders aussagekräftige archäologische Funde aus dem Kölner Stadtgebiet werden im Römisch-Germanischen Museum Köln gezeigt (vergleiche Hauptartikel).

Literatur

Monographien (Auswahl)

  • Wolfgang Binsfeld: Aus dem römischen Köln. Greven, Köln 1966. (Schriftenreihe der Archäologischen Gesellschaft Köln e.V., 15).
  • Werner Eck: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6.
  • Fritz Fremersdorf: Das Römergrab in Weiden bei Köln. Reykers, Köln 1957.
  • Ulrich Friedhoff: Der römische Friedhof an der Jakobstraße zu Köln. Zabern, Mainz 1991, (Kölner Forschungen, 8), ISBN 3-8053-1144-3.
  • Brigitte und Hartmut Galsterer: Die römischen Steininschriften aus Köln. RGM, Köln 1975.
  • Rudolf Haensch: Capita provinciarum. Statthaltersitze und Provinzialverwaltung in der römischen Kaiserzeit: Zabern, Mainz 1997, (Kölner Forschungen, 3), ISBN 3-8053-1803-0.
  • Constanze Höpken: Die römische Keramikproduktion in Köln. Zabern, Mainz 2005, ISBN 3-8053-3362-5.
  • Heinz Günter Horn: Mysteriensymbolik auf dem Kölner Dionysosmosaik. Rheinland-Verlag, Bonn 1972.
  • Bernhard Irmler: Colonia Claudia Ara Agrippinensium: Architektur und Stadtentwicklung. 3 Bde. München, Technische Universität, Dissertation 2005.
  • Peter LaBaume: Colonia Agrippinensis. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Greven, Köln 1960.
  • Andreas Linfert u.a.: Römische Wandmalerei der nordwestlichen Provinzen. RGM, Köln 1975.
  • Inge Linfert-Reich: Roemisches Alltagsleben in Köln. 2. Auflage. RGM, Köln 1976.
  • Bernd Päffgen: Die Ausgrabungen in St. Severin zu Köln. 3 Bände. Zabern, Mainz 1997, (Kölner Forschungen, 5), ISBN 3-8053-1251-2.
  • Gundolf Precht: Baugeschichtliche Untersuchung zum römischen Praetorium in Köln. Rheinland Verlag, Köln 1973, (Rheinische Ausgrabungen, 14), ISBN 3-7927-0181-2.
  • Gundolf Precht: Das Grabmal des Lucius Poblicius. Rekonstruktion und Aufbau. RGM, Köln 1975.
  • Gundolf Precht: Das römische Kastell und die ehemalige Benediktinerklosterkirche St. Heribert in Köln-Deutz. O.V., Köln 1988.
  • Matthias Riedel: Koeln, ein römisches Wirtschaftszentrum. Greven, Köln 1982, ISBN 3-7743-0196-4.
  • Hermann Schmitz: Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Verlag Der Löwe, Köln 1956, (Veröffentlichungen des Kölnischen Geschichtsvereins e.V., 18)
  • Helmut Schoppa: Römische Götterdenkmäler in Köln. Reykers, Köln 1959.
  • Uwe Süßenbach: Die Stadtmauer des römischen Köln. Greven, Köln 1981, ISBN 3-7743-0187-5.
  • Renate Thomas: Römische Wandmalerei in Köln. Zabern, Mainz 1993, (Kölner Forschungen, 6), ISBN 3-8053-1351-9.
  • Dela von Boeselager: Gräber mit Glasfunden an der Luxemburger Straße. Gebr. Mann, Berlin 2007, ISBN 978-3-7861-2528-0.
  • Gerta Wolff: Das Römisch-Germanische Köln. Führer zu Museum und Stadt. 6. überarbeitete Auflage. Bachem, Köln 2005, ISBN 3-7616-1370-9.

Aufsätze (Auswahl)

  • Heike Gregarek: Rediviva. Steinrecycling im antiken Köln. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005, (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 139–145.
  • Klaus Grewe: De aquis Coloniae. Wasser für das römische Köln. In: Heinz-Günte Horn (Hrsg.): Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas. Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-1138-9, S. 196–201.
  • Hansgerd Hellenkemper: Archäologie in Köln. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005. (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 63–73.
  • Hansgerd Hellenkemper: Archäologie in Köln. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Ein Land macht Geschichte. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1793-X, S. 79–90.
  • Hansgerd Hellenkemper: Archäologie und Bodendenkmalpflege in Köln. In: Heinz-Günte Horn (Hrsg.): Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas. Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-1138-9, S. 68–74.
  • Hansgerd Hellenkemper: Archäologische Forschungen in Köln seit 1980. In: Heinz-Günte Horn (Hrsg.): Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas. Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-1138-9, S. 75–88.
  • Hansgerd Hellenkemper, Dela von Boeselager, Klaus Grewe u.a.: Köln. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 459–521.
  • Maximilian Ihm: Agrippinenses. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 900–901.
  • Sabine Leih: Unter einem Handwerkerhaus. Ein römischer Keller auf Insula 39. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005, (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 415–416.
  • Frederike Naumann-Steckner: Die Aphrodite von der Hohe Straße zu Köln. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005, (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 400–403.
  • Stefan Neu: Römische Gräber in Köln. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Ein Land macht Geschichte. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1793-X, S. 265–268.
  • Stefan Neu: Die Entdeckung des Achilles - in Köln. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Ein Land macht Geschichte. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1793-X, S. 269–273.
  • Stefan Neu: Römische Reliefs am Kölner Rheinufer. In: Heinz-Günte Horn (Hrsg.): Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas. Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-1138-9, S. 202–208.
  • Alfred Schäfer und Marcus Trier: Ein Hafentor im römischen Köln. In: Der Limes 2, 2012/Heft 2. Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission. S. 20–23. (online-pdf)
  • Burghart Schmidt: Das Bauholz für die römerzeitlichen Häfen in Xanten und Köln. Eine Interpretation der dendrochronologischen Datierungen. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005, (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 201–207.
  • Renate Thomas: Römische Wandmalereifunde aus den Ausgrabungen an der Breite Straße in Köln. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005, (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 395–398.
  • Renate Thomas: Das römische Bronzepferdchen aus der villa suburbana am Barbarossaplatz in Köln. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Ein Land macht Geschichte. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1793-X, S. 274–275.
  • Renate Thomas: Römische Wandmalerei in Köln. In: Heinz-Günte Horn (Hrsg.): Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas. Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-1138-9, S. 209–215,
  • Marcus Trier: Archäologie in Kölner Kanälen. In den Fußstapfen von Rudolf Schultze und Carl Steuernagel. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005, (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 161–168.

Aufsätze (Auswahl der wichtigsten Schriftreihen)

In den folgenden Publikationsreihen waren und sind Forschungsergebnisse zur Archäologie und Geschichte des römischen Kölns regelmäßig vertreten:

  • Archäologie im Rheinland vormals Ausgrabungen im Rheinland. Jahresberichte des Landschaftsverbands Rheinland/Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege. Theiss, Stuttgart.
  • Bericht der Römisch-Germanischen Kommission. Seit 1904. Zabern, Mainz.
  • Bonner Jahrbücher. Seit 1842. Habelt, Bonn.
  • Germania. Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Seit 1917. Zabern, Mainz.
  • Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins. Seit 1912. SH, Köln.
  • Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte. Herausgegeben vom Römisch-germanischen Museum und der Archäologischen Gesellschaft Köln. Gebr. Mann, Berlin 1955-1992.

Weblinks

 <Lang> Commons: Colonia Claudia Ara Agrippinensium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Koordinaten 50° 56′ 29″ N, 6° 57′ 24″ O50.9414166666676.9566111111111
  2. Koordinaten 50° 56′ 29″ N, 6° 57′ 17″ O50.9414166666676.9547222222222
  3. Koordinaten 50° 56′ 29″ N, 6° 57′ 11″ O50.9413611111116.9531944444444
  4. Koordinaten 50° 56′ 29″ N, 6° 57′ 4″ O50.9412916666676.9512222222222
  5. Koordinaten 50° 56′ 29″ N, 6° 57′ 5″ O50.9412638888896.9513055555556
  6. Ungefähr bei 50° 56′ 29″ N, 6° 57′ 2″ O50.941256.9505555555556
  7. Ungefähr bei 50° 56′ 28″ N, 6° 55′ 30″ O50.9410416666676.925
  8. Koordinaten 50° 56′ 27″ N, 6° 56′ 48″ O50.9409166666676.9466666666667
  9. Ungefähr bei 50° 56′ 24″ N, 6° 56′ 47″ O50.9399027777786.9463055555556
  10. Ungefähr bei 50° 56′ 12″ N, 6° 56′ 44″ O50.9365277777786.9456111111111
  11. Ungefähr bei 50° 55′ 50″ N, 6° 56′ 52″ O50.9304166666676.9477777777778
  12. Ungefähr bei 50° 55′ 51″ N, 6° 57′ 5″ O50.9309722222226.95125
  13. Ungefähr bei 50° 56′ 8″ N, 6° 57′ 33″ O50.9355555555566.9591666666667

Einzelnachweise

  1. Johannes Heinrichs: Civitas Ubiorum. Studien zur Geschichte der Ubier und ihres Gebiets. Habil.-Schrift Köln 1996.
  2. Caesar: De Bello Gallico. 6, 29–44.
  3. Werner Eck:Caesar, die Eburonen und die Civitas der Ubier. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 31–45.
  4. Werner Eck:Agrippa und die Ubier als Bündnispartner Roms. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 46–62.
  5. Tacitus: Annales. I, 57,2.
  6. Martin Kemkes: Der Limes. Grenze Roms zu den Barbaren. Thorbecke, 2., überarbeitete Auflage. Thorbecke, Ostfildern 2006, ISBN 3-7995-3401-6, S. 46.
  7. Tacitus: Annales. I, 39,1.
  8. Tacitus: Annales. I, 31.
  9. Tacitus: Annales. I, 34-37.
  10. Werner Eck:Die augusteische Germanienpolitik und der Beginn des römischen Köln. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 63–126.
  11. 11,0 11,1 11,2 Jürgen Kunow: Die Militärgeschichte Niedergermaniens. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 27–109.
  12. Tacitus: Annales XII, 27.
  13. Tacitus, Annales I; 13,57
  14. Werner Eck:Die Gründung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 127–177.
  15. 15,0 15,1 15,2 Hansgerd Hellenkemper: Köln. Geschichte. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 459–473.
  16. Sueton: Vitellius. 7,8.
  17. Tacitus: Historiae. IV, 44-68.
  18. Werner Eck:Die CCAA in den Krisenjahren 68−70. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 178–210.
  19. Werner Eck:Eine Stadt erblüht. Die CCAA von den Flaviern bis zu Trajan (70−98). In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 211–241.
  20. Werner Eck:Die CCAA als Provinzhauptstadt und die Vertreter der staatlichen Macht. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 242–272.
  21. Werner Eck:Die innere Sicherheit zerbricht. Der Ausbruch der Krise (222−260). In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 547–564.
  22. Werner Eck:Ein gallisches Teilreich mit Köln als Zentrum (260−274). In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 565–585.
  23. Ammianus Marcellinus 15,8.
  24. CIL 13, 08262: [Salvis domini]s et Imperatoribus nost/[ris Fl(avio) Theodo]sio Fl(avio) Arcadio et Fl(avio) Eugenio / [vetustat]e conlabsam(!) iussu viri cl(arissimi) / [et inl(ustris) Arboga]stis comitis et instantia v(iri) c(larissimi) / [co]mitis domesticorum ei(us) / [a fundament]is ex integro opere faciun/[dam cura]vit magister pr(ivatae?) Aelius. Auch Römische Inschriften Datenbank, auch Epigraphische Datenbank Heidelberg (EDH).
  25. Werner Eck:Die Überwindung der Krise. Köln bis zur Usurpation des Silvanus (284−355). In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 586–627.
  26. Werner Eck:Eine römische Stadt erlischt. Die Ftanken als neue Herren (355 − Mitte des 5. Jahrhunderts. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 652–692.
  27. Werner Eck:Der Raum und seine natürlichen Voraussetzungen. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 10–30.
  28. Werner Eck:Rom baut eine Stadt. Die Errichtung der Ara Romae et Augusti und das „oppidum Ubiorum“ als Zentrum der Provinz Germania. In: Ders.: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6, S. 77–101.
  29. Uwe Süßenbach: Die Stadtmauer des römischen Köln. Greven, Köln 1981, ISBN 3-7743-0187-5.
  30. Hansgerd Hellenkemper: Köln. Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Die Stadtmauer der Kolonie. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 463–466.
  31. Die Römische Stadtmauer der CCAA auf den Webseiten der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e. V.
  32. Aussagekräftige Detailabbildungen auf einer dänischen Webseite zur CCAA
  33. Webseite des Lokals mit historischem Abschnitt
  34. Uwe Süssenbach: Die Stadtmauer des römischen Köln. Greven, Köln 1981, ISBN 3-7743-0187-5.
  35. Hansgerd Hellenkemper: Köln. Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Hafenturm. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 462f. Artikel „Ubiermonument“ im KölnWiki.
  36. 36,0 36,1 Bernhard Irmler: CCAA. Architektur und Stadtentwicklung. Kölner Jahrbuch Band 38 (2005).
  37. Ursula Bracker-Wester: Das Ubiermonument in Köln. Ein Bauwerk nach gallischem/germanischem Maß. Gymnasium, Zeitschrift für Kultur der Antike und humanistische Bildung, Band 87. Winter, Heidelberg 1980, S. 496–576.
  38. CIL 13, 8170: Dis Conser|vatorib(us) Q(uintus) Tar|quitius Catul|lus leg(atus) Aug(usti) cuiu[s] | cura praeto[r]|ium in ruina[m co]|nlapsum ad [no]|vam faciem [est] | restitut[um] „Den bewahrenden Göttern, Quintus Tarquitius Catulus, Legat des Kaisers, durch dessen Sorge das Prätorium, das in Ruinen gefallen war, in neuer Gestalt ist wiederhergestellt worden“.
  39. CIL 13, 8260: Imp(erator) Caesar [M(arcus) Aurelius Com]|modus Anton[inus Aug(ustus) Pius Sar(maticus)] | [Ge]rman(icus) maxim[us Brittannicus(?)] | [praetor(ium?) in]cen[dio consumpt(um)] | [–––]M M[––– portic]u | [sumpt]u(?) f[i]sci res[tituit sub Di]dio | [Iuli]ano le[g(ato) Aug(usti) pr(o) pr(aetore)] „Imperator Caesar Marcus Aurelius Commodus Antoninus Augustus, der Fromme, Sieger über die Sarmaten, größter Sieger über die Germanen, Sieger über die Britannier, hat das Prätorium, das durch Brand vernichtet wurde (?), mit der Säulenhalle auf Kosten der kaiserlichen Kasse wieder aufgebaut unter Didius Julianus, dem Legaten des Augustus im Range eines Prätors.“
  40. Ammianus Marcellinus: Res Gestae 15; 5,2- 31. Res Gestae, Liber XV online, lat. und engl.
  41. Ammianus Marcellinus: Res Gestae 15,8. Res Gestae, Liber XV online, lat. und engl.
  42. Gundolf Precht: Baugeschichtliche Untersuchung zum römischen Praetorium in Köln. Rheinland Verlag, Köln 1973. (Rheinische Ausgrabungen, 14), ISBN 3-7927-0181-2.
  43. Felix Schäfer: Statthalterpaläste im Imperium Romanum. Online-Publikation auf den Webseiten der Philosophischen Fakultät der Universität Köln.
  44. Hansgerd Hellenkemper: Köln. Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Forum. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 469.
  45. Bernhard Irmler: Colonia Claudia Ara Agrippinensium: Architektur und Stadtentwicklung. München, Techn. Univ., Diss., 2005.
  46. CIL 13, 8174 (mit Abbildung).
  47. CIL 13, 12048 (mit Abbildung).
  48. Wolfgang Binsfeld: Zwei neue Inschriften zum Kölner Amphitheater. In: Bonner Jahrbücher, 160. Butzon & Bercker, Kevelaer 1960, S. 161–167, Tafeln 26-30.
  49. AE 1962, 107: Dian(a)e | Nemesi | Aur(elius) | Avitus | tr(aex) d(edit) l(ibens) l(aetus) m(erito.
  50. AE 1962, 108.
  51. AE 1941, 87: Aquilo C(ai) et | M(arci) Versulati|um l(ibertus) | h(ic) s(itus) e(st) pp(atroni) f(aciendum) c(uraverunt) | et Murano l(iberto) (Übers.: „Dem Aquilus, des Caius und des Marcus Freigelassenen. Hier ist er begraben. Seine Patrone ließen (den Grabstein) machen. Und für den Freigelassenen Muranus.“). RGM, Insel 121.
  52. Gerta Wolff: Das Römisch-Germanische Köln. Führer zu Museum und Stadt. (6. Aufl.) J.P. Bachem Verlag, Köln 2005, ISBN 3-7616-1370-9, S. 233–234.
  53. Dela von Boeselager: Köln. Wohnviertel (Bauausstattung): Mosaiken. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 475–478.
  54. Thomas: ‘‘Römische Wandmalerei in Köln‘‘, Beilage 1 (Plan der zwei Insulae beim Dom; S. 323, Abb. 138 (Plan des Hauses an der Gertrudenstraße.
  55. Waldemar Haberey: Die römischen Wasserleitungen nach Köln. Die Technik der Wasserversorgung einer antiken Stadt. Rheinland-Verlag, Bonn 1972, ISBN 3-7927-0146-4.
  56. Klaus Grewe: De aquis Coloniae. Wasser für das römische Köln. In: Heinz-Günte Horn (Hrsg.): Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Geschichte im Herzen Europas. Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-1138-9, S. 196–201.
  57. Marcus Trier: Archäologie in Kölner Kanälen. In den Fußstapfen von Rudolf Schultze und Carl Steuernagel. In: Heinz-Günter Horn u.a. (Hrsg.): Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Zabern, Mainz 2005, (Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen, 8), ISBN 3-8053-3467-2, S. 161–168.
  58. Doris Lindemann: Bäder für Köln. Von den römischen Thermen zu modernen Sport- und Freizeitbädern. KölnBäder, Köln 2008, ISBN 978-3-00-024261-8.
  59. Kölner Stadtanzeiger vom 17./18. November 2007.
  60. Panegyrici Latini VII in: Wilhelm Adolph Baehrens: XII Panegyrici latini post Aemilium Baehrensium iterum. Teubner, Leipzig 1911.
  61. Gerta Wolff. Das Römisch-Germanische Köln. Führer zu Museum und Stadt. 5. erweiterte und völlig neu bearbeitete Auflage. S. 263. Bachem, Köln 2000, ISBN 3-7616-1370-9.
  62. Egon Schallmayer: Unterlagen zur römischen Rheinbrücke von Köln im Archiv des Saalburgmuseums. Saalburg-Jahrbuch, Bd. 50. 2000 (2001), S. 205–211.
  63. Maureen Carroll-Spillecke: Das römische Militärlager Divitia in Köln-Deutz. In: Kölner Jahrbuch, Band 26 (1993), S. 321–444. Gebr. Mann, Berlin 1994.
  64. Gerta Wolff: Das Deutzer Kastell. In: Dies.: Das Römisch-Germanische Köln. Führer zu Museum und Stadt. 5. erweiterte und völlig neu bearbeitete Auflage. S. 260–262. Bachem, Köln 2000, ISBN 3-7616-1370-9.
  65. Gundolf Precht: Köln-Deutz. Römisches Kastell. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987, S. 513–516. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7.
  66. CIL 13, 8502, verschollen.
  67. Fritz Fremersdorf in A. Marschall, K. J. Narr, R. v. Uslar (Hrsg.): Die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung des Bergischen Landes. S. 159ff. Schmidt, Neustadt 1954.
  68. Tafel 10 des Zwölftafelgesetzes; lateinischer Text in der Bibliotheca Augustana; deutsche Übersetzung (PDF; 90 kB).
  69. Zum Grabmal des Lucius Poblicius auf der Webseite der Theodor-Körner-Schule, Bochum.
  70. Bernd Paeffgen: Die Ausgrabungen in St. Severin zu Köln. 3 Bände. Zabern, Mainz 1997. (Kölner Forschungen, 5), ISBN 3-8053-1251-2.
  71. Ulrich Friedhoff: Der römische Friedhof an der Jakobstraße zu Köln. Zabern, Mainz 1991, ISBN 3-8053-1144-3.
  72. CIL 13, 8274 (mit Abbildung).
  73. Peter La Baume: Auffindung des Poblicius-Grabmonuments in Köln. In: Gymnasium 78, 1971, S. 373–387.
  74. Gundolf Precht: Das Grabmal des Lucius Poblicius. Rekonstruktion und Aufbau. 2. Auflage. Römisch-Germanisches Museum, Köln 1979.
  75. Fritz Fremersdorf: Das Römergrab in Weiden bei Köln. Reykers, Köln 1957.
  76. Fritz Fremersdorf: Der römische Gutshof Köln-Müngersdorf. De Gruyter, Berlin und Leipzig 1933 (= Römisch-germanische Forschungen, 6).
  77. Otto Doppelfeld: Das Diatretglas aus dem Gräberbezirk des römischen Gutshofs von Köln-Braunsfeld. Gebr. Mann, Berlin 1961 (= Schriftenreihe der Archäologischen Gesellschaft Köln, 5).
  78. Sebastian Ristow: Die Ausgrabungen von St. Pantaleon in Köln. Archäologie und Geschichte von römischer bis karolingisch-ottonischer Zeit. Habelt, Bonn 2009, ISBN 978-3-7749-3585-3.
  79. Elisabeth M. Spiegel: Umland der CCAA: Gutshöfe. In: Heinz-Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Lizenzausgabe der Auflage von 1987. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-59-7, S. 501–508.
  80. Michael Gechter und Jürgen Kunow: Zur ländlichen Besiedlung des Rheinlandes in römischer Zeit. Bonner Jahrbücher 186, 1986, S. 377–396.
  81. Michael Gechter und Jürgen Kunow: Zur ländlichen Besiedlung des Rheinlandes vom 1. Jahrhundert v. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. First Millennium Papers, British Archaeological Papers International Series 401 (1988) S. 109–128.
  82. Jürgen Kunow: Die ländliche Besiedlung im südlichen Teil von Niedergermanien. In: Helmut Bender und Hartmut Wolff (Hrsg.): Ländliche Besiedlung und Landwirtschaft in den Rhein-Donau-Provinzen des Römischen Reiches. Passauer Universitätsschriften zur Archäologie 2, Espelkamp 1994, S. 141–197, Abb. 10.1-21.
  83. Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG)

50.9380555555566.9569444444444Koordinaten: 50° 56′ N, 6° 57′ O


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Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
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16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
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20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
DOI: 10.1038/s41467-018-04773-w
19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
DOI: 10.7717/peerj.4869
19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
DOI: 10.1126/science.aat3188
15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
DOI: 10.1073/pnas.1720842115
15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
DOI: 10.7554/eLife.36666
15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
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15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
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24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
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31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
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14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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