Nez Percé


Ehemaliges Stammesgebiet der Nez Percé und heutiges Reservat in Idaho

Die Nez Percé [ˌnepɛʀˈse] (franz. ,durchbohrte Nase‘[1], engl. Aussprache: ˌnɛzˈpɜrs), auch Nez Perce, sind ein Indianer-Volk des Columbia River Plateau des Pazifischen Nordwestens der U.S.A. Ihre Sprache, das Niimiipuutímt, zählt neben dem Sahaptin, zu den Sahaptian-Sprachen (auch Sahaptin, Shahaptian), einer Untergruppe der Plateau Penuti-Sprachfamilie. Die Nez Percé sind daher sprachlich und kulturell eng verwandt mit den Sahaptin-sprachigen Palouse, Walla Walla, Yakima, Umatilla und Wayampam.

Wohngebiet

Traditionell bewohnten sie ein Gebiet im Westen des heutigen US-Bundesstaates Idaho sowie Teile des südöstlichen Washington, des nordöstlichen Oregon sowie nach Erwerb von Pferden Anfang 1700 auch die Plains im Westen Montanas. Das Gebiet umfasste die Flusstäler des Snake, Salmon, Grande Ronde und Clearwater River und erstreckte sich von den Bitterroot im Osten bis zu den Blue Mountains im Westen.

Um 1800 lebten die Nez Percé in über 70 dauerhaften Dörfern mit je 30 bis 200 Bewohnern, davon waren mindestens 27 ganzjährig bewohnt. Im Jahr 1805 waren die Nez Percé der größte Stamm im Columbia River Plateau mit ca. 6.000 Stammesangehörigen. Sie lassen sich entsprechend ihren Dialekten in zwei Gruppen einteilen: Untere (Lower) und Obere (Upper) Nez Percé. Kulturell sind die Nez Percé dem Plateau Kulturareal zuzurechnen, wobei die Oberen Nez Percé sich eher am Leben der Plains-Stämme orientierten, während die Unteren Nez Percé deutlichere Vertreter der Plateau-Kultur waren.

Namen

In den Berichten der Lewis-und-Clark-Expedition von 1805 wurden die Nez Percé als Chopunnish bezeichnet - eine Adaption des Begriffs cú·pʼnitpeľu (,das gepiercte Volk‘, abgel. von cú·pʼnit - ,Piercing mit einem spitzen Gegenstand‘ und peľu - ,Volk‘).[2] Da die Nez Percé keinerlei Nasenpiercings oder sonstige Schmuckstücke trugen, war der Name ,durchbohrte Nasen‘ eine unzutreffende Bezeichnung und ist wahrscheinlich auf eine Verwechslung mit den am Unterlauf des Columbia River lebenden Chinook, zurückzuführen. Die verschiedenen Stämme der Chinook, die mit den Nez Percé Fischgründe und Handelsplätze teilten, waren insbesondere als große Händler berühmt - so dass basierend auf ihrer Sprache, sich das Chinook Wawa, als Lingua franca unter den Stämmen des Nordwestens etablierte.

Laut mündlicher Überlieferung der Nez Perce bezeichneten sie sich vor Einführung des Pferdes als Cuupn'itpel'uu oder Tsoop-Nit-Pa-Loo - ,wir gingen aus dem Wald heraus‘ oder ,wir gingen aus den Bergen heraus‘. Ihrem Schöpfungsmythus folgend ist auch die Bezeichnung als Iceyeeye Niim Mama’yac (,Kinder von Koyote‘) gebräuchlich.[3]

Heute nennen sie sich meist Nimi'ipuu oder Niimíipu (auch Nee-Me-Poo)- ‘Wahres Volk’ oder ‘Wir, das Volk’.[4]

Traditionelle Kultur

Nachfolgend wird die Kultur der Nez Percé beschrieben, so wie sie sich bis zur Aufgabe der Selbstbestimmung und dem Einzug in das Reservat präsentiert hat. Ab diesem Zeitpunkt glich sie sich nach und nach der Kultur der europäischen Einwanderer an.

Politische Organisation

Nach Möglichkeit errichteten die Nez Percé ihre Dörfer entlang von Flüssen. Sie organisierten sich analog zum Flusssystem. Die einzelnen Dörfer an einem Seitenfluss fühlten sich als Gruppe zusammengehörig und vereinten sich bei Bedarf - zum Beispiel zur Bisonjagd - mit Gruppen des Hauptflusses. Ob sich sämtliche Nez Percé bereits vor der dem ersten Kontakt mit den Europ-Amerikanern zusammengehörig fühlten, ist umstritten. Mit Sicherheit vereinten sie sich nach 1830 unter einem gemeinsamen Häuptling. Gemeinsam versuchten sie dem gewachsenen Druck stand zu halten.

Ein Dorf bestand aus mehreren Großfamilien und wurde von einem Mann - oft der älteste fähige Mann des Dorfes - geführt. Meist assistierte ein jüngerer Mann dem Anführer. Üblicherweise ging das Amt vom Vater auf den Sohn über; war dieser unfähig, wählte der Rat einen fähigeren Mann zum Anführer des Dorfes. In wenigen Fällen übernahm ein Schamane die Führung. Vom Anführer wurde erwartet, dass er ein Vorbild war, als offizieller Redner in Erscheinung trat, Streit schlichtete und bestrebt war, Entscheidungen zum Wohl der Dorfbewohner zu fällen. Die Familienführer waren im Rat vertreten, dessen Entschlüsse der Dorf-Anführer zu befolgen hatte. Normalerweise stand der Anführer des größten Dorfes der Gruppe vor. Die Bewohner der verschiedenen Dörfer schlossen sich vor allem zur Verteidigung zusammen, gelegentlich aber auch zu gemeinsamen Zeremonien oder zum Nahrungserwerb.

Trafen sich gar verschiedene Gruppen, vereinten sich die Gruppen-Anführer und herausragenden Krieger zu einem Rat. Ein Mann konnte vom Rat mit der Führung eines Unternehmens - Jagd oder Krieg - betraut werden. Selten hatte ein Mann auf dieser Ebene permanent die Führungsrolle inne, sondern bloß vorübergehend. Schamanen genossen teilweise großen politischen Einfluss. Obwohl Verbrechen meist in der Großfamilie geahndet wurden, schickte der übergeordnete Rat manchmal Stammesmitglieder ins Exil.

Nahrungserwerb

Die Nez Percé jagten große Tiere wie Wapitis, Hirsche, Elche, Bergschafe, Bergziegen, Schwarz- und Grizzly-Bären sowie kleinere wie Hasen, Hörnchen, Dachse und Murmeltiere. Das Großwild kreisten sie meist gemeinschaftlich ein oder trieben es in ein Gehege oder einen Fluss. Bevor sie über Pferde verfügten, war der Angriff aus dem Hinterhalt eine beliebte Jagdmethode, besonders bei Bisons. Zudem träufelten sie manchmal Klapperschlangen-Gift auf die Pfeilspitze. Weiter fingen sie Enten, Gänse, Moorhühner sowie andere Vögel für Zeremonien. Verschiedene Flüsse versorgten sie mit Fischen. Lachse fingen sie bei Frühlingsbeginn, meist mussten sie dazu noch mit Schneeschuhen durch den tiefen Schnee zum Fluss stapfen.

Sattelkissen, Nez Perce National Historical Park, um 1900

Nachdem sie nach 1700 zu Pferden gelangt waren, zogen sie einmal im Jahr in die Ebenen Montanas, jagten Bisons und tauschten mit den Prärie-Stämmen Waren aus. Dabei wurden sie oft von Kriegern befreundeter Stämme wie den Umatilla, Cayuse und Yakima begleitet.

Die Männer waren für die Jagd und das Fischen verantwortlich. Sie fischten mit Schnur und Haken, mit Speeren, Harpunen, Netzen und Wehren. Die großen Wehre wurden gemeinschaftlich errichtet. Ein Spezialist regulierte das Wehr und teilte den Fang unter den Familien auf. Die Frauen verarbeiteten die Beute. Fische wurden entweder frisch gegessen oder an der Sonne getrocknet und als Wintervorrat geräuchert.

Ergänzend sammelten die Frauen Wurzeln, wilde Rüben und Zwiebeln, verschiedene Beeren, Kiefernsamen und Sonnenblumenkerne. Wurzeln wurden zerrieben, als Laibe oder Biscuits aufbewahrt und später in Suppen und Eintöpfen verwendet. Die Vorräte wurden in Körben in rinden- oder grasbedeckten trockenen Gruben aufbewahrt.

Mann der Nez Percé, 1899

Materielle Kultur

Für den Alltagsgebrauch verfügten die Nez Percé über Gegenstände aus Materialien, die ihnen die Natur bot. Vieles war aus Holz, so zum Beispiel Löffel und Schalen. Löffel stellten sie teilweise auch aus Horn her, genau so wie Trinkbecher. Mörser waren entweder geflochten und mit einem Steinboden ergänzt oder aus Holz. Die Stößel meißelten sie aus Stein. Verwendung fanden die Mörser zum Mahlen und Zerkleinern von Fleisch und Wurzeln. Zum Kochen von Fleisch benutzten sie Körbe, zum Backen große Erdöfen. Geweihe nutzten die Nez Percé für Keile und zusammen mit Stein, Holz und Rohleder für Streitäxte und Keulen (Tomahawks). Bögen schufen sie aus Flieder, Eibenholz und Sehnen.

Die Nez Percé wohnten in den auf dem Plateau üblichen Matte-bedeckten Langhäusern. Die Länge der Häuser konnte über 30 Meter betragen. Nebst diesen permanenten Wohnsitzen verfügten die Nez Percé über konische Zelte, die sie bei Reisen, zum Beispiel auf Jagdzügen oder beim Fischen benutzten. Schwitzhütten wurden in allen permanenten Siedlungen der Nez Percé gefunden.

Die Kleidung der Nez Percé war mit langen Wildlederhemden, Leggings, Gürteln, Handschuhen, Stulpen und Mokassins typisch für die nördlichen Plains. Bei Männern beliebt war Kopfschmuck aus Federn. Frauen verzierten ihre Kleider mit Wapiti-Zähnen und Meeresmuscheln, die sie eintauschten. An der Kleidung konnte sowohl das Geschlecht als auch Alter und sozialer Status abgelesen werden. Beide Geschlechter bemalten sich die Gesichter zu speziellen Zwecken.

Nez Percés mit einem Appaloosa-Pferd (1895)

Die spanischen Einwanderer führten Pferde mit sich, die sich vom Gebiet des heutigen Mexiko aus rasch nach Norden verbreiteten und auch zu den Nez Percé kamen. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Nez Percé zur berühmtesten Pferdenation auf dem Plateau. Männer, Frauen und Kinder ritten Pferde bei jeder Gelegenheit. Zogen sie von einem Lagerort zum nächsten, zogen Pferde ihr Hab und Gut auf einem Travois. Welche zentrale Bedeutung das Pferd im Leben der Nez Percé einnahm, zeigte die vielfältige materielle Kultur: Die Nez Percé schufen verschiedene Sättel je nach Verwendung sowie mit Stachelschweinborsten, Perlen und Pferdehaaren verzierte Pferdedecken und -geschirr. Die Anzahl Pferde machte den Unterschied zwischen Reich und Arm; einflussreiche Familien besaßen teilweise eine Herde von Tausenden Pferden. Als Züchter von starken und ausdauernden Pferden waren die Nez Percé weitherum bekannt; gelegentlich erwarben die Nez Percé zusätzlich Pferde durch Raubzüge.

Lebenszyklus

Geburt

Baby der Nez Percé, Edward Curtis, 1911

War eine Frau schwanger, erhielt sie von ihren älteren weiblichen Verwandten Ratschläge, wie sie ihre Gesundheit, und diejenige ihres Kindes, erhalten konnte. Dazu gehörten heiße wie kalte Bäder sowie die Verwendung verschiedener Kräuter. Es galt als Tabu für Schwangere, deformierte Tiere oder Menschen zu betrachten, berühren oder zu verhöhnen. Die Nez Percé glaubten, dass das Kind ebenfalls deformiert werden würde, hielt sich die werdende Mutter nicht an das Tabu. Weitere Tabus schränkten sie in ihrem Handeln ein.

Zur Geburt begab sich sie sich in eine separate Hütte, wo ihr weibliche Verwandte halfen. Nur bei ernsteren Komplikationen wurde ein männlicher Schamane beigezogen, die mit Kräutern, Ritualen und physischen Handlungen halfen. Nach der Geburt wurde die Nabelschnur in einem kleinen Behälter verstaut, welcher an der Baby-Trage (Cradleboard) befestigt wurde. Gemäß dem Glauben der Nez Percé würde der Verlust der Nabelschnur Unglück bringen.

Kinder erhielten meist Namen von bedeutenden Vorfahren, in der Hoffnung, dass sich dies positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirken würde. Eine formelle Namensfeier fand aber erst im Jugendalter statt. Namen konnten jederzeit geändert werden.

Kindheit

Kinder wurden so lange in das Wiegenbrett gelegt, bis sie gehen konnten und wurden so lange wie möglich gestillt, oft einige Jahre. Starb die Mutter, wurde das Kind von einer anderen Frau des Vaters oder von einer Verwandten der Verstorbenen adoptiert.

Nach Möglichkeit kümmerten sich die Großeltern um das Kind, sobald dieses entwöhnt war. Den Eltern gegenüber mussten sich die Kinder sehr respektvoll benehmen, mit den Großeltern durften sie hingegen herumalbern. Der Großvater brachte seinem Enkel das Jagen, Reiten und Schwitzen bei. Die Großmutter unterrichtete ihre Enkelin. Außerdem brachten die Großeltern viel Zeit damit zu, ihren Enkelkindern die Mythen des Stammes zu erzählen. Unterstützt wurden die Großeltern durch andere ältere Verwandte. Onkel und Tanten holten Kinder üblicherweise vor Tagesanbruch zu einem Bad in einem nahegelegenen Gewässer.

Mit etwa drei Jahren wurden die Kinder in den Alltag einbezogen. Sie waren beim Wurzelnausgraben oder beim Beerensammeln dabei und wurden auch schon mal hinter einem Reiter aufs Pferd gebunden und zur Jagd mitgenommen. Etwa mit sechs Jahren halfen die Kinder erstmals bei der Arbeit mit, gruben selbst eine Wurzel aus oder erlegten mit einem Spielzeugbogen ein Tier. Dieses Ereignis wurde mit einer Übergangszeremonie gefeiert. Aß ein erfahrener Jäger oder Fischer das erste Wild oder den ersten Fisch, so glaubten die Nez Percé, dass der Knabe ein begabter Fischer oder Jäger werden würde. Ebenso sollte eine erfolgreiche Sammlerin die erste Wurzel oder die erste Beere eines Mädchens essen, damit dieses später eine Familie ausreichend mit diesen Produkten versorgen konnte.

In der Jugendzeit wurden die Jungen und Mädchen zur Visionssuche ausgeschickt. Waren sie nicht erfolgreich, wurden sie oft weitere Male ausgeschickt. Trat bei einem Mädchen die erste Blutung ein, wurde es für etwa eine Woche in eine dafür vorgesehen Hütte separiert. Dort sollte es nicht untätig sein und stets positive Gedanken pflegen. Nach dieser Zeit kehrte das Mädchen wieder unter ihr Volk zurück und wurde als junge Frau willkommen geheißen, die nun bereit war zu heiraten. Von Freunden und Verwandten erhielt sie Geschenke.

Tänze, Spiele, Wettkämpfe und Pferderennen nahmen einen wichtigen Stellenwert ein - sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen.

Heirat

Die Familien-Führer bestimmten die Partner ihrer Kinder, teilweise bereits während deren Kindheit, oftmals aber erst auf Wunsch der Kinder selbst. Heiraten zwischen Verwandten - auch zwischen weiter entfernten Verwandten - war tabuisiert. Gerne gesehen war hingegen, wenn mehrere Kinder in dieselbe Familie einheirateten. Verwandte des Bräutigams und der Braut trafen sich und tauschten Geschenke aus. Je höher die soziale Stellung der Familien war, desto mehr Personen nahmen an diesem Treffen teil. Die Heirat erfolgte in einem zweiten Treffen. Anschließend zog das junge Paar entweder zu den Eltern der Frau, öfter aber zu denjenigen des Mannes. Ein Mann durfte mehrere Frauen haben. Weibliche Sklaven, die im Krieg gefangen genommen worden waren, oder Schwestern der Frau waren beliebte Zweitfrauen. Starb die Frau oder der Mann, heiratete der Witwer oder die Witwe nach Möglichkeit einen Bruder oder eine Schwester der oder des Verstorbenen.

Tod

Ahnte eine Person ihren Tod, bestimmte sie, wer nach ihrem Tod ihre Habseligkeiten erhalten und wer ihre Ämter übernehmen sollte. Starb jemand, machte dies der Herold im ganzen Dorf bekannt. Verwandte und Freunde des Toten sammelten sich zur Trauer um seine Leiche und wuschen und schmückten diese. In einen Mantel gehüllt wurde die Leiche begraben. Teilweise wurde das Lieblingspferd des Toten erschossen und mit ins Grab gelegt. Zuletzt hielt der Schamane eine Zeremonie ab, um die Seele des Verstorbenen davon abzuhalten, zurückzukehren. Künftig wurden Erinnerungen an den Toten so gut als möglich vermieden, sein Name wurde beispielsweise nicht mehr erwähnt und manchmals sogar seine Hütte verbrannt. Nach Ablauf eines Jahres wurde der Witwer oder die Witwe aus der Trauer entlassen; nun durfte er oder sie wieder heiraten.

Geschichte

Frühgeschichte

Die ältesten Funde im traditionellen Gebiet des Stammes werden auf 8000 Jahre geschätzt. Es handelt sich um die Weis Rockshelter site rund 13 km südlich von Cottonwood. Sie wurde von einem Laien-Archäologen um 1960 ausgegraben, die Artefakte befinden sich an der University of Idaho.[5] Ähnlich alt ist Lenore, das rund 40 km östlich von Lewiston liegt.[6] Die Camas Prairie mit dem Tolo Lake (Tepahlewam, was gespaltene Felsen bedeutet), wo die Nez Percé mehrere Jahrtausende lang Camas, also Essbare Prärielilien ernteten, steht heute unter Schutz, genauso wie die Grabungsstätte. Eine weitere frühe Fundstätte sind die Musselshell Meadow im Clearwater National Forest 16 km östlich von Weippe, eine Stätte, die die Nez Perce Sa-w'ees-ne-ma nannten. Auf bis zu 2500 v. Chr. werden die Petroglyphen von der Buffalo Eddy site datiert, die sich rund 30 km südlich von Lewiston befinden.[7]

James Mooney schätzte für die Zeit um 1780 die Zahl der Nez Percé auf 4.000. Es bestanden mindestens 27 Dörfer, von denen elf am Snake River - das größte war Hasotino Village (Hesutiin) -, zwischen der Mündung des Clearwater und des Imnaha River lagen. Drei weitere permanente Siedlungen lagen am Salmon River und seinen Nebenflüssen, sechs lagen im Gebiet des Wallowa-Tals, drei Dörfer lagen im östlichen Washington, zwischen Grande Ronde und Snake River.

Die Nez Percé betätigten sich als Zwischenhändler zwischen den Flathead im Nordosten und den Gruppen am Columbia im Süden und Westen, bis zu den Küsten-Salish. Hingegen waren die Beziehungen zu Bannock und Shoshone im Süden sowie den Blackfeet im Nordosten weniger freundlich. Da sie um 1720 begannen, Pferde zu züchten, die ihnen weit ausgreifende Jagdzüge auf Bisons ermöglichten, dürfte in der daraus resultierenden Konkurrenz eine Konfliktursache mit den Blackfeet gelegen haben. Dies galt umso mehr, als die Bisons sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus der Heimat der Nez Percé zurückzogen und die oftmals mit anderen Stämmen verbündeten Indianer ihnen über die Rocky Mountains folgten.

Zugleich war dies die Ursache dafür, dass ein Teil des Stammes seine Lebensweise derjenigen der Plainsstämme annäherte, während die übrigen weiterhin überwiegend von Fisch lebten. Neben diesen kulturellen Veränderungen änderte sich auch die Binnenorganisation. So war nun nicht mehr das jeweilige Dorf ein Machtzentrum für sich, sondern eine Versammlung von verdienstvollen Männern stimmte politische Entscheidungen nach dem Konsensprinzip ab. Die Grenze zwischen den verschieden lebenden Gruppen lag etwa am Lapwai Creek. Die Büffeljäger folgten meistens dem rund 160 km langen Lolo Trail (Lolo Pass) durch die Bitterroot Mountains (heute Highway 12).[8]

Pferde- und Pelzhandel, Briten und Amerikaner

Kriegskeule aus dem 19. Jahrhundert

Diese Route benutzte auch die Expedition unter Leitung von Lewis und Clark (1804-1806). Sie schätzten die Nez Percé auf 6.000 Personen, womit sie die größte Gruppierung auf dem Plateau darstellten. Außerdem bemerkten sie bei ihnen britische und spanische Handelsgüter von der Pazifikküste. Prophezeiungen der Nez Percé hatten die Ankunft der Weißen angekündigt und betont, welch starke Auswirkungen dies auf ihre Kultur haben würde.

Ab 1811 standen sie in Kontakt mit weißen Händlern, ab 1813 besuchten sie regelmäßig den Handelsposten der North West Company am Oberen Columbia River. Im September 1812 hatte Donald Mackenzie für die konkurrierende Pacific Fur Company einen Handelsposten rund 12 km nördlich des späteren Lewiston gegründet. Doch gab es kaum Biber in der Region, der „Krieg von 1812“ zwischen den USA und Großbritannien behinderte seinen Handel und so gab er im Mai 1813 auf.

Pferde- und Pelzhandel ließen die Nez Percé in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwar relativ wohlhabend werden; Epidemien dezimierten sie aber auf etwa 1800 Personen. 1827 schätzte sie ein Angestellter der Hudson's Bay Company schon nur noch auf 1.450, doch hielt sich ihre Zahl nun weitgehend konstant, da sie ihre relativ isolierte Lage vor den schweren Pockenepidemien, wie etwa der von 1862 schützte. Auch vermischten sie sich erheblich weniger mit der weißen Bevölkerung, so dass noch 1950 608 „Vollblut“-Nez Percé existierten.

Missionare, William Craig

1831 reiste eine Delegation nach St. Louis, um das „Buch des weißen Mannes vom Himmel“ zu erlangen. Sie wandten sich dazu an Clark, einen der beiden Leiter der über 25 Jahre zurückliegenden Expedition. Der American Board of Commissioners for Foreign Missions reagierte sofort und entsandte 1832 einen ersten Missionar, einen Presbyterianer. Vom 29. November 1836 bis 1847 wohnten Presbyterianer-Missionare ständig bei Lapwai, ihr führender Kopf war Henry Harmon Spalding.[9] Am Rande kam es zu Kontakten mit katholischen Missionaren. Eine erste Schule entstand bereits zwei Monate nach Ankunft der Missionare. Sie wurde von der Ehefrau Spaldings Eliza Spalding geleitet.

Im Dezember 1842 verhandelten die Stammesführer mit dem Indianeragenten Elijah White. Die Regierung zwang den Indianern die Gesetze der USA auf und untersagte Polygynie, Spielen, Schamanismus, Krieg, Raubritte sowie die meisten Zeremonien. Stattdessen führten sie die westliche Medizin ein, legten Gärten und Mühlen an, um die Nez Percé in der Nähe der Mission anzusiedeln, und sie zu Bauern zu machen. Sie brachten ihnen Lesen und Schreiben bei und erwarben eine Druckerpresse. 1839 entstand eine zweite Mission in Kamiah durch Asa Bower Smith, der vom 10. Mai 1839 bis zum 19. April 1841 blieb.[10] Einer der ersten, die getauft wurden, war Old Joseph, der 1870 starb.[11] Er war der Vater von Chief Joseph, der 1877 versuchte, seinen Stamm über die kanadische Grenze in Sicherheit zu bringen. Erst nach 1842 taucht erstmals ein Häuptling (chief headman) auf, der alle Nez Percé führte.

Der Einfluss der Presbyterianer fand mit dem Whitman-Massaker, bei dem 1847 Missionare im Walla Walla Valley ermordet wurden, ein abruptes Ende; erst Ende der 1850 Jahre nahmen sie ihre Arbeit bei den Nez Percé wieder auf. Spalding kehrte im September 1859 zurück und ging 1862 nach Lapwai. 1871 gründete er eine internatartige Schule, starb allerdings bereits am 3. August 1874. Er soll 900 Indianer getauft haben. Die Presbyterianer blieben bis 1940 die dominante Religion und eine wichtige politische Kraft.

1874 errichtete die katholische Konkurrenz eine Kirche, die Saint Joseph's Mission (auch Slickpoo Mission genannt). Seit 1867 war hier der Jesuit Joseph M. Cataldo tätig. Er gründete später die Gonzaga University in Spokane. 1868 entstand eine Kapelle am Mission Creek, doch bestand sie nicht lange.

William Craig war der erste Weiße, der unter den Nez Perce leben durfte. Er war seit 1829 im Pelzhandel tätig, heiratete 1838 eine Nez-Perce-Frau und lebte ab 1840 bei der Lapwai-Gruppe. Als 1850 der Oregon Donation Land Act verabschiedet wurde, mit dem die Zwangsumsiedlung der küstennahen Indianer im seinerzeitigen Oregon Country begann, zu dem auch das Gebiet der Nez Percé gehörte, beantragte Craig Farmland im Umfang von 640 Acre, das ihm die Regierung zugestand. Obwohl innerhalb des Reservats, vertrauten die Indianer dem Siedler und gestatteten ihm, zu bleiben.

Goldsucher, Siedler und Missionare, Gebietsabtretungen

Um 1850 waren die Biber auf dem Plateau beinahe ausgerottet, so dass der Pelzhandel zum Erliegen kam. Stattdessen kamen ab 1860 Prospektoren in die Region, nachdem Gold im Reservat gefunden worden war. Die Stadt Lewiston entstand. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Nez Percé und weißen Goldsuchern sowie Siedlern, die sich permanent dort niederließen. Die Indianer sahen sich gezwungen, in Verträgen von 1855 (dessen Inhalt sie in ihrer Sprache schriftlich festhielten), 1863 und 1868 beinahe ihr ganzes Land den Weißen zu überlassen. Ihr ausgedehntes traditionelles Gebiet wurde 1855 im Vertrag von Walla Walla von rund 11 Millionen auf 7.694.270 Acre reduziert.

Zugleich ging ein tiefer Riss durch die Gesellschaft, denn anti-amerikanische Traditionalisten und christlich-pro-amerikanische standen sich gegenüber. Erstere unterstützten Aufständische während der 1850er Jahre. Im Vertrag von Walla Walla sicherte die US-Regierung den Nez Percé 1855 das Land in einem definierten Gebiet als Reservat zu. Gemäß dem Vertrag durften sie sich aber auch außerhalb der Reservatsgrenzen aufhalten und dort nach Belieben jagen und fischen. Am 10. April 1861 reduzierte die Regierung jedoch die Reservatsfläche, indem sie den Nordteil, also das Gebiet nördlich des Snake und Clearwater River, auch für Weiße öffnete. In das Gebiet südlich dieser Linie wurde eine Armeeeinheit abkommandiert. Sie blieb von 1862 bis 1885 stationiert, Fort Lapwai steht heute unter Denkmalschutz im Rahmen des Nez Perce National Historical Park. Im Reservat entstand zugleich eine Indianeragentur, die Northern Idaho Indian Agency, die in Spalding saß und 1904 nach Fort Lapwai verlegt wurde.[12]

Am 9. Juni 1863, ratifiziert am 17. April 1867, wurde das Reservat drastisch auf 1.182,76 Quadratmeilen reduziert, also auf rund 760.000 Acre. Spätestens ab diesem Zeitpunkt vertiefte sich der Graben zwischen christlichen Nez Percé im Reservat und den nicht-christlichen außerhalb. Der Stamm gab das vom Indianeragenten aufgedrängte System des headman auf.

Ende der 1860er Jahre besaßen die Nez Percé einzig das stark verkleinerte Reservat im Wallowa Valley, und auch dieses Land wurde von weißen Siedlern begehrt. 1870 kehrten Missionare nach über zwanzig Jahren Abwesenheit zurück und reorganisierten die presbyterianische Mission gegen die Traditionalisten und die katholische Mission. Sie erhielten die Oberaufsicht über das Reservat. Old Joseph zerriss nach dreißig Jahren sein Neues Testament.

Am 16. Juni 1873 wurde ein Reservat im Wallowa Country eingerichtet, doch bereits am 10. Juni 1875 wieder aufgelöst. Dies verbitterte Old Josephs Sohn Young Joseph, der als Chief Joseph bekannt wurde.

Widerstand, Chief Joseph

Chief Joseph, White Bird, Looking Glass und andere Häuptlinge waren bereit nachzugeben, doch junge Krieger waren nicht einverstanden und überfielen weiße Rancher. General Howard wurde beauftragt, die Nez Percé dafür zu bestrafen, es kam zum Nez-Percé-Krieg. Es kam zu einem ersten Gefecht am 17. Juni 1877 auf dem White Bird Battlefield, knapp 25 km südlich von Grangeville. Angeführt von Chief Joseph zogen sich die Indianer durch das Gebiet des heutigen Yellowstone-Nationalparks in Richtung kanadischer Grenze zurück, hart bedrängt von der Armee. Auf dem rund 2900 km langen Marsch lieferten sie sich mehrere Gefechte mit der Armee.[13] Kurz vor der Grenze mussten sich die letzten verbliebenen Nez Percé ergeben. 375 der 450 wurden nach Oklahoma deportiert (siehe auch Nez-Percé-Krieg), die übrigen konnten nach Kanada fliehen. 1885 erhielten 118 Erwachsene Zugang zu einem Reservat im Bundesstaat Washington, dem Colville-Reservat. Einige von ihnen konvertierten zum Christentum und kehrten nach Idaho zurück.

Die christianisierten Nez Percé in Idaho passten sich stärker der euro-amerikanischen Kultur an. Sie lancierten verschiedene Ökonomie- und Bildungsprogramme, die von der presbyterianischen Kirche unterstützt wurden.

1885 lag die offizielle Zahl der Stammesangehörigen bei 1.437. 1906 zählten die Nez Percé im Lapwai-Reservat 1.534 und jene im Colville-Reservat 83.

1895 trat der Dawes Act in Kraft, der das Reservatsland parzellierte und auf die Bewohner verteilte. Die Größe der einzelnen Parzellen wurde so festgelegt, dass über die Hälfte des Reservatslandes frei an Weiße verteilt wurde. Von der ursprüngliches Stammesfläche um 1800 von rund 50.000 km² blieben den Nez Percé bis 1975 gut 320 km² (80.000 Acre). Allein am 1. Mai 1893 waren von den 762.000 Acre 549.559 verloren gegangen.

Heutige Situation

Verfassung und Kompensationsklagen

Der Nez Perce Tribe of Idaho, Nez Perce Reservation, Idaho gab sich 1948 eine Verfassung, die am 2. und 30. April des Jahres von der Bundesregierung und dem Stamm ratifiziert wurde. Dabei wählt der General Council die Mitglieder in das führende Gremium, das Nez Perce Tribal Executive Committee.

Im Juli 1951 klagte der Stamm vor der Indian Claims Commission. Docket 175 rang um Wiedergutmachung für die Reduzierung des Stammesgebiets im Jahr 1855. Gleichzeitig klagten die Chief Joseph, Nez Percés of the Colville Reservation um Kompensationen aus demselben Anlass (Docket 180). Am 27. Februar 1953 wurden die Klagen als Docket 175 zusammengelegt. Am 25. August 1971 erhielten die beiden Gruppen eine Kompensation von 3.550.000 Dollar, wobei genau 86,5854 % an die Idaho-Kläger gingen. In einer weiteren Klage vom Juli 1951 (Docket 179) wandten sich die die Confederated Tribes of the Colville im Namen der Colville Nez Percés gegen das Missmanagement des Bureau of Indian Affairs. Am 5. November 1968 klagte die Joseph-Gruppe in Idaho. Am 29. April 1970 bot das Gericht 119.071,78 Dollar an, wovon die Colville-Gruppe zwei Drittel, die Idaho-Gruppe ein Drittel erhielt. Letztere klagte im Alleingang wegen Missmanagements seit dem 30. Juni 1951. Als die Indian Claims Commission am 30. September 1978 aufgelöst wurde, ging der Fall an den Court of Claims. Schließlich war seit 1941 gegen die Auflösung des Gebiets im Wallowa Country, und damit die Zerstörung der Joseph-Gruppe geklagt worden. Zunächst abgewiesen, erhielten die beiden Gruppen am 31. Oktober 1974 einen Ausgleich. Von den 725.000 Dollar gingen 406.542,07 Dollar an die Colville-Gruppe, 318.457,93 an die in Idaho.

Docket 175-A wurde von Docket 175 abgetrennt und separat geurteilt. Für die knapp 7 Millionen Acre, die der Stamm 1863 hatte abtreten müssen, erhielten die Nez Percé am 17. Juni 1960[14] eine Entschädigung von 4.157.605,06 Dollar. Um die drastische Verkleinerung des Reservats von 1894 klagte der Stamm gleichfalls, ebenso wie um das von ihrem Land gestohlene Gold und die Verluste der Fischfangrechte.

1977, hundert Jahre nach der Niederlage Chief Josephs, erinnerte der Stamm in einer Feier auf dem Schlachtfeld von White Bird in Idaho an das Ereignis.

Nez Perce National Historical Park

1965 wurde der Nez Perce National Historical Park eingerichtet. Dazu gehörten 24 historische Stätten, die sich im Norden von Zentral-Idaho befinden. Vier von ihnen wurden vom National Park Service verwaltet. 1992 kamen weitere 14 Stätten in den benachbarten Bundesstaaten Oregon, Washington und Montana hinzu.

Rückkauf von Stammesgebieten und Wiederbelebung der Kultur

Seit 1980 versuchen die Nez Percé, Land zurückzukaufen. Bis 1998 stieg ihre Landfläche deshalb auf knapp 450 km² (110.000 Acres). 2005 kauften sie für 278.865 Dollar weitere rund 3,9 km² (962 Acre) ihres einstigen Landes im Wallowa Valley, im Nordosten von Oregon zurück. Der US-Census von 2000 wies 6.535 Stammesangehörige aus, wovon bei 3.983 beide Elternteile Nez Percé waren.

Basierend auf den Vertrag von 1855 dürfen die Nez Percé noch immer außerhalb ihres Reservats jagen und fischen und zwar zwischen dem Columbia River im Westen, dem oberen Salmon River im Süden und der Grenze zu Montana im Osten. Ebenfalls haben sie ein Mitbestimmungsrecht an Bodenschätzen, Wasser und Waldwirtschaft in dem Gebiet, das sie zwischen 1855 und 1863 vertraglich abgetreten hatten.

Noch immer ist der Konflikt zwischen christlichen und nicht-christlichen Nez Percé spürbar. Seit den 1930er Jahren nimmt der Einfluss der Presbyterianer ab, stattdessen steigt der Einfluss der nicht-christlichen Nez Percé in der Reservation. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden alte Zeremonien wieder eingeführt, die 50 Jahre lang verboten waren.

Ihre traditionelle Stammessprache, das Niimiipuutímt, wurde 1997 noch von 100 bis 300 Personen gesprochen. Bis 1980 entwickelte der Linguist Haruo Aoki ein Wörterbuch und eine Grammatik der Sprache.

1985 wurden 2.015 Stammesangehörige gezählt, 1989 waren es bereits 2.455.[15]

Häuptlinge der Nez Percé

Peo Peo Tholekt (Landender Vogel), ein Krieger der Nez Percé
  • Old Chief Joseph (Ta-weet Tu-eka-kas - ‘Oldest Grizzly’ - ‘Ältester Grizzly’, auch Joseph the Elder, ca. * 1785 - † 1871), Häuptling der Wallowa Band und einer der ersten Konvertiten zum Christentum der Nez Percé sowie ein Verfechter des frühen Friedens mit den Weißen, Vater von Chief Joseph (daher wurde dieser auch bekannt als Young Joseph).
  • Chief Joseph (Hin-mah-too-yah-lat-kekt, Hinmatóoyalahtq'it - ‘Thunder traveling to higher areas’, * 3. März 1840 – † 21. September 1904), bekanntester Häuptling der Nez Percé, folgte seinem Vater Old Chief Joseph als Häuptling der Wallowa Band (wurde daher auch Young Joseph genannt), führte zusammen unter der militärischen Führung seines jüngeren Bruders Ollokot, mehrere non-treaty Nez Percé sowie zwei Gruppen der Palus (auch Palouse genannt) im Nez-Percé-Krieg.
  • Ollokot (Ollikut, ’álok'at - ‘Frosch’, ca. * 1840 – † 4. Oktober 1877), jüngerer Bruder von Chief Joseph, Kriegshäuptling der non-treaty Wallowa Band, wurde während der Battle of Bear Paw am Snake Creek, der letzten Schlacht mit der US-Armee getötet.
  • Looking Glass (Ippakness Wayhayken - ‘Looking Glass Around Neck’, auch Allalimya Takanin, ca. * 1832 - † 1877), Häuptling und Kriegshäuptling der non-treaty Alpowai Band, war militärischer Führer aller Bands während der erkämpften Flucht, wurde während der Battle of Bear Paw am Snake Creek, der letzten Schlacht mit der US-Armee getötet.
  • Eagle from the Light,[16] (Tipiyelehne Ka Awpo, Tipyahlanah Ka-ou-pu - ‘Eagle of the Morning Light’ oder ‘Eagle of the Dawn’, von den Weißen jedoch meist ‘Eagle of the Ligth’, ‘Eagle from the Light’, ‘Eagle of Delight’),[17] Häuptling der non-treaty Lamátta Band, zog oft zusammen mit Looking Glass' Alpowai Band zur Büffeljagd ostwärts über die Bitterroot Mountains, nahm 1855 am Walla Walla Council teil und unterstützte die non-treaty-Fraktion während des Lapwai Council, weigerte sich die Verträge von 1855 und 1866 zu unterzeichnen, verließ 1875 mit einem Teil der Lamátta Band seine Heimat und schloss sich den Shoshone unter Häuptling Eagle's Eye im Weiser County (Montana) an, die Führung der am Snake River zurückgebliebenen Lamátta übernahm der alte Häuptling White Bird. Wegen der zu großen Entfernung nahm Eagle From the Light nicht am Krieg von 1877 teil.
  • Peo Peo Tholekt (piyopyóot’alikt - ‘Bird Alightning’), ein Nez Percè-Krieger, der mit Auszeichnung in jeder Schlacht des Nez-Percé-Krieges kämpfte, wurde später Häuptling der Alpowai Band.
  • White Bird (Peo-peo-hix-hiix, piyóopiyo x̣ayx̣áyx̣, oder Peopeokiskiok Hihih - ‘White Goose’ - ‘Weiße Gans’, auch als White Pelican - ‘Weißer Pelikan’ bezeichnet, *? - ermordet 1892), Häuptling, Kriegshäuptling und tooat (Schamane und Prophet) von der non-treaty Lamátta (Lamtáama, Lam'tama) Band (‘area with litte snow’)[18], entkam mit ca. 120 Nez Percé noch vor der Kapitulation nach Kanada, schlug sein Lager bei den Lakota Sitting Bulls auf. Einige wenige Familien, darunter White Bird, blieben in Kanada, selbst dann, als Sitting Bull sowie die meisten Nez Percé wieder in die USA zurückgekehrt waren.
  • Toohoolhoolzote (Too-hul-hul-sote, ca. * 1820er - † 1877), Häuptling und tooat (Schamane und Prophet) von der non-treaty Pikunan Band, diese könnte als Büffeljäger eingestuft werden, jedoch waren sie zugleich gleichfalls auch wahre Bergbewohner, streiften in der weiten Bergwildnis zwischen dem Snake River und Salmon River, obwohl er zuerst für Frieden eintrat, kämpfte er später im Nez-Percé-Krieg, starb während der Battle of Bear Paw.
  • Yellow Wolf (He–Mene Mox Mox, himíin maqsmáqs, wollte jedoch Heinmot Hihhih oder In-mat-hia-hia - ‘White Lightning’ genannt werden, ca. * 1855 - † August 1935), Cousin von Chief Joseph und Nez-Percé-Krieger der non-treaty Wallowa Band, kämpfte im Nez-Percé-Krieg von 1877.
  • Yellow Bull (Chuslum Moxmox, Cúuɫim maqsmáqs), Kriegshäuptling der non-treaty Lamátta (Lamtáama, Lam'tama) Band
  • Wrapped in the Wind (’elelímyeté'qenin’/ háatyata'qanin'), berühmter Nez-Percé-Krieger
  • Rainbow (Wahchumyus), Kriegshäuptling einer non-treaty Band, während der Battle of Big Hole getötet.
  • Five Wounds (Pahkatos Owyeen), berühmter Nez-Percé-Krieger
  • Red Owl (Koolkool Snehee), Häuptling einer Lokalgruppe der non-treaty Alpowai Band
  • Poker Joe (oder Hototo, auch bekannt als Lean Elk oder Little Tobacco, * ca. 18?? - † 1877), Krieger und Unterhäuptling von franko-kanadischer und Nez Perce-Herkunft, wurde nach der verlustreichen Battle of the Big Hole zum Führer und Kundschafter gewählt, wurde für einen Cheyenne- oder Lakota-Scout gehalten und wurde in der Battle of Bear Paw in Montana versehentlich von einem Nez Percé getötet.
  • Chief Lawyer (Hallalhotsoot, Halalhot'suut, ca. * 1796 - † 3. Januar 1876), Sohn einer Salish-sprachigen Flathead und Wala-mot-tinin (‘Twisted Hair’), dem Nez Percé, der Lewis und Clark im Herbst 1805 willkommen hieß und Freundschaft schloss, diese positive Erfahrung seines Vaters beeinflusste ihn stark, Führer der treaty-Fraktion der Nez Percé, unterzeichnete den Walla Walla Treaty von 1855.
  • Chief Timothy (Tamootsin, ca. * 1808 - † 1891), Führer der treaty-Fraktion der Alpowai (oder Alpowa) Band, war der erste christliche Konvertit der Nez Percé, war mit Tamer, einer Schwester von Old Chief Joseph verheiratet, der am gleichen Tag getauft wurde wie er.[19]

Gruppen der Nez Percé

  • Almotipu, zusammen mit den Nuksiwepu, Pinewewewixpu, Sahatpu, Siminekempu, Tokalatoinu, Wawawipu, siedelten ca. 130 km (80 Meilen) südlich von Lewiston (am Zusammenfluss von Clearwater und Snake River) entlang des Snake River im Hells Canyon in den Wallowa Mountains sowie in den Seven Devils Mountains in Oregon und Idaho
  • Alpowna oder Alpowe'ma, lebten entlang des Alpaha (Alpowa) Creek, eines kleinen Nebenflusses des Clearwater südlich von Lewiston in Washington
  • Assuti, lebten entlang des gleichnamigen Assuti Creek in Idaho, schlossen sich Joseph 1877 im Krieg an
  • Atskaaiwawixpu, lebten an der Mündung des Northern Fork des Clearwater River
  • Esnime (auch Slate Creek Band oder Upper Salmon River Indians), lebten entlang des Slate Creek und Upper Salmon River in Idaho
  • Ilasotino, lebten in Hasutin, gegenüber dem heutigen Asotin (‘Aalfluss’) City, Washington
  • Hatweme, entlang Hatweh Creek
  • Heswéiwewipu, lebten an der Mündung des Asotin Creek in Washington
  • Hinsepu, lebten in der Nähe des heutigen Hansens Ferry entlang des Grande Ronde River in Oregon
  • Imnáma lebten entlang des Imnaha River, eines Nebenflusses des Snake River in Oregon
  • Inantoinu, lebten entlang der Mündung des Joseph Creek
  • Isäwisnemepu, lebten in der Nähe des heutigen Zindels, am Grande Ronde River in Oregon
  • Iwatoinu, lebten in der Nähe von Kendrick, am Potlatch River, eines nördlichen Nebenflusses des Clearwater Rivers in Idaho
  • Kamiaxpu (auch als Uyame bezeichnet), lebten in der Nähe des heutigen Kamiah, an der Mündung des Lawyer's Creek
  • Kannah, lebten in der Nähe der heutigen gleichnamigen Stadt am Clearwater River in Idaho
  • Lamtáma (auch Lamátta ), lebten entlang des White bird Creek, einem Nebenfluss des Salmon River in Idaho, Gruppe Häuptlings White Bird (‘Peo-peo-hix-hiix’)
  • Lapwai, lebten in der Nähe des Zusammenflusses von Lapwai Creek und Clearwater River in Idaho
  • Lapweme, lebten entlang des Lapwai und Sweetwater Creek
  • Makapu, lebten entlang des Cottonwood oder Maka Creek
  • Painima, lebten in der Nähe von Peck, am Clearwater River in Idaho
  • Pipu'inimu, lebten entlang des Big Canyon Creek
  • Saiksaikinpu, lebten entlang des Oberlaufs des Southern Fork des Clearwater Rivers
  • Sakánma, lebten zwischen der Mündung des Salmon River sowie des Grande Ronde River
  • Sálwepu, lebten entlang des Middle Fork des Clearwater River, ca. 8 km (5 Meilen) oberhalb des heutigen Kooskia, Idaho
  • Saxsano, lebten ca. 6 km (4 Meilen) oberhalb des heutigen Asotin City, Washington, entlang des östlichen Ufers des Snake River
  • Taksehepu, lebten entlang des heutigen Agatha am Clearwater River
  • Tamanmu, lebten an der Mündung des Salmon River
  • Tewepu, lebten an der Mündung des Oro Fino Creek
  • Toiknimapu, lebten oberhalb des Joseph Creek, entlang des nördlichen Ufers des Grande Ronde River
  • Tsokolaikiinma, lebten zwischen Lewiston und Alpowa Creek
  • Tuke'liklikespu, lebten in der Nähe von Big Eddy Campground
  • Tukpame, lebten entlang des Unterlaufs des South Fork des Clearwater River
  • Tunèhepu, lebten in der Nähe von Juliaetta, am Potlatch Creek
  • Walwáma, ( auch Wal-lam-wat-kain, Wallowa) lebten im Willowa Valley in Oregon, einst Chief Josephs Gruppe
  • Willewah, lebten im Wallowa Valley, Oregon, jetzt größtenteils in der Colville Reservation, Washington, einst Chief Josephs Gruppe
  • Wewi'me, lebten an der Mündung des Grande Ronde River
  • Witkispu, lebten ca. 5 km (3 Meilen) unterhalb des Alpowa Creek, entlang des östlichen Ufers des Snake River
  • Yakto'inu, lebten an der Mündung des Potlatch Creek
  • Yatóinu, lebten entlang des Pine Creek

Literatur

  • Elmar Engel: Chief Joseph, Häuptling der Nez Percé, Lamev, Göttingen 1998 ISBN 3-88977-505-5
  • Jerome A. Greene: Nez Perce Summer, 1877: The US Army and the Nee-Me-Poo Crisis, Montana Historical Society Press 2000
  • Will Henry: From Where the Sun now stands, Bantam Books, New York 1976 ISBN 0-553-02581-3
  • Theodor Mathieson: The Nez Percé Indian War, Monarch, Derby/CT, USA 1964
  • Robert H. Ruby/John A. Brown: A Guide to the Indian Tribes of the Pacific Northwest, University of Oklahoma Press 1992, S. 144-149.
  • John R. Swanton: The Indian Tribes of North America, Smithsonian Institution, Bureau of American Ethnology, Bulletin 145, Smithsonian Press, Washington D. C., 1969
  • Deward E. Walker Jr.: Handbook of North American Indians. Bd. 12: Plateau, Smithsonian Institution, Hg., Washington 1998
  • Steven Ross Evans: Voice of the Old Wolf. Lucullus Virgil McWhorter and the Nez Perce Indians, Washington State University Press, 1996 [20]
  • Werner J. Egli: Als die Feuer erloschen. Der Untergang der Nez Percé-Indianer. Roman. C. Bertelsmann, München 1977 u.ö. ISBN 3570000257[21]

Siehe auch

Weblinks

 <Lang> Commons: Nez Percé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Ruby und Brown (S. 144) geben flat nose - ,flache, platte Nase‘ an.
  2. William C. Sturtevant: Plateau: Handbook of North American Indians: 12, Verlag: Govt Printing Office, 1999, ISBN 978-0160495144
  3. Candy Vyvey Moulton: Chief Joseph: Guardian of the People, Verlag: Forge, 2005, ISBN 978-0765310637
  4. The Nez Perce Tribe
  5. Weis Rockshelte
  6. Lenore
  7. Buffalo Eddy
  8. Lolo Trail
  9. Missionaries Come to Nez Perce Country, Nez Perce National Historic Park, Spalding site
  10. Asa Smith Mission and Lewis and Clark Long Camp sites
  11. Seine Grabstätte, die Old Chief Joseph Gravesite, steht heute unter Schutz.
  12. Im Fort entstand später eine Indian school, aus der ein Tuberkulose-Sanatorium, ein Krankenhaus, Schlafräume für Jungen und Mädchen sowie eine Schule entstanden.
  13. So etwa am 4. Juli 1877 an der Cottonwood Skirmishes Site, am 12. Juli auf dem Clearwater Battlefield.
  14. Robert H. Ruby, John Arthur Brown: A guide to the Indian tribes of the Pacific Northwest, Seite 148. ISBN 0-8061-2479-2 (englisch), abgefragt am 16. Juni 2010
  15. Ruby/Brown, S. 146.
  16. [Robert R. McCoy: Chief Joseph, Yellow Wolf and the Creation of Nez Perce History in the Pacific Northwest (Indigenous Peoples and Politics), Verlag: Routledge Chapman & Hall (März 2004), ISBN 978-0415948890]
  17. Alvin M. Josephy, Jr.: The Nez Perce Indians and the Opening of the Northwest, Verlag: Mariner Books, 5. November 1997, ISBN 978-0395850114
  18. die Bezeichnung area with little snow, bezieht sich auf die hervorragenden klimatischen Verhältnisse dieses Teils des Stammesgebietes, der besonders für die Pferdezucht geeignet war
  19. Treaty Trail
  20. grundlegend für die Geschichte der Nez Perce zwischen den 1880er und den 1940er Jahren
  21. mit Landkarten und Quellennachweisen, die auch als Bibliographie dienen, rund 70 Titel, Abb. von Protagonisten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nez Percé aus der freien Enzyklopädie Indianer-Wiki und steht unter Creative Commons by-sa 3.0. Im Indianer-Wiki ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
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15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
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12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
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06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
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03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
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20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
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19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
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15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
DOI: 10.7554/eLife.36666
15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
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15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
DOI: 10.15184/aqy.2018.48
15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
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29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
DOI: 10.1038/s41598-018-22453-z
29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
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01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
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03.08.2017 Dorothée G. Drucker et al. Auf dem Teller: Mammut und viel Rohkost
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27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
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27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
DOI: 10.1038/s41598-017-06390-x
29.06.2017 Gresky et al. Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe
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08.06.2017 Jean-Jacques Hublin et al. Der Homo sapiens ist älter als gedacht
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23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
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27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
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23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
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17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
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31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
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14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
DOI: 10.1111/eos.12037
13.09.2012 Volpato V, Macchiarelli R, Guatelli-Steinberg D, Fiore I, Bondioli L, et al. Das geht doch mit rechts!
DOI: 10.1371/journal.pone.0043949
23.03.2012 Love Dalen et al. Neandertalern drohte schon vor 50.000 Jahren das Aus
DOI: 10.1093/molbev/mss074
26.06.2011 Madelaine Böhme et al. Ältester Menschenaffe Eurasiens lebte in Schwaben
DOI: 10.1016/j.jhevol.2011.04.012
03.03.2011 Älteste Ureinwohner Nordamerikas entdeckt
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20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
DOI: 10.1016/j.quascirev.2010.05.031
29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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09.04.2010 Berger et al. Neuer Australopithecus entdeckt
DOI: 10.1126/science.328.5975.154
25.03.2010 Krause, J. et al. Neue Menschenform entdeckt
DOI: 10.1038/nature08976
02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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