Tuapaat (Kieselsteine)
Tuapait
Kommune Kommune Kujalleq
Distrikt Nanortalik
Geographische Lage 60° 7′ 20″ N, 45° 11′ 29″ WKoordinaten: 60° 7′ 20″ N, 45° 11′ 29″ W
Tuapaat (Grönland)
Einwohner 0
(1954)
Zeitzone UTC-3

Tuapaat [tuaˈpaːtˢʰ] (nach alter Rechtschreibung Tuapait) ist eine wüst gefallene grönländische Siedlung im Distrikt Nanortalik in der Kommune Kujalleq.

Lage

Tuapaat liegt am Nordufer der Mündung des Tasermiut Kangerluat. Nur 3,5 km nordwestlich liegt Nanortalik.[1]

Geschichte

Tuapaat wurde vor 1880 besiedelt. Ab 1911 gehörte der Ort zur Gemeinde Nanortalik.

Tuapaat hatte 1919 66 Bewohner, die in neun Häusern wohnten. Unter den Bewohnern waren dreizehn Jäger und ein Katechet. Die Bevölkerung lebte vor allem von der Robben- und Fuchsjagd.[2]

1934 schlug Landesratsmitglied Kristoffer Salomonsen die Versetzung von Tuapaat vor, die jedoch vorerst von Aksel Svane abgelehnt wurde, da gegen den Willen der Bevölkerung kein Ort verlegt werden sollte. Letztendlich sprach sich jedoch der ganze Landesrat wegen der schlechten hygienischen Verhältnisse für den Plan aus. 1936 beschäftigte sich Grønlands Styrelse mit der Überlegung und kam 1937 zum Schluss, dass Tuapaat an seinem ursprünglichen Ort bestehen bleiben sollte.

1950 wurde Tuapaat Teil der neuen Gemeinde Nanortalik. 1953 wurde der Wohnplatz aufgegeben.[3]

Söhne und Töchter

  • Saul Knuthsen (1887–?), Katechet und Landesrat

Einzelnachweise

  1. Karte mit allen offiziellen Ortsnamen bestätigt vom Oqaasileriffik, bereitgestellt von Asiaq
  2. Ole Bendixen: Beskrivelse af Distrikterne i Sydgrønland: Julianehaab Distrikt. Bopladser i Julianehaab Distrikt. Bopladsen Tuapait. In: Georg Carl Amdrup, Louis Bobé, Adolf Severin Jensen, Hans Peder Steensby (Hrsg.): Grønland i tohundredeaaret for Hans Egedes landing (= Meddelelser om Grønland. Band 60–61). Band 2. C. A. Reitzel Boghandel, Kopenhagen 1921, S. 526 (Digitalisat im Internet Archive).
  3. Jens Christian Madsen: Udsteder og bopladser i Grønland 1901–2000. Atuagkat, 2009, ISBN 978-87-90133-76-4, S. 52.

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