Luca Giuliani

Luca Giuliani (* 18. April 1950 in Florenz) ist ein italo-deutscher Klassischer Archäologe und seit 1. April 2007 Rektor des Wissenschaftskollegs in Berlin.

Leben

Luca Giuliani studierte von 1969 bis 1975 Klassische Archäologie in Basel und München. Nach der Promotion 1975 war er von 1979 bis 1992 zunächst wissenschaftlicher Angestellter, ab 1982 Kustos und später Oberkustos an der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. 1984 erfolgte die Habilitation in Heidelberg, 1986 die Umhabilitation an der FU Berlin. Von 1992 bis 1998 war Giuliani Professor für Klassische Archäologie an der Universität Freiburg, 1998 bis 2007 Professor für Klassische Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, dazu seit 2002 Leiter des Museums für Abgüsse Klassischer Bildwerke. Im Jahre 2001 wurde er zum ordentlichen Mitglied der geisteswissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Im Juli 2006 wurde er zum neuen Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin gewählt. Als Nachfolger des Staatsrechtlers Dieter Grimm hat er sein Amt am 1. April 2007 für fünf Jahre angetreten. Giuliani war bereits zweimal Fellow des Wissenschaftskollegs und seit 2002 dort im wissenschaftlichen Beirat. Daneben ist er als Professor für Klassische Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig.

2010 erhielt Giuliani den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.

Giuliani lebt in Berlin und Freiburg im Breisgau.

Schriften

  • Die archaischen Metopen von Selinunt. von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0287-8.
  • Bildnis und Botschaft. Hermeneutische Untersuchungen zur Bildniskunst der römischen Republik. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-518-57818-9 (Zugleich: Heidelberg, Universität, Habilitations-Schrift, 1984).
  • Bildervasen aus Apulien (= Bilderhefte der Staatlichen Museen Berlin, Stiftung Preussischer Kulturbesitz 55). Gebr. Mann, Berlin 1988, ISBN 3-7861-1538-9.
  • Bilder nach Homer. Vom Nutzen und Nachteil der Lektüre für die Malerei (= Rombach-Wissenschaften. Reihe: Quellen zur Kunst. Bd. 7). Rombach, Freiburg (Breisgau) 1998, ISBN 3-7930-9162-7.
  • Weltbilder und Mythenbilder. Zum Aufkommen einer narrativen Ikonographie in der frühen griechischen Kunst. Kastner, Wolnzach 2001, ISBN 3-936154-01-5.
  • Bild und Mythos. Geschichte der Bilderzählung in der griechischen Kunst. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50999-1.
  • als Herausgeber: Meisterwerke der antiken Kunst. C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53094-X.
  • Ein Geschenk für den Kaiser. Das Geheimnis des großen Kameo. In Zusammenarbeit mit Gerhard Schmidt. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60054-8 (Rezension in FAZ, 17. März 2010, S. L 14).

Weblinks