Siedlungsgebiet der Han (dunkelviolett) u. a. First Nations im Yukon-Territorium und Alaska vor Ankunft der Europäer. Karte (russisch) des Linguarium-Projektes der Lomonossow-Universität.

Die Hän oder Han, richtig Hän Hwëch'in ("Volk, das am Fluss [dem Yukon River] lebt") sind ein indianisches Volk, dessen ursprüngliches Siedlungsgebiet sich beiderseits des Yukon River im Yukon-Territorium im Nordwesten Kanadas sowie in Alaska erstreckte. Im Norden leben die Gwich’in (Kutchin), im Süden die Northern Tutchone und im Westen die Upper Tanana (Kohtʼiin).

Name und Bezeichnungen

Die heute gebräuchliche Stammesbezeichnung als Hän oder Han ist eine Verkürzung ihrer Eigenbezeichnung als Hän Hwëch'in / Han Hwech’in oder der Namensgebung der nördlich lebenden Gwich'in (Kutchin) für die Hän als hangʷičʼin – beide Bezeichnungen bedeuten jeweils wörtlich "Volk, das am Fluss – dem Yukon River – lebt".

In der historischen Fachliteratur und Reiseliteratur wurden sie daher meist als Hänkutchin/Han Huch'inn bezeichnet und oftmals fälschlich als eine Band der sowohl sprachlich als auch kulturell eng verwandten Gwich'in betrachtet; sie sind jedoch von diesen zu unterscheiden und begreifen sich als zwar verwandte jedoch separate Ethnie. Weitere Schreibweisen des Namens: Han-Kootchin, Hun-koo-chin, Hong-Kutchin, An Kutchin, Han Kutchin, Han-Kutchín, Hăn-Kŭtchin und Hungwitchin.

Die französischen Trapper und Pelzhändler bezeichneten sie als Gens du fou, Gens de Fou, Gens de Foux, Gens des Foux („Wildes Volk“) oder Gens-de-fine. Oftmals wurde der Name Gens de Foux (und dessen Varianten) auch für die sprachlich verwandten Northern Tutchone (Dan oder Huč’an) verwendet, in diesem Fall wurden die Han zur Unterscheidung allerdings als Gens de Bois bzw. Gens des Bois („Volk des Waldes“) bezeichnet.

Die Hän Hwëch'in führen sich auf Hän (Häɬ goɬan)-sprachige regionale Bands zurück, die sich im Gebiet des Upper Yukon River und Klondike River rund 11.000 Jahre zurückverfolgen lassen. Diese setzten sich wiederum aus Lokalgruppen (local bands) zusammen, die aus einer oder mehreren matrilinearen Großfamilien bestanden. Jede Band bezeichnete sich daher als Hwech’in / Hwëch’in („Volk“; wörtlich: „Bewohner einer Gegend“) sowie unter Einbeziehung des Namens des jeweiligen Hauptdorfes oder Flusses als Ortsangabe zur eindeutigen Identifizierung und Abgrenzung gegenüber benachbarter aber unterschiedlicher Bands (siehe gleiches: Gwich'in bei den Gwich'in/Kutchin sowie Huč’an / Ku Dän bei den Tutchone).

So leitet sich der heute offizielle Name der Tr’ondek Hwech’in First Nation vom Autonym Tr’ondek Hwech’in bzw. Tr’ondëk Hwëch’in („Volk entlang des Klondike River“) her, das sich von der Bezeichnung für den Klondike River als Trʼondëk (abgl. von Tro – „Schlagsteine, zur Befestigung der Stecken der Lachswehre“ und Ndëk – „Fluss“) sowie von Hwech’in / Hwëch’in („Volk“; wörtlich: „Bewohner einer Gegend“) ableitet lässt.[1] Heute identifizieren sie sich jedoch nach ihrem einst bedeutenden Hauptort Tr’ochëk („Mündung des Klondike River“) als „Volk an der Mündung des Klondike River“.

Regionale Bands der Hän

Kurz vor und während des Klondike-Goldrausch gab es drei regionale Bands entlang des Yukon River (Chu Kon’ Dëk) („sprudelndes Wasser Fluss“) flussabwärts bzw. (von Süden nach Norden) (Mishler and Simeone 2004):

  • Chief Isaac People, Isaac's Band bzw. Dawson Indian Band: mit mindestens drei Lokalgruppen – der Hauptort Tr’ochëk (später Lousetown oder Klondike City genannt) an der Mündung des Klondike (Trʼondëk) in den Yukon (Chu Kon’ Dëk), das Hän-Dorf Nuklako (Jutl’à’ K’ät) direkt gegenüber dem Handelsposten Fort Reliance nahe dem heutigen Dawson entlang des Klondike River sowie reiche Fischgründe entlang dieser Flüsse lagen im Gebiet der größten Lokalgruppe, eine weitere hatte ihre Jagdgebiete den Klondike flussaufwärts sowie entlang des Blackstone River (Ttth'oh zrąy) und in den Uplands und teilte sich daher die Forty-Mile-Karibujagdgebiete im Gebiet von Black City / Blackstone Village am Westufer des East Blackstone River mit den Dagudh / Tukudh sowie Teetł'it / Teetl'it Zheh Bands der Gwich'in, der Bonanza Creek (Gàh Dëk – Rabbit Creek, d. h. „Kaninchen-Bach“) – das Hauptgebiet des Goldrausches – gehörte ebenfalls zum Streifgebiet – nannten (nennen) sich selbst Tr’ondek Hwech’in / Tr’ondëk Hwëch’in („Volk an der Mündung des Klondike River“) und bilden heute die übergroße Mehrheit der Tr’ondek Hwech’in First Nation.
  • David's Band, später Johnny's Band: am Unterlauf sowie der Mündung des Fortymile River in den Yukon (Chu Kon’ Dëk) bis zum Hauptort namens David's Camp bzw. Johnny's Village (Klat-ol-klin) (nach den aufeinander folgenden Häuptlingen David und John benannt; das heutige Native Eagle Village) nahe der Stadt Eagle (Tthee T’äwdlenn) in Alaska, zudem gab es ein weiteres Dorf 2,5 Meilen flussabwärts von Eagle, zwischen den beiden Dörfern befand sich der kurzlebige Handelsposten Belle Isle, die Lokalgruppen überwinterten regelmäßig am Mission Creek, am Seventymile River und ihr Jagdgebiet reichte mindestens bis zum Comet Creek, Eureka Creek sowie zum American Creek. Die Überlebenden der Pocken zogen 1880 nach Forty Mile (Ch'ëdä Dëk). Chief David starb spätestens 1903, als ihm zum Gedenken ein Potlatch gegeben wurde. Als Häuptling folgte sein Sohn Peter – heute sind einige im Native Eagle Village zu finden, der Großteil jedoch als Teil der Tr’ondek Hwech’in First Nation.
  • Charley's Band, Charlie’s Band bzw. Fortymile Indians: entlang des Upper Fortymile River flussabwärts bis zur Mündung in den Yukon (Chu Kon’ Dëk) mit dem dortigen wichtigen Hän-Fischerort namens Forty Mile (Ch'ëdä Dëk) sowie ihrem Hauptort Charley’s Village (Tadush) an der Mündung des Kandik River (auch: Charley Creek genannt) in den Yukon, somit umfasste ihr Streifgebiet das heutige Yukon-Charley Rivers National Preserve sowie auch Teile des Einzugsgebiets des Charley River, zudem ebenfalls Eagle Village und Kechumstuk im heutigen Alaska, für sie war die Porcupine River-Karibuherde neben dem Fischfang die wichtigste Nahrungsgrundlage, nach 1914 wurde Charley's Village wegen einer Überschwemmung aufgegeben und der gleichnamige Häuptling führte seine Band nach Eagle Village; ebenfalls zogen Hän vom Charley River zwischen 1900 und 1910 nach Fort Yukon, es handelt sich hierbei höchstwahrscheinlich um zwei unterschiedliche Lokalgruppen der gleichen regionalen Band – Nachfahren sind heute zumeist im Native Eagle Village nahe der Stadt Eagle (in Hän: Tthee T’äwdlenn) in Alaska sowie auch unter der heutigen Tr’ondek Hwech’in First Nation zu finden.

Chief Isaac's Band war daher nur eine unter drei regionalen Bands und deren Nachfahren sind nur als Tr’ondek Hwech’in anzusprechen.

Sprache

Ihre Sprache, das Häɬ goɬan, gehört zur Zentral-Alaska-Yukon-Gruppe der Nördlichen Athapaskischen Sprachen und ist eng verwandt mit dem Dinjii Zhu’ Ginjik der benachbarten Gwich'in. Sie ist akut vom Aussterben bedroht. Schätzungen zufolge sprechen nur noch rund 15 (meist ältere) Menschen diese Sprache, obwohl es einige Bemühungen gibt, sie jüngeren Menschen zu lehren.

Geschichte und Lebensweise

Ursprünglich gründete ihre Lebensweise vorwiegend auf der Lachsfischerei. Im Sommer versammelten sich die Han am Yukon, um die Fische zu fangen, im Winter teilten sie sich in kleinere Familiengruppen auf, um Wild wie Karibus, Elche, Bären, Stachelschweine und Biber zu jagen. Durch die Grenzziehung zwischen dem damals russischen Alaska und Kanada wurde ihr Siedlungsgebiet zerteilt, im Zug des Klondike-Goldrauschs Ende des 19. Jahrhunderts wurde es von Weißen überrannt, wodurch sich ihre Lebensweise umfassend änderte.

Zur Zeit des ersten Kontaktes mit den Weißen lebten Schätzungen zufolge etwa 1000 Hän. Heute zählen sie in den USA und in Kanada zusammen etwa 300 Personen. Die meisten von ihnen leben in Dawson (Kanada) sowie in der Ortschaft Eagle (Alaska).

Literatur

  • William C. Sturtevant (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Band 6: June Helm (Hrsg.): Subarctic. Smithsonian Institution, Washington DC 1981.

Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise

News mit dem Thema Hän

12.05.2022
Gehirn
Das bewusstlose Gehirn ist alles andere als stumm
Die Grosshirnrinde gilt als zentrale Hirnregion für bewusste Verarbeitung: Während einer Vollnarkose wird dieser Bereich jedoch nicht lahmgelegt.
26.04.2022
Paläoökologie | Neandertaler
Neandertaler des Nordens
Ob Neandertaler gut an das Leben in der Kälte angepasst waren oder doch eher gemäßigte Umweltbedingungen bevorzugten, untersuchte ein multidisziplinäres Forschungsteam nun in Norddeutschland.
11.04.2022
Archäologie | Kultur
3400 vor unserer Zeitrechnung: Weltweit älteste Radspuren in Norddeutschland gefunden
Einer der größten Megalith-Friedhöfe Europas liegt in Flintbek bei Kiel.
30.03.2022
Werkzeuge | Paläoökologie
Technische Textilien in der Jungsteinzeit
Die Anfänge der Textilherstellung reichen über 30 000 Jahre zurück: Nicht nur Kleidung, sondern auch technische Textilien wurden aus teilweise überraschenden Materialien hergestellt.
29.11.2021
Anatomie | Hominine | Aufrechter Gang
Die Unabhängigkeit des großen Zehs
Die Evolution von Händen und Füßen ist entscheidend für das Verständnis der Entwicklung des Menschen: unsere Hände ermöglichen es uns, die Welt zu begreifen, unsere Füße den aufrechten Gang.
25.11.2021
Homo sapiens | Kultur
Frühester von Menschen dekorierter Schmuck Eurasiens
In einer neuen multidisziplinären Studie berichet ein internationales Forschungsteam über die Entdeckung eines Elfenbeinanhängers, der mit einem Muster von wenigstens 50 Punkten verziert ist, die eine unregelmäßige Schleife bilden.
29.11.2021
Anatomie | Taxonomie | Paläontologie
Eine neue Gattung von fleischfressenden Fischsauriern
Das 130 Millionen Jahre alte Fossil eines thunfischförmigen Meeresreptils aus Kolumbien wirft Licht auf die Vielfalt der alten Meeresfaunen in den Tropen.
22.09.2021
Paläoökologie | Eiszeit | Homo sapiens
Frühe Gruppen von Homo sapiens in Europa waren subarktischem Klima ausgesetzt
Anhand der Analyse stabiler Sauerstoffisotope im Zahnschmelz von in der Bacho-Kiro-Höhle (Bulgarien) von Menschen geschlachteten Tieren zeigen Forscher, dass Menschengruppen vor etwa 46 000 bis 43 000 Jahren mit sehr kalten klimatischen Bedingungen konfrontiert waren.
21.09.2021
Genetik | Homo sapiens | Kultur
Jahrtausende alter Fernhandel formt sibirische Hunde
Im Lauf der letzten 2.
30.08.2021
Paläoökologie | Neandertaler
Bisher nördlichster Nachweis von Neandertalersiedlung in der letzten Warmzeit
Wissenschaftler*innen haben im hannoverschen Wendland die Stabilität und Entwicklung von Landschaften während der vergangenen Warmzeit Eem vor rund 120 000 Jahren erforscht.
16.08.2021
Genetik | Homo sapiens | Kultur
Verbreitung von Paprika ist ein frühes Beispiel des globalen Handels
Genetische Daten aus Genbanken belegen, dass Paprika dank einiger vorteilhafter Eigenschaften schon früh von Händlern in weiten Teilen der Welt vertrieben wurde und so eines der ersten Beispiele für globalisierten Handel ist.
21.07.2021
Anatomie | Gehirn | Homo
Klima formte die Größe unserer Körper und Gehirne unterschiedlich
Fossilien aus einer Million Jahre zeigen: Je kälter eine Region desto schwerer die Menschen.
18.05.2021
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Ernährung
Schweizer Bauern trugen zur Domestizierung des Schlafmohns bei
Wo heute Zürichs Opernparkhaus steht, blühten einst Schlafmohnfelder.
05.05.2021
Homo sapiens | Kultur
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
07.04.2021
Genetik | Homo sapiens
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen.
31.03.2021
Wanderungen | Eiszeit | Ernährung
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.
22.03.2021
Neandertaler | Kultur
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist?
24.02.2021
Anatomie | Aufrechter Gang | Australopithecus
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A & M Universität.
22.01.2021
Primaten | Kultur
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen. Doch was liegt der Evolution dieser Art von Kooperation zugrunde?
19.01.2021
Archäologie | Ernährung
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.
09.12.2020
Paläoökologie | Fossil
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
02.11.2020
Physiologie | Neandertaler
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
21.09.2020
Paläontologie | Erdgeschichte
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
03.09.2020
Genetik | Archäologie | Ernährung
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz.
26.08.2020
Werkzeuge | Neandertaler
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
24.07.2020
Physiologie | Primaten
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
14.07.2020
Paläoökologie | Paläontologie | Nach_der_Eiszeit
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Taxonomie | Paläontologie
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.
18.06.2020
Genetik | Neandertaler
Neandertalergene in der Petrischale
Protokolle zur Umwandlung von pluripotenten Stammzellen (iPSC) in Organoide, Mini-Organe, ermöglichen es Forschern Entwicklungsprozesse in verschiedenen Organen zu untersuchen und den Zusammenhang zwischen Genen und der Herausbildung von Gewebe zu entschlüsseln – insbesondere bei Organen, bei denen kein Primärgewebe zur Verfügung steht.
16.06.2020
Paläoökologie | Archäologie | Ernährung
Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
Bislang ältester Grünkernfund: Forschung der Uni Hohenheim weist erstmals nach, dass es sich bei Funden aus Keltensiedlung von Hochdorf um bis heute beliebte Speise handelt.
25.02.2020
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
Schon vor der Zeit der mediterranen Seefahrerzivilisationen gab es prähistorische Wanderungen aus Afrika, Asien und Europa auf die Mittelmeerinseln.
17.02.2020
Paläoökologie | Paläontologie | Ernährung
Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
Aus prähistorischer Zeit liegen bisher nur wenig gesicherte Erkenntnisse über die Ernährung der damaligen Tiere und Menschen vor.
15.10.2019
Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
Das Gehirn des Menschen ist ungefähr dreimal so gross wie dasjenige eines Menschenaffen.
13.09.2019
Primaten
Dank Sex mehr Kooperation
Um die Ursprünge menschlicher Sozialität zu verstehen, ist auch die Erforschung des Sozialverhaltens unserer nächsten Verwandten, der Bonobos und Schimpansen, wichtig.
09.09.2019
Paläoökologie | Paläontologie
Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
Ein internationales Team hat unter Beteiligung von Hervé Bocherens vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen die Auswirkungen der holozänen Umwelt-veränderungen in Europa auf die großen Pflanzenfresser Wisent, Elch und Auerochse untersucht.
28.08.2019
Physiologie | Australopithecus
Ein Gesicht für Lucys Ahnen
Unsere Ahnengalerie wird nun um ein Bild erweitert, nämlich um ein Konterfei von Australopithecus anamensis. Diese älteste bekannte Australopithecus-Art gilt als Vorfahr des Australopithecus afarensis („Lucys“ Art). Doch bisher kannte man von A. anamensis nur fossile Kieferknochen und Zähne. Yohannes Haile-Selassie vom Cleveland Museum of Natural History und Stephanie Melillo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und ihre Kollegen haben den ersten Schädel eines A. anamensis beschrieben, der in
08.08.2019
Paläoökologie | Wanderungen | Eiszeit
Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
Ein Felsüberhang auf fast 3’500 Metern Höhe im heutigen Äthiopien ist bereits vor über 40’000 Jahren dauerhaft von steinzeitlichen Jägern besiedelt worden.
06.08.2019
Physiologie | Primaten | Ernährung
Gorillas als Nussknacker
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der Washington University in St.
02.08.2019
Physiologie | Primaten | Homo
Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
Wie beeinflussen beispielsweise ein großer Aktionsradius und ein Wegesystem wie Menschen zum Ziel gelangen?
11.04.2019
Genetik | Stammbaum
Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen.
13.12.2018
Paläoökologie | Ernährung | Homo
Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
Sich von dem ernähren, was regional wächst – was heute in Mode ist, war für den Urmenschen alltäglich.
26.09.2018
Physiologie | Neandertaler
Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten.
26.06.2018
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kultur
Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
Eine im Online-Journal „Nature Communications“ vorgestellte Studie erweitert unsere Kenntnis über kollektive Gewaltanwendung in der Jungsteinzeit und zeigt eine komplexe Verflechtung möglicher Opfer- und Täterrollen in der Zeit der ersten Bauernkulturen in Mitteleuropa auf.
09.05.2018
Kultur
Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
Assyrische Tontafeln aus dem zweiten Jahrtausend v.
03.05.2018
Paläoökologie | Archäologie
Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
Ein internationales Forscherteam um die Außenstelle Peking des Deutschen Archäologischen Instituts (in Kooperation mit der Freien Universität Berlin und der Shandong-Universität Jinan China) revidiert die lange gültige Annahme eines sukzessiven West-Ost-Transfers des Weizenanbaus auf den späteren Routen der Seidenstraße.
11.04.2018
Archäologie | Kultur
Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
Das Gesicht gilt als äußeres Zeichen der eigenen Identität.
29.03.2018
Paläoökologie | Archäologie | Ernährung
Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
Neue Forschungsergebnisse zeigen: Die geschmacklichen Trendsetter entlang der Seidenstraße waren mobile Viehhändler, die auch als „Nomaden“ bezeichnet werden.
24.02.2018
Genetik | Archäologie | Kultur
Bislang größte Studie alter DNA beleuchtet das Glockenbecherphänomen im vorgeschichtlichen Europa
In der bislang größten Studie zu alter DNA hat ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena die DNA von 400 vorgeschichtlichen Skeletten aus ganz Europa untersucht.
24.02.2018
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kultur
Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
Anhand der Verbreitung von Artefakten versuchen Wissenschafter Wanderungsbewegungen unserer Vorfahren zu ermitteln.
27.04.2017
Genetik | Neandertaler
Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
Forscher können mit neuer Methode alte DNA aus Höhlensedimenten identifizieren, auch wenn dort keine Skelettüberreste vorhanden sind.
06.01.2017
Wanderungen | Datierung
Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke
Die Besiedelungsgeschichte des Tibetischen Hochplateaus lag bis heute weitgehend im Dunkeln.
17.06.2016
Physiologie | Nach_der_Eiszeit | Kultur
Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts vermuten rituelle Gründe für die hoch riskante Operation mit einfachsten Mitteln.
02.06.2016
Paläoökologie | Neandertaler | Kultur
Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
336 Meter tief in der Bruniquel Höhle, in der Tarn-et-Garonne Region im Südwesten Frankreichs, wurden von Menschenhand geschaffene Strukturen entdeckt und auf etwa 176.
29.04.2016
Paläoökologie | Ernährung | Neandertaler | Homo sapiens
Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
Tübinger Forscherin schließt anhand der Zahnabnutzung auf unterschiedliche Verhaltensweisen der beiden Menschenarten.
11.03.2016
Paläoökologie | Ernährung | Neandertaler
Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
Wissenschaftler des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) in Tübingen haben die Ernährung von Neandertalern untersucht.
14.05.2015
Physiologie
Warum moderne Menschen ein Kinn haben
Unser Kinn hat einen evolutionären Ursprung und entstand nicht aufgrund mechanischer Beanspruchung.
23.01.2015
Physiologie | Australopithecus
Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
Frühe menschliche Vorfahren nutzten ihre Hände bereits wie moderne Menschen.
12.07.2013
Anatomie | Taxonomie | Homo
Homo floresiensis doch eine eigene Spezies
Seit der Entdeckung streitet sich die Wissenschaft darüber, ob es sich bei Homo floresiensis um eine kleinwüchsige Inselpopulation des Homo erectus handelt.
17.05.2013
Physiologie | Fossil | Primaten
Pierolapithecus-Fossil wirft neues Licht auf die Evolution der großen Menschenaffen
Forscher von der University of Missoure kommen zu dem Schluß, dass Pierolapithecus catalaunicus wohl kein Schwinghangler wie heutige Menschenaffen war.
18.04.2013
Anatomie | Taxonomie | Australopithecus
Australopithecus sediba als neue Art nun offensichtlich bestätigt
Eine genaue Untersuchung der Unterkiefer, Zähne und des Skeletts beweist nun offenbar schlüssig, dass es sich bei dem Fund eindeutig nicht um die verwandte Art Australopithecus africanus handelt.
22.03.2014
Physiologie | Neandertaler
Das geht doch mit rechts!
Zähne entlarven Neandertaler als Rechtshänder.
20.08.2010
Paläontologie | Eiszeit
Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
Rückgang der Steppen wahrscheinlich Hauptgrund für Aussterben der Eiszeitriesen.