NordNordWest / CC BY-SA 3.0

Dodona


Dodona in Epirus
Blick auf die Ruinen der Tempelanlagen von Dodona
Geflügeltes Pferd, Votivgabe aus Dodona aus dem dritten Viertel des 6. Jahrhunderts v. Chr., jetzt im Louvre

Dodona (auch Dōdónē, griechisch Δωδώνη) war ein antikes griechisches Heiligtum und Orakel. Es galt als ältestes Orakel Griechenlands und war nach Delphi das bedeutendste überregionale Orakel der griechischen Welt.

Der mit dem Orakel verbundene Zeuskult scheint sich aus einem älteren Kult entwickelt zu haben, von dem sich in späterer Zeit unerklärliche Riten der Priesterschaft erhalten hatten. So wurde aus dem Rauschen einer dem Zeus heiligen Eiche geweissagt. Zusätzlich wurde der Flug von Tauben interpretiert und später mit Hilfe von Losen Anfragen beantwortet.

Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Geschichte der Landschaft Epirus verbunden. Erste Spuren menschlicher Zivilisation finden sich aus der frühen Bronzezeit. Die Ureinwohner der Region sollen die Pelasger gewesen sein, die bei der ersten griechischen Einwanderungswelle von Thesprotern verdrängt worden sein sollen. Diese konnten Dodona bei späteren Einwanderungswellen verteidigen und verloren die Herrschaft möglicherweise erst zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. an die Molosser. Durch diese lang währende Kontinuität konnten sich zunächst althergebrachte Riten erhalten. Der Ausbau Dodonas zu einem „modernen“ Heiligtum begann nach der Machtübernahme durch die Molosser. Zu dieser Zeit wurde der Ort religiöses und kulturelles Zentrum der Epiroten. Im Zuge der Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft in Epirus wurde Dodona mehrfach zerstört, doch blieb der Kultplatz bis in die Spätantike bestehen.

Die heute zum Teil nur noch schlecht erhaltene und noch nicht komplett ausgegrabene archäologische Stätte besteht aus den Resten mehrerer Tempel und profaner Verwaltungsgebäude. Besonders gut erhalten ist das Theater, das eines der größten seiner Art im griechischen Mutterland war.

Lage und Geschichte Dodonas

Blick auf das Tomaros-Gebirge

Dodona liegt in der griechischen Landschaft Epirus. Sein Eichenhain war neben den Orakelstätten in Delphi, Lebadeia, Abai und Oropos im griechischen Mutterland sowie Klaros, Didyma und Patara in Kleinasien und Ammonion in der ägyptischen Oase Siwa eines der bedeutendsten Orakel der griechischen Welt. In seiner überregionalen Bedeutung stand es in historischer Zeit nur hinter Delphi zurück, beanspruchte jedoch für sich, das älteste und für lange Zeit einzige Orakel in Griechenland gewesen zu sein.[1] Die antike Stätte liegt 15 Kilometer südwestlich des heutigen Ioannina in einem 12 Kilometer langen und bis zu 1.200 Meter breiten Tal im Osten der Kalkstein-Bergkette von Agios Nikolaos-Manoliasas und im Westen des Tomaros-Gebirges. Das Tal ist vor allem bei starken Regenfällen sumpfig, wozu auch viele Quellen im Tomaros beitragen. Drei Kilometer südlich von Dodona befindet sich die Quelle des Louros. Schon in der Antike wurde die Existenz eines zweiten Dodona in Thessalien diskutiert. Diese Überlegungen halten bis in die heutige Zeit an, doch gibt es bisher keine handfesten Beweise für das Vorhandensein.[2]

Vorgeschichte

In ganz Epirus sind bisher nur sieben Fundplätze bekannt, an denen Überreste aus der frühen und mittleren Bronzezeit zu Tage traten. Zu diesen gehört Dodona, was für eine frühe Bedeutung und für eine günstige Lage als Siedlungsplatz spricht.[3] Die frühesten Funde werden in die Zeit um 2500 bis 2100 v. Chr. datiert. Es handelt sich dabei um Scherben handgefertigter, dickwandiger Keramik. Erste Bronzefunde – neun Messer – werden in den Zeitraum zwischen 2100/1900 und 1600 v. Chr. datiert.[4] Aus der späten Bronzezeit wurden Keramikreste aus dem mykenischen Kulturraum gefunden, was für eine Verbindung beider Kulturräume spricht. Weitere Funde lassen Verbindungen nach Mitteleuropa und Kleinasien vermuten. Bei Ausgrabungen im Jahr 1967 fanden sich zudem architektonische Spuren. Damit ist Dodona einer von nur vier Orten in Epirus, in denen man sicher bronzezeitliche Architekturspuren nachweisen konnte. Es ist bis heute unklar, ob diese Reste aus der Zeit zwischen dem 13. und 10. Jahrhundert v. Chr. schon in Zusammenhang mit einem Kult standen. Vor allem die Funde von Äxten, die im Allgemeinen eine der wichtigsten Votivgaben dieser Zeit waren, und das Fehlen von Gräbern legen jedoch die Vermutung nahe, dass es sich hier um einen Kultplatz und nicht um eine Siedlung handelte.

Funde fehlen weitgehend für die sogenannten Dunklen Jahrhunderte und die homerische Zeit. Die Kontakte zu weiter entfernten Regionen scheinen abgebrochen zu sein. In der wissenschaftlichen Diskussion stehen dafür drei Modelle, die die Verbindung zwischen Bronze- und Eisenzeit erklären sollen. Zum Ersten ist ein Neubeginn des Kultes im 8. Jahrhundert v. Chr. möglich. Zum Zweiten gab es vielleicht eine Kultkontinuität seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. Dritte Möglichkeit ist eine kultische Anknüpfung an einen früheren Kult im 8. Jahrhundert v. Chr., an den sich Erinnerungen erhalten haben.[5]

Gründungsmythos und früheste Erwähnungen

Schon bei den Griechen stand Dodona in einem besonderen Ruf, wofür die mythologischen Begebenheiten um die Stadt sprechen. Die mythischen Ureinwohner Griechenlands, die Pelasger, sollen schon sehr lange in Dodona ihre namentlich nicht überlieferten Götter verehrt haben. Die Gründungssage beschreibt eine enge Beziehung zum Alten Ägypten. Laut einer Variante der Gründungssage, die Herodot im ägyptischen Theben hörte, entführten Phönizier zwei Priesterinnen aus Theben und verkauften eine von ihnen nach Libyen, wo sie in der Oase Siwa das Heiligtum des Zeus Ammon stiftete. Die andere verkauften sie nach Dodona, wo sie den Kult des Zeus begründet haben soll. In Dodona selbst wurde Herodot erzählt, dass aus Theben zwei schwarze Tauben entflogen seien, von denen eine in die Oase Siwa flog und ein Orakel des Zeus gestiftet habe, während die andere bis Dodona gekommen sei. Dort habe sie sich auf einer Eiche niedergelassen und die Bewohner mit menschlicher Stimme angewiesen, hier ein Zeusorakel zu errichten.[6] Schon Herodot deutete die Tauben allegorisch als Priesterinnen.[7] Die Verbindung zu Ägypten, das – wie seit Herodot bereits antike griechische Autoren mehrfach betonten – die weitaus ältere Hochkultur besaß, ist zumindest ein Hinweis auf das Alter, die Bedeutung und nicht zuletzt den Anspruch des Orakels als größter Konkurrent Delphis, im Ansehen als herausragendes Orakel in Griechenland zu gelten.[8]

Die erste Nennung des Orakels in der Literatur ist jedoch noch weitaus älter als die Schrift Herodots. Schon in Homers Ilias, in der Dodona als einzige Orakelstätte Erwähnung findet, betet Achilleus:

„Zeus, pelasgischer, weitab wohnender, Herr von Dodona, / Wo der Winter so rauh. Dort lagern am Boden die Selloi, / Deine Seher, um dich mit nie gewaschenen Füßen. / Wie schon einmal das Wort du erhörtest meines Gebetes, / Ehrend mich, und mächtig schlugst du das Volk der Achäer; / Also gewähre auch jetzt mir wiederum dieses Verlangen: / Ich zwar bleibe noch hier am Sammelplatz der Schiffe, / Doch den Gefährten entsend ich mit Scharen der Myrmidonen, / Um zu kämpfen; gib Ruhm, O weithindonnernder Zeus, ihm, / Und ermutige ihm im Innern das Herz, daß auch Hektor / Es erfahre, ob auch allein er zu kämpfen verstehe, / Unser Gefolgsmann, oder ob die unnahbaren Hände / Dann nur wüten, wenn ich in Ares’ Gewühl mich begebe.[9]

Die Anrufung des Zeus von Dodona als „pelasgischer“ und die Erwähnung von barfüßigen Sehern sind singulär in der Überlieferung.[10] Auch in der Odyssee spielte das Orakel eine Rolle. So soll Odysseus während seiner Irrfahrt das Orakel befragt haben:

„Noch sei er fort nach Dodona: aus hochbewipfelter / Eiche Spricht dort Zeus, der Gott, dessen Rat er zu hören verlange, / Wie er wohl Heimkehr finde ins liebe Land seiner Heimat, / Heimlich oder dass alle ihn sähen; denn lange sei er ferne.[11]

Weitere Bezüge zu Dodona im griechischen Mythos sind etwa die sprechende und weissagende Planke aus dodonischem Eichenholz, die in der Argo verbaut wurde, und der bei Sophokles überlieferte Tod des Herakles,[12] der in Dodona geweissagt wurde.

Dodona in historischer Zeit

Ein nackter Jüngling, möglicherweise Apollon, korinthische Votivfigur mit Inschrift im korinthisch-griechischen Alphabet, gestiftet von einem Mann namens Etymokledas, um 540/30 v. Chr.

Wahrscheinlich kamen zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. in der ersten Einwanderungswelle griechischer Stämme die Thesproter nach Epirus. Während der großen Wanderung um 1200 v. Chr. wanderten die Molosser ein, doch blieb Dodona offenbar noch bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. thesprotisch. Während der sogenannten Dunklen Jahrhunderte scheint es keinen Kontakt über Epirus hinaus gegeben zu haben. Endgültige Aussagen kann man dazu jedoch nicht treffen, da diese Zeit archäologisch bisher kaum untersucht wurde. Allerdings zeugen die Weihgeschenke davon, dass das Orakel vor allem von regionaler Bedeutung war. Erst im späten 8. Jahrhundert v. Chr. scheint es einen verstärkten Kontakt nach Südgriechenland gegeben zu haben. Durch die lange und kontinuierliche Herrschaft der Thesproter in Dodona konnten sich hier alte Bräuche lange erhalten, zudem kam es erst spät zur Übernahme von Neuerungen wie befestigten Bauten.

Erst gegen Ende des 5. oder zu Anfang des 4. Jahrhunderts v. Chr. kam die Stadt unter die Herrschaft der Molosser. Um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. übernahmen die Makedonen unter Philipp II. die Kontrolle über Epirus und damit über Dodona. Vor allem Philipps Frau Olympias soll eine enge Beziehung zum Dodonäischen Orakel gepflegt haben. Nur kurz darauf kam Epirus unter die Kontrolle des makedonenfreundlichen Alexander I., eines Molossers. Höhepunkt dieser Molosserzeit war die Regentschaft von König Pyrrhos aus der Dynastie der Aiakiden, der wie die zeitgleichen hellenistischen Herrscher seine Macht durch ein intensives Bau- und Kultprogramm zu festigen versuchte. Davon profitierte Dodona, wo er eine rege Bautätigkeit einsetzte. Fast alle Bauten von Bedeutung gehen auf seine Initiative zurück. Hinzu kamen wertvolle Weihgeschenke an die heilige Stätte. Dies festigte Dodonas Stellung als kulturelles und politisches Zentrum von Epirus.

Nach dem Sturz der herrschenden Aiakiden 232 v. Chr. wurde Epirus demokratisch regiert. 224/23 v. Chr. schlossen sich die Epiroten den Makedonen an, was zu Konflikten mit deren Gegnern führte. Besonders betroffen war davon auch Dodona, das 219 v. Chr. von den Aitolern unter der Führung ihres Feldherrn Dorimachos verwüstet wurde. Ein Jahr später rächte Philipp V. die Zerstörung des Ortes, indem er bei einem Feldzug Thermos zerstörte und die Beute zum Wiederaufbau des Heiligtums verwendete. Während der weiteren Auseinandersetzungen zwischen Makedonen, Aitolern und Römern versuchte sich Epirus neutral zu verhalten. Die römische Aufforderung, sie zu unterstützen, führte zum Bruch des Epirischen Bundes. Während die Molosser die Makedonen unterstützen, hielten die Thesproter und die Chaonier zu den Römern. Nachdem die Römer 168 v. Chr. endgültig über die Makedonen gesiegt und deren Verbündete bestraft hatten, wurde Dodona in Mitleidenschaft gezogen. Da als Folge der Auseinandersetzungen die Münzprägung in Epirus aussetzte, begann Dodona mit der Prägung eigener Münzen, um einen Engpass in der Münzversorgung der Pilgerscharen auszugleichen, doch wurden Münzen nur in einem Zeitraum von 20 Jahren bis ins Jahr 148 v. Chr. In diesem Jahr wurde Epirus Teil der römischen Provinz Macedonia.

Während des Ersten Mithridatischen Krieges wurde der Ort 86 v. Chr. erneut – diesmal von den Thrakern – zerstört. Strabon berichtet um die Zeitenwende, dass das Heiligtum zu der Zeit fast gänzlich verschwunden war.[13] Dennoch bestand das Orakel als solches weiter fort. So besuchte Hadrian die Stätte im Jahr 132 n. Chr., und Kaiser Julian befragte das Orakel noch im Jahr 362. Theodosius I. verbot jedoch im späten 4. Jahrhundert alle paganen Kulte, und in Dodona wurde die heilige Eiche 391 oder 392 gefällt. Damit endete die Geschichte der antiken Orakelstätte.

Auch die neue Religion des Christentums erkannte die kultische Bedeutung dieses seit mehr als 1.000 Jahren bestehenden Kultortes – Dodona wurde Bischofssitz. Unklar ist, wann Dodona diese Stellung einbüßte und der Bischof nach Ioannina übersiedelte, dessen Aufenthalt dort seit spätestens 879 belegt ist. Anzunehmen ist jedoch, dass der Ort schon um 550 im Zuge der Slawenwanderung zerstört und aufgegeben wurde. Damit endete die Geschichte des Ortes.[14] Die heutige Gemeinde Dodoni befindet sich in der Nähe des Heiligtums und hat 1.790 Einwohner (2001).

Orakelwesen und Götterverehrung

Datei:Votivtafel aus Dodona.jpg
Votivtafel mit Inschrift aus Dodona: Ein Mann namens Agathon, Sohn des Echephylos, weihte diese Tafel in seinem und dem Namen seiner Familie dem Zeus; letztes Drittel 4. Jh. v. Chr.

Nicht vollständig gesichert ist die Form der Weissagung im Heiligtum von Dodona und die Entwicklung des Orakelwesens.[15] Vor allem in literarischen Quellen wird von der Interpretation des Rauschens der heiligen Eiche und des Fluges der heiligen Tauben berichtet. Diese Techniken verweisen alle in den Himmel, den Wirkungsbereich des Orakelinhabers Zeus. Dem stehen die Funde mehrerer tausend Orakeltäfelchen gegenüber, die in das 5. Jahrhundert v. Chr. und danach datiert werden. Ein Großteil dieser Tafeln sind noch unbearbeitet und unveröffentlicht – die bisher erkannte Formelhaftigkeit der Texte legt nahe, dass die Antworten durch ein Losverfahren gegeben wurden. Auch diese Orakeltechnik ist für Dodona in literarischen Quellen belegt.

Die lange Tradition der Stätte wird selbst für spätere Griechen in den schwer erklärbaren archaischen Riten erkennbar. Männliche Priester, die schon bei Homer als σέλλοι selloi (auch ἕλλοι helloi) bekannt waren, wuschen sich beispielsweise nie die Füße und schliefen auf dem Boden, was vor allem in den kühlen Wintermonaten als außergewöhnlich angesehen werden muss.[16] Sie waren für die eher einfachen Aufgaben zuständig und führten ein geregeltes Leben. Offenbar waren einzelne Selloi auf bestimmte Tätigkeiten spezialisiert. Philostratos[17] beschreibt den Kultplatz in seinem Werk: Von der heiligen Eiche hängen Bänder, der ganze Ort liegt unter Opferrauch. Zu den Selloi schreibt er:

„[Sie] leben eigentlich von der Hand in den Mund und führen noch kein kultiviertes Leben, sondern sagen, sie würden es nicht einmal so einrichten; denn Zeus habe Freude an ihnen, weil sie mit dem zufrieden seien, was der Ort von selber biete. Sie sind nämlich Priester und der eine hat die Kränze aufzuhängen, der andere Gebete zu verrichten, dem dritten obliegt es, sich um die Opferkuchen zu kümmern, der hier sorgt für Gerstenkörner und Opferkörbe, dieser opfert etwas, und dieser endlich wird es keinem anderen gestatten, das Opfertier zu häuten.“

Die Selloi waren offenbar zunächst für die Interpretation des Eichenrauschens sowie des Fluges und des Gurrens der Tauben zuständig, wobei vor allem die Grundlagen für die Interpretation des Rauschens der Eiche heute kaum mehr nachvollzogen werden können und schon den antiken Zeitgenossen Rätsel aufgaben.

Im Laufe der Zeit, wenn auch relativ spät, bekam Zeus in seinem Heiligtum eine Gefährtin. Nicht etwa seine später kanonische Gemahlin Hera, sondern seine erste Frau Dione wurde orakelgebende Partnerin – war sie doch die Göttin der Weisheit, die sich Zeus einverleibt hatte. Damit hielten drei ältere Priesterinnen Einzug, die angeblich in einem Rauschzustand vor allem für die Interpretation des Taubenflugs zuständig waren.[18] Sie waren nicht an die alten Riten der Selloi gebunden und verkörperten eher modernere Traditionen. Philostratos beschreibt sie folgendermaßen:

„Hier die dodonaeischen Priesterinnen in ernstem und feierlichem Aufzug; sie scheinen nämlich nach Rauch- und Trankopfern zu duften.“

Es gibt Meinungen in der Forschung, nach der der Dione-Kult sogar der ältere der dodonischen Kulte war. Sollte dies zutreffen, muss man jedoch von einer zeitweiligen Unterbrechung dieses Kultes ausgehen, da lange Zeit ein Kult neben dem des Zeus nicht nachweisbar ist. Die Selloi gelten als Repräsentanten einer vorzivilisatorischen Zeit. Die Priesterinnen hingegen verkörpern eine höhere Stufe der Zivilisation. Dazu passt auch die Ausübung der einfacheren Tätigkeiten durch die Priester, während die Priesterinnen komplexere Aufgaben, etwa beim Losorakel, bewerkstelligten.[19]

Orakeltäfelchen, nach K. Karapanos: Dodone et ses ruines. Paris 1878, Taf. 60, 1

Das Losorakel scheint die beiden älteren Techniken seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert, spätestens aber bis zum 4. vorchristlichen Jahrhundert zunehmend verdrängt zu haben. Unter Aufsicht der Priesterinnen wurden auf Orakelanfragen kleine Lose in der Form Bleitäfelchen aus einem Topf gezogen, auf dem die Antworten des Orakels standen. Damit entwickelte sich Dodona von einem Zeichenorakel, bei dem der göttliche Wille interpretiert wurde, zu einem Wortorakel, bei dem nach modernem Verständnis Antworten zufällig gegeben wurden. Die Bedeutung des Orakels in der griechischen Welt spiegelt sich in den vielen gefundenen Votiven wider, die aus weiten Teilen der griechischen Welt – neben dem griechischen Mutterland vor allem aus Süditalien, aber auch aus Kleinasien – stammten. Nach einem Seesieg über die Spartaner stiftete beispielsweise die Stadt Athen ein Bronzebändchen[20] mit einer Inschrift, das möglicherweise an einer wertvolleren Gabe befestigt war oder in die heilige Eiche gehängt wurde. Die Entwicklung zum Losorakel ging wohl sogar mit einer Verdrängung der männlichen Priester und ihrer vorgriechischen Riten durch die weiblichen Priesterschaft einher. Nicht selten widersprechen sich die literarischen Mitteilungen und die archäologischen Funde. So ist die durch schriftliche Quellen belegte Ekstase der Priesterinnen bei der Orakelverkündung schwerlich mit der praktisch belegten Orakelverkündung durch Lose vereinbar.[21]

Nur in Dodona wurde Zeus Naios verehrt. Der Beiname Νάϊος (Náios) leitet sich offenbar von νάειν (náein, „schwimmen“ bzw. „fließen“) ab. Demnach ist der dodonische Zeus der zum Wasser gehörige Zeus. Die Gleichsetzung mit einem vorzeitlichen bei Dodona verehrten Quell- und Wassergott ist allerdings zweifelhaft; eine heilige Quelle bei Dodona wird erstmals von Plinius dem Älteren erwähnt.[22] Wahrscheinlicher erscheint eine Verbindung zu Zeus als Wettergott. So ist er als Regengottheit zu verstehen, war die Gegend um Dodona doch von blühender Landwirtschaft geprägt, die schon Hesiod und Pindar hervorheben.[23] Zu seinen Ehren wurden wohl seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. alle vier Jahre Festspiele in Dodona, die so genannten Naia, veranstaltet, deren Hochzeit bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. ging. Zu diesen Festen gehörten wohl neben musischen Agonen auch Regenzauber. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Veranstaltung zu einem überregionalen Fest mit Gästen auch aus anderen Teilen Griechenlands. Nach der Errichtung des Stadions wurden neben dramatischen Agonen auch sportliche, darunter auch Pferdewettkämpfe abgehalten.[24]

Archäologischer Befund

1: Akropolis; 2: Theater; 3: Stadion; 4: Bouleuterion; 5: Haus der Priester; 6 und 7: Prytaneion und Erweiterung; 8: Tempel der Aphrodite; 9: Römisches Gebäude; 10: Tempel der Themis; 11: „Heiliges Haus“ (Ἱερά Οἰκία); 12 und 13: Neuer und alter Tempel der Dione; 14 und 15: Tempel und Altar des Herakles; 16: Christliche Basilika; 17: Westmauern; 18 und 19: Neues und altes Westtor

Erstmals wurde um 400 v. Chr. bei der Eiche ein kleines Bauwerk errichtet. In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. wurde der Bereich der Eiche und des Hauses durch eine Mauer eingefasst. Bis zum Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. war ein kleines Temenos mit hohen Mauern und Säulenhallen an drei Innenseiten entstanden. Das heilige Haus war zu einem kleinen Tempel mit Cella und Vorhalle erweitert, der Eingangsbereich mit einem Propylon ausgestattet worden. Östlich des Eichenhains erhielt Dione einen kleinen Tempel, später auch Herakles. Westlich der Eiche entstanden kleine Tempel für Themis und Aphrodite. Während der Regentschaft des Pyrrhos wurde der Bau eines Bouleuterions, eines Stadions und ein Theaters begonnen und nach dem Tod des Regenten vollendet. Auf der Akropolis wurden eine Mauer und ein Turm errichtet, hier entstand ein Rückzugsort für unruhige Zeiten. Die Sakralarchitektur stand in der Tradition hellenistischer Architektur. Im Laufe der Zeit näherte sich die architektonische Ausstattung immer mehr denen anderer Kultplätze an, die schon früher mit Tempeln geschmückt worden waren. In Dodona wurden allerdings vergleichsweise fortschrittliche Bauformen verwendet, wodurch Dodona moderner als vergleichbare Heiligtümer wirkte.[25]

Problematisch für die Erforschung, vor allem für die Deutung vieler Bauten, ist zum einen der sehr schlechte Erhaltungszustand vieler Gebäude, zum anderen die sehr schlechte Publikationslage für nahezu alle Gebäude. Über die meisten Grabungskampagnen gibt es kaum mehr als vorläufige Grabungsberichte, Abschlussberichte fehlen bislang völlig. Viele Annahmen in der Forschung beruhen bislang auf den Vermutungen der Ausgräber, die jedoch nicht selten diskussionswürdig sind.[26]

Die Baugeschichte des Heiligtums wird in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase dauert von den ersten Bauten in klassischer Zeit (um 400 v. Chr.) bis zur Zerstörung durch die Römer 219 v. Chr. Innerhalb dieser Phase sind die Datierungen nicht immer gesichert. Die sich anschließende zweite Phase endet 168 v. Chr. Alle weiteren Neu- und Umbauten stammen aus der dritten Bauphase in römischer und frühchristlicher Zeit.[27]

Sakralbauten

Die in Dodona am frühesten belegte Sakralarchitektur stammt aus vergleichsweise später Zeit. Während bei anderen Orakeln und Heiligtümern schon seit geometrischer Zeit, verstärkt aber etwa ab 600 v. Chr., Holz- und Lehmbauten in Steingebäude umgebaut oder neue errichtet wurden, setzte diese Entwicklung in Dodona erst sehr spät ein. Dies ist verwunderlich, da man davon ausgehen kann, dass Dodona einer der ältesten bedeutenden Kultorte Griechenlands war. Möglicherweise hängt dieser Umstand mit der besonderen Verehrung des Zeus zusammen. Auch andernorts, etwa in Olympia, wurde der Göttervater noch im Freien an einem Altar verehrt, als andere Götter, etwa seine Gemahlin Hera, schon einen teilweise aus Stein errichteten Tempel besaßen.[28]

Der Bau erster Kultgebäude aus Stein scheint mit der historischen Entwicklung einhergegangen zu sein. Die eher archaischen Formen der Götterverehrung wandelten sich in dieser Zeit auch durch den Einfluss der kulturellen Entwicklung in Epirus. Eine Rückständigkeit des Kultes und des Kultplatzes lässt sich daraus offenbar nicht ableiten; man benötigte in den 200 Jahren zuvor keine Gebäude. Die Verehrung des Gottes in Form der Eiche schien den Ansprüchen ungewöhnlich lange zu genügen.[29]

Abweichend von gängigen Gepflogenheiten orientiert sich die gesamte Anlage nicht nach Osten, sondern nach Südosten[30], was durch landschaftliche Gegebenheiten bedingt gewesen sein mag.

Zeustempel

Blick auf die Reste der Umfassungsmauer des Zeustempels mit einer wohl in den 1980er Jahren gepflanzten Eiche, Sommer 2007
Blick von der Rückseite des Tempelbaus auf die Grundmauern des Tempels und die seitlich liegenden Reste der Umfassungsmauern, April 2008

Die Anlage des Zeusheiligtums befindet sich im Mittelpunkt der anderen Kultbauten und ist somit als Mittelpunkt Dodonas zu erkennen. Eichen aus dieser Zeit der Verehrung im Hain stehen nicht mehr. In die erste Ausbauphase des Heiligtums fallen drei der bislang erkannten Bauphasen des Zeusheiligtums. Der älteste Bau war ein Naïskos von 6,40 × 4,10 m. Heute existiert davon nur die unterste Schicht des Fundaments aus rechteckigen Quadersteinen, von der die Ostseite noch gut zu erkennen ist. Da sich keine Reste des (hölzernen?) Architravs erhalten haben, ist es unklar, ob es ein Tempel ionischer oder dorischer Ordnung war. Auch eine Kultbildbank wurde nicht gefunden. Der in die Zeit zwischen dem Ende des 5. und ersten Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. datierte Bau sollte nicht der Wohnort des Gottes sein, sondern diente allein zur Aufnahme der Weihgeschenke.[31]

Die zweite Bauphase ist durch eine Erweiterung der Anlage gekennzeichnet. Hierbei wurde der Naïskos selbst nicht erweitert, sondern vielmehr mit Mauern ein großer viereckiger Bereich eingefasst, der die Heilige Eiche und den Eingangsbereich des Naïskos umschloss. Im Süden befand sich der Eingang. Der Bereich hatte eine Nordost-Südwest-Ausdehnung von 13,72 Metern. Die Umfassungsmauern wurden aus Kalksteinquadern errichtet, die Höhe variiert von 1,08 Metern an der nordöstlichen bis zu 1,50 m an der südwestlichen Seite des Eingangs. Der Höhenunterschied ist dem nach Westen hin abfallenden Gelände geschuldet. Deshalb schließt sich die Mauer im Westen fast direkt an den Eingangsbereich des Tempels an, dehnt sich aber nach Osten viel weiter aus. Der auf die Eiche orientierte Eingang des Kultbereiches liegt nicht in einer Flucht mit dem Eingang des Tempels. Diese Erweiterung wird etwa in die Zeit zwischen 350 und 330 v. Chr. datiert.[32]

In der dritten Bauphase wurde die schlichte Temenosmauer durch einen größeren, 19,20 × 20,80 m umschließenden Peribolos ersetzt. Drei Innenseiten des Peribolos erhielten Säulenhallen, nur die von der Eiche eingenommene Nordostseite erhielt keinen Säulengang. Der Naïskos blieb gegenüber der ersten Phase unverändert. Die Rückseite des Tempels bildete nun allerdings einen Teil der Umfassungsmauer. Durch diese Verschiebung der Nordmauer wurde das Zeusheiligtum vergrößert. Die Süd- und Westseite wurden neu errichtet, die Ostseite wurde hingegen auf dem Fundament der alten Mauer aufgebaut. Etwas östlich der Südseite befand sich ein fünf Meter breiter Eingangsbereich. Die Säulen der Innenhalle waren aus dunklem Sandstein in ionischer Ordnung gefertigt. Diese dritte Bauphase wird am Übergang des vierten zum dritten Jahrhunderts v. Chr. angesetzt.[33]

Die vierte Bauphase des Zeustempels stammt aus der zweiten Ausbauphase Dodonas. Eine konzeptionelle Neuordnung des Heiligtums fand nicht statt. Der Umfang der Anlage blieb bestehen. Der Eingang wurde durch ein prostyles, 4 × 2 Säulen umfassendes Propylon besonders hervorgehoben. Die Säulenhallen im Inneren blieben in alter Größe erhalten. Der Naïskos hingegen wurde durch einen größeren Prostylos mit 4 × 2 Säulen großer Vorhalle ersetzt. Der Bau aus großen rechteckigen Steinen misst 14,40 × 7,10 m. Der Bau ist in Pronaos (2,50 × 4,60 m), Cella (5,00 × 4,60 m) und Adyton dreigeteilt. Die Verbreiterung des Tempels ging zu Lasten der nordöstlichen Säulenhalle, die um eine Säulenstellung gekürzt wurde. Damit stand der neue Tempel in der Mitte der Nordseite. Als Folge lagen der breitere Tempel und der Eingangsbereich nun in einer Flucht. Die mit der Verbreiterung des Tempels einhergehende Verlängerung führte dazu, dass er im Norden um vier Meter über die Umfassungsmauer hinausragte. Der Neubau nach den Zerstörungen von 219 v. Chr. wird ins Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr., wahrscheinlich in die Zeit zwischen 219 und 210 v. Chr. datiert.[34]

Der Anlage waren im Süden neun Sockelbasen aus verschiedenen architektonischen Perioden vorgelagert. Sie waren zur Aufstellung von Weihgeschenken gedacht.

Dionetempel

Der Dionetempel wurde 1958 freigelegt. Es ist nur noch der Unterbau aus Kalkstein erhalten. Der Grundriss des Prostylos – 9,82 m in der Nord-Süd- und 9,35 m in der Ost-West-Ausdehnung – ist fast quadratisch. Eine quer verlaufende Mauer unterteilt den kleinen Tempel in zwei Bereiche, den vorgelagerten Pronaos und die eigentliche Cella. Sie waren durch eine sich nach innen öffnende Tür verbunden. Es wurden nur wenige Reste der architektonischen Bauglieder gefunden. Bei den erhaltenen Säulenresten aus Sandstein handelt es sich um Säulen der ionischen Ordnung. Eine gefundene Lehmschicht wurde als Rest einer Lehmziegelmauer interpretiert, die offenbar zur Kostenersparnis für den Aufbau der Wände verwendet wurden. Da Sandsteinsäulen nicht beim Wiederaufbau nach 219 v. Chr. verwendet wurden, muss die erste Bauphase des Gebäudes vor dieses Jahr datiert werden. Wenn es sich hier um den Dionetempel handelt, ist eine Datierung in die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. wahrscheinlich, da Hypereides[35] einen Tempel und ein Kultbild der Dione in Dodona erwähnt. Fundamentreste im westlichen Raum, der Cella, könnte man somit als Standort des Kultbildes interpretieren.[36]

Nach der Zerstörung wurde der alte Tempel nicht erneuert, sondern durch einen weiter südwestlich gelegenen Neubau ersetzt, der 1935 entdeckt und 1954 ausgegraben wurde. Er hat eine Grundfläche von 9,60 × 6,35 n.[37] Der Tempel wurde durch eine Quermauer in Pronaos und Cella unterteilt. Die Zuweisung an Dione ist in beiden Fällen unsicher. Durch gefundene Fibeln, die hier als Opfergaben gebracht wurden, ist zumindest die Zuschreibung an eine weibliche Göttin beim ersten Tempel sehr wahrscheinlich. Schon Herodot berichtete von der Sitte, weiblichen Gottheiten Fibeln zu opfern.[38]

Themistempel

Datei:Dodona-Themistempel.jpg
Grundriss des Themistempels
Blick auf die Reste des Themistempels, April 2008

Das Gebäude wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Erhalten sind das Fundament aus großen Platten sowie Teile der Euthynterie. Der ionische Prostylos war etwa 10,30 × 6,25 n groß und wurde durch eine quer verlaufende Mauer in Pronaos und Cella geteilt. Parallel zur Vorderfront des Naïskos haben sich Spuren erhalten, die als ein von Orthostaten umgebener Altar interpretiert werden. Die Datierung des Komplexes ist schwierig, aufgrund der Verwendung von Sandstein ist die Datierung des Baus jedoch vor 219 v. Chr. anzusetzen. Der Tempel wurde zunächst für den Tempel der Aphrodite gehalten, doch 1967 von Dakaris aufgrund einer gefundenen Orakelinschrift revidiert. Möglicherweise lässt diese Inschrift auf eine göttlich verehrte Trias aus Zeus, Dione und Themis schließen. Dann müssten die Tempel der Göttinnen den Tempel des Zeus flankieren. Diese Deutung ist jedoch umstritten. Die Entwicklung des Tempels in der zweiten Architekturphase ist ebenso unsicher wie die Zuweisung.[39]

Aphroditetempel

Datei:Dodona-Aphroditetempel.jpg
Grundriss des Aphroditetempels, rechts das römische Gebäude
Reste beider Gebäude im April 2008

Das Gebäude wurde 1955 entdeckt und 1967 ein zweites Mal untersucht. Nur die Grundmauern des Tempels sind erhalten. Der Unterbau besteht aus relativ kleinen Steinen und wurde vergleichsweise nachlässig errichtet. Das 8,50 × 4,70 n große Gebäude ist durch eine Quermauer geteilt. Aufgrund einiger Architekturreste ist dieser Tempel wahrscheinlich als Naïskos in Form eines Antentempels anzusehen, der in dorischer Form errichtet wurde. Säulenfragmente aus Kalkstein und Kapitellfragmente aus Sandstein helfen bei der Datierung in den Zeitraum zwischen Ende des 4. und Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. Die Zuordnung des Gebäudes zu Aphrodite erfolgte 1967, als der bis dahin als Aphroditetempel angesehene Themistempel uminterpretiert wurde. Beweis für die Zuschreibung an Aphrodite sollen einige Kleinfunde aus der unmittelbaren Umgebung des Tempels sein – weibliche Tonfragmente mit vor die Brust gehaltenen Tauben, einem Aphroditeattribut. Allerdings sind solche Opfergaben auch im Zusammenhang mit anderen Göttern, etwa Hera und Athene, bekannt. Da die Göttin in Epirus sehr beliebt und zudem eine Tochter der Dione war, ist die Annahme eines Aphroditetempels vertretbar, doch ist die Zuschreibung auch dieses Tempels letztlich unklar.

Der Zustand des Tempels nach den Zerstörungen von 219 v. Chr. ist nicht untersucht.[40]

Nordöstlich des Baus wurde ein weiteres Gebäude aus römischer Zeit gefunden, dessen Bedeutung unklar ist.

Heraklestempel

Datei:Dodona-Heraklestempel.jpg
Grundriss des Heraklestempels, im Norden Spuren der Basilika

Das erstmals 1921 ausgegrabene Gebäude wurde erneut 1929 und nochmals 1955 untersucht. Schon früh wurde der 9,55 m breite, 12,60 m lange und nach Südosten orientierte Naïskos als dorischer Prostylos erkannt, doch zunächst als Schatzhaus gedeutet. Vor dem Eingangsbereich befand sich eine terrassenartige Pflasterung aus drei Reihen von Kalksteinen. Direkt östlich des Pronaos fand sich ein steinernes Fundament, vermutlich eines Altars.

Jedoch ist bereits die Annahme eines Herakleskultes für Dodona umstritten. Die Zuschreibung des Tempels erfolgte auf Grund einer am Tempel gefundenen Metope aus Kalkstein, die den Kampf des Herakles mit der Hydra zeigt. Anhand der Metope ist der Tempel in das dritte Jahrhundert zu datieren. Wenn es sich um einen Heraklestempel handelt, könnte man von einer genaueren Datierung in die Zeit zwischen 297 und 272 v. Chr. ausgehen, da sich die Aiakiden als Nachfahren des Herakles sahen. Allerdings ist die Zuschreibung auf Grund der Metope sehr ungewiss, eine Darstellung der Taten des Herakles konnte auch an anderen Tempeln erfolgen, wie das Beispiel des Zeustempels in Olympia zeigt. Sollte es sich hier um einen Heraklestempel handeln, so erfolgte die Verehrung an dieser Stelle allein aus politischen, nicht aus althergebrachten religiösen Motiven und diente allein der Machtdemonstration der Aiakiden. Für den Tempel sind Reparaturen an der inneren Quermauer für die Zeit nach der Zerstörung von 219 v. Chr. nachweisbar.[41]

Reste der Basilika im April 2008

Christliche Basilika

Der Tempel wurde im nördlichen Bereich teilweise von der christlichen Kirche überbaut. Sie stammt wohl aus der Zeit, in der Dodona kurzzeitig Bischofssitz war. Bei der Errichtung wurden nördliche Teile des Heraklestempels und ein kleiner Teil des älteren Dionetempels einbezogen. Die Basilika wurde schon während der ersten Grabungen freigelegt, da hier der Zeustempel vermutet wurde. Diese Zuschreibung auf Grund diverser gefundener Artefakte und Inschriften war jedoch nicht haltbar.[42]

Profanbauten

Bei den Profanbauten war Dodona im Vergleich zu anderen Heiligtümern ebenfalls Nachzügler, begann ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. jedoch schnell aufzuholen, und im Laufe der Zeit wurde ein Großteil der in einem Heiligtum üblicherweise anzutreffenden Gebäude errichtet. So gab es ein Bouleuterion, ein Theater, ein Stadion und ein Prytaneion. Auch die Profanbauten orientierten sich an den gängigen Architekturformen des Hellenismus. Vor allem auf das Theater, das eines der größten im griechischen Mutterland war, wurde besonderes Augenmerk gelegt.[43] Im Vergleich zu den eher kleinen Sakralbauten sind die Profanbauten, vor allem Bouleuterion, Prytaneion und Theater, ungewöhnlich groß.

Priesterhaus

Datei:Dodona-Priesterhaus.jpg
Grundriss des Priesterhauses

Zwischen dem Theater und einem hinsichtlich seiner Funktion nicht zu bestimmenden Gebäude befindet sich ein Haus, das zunächst als Wohngebäude für die Priester gedeutet wurde. Der rechteckige Bau hat eine Ausdehnung von 17,30 × 10,70 m. Die Mauern wurden aus aufgeschichteten, kleinen plattenartigen Steinen und aus Lehmziegeln errichtet. Im Inneren des Hauses fanden Archäologen einen Herd mit Asche und Keramikscherben, aufgrund derer das Haus in das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert wurde, womit es eines der ältesten Gebäude Dodonas ist. Der im Zentrum befindliche Herd spricht für eine typologische Verbindung zu Hausformen aus geometrischer Zeit. Die erste Deutung des Hauses als Prytaneion, als Wohngebäude der Priesterschaft und der molossischen Beamten, war nach dem Fund des eigentlichen Prytaneions nicht mehr haltbar. Möglicherweise auch diente das Gebäude als Gästehaus für hochrangige Besucher. In einer zweiten Bauphase in pyrrhischer Zeit wurden die West- und Südseite mit großen Quadersteinen verkleidet, um eine bessere Wirkung in der Verbindung mit dem Theater zu erreichen. Nach der Zerstörung Dodonas durch die Aitoler wurde das Gebäude aufgegeben.[44]

Bouleuterion

Das Bouleuterion wurde schon bei Ausgrabungen im 19. Jahrhundert entdeckt, jedoch noch nicht als Ratsgebäude erkannt. Erst 1965 begannen die eigentlichen Ausgrabungen, die Aufschluss in Bezug auf die Bedeutung und die Datierung brachten. Der große rechteckige Bau mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von 43,60 m ist an der Südseite 32,50 m breit, an der Nordseite 31,60 m. Das Gebäude wurde an einem Hang errichtet – nach Norden hin gibt es einen Höhenunterschied von acht Metern. Dem Hauptgebäude war an der Südseite eine an den Seiten offene Stoa im dorischen Stil vorgelagert. Es war vom Süden her durch zwei Türen zu betreten. An den Innenseiten der Nord- und der Südmauer, sowie an den Außenseiten der beiden anderen Mauern, wurden Stützpfeiler errichtet. Im nördlichen Teil des Baus finden sich zwei Reihen mit je drei Säulen im Innenraum. Da stützende Säulen im Süden fehlen, ist unklar, ob nur der nördliche Teil des Gebäudes überdacht war. In der Forschung ist außerdem umstritten, ob die etwa 20 Meter breite Fläche mit einer frei tragenden Decke überspannt gewesen sein könnte.

Nach der Zerstörung 219 v. Chr. wurde das Gebäude mit unverändertem Grundriss wieder errichtet. Die Sandsteinsäulen wurden jedoch durch Konglomeratsäulen ersetzt und die Sandsteinkapitelle durch Kapitelle aus Kalkstein. Im südlichen Teil wurden zwei weitere Säulen als Dachstütze errichtet. Eine erhaltene Basis sowie das zugehörige Kapitell belegen, dass der Aufbau der ionischen Ordnung folgt. Möglicherweise besaß das Gebäude steinerne Sitzreihen.

Die Datierung der ersten Bauphase in den Beginn des dritten Jahrhunderts v. Chr. erfolgte anhand epigraphischer Funde – vor allem Münzen und Kleinfunde – sowie der Verwendung von Baumaterialien aus Sandstein. Die Deutung des Gebäudes ist aufgrund epigraphischer Funde politischen Inhalts umstritten, die sich an Sockeln befanden, welche vor der Westseite des Gebäudes aufgestellt waren. Im Inneren des Gebäudes befand sich zudem ein Altar aus der Zeit um 200 v. Chr., der unter anderem dem Zeus Boulaios (dem ratgebenden Zeus) geweiht war. Es ist anzunehmen, dass das Gebäude als zentrales Versammlungsgebäude in Epirus Verwendung fand. Dafür sprechen auch gefundene Stimmsteine aus Ton, die politische Aktivitäten erkennbar machen.[45]

Prytaneion

Das Prytaneion war das Wohnhaus der Priester von Dodona und der epirotischen Beamtenschaft. Erste Grabungen gab es hier schon im 19. Jahrhundert, aufgrund derer das Gebäude als Prytaneion erkannt wurde. In den 1980er Jahren erfolgten intensive Ausgrabungen, die noch bis heute andauern.

Schon Jahre vor der Entdeckung des Gebäudes wurde eine Inschrift gefunden, in der angefragt wurde, ob die Bediensteten des Zeus Naios und der Dione von einem bestimmten Geldbetrag ein Prytaneion errichten dürfen. Da eine Ortsangabe bei der Anfrage fehlt und Zeus Naios genannt wurde, kann die Errichtung eines solchen Gebäudes als gesichert gelten. Kleinfunde, die für eine Archivfunktion des Gebäudes sprechen – als Archiv zu dienen war eine der Funktionen eines solchen Gebäudes –, untermauern die Annahme.

Der Bau wird etwa auf dieselbe Zeit wie die des Bouleuterions datiert. Im westlichen Teil des Gebäudes befindet sich ein 12 × 12 m großer Raum, in dem Fundamente von sieben steinernen Sitzreihen gefunden wurden. Über einen Durchgang war östlich ein 17,10 × 12,50 m großes Peristyl dorischen Stils zu erreichen. Hier fand sich ein Altar aus römischer Zeit. Nach den Zerstörungen 219 v. Chr. behielt das Gebäude seinen Grundriss. Im Norden des Gebäudes kam ein Anbau mit fünf weiteren, kleineren, Räumen hinzu. Dieser Anbau war 33,30 × 7,70 m groß. Drei der Räume hatten identische Abmessungen von 5,20 × 5,50 m. Sie waren zunächst als Schlafräume mit jeweils neun Klinen konzipiert. Vor dem Neubau wurde eine Stoa errichtet. Zum Neubau und zur Erweiterung wurde viel Material wieder verwendet, das von vor der Zerstörung stammte.[46]

Theater

Mit einem Fassungsvermögen von etwa 18.000 Zuschauern war das Theater Dodonas eines der größten des griechischen Mutterlandes. Der Bau wurde in einer Mulde am westlichen Ende des Talhanges errichtet.

In den 1950er Jahren fanden umfangreiche Ausgrabungen statt, Orchestra und Skenengebäude wurden komplett frei gelegt. Die erste Bauphase wird auf den Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. datiert. Das Koilon mit seinen Sitzreihen hat einen maximalen Durchmesser von 129 Metern. Es gab 56 oder 57 Sitzreihen in drei Rängen. Der untere Rang bestand aus 21 Sitzreihen, der mittlere aus 16 und der obere, weniger gut erhaltene, aus 19 oder 20 Sitzreihen. Durch zehn sternförmig angelegte Erschließungstreppen werden der untere und der mittlere Rang in je neun Keile unterteilt. Zum oberen Rang führen 19 Treppen, welche ihn in 18 Keile teilen. Die Orchestra hat einen Durchmesser von 18,70 m, die Skene ist 31,30 × 9,10 m groß. Von den Zerstörungen durch die Aitoler war vor allem die Skene betroffen, so dass sie beim Wiederaufbau umgebaut bzw. ergänzt wurde.

In augusteischer Zeit wurde das Theater zu einer Arena umgewandelt.[47]

Peribolosmauer

Von der Mauer, die das Heiligtum umgab und es von der Akropolis trennte, ist heute nur noch ein Teil im Osten sichtbar. Der Verlauf kann nur ungefähr rekonstruiert werden. Von der Süd-Ost-Ecke der Akropolis kommend verlief sie in südlicher Richtung. Nach etwa 65 Metern wird sie vom Osttor unterbrochen. Nach etwa 180 weiteren Metern wendet sie sich nach Westen, wo sie auf das Eingangstor trifft. Der südliche Teil der Mauer wurde bis heute nicht untersucht.

Sie wurde in zwei Phasen errichtet. Die erste Phase wird ins späte 4. Jahrhundert, die zweite Phase, in der die Mauer weiter nach Osten verschoben wurde, in die Zeit des Pyrrhos datiert.[48]

Akropolis

Der Akropolisbezirk war von einer Mauer umgeben, die heute noch zum Teil bis in drei Meter Höhe erhalten ist. Die Mauer hat etwa eine Länge von 750 Metern und eine Breite von 3,60 Metern. Zu ihr gehörten drei Tore und elf Türme. Die Akropolis umfasst etwa 3,5 Hektar. Sie wurde zweischalig aus großen Kalksteinquadern errichtet, der Innenraum mit Bruchsteinen verfüllt. Die Mauer entstand entweder während der ersten Bauphase der Peribolosmauer oder schon etwas früher.

Im Bereich der Akropolis fanden bis heute keine richtigen Ausgrabungen statt. Bei früheren Untersuchungen sollen Fundamente mehrerer Gebäude und eine Zisterne gefunden worden sein.[49]

Stadion

Blick auf die erhaltenen Sitzreihen des Stadions an der westlichen Theaterstützmauer, April 2008
Laufbahn des Stadions, April 2008

Wie anderenorts, etwa in Olympia, Delphi, Nemea oder Epidauros, war mit dem Heiligtum von Dodona ein Stadion verbunden, hier aber in unmittelbarer Nähe zum Theater. An der künstlich aufgeschütteten Stützmauer des Theaters wurden 21 oder 22 steinerne Sitzreihen angelegt. Das Stadion wird auf das Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. datiert und wurde somit erst nach der Zerstörung von 219 v. Chr. errichtet. Diese Datierung passt zur Bedeutung der Naia-Festspiele, die zu dieser Zeit ihren Höhepunkt erreichten.[50]

Kleinfunde

Bronzener Opferhammer aus dem 7. Jh. v. Chr.

Vor allem für die vorarchitektonische Zeit Dodonas sind Kleinfunde in Form von Votivgaben, Orakeltäfelchen und anderen Gegenständen von besonderer Bedeutung. Diese Funde, meist aus dem Zeitraum zwischen dem 8. und dem 4. Jahrhundert v. Chr., bestehen vor allem aus bronzenen Dreifüßen und Teilen von Dreifüßen wie Greifenprotomen, die jedoch im Allgemeinen nur noch fragmentarisch erhalten sind, kleinen Bronzestatuetten von Zeus und anderen Gottheiten, kleinen Votivgaben wie Tierfiguren, Kessel- und Kraterfiguren, Kannen, Votivteller, Schutzwaffen sowie Accessoires zur Schönheitspflege.

Als einzelnes Artefakt von besonderer Bedeutung ist das so genannte „dodonäische Erzgefäß“, zu dem Informationen im Lexikon des byzantinischen Gelehrten Stephanos von Byzanz überliefert wurden. Er schildert auf der Grundlage antiker Autoren zwei unterschiedliche Überlieferungen zu diesem Gefäß, das vor allem wegen seines lang anhaltenden Klanges berühmt war.[51]

Vor allem Funde aus den ersten Grabungen finden sich in mehreren großen musealen Sammlungen, so in der Antikensammlung Berlin, dem Pariser Louvre und dem British Museum in London. Der Großteil der Funde befindet sich heute jedoch im Museum von Ioannina und im sogenannten Karapanos-Saal im Athener Nationalmuseum.[52]

Erforschung und Rezeption

Schon aus antiken literarischen Quellen sind fast 100 Belegstellen zu Dodona überliefert.

Plan Dodonas aus dem Jahr 1878 von Konstantinos Karapanos

Die Identifizierung Dodonas war ein vorrangiges Probleme der Altertumswissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Als erster konnte Christopher Lincoln es am 12. September 1832 korrekt identifizieren. Erst in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts bewiesen Inschriftenfunde die Zuschreibung Dodonas und tilgten Zweifel an der Entdeckung von Lincoln. Zu Problemen trug nicht zuletzt die eingangs erwähnte Diskussion um ein zweites, thessalisches Dodona bei. In der neueren Forschung geht man allerdings davon aus, dass ein zweites Dodona eher unwahrscheinlich ist. Pionier der Dodonaforschung waren der Politiker und Bankier Konstantinos Karapanos sowie der polnische Ingenieur Zygmunt Mineyko, die ab 1875 in Dodona gruben. Drei Jahre später veröffentlichte Karapanos in einem zweibändigen Werk Dodone et ses ruines in Paris die Ergebnisse, verschwieg dabei aber Mineykos Anteil am Ergebnis. Die Funde dieser Ausgrabungen werden heute in verschiedenen Museen der Welt aufbewahrt, darunter auch über 200 Stücke aus Mineykos Privatsammlung in Berlin, wobei Münzen und Orakeltäfelchen noch nicht mitgerechnet sind, sowie weitere Bestände in Paris, Wien, London, Oxford, Boston und St. Petersburg vorhanden sind. Karapanos’ Grabungsmethoden entsprachen denen der damaligen Zeit – somit fehlen beispielsweise Stratigraphien und es wurde nicht versucht, Gesamtzusammenhänge herzustellen. Ebenso sind die damaligen Gebäudezuweisungen heute als veraltet anzusehen.

Schon kurz nach den Ausgrabungen wurden die Mauern wieder durch Ablagerungen des Tomarosgebirges verschüttet, um 1900 waren kaum noch architektonische Reste auffindbar. Erst 1920 wurden durch Georgios Soteriades neue Untersuchungen durchgeführt, die jedoch vom türkisch-griechischen Krieg wieder unterbrochen wurden. 1929 bis 1959 war Demetrios Evangelides Leiter mehrerer Grabungskampagnen. Evangelides erkannte die wichtigsten Strukturen der Ansiedlung und ordnete die früheren Ergebnisse auf der Grundlage seiner Erkenntnisse neu. Einen zusammenfassenden Überblick und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gefundenen bot jedoch auch er nicht.

Besonders ausführlich wurden die Untersuchungen, als 1960 der vorherige Assistent von Evangelis, Sotiris Dakaris, Leiter der Ausgrabungen wurde. Er veröffentlichte regelmäßig Grabungsergebnisse und unternahm es, historische Zusammenhänge zu ergründen und die archäologischen und schriftlichen Erkenntnisse in Einklang zu bringen. Zudem versuchte er die Ergebnisse aus Dodona mit anderen Erkenntnissen, die in Epirus gewonnen wurden, zu verbinden. Dennoch beruhten viele seiner Aussagen auf Spekulationen, zudem änderte sich seine Sicht auf Einzelprobleme zum Teil aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen mehrfach. Viele seiner Behauptungen sind auch deshalb nicht nachvollziehbar, weil die den Erkenntnissen zu Grunde liegenden Artefakte nicht oder nur unzureichend publiziert wurden. Bis zu seinem Tod 1996 führte er in unregelmäßigen Abständen Grabungskampagnen durch. Seit 1996 sind Konstantina Gravani-Latsiki, Chriseis Tzouvara-Souli und Amalia Vlachopoulou-Oikonomou Leiterinnen der Ausgrabungen, über die nun regelmäßig publiziert wird.

Obwohl sich die Publikationslage seit den 1960er Jahren gebessert hat, krankt die Forschung zu Dodona bis heute an mangelnden Bezügen auf die Erkenntnisse der archäologischen Ausgrabungen, zumal bei den Kleinfunden, sowie auf die Inschriften- und Orakeltexte. Eine Forschungsreihe wie zu anderen Ausgrabungsstätten, in denen umfassende Berichte veröffentlicht und alte Ausgrabungsergebnisse aufgearbeitet wurden, fehlt für Dodona bis heute.[53]

Literatur

  • Herbert W. Parke: The Oracles of Zeus. Dodona, Olympia, Ammon. Blackwell, Oxford 1967 (Sammlung der Orakelinschriften).
  • Daniel Strauch, Christoph Höcker, Fritz Graf: Dodona, Dodone. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 723–726.
  • Werner Ekschmitt: Antike Orakelstätten I: Das Orakel von Dodona. In: Antike Welt. Band 29, 1998, S. 13–18.
  • Heinz-Günther Nesselrath: Dodona, Siwa und Herodot – ein Testfall für den Vater der Geschichte. In: Museum Helveticum. Band 56, 1999, S. 1–14 (online).
  • Veit Rosenberger: Griechische Orakel. Eine Kulturgeschichte. Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1562-6.
  • Éric Lhôte: Les lamelles oraculaires de Dodone / Éric Lhôte. Droz, Genf 2006, ISBN 978-2-600-01077-1.
  • Martina Dieterle: Dodona. Religionsgeschichtliche und historische Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung des Zeus-Heiligtums (= Spudasmata. Band 116). Olms, Hildesheim 2007, ISBN 978-3-487-13510-6 (Onlineversion der Dissertation).
  • Tomoko Elisabeth Emmerling: Studien zu Datierung, Gestalt und Funktion der ‚Kultbauten‘ im Zeus-Heiligtum von Dodona. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2012. ISBN 978-3-8300-6310-0.

Weblinks

 <Lang> Commons: Dodona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Rosenberger, S. 62.
  2. Dieterle, S. 8–10.
  3. Dieterle, S. 235.
  4. Zwei Messer stammen aber womöglich erst aus späthelladischer Zeit, Dieterle, S. 236.
  5. Zur Frühzeit siehe Dieterle, S. 235–262.
  6. Herodot 2, 54–2, 57.
  7. Herodot 1, 56: Meine eigne Meinung über die Sache ist folgende. Haben wirklich die Phoiniker jene Frauen entführt und die eine nach Libyen, die andere nach Hellas verkauft, so ist meiner Meinung nach diese zweite nach Thesprotien in Hellas – damals hieß Hellas noch Pelasgien – gekommen. Hier in der Gefangenschaft hat sie dann unter einer wirklichen Eiche einen Tempel des Zeus gegründet, denn natürlich behielt sie Zeus, zu dessen Tempel in Theben sie gehört hatte, auch in dem fremden Lande im Gedächtnis. Als sie dann die Sprache der Hellenen gelernt hatte, richtete sie ein Orakel ein und erzählte, ihre Schwester sei von denselben Phoinikern, die sie entführt hätten, nach Libyen verkauft worden. Übersetzt von August Horneffer.
  8. Rosenberger, S. 62.
  9. Homer, Illias 16, 233–245, Übersetzung von Roland Hampe.
  10. Vgl. Herbert W.: The Oracles of Zeus, Oxford 1967.
  11. 14, 327–330 = 19, 296–299; Übersetzung von Anton Weiher.
  12. Trachinierinnen 169–172: Deianeira: Das Elend Herakleischer Mühsal gehe ganz zu Ende, sagt er: von den Göttern sei’s bestimmt, wie es die alte Eiche zu Dodona ihm verkündet habe durch zwei Felsentauben einst. und 1164–1172: Herakles: Doch nenn ich Dir noch eine jüngere Weissagung, die zu der älteren stimmt und sich erfüllt wie sie. Die schrieb ich auf, als ich zum Hain der Sellen kam, des Priesterbergstammes, der auf blanker Erde schläft. Vielstimmig tat es meines Vaters Eiche kund, verhieß, dass ich gar bald und zwar zur jetzigen Zeit von aller Mühsal, die mir aufgebürdet ist, Erlösung fände; Wohlergehn erhofft’ ich mir; doch war damit nichts andres als mein Tod gemeint. übersetzt von Wilhelm Willige, Überarbeitung von Karl Bayer.
  13. Strabon 7,7,10.
  14. Zur Geschichte siehe Dieterle, S. 15–24; Ekschmitt, S. 13–17.
  15. So widersprechen sich selbst Daniel Strauch/Christoph Höcker, die im DNP den Abschnitt zur historischen Entwicklung Dodonas verfasst haben, und Fritz Graf, der den Abschnitt zu Orakelwesen Dodonas im DNP geschrieben hat, sowohl bei der historischen Entwicklung als auch bei der Orakelausführung.
  16. Zu den Selloi siehe Rosenberger, S. 32-33.
  17. Imagines 2, 33, zitiert nach Rosenberger, S. 33, kompletter Text zu Dodona: Die goldene Taube sitzt noch auf der Eiche, die sich auf Weissagungen versteht und Sprüche des Jupiter verkündet; dort liegt auch das Beil, welches der Holzhacker Hellos fallen ließ (als er das Orakel entdeckte), von welchem die Hellen (Sellen) um Dodona den Namen haben. Kränze hängen an der Eiche, weil sie wie der Dreifuß der Pytho Sehersprüche verkündet. Der eine geht sie etwas fragen, der andere zu opfern. Um ein Chor aus dem (ägyptischen) Theben steht da um die Eiche herum, welcher die Weisheit des Baumes für sich in Anspruch nimmt, ich glaube, weil der goldene Vogel dort gelockt worden ist. Aber die Dolmetscher des Zeus, welche Homer als Männer mit nackten Füßen und auf der Erde schlafend erkannt hat, sind Leute welche sohin leben und sich keinen Lebensunterhalt erwerben. Ja man sagt, sie würden sich nicht einmal darum bekümmern, denn Zeus sei ihnen hold, weil sie sich mit dem begnügen was sich darbietet; denn es sind Priester. Und der eine beschäftigt sich mit Aufhängen von Kränzen, der andere mit beten, der Dritte muß die Fladen ordnen und der vierte besorgt das Körbchen mit der heiligen Gerste und wieder einer opfert und ein anderer will einem dritten das Fell des Opfertieres nicht abziehen lassen. Da sind denn auch die Dodonischen Priesterinnen mit strenger Haltung und Ehrfurcht gebietender Gestalt, denn sie scheinen von Räucherungen und Besprengen den heiligen Wassers zu duften, und der Platz selbst ist dampfend von Opfern und mit den heiligen Stimmen erfüllt. Und es wird die eherne Echo verehrt, die wie ich meine die Hand auf den Mund legt, weil in Dodona dem Zeus das Erz geweihet war und den grossen Theil des Tages durch tönte, bis einer redend die Hand daran legte., Übersetzung von Franz Dorotheus Gerlach.
  18. Rosenberger, S. 32.
  19. Rosenberg, S. 33.
  20. Ein Teil heute im Archäologischen Nationalmuseum Athen, Inventarnummer NM 448, ein zweiter Teil in der Antikensammlung Berlin.
  21. Fritz Graf: Dodona, Dodone. III Orakel. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 724–726.
  22. naturalis historia 2,228.
  23. Hesiod: Fragmente 134: Da gibt es ein Land Hellopia / Viel Kornland hat’s und gute Wiesen, / Reich ist es an Schafen und Ziegen / Und an Rindern, den fußziehenden. / Und drinnen wohnen Leute / Mit vielen Schafen, vielen Rindern, / Selbst viele, unzählige, / Scharen der sterblichen Menschen, / Und dort ist ein Ort erbaut, ganz am Rande, Dodona. / Den hat gerne Zeus, und er (hat bestimmt), / Dass er sein Orakel sei, geehrt bei den Menschen., übersetzt von Walter Marg; Pindar N. 4, 51–53: Wie Thetis Phthia beherrscht, So Neoptolemos Epeiros’ weit sich dehnenden Raum, Dort, wo, rinderernährend, Höhenzüge sich abwärts Strecken, von Dodona beginnend, bis zu Ioniens Meer., übersetzt von Oskar Werner
  24. Zu Zeus Naios und den Naia-Spielen siehe Dieterle, S. 40–43.
  25. Dieterle, S. 131.
  26. Zu diesem Ergebnis kommt Dieterle bei der Beschreibung des archäologischen Befundes in nahezu jedem Kapitel.
  27. Dieterle S. 104.
  28. Dieterle S. 105.
  29. Dieterle S. 106.
  30. Dieterle S. 107.
  31. zu Bauphase eins der Anlage siehe Dieterle S. 107–109.
  32. Zu Bauphase zwei der Anlage siehe Dieterle S. 111–112.
  33. Zu Bauphase drei der Anlage siehe Dieterle S. 113–116.
  34. Zu Bauphase vier der Anlage siehe Dieterle S. 153–157.
  35. Rede gegen Euxippos.
  36. Zur ersten Phase des Dionetempels siehe Dieterle, S. 117–119.
  37. Zur zweiten Phase des Dionetempels siehe Dieterle, S. 157-158.
  38. Herodot 5, 88.
  39. Zum Themistempel siehe Dieterle, S. 119–122. 158.
  40. Zum Aphroditetempel siehe Dieterle, S. 122–125. 158.
  41. Zum Heraklestempel siehe Dieterle, S. 126–129. 158.
  42. Daniel Strauch, Christoph Höcker: Dodona, Dodone. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 724.
  43. Dieterle, S. 131.
  44. Zum Priesterhaus siehe Dieterle, S. 132-133.
  45. Zum Bouleuterion siehe Dieterle, S. 133–137. 159–162.
  46. zum Prytaneion siehe Dieterle, S. 139–141. 162–164.
  47. zum Theater siehe Dieterle, S. 141–148. 164-165.
  48. Zur Peribolosmauer siehe Dieterle, S. 149–151.
  49. zur Akropolis siehe Dieterle, S. 151–153.
  50. Zum Stadion siehe Dieterle, S. 165.
  51. Zum dodonäischen Erzgefäß siehe Dieterle, S. 62–65.
  52. Zu den Kleinfunden siehe Dieterle, S. 169–234.
  53. Zur Erforschung siehe Dieterle, S. 7–15.

39.54638888888920.787777777778Koordinaten: 39° 32′ 47″ N, 20° 47′ 16″ O

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 6. Juni 2008 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die News der letzten 14 Tage


08.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
08.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
07.04.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
05.04.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
02.04.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
02.04.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.
30.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter.
30.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.


29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
DOI:
27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
DOI: 10.1126/sciadv.aat2369
04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
DOI:
29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
DOI: 10.1038/s41467-018-04773-w
19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
DOI: 10.7717/peerj.4869
19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
DOI: 10.1126/science.aat3188
15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
DOI: 10.1073/pnas.1720842115
15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
DOI: 10.7554/eLife.36666
15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
DOI:
15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
DOI: 10.1038/s41477-018-0141-x
15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
DOI: 10.15184/aqy.2018.48
15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
DOI:
15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
DOI:
15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
DOI:
15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
DOI:
15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1717873115
29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
DOI: 10.1038/s41598-018-22453-z
29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
DOI: 10.1038/s41598-018-22995-2
29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
DOI: 10.1038/s41598-018-23541-w
21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
DOI:
24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
DOI: 10.1126/science.aap7778
24.02.2018 Mathieson et al. Alte Genome beleuchten Vorgeschichte Südosteuropas
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Olalde et al. Bislang größte Studie alter DNA beleuchtet das Glockenbecherphänomen im vorgeschichtlichen Europa
DOI: 10.1038/nature25738
24.02.2018 David Reich, Ron Pinhasi, Wolgang Haak, et al. Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
DOI: 10.1038/nature25778
01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
DOI: 10.1126/sciadv.aao3893
20.11.2017 Anna Szécsényi-Nagy et al. DNA-Analysen geben Aufschluss über die Besiedlung der Iberischen Halbinsel
DOI: 10.1038/s41598-017-15480-9
06.09.2017 Gerard D. Gierlińskia et al. 5,7 Millionen Jahre alte fossile Fußabdrücke fordern etablierte Theorien über die menschliche Evolution heraus
DOI: 10.1016/j.pgeola.2017.07.006
03.08.2017 Dorothée G. Drucker et al. Auf dem Teller: Mammut und viel Rohkost
DOI: 10.1038/s41598-017-07065-3
27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
DOI: 10.1371/journal.pone.0180164
27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
DOI: 10.1038/s41598-017-06390-x
29.06.2017 Gresky et al. Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe
DOI: 10.1126/sciadv.1700564
08.06.2017 Jean-Jacques Hublin et al. Der Homo sapiens ist älter als gedacht
DOI: 10.1038/nature22336
23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
DOI: 10.1371/journal.pone.0177127
27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
DOI: 10.1126/science.aam9695
24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
DOI:
23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
DOI:
17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
DOI: 10.1371/journal.pone.0166726
06.01.2017 M.C. Meyer, M.S. Aldenderfer, Z. Wang,1 D.L. Hoffmann, J.A. Dahl, D. Degering, W.R. Haas, F. Schlütz Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke
DOI: 10.1126/science.aag0357
08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
DOI: 10.1126/sciadv.1601941
28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
DOI: 10.1016/j.quascirev.2016.11.004
06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
DOI: 10.1126/science.aaf8110
20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
DOI:
26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
DOI:
21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
DOI: 10.1038/ng.3611
13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
DOI: 10.1038/srep28766
06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
DOI:
17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
DOI: 10.1002/ajpa.22996
08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
DOI: 10.1073/pnas.1525200113
07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
DOI: 10.1073/pnas.1523951113
02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
DOI: 10.1038/ncomms9912
14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1504365112
23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
DOI: 10.1038/ncomms8580
26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
DOI: 10.1038/nature14448
02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
DOI: 10.1038/nature14268
27.03.2015 Will, M., Stock, J.T. Körpergröße war schon immer individuell
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
DOI: 10.1126/science.aaa1343
04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
DOI: 10.1038/nature14224
18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
DOI:
05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
DOI: 10.1016/j.cub.2014.12.032
29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
DOI: 10.1038/nature14134
27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
DOI:
24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
DOI: 10.1126/science.1258260
23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
DOI: 10.1038/nature13810
23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1412201111
17.09.2014 Iosif Lazaridis et al. Die genetische Herkunft der Europäer
DOI: 10.1038/nature13673
06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
21.08.2014 Tom Higham et al. Neandertaler starben vor spätestens 39.000 Jahren aus
DOI: 10.1038/nature13621
05.08.2014 Eiszeitfigur vervollständigt
DOI:
25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
DOI: 10.1073/pnas.1410735111
24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
DOI: 10.1371/journal.pone.0099994
17.07.2014 Guadalupe Sanchez, Vance T. Holliday, Edmund P. Gaines, Joaquín Arroyo-Cabrales, Natalia Martínez-Tagüeña, Andrew Kowler, Todd Lange, Gregory W. L. Hodgins, Susan M. Mentzer, and Ismael Sanchez-Morales Frühe Nordamerikaner machten Jagd auf elefantenartige Rüsseltiere
DOI: 10.1073/pnas.1404546111
03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.04.056
23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
DOI: 10.1126/science.1252619
22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
DOI:
03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
DOI:
01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
DOI: 10.1038/ncomms4584
17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
DOI: 10.1016/j.jhevol.2003.12.001
11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
DOI: 10.1073/pnas.1316513111
03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
DOI: 10.1371/journal.pone.0082261
03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
DOI: 10.1126/science.1250768
19.02.2014 Michel L. A., Peppe D. J., Lutz J. A., Driese S. G., Dunsworth H. M., Harcourt-Smith W. E.H., Horner W. H., Lehmann T., Nightingale S., McNulty K. P. Damals in den Bäumen
DOI: 10.1038/ncomms4236
08.01.2014 William H. Kimbel, Gen Suwa, Berhane Asfaw, Yoel Rak, and Tim D. White »Ardi«-Schädel zeigt Verbindungen zur Menschenlinie
DOI: 10.1073/pnas.1322639111
12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
DOI: 10.1371/journal.pone.0080778
05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
DOI: 10.1038/ncomms3888
05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
DOI: 10.1038/nature12788
15.11.2013 Thalmann et al. Europäer sind als Erste auf den Hund gekommen
DOI: 10.1126.1243650
18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
DOI: 10.1126/science.1238484
11.10.2013 Ruth Bollongino et al. Jäger-Sammler und eingewanderte Ackerbauern lebten 2.000 Jahre lang gemeinsam in Mitteleuropa
DOI:
18.09.2013 Bocherens, H., Baryshnikov, G., van Neer, W. Wer hat vor 45.000 Jahren im Kaukasus den Lachs verspeist
DOI: 10.1016/j.quaint.2013.06.026
04.09.2013 Ben Krause-Kyora, Cheryl Makarewicz et al. Vom Hausschwein zum Sozialkontakt
DOI: 10.1038/ncomms3348
22.08.2013 Andrew Curry Die Milch-Revolution
DOI: 10.1038/500020a
12.08.2013 Soressi M., McPherron, S. P., Lenoir M., Dogandžić T., Goldberg P., Jacobs Z., Maigrot Y., Martisius N., Miller C. E., Rendu W., Richards M. P., Skinner M. M., Steele T. E., Talamo S., Texier J.-P. Neandertaler schufen die ersten Spezialwerkzeuge Europas aus Knochen
DOI:
29.07.2013 Gabrielle A. Russo, Liza J. Shapiro Ausgestorbener Menschenaffe Oreopithecus war kein Zweibeiner
DOI: 10.1016/j.jhevol.2013.05.004
20.07.2013 Kopf für Eiszeitfigur gefunden
DOI:
12.07.2013 Baab, Karen L.; Mc Nulty, Kieran P.; Harvati, Katerina Homo floresiensis doch eine eigene Spezies
DOI: 10.1371/journal.pone.0069119
04.07.2013 Neil T. Roach, Madhusudhan Venkadesan, Michael J. Rainbow, Daniel E. Lieberman Wie das Werfen uns zum Menschen machte
DOI: 10.1038/nature12267
13.06.2013 Alt K. Benz M., Müller W., Berner M., Schultz M., Schmidt-Schultz T. H., Knipper C., Gebel H.-G. K., Nissen H. J., Vach W. Partnerwahl vor 9.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0065649
10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
DOI: 10.1038/nature12200
04.06.2013 Matt Sponheimer, Zeresenay Alemseged, Thure E. Cerling, Frederick E. Grine, William H. Kimbel, Meave G. Leakey, Julia A. Lee-Thorp, Fredrick Kyalo Manthi, Kaye E. Reed, Bernard A. Wood, and Jonathan G. Wynn Ernährungswandel vor 3,5 Millionen Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1222579110
31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
DOI:
14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
DOI: 10.1111/eos.12037
13.09.2012 Volpato V, Macchiarelli R, Guatelli-Steinberg D, Fiore I, Bondioli L, et al. Das geht doch mit rechts!
DOI: 10.1371/journal.pone.0043949
23.03.2012 Love Dalen et al. Neandertalern drohte schon vor 50.000 Jahren das Aus
DOI: 10.1093/molbev/mss074
26.06.2011 Madelaine Böhme et al. Ältester Menschenaffe Eurasiens lebte in Schwaben
DOI: 10.1016/j.jhevol.2011.04.012
03.03.2011 Älteste Ureinwohner Nordamerikas entdeckt
DOI:
20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
DOI: 10.1016/j.quascirev.2010.05.031
29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
DOI:
09.04.2010 Berger et al. Neuer Australopithecus entdeckt
DOI: 10.1126/science.328.5975.154
25.03.2010 Krause, J. et al. Neue Menschenform entdeckt
DOI: 10.1038/nature08976
02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
DOI: