Themis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in der griechischen Mythologie Tochter des Uranos und der Gaia und gehört zum Göttergeschlecht der Titanen. Sie war Frau des Zeus und Mutter der Horen (der „Jahreszeiten“). Sie gilt als Göttin der Gerechtigkeit, der Sitte und der Ordnung sowie der Philosophie.

Verwandtschaft

Sie war – nach Metis – die zweite Gattin des Zeus, der mit ihr die Horen (Göttinnen, die das geregelte Leben überwachten) und Moiren (eine Dreiergruppe von Schicksalsgöttinnen) zeugte.

Bedeutung

Nach Gaia war sie die zweite Schutzherrin des Orakels von Delphi, das dann von Phoibe oder auch gleich von Apollon übernommen wurde.

Themis kannte die Zukunft und besaß ein Wissen um die Dinge, das selbst dasjenige des Zeus überstieg. So warnte sie diesen vor einer Beziehung mit Thetis, da einer von deren Söhnen mächtiger werden würde als der Vater. Deukalion und Pyrrha ermöglichte sie, die Sintflut zu überleben und die Erde neuerlich zu bevölkern. Den Atlas warnte sie, dass ein Zeussohn kommen werde, um die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen – weshalb dieser dann auch die Bitte des Perseus nach Unterkunft ausschlug und zur Strafe dafür versteinert wurde.

Stammbaum der Titanen

 
 
 
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Göttergeschlechtder Titanen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Okeanos
 
 
Kreios
 
 
Hyperion
 
 
Theia
 
 
Themis
 
 
Phoibe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kronos
 
Koios
 
Iapetos
 
Rhea
 
Mnemosyne
 
Tethys
 
 


Literatur

  • Jean Rudhardt: Thémis et les Hôrai. Recherches sur les divinités grecques de la justice et de la paix. Droz, Genf 1999.

Weblinks

Commons: Themis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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