Carl Blegen


Carl William Blegen (* 27. Januar 1887 in Minneapolis, Minnesota; † 24. August 1971 in Athen, Griechenland) war ein US-amerikanischer Klassischer Archäologe.

Blegen studierte an der University of Minnesota (1904 B.A.) und an der Yale University (B.A. 1907). 1910–1913 verbrachte er an der American School of Classical Studies at Athens, deren Sekretäre er von 1913 bis 1920 er war. 1920 wurde er an der Yale University promoviert. 1920 bis 1926 war er Assistent Director der American School, 1926 bis 1927 Acting Director. Von 1927 bis zu seiner Emeritierung 1957 war Blegen Professor für Klassische Archäologie an der University of Cincinnati. Während und nach dem Krieg war er für die amerikanische Regierung tätig (1942–1945 im Office of Strategic Services in Washington, 1946–1947 für das Außenministerium in Athen).

Zu seinen wichtigsten Ausgrabungen zählen die in Troja, Pylos, Nemea und Prosymna. Daneben war er noch an vielen weiteren Grabungen beteiligt und veröffentlichte zahlreiche Fachartikel und Monographien.

1932 bis 1938 führte er Grabungen in Troja durch. 1939 und dann wieder von 1952 bis 1969 forschte Blegen in Pylos (Griechenland). Er fand dort die ersten Tontafeln mit der Linearschrift B, welche zuvor nur aus Kreta bekannt waren. 1952 entdeckte er das Archiv des mykenischen Königs Nestor mit ca. 600 Tontafeln.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Louise Schofield: The Mycenaeans. British Museum Press, London 2007, ISBN 978-0-7141-2090-4, (Deutsch: Mykene. Geschichte und Mythos. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-21644-4), S. 24–25.

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