Antje Krug (* 30. Juli 1940 in Schwelm) ist eine deutsche Klassische Archäologin.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Schwelm studierte sie ab dem Sommersemester 1959 Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Ägyptologie in Mainz, Marburg und München. Am 16. Dezember 1967 wurde sie mit einer Dissertation über „Binden in der griechischen Kunst“ an der Universität Mainz bei Frank Brommer promoviert. Es folgte ein Volontariat an der Antikenabteilung der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel, danach arbeitete sie bis zu ihrer Pensionierung als Wissenschaftlerin am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin. Dort war die Wissenschaftliche Oberrätin als persönliche Referentin des Präsidenten tätig und Leiterin des Archivs. Wissenschaftliche Schwerpunkte Krugs sind die medizinhistorische Archäologie, die Bearbeitung der Kleinfunde von Munigua sowie Forschungen zur antiken Glyptik.

Schriften

  • Ägyptische Kleinkunst. Staatliche Kunstsammlungen, Kassel 1971
  • Ägypten. Liebieghaus, Frankfurt am Main 1976
  • Die Sahure-Reliefs. Liebieghaus Monographie Nr. 3. Liebieghaus, Frankfurt am Main 1978.
  • Der Fries des Tempels am Ilissos. Mann, Berlin 1979; ISBN 3-7861-1225-8
  • Heilkunst und Heilkult. Medizin in der Antike. Verlag C. H. Beck, München 1985, 2. durchgesehene und erweiterte Auflage 1993; ISBN 3-406-30144-4
  • Römische Gemmen im Rheinischen Landesmuseum Trier. Rheinisches Landesmuseum, Trier 1995; ISBN 3-487-10211-0
  • Die Berliner Nereidenschale aus Bergkristall. (Winckelmannsprogramme der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin, 137), Walter de Gruyter, Berlin 1998; ISBN 3-11-016401-9
  • Das Berliner Arztrelief. (Winckelmannsprogramme der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin, 142), Walter de Gruyter, Berlin 2008; ISBN 978-3-11-020392-9

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