Antiphos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie.

Er war der Sohn des Thessalos und somit Enkel des Herakles und der Chalkiope.[1] Hyginus machte durch Verwechslung der Generationenabfolge Chalkiope zu seiner Mutter.[2] Zusammen mit seinem Bruder Pheidippos führte er dreißig Schiffe, deren Besatzung die Brüder aus dem großväterlichen Herrschaftsgebiet des Eurypylos von den Inseln Nisyros, Karpathos, Kasos, Kos und den Kalydnai genannten Inseln zusammengezogen hatten, in den Trojanischen Krieg.[3] Nach der Ankunft in Mysien versuchten die Brüder, Telephos auf die Seite der Griechen zu ziehen.[4] Über den weiteren Verlauf seines Lebens sind sich die literarischen Quellen nicht einig. Hyginus[5] lässt ihn durch Sarpedon, Dares[6] durch Hektor töten.

Der pseudo-aristotelische Peplos hingegen zählt ihn zu den überlebenden Zerstörern von Troja.[7] Auf der Heimfahrt gelangte er zu den Pelasgern, deren Land er eroberte und nach seinem Vater Thessalien nannte.[8] Nach Aussagen von Strabon hätten dagegen erst seine Nachkommen, die von Ephyra auszogen, die Gegend besiedelt.[9]

In Ephyra soll sich ein gemeinsames Grabmal für Antiphos und seinen Bruder befunden haben.[10]

Literatur

  • Richard Wagner: Antiphos 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2530.
  • Adolf Schirmer: Antiphos 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 384 f. (Digitalisat).

Anmerkungen

  1. Homer, Ilias 2,678 f.; Bibliotheke des Apollodor 2,7,8
  2. Hyginus, Fabulae 97
  3. Homer, Ilias 2,676–680; Bibliotheke des Apollodor Epitome 3,13; Hyginus, Fabulae 97 (kennt nur 15 Schiffe); Diodor 5,54,1
  4. Dictys 2,5
  5. Hyginus, Fabulae 113
  6. Dares 23
  7. Pseudo-Aristoteles, Peplos 39
  8. Bibliotheke des Apollodor Epitome 6,15
  9. Strabon 9,444
  10. Pseudo-Aristoteles, Peplos 39