Amelungsburg (Lipper Bergland)

Amelungsburg
Amelungsburg.jpg

Amelungsburg im Lipper Bergland

Höhe 292 m
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Gebirge Lipper Bergland
Koordinaten 52° 2′ 52″ N, 8° 59′ 3″ OKoordinaten: 52° 2′ 52″ N, 8° 59′ 3″ O
Amelungsburg (Lipper Bergland) (Nordrhein-Westfalen)
Gestein Keuper
3D-Ansicht des digitalen Geländemodells

Die Amelungsburg ist ein 292 Meter hoher Berg des Lipper Berglandes in der Gemeinde Dörentrup, Kreis Lippe.

Die älteste schriftliche Erwähnung des Berges als Amelingesburg stammt von 1496.[1] Auf der Kuppe des als Amelungsburg bezeichneten Berges befand sich vermutlich eine vorgelagerte Warte zu der sich in süd-westlicher Spornlage befindlichen Wallanlage Piepenkopf.[2] Die als Fluchtburg genutzte Wallanlage Piepenkopf konnte anhand von Brandfunden auf die Zeit um 250 v. Chr. datiert werden und gehört somit in die Latènezeit. Sichtbare Spuren einer Burg oder Warte sind auf der Amelungsburg nicht mehr vorhanden. Friedrich Hohenschwert, der ehemalige Leiter des Lippischen Landesmuseums, hält es für möglich, dass sich im Namen "Amelungsburg" der ursprüngliche Name der Wallanlage Piepenkopf erhalten hat.[2]

Am Fuße der Amelungsburg, auf südwestlicher Seite, befindet sich ein heute noch gut erkennbarer etwa 2 m hoher und 130 m langer Wallabschnitt mit 1,5 m tiefem Graben. Der Wall wurde erstmals 1878 von Ludwig Hölzermann schriftlich erwähnt.[3] Nachdem eine archäologische Probegrabung keine datierenden Funde geliefert hat wird vermutet, dass dieser vorgelagerte Wall einige Jahrhunderte jüngeren Datums als die Wallanlage Piepenkopf ist und zur Bewachung des Wegesystems diente.[4]

Lageplan der Amelungsburg von 1878

Literatur

  • Friedrich Hohenschwert: "Ur- und Frühgeschichtliche Befestigungen in Lippe". Herausgegeben von der Altertumskommission für Westfalen, Münster 1978. ISBN 3-921428-21-1

Weblinks

Commons: Amelungsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe. (= Westfälisches Ortsnamenbuch Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 31. (PDF)
  2. 2,0 2,1 Friedrich Hohenschwert: "Ur- und Frühgeschichtliche Befestigungen in Lippe". Herausgegeben von der Altertumskommission für Westfalen, Münster 1978
  3. Ludwig Hölzermann: „Lokaluntersuchungen, die Kriege der Roemer und Franken sowie die Befestigungsmanieren der Germanen, Sachsen und des spaeten Mittelalters betreffend“, Münster 1878
  4. Leo Nebelsiek: Vor- und frühgeschichtliche Burgen in Lippe, Lippischer Kalender. 1950.

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