Ringwallanlage Nack


Ringwall Nack
Überreste des Erdwalls

Überreste des Erdwalls

Alternativname(n): Ringwall auf dem Nack
Entstehungszeit: Frühmittelalter
Burgentyp: Ringwallanlage
Erhaltungszustand: Bodendenkmal
Ort: Idstein
Geographische Lage 50° 13′ 59,1″ N, 8° 14′ 6,6″ O50.2330728.235173400Koordinaten: 50° 13′ 59,1″ N, 8° 14′ 6,6″ O
Höhe: 400 m ü. NN
Ringwall Nack (Hessen)
Ringwall Nack

Die Ringwallanlage Nack ist eine Ringwallanlage, die nordwestlich von Idstein, zwischen den Ortsteilen Wörsdorf und Niederauroff liegt. Durch Einheimische wird meist davon ausgegangen, dass es sich hierbei um eine Anlage keltischen Ursprungs handelt. Expertenseitig ordnet man die Anlage aufgrund des Erhaltungszustands und der Bauart dem frühen Mittelalter zu. Nicht zu verwechseln ist die Anlage mit der in gleichem Areal etwa 1 km südlich entfernt liegenden Burg Holdersberg.

Lage und Beschreibung

Die Anlage weist in Ost-West-Richtung eine Länge von rund 450 m und in Nord-Süd-Richtung eine Breite von rund 180 m auf. Sie ist vergleichsweise gut erhalten. Der ovale Ringwall ist mit Ringwall und vorliegendem Graben an seiner Südfront mit einer Länge von etwa 410 m am besten erhalten. Der etwa 8 m breite Wall erhebt sich an seinen kräftigsten Stellen bis etwa 1,30 m über die Innenfläche bzw. bis etwa 1,40 m über die Sohle des 7 m bis 10 m breiten Grabens. Der Graben ist von außen noch knapp 1,0 m tief.

Geschichtliche Einordnung

Wie auch die Anlage der Burg Holdersberg ist die Geschichte der Ringwallanlage Nack nicht erforscht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bis dato keine Ausgrabungen durchgeführt wurden und sich auch keine Erwähnungen in historischen Dokumenten finden. Die Pioniere nassauischer Wallgrabenforschung Karl August von Cohausen und Christian Ludwig Thomas wie später auch Ferdinand Kutsch erwähnen den Ringwall Nack gar nicht, trotz dessen vergleichsweise guten Erhaltungszustands. Tatsache ist, dass die Existenz des Ringwalls Nack erst 1958 durch den Wörsdorfer W. Mankel bekannt gemacht wurde.

Auf Basis der Anlagen wird davon ausgegangen, dass der Ringwall Nack keinen Siedlungsplatz darstellt, sondern es sich hier wahrscheinlich um eine Sammel- bzw. Fluchtburg handelt. Aufgrund von Funden im weiteren lokalen Umfeld ordnet man die Anlage in Fachkreisen der fränkischen Epoche zu.

Denkmalschutz

Der Bereich der Wallanlage ist ein Bodendenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Literatur

  • Fritz-Rudolf Herrmann, Der Ringwall auf dem Nack bei Idstein-Wörsdorf, Rheingau-Taunus-Kreis in Archäologische Denkmäler in Hessen 35, herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen 1983.
  • Fritz Geisthardt, Idsteins Geschichte in Idstein - Geschichte und Gegenwart, Magistrat der Stadt Idstein, 1987

Galerie

Weblinks

Informationen beim Ebidat


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