Kulhwch ac Olwen


Die walisische Sage Mal y kavas Kulhwch Olwen („Wie Kulhwch Olwen errungen hat“), kurz Kulhwch ac Olwen oder Culhwch ac Olwen ['kilhux ak 'olwen] („Kulhwch und Olwen“) genannt, ist eine der ältesten überlieferten walisischen Sagen aus dem arthurianischen Erzählkreis (dem Sagenkreis um König Arthur). Dieses Mitte des 14. Jahrhunderts verfasste Werk beruht auf wesentlich älteren, im 6. bis 7. Jahrhundert von den awenydd (Barden, Dichter) mündlich vorgetragenen Geschichten, die bei der schriftlichen Aufzeichnung zusammengefasst wurden, was an gewissen inhaltlichen Ungereimtheiten zu erkennen ist.

Die Sage erzählt in kymrischer Sprache und in traditioneller Metrik[1] die Werbung Kulhwchs um Olwen, die Tochter des Riesen Ysbaddaden. Da Ysbaddaden bei der Hochzeit seiner Tochter sterben müsste, stellt er dem Brautwerber eine große Zahl fast unmöglich zu erfüllender Aufgaben. Mit Hilfe von König Arthur, seinem Onkel, und dessen Begleitern kann Kulhwch sie lösen und erringt Olwen, was gleichzeitig Ysbaddaden den gewaltsamen Tod bringt.

Manuskripte

Kulhwch ac Olwen ist in den Sammelhandschriften Llyfr Gwyn Rhydderch („Das weiße Buch des Rhydderch“) aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und Llyfr Coch Hergest („Das Rote Buch von Hergest“), die zwischen 1382 und 1410 entstanden, aufgezeichnet. Benannt ist die erste Handschrift nach dem Auftraggeber der Schrift Rhydderch ab Ienan Llwyd (* um 1324, † um 1398) aus Parcrhydderch. Dieses Manuskript wurde im Kloster Strata Florida bei Aberystwyth verfasst. Der wichtigste Teil des „weißen Buches“ sind die Pedeir Keinc y Mabinogi („Vier Zweige des Mabinogi)“. Im Llyfr Coch Hergest ist eine Erweiterung und Ergänzung dieser Erzählung zu finden.[2]

Die ältere Aufzeichnung im Llyfr Gwyn Rhydderch, genannt Peniarth 4, ist die kürzere, sie endet mit dem Türhütergespräch vor der Burg des Riesen Wrnach und der gewaltsamen Erringung seines Schwertes. Im Llyfr Coch Hergest wird die gesamte Geschichte erzählt, wobei allerdings auf Grund von Stilvergleichen auch in den Textpassagen, die schon im Llyfr Gwyn Rhydderch vorkommen, jüngere Einschübe zu erkennen sind. Die Geschichte ist als ursprünglich mündliche Überlieferung zu erkennen: So enthält beispielsweise der Aufgabenkatalog Ysbaddadens einige alte mythische und märchenhafte Themata, die im weiteren Verlauf der Erzählung nicht mehr vorkommen und offenbar vom Autor vor dem Vergessenwerden bewahrt werden sollten; dabei handelt es sich um die meisten der nicht erfüllten und deshalb nicht mehr erwähnten Forderungen.[3]

Das Manuskript des „Roten Buches“ befindet sich heute in der Bodleian Library der Universität Oxford. Das Peniarth-Manuskript im „Weißen Buch“ ist nun in den Sammlungen der walisischen Nationalbibliothek in Aberystwyth zu finden.

Inhalt

Kulhwch kommt zu Arthur und findet Olwen

Kulhwch am Hofe von König Arthur

Goleuddydd, die Gattin des Fürsten Kilydd, Kelyddons Sohn, erleidet in der Schwangerschaft eine Geistesverwirrung und gebiert ihren Sohn in einer Schweinekuhle, weswegen er den Namen Kulhwch (kymrisch: kil, „der Koben“, „die Kuhle“, hwch, „das Schwein“) erhält. Im Sterben bittet sie ihren Mann, erst dann wieder zu heiraten, wenn auf ihrem Grabe ‚ein Dornenstrauch mit zwei Spitzen‘ wächst.[4] Nach sieben Jahren geschieht dies und Kilydd will die Gattin von König Doged heiraten, den er deshalb ohne Skrupel erschlägt und seine Frau samt Tochter an seinen Hof holt. Um ihre Position zu festigen, versucht die Geraubte, ihre Tochter mit Kulhwch zu vermählen, was dieser ablehnt. Deshalb belegt sie ihn mit dem cynnedyf (Verpflichtung, Tabu), er dürfe keine andere heiraten als Olwen, die Tochter des Riesen Ysbaddaden. Kilydd gibt seinem Sohn den Rat, Hilfe bei seinem Oheim, dem König Arthur, zu suchen. Kulhwch reitet prächtig ausgerüstet zu Arthurs Hof und kommt trotz Widerstand des Torhüters Glewlwyd Gafaelfawr und des Ritters Kei in den Saal. Arthur verspricht ihm, jede seiner Bitte zu erfüllen,

[…] außer allein mein Schiff und meinen Mantel und Caledvwlch, mein Schwert, und Rhongomyant, meine Lanze, und Wynebbwrthucher, meinen Schild, und Carnwennan, mein Messer,[5] und Gwenhwyfar, meine Frau.[6]

Kulhwch fordert zuerst von Arthur, er möge ihm die Haare scheren (ein Initiations- oder Verwandtschaftsritus[7]) und als zweites, ihm mit Hilfe seiner Krieger, die er namentlich aufzählt, zur Heirat mit Olwen zu verhelfen. Er nennt etwa 220 Helden, von denen der bereits erwähnte Kei, Bedwyr fab Bedrawg, Arthurs Neffe Gwalchmei fab Gwyar[8], der Dichter Taliesin, Manawydan, Gereint, Gwrhyr Gwalstawd Ieithoedd, Sgilti Ysgafndroed, Teithi, Teyrnon und Tegid Foel die bedeutendsten sind. Auch auf Frauen beruft er sich, darunter Gwenhwyfar, ihre Schwester Gwenhwyfach, Essyllt „Blondhaar“ und Essylt „Weißhals“[9], Creiddylad und Uriens Tochter Morfudd ferch Urien. Die schöne Creiddylad, sowie die um sie werbenden Helden Gwynn und Gwythyr sind die Hauptpersonen einer Zwischengeschichte, die beiden Männer helfen aber auch bei der Erfüllung der Aufgaben mit.

Ein Jahr lang suchen Arthurs Boten vergeblich nach dem Aufenthaltsort von Olwen, danach machen sich Kulhwch und Kei selbst mit einer ausgewählten Schar von Rittern auf den Weg. Schließlich finden sie die riesige Burg, ‚die größte Burg von den Burgen der Welt‘, und treffen auf einen Schäfer und seine Herde. Dieser ist Ysbaddadens Bruder Custenhin, der Schwager von Kulhwchs Mutter Goleuddydd, der nach anfänglichem Zögern verspricht, ihnen zu helfen. Custenhins Sohn Goreu, den seine Mutter aus Angst vor Ysbaddaden in einer Truhe versteckt hält – dieser hat ihr schon 23 Söhne erschlagen –, schließt sich der Gruppe als Mitkämpfer an. Seine Mutter verspricht, ihrem Neffen Kulhwch zu einem heimlichen Treffen mit Olwen zu verhelfen. Als sie kommt, sind beide sofort in Liebe zueinander entflammt. Olwen warnt Kulhwch vor dem Zorn ihres Vaters, diese töte jeden Brautwerber, da ihm prophezeit worden war, er werde am Tage ihrer Hochzeit eines gewaltsamen Todes sterben.

Ysbaddaden hält seine Augenlider auf (Illustration von John D. Batten, 1892)
„Geh zu meinem Vater und halte um mich an. Und wie viel er auch immer von dir verlangen wird, versprich, es zu leisten, und du wirst mich erhalten. Wenn er aber Zweifel hegt, wirst du mich nicht erringen und noch Glück haben, mit dem Leben davonzukommen.“[10]

Die Männer dringen zu Ysbaddaden vor und werben um Olwen. Der Riese lässt sich von seinen Dienern mit Gabeln die schweren Augenlider hochheben, betrachtet Kulhwch und weist sie fort. Der vergiftete Steinspeer, den er ihnen nachschleudert, wird von Bedwyr fab Bedrawg aufgefangen und in des Riesen Kniescheibe zurückgeworfen. Dies wiederholt sich an den nächsten beiden Tagen, beim letzten Wurf durchbohrt Kulhwch Ysbaddadens Augapfel.[11]

Ysbaddadens Forderungen

Nun ist der Riese zum Verhandeln bereit und stellt dem Brautwerber 40 nahezu unlösbare Aufgaben (anoetheu), von denen einige als Vorbereitung für das Hochzeitsfest genannt werden. Sie werden zwar Punkt für Punkt aufgezählt, in der weiteren Erzählung wird allerdings nur die Erledigung von ungefähr zehn davon geschildert. Nach jeder Forderung Ysbaddadens antwortet Kulhwch stereotyp:

„Das ist für mich leicht zu erfüllen, auch wenn du glauben magst, dass es schwierig sei.“[12][13]
  1. Ein bewaldeter Hügel soll an einem Tag gerodet, umgepflügt, ausgesät und geerntet werden, damit Speis und Trank für die Hochzeitsgäste vorhanden sei
  2. Dazu ist die Hilfe von Amaethon, dem Pflüger, notwendig
  3. Sein Bruder Govannon, der Schmied, muss dabei die Pflugscharen schärfen
  4. Die zwei Ochsen von Gwlwlydd Wineu sind für das Pflügen zu rauben
  5. Der „Gelblich-Blaßweiße“ und der „Gescheckte“ müssen in einem Joch gehen
  6. Zwei weitere Ochsen, verzauberte Könige, sind ebenfalls in einem Geschirr zu führen
  7. Ein unfruchtbares Feld hat an einem Tag Leinsamen reifen zu lassen, damit ein Kopftuch für Olwen daraus gewebt werde (wird mit Hilfe von Ameisen erfüllt)
  8. Honig ohne Drohnen und Bienen darin wird zum Brauen von Honigbier[14] benötigt
  9. Der Becher von Llywr fab Llywryon (llywr = „voll“) ist der einzige, der dieses starke Gebräu fassen kann
  10. Der magische Korb Gwyddneu Garanhirs, der siebenundzwanzig Mann zugleich mit ihren Lieblingsspeisen versorgen kann, muss geraubt werden
  11. Das (Trink-)Horn von Gwlgawd Gododdin[15] muss für die Hochzeitsfeier herbeigeschafft werden
  12. Die Harfe von Teirtu, die von selber spielt, wenn sie will, ist ebenfalls für die Hochzeit notwendig
  13. Die Vögel der Rhiannon sollen den Riesen bei der Feier ergötzen[16]
  14. Der magische Kessel Dyrnwchs wird für das Hochzeitsmahl benötigt (wird erfüllt)
  15. Die Hauer des Ebers Ysgithyrwyn, die ihm bei lebendigem Leib auszureißen sind, müssen als Schermesser herbeigeschafft werden (wird erfüllt)
  16. Nur Odgar, der Sohn des Königs Aedd von Irland kann das vollbringen
  17. König Cadw von Schottland darf als Einziger die Hauer aufbewahren
  18. Das Blut der „Pechschwarzen Hexe“ wird zum Glätten der Haare Ysbaddadens benötigt (wird erfüllt)
  19. Dieses Blut kann nur in den Flaschen des Zwerges Gwddolwyn warmgehalten werden
  20. Die für das Hochzeitsfest benötigte Milch muss in den Flaschen von Rhynnon „Steifbart“ aufbewahrt werden, damit sie nicht sauer wird
  21. Das Haar Ysbaddadens kann nur durch Kamm und Schere, die zwischen den Ohren des Ebers Twrch Trwyth sind, gebändigt werden (wird erfüllt)
  22. Der Hundewelpe Drudwyn, den Greid fab Eri besitzt, ist für die Eberjagd notwendig (wird erfüllt)
  23. Der einzige Riemen, der Drudwyn halten kann, muss Cors Cantewin „Hundertklau“ abgenommen werden (wird erfüllt)
  24. Das einzige Halsband, das an diesem Riemen hält, ist Canhastyr Cannlaw „Hunderthand“ abzunehmen
  25. Nur die Kette von Kilydd Canhastyr „Hundertgriff“ hält Koppel und Halsband zusammen
  26. Da nur Mabon den Welpen führen kann, ist er zu finden und aus seinem Gefängnis zu befreien (wird erfüllt)
  27. Mabon muss auf der Eberjagd Gwynn Mygdwynn „Dunkelmähne“, das Pferd Gweddws, reiten (wird erfüllt)
  28. Um Mabon zu finden, muss sein Vetter Eidoel fab Aer zuerst gefunden werden (wird erfüllt)
  29. Der oberste Hundeführer Irlands, Garselid, ist für die Eberjagd notwendig
  30. Aus dem Bart von Dillus dem „Bärtigen“ muss die Hundekoppel geflochten werden, um die benötigten Hunde zu führen; die Barthaare müssen ihm zu Lebzeiten mit einer hölzernen Zange ausgerissen werden (wird erfüllt)
  31. Nur Kynedyr fab Herwn der „Wilde“ kann die Hunde bändigen (wird erfüllt, der Name lautet dort Kyledyr der „Wahnsinnige“)
  32. Auch Gwynn ist als Jagdhelfer zu gewinnen (wird erfüllt)
  33. Gwynn muss dabei den „Schwarzen“, das Pferd Moro Oerfeddawgs, reiten
  34. Gwilenhin, der König Frankreichs, muss unbedingt bei der Jagd dabei sein
  35. Der Sohn Aluns von Demetiens muss die Hunde loskoppeln[17]
  36. Aned und Aethlem, die schnell wie der Wind sind, müssen den Twrch Trwyth jagen[18]
  37. Arthur und sein Hundeführer müssen persönlich an der Jagd teilnehmen (wird erfüllt)
  38. Auch werden Kilydd Kyvwlchs Söhne Bwlch, Kyvwlch und Syvwylch mit ihren Schwertern Glas, Glesig und Gleisar, ihren Hunde Call, Cuall und Cavall, ihren Pferden Hwyrddyddwg, Drwgddyddwg und Llwyrddyddwg, ihren Frauen Och, Garym und Diaspar sowie weitere namentlich aufgezählte Verwandte benötigt[19]
  39. Das Schwert von Wrnach dem Riesen muss geraubt werden (wird erfüllt)
  40. Wachsein ohne Schlaf in der Nacht wird das Los Kulhwchs sein, trotzdem wird ihm nichts davon gelingen[20]

Viele dieser Aufgaben beendet der Riese mit dem Satz: „…du wirst ihn nicht (dazu) zwingen können!“[21]

Die Lösung der Aufgaben

Die Jagd auf den Anderswelt-Eber Twrch Trwyth, ist die eigentliche Hauptforderung, da Ysbaddaden für seine Rasur Kamm und Schere von den Borsten des Ebers haben will. Dieser Jagd ist der ausführlichste Bericht der Sage gewidmet. Bei allen Aufgaben ist Kulhwch nur mehr passiv beteiligt, die eigentliche Arbeit übernimmt Arthur.

Zuerst kommen sie zur Burg des Riesen Wrnach, um dessen Schwert zu rauben – vor dem Einlass müssen sie den Türhüter überzeugen.[22] Dann suchen und befreien sie den gefangenen Mabon, finden die für die Jagd auf den Eber notwendigen Hunde – Kei, der die Leine aus den Barthaaren von Dillus flicht, wird deswegen von Arthur mit einem englyn (Gedicht, Aphorismus) verspottet und reagiert beleidigt.

„Eine Koppelleine machte Kei,
Aus dem Bart von Dillus vab Ereu:
Lebt' er noch, Kei wär’s nicht zum Gedeih!“
Darüber erzürnte Kei, so dass es den Kriegern dieser Insel [Britannien] schwerfiel, zwischen Kei und Arthur wieder Frieden zu stiften. Von da an kümmerte sich Kei nicht mehr darum, ob Arthur Kraftlosigkeit überkam oder ob seine Mannen erschlagen wurden.[23]

Die Gefährten bestellen ein unfruchtbares Feld, jagen den Eber Ysgithyrwyn ‚Weißhauer‘ in Irland, erobern den magischen Korb Gwyddnos und den magischen Kessel Dyrnwchs (hier leiht Arthur sein Schwert trotz der obengenannten Weigerung gegen Kulhwch dem Iren Llenleawg[24]) und beginnen in Irland mit der Jagd auf den Twrch Trwyth. Es gelingt Arthur lediglich, das kleinste Ferkel des Ebers zu erschlagen, dieser selbst flieht mit seinen anderen Söhnen über die Irische See nach Wales. Viele Jäger werden getötet, aber auch einige Jungschweine aus der Herde, bis es im Severn glückt, dem Twrch Trwyth Schere und Kamm, die er in der Mähne trägt, zu entreißen. Der Eber kann sich jedoch befreien, schwimmt nach Cornwall, das er verwüstet und flieht auf das Meer hinaus.

Arthur fragte: „Gibt es noch irgend etwas an Wunderdingen, das wir nicht erlangt haben?“ Da antwortete einer von den Männern: „Ja! Das Blut der Pechschwarzen Hexe, der Tochter der Reinweißen Hexe vom Ende des Tals des Leids im Oberland der Hölle.“[25]

Arthur findet die Höhle der Hexe, wirft sein Messer Carnwennan nach ihr, spaltet sie entzwei und fängt ihr Blut auf, denn das war ebenfalls eine der Forderungen Ysbaddadens. Dann reiten sie zur Burg des Riesen, Caw von Schottland schert ihm den Bart samt Haut und Fleisch sowie die Ohren bis auf die Knochen ab. Ysbaddaden bittet um den Tod, wirft vorher Kulhwch zu Recht vor, dass eigentlich Arthur alles gemacht habe. Goreu schlägt ihm das Haupt ab, wirft den Körper auf einen Misthaufen und steckt den Kopf auf eine Stange als Zeichen seiner Besitzergreifung von Burg und Herrschaftsgebiet.

Und in dieser Nacht schlief Kulhwch mit Olwen, und solange sie lebten, war sie seine einzige Frau. Die Scharen Arthurs aber zerstreuten sich, ein jeder ging in sein Land. Und so hat Kulhwch Olwen, die Tochter des Ober-Riesen Ysbaddaden, errungen.[25]

Erläuterungen

Kulhwch ac Olwen zählt zu den ältesten umfangreicheren Werken der arthurischen Tradition in Wales und ist deshalb im Gegensatz zu den späteren frei von Beeinflussung durch die festländischen, speziell französischen, Artusromane (Artus wird der König erst in diesen Romanen genannt, der ursprüngliche kymrische Name ist Arthur). Es ist eine dem Stil nach eher volkstümliche Sage, die viele alte mythologische Motive enthält.[26] Dabei handelt es sich vermutlich um eine Kompilation damals noch vorhandener, heute verschollener älterer Fragmente, die von einem oder mehreren Erzählern (cyfarwydd, „Kenner“, „Experte“) zu einem Epos zusammengefügt wurden – was an inhaltlichen Ungereimtheiten zu erkennen ist. Als cynfeirdd werden die „ältesten Barden“ in Wales bezeichnet, die aus den tradierten Originalen des 6./7. Jahrhunderts und aus eigenen Schöpfungen diese vorliegenden Werke geformt haben sollen. Namentlich sind die fünf Dichter Taliesin, Aneirin, Talhaearn, Blwchfardd und Cian bekannt, Llywarch Hen wird ihnen manchmal ebenfalls zugeordnet, ihre Nachfolger werden „jüngere Barden“ oder „Hofdichter“ (gogynfeirdd) genannt. In welchem Umfang die vorliegende Erzählung Originaldichtung oder Kompilation ist, kann mit Sicherheit nicht mehr festgestellt werden.[27] Die im Werk vorkommenden Aufzählungen (Glewlwyds Prahlerei mit seinen Kriegstaten, Kulhwchs „Katalog“ der Helden am Arthurshof und Ysbaddadens Forderungen) sind teilweise um des Reimes willen erfundene Listen in strenger Metrik, die offenbar auch das Können des cyfarwydd beim Vortrag zeigen sollen.[28]

Zu den genannten Ungereimtheiten im Text zählt beispielsweise, dass Kulhwchs Mutter Goleuddydd die Schwester von Custenhins Gattin, diese also Kulhwchs Tante ist und dass Custenhin selbst in der Textvariation des „Roten Buchs von Hergest“ (Llyfr Coch Hergest) als Bruder Ysbaddadens genannt wird – es wäre unwahrscheinlich, dass Kulhwch seine Verwandtschaft so wenig kennt, dass er von Olwen und ihrem Wohnsitz nie gehört hätte.[29] Custenhins Sohn Goreu steht somit im gleichen verwandtschaftlichen Verhältnis zu Arthur als Neffe wie Kulhwch.[30] Im Kampf gegen den Twrch Trwyth ertrinkt Arthurs Gefolgsmann Cacamwry im Severn, schon im nächsten Kapitel kämpft er gegen die Hexe und unterliegt ihr trotz seiner früher beschriebenen Unüberwindlichkeit. Ysbaddaden schleudert einen Steinspeer (llechwayw) nach Kulhwch, verflucht aber, selbst getroffen, den Schmied, den Amboss und die Esse, durch die das Speereisen geschmiedet worden waren. Birkhan vermutet deshalb einen Eisenspeer, dessen Blatt in Form einer altertümlichen Steinplatte (llech) geformt war.[31] Von den 40 Aufgaben, die der Riese stellt, werden lediglich zehn im Text erfüllt und dabei halten sich die Gefährten Arthurs nicht immer an die genauen Forderungen Ysbaddadens (so sollen namentlich genannte Begleiter Arthurs bestimmte Aufgaben erfüllen, tun dies aber nicht; für die Jagd auf den Eber Ysgithyrwyn müssen vorerst ganz bestimmte Hunde gefunden und gebändigt werden, letztlich aber löst Arthurs Hund Cavall die Aufgabe allein; der Eber wird erschlagen, ehe ihm die Hauer ausgebrochen werden).[32] Das Schwert des Riesen Wrnach war ursprünglich zur Tötung Ysbaddadens vorgesehen, dieser Zusammenhang ist im Laufe der Kompilationen verloren gegangen.[33]

Auch Spuren der irischen Erzählung Tochmarc Emire („Das Werben um Emer“) sind nach Doris Edel[34] zu erkennen. Weitere Anklänge an Motive aus anderen Sagen: Die beiden Türhütergespräche vor den Burgen von Arthur und Wrnach sind nahezu textgleich mit ihrem irischen Pendant bei Lughs Eintritt in die Festung der Túatha Dé Danann und mit dem kymrischen Fragment Pa ŵr yw'r porthor?; Kulhwchs cynnedyf, nur Olwen heiraten zu dürfen, entspricht Arianrhods geis (Gebot, Tabu; irisches Wort für das kymrische cynnedyf) gegen Llew; der in der Kiste versteckte Goreu erinnert ebenfalls an Llew; Ysbaddadens schwere Augenlider, die von Dienern angehoben werden müssen, haben ihr Gegenstück im irischen Balor mit dem bösen Blick.

Der Name von Kilydds Vater, Kelyddon, weist auf Kaledonien (Schottland) und den Hen Ogledd („Alter Norden“) hin. Der Heldenkatalog, den Kulhwch aufzählt, wurde sowohl in zeitlicher als auch geographischer Hinsicht vom Kompilator der Erzählung sehr großzügig gestaltet (Birkhan nennt ihn ein „kurioses, zum Teil grotesk-komisches Sammelsurium“)[35]. Auch irische Helden gehören dabei zum Artushof, wie Conchobar mac Nessa als Cnychwr, Fergus mac Róich als Ffercos, Loegaire Buadach als Lluber Beudach und Conall Cernach als Corvil Bervach; diese Helden stammen alle aus dem Ulster-Zyklus, der Finn-Zyklus stellt lediglich Caílte mac Rónáin, der das Vorbild für Sgilti Ysgafndroed ist.[36] Bei den Aufgaben, die Ysbaddaden stellt, sind viele heute noch bekannte märchenhafte neben offenbar der Komik wegen eingefügte Themen zu erkennen.[37]

Keis spätere Zurückhaltung Arthur gegenüber wird hier bereits begründet, denn Arthurs englyn beleidigt ihn, obwohl dies aus heutiger Sicht ein eher harmloser Dreizeiler ist. Die verdiente Zurechtweisung Keis durch den König gleich zu Beginn der Erzählung, als er sich weigert, Kulhwch in die Halle hereinzulassen, wirft ein schiefes Licht auf den pedantischen Ritter, während Arthur in dieser Szene als erster Vertreter der „höfischen Kultur“ erscheint. Der Kompilator der Sage muss offenbar bereits von Keis Wandlung in den kontinentalen Artus-Romanen zum zänkischen und kleinlichen Störenfried gewusst haben.[38][39][40]

Matière de Bretagne

Alle walisischen arthurianischen Erzählungen haben ein kontinentales Gegenstück, meist mehrere, mit Ausnahme von Breuddwyd Rhonabwy („Rhonabwy’s Traum“) und Kulhwch ac Olwen. Diese beiden Sagen sind nur in kymrischer Sprache überliefert.[41]

Im Unterschied zu den späteren Artusromanen werden den Helden magische Fähigkeiten als selbstverständlich zugeschriebenen, schon in der Matière de Bretagne werden diese zu ritterlichem Mut und höfischem Benehmen umgedichtet. Auch eine kollektive Leistung, wie es die Erringung Olwens war, was Ysbaddaden zu recht kritisiert, und keine Einzeltat des Helden Kulhwch, findet sich nicht in den Artusromanen. Indem sich Kulhwch ac Olwen nicht auf die Taten eines einzelnen Helden und die Entwicklung seines Charakters konzentriert, unterscheidet sich diese Sage von den „Drei Romanzen“ (Y Tair Rhamant), ist jedoch vergleichbar mit „Wer ist der Pförtner?“ (Pa ŵr yw'r porthor?). Während die kontinentalen Romane in jeder Hinsicht eine Fortentwicklung des Helden zeigen (siehe Peredur fab Efrawg), ist Kulhwch dieser „Lebensweg in aufsteigender Linie“ vollkommen fremd.[42]

Die weiße Göttin

Robert Graves hat in seinem Roman Die weiße Göttin in der für ihn typischen fiktionalen Keltenrezeption in einem Nebensatz auf Kulhwch ac Olwen Bezug genommen. In seiner freien Interpretation der keltischen Pflanzennamen für die Buchstaben des Ogham- und des Cló-Gaelach-[43]Alphabetes zum Wildapfel, der im Original der Buchstabenbezeichnungen gar nicht vorkommt, schreibt er:

Olwen, die lachende Aphrodite der walisischen Legende, erscheint immer zusammen mit dem Wildapfel.[44]

Diese Charakterisierung Olwens kommt weder im Text von Kulhwch ac Olwen vor, noch scheint der Vergleich Olwen = Aphrodite passend.[45]

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. die Versform ist der englyn (= drei bis vier Verse, die nach fix vorgegebenen Regeln sowohl durch Endreim als auch durch Alliteration verbunden sind)
  2. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 473.
  3. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 176 f.
  4. Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt. S. 279 f: Wenn einmal „Gras darüber wächst“, ist das Gedenken erloschen,…
  5. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 223, Anm. 17; – Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt. S. 297: Caledvwlch („Hart-Scharte“), daraus Caliburnus und Excalibur; Rhongomyant („tötender Speer“); Wynebbwrthucher („Gesicht des Abends“); Carnwennan („weißer Griff“); der Mantel macht unsichtbar; der Name des Schiffes Prydwen wird später erwähnt; alle Gegenstände stammen aus der Anderswelt
  6. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 40. (für das gesamte Zitat)
  7. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 163.
  8. Gwalchmai (Gawain) wird nur als Mitreitender genannt und kommt in der Handlung nicht mehr vor, obwohl er einer der berühmtesten Ritter am Hofe ist
  9. entspricht möglicherweise den beiden Isolden, „Blondhaar“ und „Weißhand“, in den französischen und deutschen Tristan-Romanen
  10. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 54.
  11. darum wird Ysbaddaden in der Überlieferung sowohl ein- aus auch zweiäugig geschildert
  12. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 57.
  13. der mittelalterliche Schreiber von Peniarth 4 im „Weißen Buch von Rhydderch“ verkürzt diese Antwort nach einigen Wiederholungen auf zwei Worte: hawd und kyt („leicht“ und „wenn auch“)
  14. Honigbier (bragod) wird aus Wasser, Malz, Honig und Gewürzen gebraut und ist stärker als Met (medd) oder Bier (cwrw)
  15. hier als Ortsname für das Land südlich des Firth of Forth
  16. diese Vögel haben die Gefährten von Bran bei ihrer Irrfahrt durch Wales erfreut
  17. das Loskoppeln der Hunde ist an sich ein königliches Privileg
  18. es wird nicht mitgeteilt, ob dies Menschen oder Jagdhunde sind
  19. hier ist die Liebe der Waliser zu Triaden zu erkennen
  20. da dies eigentlich keine Forderung, sondern eher eine Drohung ist, wird die Anzahl der Aufgaben von den Kommentatoren je nachdem 39 oder mit 40 angegeben
  21. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 57-65 (für die gesamten Aufgabenliste)
  22. der Türhüter bleibt namenlos, das Gespräch ist fast wörtlich mit dem zwischen Kulhwch und Glewlwyd Gafaelfawr identisch – hier endet das Manuskript von Peniarth 4 im Weißen Buch von Rhydderch
  23. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 78.
  24. ein irischer Name in kymrischer Schreibweise
  25. 25,0 25,1 Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 90 f.
  26. Wolfgang Meid: Die Kelten. S. 225.
  27. Wolfgang Meid: Die Kelten. S. 222 f.
  28. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 165, 171.
  29. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 230, Anm. 58.
  30. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 165.
  31. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 231, Anm. 64.
  32. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 80, 231 f, Anm. 64, 65.
  33. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 236, Anm. 89.
  34. Doris Edel: Helden auf Freiersfüßen, Koninklijke Nederlandske Akademie van Wetenschappen, Afd. Letterkunde, Nieuvre Reeks, deel 107, 1980.
  35. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption. S. 129.
  36. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 240 f, Anm. 112.
  37. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 175.
  38. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 238, Anm. 101.
  39. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 161 ff. (für den gesamten Absatz Erläuterungen)
  40. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption. S. 125 ff. (für den gesamten Absatz Erläuterungen)
  41. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. S. 97 f.
  42. Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, S. 138.
  43. siehe Irische Sprache#Schrift und Schreibung
  44. Robert Graves: Die weiße Göttin, Reinbek bei Hamburg, 1981, S. 46.
  45. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption. S. 570.
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31.03.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
31.03.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
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22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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