Creiddylad [krei'ðɘlad] ist in der keltischen Mythologie von Wales die Tochter von Lludd Llawereint.

Mythologie

In der Erzählung Culhwch ac Olwen („Die Geschichte von Culhwch und Olwen“) im Mabinogion ist Creiddylad zwar mit Gwythyr fab Greidiawl verlobt, jedoch kurz vor der Hochzeit wird sie von Gwynn fab Nudd entführt. Den Streit schlichtet König Arthur, indem er bestimmt, dass die beiden Rivalen von nun an bis zum Jüngsten Gericht jeweils am 1. Mai (Beltaine) einen Zweikampf auszutragen hätten. Der endgültige Sieger am Ende der Zeiten erhalte sodann Creiddylad zur Frau.

Creiddylad gilt als Vorbild für die Cordelia in Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae und dadurch auch in William Shakespeares König Lear. Die Handlung ist jedoch in beiden Fällen unterschiedlich zur walisischen Sage.

Siehe auch

Literatur

  • Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. 2., korrigierte und erweiterte Auflage. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.
  • Helmut Birkhan: Keltische Erzählungen vom Kaiser Arthur. Teil 2, Lit-Verlag, Wien 2004, ISBN 3-8258-7563-6.
  • Myles Dillon, Nora Kershaw Chadwick: Die Kelten. Von der Vorgeschichte bis zum Normanneneinfall. Parkland-Verlag, Köln 2004 (zuerst 1966), ISBN 3-89340-058-3 (Kindlers Kulturgeschichte).
  • Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur (= Kröners Taschenausgabe. Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5.

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