Burgstall Pruppach
Staat Deutschland (DE)
Ort Pruppach – Markt Pyrbaum
Entstehungszeit Mittelalterlich
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Burgstall mit Wall- und Grabenresten
Geographische Lage 49° 17′ N, 11° 14′ OKoordinaten: 49° 16′ 50,4″ N, 11° 14′ 23,3″ O
Höhenlage 580 m ü. NHN
Burgstall Pruppach (Bayern)

Der Burgstall Pruppach befindet sich im Gebiet von Pruppach, heute ein Ortsteil des Oberpfälzer Marktes Pyrbaum im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz von Bayern. Der Ringwall liegt unmittelbar über dem Südostrand von Pruppach in der Waldabteilung Burgstall. Die Anlage ist mit der Denkmalnummer D-3-6733-0002 als mittelalterlicher Burgstall im Denkmalatlas von Bayern aufgeführt.[1] Irrtümlich wird der Burgstall bisweilen als Überrest einer Keltenschanze bezeichnet.[2]

Beschreibung

Auf dem Nordwestende eines bewaldeten Höhenrückens trennt ein Abschnittsgraben mit einem Innenwall eine ebene Fläche von etwa 73 × 55 m vom Rückland ab. Der Graben biegt an der Südwestecke nach innen ein, dann folgt er schwach ausgeprägt der oberen Hangkante bis zur Spitze, umfährt sie und setzt dann aus. Im Südwesten knickt der Wall nur für ein kurzes Stück ein. Entlang der Nordostseite findet sich eine ca. 1 m hohe Stufe.

Geschichte

In Pruppach war der Sitz des ortsadeligen Geschlechtes der Herren von Pruppach, so wird 1265 hier ein Konrad von Bruggebach genannt.[3] Ein Nyclas von Prupperch tritt im Jahr 1348 als Ministeriale der Wolfsteiner als Landrichter von Hirschberg auf[4], wobei bereits am 28. Januar 1268 Wolfsteiner Dienstmänner zu Pruppach genannt werden[5] bzw. Pruppach noch im 18. Jahrhundert zum Herrschaftsgebiet der Wolfsteiner zählt[6]. Ein Zweig der Wolfsteiner hatte im benachbarten Pyrbaum ein Zentrum ihres Besitzes.

Literatur

  • Sixtus Lampl: Denkmäler in Bayern – Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band III. Oberpfalz. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.), München 1985.
  • Armin Stroh: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler der Oberpfalz. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 3). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7847-5030-3, S. 172.
  • Gustav Fuchs: Pruppach und sein Burgstall. Die Oberpfalz, Band 70, 1982, S. 297–298.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Burgstall Pruppach auf BayernAtlas, abgerufen am 8. Mai 2020.
  2. Chronik Pruppach, abgerufen am 8. Mai 2020.
  3. Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt – Ortsnamen, abgerufen am 9. Mai 2020.
  4. Bernhard Heinloth: Neumarkt. Hrsg.: Kommission für Bayerische Landesgeschichte (= Historischer Atlas von Bayern. Altbayern, Heft 16). München 1967, S. 27 (digitale-sammlungen.de [abgerufen am 9. Mai 2020]).
  5. Bernhard Heinloth: Neumarkt. Hrsg.: Kommission für Bayerische Landesgeschichte (= Historischer Atlas von Bayern. Altbayern, Heft 16). München 1967, S. 88 (digitale-sammlungen.de [abgerufen am 9. Mai 2020]).
  6. Bernhard Heinloth: Neumarkt. Hrsg.: Kommission für Bayerische Landesgeschichte (= Historischer Atlas von Bayern. Altbayern, Heft 16). München 1967, S. 104 f. (digitale-sammlungen.de [abgerufen am 9. Mai 2020]).