Lage von Vitudurum am Donau-Iller-Rhein-Limes (schwarzer Punkt)

Vitudurum (manchmal auch Vitodurum) war eine römische Siedlung, die 294 n. Chr. zu einem Kastell der Donau-Iller-Rhein-Limes-Verteidigungslinie ausgebaut wurde und sich im Stadtkreis Oberwinterthur auf dem heutigen Stadtgebiet von Winterthur befand.

Lage

Vitudurum lag zu seiner Gründungszeit in der Provinz Gallia Belgica und während der römischen Kaiserzeit in deren Nachfolgeprovinz Germania superior, die vom Jahr 90 bis zum Ende des 3. Jahrhunderts existierte. In der Spätantike lag der Vicus in durch die Verwaltungsreform des römischen Kaisers Diokletian (284–305) um 297 n. Chr. erstellten Provinz Maxima Sequanorum.

Verkehrstechnisch lag der Vicus an der Römerstrasse kommend von Vindonissa (Windisch AG) und Aquae Helveticae (Baden AG) nach Ad Fines (Pfyn), Arbor Felix (Arbon), Ad Rhenum (warsch. St. Margrethen[1]) und Brigantium (Bregenz). Weitere Verbindungen führen von Vitudurum Richtung Süden über das Kastell Irgenhausen nach Kempraten sowie nach Norden Richtung Tasgetium (Eschenz).

Der Vicus selbst wurde am Südostfuss des Lindbergs erbaut. Durch die teilweise durchnässte Hangterrasse wurde auch organisches Material des Vicus gut erhalten. Das Zentrum des Vicus lag auf dem sogenannten Kirchhügel, einem Geländesporn, der durch die Eulach und den Riedbach gebildet wurde.

Erforschungsgeschichte

Bereits 1440 bemerkte der italienische Humanist Leonardo Bruni während des Konzils von Konstanz die Inschrift Vitudurum in der dazumals in der Mauritiusrotunde eingemauerten Inschrift des Kastells Vitudurum. Die erste archäologische Fundmeldung stammt von Johannes von Winterthur, der in seiner 1529 bis 1532 verfassten Chronik die dicken Mauern in der Kirche St. Arbogast bemerkte und über Munzfünde von vier römischen Kaisern berichtete.

Die erste archäologische Ausgrabung auf Gebiet des Vicus datiert auf das Jahr 1838, als Ferdinand Keller auf dem Oberwinterthurer Kirchhügel erste Ausgrabungen durchführte und die Erkenntnisse darüber in den Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich veröffentlichte. Danach dauerte es wieder fast 100 Jahre, bis 1934 unter Federführung des Historisch-Antiquarischen Vereins Winterthur erneut Ausgrabungen an derselben Stelle getätigt wurden.

Die erste archäologische Notgrabung wurde in den Jahren 1949–51 beim Neubau des reformierten Kirchgemeindehauses fällig und wurde vom Architekten Herbert Isler zusammen mit dem Archäologen Hansjörg Bloesch und dem Konservator des Schweizer Landesmuseums Emil Vogt durchgeführt. 1957 bis 59 gab es wiederum Ausgrabungen am Kirchhügel durch den Winterthurer Archäologen Hans Rudolf Wiedemer.

Als 1958 die Kantonale Denkmalpflege gegründet wurde, ging die Verantwortung für zukünftige Ausgrabungen an diese über. Von da an wurden Aushubarbeiten in der Gegend überwacht. Beim Bau des Hotel Römertors 1967–69 entdeckte man Teile der Römerstrasse sowie römische Gräber. In den Jahren 1977 bis 1982 kam es nach Abriss der Fabrikbauten der ehemaligen Jakob Jaeggli & Cie. beim Unteren Bühl zur grössten Grabung auf Gebiet des damaligen Vicus Vitudurum. Weitere wichtige Erkenntnisse ergaben die Renovation der Kirche St. Arbogast 1976/77, die unter anderem zur Entdeckung einer römischen Therme führte. In weiteren Grabungen in den 1990er-Jahren wurden am Vicusrand verschiedene Töpfereien entdeckt[2] und die bis dahin geltende Annahme, dass es sich beim Vicus um ein Strassendorf gehandelt hat, revidiert.[3]

Der Vicus Vitudurum gehört heute zu den am umfassendsten erforschten römischen Vici in der Schweiz. Nebst auf Baufunde stützt sich das heutige Wissen um Aussehen, Alltag und Entwicklung des römischen Oberwinterthur auf zahlreiche Kleinfunde, von denen die hier genannten Keramikfunde, Fibeln, bronzenen Votivstatuetten, kleineren Terrakotten und aussergewöhnlichen Glasgefässe nur eine geringe Auswahl einer grossen Fülle an Fundmaterial darstellen. Keines der Fundstücke jedoch datiert sich jünger als nach 400 n. Chr. Mit dem Abzug der römischen Truppen von der Rheingrenze und dem Niedergang des Kastells erfährt Vitudurum einen Abbruch der archäologischen Quellen. Alleine bei den Rettungsgrabungen im „Unteren Bühl“ auf einer Fläche von 4500 Quadratmeter am Westrand der Siedlung, wurden über eine Million Einzelfundstücke entdeckt.

Vicus

Gründung

Zur Entstehung der Siedlung Vitudurum gibt es zwei verschiedene Hypothesen. Die eine Theorie geht davon aus, dass die Römer ihren Vicus am Standort einer keltischen Vorgängersiedlung errichtet haben. Die These fusst vor allem auf dem Namen Vitudurum, der keltische Wurzeln hat. Funde aus keltischer Zeit gibt es jedoch rund um Oberwinterthur nur wenige, wodurch sich diese Hypothese nicht weiter untermauern lässt. Die zweite Hypothese geht davon aus, dass die Gründung der Siedlung mit der römischen Eroberung des Alpenvorlands im Jahre 15 v. Chr. im Zusammenhang steht. In diesem Jahr sind die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, Drusus und Tiberius mit ihren Legionen bis zum Bodensee vorgestossen. Aus dieser Zeit gibt es Spuren von Wehranlagen in Zürich und Walensee sowie ein mutmasslicher Spitzgraben in der Winterthurer Altstadt. Der wichtigste Beleg für diese Theorie auf Gebiet des Vicus selbst stellt gefundene römische Importkeramik aus dieser Zeit dar. Handfestere archäologische Befunde liegen jedoch auch für diese Hypothese nicht vor.[4]

Siedlungsausbau

Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. entstanden entlang des römischen Verkehrsweges, der von Vindonissa (Windisch) und von Centum Prata (Kempraten) an den Lacus Brigantinus (Bodensee) führte, erste, sicher nachgewiesene Bauten nordöstlich des Kirchhügels von Oberwinterthur. Archäologisch lässt sich als erste grössere Baumassnahme im Vicus die Anlage der Strasse im Unteren Bühl auf das Jahr 7. n. Chr. samt beidseitig der Strasse liegender römischen Streifenhaussiedlung aus rechteckigen Holzhäuser in Fachwerktechnik. Die Innenfläche der einzelnen Häuser betrug im Westquartier dabei zwischen 68 und 120 m².[5] Beim zentral gelegenen Kirchhügel, der wohl das Zentrum des Vicus darstellte, datieren die ältesten Bauspuren in Form von Gruben und Pfostenlöcher auf die Zeit der Geburt Christi.

Um 50 n. Chr. war die Hauptstrasse durch den Vicus wohl bereits auf rund 500 Metern von Holzhäusern gesäumt. Später wuchs das Dorf auch im Norden hangaufwärts und im Westen und Norden konnten zwei Töpferbezirke nachgewiesen werden, die wohl aus Feuerschutzgründen nicht direkt an den Vicus gebaut wurden. An den Ausfallsstrassen wurden Gräbern gefunden, über die sich die Ausdehnung des Vicus ungefähr abschätzen lässt.

Römische Mauerreste auf dem Kirchenhügel

Auf dem Kirchhügel wurden 70 n. Chr. nach einem Brand die damals rund 20 Jahre alten Fachwerkhäuser durch Steinbauten ersetzt. Dem damaligen Brand fiel im Westquartier auch ein Keramiklager im hinteren Teil eines Hauses zum Opfer, in dem rund 1500 Gefässen sowie 20 Venusstatuen gefunden wurden.[3] In dieser Zeit entstanden wohl auch der umfriedete Kultplatz mit gallo-römischen Tempel (fanum) mit rechteckigem Grundriss, turmartiger cella und einem von Säulen getragenen Umgang. Südöstlich befand sich ein dem Tempel zugehöriges Nebengebäude. Beide wurden von einer Mauer umfasst und bildeten dadurch das temenos, den heiligen Bezirk. Dieser wurde an der östlichen Längsseite von weiteren drei Streifenhäusern gesäumt, wobei das mittlere Streifenhaus einen deutlich höheren Wohnkomfort aufwies und dadurch als öffentliches Gebäude interpretiert wird. Durch die Anlage des Wasserleitungssystem kann der an der südlichen Schmalseite liegende Steinbau als Therme gedeutet werden.

Die Blütezeit des Vicus lässt sich etwa auf die Zeit bis ins Jahr 120 datieren. In den Jahren 110/120 sowie 160/170 sich auf dem Kirchhügel nochmals Zerstörungen und darauffolgende Wiederaufbauten nachweisen. Am Nordrand des Kirchhügels lässt sich ein Steinbau aus dem späten 2. Jahrhundert nachweisen, die eine Besiedlung des eigentlichen Vicus bis ins 3. Jahrhundert vermuten lässt. Im Ostquartier des Vicus lässt sich bereits zwischen 80 und 150 eine Abnahme der Siedlungsaktivität feststellen. Das Westquartier blieb sicher bis ins 3., allenfalls bis ins 4. Jahrhundert bewohnt, als auf dem Kirchhügel bereits das Kastell erbaut wurde.[6] Allgemein werden die Funde im 3. Jahrhundert spärlicher, aber auch aus diesem Jahrhundert sind noch Um- und Neubauten von Gebäuden dokumentiert.[7]

Gewerbe und Handel

In Vitudurum war verschiedenstes Gewerbe anwesend. Die Wichtigkeit des Töpfergewerbes ist in Winterthur durch insgesamt 2–3 Millionen gefundenen Keramikscherben sowie durch 13 bekannten Brennöfen aus dem 1. und 2. Jahrhundert belegt. Diese befanden sich zur Römerzeit in zwei separaten Töpferbezirken noch ausserhalb des eigentlichen Vicus. In mindestens einem Fall, bei einem Töpfer namens Ianarius, lässt sich nachweisen, dass dieser sowohl in Vitudurum als auch in Tasgetium tätig war.[8]

Innerhalb des Vicus konnten Schmieden, Tuchwalkereien, einen durch erhaltene Bottiche nachgewiesene Gerberei[9] sowie eine Schuhmacherei nachgewiesen werden. Letztere wurde 2007 mittels des ersten aus der Römerzeit vollständig erhaltenen Paars an Schuhleisten nachgewiesen.[10] Durch verschiedene Halbfabrikate konnte auch die Produktion von Alltagsgegenständen aus Knochen, Horn, Leder und Holz belegt werden.[11]

Der nachweisbare Inhalte von Transportgefässen und Amphoren zeugen vom Import von Wein, Öl und Fischsauce. Terra Sigillata wurde anfangs von Italien, später aus Gallien importiert.[3]

Kastell

Im Zuge der in der Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. wiederholt erfolgenden Alemanneneinfälle wurde der Kirchhügel 294 n. Chr. auf Anordnung des Provinzstatthalters Aurelius Proculus befestigt und zu einem Kastell an der Donau-Iller-Rhein-Limes-Verteidigungslinie ausgebaut. Das einzig bekannte und gegen Osten gelegene Eingangstor wurde durch zwei Halbrundtürme geschützt. Es ist zu vermuten, dass sich westlich, dem restlichen Vicus und der Römerstrasse zugewandt, ein weiteres Eingangstor bestand, dass archäologisch bis heute jedoch nicht erfasst werden konnte. Das Gründungsdatum ist durch eine erhaltene Bauinschrift überliefert, welche möglicherweise am Haupttor der Kastellmauer eingelassen war und sich heute im Winterthurer Rathaus befindet. Das im Kastell dauerhaft Truppenteile stationiert wurden ist eher zweifelhaft. Viel eher deuten die wenigen aufgefundenen Rüstungsteile darauf hin, dass sich Veteranen im Kastell niedergelassen haben oder diese Rüstungsteile dort liegen liessen. Die Grösse des Kastells deutet auch darauf hin, dass es nicht als Fluchtburg für ein grösseres Einzugsgebiet gedient haben kann.

Während die Reste der Kastellmauern noch heute vielerorts sichtbar sind, ist über den eigentlichen Innenausbau des Kastells weniger bekannt. Dies liegt unter anderem daran, dass die entsprechenden Schichten durch den späteren Bau der Kirche mit Friedhof in Beeinträchtigung gezogen wurden und auch die Spuren potenzieller Holzbauten im Gegensatz zum Unteren Büel bodenbedingt weniger gut erhalten sind. Auch stand die Dokumentation allfälliger Holzfunde bei den Ausgrabungen der 1940er- und 1950er-Jahre noch weniger im Fokus.[3]

Durch Münz- und Keramikfunde bestätigen eine Nutzung des Kastells während des ganzen 4. Jahrhunderts bis hin zur Kaiserzeit von Diocletianus, Siedlungsreste ausserhalb des Kastells lassen sich jedoch in diesem Jahrhundert nicht mehr nachweisen. Die entsprechende Verkleinerung Vitudurums bestätigen auch spätantike Körpergräber, die 250 Meter nordöstlich des Kirchhügels gefunden wurden und sich für gewöhnlich ausserhalb der Wohngebiete befanden.[12]

Es wird jedoch inzwischen davon ausgegangen, dass das heutige Oberwinterthur seit der Römerzeit durchgehend besiedelt war.[3]

Gründungsinschrift des Kastells

Römische Inschriftentafel aus Vitudurum, die die Gründung des Kastells bezeugt

Vom Kastell ist eine Steininschrift bekannt, die ursprünglich wohl über dem Haupttor angebracht war (1,63 × 0,74 Meter). Das Fragment war vermutlich Bestandteil einer wesentlich grösseren Inschriftentafel und wurde wahrscheinlich durch Bischof Konrad von Konstanz (934–975) nach Konstanz gebracht[13], wo sie in die Mauritiusrotunde eingelassen wurde. Von den Stadtbürgern Konstanz wurde die Inschrift im Mittelalter wie ein Heiligtum verehrt, da diese die Inschriftentafel als Nachweis für die Gründung von Konstanz durch Kaiser Constantius I. ansahen. In den 1960er-Jahren wurde die Inschrift Winterthur zurückgegeben und wird seitdem im Rathaus ausgestellt. Die im Eingangsbereich aufgestellte Inschrift ist vom Rathausdurchgang her sichtbar. Auf dieser Inschriftentafel ist das Jahr 294 n. Chr. als Grundsteinlegung für Vitudurum angegeben, wobei hierbei das Kastell gemeint ist.

Der Text der Inschrift lautet wie folgt:[14]

„[I]MP(erator) CAES(ar) C(aius) AURE(lius) VAL(erius) DIOCLETIAN[US PONT(ifex) MAX(imus) GER(manicus) MAX(imus) II]
SAR(maticus) MAX(imus) PERS(icus) MAX(imus) TRIB(unicia) POT(estate) XI IM[P(erator) X CO(n)S(ul) V P(ater) P(atriae) PROCO(n)S(ul) ET]
IMP(erator) CAES(ar) M(arcus) AUR(elius) VAL(erius) MAX{si}IMIA[NUS PONT(ifex) MAX(imus) GER(manicus) MAX(imus) SAR(maticus)]
MAX(imus) PERS(icus) MAX(imus) TRIB(unicia) POT(estate) X IMP(erator) VIIII CO(n)[S(ul) IIII P(ater) P(atriae) PROCO(n)S(ul) P(ii) F(elices) INV(icti) AUGG(usti)]
ET VAL(erius) CONSTANTIUS ET GAL(erius) VAL(erius) [MAXIMIANUS NOBILISSIMI]
[C]AESS(ares) MURUM VITUDURENSEM A S[OLO SUMPTU SUO FECERUNT]
AURELIO PROCULO V(iro) P(erfectissimo) PR[AES(ide) PROV(inciae) CURANTE]“
„Der Kaiser Gaius Aurelius Valerius Diocletianus, grösster Germanensieger,
grösster Sarmatensieger, grösster Persersieger, im 11. Jahr seiner tribunizischen Gewalt, zum zehntenmal als Sieger ausgerufen, Konsul zum fünftenmal, Vater des Vaterlandes, Prokonsul, und
der Kaiser Marcus Aurelius Valerius Maximianus, grösster Germanensieger, grösster
Sarmatensieger, grösster Persersieger, im 10. Jahr seiner tribunizischen Gewalt, zum neuntenmal als Sieger ausgerufen, Konsul zum viertenmal, Vater des Vaterlandes, Prokonsul, die frommen, glücklichem, siegreichen Kaiser,
und Valerius Constantius und Galerius Valerius Maximianus, die erlauchtesten
Unterkaiser, haben die Kastellmauer von Vitudurum von Grund auf auf ihre Kosten bauen lassen
unter Leitung des Aurelius Proculus, des höchstangesehenen Provinzstatthalters.“[15]

Varia

  • Nach dem Vicus ist der von der Sternwarte Eschenberg entdeckte Asteroid (398045) Vitudurum benannt. Der Vorschlag für diese Benennung kam von einer 11-jährigen Schülerin der Kinderuniversität Winterthur.[16]

Siehe auch

Literatur

  • Pierre Bouffard: Winterthur in römischer Zeit (= 276. Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur). Buchdruckerei Winterthur, 1943.
  • Jürg E. Schneider, Walter Ulrich Guyan, Andreas Zürcher: Turicum – Vitudurum – Iuliomagus: drei Vici in der Ostschweiz: Festschrift für Verleger Dr. Otto Coninx zu seinem 70. Geburtstag. Verlag Tages-Anzeiger, Zürich 1986, ISBN 3-85932-002-5, S. 170–231.
  • Jürg E. Schneider, Walter Ulrich Guyan, Andreas Zürcher: Turicum, Vitudurum, Iuliomagus = Zürich, Winterthur und Schleitheim: drei römische Siedlungen in der Ostschweiz. Ergänzte Sonderauflage, Werd-Verlag, Zürich 1988, ISBN 3-85932-002-5.
  • Vitudurum. Beiträge zum römischen Oberwinterthur, Bände 1–10, hrsg. v. der Kantonsarchäologie Zürich, 1984–2014.
    • Vitudurum 1: Jürg Rychener: Der Kirchhügel von Oberwinterthur. Die Rettungsgrabungen von 1976, 1980 und 1981, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 1), 1984, ISBN 978-3-905647-96-9
    • Vitudurum 2: Jürg Rychener, Peter Albertin: Ein Haus im Vicus Vitudurum – die Ausgrabungen an der Römerstrasse 186; Christiane Jacquat: Römerzeitliche Pflanzenfunde aus Oberwinterthur, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 2), 1986, ISBN 978-3-905647-97-6
    • Vitudurum 3: Jürg Rychener: Die Rettungsgrabungen 1983–1986, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 6), 1988, ISBN 978-3-905647-77-8
    • Vitudurum 4: Beat Rütti: Die Gläser, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 5), 1988, ISBN 978-3-905647-78-5
    • Vitudurum 5: Hansueli F. Etter, Regine Fellmann Brogli, Rudolf Fellmann, Stefanie Martin-Kilcher, Philippe Morel, Antoinette Rast : Die Funde aus Holz, Leder, Bein, Gewebe. Die osteologischen und anthropologischen Untersuchungen, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 10), 1991, ISBN 978-3-905647-79-2
    • Vitudurum 6. Band 1 und 2: Thomas Pauli-Gabi, Christa Ebnöther, Peter Albertin, Andreas Zürcher. Mit Beiträgen von Stefan Schreyer und Kurt Wyprächtiger: Ausgrabungen im Unteren Bühl: Die Baubefunde im Westquartier. Ein Beitrag zum kleinstädtischen Bauen und Leben im römischen Nordwesten, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 34) 2002, ISBN 978-3-905647-39-6
    • Vitudurum 7: Eckhard Deschler-Erb, Verena Schaltenbrand Obrecht, Christa Ebnöther, Annemarie Kaufmann-Heinimann u. a.: Ausgrabungen im Unteren Bühl: Die Funde aus Metall. Ein Schrank mit Lararium des 3. Jh., (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 27) 1996, ISBN 978-3-905647-67-9
    • Vitudurum 8: Véronique Rey-Vodoz, Anne Hochuli-Gysel, Lilian Raselli-Nydegger u. a.: Ausgrabungen im Unteren Bühl: Les fibules. Keramische Sondergruppen: Bleiglasierte Keramik, Terrakotten, Lampen, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 30), 1997, ISBN 978-3-905647-85-3
    • Vitudurum 9: Bettina Hedinger, Florian Hoek, Karin Kob Guggisberg, Jürg Rychener, Verena Jauch, Rosanna Janke, Eckhard Deschler-Erb, Elena Corvi: Ausgrabungen auf dem Kirchhügel und im Nordosten des Vicus 1988–1998, (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 35), 2001, ISBN 978-3-905647-43-3
    • Vitudurum 10: Verena Jauch: Vicustöpfer. Keramikproduktion im römischen Oberwinterthur., (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich 45), 2014, ISBN 978-3-905681-95-6
  • Hintergrund - Untergrund ; archäologische Entdeckungsreise durch Winterthur (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 331). Stadtbibliothek Winterthur/Chronos Verlag, Winterthur/Zürich 2000.
  • Markus Roth, Rosanna Janke: Forschungen im Zentrum des Vicus Vitudurum (= Zürcher Archäologie. Heft 33). Dübendorf 2016, ISBN 978-3-906299-10-5.
  • Richard Ehrensperger: Elise, Glettische, Gumischue – Äin vo Oberi phackt uus, Walter Verlag, Meilen, 2003, ISBN 3-909149-62-6, S. 13–14.

Weblinks

Commons: Vitudurum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Andreas Zürcher: Vitudurum. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Einzelnachweise

  1. Peter Müller, Markus Kaiser: Rheineck. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 4. Januar 2012, abgerufen am 19. Dezember 2021.
  2. Renata Windler: Archäologie - ein Zugang zu den Spugen der Vergangenheit. In: Stadtbibliothek Winterthur (Hrsg.): Hintergrund - Untergrund. Archäologische Entdeckungsreise durch Winterthur (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 331). Stadtbibliothek Winterthur/Chronos Verlag, 2001, ISBN 3-908050-19-7, S. 9–22.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Renata Windler: Vitudurum und Vitudure - von den Anfängen bis zur Stadt um 1300. In: Winterthurer Stadtgeschichte. Band 1. Chronos Verlag, 2014, ISBN 978-3-0340-1212-6, S. 20–28.
  4. Bettina Hedinger, Vreni Jauch: Die römische Zeit. Die Gründung der Siedlung Vitudurum. In: Stadtbibliothek Winterthur (Hrsg.): Hintergrund - Untergrund. Archäologische Entdeckungsreise durch Winterthur (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 331). Stadtbibliothek Winterthur/Chronos Verlag, 2001, ISBN 3-908050-19-7, S. 47–51.
  5. Thomas Pauli-Gabi: Zur Entwicklung des Westquartiers von 7 bis um 200 n. Chr. (SH I–VII). In: Vitudurum 6. Ausgrabungen im Unteren Bühl. (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich. Band 34/1). Band 1. Zürich und Egg 2002, S. 15.
  6. Thomas Pauli-Gabi: Zur Entwicklung des Westquartiers von 7 bis um 200 n. Chr. (SH I–VII). In: Vitudurum 6. Ausgrabungen im Unteren Bühl. (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich. Band 34/1). Band 1. Zürich und Egg 2002, S. 21.
  7. Bettina Hedinger, Vreni Jauch: Die römische Zeit. Der Ausbau des «vicus». In: Stadtbibliothek Winterthur (Hrsg.): Hintergrund - Untergrund. Archäologische Entdeckungsreise durch Winterthur (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 331). Stadtbibliothek Winterthur/Chronos Verlag, 2001, ISBN 3-908050-19-7, S. 51–65.
  8. Mirko Plüss: Ein Fingerabdruck führte zur zündenden. In: Der Landbote. 11. November 2014, S. 3.
  9. Bettina Hedinger, Vreni Jauch: Die römische Zeit. Lokales Gewerbe und weiterreichende Kontakte. In: Stadtbibliothek Winterthur (Hrsg.): Hintergrund - Untergrund. Archäologische Entdeckungsreise durch Winterthur (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 331). Stadtbibliothek Winterthur/Chronos Verlag, 2001, ISBN 3-908050-19-7, S. 69&70.
  10. Fast zweitausend Jahre alte Schuhleisten und Flip-Flop entdeckt. Baudirektion Kanton Zürich, 11. Dezember 2007, abgerufen am 13. Dezember 2021 (Medienmitteilung der Baudirektion).
  11. Thomas Pauli-Gabi: Wohnen und Arbeiten: Funktionsbereiche innerhalb und ausserhalb der Gebäude. In: Vitudurum 6. Ausgrabungen im Unteren Bühl. (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich. Band 34/1). Band 1. Zürich und Egg 2002, S. 128&129.
  12. Bettina Hedinger, Vreni Jauch: Die römische Zeit. Die Gründung der Siedlung Vitudurum. In: Stadtbibliothek Winterthur (Hrsg.): Hintergrund - Untergrund. Archäologische Entdeckungsreise durch Winterthur (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 331). Stadtbibliothek Winterthur/Chronos Verlag, 2001, ISBN 3-908050-19-7, S. 51–65.
  13. Helmut Maurer: Konstanz als ottonischer Bischofssitz. Zum Selbstverständnis geistlichen Fürstentums im 10. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1973, S. 50–56.
  14. CIL 13, 05249
  15. Helmut Maurer: Konstanz im Mittelalter. 1. Von den Anfängen bis zum Konzil. Konstanz: Stadler 1989, S. 71.
  16. Winterthur im All unterwegs. In: Winterthurer Stadtanzeiger. 24. Januar 2017, abgerufen am 13. Juni 2017.

Koordinaten: 47° 30′ N, 8° 45′ O; CH1903: 699206 / 262608

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