Ringwall Franzosenschanze

Lageplan des Ringwalls Franzosenschanze auf dem Urkataster von Bayern

Staat Deutschland (DE)
Ort Bad Birnbach
Entstehungszeit vor- und frühgeschichtlich
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Graben- und Wallreste
Geographische Lage 48° 27′ N, 13° 7′ OKoordinaten: 48° 27′ 1,8″ N, 13° 6′ 51,8″ O
Höhenlage 472 m ü. NHN
Ringwall Franzosenschanze (Bayern)

Der Ringwall Franzosenschanze liegt etwa 1750 m nordöstlich entfernt von der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt des niederbayerischen Marktes Bad Birnbach im Landkreis Rottal-Inn. Die Anlage wird als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-2-7544-0020 als „Ringwall vor- oder frühgeschichtlicher Zeitstellung (‚Franzosen- oder Schwedenschanze‘)“ geführt.

Beschreibung

Der Ringwall befindet sich in der Waldung „Lugenz“ (früher auch Schlossberg genannt). Auf einem nach Nordwesten abfallenden Höhenrücken wird der höchste Geländepunkt im Süden durch einen geschwungenen Wall mit vorgelegtem Graben abgetrennt. Der Wall ist ca. 0,8 m hoch und der vorgelegte Graben bis zu 1 bis 3 m tief. Von der Grabensohle erhebt sich der Wall um 2 bis 4 m. Die relativ geradlinige Nordseite besteht aus einer gesteilten Böschung mit einem davorliegenden, schwach ausgeprägten Graben, der an der Nordwest-Ecke nach Süden umbiegt und den Höhenschichtlinien folgt. Der Außengraben weist verschiedene Unterbrechungen auf, vom Süden her verläuft aber ein Innenwall bis zur Nordwest-Ecke. Die dachförmig gewölbte Innenfläche weist mehrere Böschungen, Gräben und Dämme auf. Die Anlage besitzt die Ausmaße von 220 m (Nord-Süd-Richtung) × 240 m (Ost-West-Richtung). Das Innere ist im Vergleich zum Außenrand um 15 bis 25 m erhöht. Die Anlage wird durch einen bogenförmig und meist als Hohlweg ausgeprägten Weg mit tiefer Durchschneidung des Walls und des Grabens von Süden nach Nordost durchkreuzt. Im Süden befindet sich eine Holzkapelle.

Literatur

  • Johannes Pätzold: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Niederbayerns, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.), Michael Laßleben, Kallmünz 1983. ISBN 3784750907, S. 272.

Weblinks

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.