Oshere (auch Oosheræ, Osherus oder Oserus; † um 700) war ein angelsächsischer König der Hwicce.

Leben

Oshere folgte als König auf seinen Vorgänger Osric und nannte sich bereits 680 in einer Urkunde rex (König).[1] Im Jahr 693 überließ Oshere „zur Erlösung seiner Seele“ Cuthswith oder Cuthswitha[2] (693–709), der Äbtissin von Penintanham (wahrscheinlich Inkberrow, Worcs.), Land.[3] In späteren Urkunden wurde er als comes (Gefolgsmann) und subregulus (Unterkönig) Æthelred von Mercias bezeichnet.[4] Er starb vor 716.[5]

Æthelheard[3], Æthelric[6] und Æthelweard[7] sind ausdrücklich als Osheres Söhne bezeugt. Wahrscheinlich waren auch Æthelberht und Æthelmunt (Æthelmod) seine Söhne.[8]

Literatur

  • Michael Lapidge, John Blair, Simon Keynes, Donald Scragg (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 2001, ISBN 978-0-631-22492-1.
  • Patrick Sims-Williams: Religion and Literature in Western England, 600–800, Cambridge University Press, Cambridge 2005, ISBN 9780521673426

Weblinks

Einzelnachweise

  1. S 52
  2. Gottfried Mälzer: Würzburg als Bücherstadt. In: Karl H. Pressler (Hrsg.): Aus dem Antiquariat. Band 8, 1990 (= Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel – Frankfurter Ausgabe. Nr. 70, 31. August 1990), S. A 317 – A 329, hier: S. A 320.
  3. 3,0 3,1 S 53
  4. S 1429
  5. Michael Lapidge (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England, Wiley-Blackwell, 2001, ISBN 978-0-6312-2492-1, S. 507.
  6. S 94
  7. S 54
  8. Patrick Sims-Williams: Religion and Literature in Western England, 600–800, Cambridge University Press, 2005, ISBN 9780521673426, S. 35–36.

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