Osric (auch Osryc, Osricus) war von ca. 676 bis ca. 682 ein angelsächsischer König der Hwicce.[1]

Leben

John Leland (1506–1552) vertrat die Auffassung Osric wäre möglicherweise der Sohn seines Vorgängers Eanhere mit Osthryth, der Tochter des Königs Oswiu von Bernicia.[2] Diese Theorie wird von modernen Historikern abgelehnt.[3]

Osric und sein Bruder Oswald, der politisch nicht hervortrat, stammten aus einer vornehmen Familie. Er war ein Zeitgenosse von Æthelred von Mercien (674/675–704), dem er Gefolgschaft schuldete.[4] Im Jahr 675 stiftete Osric in Bath Land zur Errichtung eines Nonnenklosters unter der Äbtissin Berta.[5] In den 670er Jahren erhielten die Brüder von Æthelred große Ländereien übertragen. Osric errichtete auf diesem Land 679 die Abtei von St. Peter (Kathedrale von Gloucester) in Gloucester.[6] In dieser Urkunde wurde Osric als Praefectus (Statthalter) und minister (Untergebener) Æthelreds bezeichnet.[7] Offenbar hatte Æthelred ein gutes Verhältnis zu seinem welbylyfod („vielgeliebten“) Osric.[8] Der um 680 gegründete Bischofssitz Worcester wurde von Osric und seinen Nachfolgern großzügig mit Ländereien ausgestattet.[9] Zu Osrics Zeit wirkte Wilfrid, der Bischof von York, in Hwicce.[10]

Quellen

Literatur

  • Michael Lapidge, John Blair, Simon Keynes, Donald Scragg (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England. Wiley-Blackwell, Oxford u. a. 2001, ISBN 978-0-631-22492-1.
  • Patrick Sims-Williams: Religion and Literature in Western England, 600–800, Cambridge University Press, 2005, ISBN 978-0-521-67342-6

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Osric 2@1@2Vorlage:Toter Link/eagle.cch.kcl.ac.uk (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in Prosopography of Anglo-Saxon England (PASE)
  2. John Leland: Collectanea, Band 1, S. 240.
  3. Patrick Sims-Williams: Religion and Literature in Western England, 600–800, Cambridge University Press, 2005, ISBN 978-0-521-67342-6, S. 33.
  4. Michael Lapidge (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England, Wiley-Blackwell, 2001, ISBN 978-0-631-22492-1, S. 507.
  5. Michael Lapidge (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England, Wiley-Blackwell, 2001, ISBN 978-0-631-22492-1, S. 54; vgl.: S 51
  6. Michael Lapidge (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England, Wiley-Blackwell, 2001, ISBN 978-0-631-22492-1, S. 210.
  7. S 70
  8. S 74
  9. Michael Lapidge (Hrsg.): The Blackwell Encyclopaedia of Anglo-Saxon England, Wiley-Blackwell, 2001, ISBN 978-0-631-22492-1, S. 488.
  10. Beda Venerabilis: Historia ecclesiastica gentis Anglorum IV,23.

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