Osage


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Osage (Begriffsklärung) aufgeführt.
Oklahoma um 1890
US-Präsident Calvin Coolidge mit vier Osage-Indianern nach der Unterzeichnung des Indian Citizenship Act (1924)

Die Osage sind ein nordamerikanischer Indianerstamm aus dem Dhegiha-Zweig der Sioux-Sprachfamilie. Die Osage selbst nannten sich ursprünglich Ni-U-Kon-Ska (Kinder oder Volk des mittleren Wassers), ab dem späten 17. Jahrhundert nannten sie sich Wah-zha-zhe oder Wa-sha-she (Volk des Wassers). Die Bezeichnung Osage stammt aus einer französischen Form des Stammesnamens.

Wohngebiet und Geschichte

Die Osage Maria Tallchief war die erste amerikanische Primaballerina

Wie auch die anderen Mitglieder dieser Untergruppe (Omaha, Ponca, Kansa und Quapaw) wanderten die Osage westwärts von der Atlantikküste, nachdem sie zuvor auf dem Piedmont-Plateau zwischen James und Savannah River in Virginia, North und South Carolina gelebt hatten. Später zogen sie den Ohio River hinab, über den Mississippi bis auf das Ozark-Plateau und in die Prärien des heutigen westlichen Missouri. Zu diesem Zeitpunkt trennten sich die fünf Stämme; die Osage blieben in Dörfern am Osage River, wo sie Jacques Marquette zufolge 1673 wohnten. 1802 lebten sie laut Lewis und Clark am Osage River, am Little Osage River flussaufwärts und am Vermilion River, einem Nebenfluss des Arkansas River. Das Ausmaß ihres Stammesgebiets war gewaltig, es erstreckte sich über große Teile von vier heutigen Bundesstaaten: Missouri, Kansas, Oklahoma und Arkansas. Die Fläche betrug etwa 200.000 km², das ist mehr als die Hälfte der Fläche von Deutschland (etwa 380.000 km²). Die Osage nannten ihr Land wegen dessen zentraler Lage und Fruchtbarkeit ‘das Zentrum der Erde’ und verstanden sich als Bewahrer dieses Landes im Namen von Wa-kon-ta-ke (The Mysterious Being of the Universe). Der Stamm zählte zu dieser Zeit 5.500 Angehörige. Sie lebten dort bis ins frühe 19. Jahrhundert, als sie ihr Land in Missouri an die Vereinigten Staaten abtraten und nach Westen in das Neosho River Valley in Kansas zogen. Hier wurden die Osage für ihre Ablehnung der weißen Kultur bekannt; sie kleideten sich weiterhin in Tierhäute und lehnten angeblich den Genuss von Alkohol ab.

Nach Ende des amerikanischen Bürgerkriegs (1861–1865) führte der zunehmende Druck auf die US-Regierung, alles Indianerland für die weiße Besiedlung zu öffnen, zum Verkauf des Kansas-Reservats. Den Erlös verwendete man 1870 zum Kauf von Land für die Osage im Indianer-Territorium. Die Entdeckung von Erdöl in dem Osage-Reservat im späten 19. Jahrhundert und ein Abkommen mit der Regierung der Vereinigten Staaten, dass alle Schürfrechte in dem Reservat dem Stamm zukommen sollten (die Pachtgelder wurden pro Kopf verteilt), machten die Osage zu einem bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr wohlhabenden Indianerstamm. Heute zählen sie etwa 10.000 Stammesmitglieder und leben auf einem Reservat im nördlichen Oklahoma, Osage County.

Die von den beiden international bekannten Primaballerinen Maria und Marjorie Tallchief begründete Ballettradition[1] hat nach wie vor große Bedeutung bei den Osage.[2]

Kultur

Die Osage hatten eine Prärie-Kultur mit der charakteristischen Kombination aus dörflichem Ackerbau und Büffeljagd. Andere wichtige Jagdtiere waren Hirsch, Bär und Biber. Ihre Dörfer bestanden aus mit Matten und Häuten bedeckten Langhäusern, unregelmäßig um einen freien Platz errichtet, der für Tänze und Ratsversammlungen genutzt wurde. Während der Jagdsaison wohnten die Osage meistens in Gras- und Strauchhütten (sog. Wickiups) und nur wenn sie auf Büffeljagd in den Plains gingen, in Tipis. Die Osage unternahmen jährlich drei große straff organisierte Jagden – im Frühjahr und Herbst die Büffeljagd, sowie im Winter die Wildtierjagd (Hirsche, Antilopen, Biber). Der Mittelpunkt des Stammeslebens der Osage waren religiöse Zeremonien, bei denen Clans in symbolische Himmels- und Erdgruppen eingeteilt wurden, wobei man die zuletzt genannten nochmals in trockenes Land und Wasser unterteilte. Die Osage waren bekannt für ihre poetischen Rituale. Es gab den Brauch bei ihnen, jedem neugeborenen Kind die Legende von der Schöpfung des Universums vorzutragen.

Sozio-Politische Organisation

Soziale Organisation

Ursprünglich gab es nur die Wa-sha-she, die in der Mythologie und der Stammesgeschichte der Osage stets eine dominante Gruppe bildeten. Zu den Wa-sha-she gesellten sich später die Hun-ka (oder Hon-ga), die Isolated Hun-ka (Isolated Hon-ga), die Tsi-shu (oder Tsi-zhu) und zuletzt die Tsi-ha-she (oder Tsi-hai-shi).

Laut Überlieferung der Osage gruppierten die Ne-ke-a-Shin-ka (Little Old Men) die Clans in zwei große Moieties (abgeleitet vom franz. moitié = ‘Hälfte’) oder Grand Divisions – den Tsi-shu (Himmels-Volk) und den Hun-ka (Erd-Volk, auch Heiliges Volk). Hierbei symbolisierten die beiden Moities die Dualität von Himmel und Erde (Land und Wasser) – der Himmel symbolisierte den Frieden und die Erde den Krieg. Die Moieties waren zudem in vier Phratrien (Gruppen) oder subdivisons unterteilt – den Wa-sha-she (Wasser-Volk), Hun-ka (Land-Volk), den Tsi-shu (Himmels-Volk) sowie den Tsi-ha-she (Jene, die zuletzt kamen).[3]

Hun-ka (auch Hon-ga – Erd-Volk) Grand Division (repräsentierten den Krieg):

  • Wa-sha-she (auch Wa-zha-zhe – Wasser-Volk) Subdivision
    • Wa-zha-zhe cha (White Wa-zha-zhe cha)
    • Ke-k'in (Carrier of the Turtle People)
    • Mi-ke-the-stse-dse (Cattail People)
    • Pon-ka Wa-shta-ge (Gentle Ponca, auch Wa-tse-tsi – Star That Came to Earth People)
    • O-cu-ga-xe (They Who Make Clear the Way)
    • Ta-tha-xin (Deer's Lungs People)
    • Ho I-ni-ka-shi-ga (Fish People)
  • Hun-ka (auch Hon-ga – Volk des trockenen Landes) Subdivision
    • Wa-ca-be-ton (They Who Own the Black Bear)
    • In-gthon-ga (Puma People)
    • O-pxon (Elk People)
    • Mon-in-ka-ga-xe (Maker of the Earth People)
    • Hon-ga Gthe-zhe (The Mottled Earth People)
    • Hon-ga Zhin-ga (The Little Earth People)
    • Xu-tha (Eagle People)
  • Isolated Hun-ka (auch Hon-ga U-ta-non-dsi – Isolated Earth People, bildeten nur einen Clan und keine eigene Subdivision und gehörten direkt der Hun-ka Grand Division an).

Tsi-shu (auch Tsi-zhu – Himmels-Volk) Grand Division (repräsentierten den Frieden):

  • Tsi-shu Subdivision
    • Tsi-zhu Wa-non (Elder Tsi-zhu, auch Wa-kon-da Non-pa-bi – The God Who is Feard by All)
    • Tsi-zhu Wa-shta-ge (Gentle Tsi-zhu, auch Pe-ton Ton-ga Zho-i-ga-the – Great Crane People)
    • Tsi-zhu U-thu-ha-ge (The Last Tsi-zhu)
    • Cin-dse-A-gthe (Wearers of the Symbolic Locks)
    • Tse-do-ga In-dse (Buffalo Bull Face People)
    • Mi-kin Wa-non (Carriers of the Sun and Moon)
    • Hon Zho-i-ga-the (Night People)
  • Tsi-ha-she (auch Tsi-hai-shi – Jene, die zuletzt kamen) Subdivision
    • Ni-ka Wa-kon-da-gi (Men of Mystery)
    • Tho-xe (Buffalo Bull People)

Bei den Osage gab es einst nur 14 Clans, die je zur Hälfte den Wa-sha-she und den Hun-ka angehörten und die ersten 14 Feuerplätze bildeten. Durch den Beitritt der Tsi-shu erhöhte sich die Zahl der Clans auf 21. Während dieser Zeit organisierten die Osage die Clans in drei Phratrien (Gruppen) mit je sieben Clans – den Wa-sha-she, Hun-ka und den Tsi-shu. Später gesellten sich noch die Isolated Hun-ka (die keiner Phratrie angehörten) sowie zwei Clans, die der Tsi-ha-she-Phratrie angehörten, an. Jeder Clan hatte zudem mindestens zwei Subclans (manche hatten bis zu fünf), von denen einer immer als Sho-ka (zeremonielle Clan-Boten) diente – so dass es mindestens 55 Clans gab. Jeder Subclan hatte zudem einen eigenen Namen und besaß ein Totem – und hatte jeweils spezielle zeremonielle Aufgaben zu vollziehen.

Alle Mitglieder einer Moiety (und deren zugehörige Clans) stammten von einem gemeinsamen mythischen Urahnen (oder heiligem Tier) ab, und bildeten daher eine Erblinie (Lineage). Jeder Osage gehörte einer der beiden Moieties an, deren Mitgliedschaft erblich und unveränderlich war (sie konnte auch durch Heirat nicht geändert werden) – wobei sich die Moiety-Zugehörigkeit aus der Moiety des Vaters (patrilinear) herleitete. Da die Osage kein Mitglied der eigenen Moiety heiraten durften (Exogamie), mussten sie ihre potenziellen Heiratspartner jeweils von der anderen Moiety wählen, so dass Tsi-shu nur Hun-ka heiraten konnten und Hun-ka mussten unter den Tsi-shu wählen. Dieses exogame System verstärkte die Einheit (trotz der vielen Clans) innerhalb der Osage, da beide Moities (Hälften) des Stammes jeweils durch Heiraten miteinander verbunden waren.

Neben der auf den Clans und den Moieties aufbauenden Struktur gab es bei den Osage noch eine dritte Ebene der Organisation – die einzelnen Gruppen (engl. bands). Nach der Überlieferung der Osage wurden diese einst von einer Flut (vermutlich des Ohio River) östlich des Mississippi überrascht und auf der Suche nach Sicherheit, wurden die Clans versprengt. Diejenigen, die auf kleinen flachen Hügeln im Überschwemmungsgebiet blieben und überlebten, wurden Heart Stays People genannt. Einige Clans erklommen Bäume um sich zu retten und wurden daher Tree Sitters (Jene, die auf Bäumen sitzen) genannt. Eine dritte Gruppe fand Schutz in einer Senke eines nahen Hügels und wurde Down Under People genannt. Die ersten beiden Gruppen und ca. die Hälfte der dritten Gruppe verließen die übrigen Osage und wurden bald Utsehta (Little Bone Osage) genannt. Eine fünfte Gruppe von Clans flüchtete sich in ein dornenreiches, und mit viel Dickicht bewachsenes, Seitental und wurden Thorny Bush People genannt. Die sechste und letzte Gruppe schaffte es einen bewaldeten Hügel zu erklimmen – diese wurden Upland Forest People genannt. Die Thorny Bush People, Upland Forest People und der Rest der Down Under People waren allgemein auch als Big Hills People oder Pahatsi (Big Bone Osage) bekannt.

Später ließ man ‘Bone’ weg, so dass die allgemein bekannten Bezeichnungen Little Osage und Big Osage üblich wurden. Die Little Osage (lebten entlang des Missouri River und dessen Nebenflüssen) hatten eine engere Beziehung zu den Missouri und den Illinois als die anderen Gruppen, die Big Osage (lebten entlang des Osage River, des Little Osage River und deren Nebenflüssen) wiederum unterhielten enge Bande mit den Quapaw. Die Population der Big Osage betrug zu dieser Zeit ungefähr mehr als das Doppelte als die der Little Osage. Da fast alle Kon za-Clanmitglieder Big Osage waren, ist es möglich, dass der Großteil der Kon za der Little Osage sich von diesen lösten und ab nun als Kansa (Kon za, Kaw) ein eigenständiges Volk bildeten. Gegen 1802 entstand eine dritte Gruppe, die Santsukhdhi (meistens Arkansas Band genannt) als Tracks Far Away II (Ka-she-Se-gra), der Grand Hun-ka Chief zu dieser Zeit, knapp die Hälfte der Big Osage an den Arkansas River führte. Diese Gruppe siedelte zudem entlang des Vermilion River, Neosho River, Grand River, sowie Verdigris River.

So gab es Ende des 18. Jahrhunderts drei große geographische Zusammenschlüsse von Gruppen – die Little Osage, die Big Osage sowie die Arkansas Band. Jede dieser Gruppen hatte wiederum eigenständige Führungen entwickelt – für die Little Osage ist ein Oberhäuptling belegt. In jeder dieser drei Gruppierungen waren wiederum alle 24 Clans (und deren Subclans) vertreten und jede Gruppe (engl. band) bestand aus zwei oder mehreren Clans.[3]

Militärische Organisation

Neben der Organisation der Osage in Moities (Grand Divisions) und Phratrien (Gruppen oder subdivisions) etablierten die Ne-ke-a-shin-ka (Society of Little Old Men oder Society of Little Ancient Men) eine erbliche Linie aus dem jeweiligen Peacemaker-Clan (des Clans, der für die Erhaltung des Friedens nach außen und nach innen zuständig war) der beiden Grand Divisions – so dass es einen Grand Tsi-shu Chief und einen Grand Hun-ka Chief gab. Da der Grand Tsi-shu Chief von der Tsi-shu (Himmels-Volk) Grand Division war und für den Frieden verantwortlich war, so war für den Krieg und für die Jagd (in beiden Fällen wurde ja getötet) der Grand Hun-ka Chief der Hun-ka (Erd-Volk) Grand Division zuständig. Obwohl die beiden Grand Chiefs theoretisch gleich viel Macht besaßen (oder besser verantworten mussten), dominierte doch im Alltag der Grand Tsi-shu Chief, da er als Sprecher der Ne-ke-a-shin-ka gegenüber benachbarten Völkern und später den Spaniern, Franzosen und Amerikanern auftrat. Zusätzlich zu der erblichen Linie (Lineage) der Grand Chiefs, die in gewissem Sinne die Exekutive und Judikative der Osage-Gesellschaft darstellten (stark limitiert und begrenzt in ihrer Macht durch die Legislative, die Society of Old Men – die die Zeremonien, Legenden, religiöse und schamanische Rituale der Osage beherrschten) gab es auch noch die Führer der einzelnen Gruppen (engl. bands). Diese verdankten ihre Autorität und Macht nur dem Einvernehmen und dem Vertrauen der Mitglieder ihrer Gruppe in ihre Führungsqualitäten und waren diesen auch verantwortlich. An Autorität und der daraus abgeleiteten Macht reichten aber die einzelnen Band Chiefs nicht an die Grand Tsi-shu oder Grand Hun-ka Chiefs heran.

Ah-ki-ta

Neben den Ki-he-ka (Chiefs-Häuptlingen) gab es zudem noch verschiedene Klassen von Ah-ki-ta (Beschützer-Bewahrer, engl. Protectors, oft auch soldiers). Um den beiden Grand Chiefs bei der Umsetzung ihrer Aufgaben und Pflichten zu helfen, war jeder Grand Chief ermächtigt, fünf Helfer, die sog. Ki-he-ka Ah-ke-ta (Chief Protectors), zu benennen. Diese Ah-ki-ta mussten von allen zehn Clans gewählt werden, wobei die Grand Chiefs nicht verpflichtet waren, unbedingt Ah-ke-ta aus den Clans ihrer eigenen Grand Division zu wählen.

Die Ah-ke-ta mussten aus folgenden Clans gewählt werden:

  • Hun-ka Grand Division: Wa-sop-pe Black Bear/Panther oder In-gthon-ga (Puma People), Little Male Deer, O-pxon (Elk People), Hun-ka Ah-hu-tun (Hun-ka Having Wings), Hon-ga U-ta-non-dsi (Isolated Hun-ka-Isolated Earth People)
  • Tsi-shu Grand Division: Ni-ka Wa-kon-da-gi (Men of Mystery), Tho-xe (Buffalo Bull People), Tsi-zhu Wa-non (Elder Tzi-shu), Mi-kin Wa-non (Carriers of the Sun and Moon oder Elder Sun Carriers), Tse-do-ga In-dse (Buffalo Bull Face People)

Die jeweiligen fünf Ki-he-ka Ah-ke-ta einer Grand Division bildeten einen Rat, wenn ein Grand Chief gestorben war, oder nicht mehr fähig war sein Amt zu versehen, um einen neuen Grand Chief zu wählen, unter Berücksichtigung seiner Herkunft sowie seiner Qualifikation.

Zusätzlich zu den Ki-he-ka Ah-ke-ta gab es noch zwei weitere Klassen von Ah-ke-ta. Im Krieg und auf der Jagd trug die Verantwortung für den Angriff oder für den Aufbruch zur Jagd der Wa-na-she (Director of the Attack) und seine Helfer, die Wa-na-she Shin-ka (Little Protectors-Little Soldiers). Die andere Klasse von Ah-ke-ta war besonders wichtig im Verhältnis der Osage zu benachbarten Stämmen und später den europäischen Soldaten und Siedlern, denn diese hatten die Aufgabe, das Stammesgebiet vor feindlichen Übergriffen oder Einfällen zu schützen. Diese Moh-shon Ah-ke-ta (Protectors of the Land) mussten einen Angehörigen eines feindlichen Volkes, der im Osage-Land auf die Jagd ging oder in feindlicher Absicht unterwegs war, entweder töten oder wieder aus dem Land jagen. Hatten die Mo-shon Ah-ke-ta die Feinde getötet, enthaupteten sie diese und steckten die Köpfe auf Stangen – als abschreckende Warnung für weitere Eindringlinge. Spanische Berichte schätzen die durch die Osage getöteten indianischen und weißen Feinde auf über ein Tausend. Allein während der amerikanischen Periode, als die Cherokee aus dem Osten vertrieben wurden, starben fast 1.000 dieser Cherokee durch die Osage, als sie sich in Teilen von deren Stammesgebieten niederlassen wollten.

Waren aber benachbarte Stämme oder Weiße von Hunger bedroht und hatten um Erlaubnis gefragt, im Stammesgebiet der Osage zu jagen, erlaubten dies die Osage fast immer – und niemand wurde verletzt oder misshandelt. So baten die Wichita, traditionelle Feinde, die unter einer großen Hungersnot während des amerikanischen Civil War litten, die Osage um Erlaubnis, in deren Gebieten auf die Jagd gehen zu dürfen. Die Wichita durften solange im Osage-Gebiet jagen bis die Hungersnot überstanden war und mussten daraufhin wieder in ihre eigenen Jagdgebiete zurückkehren – danach begannen die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Wichita und Osage von neuem.

Grand War Party und Small Parties

Laut den Überlieferungen der Osage bildeten die Wa-sha-she, Hun-ka, Isolated Hun-ka sowie die Tsi-shu die sog. Grand War Party, die zwingend aus Kriegern von allen drei Phratrien (Gruppen) bestehen musste – und daher mit langwierigen Zeremonien und Zusammenkünften verbunden war, um diese für den Krieg organisieren zu können. Die Tsi-ha-she brachten den Osage die Organisation der sog. Small War Parties, die den Osage ermöglichten schneller in den Kampf zu ziehen, die sich wiederum in drei Klassen unterteilen lassen:

  • Small Parties – der ersten Klasse (bestanden aus Kriegern aus je einer Moity oder Grand Division)
  • Small Parties – der zweiten Klasse (bestanden aus mindestens zwei Clans einer Grand Division)
  • Small Parties – der dritten Klasse (bestanden aus Kriegern, die einem Clan angehörten)

Die drei Gruppierungen der Osage – die Utsehta (Little Osage), die Pahatsi (Big Osage) und die Santsukhdhi (Arkansas Band) – hatten unterschiedliche Wege, Kriege und Auseindandersetzungen zu führen. Die Little Osage besaßen drei Kriegs-Clans: Mottled Eagle, Men of Mystery und Buffalo Bull People. Diese waren Kriegs-Clans der zweiten Klasse, daher favorisierten die Little Osage die psychologische Kriegsführung, indem sie systematisch, Angst einflösende Überfälle gegenüber feindlichen Stämmen und europäischen Siedlungen ausführten und diese so oft wie möglich schikanierten. Die Big Osage hatten auch meist Kriegs-Clans der zweiten Klasse sowie zusätzlich zwei Division Chiefs, deren Pflicht es war, den Frieden zu erhalten, so dass sie meist auch die Methode der kleinen zermürbenden Nadelstiche wählten. Die Arkansas Band hatte zwar auch manche Kriegs-Clans zweiter Klasse, die Mehrheit waren aber Mitglieder der verwandten (manchmal als ein Clan betrachteten) Black Bear und Panther (Puma People)-Clans, der führenden Kriegs-Clans unter den Osage. Daher bevorzugten diese meist die Tötung des Feindes als die immerwährende Belästigung des Feindes in kriegerischen Auseinandersetzungen. Besonders für die Arkansas Band waren die Small Parties der dritten Klasse in den Auseinandersetzungen mit den Spaniern und später Amerikanern dominierend.

Die Osage hatten zudem zwei Arten der Kriegsführung gegenüber ihren indianischen Feinden (und später den Europäern) – abhängig vom Gegner und vom Ziel der Unternehmung. Es gab auf der einen Seite die sog. Bluff Wars (in etwa ‘vorgetäuschte Kriege’), die meist gegen die sesshaften und Ackerbau treibenden zur Caddo-Sprachfamilie gehörenden Pawnee, Caddo, Wichita und den Tonkawa geführt wurden. Hierbei mussten die meist hinter ihren Palisaden-Dörfern gut geschützten Caddo erst durch Gesten, Schmähungen, Übergriffe auf Jagdtrupps oder Pferdediebstahl soweit aufgehetzt werden, so dass diese ihre Dörfer verließen und kämpften. Im dann sich ergebenen Kampf siegten meist die Osage, enthaupteten die getöteten Feinde und verkauften die gefangenen Krieger, Frauen und Kinder an die Muskogee und andere Stämme im Südosten. Üblich war es hierbei die obere Gesichtshälfte entweder schwarz oder rot zu bemalen (abhängig von der Grand Division ab) und die untere Hälfte gelb.

An ihrer westlichen, südwestlichen und südlichen Flanke hatten die Osage meist kriegerische Auseinandersetzungen mit den Comanche, Kiowa, Kiowa-Apache, Lipan-Apache, Südlichen Cheyenne und Südlichen Arapaho zu bestehen. Dies waren Völker, die genauso wie die Osage, eine kriegerische Tradition hatten und dem Gegner im Kampf keine Gnade gewährten (besonders Comanche, Kiowa und Lipan-Apache). In Kämpfen gegen die genannten Stämme bemalten die Osage ihren ganzen Körper schwarz – als Zeichen, dass es keine Chance auf Milde und es ein totalen Krieg geben werde. Meist war in diesen Kämpfen die Arkansas Band führend.

Die vier symbolischen Messer

Der Black Bear Clan war ursprünglich der Hüter der vier Messer, der Moh-he-Se-e-pa-blo-ka (Round Handled Knife): Moh-he-Sop-pe (Black Knife), Moh-he-Hun-ka (Sacred Knife) und Moh-he-Shu-tsy (Red Knife). Diese Messer wurden zuerst den Wa-sha-she, Hun-ka, Isolated Hun-ka und Tsi-shu. Nachdem die Tsi-ha-she mit den Osage verschmolzen, wurden die Messer neu verteilt: Für die ersten zwei Messer wurden der Hun-ka Subdivision die Verantwortung übertragen, für die letzten zwei Messer jeweils die Wa-sha-she Subdivision und die Tsi-shu Grand Division (Tsi-shu und Tsi-ha-she).

Trennte nun ein Osage-Krieger mit einem Messer einem Feind den Kopf ab, so wandelte es sich in diesem Moment in eines der vier symbolischen Messer um (basierend auf der Subdivision, die der Krieger angehörte), so dass der Krieger dies als ehrenhafte Kriegstat zählen durfte.

Die sieben mystischen Pfeile

Laut einer Überlieferung des Black Bear Clan waren die Tsi-shu anfangs nicht in der Lage, Krieg zu führen, da sie nicht genügend Waffen besaßen. Hingegen besaßen die Wa-sha-she einen guten Vorrat an Waffen, besonders an Pfeilen, die sie nun den Tsi-shu übergaben. Nun konnten diese gegen die fremden (= feindlichen) Menschen (wahrscheinlich waren sie Cherokee) Krieg führen und diese mit Hilfe der mystischen sieben Pfeile besiegen. Eine andere Version berichtet, dass der Elder Wa-sha-she Clan der Wa-sha-she Subdivision die Autorität und die Macht für die Organisation von Kriegstrupps auf den Hun-ka Clan der Hun-ka Subdivision übertrug. Ein Subclan des Hun-ka Clan fand den Gegner, und der ganze Stamm der Osage begann seine kriegerische Tradition. Zu dieser Zeit baten die Elder Wa-sha-she zudem den Hun-ka ihre sieben mystischen Pfeile an, die es den Osage ermöglichten, ihre Feinde an Gegenwehr zu hindern. In diesen beiden Versionen erhalten entweder die Tsi-shu oder die Hun-ka die sieben mystischen Pfeile von den Wa-sha-she – abhängig von dem Clan, der die Geschichte erzählte (jeder der 24 Clans hatte seine eigene Version, in der dieser im besten Licht dastand).

In allen frühen Legenden (egal welcher Clan sie erzählte) stellen stets die Wa-sha-she die ‘Mutter-Gruppe’ dar und oft die letzte Lösung für ein Problem. In späteren Erzählungen wurden die Tsi-shu zur dominierenden Gruppe. Die Wa-sha-she, Tsi-shu sowie die Tsi-ha-she tendierten mehr zum Frieden als die Hun-ka und Isolated Hun-ka. Dies bedeutet nicht, dass sie keinen Krieg führten – sie zogen nur die diplomatische Lösung der kriegerischen vor. Die Hun-ka und Isolated Hun-ka wählten zur Lösung ihrer Problem stets den Krieg.

Einzelnachweise

  1. Jack Anderson: Maria Tallchief, a Dazzling Ballerina and Muse for Balanchine, Dies at 88, New York Times. April 12, 2013. Abgerufen am April 13, 2013. 
  2. Eintrag bei der Osage County Webseite
  3. 3,0 3,1 Willard H. Rollings: The Osage: An Ethnohistorical Study of Hegemony on the Prairie-Plains, University of Missouri Press 1992, S. 23, Osage Lifeways.

Siehe auch

Literatur

  • Raymond J. DeMallie (Hrsg.): Handbook of North American Indians. Vol.13 Plains, Smithsonian Institution Press, Washington D.C. 2001 ISBN 0-16-050400-7
  • Willard Hughes Rollings: Unaffected by the Gospel: Osage Resistance to the Christian Invasion 1673–1906: A Cultural Victory, University of New Mexico Press 2004, ISBN 978-0-8263-3557-9
  • Willard Hughes Rollings: The Osage: An Ethnohistorical Study of Hegemony on the Prairie-Plains, University of Missouri Press 1995, ISBN 978-0-8262-1006-7
  • Louis F. Burns: A History of The Osage People, University of Alabama Press, Tuscaloosa, 2004, ISBN 978-0-8173-5018-5
  • Louis F. Burns: Osage Indian Customs and Myths, Fire Ant Books, 1 Auflage 2005, ISBN 978-0-8173-5181-6
  • Gene Weltfish: The Lost Universe: Pawnee Life and Culture, University of Nebraska Press 1990, ISBN 978-0-8032-5871-6

Weblinks

 <Lang> Commons: Osage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
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DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
DOI:
27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
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27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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17.07.2014 Guadalupe Sanchez, Vance T. Holliday, Edmund P. Gaines, Joaquín Arroyo-Cabrales, Natalia Martínez-Tagüeña, Andrew Kowler, Todd Lange, Gregory W. L. Hodgins, Susan M. Mentzer, and Ismael Sanchez-Morales Frühe Nordamerikaner machten Jagd auf elefantenartige Rüsseltiere
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
DOI:
03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
DOI:
01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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