Nida (römische Stadt)


Lageplan der Kastelle und der Zivilsiedlung in Nida-Heddernheim.
Römischer Brunnen am Rande der Siedlung Römerstadt.
Blick im Kernbereich der ehemaligen Römerstadt nach Norden. Die Tafel weist auf die Zerstörung durch die großflächigen und tiefgreifenden Baumaßnahmen des 20. Jahrhunderts hin. Nida wurde im 19. Jahrhundert als „teutsches Pompeji“ bezeichnet.

Nida war in der Zeit des Römischen Reichs Hauptort der Civitas Taunensium. Die Römerstadt lag am Rand der Wetterau im Nordwesten der heutigen Stadt Frankfurt am Main, in der Gemarkung von Frankfurt-Heddernheim. Erste Spuren einer zumindest zeitweiligen römischen Besiedlung stammen aus der Zeit der Regierung von Kaiser Vespasian in den Jahren 69 bis 79; aufgegeben wurde Nida um 260. Die im Boden weitgehend unberührt erhalten gebliebenen Überreste von Nida auf dem „Heidenfeld“ gingen erst im 20. Jahrhundert beim Bau der Siedlung Römerstadt und der Frankfurter Nordweststadt durch großflächige Baumaßnahmen fast komplett verloren. Der Name der Siedlung ist durch schriftliche Quellen seit römischer Zeit gesichert und leitet sich vermutlich vom noch älteren Namen des benachbarten Flusses Nidda her.

Geschichte

Frühe Militärlager und flavische Zeit

Dem Gelände am Fluss Nidda hatte die römische Militärführung „besondere strategische Bedeutung bei der Besetzung der Wetterau zugemessen.“[1] Hierauf deutet unter anderem der archäologische Nachweis von mindestens zehn meist nur kurzzeitig genutzten Militärlagern aus der Zeit um das Jahr 75 hin. Das bedeutendste dieser Kastelle war das „Kastell A“, auch Alen- oder Steinkastell genannt. Die anderen Kastelle sind meist nur sehr ausschnitthaft bekannt und dürften mit Ausnahme des Steinkastells nur sehr kurze Zeit bestanden haben.

Westlich dieses Kastells entstand eine zivile Siedlung, ein sogenannter Vicus. Im frühen Kastellvicus ließen sich zunächst der Truppe nahestehende Personen wie Verwandte, Handwerker, Händler und Gastwirte nieder. Um 90 n. Chr. ist in dem Bereich eine Parzellierung nachweisbar.

Blütezeit im 2. Jahrhundert n. Chr.

Für das ursprüngliche Kastelldorf einschneidende Veränderungen fanden zur Regierungszeit des Kaisers Trajan um 110 n. Chr. statt. Die Truppen wurden an den Limes abgezogen, womit zunächst ein Bevölkerungsrückgang verbunden war. Gleichzeitig wurde Nida zum zivilen Verwaltungssitz der Region als Hauptort der Civitas Taunensium. Die Civitas Taunensium war ein Kreis/Bezirk der römischen Provinz Germania superior („Obergermanien“) und Nida ein Wirtschaftszentrum im Grenzland des obergermanischen Limes sowie Umschlagsplatz im Handel mit Gebieten außerhalb der römischen Provinz. Ökonomisch bildete Nida den Zentralort und Markt für zahlreiche kleine und mittlere Betriebe, unter anderem die zahlreichen Villae rusticae, die sich in dieser Zeit auf den fruchtbaren Böden der Wetterau etablierten.

Die zivile Besiedlung ersetzte in Heddernheim bald die militärischen Strukturen. Ein großer Bereich im Zentrum der Siedlung wurde planiert und diente als Forum. Zwei große Thermen, das Prätorium, mehrere Tempel und ein Theater gehörten ebenfalls zum Stadtbild. Auch ein Triumphbogen hat wahrscheinlich existiert.[2] Die neuen städtischen Eliten repräsentierten sich durch zahlreiche Steindenkmäler und Inschriften. Kunsthistorisch bedeutsam ist ein erhalten gebliebenes, farbiges Steinbild aus einem der so genannten Mithräen, Heiligtümern des Gottes Mithras; das Original befindet sich heute im Museum Wiesbaden, eine Kopie im Archäologischen Museum Frankfurt. In beiden Museen sind auch weitere Fundstücke aus Nida ausgestellt, in Frankfurt beispielsweise die Jupitersäulen und die Dendrophoreninschrift.

Das weitgehend friedliche 2. Jahrhundert war die Blütezeit des römischen Nida, in diese Zeit datieren die meisten Gebäude und Steindenkmäler. Erste Schwierigkeiten betrafen das Grenzland mit den Markomannenkriegen um 170 n. Chr. Zerstörungshorizonte gibt es sowohl aus Nida als auch aus einigen Kastellen und Villen der Umgebung.[3] Der Limes im Taunus wurde durch die Numeruskastelle Holzhausen, Kleiner Feldberg und Kapersburg verstärkt.

Kopie des Dativius-Victor-Bogens in Mainz.

Niedergang und Ende im 3. Jahrhundert

Zu Beginn des 3. Jahrhunderts erhielt Nida eine eigene Stadtmauer; benötigte Basaltsteine wurden in den Steinbrüchen des heutigen Bockenheim abgebaut, an die die Benennung der Basaltstraße erinnert. Das umfangreiche Bauwerk mit einer Länge von 2.750 m diente einerseits sicherlich repräsentativen Zwecken, zeugt aber andererseits vielleicht auch von einem Behauptungswillen der Bevölkerung in einem unsicherer werdenden Grenzland. Aus anderen rechtsrheinischen Civitas-Hauptorten wie Ladenburg (Lopodunum), Bad Wimpfen, und Rottenburg (Sumelocenna) sind ähnliche Baumaßnahmen bekannt.[4] Das Limessystem allein, das nicht auf militärische Abwehr, sondern auf Kontrollen in Friedenszeiten ausgelegt war, konnte den Städten im Hinterland seit etwa 230 keine ausreichende Sicherheit mehr garantieren. Funde von militaria (militärische Ausrüstungsgegenstände) und Objekten, die Germanen zuzuordnen sind, werden teils als Beleg für Gegenmaßnahmen der Zivilbevölkerung gesehen. Zeugnis dieser für die Bewohner schwierigen Zeit geben ferner mehrere Steindenkmäler. Der Dativius-Victor-Bogen in Mainz wurde von einem Nidenser Ratsheren (decurio) vielleicht als Dank für die Aufnahme im sicheren Mainz gestiftet.[5]

Ein schwerer Einfall von Alamannen, die die Abwesenheit der römischen Truppen aufgrund eines Perserkrieges ausnutzten, ist durch Herodian für die Jahre 233/234  n. Chr. bezeugt. Ein Münzschatz, der unter der Schwelle eines Steinkellers verborgen war, weist als Schlussmünze das Jahr 227 n. Chr. auf und dürfte in diesen Zusammenhang gehören.[6] Kaiser Maximinus Thrax (235 bis 238) konnte die Feinde aber besiegen und die Lage durch einen großen Rachefeldzug tief nach Germanien noch einmal stabilisieren. Eine Inschrift belegt die Wiederaufrichtung einer Jupitergigantensäule im Jahr 240.[7] Im Jahr 250 ließ die civitas den Friedberger Leugenstein[8] setzen, eines der spätesten römischen Steindenkmäler aus dem Hinterland des Limes vor dessen Aufgabe; dies zeigt, dass es zu diesem Zeitpunkt noch eine funktionierende Civitasverwaltung gegeben haben muss.

Die römische Epoche dauerte bis um 260, als die Römer den Limes aufgaben, um die Reichsgrenze an Rhein und Donau zurückzunehmen, da die Flussgrenzen angesichts der veränderten Lage militärisch weitaus sinnvoller waren (Limesfall). Dass das römische Nida bis dahin bewohnt war, ist belegt durch die Münzreihe aus Heddernheim, die mit 14 Münzen des Kaisers Gallienus (253 bis 268) endet. Die jüngste Münze wurde im Jahr 258 geprägt und fand sich im sogenannten Dendrophorenkeller.[9] Die vielen Steindenkmäler, die in Brunnen verborgen wurden, lassen an eine planmäßige, nicht fluchtartige Räumung denken.[10] Die Mauern der Ruinen aus römischer Zeit waren noch im 15. Jahrhundert weithin sichtbar, danach wurden sie in Heddernheim und Praunheim als Baumaterial wiederverwendet.

Grabungsfahrzeug des Museums auf dem Baugelände der Nordweststadt, dem Areal der ehemaligen Römerstadt Nida.
Restaurierter Töpferofen an der Böschung der Rosa-Luxemburg-Straße, Ofen mit quadratischem Grundriss.

Ausgrabungen und Forschungsgeschichte

1823 erfolgten die ersten geregelten Ausgrabungen in der antiken Römerstadt durch den Verein für Nassauische Altertumskunde. Kulturhistorisch bedeutsame Funde gelangten in dieser Zeit, als das Gelände zum Herzogtum Nassau gehörte, in die Sammlung Nassauischer Altertümer, die im Museum Wiesbaden verwahrt wird.

Nach dieser frühen Phase der Erforschung gingen weitere Untersuchungen seit 1878 durch die Gründung des Historischen Museums von Frankfurt aus, da Heddernheim 1866 dem preußischen Landkreis Frankfurt am Main zugeschlagen wurde.[11] Diese sind besonders mit dem Namen Georg Wolff verbunden. Wolff führte im Auftrag der Reichs-Limes-Kommission (RLK) viele Untersuchungen an den Kastellen, besonders dem großen Steinkastell A, durch.

Das Gelände von Nida blieb als „Heidenfeld“ bis zur Errichtung der Römerstadt-Siedlung 1927–1929 unbebaut. Bereits zur Zeit dieser Baumaßnahme konnten nur Notbergungen unter großem Zeitdruck vorgenommen werden. Beim Bau der Nordweststadt 1961–1973 wurden die letzten Reste der archäologischen Substanz weggebaggert und so für immer vernichtet, da dem Landesamt für Denkmalpflege keine ausreichende Zeit für reguläre Grabungen und Fundsicherungen gewährt wurde. Einige größere Flächengrabungen wurden von Ulrich Fischer, dem damaligen Leiter des Museums für Vor- und Frühgeschichte (heute Archäologisches Museum Frankfurt) zwischen 1954 und 1965 durchgeführt. Die Grabungen konzentrierten sich auf das Steinkastell, die nördliche Vicusmauer, ein Gebiet im Zentrum von Nida und das Gräberfeld an der Saalburgstraße im Norden. Der Vorgang ist in Hessen nicht einzigartig, wie die Bebauung der römischen Siedlungen von Hanau-Salisberg, Nidderau-Heldenbergen und Groß-Gerau-„Auf Esch“, gleichfalls in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert, belegt. Durch die großflächigen Hoch- und Tiefbaumaßnahmen wurde in Heddernheim aber schnell die vollständige und unwiederbringliche Zerstörung einer der bedeutendsten Römersiedlungen der Region offensichtlich.

Hobby-Archäologen retteten als „Raubgräber“ einige wertvolle Stücke, zum Beispiel das „Malergrab“ das sich heute im Archäologischen Museum befindet; ein erheblicher Teil ihrer Funde blieb allerdings in Privatbesitz. Die Hobby-Archäologen haben sich im „Archäologischen Forum Nida“ zusammengeschlossen und – gemeinsam mit dem Heddernheimer Bürgerverein – im Neuen Schloss in Alt-Heddernheim ein Heimatmuseum eingerichtet, in dem auch Fundstücke aus der Römerzeit ausgestellt sind.[12]

Eine Abteilung des Archäologischen Museums in Frankfurt ist den Funden aus Nida gewidmet. Hier ist besonders die Zahl an Steindenkmälern beachtenswert und lässt Einblicke in das Leben einer Zivilstadt zu. Der Nidacorso im Nordwestzentrum verweist auf die vormalige Siedlung an gleicher Stelle. Eine römische Türschwelle ist heute noch am Eckhaus Wenzelweg/In der Römerstadt sichtbar, da sie als Abstandhalter zum Schutz der Hausecke vor abbiegenden Fuhrwerken in den Fuß des Gebäudes integriert wurde. Zwei römische Töpferöfen wurden nahe dem Nordwestzentrum am Heddernheimer Steg an der Böschung zur Rosa-Luxemburg-Straße restauriert. Ferner hat sich noch ein kleiner Rest des Walles der Ostumwehrung von Nida vor dem Haus „Am Forum“ Nr. 29 erhalten sowie ein Brunnen am Fußweg unterhalb der Ringmauer. Außerdem erinnern zahlreiche Straßennamen an die römische Vergangenheit des heutigen Frankfurter Stadtteils. Ein archäologischer „Rundweg“ mit 12 Stationen erläutert mittels einiger Tafeln die römische Vergangenheit. In den letzten Jahren fanden noch gelegentlich kleinere Grabungen in Heddernheim statt. Größere Flächengrabungen sind nicht mehr möglich. Der weitaus größte Teil der antiken Siedlung gilt als zerstört.

Kastelle

Alenkastell (A)

Das Alenkastell, oft auch Steinkastell genannt, wurde 1896 von Georg Wolff entdeckt. Im Limeswerk erhielt es die Nummer 27.[13] Wolff ergrub die Kastellumwehrung und einen Teil des Stabsgebäudes (principia). Grabungen von 1957 bis 1959 im Nordteil wiesen zwei Vorgängerbauten in Holz-Erde-Bauweise nach. Dies wurde durch drei Bauphasen der Mannschaftsbaracken belegt. Die letzte Holzbauphase wurde durch einen Brand zerstört, was möglicherweise mit dem Aufstand des Lucius Antonius Saturninus im Jahre 89 zusammenhängt. Das Steinkastell schloss eine Fläche von 186 × 282 m ein und besaß neben den vier Toren 30 Türme. Die Mauer bestand aus Basaltbruchsteinen, denen Sandsteinquader vorgeblendet waren. Vor der Mauer befand sich an allen Seiten ein doppelter Spitzgraben. Das Kastell war mit dem Haupttor (porta praetoria) nach Süden zur Nidda hin orientiert. Als Innenbebauung wurde weiterhin ein größerer Werkstattkomplex (fabrica) nachgewiesen.

Die mit 5 ha relativ große Anlage diente vermutlich mehreren Einheiten als Garnison. Auf 16 Inschriften und Grabsteinen sind folgende Truppen erwähnt:

  • Ala I Flavia Gemina[14]
  • Cohors XXXII Voluntariorum Civium Romanorum[15]
  • Cohors IIII Vindelicorum[16]

Da die 32. Freiwilligenkohorte römischer Bürger ab 90 n. Chr im Kastell Ober-Florstadt belegt ist, war das Kastell vermutlich für eine Reiter- und Infanterieeinheit gemeinsam konzipiert. Die 4. Vindelikerkohorte könnte diese abgelöst haben. Sie ist später als Besatzung des Kastell Großkrotzenburg belegt.

Kastell B

Beim 1903–1906 ausgegrabenen Holz-Erde-Lager B handelt es sich um einen Annex an das Steinkastell A. Sein Spitzgraben knickt in den äußeren Graben des Steinkastells stumpfwinklig ab. Es besaß eine Fläche von 80 × 292 m, das einzige nachgewiesene Tor befand sich an der Ostseite in Verlängerung der via principalis des Steinkastells und war ein Holzbau mit zwei Durchgängen. Des Weiteren konnte im Inneren ein größeres Gebäude durch Pfostengruben nachgewiesen werden, das als Magazinbau gedeutet wurde.

Lager B ist damit das jüngste aller Heddernheimer Holz-Erde-Kastelle. Es wurde zusammen mit dem Alenkastell nach 103 n. Chr. aufgegeben.

Kastell C

Vom Kastell C konnte 1901 bis 1908 nördlich des Alenkastells eine 420 m lange Südseite sowie die 280 m lange Westseite nachgewiesen werden. Vor dem westlichen Tor befand sich ein 16,50 m langer vorgelagerter Spitzgraben (titulum). Von dem Tor zweigte ein weiterer Spitzgraben in Richtung der Südostecke ab, sodass sich eine unsymmetrische Dreiecksform ergäbe. Die Nord- und Ostflanke des Kastells konnte nicht nachgewiesen werden.

Kastell C gilt deshalb als provisorisches oder durch eine reduzierte Truppe genutztes, kurzzeitiges Lager. Dafür würde sprechen, dass seine Lage auf die spätere Wegführung der vor dem W-Tor verlaufenden Römerstraßen keinerlei Bezug nimmt.

Kastell D

Von Kastell D konnte seit 1910 der westliche (Länge 400 m) und südliche Graben (130 m) mit Tor sowie die Südwestecke ergraben werden. Der südliche Graben war im Grabenbereich des Alenkastells nicht mehr nachweisbar. Der westliche Graben mündete nach einer kleinen Richtungsänderung in den westlichen Graben von Lager C ein. Daraus wird deutlich, dass Kastell D vor dem Alenkastell A, jedoch nach dem Kastell C bestanden haben muss. Wolff nahm an, dass D aufgrund der Lage um das Alenkastell herum als Baulager gedient haben könnte. Es zeichnet sich eine schnelle Abfolge der einzelnen Kastelle in der frühen Okkupationsphase unter Kaiser Vespasian ab.

Kastelle E und F

Nordöstlich von Lager C konnte Wolff zwei Spitzgrabenprofile in zwei Ziegeleien beobachten. Möglicherweise gehören diese zu einem weiteren Lager E.

Die nordwestliche Ecke des Lagers F wurde 1925–1926 von Friedrich Gündel auf dem Gelände des Christlichen Friedhofs in Heddernheim entdeckt. Gündel vermutete ein fast quadratisches Lager von 100 bis 110 m Seitenlänge. Keramikfunde aus dem Spitzgraben und dem Palisadengräbchen datierten es in domitianische Zeit.

Kastell G

Vom Lager G wurden mehrere Spitzgräben in den 1960er Jahren bei den Baumaßnahmen für die Nordweststadt entdeckt. Zunächst konnte der nördliche Graben in etwa 80 m Entfernung zur späteren Stadtmauer auf einer Länge von 260 m verfolgt werden. Ein zugehöriger parallel verlaufender südlicher Graben konnte 1961 in 160 m Entfernung nachgewiesen werden. Während die östliche Begrenzung unbekannt bleibt, konnte als westliche Begrenzung ein Spitzgraben in einer Baugrube der Ernst-Kahn-Straße festgestellt werden. Das Kastell hätte damit eine Fläche von mindestens 4 ha eingenommen.

Am südlichen Graben wurden einige Backöfen ausgegraben. Funde von Terra Sigillata deuten vorsichtig auf eine frühere Datierung als das Alenkastell A hin.

Kastelle H, J und K

Beim Bau einer Wasserleitung konnten 1929 in der Bernadottestraße zwei zusammenhängende Spitzgräben entdeckt werden. Möglicherweise gehört zu diesen ein in 140 m Entfernung parallel verlaufender Graben, der in der Straße Im Weimel beobachtet wurde. Beide erbrachten Scherben des 1. Jahrhunderts n. Chr. und gehörten vermutlich zu einem weiteren Kastell H.

Ein weiterer Spitzgraben wurde 1963 in der Baugrube In der Römerstadt 182–188, 102 m westlich der Vicusbebauung entdeckt. Er konnte über 14 m verfolgt werden und gehört vermutlich zu einem weiteren Kastell J.

Im Jahr 1929 konnte die Südecke eines Spitzgrabens in der Straße Alt-Praunheim beobachtet werden, der als Teil eines Lagers K angesehen wird. Der Graben enthielt keinerlei datierende Funde.

Praunheimer Lager (L)

Nördlich der Heerstraße (früher Elisabethenstraße) konnte in den Gruben einer Ziegelei 1905 das sogenannte Praunheimer Lager (L) entdeckt werden. Seine Größe ist mit 270 × 340 m komplett erfasst worden. Datierende Funde gibt es aus dem Praunheimer Lager nicht. Aufgrund der Lage an der Straße nach Hofheim und Mainz wird es ebenfalls in die frühe Besatzungszeit gehören.

Zivilsiedlung

Leugenstein der Civitas Taunensium aus Friedberg im Wetterau-Museum. Der Stein gibt die Entfernung nach Nida mit 10 Leugen an (a Nida [l(eugas)] X).[8]
Sogenannte „Wetterauer Ware“, Eine Terra Sigillata-Imitation aus dem Rhein-Main-Gebiet im Archäologischen Museum Frankfurt.
Restaurierter Ofen mit runder Grundfläche im Schutzbau an der Rosa-Luxemburg-Straße.
Ein Schild weist heute auf die Existenz einer Holzbrücke über die Nidda in römischer Zeit hin.
Eckhaus Wenzelweg/In der Römerstadt mit römischer Türschwelle
Römische Türschwelle

Rechtsstatus, Bevölkerung und Zivilverwaltung

Als Stadt im Grenzland des Imperium Romanum hatte Nida niemals den Status einer regulären römischen Stadt (colonia oder municipium). Im Gegensatz zu vielen übrigen Dörfern der Region erreichte Nida aber den Status eines Civitas-Hauptortes, wahrscheinlich gegen Ende der Regierungszeit Kaiser Trajans oder zu Anfang der Regierung Hadrians. Die Bewohner waren damit zumeist Provinziale ohne römisches Bürgerrecht; vereinzelt werden sich Veteranen niedergelassen haben, die das Bürgerrecht nach Ableistung ihres Militärdienstes erhielten.

Auch wenn die Civitates meist auf Stammesgemeinschaften zurückgingen, scheint die Civitas der Taunensier sich auf einen geographischen Begriff, der bereits vorher schon geläufig war, zu beziehen.[17] Für die Wetterau ist vor der Ankunft der Römer keine intensive Besiedlung archäologisch nachgewiesen.[18] Nahe gelegene keltische oppida – wie das Heidetränk-Oppidum – sind bereits wesentlich früher, wahrscheinlich um 50 v. Chr. aufgegeben worden.[19] Die Bevölkerung wird neben den wenigen Germanen, die im Fundmaterial greifbar werden,[20] vor allem aus teilweise romanisierten Zuwanderern aus dem keltisch geprägten Gallien bestanden haben, was auch durch eine Aussage in der Germania des Tacitus über die Bewohner des Dekumatlandes gestützt wird.[21] Im Fundmaterial der Römerstadt Nida lässt sich das etwa an der Keramik oder den Fibeln erkennen. Weitere Belege für eine gallorömische Bevölkerung liegen in Form von Götternamen und -darstellungen sowie dem Namensmaterial der Weihinschriften vor.[22]

Angaben zur Bevölkerungszahl werden in der Literatur weitgehend vermieden. In Heddernheim dürfte das vor allem daran liegen, dass die städtischen Wohnquartiere und die Gräberfelder nur teilweise bekannt sind.[23] Auch fehlen konkrete Anhaltspunkte zur Zahl der Bewohner eines typischen Vicus-Gebäudes. Mit etwa 45 ha später ummauerten Areals gehörte Nida zu den größeren Civitas-Hauptorten rechts des Rheins. Anzunehmen wäre eine Einwohnerzahl im hohen dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Bereich.[24]

Obwohl es sich bei dem Fluss- und dem wohl daraus abgeleiteten Ortsnamen Nidda/Nida um einen sehr alten Namen handelt, kann auch dieser keiner genauen Herkunft zugeordnet werden. Er ist auf zahlreichen Inschriften belegt, etwa auf einem Leugenstein aus Friedberg (a Nida [l(eugas)] X)[8], der Heddernheimer Dendrophoreninschrift,[25] sowie vermutlich zwei Weiheinschriften aus Mainz-Kastel.[26] In der Dendrophoreninschrift werden ausdrücklich der Vicus Nida und die Bewohner als Vicani Nidenses genannt.

Als Sitz des Verwaltungsbezirks und Vorort der Civitas Taunensium war Nida ähnlich einer römischen Stadt organisiert. Eine Art „Senat“ (ordo decurionum) bestand aus den einflussreichsten Personen der Bürgerschaft, in der Regel reichen Gewerbetreibenden oder Großgrundbesitzern. Diese Ratsherren (decuriones) wählten jährlich zwei Duoviri nach dem Vorbild des römischen Konsulats. Durch die Inschriften sind diese Ämter auch in Nida belegt, nämlich der duumvir Licinius Tugnatius Publius[27], die sieben Dekurionen Dativius Victor[5], C. Paternius Postuminus, Quietius Amandus, C. Sedatius Stephanus und Stephanius Maximus,[7] Tertinius Catullinus[28] sowie ein Firmus.[29] Eine weitere Inschrift nennt einen Ädil, der die Aufsicht über Markt und Gewerbe führte.[30]

Die Bauinschrift des horreum vom Kastell Kapersburg nennt als Einheit des Kastells einen Numerus Nidensium.[31] Die Einheit wurde dem Namen nach in Nida oder der Civitas rekrutiert.

Wirtschaft und Gewerbe

Neben der Zentralortfunktion für die Lager am Limes und die Villae rusticae des Grenzlandes bestand in Nida, wie in vielen vici der Nordwestprovinzen, ein einheimisches Gewerbe, das durch Funde bestens belegt ist.

Handwerkerviertel lassen sich dabei nur schwer bestimmen. Die Funde von Schlacken und Gusstiegeln der Metallhandwerker und die Töpferöfen streuen über die gesamte Stadt, wahrscheinlich aufgrund der langsam wachsenden Strukturen, die aus dem Lagerdorf hervorgingen. Größere Töpferviertel scheint es an der nördlichen Ausfallstraße und im Westen der Siedlung beiderseits der platea novi vici gegeben zu haben.

Insgesamt sind 105 Töpferöfen in Heddernheim nachgewiesen, die allerdings auch auf die Zeit, in der das Lagerdorf und die Zivilstadt bestanden, hochgerechnet werden müssen.[32] Hergestellt wurde vor allem Haushaltsgeschirr, aber auch Lampen, Kultgefäße und Graburnen. Besonders variantenreich war die Herstellung von verschiedenen Glanztonbechern. Eine gelegentlich vermutete Herstellung von Terra Sigillata in Nida geht auf die Fehldeutung einiger Fundstücke zurück.[33] So ist etwa eine Rheinzaberner Formschüssel des JANVS als Vorlage zur Herstellung von Imitationen verwendet worden. Als Nachahmung gilt auch die regional verbreitete, sogenannte Wetterauer Ware, meist dünnwandige, rotbemalte Gefäße, die in Nied oder Heddernheim hergestellt wurden.[34]

Weiterhin sind die Berufe Maurer, Zimmermann, Schmied, Schlosser, Möbelschreiner, Knochenschnitzer, Maler, Bronzegießer, Bronze-, Gold- und Silberschmied, Steinmetz, Schuhmacher, Metzger, Barbier und Arzt vorwiegend durch Werkzeugfunde belegt. Die Funde lassen einen Schwerpunkt bei den Buntmetall verarbeitenden Berufen erkennen.[35] Schwerpunkte im Bereich des Töpfergewerbes, der Beinschnitzereien oder der Metallverarbeitung können aber auch mit guten Erhaltungsbedingungen der Funde zusammenhängen, die bei anderen Berufen nicht gegeben sind.[36]

Neben diesen für eine kleine römische Stadt sehr typischen lokalen Produktionen ist der Handel mit Importgütern durch Funde zahlreich belegt. Terra Sigillata wurde zunächst aus südgallischen Töpfereien wie La Graufesenque bezogen, in späterer Zeit dominieren aufgrund der günstigen Transportwege ostgallische Manufakturen wie Trier (Augusta Treverorum) oder Rheinzabern (Tabernae). Geschirrhändler sind durch mehrere geschlossene Fundkomplexe gut belegt. In einem Keller nördlich des Forums fand man bei Grabungen 1961–62 mindestens 45 fabrikneue, zerscherbte Näpfe der Form Dragendorff 33.[37] Im Keller eines großen, vermutlich zweigeschossigen Wohn- und Ladengebäudes westlich des Forums fanden sich ebenfalls große Massen von Sigillata-Gefäßen.[38]

Durch Amphorenfunde sind vor allem Importe südspanischen Olivenöls geläufig, daneben Weine aus Gallien und ebenfalls meist südspanische Fischsaucen (garum). Zu den durch Fundstücke dokumentierten Importwaren zählen weiterhin Gläser aus Oberitalien, Gallien und dem vorderen Orient, Bronzearbeiten (vorwiegend Statuetten und Gefäße) aus gallischen und italischen Werkstätten, figürliche Terrakotten aus Mittelgallien, Trier und Köln, Votivsteine aus den Donauprovinzen, Marmor und Kalkstein für Inschriften und Bauornamentik, Bernstein und Edelsteine zur Schmuckherstellung, Farbpigmente und Austern, die in Salzlake eingelegt, von der Atlantikküste importiert wurden. Aufgrund schlechter Erhaltungsbedingungen kaum nachweisbar ist der Handel mit Stoffen, Fellen, Leder, Hölzern, verschiedenen Nahrungsmitteln, Parfümerien, Weihrauch, Gewürzen, exotischen Tieren und Sklaven. Funde von Gewichten aus Blei, Eisen, Bronze und Stein sowie verschiedener Waagen sind ebenfalls als Indizien für den Handel zu werten.[39]

Straßen

Der Straßenzug In der Römerstadt/Heerstraße folgt noch heute im Wesentlichen dem Verlauf einer befestigten, schnurgeraden Römerstraße, die von Mogontiacum (Mainz) zum Westtor des Kastells führte.[40] In Höhe der Häuser In der Römerstadt 145 bis 165 sind – nur wenige Meter vom heutigen Gehsteig entfernt – Pflastersteine und Keller aus dieser Epoche erhalten geblieben, ferner die Reste eines farbigen Freskos aus dem 2. Jahrhundert.[41] Das Lagerdorf, wo sich Gastwirte, Händler, Schiffer und die mit den Soldaten ziehenden Frauen niederließen, entwickelte sich westlich des Kastells entlang der dortigen Ausfallstraße. Für diese ist der Name platea novi vici überliefert, was auf die Bezeichnung Novus Vicus für die früheste Zivilsiedlung hindeutet. Weiter nördlich, etwa entlang der heutigen Haingrabenstraße, verlief eine zweite, ältere Verbindungsstraße nach Mainz, die platea praetoria. Beide Straßennamen sind durch inschriftliche Weihungen an die Genien der Straßen belegt.[42] Die Straßen der Stadt besaßen eine Kiesdecke. So ist für die platea praetoria eine 70 cm starke Kiesschüttung nachweisbar.

Nida war neben der Elisabethenstraße nach Mainz Ausgangs- und Kreuzungspunkt zahlreicher weiterer Römerstraßen.[43] Unmittelbar nördlich des heutigen Eschersheimer Schwimmbads, in Höhe des „Bubelochs“ sowie südwestlich des Theaters gab es römische Holzbrücken über die Nidda. Die Straßen führten von dort aus nach Bergen bzw. zur Römischen Niederlassung auf dem Frankfurter Domhügel und weiter zum benachbarten Civitas-Hauptort Dieburg;[44] infolge der Begradigung des Flusses entspricht der heutige Verlauf der Nidda allerdings nicht mehr demjenigen in römischer Zeit. Entlang der Nidda gelangte man zu den Thermen bei Bad Vilbel. Im Norden war Nida an zahlreiche Kastellorte wie Okarben, Friedberg, Kastell Saalburg und Kastell Kleiner Feldberg angebunden. Eine weitere Nebenstraße verlief in Verlängerung der Straße vor den Westthermen („Thermenstraße“) nach Süden.[45]

Wohnbauten

Wie in den meisten römischen Vici der Nordwestprovinzen waren die Wohnhäuser der Stadt Nida überwiegend Streifenhäuser. Diese konnten besonders zahlreich entlang der südlichen Straße (platea novi vici) ausgegraben werden. Die in Nida zwischen 5 und 11 m breiten und bis zu 40 m langen Häuser grenzten mit ihrer schmalen Giebelseite direkt an die Straße, wo meist eine mit den Nachbarhäusern gemeinsame Portikus vorgeblendet war. Ebenfalls im vorderen Hausbereich befand sich ein Keller, der zur Vorratshaltung genutzt wurde, wie Standspuren von Regalen und Amphoren belegen.

Eine Raumaufteilung der Streifenhäuser ist nicht nachgewiesen. Anzunehmen wären Läden, Werkstätten oder Gaststuben im vorderen Teil des Hauses, Lagerschuppen und Brunnen im hinteren Grundstücksbereich. In der letzten Siedlungsphase des 3. Jahrhunderts besaßen die Streifenhäuser einen steinernen Sockel und Wände aus Fachwerk. Die Dächer waren mit Schiefer gedeckt.[46]

Einige wenige Häuser weichen von diesem Bautyp ab und waren etwas großzügiger gestaltet. Nach seiner Lage über den verfüllten Gräben des Alenkastells wurde das Wallgrabenhaus benannt. Das Gebäude mit einer Grundfläche von 9,50 × 17 m besaß sechs Wohnräume und eine zweigeteilte Vorhalle. Der Keller befand sich im hinteren Hausbereich. Weitere aufwendigere Privathäuser der vermögenden Schichten fanden sich abseits des Zentrums. Manche besaßen Innenhöfe mit Säulengängen. Allerdings wurden von diesen keine nach modernen Methoden ausgegraben.

Im weiteren Umfeld der Stadt ist eine Verdichtung der Villen nachweisbar. In direkter Nähe der Stadt können nur drei bis vier Anlagen als solche angesprochen werden. Darunter befindet sich die sogenannte Praunheimer Villa, die 1898–1904 von Georg Wolff 450 m westlich der Stadt ausgegraben wurde, sowie die Villa Philippseck. Letztere befand sich 200 m östlich und wurde zusammen mit einem Rittersitz des 16. Jahrhunderts von F. Gündel ausgegraben. Der aufwendige Baukörper mit markanten Eckrisaliten wird auch als villa urbana bezeichnet.[47]

Forum

Im spitzen Winkel zwischen der platea praetoria und der platea novi vici vor dem Westtor des Kastells wurde nach Aufgabe des Kastells und einer vermutlichen Reduzierung des Lagerdorfs das Forum der Stadt erbaut, um das sich später wichtige Gebäude gruppierten. Die Dreiecksform ist für solche Anlagen selten, ganz in der Nähe liegt aber eine Parallele im dreieckigen Platz des Kastellvicus am Kastell Zugmantel vor.[48] Die Fläche des Forums in Nida betrug etwa 17.500 m².

Neben der Funktion als Markt- und Versammlungsort besaßen Foren römischer Städte üblicherweise eine Gerichtshalle (basilica), Regierungsgebäude (curia) und meist einen größeren Tempel. Gut dokumentierte Beispiele solcher Anlagen in Rechteckform gibt es in Augst (Augusta Raurica), Kempten (Cambodunum) und Ladenburg (Lopodunum). Über das Heddernheimer Forum ist wenig bekannt, da das Areal nicht großflächig untersucht wurde. Ein Rechteckbau von 8 × 10 m könnte möglicherweise zur Substruktion eines Podiumstempels gehören.[49] Funde von Steindenkmälern aus einem benachbarten Brunnen sind ebenfalls den öffentlichen Gebäuden zuzurechnen.

Um das Forum gruppierten sich wichtige öffentliche Gebäude. Westlich davon lagen die Westthermen, südlich der Hallenbau und das Prätorium mit Ostthermen. Im Norden grenzte ein großes Gebäude mit einer Front von 25 m an das Forum, das als Magazin gedeutet wird.[50]

Prätorium

Das öffentliche Unterkunftshaus im Südosten der Siedlung gehört zu den am besten ergrabenen Gebäuden. Es befand sich südlich der großen Straßenkreuzung. Die 62 nachgewiesenen Räume gruppieren sich um einen zentralen Innenhof. Eine Zweigeschossigkeit wird vermutet. Östlich grenzte ein weiterer von einer Portikus umschlossener Hof (palaestra) sowie die Ostthermen an. Ein Hof und Stallgebäude südlich der Anlage dürften zur Aufnahme von Wagen und Zugtieren gedient haben. Zur Straße war das Gebäude repräsentativ mit einer weiteren Portikus gestaltet. Die ganze Anlage besaß eine Größe von 43 × 70 m.

Thermen

Direkt östlich des Prätoriums schlossen sich die großzügig ausgestatteten Ostthermen mit einer Größe von 36 × 64 m an. Hinweise auf die Ausstattung geben Funde von quadratischen Ziegelplättchen, farbigem Wandverputz und steinerne Architekturfragmente. Hinter der an das Prätorium angebauten palaestra gliederten sich die Badetrakte (frigidarium, caldarium, tepidarium) entlang eines axialen Mitteltraktes. Umkleideräume, das Kaltwasserbecken, das Schwitzbad (sudatorium) sowie Toiletten mit Wasserspülung waren seitlich angebaut.

Da die Ostthermen einen eindeutigen baulichen Bezug zum Prätorium aufwiesen, waren die Bürger von Nida wahrscheinlich auf ein eigenes Thermengebäude angewiesen. Diese sogenannten Westthermen entstanden an der Westseite des dreieckigen Marktplatzes. Sie wiesen eine Größe von 45 × 68 m auf, was einer für Provinzstädte üblichen Größe entsprach. Die zivile Nutzung wird durch eine doppelte Traktfolge für Männer und Frauen unterstrichen. Die palaestra mit einer Fläche von 13,6 × 20,4 m war als Innenhof gestaltet. In einer Ecke des Hofs befand sich der Unterbau für ein Steindenkmal oder eine Statue.

Theater

Ein hölzernes Theater konnte im Süden der Siedlung nachgewiesen werden. Es ist das einzige bekannte seiner Art auf rechtsrheinischem Boden und bot etwa 1.000 bis 1.500 Personen Platz. Bei den Ausgrabungen 1929 wurde das Gebäude in die Kastellzeit Heddernheims datiert. Eine weitere Nutzung durch die Zivilbevölkerung nach dem Abzug der Truppen ist jedoch denkbar.

Tempel

Aus Nida sind keine sicheren Befunde von oberirdischen Tempelbauten bekannt. Gleichwohl gibt es zahlreiche Hinweise auf solche Tempel durch Inschriften und andere Steindenkmäler. Statuen der Dea candida und des Mercurius negotiator können als Kultbilder von Heiligtümern angesprochen werden. Überproportional häufige Funde, die auf sogenannte Mysterienreligionen hinweisen, sind ebenfalls der Quellenlage geschuldet, die sich auf die Steindenkmäler stützt. Im Fall der unterirdisch angelegten Mithräen kommen günstige Erhaltungsbedingungen hinzu.

Mithräen

Insgesamt fünf Heiligtümer des Mithraskults konnten in Heddernheim nachgewiesen werden. 1826 erlangten die Ausgrabungen im „Heidenfeld“ Berühmtheit durch die Funde von zwei Mithräen im Nordwesten des Vicus. Das dabei entdeckte drehbare Kultbild aus dem Mithräum I findet bis heute Eingang in zahlreiche Abhandlungen zum Mithraskult.[51] Das Mithräum III wurde 1894 westlich des Prätoriums entdeckt. Die Funde dieser drei ersten Mithräen befinden sich mehrheitlich in Wiesbaden.

Dendrophoreninschrift aus einem Keller der Römerstadt Nida-Heddernheim im Archäologischen Museum Frankfurt a.M..
Dreieckiges Votivblech aus Bronze mit Jupiter-Dolichenus-Darstellung, heute im Bestand des Museums Wiesbaden.

Das Mithräum IV befand sich südwestlich des Holztheaters. Es wurde 1926 leer aufgefunden und ist wahrscheinlich vorzeitig wegen der Anlage der nahe gelegenen südlichen Stadtmauer aufgegeben worden. Funde eines fünften Mithräums konnten in den 1960er Jahren während des Baus der Nordweststadt von privater Seite gesammelt werden, ohne dass eine Dokumentation des Fundzusammenhangs stattgefunden hätte.

Magna Mater/ Kybele und Dendrophorenkeller

Auch die Anwesenheit des Magna-Mater- oder Kybele-Kults wird aus einer Inschrift deutlich, die deshalb als Dendrophoreninschrift bekannt wurde.[25] Das Kollegium der dendrophori (= „Baumträger“) gehörte zu einem hohen Feiertag des Kultes. Sie brachten am 22. März einen frisch gefällten und geschmückten Baum, der ein Bildnis des Attis trug.[52] Die Inschrift belegt die Erbauung eines Versammlungshauses (scola) aus eigenen Mitteln zusammen mit dem Kollegium aus dem benachbarten Dieburg. Das Grundstück wurde ihnen von den Bürgern von Nida zugewiesen.

Die Inschrift fand sich 1961 in einem sehr kleinen Keller im Nordwesten des Vicus. Das erwähnte Gebäude oder ein Tempel der Göttin selbst konnten nicht nachgewiesen werden.

Jupiter Dolichenus

Auch ein Dolichenum als Heiligtum des Iupiter Dolichenus ist nur durch Funde belegt. Es handelt sich um einen Altar, fünf silberne Votivbleche, zwei bronzene Hände, zwei Bronze-Reliefs in Dreieckform sowie eine bronzene Tabula ansata, die vermutlich als Beschriftung einer Votivgabe diente. Die Funde gelangten von privaten Findern bereits früh im 19. Jahrhundert in den Kunsthandel und wurden nach Berlin und an das British Museum in London verkauft. Der Altar und eine beschriftete Hand kamen in den Besitz der Grafen von Solms-Rödelheim. Nur wenige Teile gelangten in den Besitz der Museen in Frankfurt und Wiesbaden.

Die Fundstelle wird nach Friedrich Gustav Habel direkt südwestlich des Forums vermutet.

Stadtmauer

Letzter erhaltener Rest der römischen Stadtmauer – ein Wall vor dem Haus Am Forum 29, ehemals Teil der Ost-Umwehrung.

Als das Grenzland im 3. Jahrhundert unsicherer wurde (siehe Reichskrise des 3. Jahrhunderts), benötigte auch Nida eine Stadtmauer. Sie wurde zu Beginn des Jahrhunderts errichtet. Einige Gebäude und Wohnviertel der ursprünglich weitgestreuten Bebauung fielen ihr im Osten, Süden und Westen zum Opfer. Sie besaß eine Länge von 2.750 m und bestand aus einer 6 m hohen und 2 m breiten Mauer. Außer den acht Toren kamen in regelmäßigem Abstand Türme hinzu. Der Mauer vorgelagert war ein 7 m breiter und 2,25 m tiefer Graben sowie ein 23 m breites Annäherungshindernis aus zahlreichen Gruben (lilia), die zum Schutz gegen Reiterangriffe dienten. Die Mauer selbst wurde in Schalentechnik erbaut. Einem Kern aus Gussmauerwerk waren Sandsteinquader vorgeblendet. Einige der Zinnendecksteine haben sich im Spitzgraben gefunden. Der größte Teil der Steine fiel in nachrömischer Zeit dem Steinraub zum Opfer.

Von welcher Seite dieses Bauprogramm initiiert wurde, lässt sich mangels schriftlicher Quellen nicht sagen. Das monumentale Bauwerk zeugt indes von einem Behauptungswillen der Bevölkerung im Grenzland. Die sorgfältige Bauweise zeigt, dass sie nicht in einer plötzlichen Notsituation erbaut wurde. Zahlreiche weitere Siedlungen rechts des Rheins wie Dieburg oder Ladenburg erhielten in dieser Zeit ebenfalls eine Umwehrung. Unklar bleibt, wer die Verteidigung der Mauer übernahm. Wenn es sich nicht um reguläre Soldaten gehandelt hat, käme als Erklärung die stärkere Präsenz von Germanen im Fundmaterial des 3. Jahrhunderts in Frage.[53] Dass die Bevölkerung im Grenzland angesichts der Staatskrise unter den Soldatenkaisern Maßnahmen in Eigenregie ergriffen hat, ist vereinzelt inschriftlich belegt, so durch eine Inschrift aus dem Kastell Altenstadt.[54]

Zu diesen Maßnahmen gehört wahrscheinlich der sogenannte Hallenbau, ein anscheinend militärisch genutztes Gebäude des dritten Jahrhunderts südlich des Marktplatzes.[55] Die Funde (unter anderem drei der in Heddernheim gefundenen Helme, Militärfibeln und Teile eines Schwertgehänges) weisen eindeutig auf eine militärische Nutzung.

Hafenanlage an der Nidda

Südöstlich der Stadt unterhalb der Hadrianstraße an der Nidda wurden 1927–29 die Überreste einer römischen Hafenanlage ausgegraben. Sie besaß Anlegerampen an beiden Ufern und auf der Stadtseite mehrere größere Gebäude, die als Lagerhallen oder Kontore gedient haben. Der Fluss besaß in römischer Zeit eine Wassertiefe von knapp unter 1 m bei einem Gefälle von 0,7 ‰ und einer Wasserführung von 9,50 m³/s. Ob dies auch für größere Lastkähne, besonders die in römischer Zeit bevorzugt verwendeten flachbodigen Prähme ausreichte, ist nicht ganz geklärt.[56]

Wichtig für die Versorgung der Römerstadt war besonders der Anschluss an das Flussnetz von Rhein und Main. Von der nahe gelegenen Militärziegelei in Nied dürfte ein erheblicher Teil der Keramikprodukte sowie weiteres Baumaterial für die Bauten am Limes und in der Civitas im Hafen von Nida umgeschlagen worden sein. Zerbrechliche oder besonders schwere Waren wurden insgesamt bevorzugt auf dem Wasserweg transportiert. Zusammen mit den gut ausgebauten Römerstraßen steigerte der Umschlagplatz die Bedeutung Nidas als regionales Wirtschaftszentrum.

Gräberfelder

Das Malergrab aus Nida-Heddernheim. Grabinventar eines römischen Malers mit 29 Farbtöpfen im Archäologischen Museum Frankfurt a. M.

Insgesamt elf Gräberfelder werden in der archäologischen Literatur unterschieden. Da diese nicht großflächig ergraben wurden und über weite Bereiche nördlich und westlich der Stadt streuen, kann nicht gesagt werden, ob diese Unterscheidung auch in der Antike gültig war. Wie in römischen Städten üblich, befanden sich diese außerhalb des Stadtgebiets entlang der Ausfallstraßen.

Friedhof 1 befand sich im Areal des späteren südlichen Westtores der Stadt und dürfte zu den frühen Soldatenfriedhöfen gehören. Zu den Funden gehören außer wenigen Brandgräbern zwei Grabsteine von Soldaten der 32. Freiwilligenkohorte.

Das Gräberfeld 2 erstreckte sich beiderseits entlang der nördlichen Ausfallstraße nach Mainz und enthielt 300 Brandgräber aus der Zeit zwischen 70 und 120 n. Chr. sowie wenige spätere Nachbestattungen. Obwohl zehn Soldaten- oder Reitergrabsteine aus dem Gräberfeld bekannt sind, handelte es sich um keinen reinen Soldatenfriedhof.

Friedhof 3 lag als nördlicher Teil des „Älteren Praunheimer Gräberfeldes“ entlang der heutigen Hainstraße im Bereich der Praunheimer Villa. Wohl ein Gräberfeld der Kastellzeit, vermutlich aber von Zivilisten genutzt.

Nördlich der Stadt in Nähe zum Gräberfeld 10 lag Friedhof 4; wie Friedhof 3 ist er wohl der Kastellzeit zugehörig, ohne dass Soldatengräber belegt wären.

Gräberfeld 5 befand sich beiderseits der Saalburgstraße und gehört der Zeit der Zivilstadt an. Überwiegend Brandgräber, aber auch wenige Körperbestattungen sind belegt.

Friedhof 6 befand sich entlang der Straße zum Kastell Okarben. Wie bei Gräberfeld 5 können keine genauen Angaben zur Zahl der Bestattungen oder zur Chronologie gemacht werden, da systematische Grabungen fehlen. Eine Besonderheit des Gräberfeldes 6 ist der Fund des sogenannten Malergrabs, das im Archäologischen Museum ausgestellt wird. Neben Ess- und Trinkgeschirr (zum Beispiel ein großer Doppelhenkelkrug) enthielt es 29 Farbtöpfe mit Pigmentresten. Analysen zeigten, dass dem Maler vier Grundfarben (Eisenrot, Kupferblau, Bleiweiß und Bleirot) zur Verfügung standen.

Mit 71 Gräbern befand sich Gräberfeld 7 etwas weiter außerhalb, ebenfalls an der Okarbener Straße. Auch dieses gehört in die Stadtzeit des 2. Jahrhunderts. Eine Besonderheit ist die Einfriedung in Form eines unregelmäßigen Vierecks, die wohl Ausdruck einer Gemeinschaft war. Möglicherweise lässt das auf ein Handwerker- oder Bestattungscollegium schließen, wie sie in vielen römischen Städten nachgewiesen sind.[57] Die Grabbeigaben lassen aber keine Unterschiede zu anderen Gräberfeldern erkennen.

Gräberfeld 8 lag vor der nordwestlichen Ecke der Stadtmauer. Nur wenige Brand- und Körperbestattungen konnten hier durch Funde aus Baugruben erfasst werden, die eine Einordnung in die Stadtzeit ermöglichten.

Das „Jüngere Praunheimer Gräberfeld“ (9) befand sich vor dem südlichen Westtor der Stadt und es dürfte sich um den größten und angesehensten Friedhof gehandelt haben; er wurde allerdings nur sehr unvollständig untersucht. Die Gräber lagen beiderseits der Straße nach Mainz. Neben der prominenten Lage an der wichtigsten Straße deuten auch die Funde auf vornehmere Bestattungen. Außer den üblichen Brandbestattungen enthielt er auch zahlreiche Körpergräber. Auffällig ist, dass hier mehr Brandgräber in Steinkisten belegt sind, als in den nördlichen Gräberfeldern. Neben Körperbestattungen in Holzsärgen fand man hier auch drei Steinsarkophage.

Friedhof 10 wurde im 3. Jahrhundert an Stelle des früheren Friedhofs 4 angelegt, wobei die alten Brandgräber teilweise geschnitten wurden. Von dem Vorgänger war anscheinend oberirdisch nichts mehr sichtbar. Er umfasste 50 Körperbestattungen, die sehr ärmlich ausgestattet waren. Bedeutsam ist das Grab eines Germanen in römischen Diensten.

Das kleine Gräberfeld 11 lag weit abseits im Westen auf Praunheimer Gebiet. Die 10 Brandgräber bildeten ursprünglich das östliche Ende von Gräberfeld 2. Auffällig ist eine Gruppe regellos bestatteter Körpergräber mit ärmlichen Beigaben. Darunter fanden sich einige in sehr unnatürlicher Lage: Bei einem Skelett fehlte der Kopf, zwei weitere waren gewaltsam zerrissen, eines lag in verdrehter Haltung. Es dürfte sich wahrscheinlich um Sonderbestattungen sozial ausgestoßener (Verbrecher u. ä.) handeln, wie sie häufig in Randlage römischer Nekropolen belegt sind.[58]

Literatur

Aktuelle Überblicksdarstellungen

  • Peter Fasold: Nida: Hauptort der civitas Taunensium. In: Vera Rupp, Heide Birley (Hrsg.): Landleben im römischen Deutschland. Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2573-0, S. 91–94.
  • Peter Fasold: Von Augustus bis Aurelian. Neue Forschungen zum römischen Frankfurt. In: Frank Martin Ausbüttel, Ulrich Krebs, Gregor Maier (Hrsg.): Die Römer im Rhein-Main-Gebiet. Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2420-7, S. 41–54.
  • Peter Fasold: Stadtgemeinde der Taunenser. In: Egon Schallmayer u.a. (Hrsg.): Die Römer im Taunus. Societäts-Verlag Frankfurt a. M. 2005, ISBN 3-7973-0955-4, S. 12–14.
  • Peter Fasold: Zur Gründung des Civitas-Hauptortes Nida. In: Egon Schallmayer (Hrsg.): Traian in Germanien, Traian im Reich. Bericht des Dritten Saalburgkolloquiums. Saalburgmuseum, Bad Homburg v. d. H. 1999, ISBN 3-931267-04-0, S. 235–246 (Saalburg-Schriften 5).
  • Peter Fasold: Ausgrabungen im teutschen Pompeji. Archäologische Forschung in der Frankfurter Nordweststadt. Museum für Vor- und Frühgeschichte, Frankfurt am Main, 1997.
  • Peter Fasold: Nida-Frankfurt. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 15/1, Metzler, Stuttgart 2001, ISBN 3-476-01485-1, Sp. 980–984.
  • Ingeborg Huld-Zetsche: Nida – Eine römische Stadt in Frankfurt am Main. Stuttgart, 1994 (Schriften des Limesmuseums Aalen 48).
  • Ingeborg Huld-Zetsche: Frankfurt am Main. Heddernheim, Nordweststadt, Praunheim: Militärlager und Civitas-Hauptort. in: Dietwulf Baatz, Fritz-Rudolf Herrmann (Hrsg.): Die Römer in Hessen. 3. Auflage 1989. Lizenzausgabe Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-58-9, S. 275–293.
  • Rainer Wiegels: Nida. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 8, Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01478-9, Sp. 889.

Untersuchungen zu Teilgebieten der archäologischen Forschung

Zu den rechtsrheinischen Civitas-Hauptorten

  • Klaus Kortüm: Städte und kleinstädtische Siedlungen. Zivile Strukturen im Hinterland des Limes. In: Imperium Romanum. Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau. Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Esslingen 2005, ISBN 3-8062-1945-1, S. 154–164.
  • C. Sebastian Sommer: Die städtischen Siedlungen im rechtsrheinischen Obergermanien. In: Hans-Joachim Schalles (Hrsg.): Die römische Stadt im 2. Jahrhundert n. Chr. Der Funktionswandel des öffentlichen Raumes. Kolloquium Xanten 2. bis 4. Mai 1990, Rheinland-Verlag, Köln 1992 ISBN 3-7927-1252-0 (Xantener Berichte 2) S. 119–141.

Gräberfelder

  • Peter Fasold: Tausendfacher Tod. Die Bestattungsplätze des römischen Militärlagers und Civitas-Hauptortes Nida im Norden Frankfurts. Archäologisches Museum, Frankfurt 2004, ISBN 3-88270-348-2 (Archäologische Reihe 20).
  • Peter Fasold: Die Bestattungsplätze des römischen Militärlagers und Civitas-Hauptortes Nida (Frankfurt am Main-Heddernheim und -Praunheim). 3 Bände, Frankfurt 2006-2011 (Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 20).
  • Wolfgang Czysz/ Hans-Gert Bachmann: Das Grab eines römischen Malers aus Nida-Heddernheim. In: Germania 55, 1977, S. 85–107.

Stadtmauer

  • Carsten Wenzel: Die Stadtbefestigung von Nida-Heddernheim. Frankfurt, 2000, ISBN 3-88270-339-3 (Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 17).

Wandmalereien

  • Rüdiger Gogräfe: Die Römischen Wand- und Deckenmalereien im nördlichen Obergermanien. Neustadt an der Weinstraße 1999, ISBN 3-9805635-2-9, S. 322–358 (Archäologische Forschungen in der Pfalz 2).
  • Mathilde Schleiermacher: Der Freskenraum von Nida. Frankfurt 1995, ISBN 3-88270-326-1 (Archäologische Reihe 15).

Keramikherstellung/Wetterauer Ware

  • Susanne Biegert: Römische Töpfereien in der Wetterau. Frankfurt 1999, ISBN 3-88270-334-2 (Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 15)
  • Vera Rupp: Wetterauer Ware. Eine römische Keramik im Rhein-Main-Gebiet. Frankfurt 1988, ISBN 3-7749-2317-5 (Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 10).

Dendrophorenkeller

  • Peter Fasold: Die Keramik aus dem Dendrophorenkeller von Nida-Heddernheim. In: Saalburg-Jahrbuch 47, 1994, S. 71–78.

Münzfunde

  • Helmut Schubert: Die Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland (FMRD) Abt. V: Hessen. Bd. 2, 2: Darmstadt; Frankfurt am Main. Mainz 1989, ISBN 3-7861-1552-4, S. 19–300.
  • Helmut Schubert: Die römischen Fundmünzen aus Nida-Heddernheim. Frankfurt 1984 ISBN 3-88270-301-6 (Archäologische Reihe 2)

Mithras

  • Ingeborg Huld-Zetsche: Mithras in Nida-Heddernheim. Frankfurt 1986, ISBN 3-88270-306-7 (Archäologische Reihe 6)

Steindenkmäler

  • Walter Meier-Arendt u.a. (Hrsg.): Römische Steindenkmäler aus Frankfurt am Main. Frankfurt 1983 (Archäologische Reihe 1).

Forschungsgeschichte

  • Ingeborg Huld-Zetsche: 150 Jahre Forschung in Nida-Heddernheim. In: Nassauische Annalen 90, 1979, S. 5–26.

Grabungspublikation der Kastelle durch die Reichs-Limes-Kommission

Nida im 3. Jahrhundert n. Chr.

  • Alexander Reis: Nida-Heddernheim im 3. Jahrhundert n.Chr. Frankfurt 2010, ISBN 978-3-88270-505-8 (Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt 24)

Publikationen der Ausgrabungsphase 1954 bis 1965

  • Ulrich Fischer: Grabungen im römischen Steinkastell von Heddernheim 1957–1959. Frankfurt 1973, ISBN 3-7829-0146-0 (Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 2).
  • Ulrich Fischer u.a.: Grabungen im römischen Vicus von Nida-Heddernheim 1961–1962. Verlag R. Habelt, Bonn, 1998, ISBN 3774928444 (Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 14).

Ältere Untersuchungen, als Gesamtdarstellungen größtenteils veraltet

  • Friedrich Gustav Habel: Die römischen Ruinen bei Heddernheim, In: Nassauische Annalen 1, 1827, S. 45–77.
  • Mitteilungen über römische Funde in Heddernheim Bd. I-VI vom Frankfurter Verein für Geschichte und Landeskunde, 1894–1918.
  • Georg Wolff: Die Römerstadt Nida bei Heddernheim und ihre Vorgeschichte. Jügels-Verlag, Frankfurt am Main 1908.
  • Friedrich Gündel: Nida-Heddernheim. Ein populärwissenschaftlicher Führer durch die prähistorischen und römischen Anlagen im „Heidenfelde“ bei Heddernheim. M. Diesterweg-Verlag, Frankfurt am Main 1913.
  • Karl Woelcke: Der neue Stadtplan von Nida-Heddernheim. In: Germania 22, 1938, S. 161–166.

Weblinks

 <Lang> Commons: Nida-Heddernheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Peter Fasold: Ausgrabungen im teutschen Pompeji. Archäologische Forschung in der Frankfurter Nordweststadt. Museum für Vor- und Frühgeschichte, Frankfurt am Main 1997, S. 14.
  2. Die Vermutung bezieht sich auf Funde von Steindenkmälern, darunter das sogenannte Liktorenrelief. Siehe dazu I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 18-19.
  3. Dietwulf Baatz in: D. Baatz, F.-R. Herrmann (Hrsg.): Die Römer in Hessen, S. 211-212.
  4. Peter Knieriem in: Egon Schallmayer (Hrsg.): Der Augsburger Siegesaltar – Zeugnis einer unruhigen Zeit. Saalburgmuseum Bad Homburg v. d. H. 1995 S. 39 (Saalburg-Schriften 2).
  5. 5,0 5,1 Zur Inschrift des Dativius-Victor-Bogens siehe CIL 13, 11810.
  6. Helmut Schubert: Die Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland (FMRD) Abt. V: Hessen. Bd. 2,2: Darmstadt: Frankfurt am Main. Mainz 1989, ISBN 3-7861-1552-4 S. 298-299.
  7. 7,0 7,1 CIL 13, 7352.
  8. 8,0 8,1 8,2 CIL 13, 9123.
  9. I. Huld-Zetsche in: D. Baatz, F.-R. Herrmann (Hrsg.): Die Römer in Hessen, S. 291, dieselbe: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 61.
  10. I. Huld-Zetsche, Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 38. 61-62.
  11. Internetseite Frankfurt.de: Chronik von Heddernheim
  12. Stadtteilmuseum Heddernheim
  13. Georg Wolff: Das Kastell und die Erdlager von Heddernheim. In: Ernst Fabricius, Felix Hettner, Oscar von Sarwey (Hrsg.): Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches Abt. B 2,3 Nr. 27 (1915).
  14. Unter anderem CIL 13, 7365 (4, p 125), CIL 13, 11948.
  15. Unter anderem CIL 13, 7362 (4, p. 125), CIL 13, 7381 (4, p 125), CIL 13, 7382, CIL 13, 7383 (4, p. 125).
  16. Unter anderem CIL 13, 7331, CIL 13, 11947, AE 1978, 542.
  17. zum Beispiel Pomponius Mela: De Chorographia 3,25; Tacitus, Annales 12,28 lat. Text; zur Überlieferungsgeschichte siehe Andreas Mengel: Gesucht: Der mons Taunus. In: E. Schallmayer u.a. (Hrsg.): Die Römer im Taunus. Frankfurt a. M. 2005, S. 15–19.
  18. D. Baatz in: Die Römer in Hessen. S. 76-77.
  19. A. Jockenhövel in: Fritz-Rudolf Herrmann u. Albrecht Jockenhövel: Die Vorgeschichte Hessens. Konrad Theiss Verlag Stuttgart, 1990, ISBN 3-8062-0458-6 S. 295.
  20. P. Fasold: Ausgrabungen im teutschen Pompeji. 1997 S. 41-42; eine Übersicht über den Bestand germanischer Funde des 1. Jahrhundert n. Chr. in der Wetterau und dem Untermaingebiet findet sich in Bernd Steidl: Frühkaiserzeitliche germanische Besiedlung in der Wetterau. In: V. Rupp (Hrsg.): Archäologie der Wetterau. Friedberg 1991 S. 217–233.
  21. Tacitus, Germania 29 lat. Text.
  22. I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 27-28. Ein Zuwanderer aus Metz, der sich als Bürger der civitas Mediomatrici zu erkennen gibt, ist in einer Weihinschrift für Mithras in Heddernheim belegt: CIL 13, 7369.
  23. I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 22. 52-53.
  24. Angaben nach Klaus Kortüm: Städte und kleinstädtische Siedlungen. Zivile Strukturen im Hinterland des Limes. In: Imperium Romanum. Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau. Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Esslingen 2005, S. 154–164. Nach C. Sebastian Sommer: Die städtischen Siedlungen im rechtsrheinischen Obergermanien. 1992 (Xantener Berichte 2) S. 140 „ist mit einigen tausend Einwohnern zu rechnen“. Sommer weist allerdings S. 139 darauf hin, dass es in Heddernheim als einzigem Hauptort rechts des Rheins größere unbebaute Flächen innerhalb der Ummauerung gegeben haben muss.
  25. 25,0 25,1 AE 1962, 232.
  26. CIL 13, 7263 (4, p 123); CIL 13, 7264 (4, p 123).
  27. CIL 13, 7265.
  28. CIL 13, 7394.
  29. CIL 13, 7357.
  30. CIL 13, 7370.
  31. AE 1898, 75
  32. I. Huld-Zetsche, Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 29.
  33. I. Huld-Zetsche, Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 29-30.
  34. V. Rupp, Wetterauer Ware – Eine römische Keramik im Rhein-Main-Gebiet. Schriften des Frankfurter Museums für Vor- und Frühgeschichte 10, 1988, S. 23–36.
  35. I. Huld-Zetsche, Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 30.
  36. I. Huld-Zetsche in: Die Römer in Hessen S. 285.
  37. P. Fasold: Ausgrabungen im teutschen Pompeji. 1997 S. 29.
  38. I. Huld-Zetsche in: Die Römer in Hessen S. 284-285.
  39. Zum Handel in Nida und den Nachweisen im Fundmaterial siehe I. Huld-Zetsche, Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 31–33.
  40. I. Huld-Zetsche in: Die Römer in Hessen S. 280-281.
  41. I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 26-27 Abb. 28 a und b.
  42. CIL 13, 7335; CIL 13, 7337 – durch die Inschriften erfahren wir auch, dass es Altäre für die Genien in den Straßen gab.
  43. Siehe Georg Wolff: Die südliche Wetterau in vor- und frühgeschichtlicher Zeit mit einer archäologischen Fundkarte. Frankfurt a. M. 1913.
  44. D. Baatz in: Die Römer in Hessen. S. 111; I. Huld-Zetsche in: Die Römer in Hessen S. 280.
  45. I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. Plan S. 24-25.
  46. zu den Streifenhäusern in Nida siehe P. Fasold: Ausgrabungen im teutschen Pompeji. 1997 S. 23-24.
  47. Zu den Villen siehe Vera Rupp, Die ländliche Besiedlung und Landwirtschaft in der Wetterau und im Odenwald während der Kaiserzeit (bis 3. Jahrhundert einschließlich). In: H. Bender, H. Wolff (Hrsg.), Ländliche Besiedlung und Landwirtschaft in den Rhein-Donau-Provinzen des römischen Reiches. Passau/Espelkamp 1991/1994, S. 239-240. (Passauer Universitätsschriften zur Archäologie 2).
  48. Siehe dazu D. Baatz in: D. Baatz/ F.-R. Herrmann (Hrsg.): Die Römer in Hessen. S. 502.
  49. I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 20.
  50. I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 21.
  51. Etwa David Ulansey: Die Ursprünge des Mithraskults. Kosmologie und Erlösung in der Antike. Stuttgart 1998, ISBN 3-8062-1310-0, Abb. 2.1.
  52. I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 46
  53. I. Huld-Zetsche, Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 28 Abb. 107.
  54. CIL 13, 7424; Peter Knieriem in: Egon Schallmayer (Hrsg.): Der Augsburger Siegesaltar – Zeugnis einer unruhigen Zeit. Saalburgmuseum Bad Homburg v. d. H. 1995 S. 39 (Saalburg-Schriften 2).
  55. I. Huld-Zetsche in: D. Baatz, F.-R. Herrmann (Hrsg.): Die Römer in Hessen S. 291; P. Fasold: Ausgrabungen im teutschen Pompeji. 1997 S. 43; Nida-Heddernheim im 3. Jahrhundert.
  56. Zahlen nach Martin Eckoldt: Schiffahrt auf kleinen Flüssen Mitteleuropas in Römerzeit und Mittelalter. Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums 14, Oldenburg, Hamburg, München 1980 S. 89; Eckoldt hält dies auch für größere Schiffe ausreichend; I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 33 meint, dass statt größerer Schiffe nur kleine Lastkähne verwendet werden konnten. Unklar ist auch weiterhin, ob die Nidda flussaufwärts, etwa bis zum Kastell Ober-Florstadt am Limes, schiffbar war. Dazu zuletzt Jörg Lindenthal: Die ländliche Besiedlung der nördlichen Wetterau in römischer Zeit. Materialien zur Vor- und Frühgeschichte von Hessen 23 (Wiesbaden 2007) S. 7; P. Fasold: Stadtgemeinde der Taunenser. S. 13.
  57. So wahrscheinlich auch in Heddernheim ein collegium fabrum tignariorum (Zimmerleute) CIL 13, 7371, siehe auch I. Huld-Zetsche: Nida – eine römische Stadt in Frankfurt am Main. S. 31.
  58. Unter anderem im römischen Gräberfeld von Kempten-Keckwiese, siehe M. Mackensen, Das römische Gräberfeld auf der Keckwiese in Kempten. Materialh. Bayer. Vorgesch. 34 (Kallmünz 1984) bzw. A. Faber, Das römische Gräberfeld auf der Keckwiese in Kempten. Materialh. Bayer. Vorgesch. 75 (Kallmünz 1998); zu den Sonderbestattungen siehe auch Peter Fasold: Römischer Grabbrauch in Süddeutschland. Stuttgart 1992, S. 21-22 und Abb. 34 (Schriften des Limesmuseums Aalen 46).

50.1541098.637743Koordinaten: 50° 9′ 15″ N, 8° 38′ 16″ O

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Die News der letzten 14 Tage


15.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
08.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
08.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
07.04.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
05.04.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.


29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
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18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
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29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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