Midea

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Midea

Der Aufstieg zur Burg
Die Siedlung beim Westtor

Die Burg von Midea (griechisch Μιδέα; auch Mideia Μίδεια) befindet sich auf einem Hügel von 270 m über Meer, 170 m oberhalb des gleichnamigen Dorfes, am Rand der Argolis, etwa 10 km östlich von Argos auf der Peloponnes.

Der Sage nach wurde die Stadt von Perseus gegründet, weshalb sie ursprünglich Persepolis (Περσέως πόλις) hieß.[1][2] Perseus’ Enkelin Alkmene, die Mutter des Herakles, soll hier geboren worden sein. Die Festung umfasste eine Fläche von etwa 24.000 m² und wurde am Ende des 13. Jahrhunderts vor Christus (möglicherweise durch ein Erdbeben) zerstört.

In der Nähe des Westtors wurde 1996 bis 2000 ein Gebäudekomplex freigelegt, dessen Mauern teilweise mit Fresken verziert waren. Keramikfunde verweisen in die Späthelladische Epoche (IIIB2). Ferner wurden Siegel und Tafeln mit Inschriften in Linear B gefunden, die zeigen, dass Midea neben Mykene und Tiryns ein wichtiges Verwaltungszentrum war.

In Dendra (nahe bei Midea) wurde ein wichtiges Kuppelgrab gefunden, das höchst wahrscheinlich den Herren von Midea gehörte.

Literatur

  • Dieter Henning: Mideia. In: Siegfried Lauffer (Hrsg.): Griechenland. Lexikon der historischen Stätten von den Anfängen bis zur Gegenwart. Beck, München 1989, ISBN 3-406-33302-8, S. 434.

Einzelnachweise

  1. Stephanos von Byzanz s.v. Μίδεια
  2. Bibliotheke des Apollodor 2,4,4

37.66666666666722.846111111111Koordinaten: 37° 40′ 0″ N, 22° 50′ 46″ O


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