Meschyritsch
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)
Wappen von Meschyritsch
Meschyritsch (Ukraine)
Meschyritsch
Basisdaten
Oblast: Oblast Tscherkassy
Rajon: Rajon Kaniw
Höhe: 83 m
Fläche: Angabe fehlt
Einwohner: 904 (2006)
Postleitzahlen: 19035
Vorwahl: +380 4736
Geographische Lage: 49° 38′ N, 31° 26′ OKoordinaten: 49° 37′ 30″ N, 31° 25′ 54″ O
KOATUU: 7122085101
Verwaltungsgliederung: 3 Dörfer
Adresse: 19035 c. Межиріч
Statistische Informationen
[[Datei:Vorlage:Positionskarte Ukraine Oblast Tscherkassy|class=noviewer notpageimage|290px|center|Meschyritsch (Vorlage:Positionskarte Ukraine Oblast Tscherkassy)]]
Meschyritsch
i1

Meschyritsch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Dorf im Rajon Kaniw in der ukrainischen Oblast Tscherkassy mit etwa 900 Einwohnern.[1] Im Dorf befindet sich ein paläolithischer Fundort.

Geographie

Meschyritsch liegt an der Regionalstraße P–10 22 km südlich vom Rajonzentrum Kaniw an der Mündung der Rossawa in den Ros. Zur Landratsgemeinde Meschyritsch, dessen Zentrum das Dorf ist, gehören noch die Dörfer Babytschi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit etwa 160 Einwohnern und Luka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit 410 Einwohnern.

Paläolithischer Fundort

Meschyritsch

Der paläolithische Fundort wird etwa auf 13.000 v. Chr. datiert. Auf dem Lagerplatz der Jäger und Sammler wurden aus Mammutknochen 5 Rundhütten mit Durchmessern von 4 bis 7 Metern errichtet. Die Hütten bedeckten Flächen von 8 bis 24 m². Die Basis einer Hütte bestand aus Unterkiefern, die einer anderen überwiegend aus langen Röhrenknochen. Den Oberbau bildeten sorgfältig ineinandergesteckte Knochen und den oberen Abschluss zusammengefügte Stoßzähne. Der Rundbau wurde wahrscheinlich mit Fellen und Grassoden bedeckt.

Pro Hütte wurden zwischen 150 und 650 Knochen verbaut; insgesamt 109 Unterkiefer, 97 Schädel, 92 Stoßzähne sowie einige hundert Großknochen. Die größte Hütte bestand aus 20 Tonnen Knochen, darunter 95 Unterkiefer, 46 Schädel und 40 Stoßzähnen. Ein Schädel wiegt etwa 100 kg und ein Stoßzahn kann 200 kg schwer sein. In verschiedenen Hütten fand man die Knochen desselben Individuums. Vermutlich stammten sie von einem natürlichen Mammutfriedhof in der Umgebung.

Es wird angenommen, dass sich auf dem Wohnplatz gleichzeitig 30–60 Menschen aufhielten. Jede Hütte besaß einen Herd. Auch außerhalb der Behausungen befanden sich Feuerstellen und Arbeitsplätze zur Herstellung von Feuerstein- und Knochengeräten sowie Vorratsgruben.

In einer Hütte wurde ein mit rotem Ocker bemalter Mammutschädel entdeckt. Vielleicht diente er, wie auch Funde aus Mesyn zeigen, als Trommel (Musikinstrument). Eine Gravierung auf einem Stück Mammut-Elfenbein könnte die Hütten des Wohnplatzes darstellen und dann die älteste bekannte Landkarte sein. Jüngere, als Karten gedeutete Darstellungen befinden sich im Val Camonica.

Literatur

  • Sergei Nikolajewitsch Bibikow: Drevneishii Muzykalnyi Kompleks iz Kostei Mamonta: Ocherk Materialnoi i Dukhovnoi Kultury Paleoliticheskogo Cheloveka (The Oldest Musical Complex Made of Mammoth Bones). Akademiia Nauk Ukrainskoi SSR, Institut Arkheologii. Kiev, Ukraine 1981.
  • I. H. Pidoplitschko: Upper Palaeolithic dwellings of mammoth bones in the Ukraine: Kiev-Kirillovskii, Gontsy, Dobranichevka, Mezin and Mezhirich, Oxford: J. and E. Hedges 1998. ISBN 0-86054-949-6.

Weblinks

Commons: Meschyritsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.