Eingraviertes Mammut auf einem Mammutknochen aus dem Fundplatz Malta. Heute in der Eremitage.

Mal'ta ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein paläolithischer Fundplatz im Tal der Angara, 80 km nordwestlich von Irkutsk in der Russischen Föderation.

Bei Grabungen unter Leitung von Michail Gerassimow wurde dort auf einer Fläche von 600 m² eine jungpaläolithische Siedlung ergraben, die vermutlich vor etwa 24.000-21.000 Jahren bewohnt wurde. In Malta fanden sich halbunterirdisch angelegte Rundhäuser. Die Fundamente bestanden aus Stein; Dächer wurden mit Tierknochen gestützt und bestanden aus miteinander verflochtenen Rentiergeweihen. Neben verschiedenen Werkzeugen und Waffen aus Feuerstein sind im Fundgut vor allem verschiedene Kunstwerke erwähnenswert. Unter ihnen finden sich aus Knochen und Mammut-Elfenbein geschnitzte tierische und menschliche Figuren (Venusfigurinen von Malta), in Stein eingeritzte Tierdarstellungen, mit abstrakten Mustern verzierte Plättchen und Schmuckstücke. Kindergräber und Gräber gehäuteter Füchse geben seltene Hinweise auf die religiösen Vorstellungen der damaligen Bewohner.

Im Jahre 2013 wurde das Genom (siehe Y-Haplogruppe R*) des etwa 24.000 Jahre alten Jungen von Mal'ta publiziert.[1]

Literatur

  • Chester S. Chard: Northeast Asia in Prehistory. The University of Wisconsin Press, Madison 1974. ISBN 0-299-06430-1, S. 20 ff.

Weblinks

  • Metropolitan Museum of Art (zuletzt abgerufen am 30. November 2012)
  • M. Raghavan, et al.: Upper Palaeolithic Siberian genome reveals dual ancestry of Native Americans. In: Nature. Band 505, Nummer 7481, Januar 2014, S. 87–91, doi:10.1038/nature12736, PMID 24256729, PMC 4105016 (freier Volltext).

Einzelnachweise

  1. Maanasa Raghavan, Pontus Skoglund u. a.: Upper Palaeolithic Siberian genome reveals dual ancestry of Native Americans. In: Nature. Band 505, 2014, S. 87–91, doi:10.1038/nature12736.

Koordinaten: 52° 50′ 23,6″ N, 103° 31′ 25,6″ O

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