José-Manuel Benito / Public domain

Mal'ta (russisch Мальта) ist ein prähistorischer Fundort im Tal der Angara 80 km nordwestlich von Irkutsk in der Russischen Föderation. Bei Grabungen unter der Leitung von Michail Gerassimow wurde dort auf einer Fläche von 600 m² eine Jungpaläolithische Siedlung ergraben, die vermutlich vor etwa 15.000-18.000 Jahren bewohnt wurde. In Malta fanden sich halbunterirdisch angelegte Rundhäuser. Die Fundamente bestanden aus Stein; Dächer wurden mit Tierknochen gestützt und bestanden aus miteinander verflochtenen Rentiergeweihen. Neben verschiedenen Werkzeugen und Waffen aus Feuerstein sind im Fundgut vor allem verschiedene Kunstwerke erwähnenswert. Unter ihnen finden sich aus Knochen und Bein geschnitzte tierische und menschliche Figuren, in Stein eingeritzte Tierdarstellungen, mit abstrakten Mustern verzierte Plättchen und Schmuckstücke. Rituelle Gräber gehäuteter Füchse und Kindergräber sind Hinweise auf die ansonsten dunkel bleibenden religiösen Vorstellungen der Bewohner.

Siehe auch

Literatur

  • Chester S. Chard: Northeast Asia in Prehistory. The University of Wisconsin Press, Madison 1974. ISBN 0-299-06430-1, S. 20 ff.

Weblinks

52.839888888889103.52377777778Koordinaten: 52° 50′ 24″ N, 103° 31′ 26″ O


Diese Artikel könnten dir auch gefallen


Die News der letzten 14 Tage 1 Meldungen

Knochen des Tages
AL 333w-45
AL 333w-45

Australopithecus afarensis

Elemente: RIB frag.

Hadar , Äthiopien