Der Lindenweg oder auch Linienweg ist eine historische, vermutlich vorrömische Altstraße, die von der Mündung der Nidda in den Main bei Höchst zum Taunus-Übergang am Saalburg-Sattel führte.

Diese völlig gradlinige Verbindung zog sich über eine Länge von fast 19 Kilometern zum Taunus – in Höhe der römischen Elisabethenstraße bog die hessische Weinstraße in die Wetterau in nordöstlicher Richtung ab. Die Ausrichtung des ersten Holz-Kastells der Saalburg auf die Achse des Lindenweges ist ein Indiz für ihre Existenz in römischer Zeit.

Erhaltung

Wie von fast allen römischen Straßen in der Region ist vom Lindenweg heute nichts mehr oberirdisch sichtbar. Falls er als lokale Verbindung von den Römern ausgebaut wurde, dürfte er eine Steinlage mit Schotterung erhalten haben.[1] Der Verlauf kann anhand von heutigen Straßen und Feldwegen rekonstruiert werden.

Vermutlicher Verlauf

Literatur

  • Heinrich Jacobi: Das Kastell Saalburg. In: Ernst Fabricius, F. Hettner, O. von Sarwey (Hrsg.): Der Obergermanisch-Raetische Limes des Roemerreiches. Abteilung B, Band 2,1, Kastell Nr. 11. S. 6–9 (Die alten Straßen). Petters, Berlin und Leipzig 1937.
  • Georg Wolff: Die südliche Wetterau in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. (Mit einer archäologischen Fundkarte). Herausgegeben von der Römisch-Germanischen Kommission des Kaiserlichen Archäologischen Instituts, S. 5, 6, 72, 73, 75, 78–80, 90, 95. Ravenstein, Frankfurt am Main 1913.

Einzelnachweise

  1. Zur Erhaltung römischer Straßen in Hessen siehe Zeitspuren – Luftbildarchäologie in Hessen. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden 1993 S. 90f.; zur Erhaltung und Bauweise Dietwulf Baatz in: D. Baatz und Fritz-Rudolf Herrmann (Hrsg.): Die Römer in Hessen. Lizenzausgabe der 3. Auflage von 1989. Nikol, Hamburg 2002 S. 110f. ISBN 3-933203-58-9.

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