Kastell Pfünz


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Kastell Pfünz
Alternativname Vetoniana
Limes ORL 73 (RLK)
Strecke (RLK) Rätischer Limes,
Strecke 14
Datierung (Belegung) um 80 n. Chr.
um die Mitte des 3. Jhs. n. Chr.
Typ Kohortenkastell
Einheit Cohors I Breucorum equitata civium Romanorum
Größe max. 189 (187) × 145 (144) m = 2,5 ha
Bauweise a) Holz-Erde
b) Stein
Erhaltungszustand Wehrmauer teilweise freigelegt und teilkonserviert, Gräben und Straßentrasse nach Süden deutlich sichtbar.
Ort Walting-Pfünz
Geographische Lage 48° 53′ 2″ N, 11° 15′ 50″ O48.88388888888911.263888888889425
Höhe 425 m ü. NHN
Vorhergehend Kastell Weißenburg (nordwestlich)
Burgus Burgsalach (nordwestlich)
Anschließend Kastell Kösching (ostsüdöstlich)
Vorgelagert Kleinkastell Petersbuch (nordwestlich)
Kleinkastell Biebig (nördlich)
Kleinkastell Hegelohe (nördlich)
ORL 73a: Kastell Böhming (nordöstlich)
Kleinkastell Güßgraben ostnordöstlich

Das Kastell Pfünz, lateinisch Castra Vetoniana oder Vetonianae,[1] ist ein ehemaliges römisches Kohortenkastell bei Pfünz, einem Ortsteil der Gemeinde Walting im Landkreis Eichstätt, Bayern. Es wurde ab etwa 90 n. Chr. auf einem 42 Meter hohem Jurasporn zwischen dem Tal der Altmühl und des Pfünzer Baches errichtet. Es ist Bestandteil des 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Rätischen Limes. Historisch bedeutend sind vor Ort die Reste des teils in den Felsen geschlagenen Doppelspitzgrabens, der an der Westmauer am besten erhalten ist. Im Zuge eines Druckwasserleitungsbaues wurden vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege 1998 erneut Sondierungen vorgenommen. Darüber hinaus bieten die Befunde und das reichhaltige, teils sehr seltene Fundmaterial aus Pfünz bis in die Gegenwart Anlass für neue Studien.

Lage

Das Kastell mit seinem Limesumfeld
Das Kastell mit seinem näheren Umfeld nach den Befunden der RLK (1884 bis 1900), Luftbildbefunden sowie den geomagnetischen Messungen der Jahre 2000 und 2010. Hellrot ist der Vicus-Bereich. Nach Fischer (2008) gab es an der Südseite nur einen Graben

In seiner Ausrichtung folgte das rund elf Kilometer hinter dem Limes gelegene Kastell genau der Nord-Süd-Richtung. Die Anlage wurde hoch über dem Talgrund der Altmühl auf einem nördlich orientierten, steilen Bergsporn der Albhochfläche errichtet. Im Nordwesten und Osten konnte von den Türmen und Wehrmauern der talwärts liegende Pfünzer Bach, ein bereits damals dort befindlicher antiker Flussübergang und der angrenzende Talbereich überwacht werden. Außerdem befand sich in Pfünz eine zentrale Straßenkreuzung, unter anderem zum Kastell Weißenburg im Westen und zum nördlich am Limes gelegenen Kastell Böhming,[2] das nach einem hölzernen Vorgängerbau 181 n. Chr in Stein neu ausgebaut worden ist. Der deutsche Ortsname Pfünz leitet sich von dem lateinischen pons (Brücke) ab. Neben diesen örtlichen Überwachungsaufgaben war Vetoniana auch für die Sicherung des in Luftlinie rund 10,2 km entfernten Limes zuständig und stellte vielleicht auch die Besatzung von Böhming.[3]

Forschungsgeschichte

Der Flurname „Altkirchen-Feld“, auf dem das Kastell liegt, erinnerte nicht mehr an die alte Befestigung, sondern knüpfte an die Geschichte einer später hier aus römischem Ruinenmaterial errichteten Pfarrkirche an. Ein sehr früher wissenschaftlich interessierter Ausgräber am Ort war der Augsburger Regierungsdirektor und Gründer des Schwäbischen Geschichtsvereins, Johann Nepomuk von Raiser (1768–1853). Er grub 1809 „einen Tempel mit einem Schöpfbrunnen“ sowie „mehrere Römerwohnungen“ aus und erkannte südlich des Lagerdorfes einige Grabhügelgruppen. Der damals entdeckte Inschriftenstein für Sedatus[4] an der einstigen Nikolauskirche gehörte zu den damals meistzitierten Funden. 1884 nahm Friedrich Winkelmann, ein Streckenkommissar der 1892 gegründeten Reichs-Limes-Kommission (RLK), seine Arbeit in Pfünz auf. Er besaß einige Grundstücke auf dem historischen Areal. Doch erst die gemeinsamen Untersuchungen mit Karl Popp, einem bayerischen Generalmajor, Friedrich Ohlenschlager (1840–1916) und Hugo Arnold, brachten ein umfassendes Bild der Pfünzer Geschichte. Die Grabungen waren zu ihrer Zeit die umfangreichsten im Bereich römischer Limeskastelle und Lagerdörfer und endeten erst 1900. Die am besten erhaltenen Teile der Umwehrung wurden nach Abschluss der Arbeiten restauriert und sichtbar gemacht. Erst 1954/55 fand eine dringend notwendig gewordene Sicherung dieser Fundamente statt. 1960[5] wurde eine zurückhaltende Teilrekonstruktion an einigen Bauteilen ausgeführt, wie sie heute noch am Südosteckturm sichtbar ist. Der fortschreitende Verfall zog eine erneute Sanierung des Nord-, Süd- und Westtor zwischen 1987–1988 mit sich.[6] Im Jahr 2000 hat Helmut Becker große Bereiche des Kastellinneren geomagnetisch untersucht. Die Auswertung der Daten fand jedoch erst 2007 statt und brachte wertvolle Anhaltspunkte für spätere Grabungen.[7]

Heutiger Zustand

Rekonstruktionsversuch des nordwestlichen Eckturms. Dieser trug in der Antike höchstwahrscheinlich ein Ziegel- oder Schindeldach
Rekonstruktionsversuch der um ein Stockwerk zu niedrigen Porta praetoria auf den antiken Fundamenten. Blick vom Lagerinneren auf das Tor
Rekonstruierter Verputz mit aufgemaltem Quadermauerwerk am Kastell Saalburg

Ohne fachbezogene wissenschaftliche Mithilfe und ohne moderne archäologische Voruntersuchung[8] wurde zwischen 1992 und 1994 auf den antiken Mauerstümpfen in großflächiger, jedoch „wenig geglückter Art“[3] das Nordtor, der Nordwestturm und die dazwischenliegende Umwehrung nachempfunden.[9] Wie bei vielen fachlich nicht unterstützte Initiativen am Limes, einen nicht bekannten antiken Bestand zu ergänzen, wurden dabei teilweise verschiedene Befunde von anderen Kastellen, die in Pfünz nicht gemacht wurden, zusammengefasst. Da man beim Wiederaufbau gleichzeitig jedoch tatsächliche Befunde aus Pfünz nicht berücksichtigte, fehlt dem Nachbau nun das auch bei anderen Kastellen übliche Gesims an Tor und Mauer. Tor und Turm wurden zudem ein Stockwerk zu niedrig wiederaufgebaut und der Eckturm wird in der Antike mit einem Dach ausgestattet gewesen sein, obwohl man bei der RLK-Grabung dazu keinen Anhalt fand.[3] Somit gibt dieser Nachbau nur einen sehr frei interpretierte allgemeine Vorstellung von einem „römischen Kastell“. Ein wesentliches Erscheinungsmerkmal antiker Militärbauten ist ebenfalls nicht dargestellt. So trugen die Anlagen einen weißen Verputz, bei dem mit rotem Fugenstrich ein Quadermauerwerk vorgetäuscht worden ist.

Das Innere des Kastellgeländes wird bis heute landwirtschaftlich genutzt.

Baugeschichte

Rekonstruktionsversuch der Porta praetoria nach Vorstellung von Fischer (2008) und Angaben aus Johnson/Baatz (1987).
Leicht veraltete Rekonstruktionsskizze des Kastells um 200 n. Chr.
Teilrekonstruierte Südostecke; Deutlich erkennbar ist der authentisch erhaltene Teil im unteren Drittel der Baustruktur (Zustand 1993).

Vetoniana wurde möglicherweise bereits in der Spätzeit Kaiser Domitians um 90 n. Chr als Holz-Erde-Kastell im Zuge des Straßenbaus von Kastell Kösching (gegründet im Frühjahr 80) zum Kastell Weißenburg (gegr. um 90) errichtet. Nach Jörg Fassbinder könnte der Limes in dieser Zeit entlang der neuen Straße verlaufen sein und Pfünz somit eine Zeitlang direkt an der Reichsgrenze gelegen haben.[1] Spätestens mit der Vorverlegung des Limes auf seine letzte Ausbaustufe nahm Pfünz bis zu seinem Untergang die Position eines rückwärtigen Kohortenkastells am Limes ein. Diese endgültige Grenzziehung kann für die Provinz Raetien in der Regierungszeit Kaiser Hadrians (117–138) verortet werden.

Die Ausgräber entdeckten von dem frühen Lager Spuren unter dem Süd- und Nordtor. Wie eine aus dem Torverband stammende, 1888 aufgefundene Bauinschrift an der Porta principalis sinistra deutlich macht,[10] wurde das Kastell während der Herrschaft von Kaiser Antoninus Pius (138–161) in Stein ausgebaut. Die Inschrift gibt jedoch in dem überlieferten Zustand keinen noch genaueren Zeitpunkt preis. Diese Zeit lässt sich auch aufgrund architektonischer Gestaltungsmerkmale am zentralen Verwaltungsgebäude, den (Principia), ermitteln. Speziell die später im raetisch-germanischen Raum üblichen, halbrund ausgeführten Apsidien für das Fahnenheiligtum,[11] deren Einrichtung in Pfünz noch fehlt, machen eine grobe Baudatierung für die erste Hälfte des 2. Jahrhunderts möglich. Internationale Untersuchungen zeigen, dass der römische Kastellausbau einem allgemeingültigen Norm-Plan folgte, der den örtlichen Gegebenheiten, der Nutzung sowie der vorgesehenen Mannschaftsstärke angepasst wurde. Die Cohors I Breucorum civium Romanorum, die als Stammbelegung für das Kastell Pfünz nachgewiesen ist, hat neben ihrem eigenen Kastell in Zusammenarbeit mit einer Bauabteilung der Legio III Italica im Jahr 181 auch das kleine Numeruskastell Böhming in Bayern nach möglichen Zerstörungen in den Markomannenkriegen neu errichtet. Nachdem die aus Regensburg stammende Legionseinheit Tore, Türme und Wehrmauern ausgeführt hatte, wurde die Innenbebauung von der Pfünzer Truppe erledigt. Die Nähe der Cohors I Breucorum zur Regensburger Legion ist zumindest für dieses Jahr belegt, da als Kommandant für die Pfünzer Einheit in der erhaltenen Böhminger Bauinschrift ein Centurio der Legio III Italica genannt wird.[12]

Umwehrung

In situ erhaltener Radabweiser am südlichen Torturm (Zustand 1993)
Der in den Jurafelsen gehauene Doppelspitzgraben an der Westseite des Kastells
Der Graben an der Südseite, im Vordergrund die teilrekonstruierte Porta decumana

Das Kastell Pfünz bildet im Grundriss ein verschobenes Rechteck (Parallelogramm) mit Ausmaßen von rund 189 (187) × 145 (144) Metern Seiten und umschloss rund 2,5 ha. Diese Fläche ist noch heute deutlich als erhöhter Wall erkennbar. Da die damaligen Geometer den Grundriss etwas verschoben festlegten, was vielleicht auf Gerätefehler zurückzuführen ist,[13] mussten sich die im Anschluss geplanten, weitgehend standardisierte Gebäude im Kastellinneren den damit verschobenen kreuzförmig zur Lagermitte zusammenlaufenden Hauptstraßen anpassen. Dabei drehte man die ergrabenen Gebäude jedoch nicht nur einfach, sondern plante sie gleichzeitig schiefwinklig. Wie bei den in diese Zeitstellung gehörenden Lagern üblich, besaß die Umwehrung runde Ecken in denen je ein Wachturm stand. Der 1887 ergrabene nordwestliche Eckturm war bei der Ausgrabung noch rund 0,50 m hoch erhalten. Seine Mauerdicke betrug an der Außenseite rund 1,2 m, an den Flanken sowie an der dem Lager zugewandten Rückseite maßen die Ausgräber nur 0,85 bis 1,00 m.[6] Nach den Ausgrabungsbefunden hat es ansonsten nur einen Zwischenturm in der südöstlichen Retentura, der hinteren Lagerhälfte, gegeben. Alle vier Tore der Anlage sind mit einer Doppelzufahrt ausgestattet, die von zwei Tortürmen flankiert wird. Die das Kastell umlaufenden Doppelspitzgräben folgen den Rundungen der Kastellmauer und setzen an den vier Tordurchfahrten aus. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass das Lager im Süden nur einen Graben besessen hat. Der aber war dafür besonders breit und tief.[3]

Innenbebauung

Von den ergrabenen Fundamenten der Principia (Stabsgebäude) in der Kastellmitte sind heute nur noch leichte Erhöhungen im Gelände erkennbar. Bemerkenswert ist das Fehlen der für Stabsgebäude dieser Zeit am rätischen Limes sonst üblichen großen rechteckigen Mehrzweckhalle, die quer vor der Front der Verwaltungsbauten stand. Die geomagnetische Erkundung von 2000 konnte den ergrabenen Grundriss ergänzen. Die Verwaltungsräume, das Gefängnis und die Waffenkammer gruppierten sich um einen etwas verschobenen rechteckigen Innenhof. Zwei fast gleich große, nebeneinanderliegende rechteckige Anomalien, welche auf der Freifläche dieses Hofes durch Becker nachgewiesen werden konnten, werden als nachrömerzeitlich gedeutet.[14] Durch die alten Grabungen sind zwei beheizbare Räume in der Nord- und Südwestecke bekannt. Das in allen Kastellen mit eigenständigen Besatzungen zu findende Fahnenheiligtum, das sich stets in der Mitte der rückwärtigen Raumflucht eines Stabsgebäudes befand, besitzt in Pfünz noch keine halbkreisförmige Apsis. Die Ausgestaltung des Heiligtums mit Apsiden ist in den römischen Kastellen speziell im germanischen Raum erst seit Mitte des 2. Jahrhunderts üblich geworden,[15] was einen Steinausbau des Kastells bereits in der ersten Hälfte der Regierungszeit des Kaisers Antoninus Pius (138–161) wahrscheinlicher macht. Die aufgefundene Bauinschrift aus jenen Jahren lässt sich nicht näher datieren. Ungewöhnlich ist an den Pfünzer Principia das Fehlen der für diese Zeitstellung in den germanischen Provinzen und Rätien typischen großen Vorhalle, die normalerweise quer über der Via principalis, welche in Pfünz das West- mit dem Osttor verband, stand. Die Entwicklung dieser Vorhallen könnte auch von Rätien ausgegangen sein. Die bisher älteste wurde im Kastell Künzing um 90. n. Chr. errichtet.[16] Aus dem Stabsgebäude stammt ein bronzenes Zehfragment, das zu einer kaiserlichen Panzerstatue gehört haben könnte, wie sie einst im Fahnenheiligtum aufgestellt war. Das Bruchstück datiert in die erste Hälfte des 3. Jahrhunderts.[17]

Westlich des Stabsgebäudes sind zwei Horrea (Speicherbauten) bekannt, östlich wird heute das rund 25 × 30 m große Wohnhaus des Kommandanten (Praetorium) vermutet,[18] das in seinen tatsächlichen Strukturen jedoch weder durch die historischen Grabungen noch durch die Magnetfeldmessungen erkennbar wurde. Südlich der Principia-Nordostecke hatte bereits die RLK eine große Zisterne ausgemacht. Der von den damaligen Ausgräbern nach Abschluss der Arbeiten mit seinem Aushub neu verfüllte Wasserspeicher zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Magnetfeldanomalie aus, die offensichtlich durch hochmagnetischen Brandschutt verursacht wird. Dieser gibt einen Hinweis auf das gewaltsame Ende des Kastells. Eine ganz ähnliche Unregelmäßigkeit, fand sich bei der geomagnetischen Prospektion des Kastells Theilenhofen. Auch dort wird an der gleichen Stelle eine Zisterne vermutet.[18] Südlich der beiden bereits erwähnten Speicherbauten ist ein 20 × 30 Meter großer massiver Steinbau bekannt, der an seiner Ostmauer noch Reste starker Wandvorlagen zeigt, wie sie von den Horrea im Allgemeinen bekannt sind. Zwischen dem Südwestturm und der Porta decumana lag eine große steinerne Doppelbaracke, von der schon die RLK rund 40 Meter lange Sockelmauern wahrnahm. Alle anderen Unterkünfte für Ross und Reiter sind in verputzter Fachwerkbauweise errichtet worden. Links und rechts der Via praetoria, der Hauptstraße im Vorderlager (Praetentura) konnten nahe der Prätorialfront zwei weitere Doppelbaracken ausgemacht werden. zwischen diesen und den Principa befanden sich zwei normale Mannschaftsunterkünfte. Gegenüber der bereits genannten steinernen Baracke im Hinterlager (Retentura) lag auf der anderen Seite der Via decumana, der Hauptstraße hinter dem Stabsgebäude, eine weitere Doppelbaracke in Holzbauweise. Die Kopfbauten in denen der Centurio und eventuell noch weitere Offiziere, Unteroffiziere sowie Personal wohnten[19], waren zur Via praetoria beziehungsweise zur Via decumana hin ausgerichtet. Die Grundrisse haben gleiche Maße wie in Pförring und Theilenhofen, was auf eine sehr ähnliche Truppenstärke in diesen Kastellen schließen lässt.[20]

Vor der Porta praetoria (Nordtor) der Anlage, westlich der dort herausführenden Straße, entdeckten die Ausgräber ein 37 × 14 Meter großes Horreum (Speichergebäude). Neben dem im Kastellbereich aufgedeckten Speicherbau besaß Pfünz damit ein zusätzliches Lagerhaus.

Bereits rund dreißig Jahre nach dem Steinausbau fand eine Generalsanierung des Kastells statt. Es wird diskutiert, ob sich zu diesem Zeitpunkt bereits Altersschwächen an den Gebäuden zeigten oder ob es sich bei der Bauinschrift für die Jahre 183/184 nicht doch um einen Hinweis handelt, der von der Beseitigung schwerer Schäden während der Markomannenkriege (166–180) berichtet.[21] In dieselbe Zeit fällt offensichtlich der Wiederaufbau des vorgelagerten Limeskastells Böhming, dessen Steinbauten „über der Brandschicht der ersten Bauten“ errichtet wurden und zu denen auch eine erhaltene Bauinschrift[22] aus dem Jahre 181 zu gehören scheint.[23]

Bauinschriften

Abguss der Bauinschrift aus der Regierungszeit des Kaisers Antoninus Pius

Die Bauinschrift aus den Herrschaftjahren von Kaiser Antoninus Pius (138 bis 161)[10] lautet:

Imp(eratori) Cae(sari) Tito
Ael(io) Hadr(iano)
Antonino
Aug(usto) Pio
coh(ors) I Br(eucorum) c(ivium) R(omanorum)

Übersetzung: „Für Kaiser Titus Aelius Hadrianus Augustus Pius. Die I. Kohorte der Breuker römischer Bürger.“

Das Original dieser Inschrift befindet sich heute im Museum für Ur- und Frühgeschichte Eichstätt.

Abguss der Bauinschrift aus den Jahren 183/184

Die 183/184 n. Chr. erstellte Bauinschrift aus den Herrschaftjahren von Kaiser Commodus (180 bis 192) lautet:[24]

[Imp(eratori) Caes(ari)] M(arco) Aurel(io)
[Com[(modo)] Anto-
[nino Pio] Aug(usto) Germ(anico)
[Sarma]tic(o) co(n)s(uli) IIII
[coh(ors) I] Breuc(orum)
[Spicio] Ceriale
[leg(ato) Aug(usti)] pr(o) pr(aetore)

Übersetzung: „Für Kaiser Aurelius Commodus Antoninus Pius Augustus, dem Sieger über Germanen und Sarmaten, im vierten Konsulat. Die 1. Kohorte der Breuker unter Spicius Cerialis, kaiserlicher Statthalter im Rang eines Praetors.“

Von einer dritten Bau- oder Ehreninschrift, die unter anderem Thomas Fischer mit einer Inspektionsreise von Kaiser Caracalla nach dessen Sieg über die Alamannen im Jahre 213 verbindet, blieben lediglich einige lose Bronzebuchstaben erhalten.[25] Auch aus den Kastellen Eining, Kösching Faimingen, Steinkirchen, Böbingen, Saalburg und Feldberg, Pförring, Oberhochstatt und Gnotzheim sind Steintafeln mit aufgesetzten Buchstaben bekannt.

Zerstörung

Die Ausgräber von Pfünz hatten an den Toren zwei Zerstörungshorizonte beobachtet, wobei sie den älteren einem Markomannenangriff zuordneten. Aus einem unbekannten Grund wurde zu einem fraglichen Zeitpunkt an der Porta principalis sinistra (linken westlichen Seitentor) eine Zufahrt vermauert. Zumindest die letzte Zerstörung im 3. Jahrhundert – nach früher einhelliger wissenschaftlicher Meinung im Zeitraum des ersten Alamannensturms 233 – geschah plötzlich und infolge eines unerwarteten Angriffs auf das Kastell. Als Belege für diese Überrumpelung galten neben der jüngeren, mächtigen Brandschicht die Funde von drei im Ostturm des Südtores (Porta decumana) an der Wand lehnende eiserne Schildbuckel.[26] Die dazugehörigen, vergangenen Schilde waren dort wohl abgestellt worden und konnten von ihren Besitzern offensichtlich nicht mehr erreicht werden. Weitere Schildresten sollen auch vor dem Tor gefunden worden sein und Skelette von vermutlich Erschlagenen lagen im südlichen Torturm.[27] An der Südwestecke der Principia befand sich noch eine Eisenkette mit einem verschließbaren Ring, in dem noch der Unterschenkelknochen eines Gefangenen steckte. Durch den unerwarteten Angriff hatte man die Person nicht mehr aus dem Gefängnis befreien können und sie war mit dem Stabsgebäude verbrannt. Des Weiteren konnten zwei Pferdeskelette sowie vier Lanzenspitzen aus diesem Zerstörungshorizont in der zugemauerten Durchfahrt am Westturm geborgen werden.[28]

Pfünz, Osterburken sowie das Kastell Niederbieber gelten als seltene Beispiele, bei denen der Nachweis eines kämpfenden Untergangs der Kastellbesatzungen erbracht werden konnte. Neben dem Pfünzer Kastell wurde damals auch dessen Lagerdorf (Vicus) zerstört. Ein späterer Wiederaufbau sowie eine Neubelegung des Kastells bis zum endgültigen Limesfall um 259/260 konnten bisher nicht nachgewiesen werden. Gingen Wissenschaftler lange Zeit von der These eines alles zerstörenden Alamannenangriffs aus, brachte der amerikanische Historiker Lawrence Okamura eine neue These auf. Seiner Überlegung nach, sei ein Überraschungsangriff auf das sehr exponiert gelegene Kastell Pfünz eher unwahrscheinlich. Auch wenn Alamannen über das auf dem Felssporn gelegene Lagerdorf gekommen wären, hätten die Wachen noch Zeit zur Alarmierung gehabt. Dies sei offenbar aber nicht geschehen. Laut dem Befund einer plötzlichen Vernichtung nahm Okamura daher an, dass die Kastellbesatzung ihre Angreifer als solche möglicherweise überhaupt nicht erkannt hat und ihnen vielleicht selbst das Tor öffnete. Wäre dem so, dann müßte laut Okamura der Gegner ebenfalls eine römische Truppe gewesen sein, die im Zuge ihrer Aktion nicht nur die militärischen Einrichtungen, sondern auch das angrenzende Lagerdorf geplündert und zerstört hätten. Der Historiker kam daher zu dem Schluss, dieses Ereignis der erfolgreichen Usurpation des Maximinus Thrax im Jahr 235 zuzuordnen. Als aktiver Offizier hatte Maximinus im Gegensatz zu dem regierenden Kaiser Severus Alexander die Mehrzahl der Truppen hinter sich bringen können. Möglicherweise ist in Pfünz daher an innerrömische Kämpfe zu denken, die während des 3. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich waren. Doch auch Okamuras Überlegungen lassen sich nicht beweisen, da vereinzelt aufgelesene Münzen aus dem Lagerdorf bis in die Regierungszeit des Kaisers Gordian III. (238–244) reichen.[29] Fischer äußerte sich 2008 aufgrund dieser Befundlage vorsichtiger und nanne als Zeitspanne der Zerstörung die Jahre „um die Mitte des 3. Jahrhunderts“.[30]

Offiziere und Truppe

Als einzige Truppe ist aus Pfünz die teilberittene eine rund 500 Mann starke teilberittene Einheit römischer Bürger bekannt, die aus zehn Unterabteilungen bestand, davon sechs Infanterieeinheiten (Centurien) sowie vier Kavallerieschwadrone (Turmae). Diese für das rätische Limesgebiet typische Truppenkonstellation wurde in der Antike Cohors equitata genannt. Der vollständiger Name dieser Einheit war Cohors I Breucorum civium Romanorum equitata. Sie trug zeitweise Ehrentitel wie Valeria victrix und torquata ob virtutem appelata. In einigen Inschriften aus Pfünz wird sie auch Cohors I Breucorum Antoniniana genannt.[31]

Mehrere Offiziere der Castra Vetoniana sind namentlich bekannt. Auf einem Grabstein in Nassenfels (Vicus Scuttariensium) wird überliefert, dass dort der Pfünzer Kommandeur (Praefectus cohortis) Puplius Crepereius Verecundianus seine junge Frau Valeria Honorata zu Grabe trug. Die Inschrift lautet:

Dis Ma-
nibus
Valeriae
Honora-
tae P(ublius) Cre-
perei(us) Ve-
recundi(anus) praef(ectus)
coh(ortis) I Breu(corum) uxori

Übersetzung: „Den Tötengöttern. Valeria Honorata, die Frau des Puplius Crepereius Verecundianus, Kommandeur der 1. Kohorte der Breuker.“

Die Inschrift nennt keine Jahreszahl. Aus der bereits erwähnten Bauinschrift des Kastells Böhming geht hervor, dass der Centurio Aelius Fortis im Jahre 181 Kohortenführer in Pfünz gewesen ist. Weitere Offiziere sind der für eine Schwadron (Turma) der Truppe zuständige Dekurio Julius Maximus aus der oben genannten Weiheinschrift, der Dekurio Flavus Alpinus[32] und der Dekurio Flavus Norsanus.[33] Für die Fußtruppen ist unter anderem Crispus Paternus bekannt, der eine Zenturie führte.[34] Über die Landesgrenzen hinaus wurde der 1857 während des Abbruchs der Nikolauskirche zu Tage gekommene beschädigte Weihealtar des Dekurios Titus Flavius Romanus bekannt. Der aus der heute sich in den Niederlanden befindenden Stadt Ulpia Noviomagus Batavorum stammende Offizier mit dem Beinamen Romanus (der Römer), diente in einer Ala I Flavia (1. flavische Reitereinheit). Die nächste von Pfünz gelegene Ala dieses Namens war die mit dem römischen Bürgerrecht ausgestattete Ala I Flavia singularium civium Romanorum pia fidelis im Kastell Pförring.[35] Ein im Jahr 1900 bei den Grabungen im Kastell gefundener bronzener Panzerbeschlag trug die nicht mehr problemlos zu identifizierenden Namen mehrerer Besitzer. Am linken Rand: C(enturia) Memoris Cerialis (oder Cerini), am rechten Rand: C(enturia) Patru(ini) C(enturia) Ma(n)sueti Terti. Das heute in Eichstätt zu findende Stück datiert in das 3. Jahrhundert n. Chr. Zwei Übersetzungmöglichkeiten: Zenturie des Memor, Eigentum des Cerealis; Zenturie des Patruinus; Zenturie des Ma(n)suetus, Eigentum des Tertius oder Zenturie des Memor Cerealis; Zenturie des Patruinus; Zenturie des Ma(n)suetus Tertius.[36]

Kommandeure der Cohors I Breucorum civium Romanorum

Name Rang Zeitstellung Bemerkung
Puplius Crepereius Verecundianus Praefectus cohortis  ? Seine Frau Valeria Honorata starb in Nassenfels.
Aelius Fortis Centurio cohortis 181 Leitete Bauarbeiten am Kastell Böhming.

Weiheinschrift

Aus Böhming ist eine datierbare Weiheinschrift aus der Regierungszeit Kaiser Caracallas bekannt, die von der in Pfünz liegenden Cohors I Breucorum stammt und vielleicht nach Abschluss einer erfolgreichen Militäraktion aufgestellt worden ist. (Belegstelle: IBR 00290)

] Fo[r]-
[tuna]e Red(uci)
[coh(ors) I Br(eucorum)] Anto(niniana)
v(otum) [s(olvit) l(ibens)] l(aetus) m(erito)
Laeto II co(n)[s(ule)]

Übersetzung: „Der zurückführenden Fortuna. Die 1. Kohorte der Breuker hat ihr Gelübde gern, freudig und nach Gebühr eingelöst unter dem Konsul Laetus II.“

Der feststehenden Begriff Fortuna Redux ist sowohl auf Steininschriften als auch auf Münzen überliefert. Die Römer verwendeten ihn in Bezug auf eine glückliche Heimkehr, die ihnen von der Göttin Fortuna geschenkt worden war. Quintus Maecius Laetus II war zusammen mit Marcus Munatius Sulla Cerialis im Jahre 215 Konsul.

Vicus I

Die aus dem Südtor laufende Straße führte über Nassenfels zur Donau. Der sich links und rechts des erhaltenen Straßendammes erstreckende Vicus reichte ungefähr bis zum heutigen Waldrand (Zustand 1993).

Ein besonderes Augenmerk richteten die Ausgräber auf den zivilen Bereich des im Zuge der Wehranlage errichteten Lagerdorfes, des Vicus, sowie das angrenzende Gräberfeld. Es wurde festgestellt, dass sich das hinter dem Südtor beginnende Lagerdorf rund 400 Meter in südliche Richtung ausbreitete. Man erkannte 137 Objekte, zumeist gemauerte Überreste der für obergermanisch-rätische Limeskastelle typischen Langhäuser, von Kellern, Gruben und Zisternen, die sich entlang der Straße nach Süden reihten. Von Bedeutung war die Aufdeckung dreier Tempelanlagen. Ein Heiligtum, das weiter unten besprochene Dolichenum, lag vor dem Südtor. Der zweite Tempel, eine Rundanlage mit drei Kultnischen, befand sich am Südende des Lagerdorfs. Die dort verehrten drei Gottheiten können nur vermutet werden. Südöstlich des Brandgräberfeldes, das gegenüber dem Dreinischentempel entlang der Straße lag, wurde der dritte, recht kleine Tempel mit Vorhalle und Cella ausgegraben.

Gemeinsam mit dem Kastell wurde auch der Vicus und die Infraktruktur des Platzes zerstört. Während der Ausgrabung konnten überall Brandspuren ermittelt werden, in einem der Häuser fanden sich verbrannte Menschenknochen.[29] Der schlagartige, verheerende Angriff führte dazu, dass die Bewohner nicht einmal die Zeit fanden, ihre Wertgegenstände zu verstecken. Eine Plünderung der vielfach kostbaren Gegenstände durch die Angreifer fand entweder nur oberflächlich oder überhaupt nicht statt. Neben dem Hort aus dem Dolichenum entdeckten die Ausgräber vollständige, zum Teil hochwertige Militaria (Paraderüstungen, Reiterhelme, Waffen), Bronzegefäße, Werkzeuge und weiteren Schmuck.

Durch das Auffinden der genannten Gegenstände und der Tatsache, dass im Vicus zusätzlich Hohlziegel und Heizkacheln für Fußbodenheizungen sowie Terra sigillata entdeckt wurden, konnte darauf geschlossen werden, dass es in Pfünz durchaus wohlhabendere Bevölkerungsschichten gegeben haben muss, die sich gewisse römische Annehmlichkeiten leisten konnten.

Jupiter-Dolichenus-Heiligtum

Das Dolchenium mit Eintragungen einiger genauer Fundorte wichtiger Gegenstände

Ein Bauwerk, das rund 50 Meter vor dem Südtor lag, war Jupiter Dolichenus, einem kleinasiatischen Soldatengott, geweiht. Das Dolichenum wurde 1888 ergraben. Der fast rechteckige Tempel besaß eine Länge von 21,10 und 21,45 Metern und eine Breite von 18 und 18,20 Metern. Die 0,90 Meter starken Umfassungsmauern des Heiligen Bezirks waren noch auf einer Höhe zwischen 0,20 bis 0,50 Metern erhalten. Die fast in der Achse des Kultbezirks, 1,20 Meter von der westlichen Umfassungsmauer entfernt liegende 4,80 × 4,80 Meter große Cella war nach Osten hin offen. Ein nördlich zwischen der Cella und der nördlichen Längsmauer angebauter Raum wurde von den Ausgräbern als Sakristei angesprochen. Die seitlich vor der Cella liegende 1,70 Meter tiefe rechteckige Grube könnte als Keller oder Zisterne gedient haben.[37] Die aufgefundenen gemauerte Basen im Heiligen Bezirk trugen einst Votivsteine. Während der Grabung wurden im Dolichenum zwei Votivtäfelchen aus Bronzeblech mit der Inschrift Iovi Optimo Maximo Dolicheno entdeckt.[38] Eines trug den Namen des weihenden Priesters Demittius (=Domitius).[39] Auf einem dritten Bronzeplättchen-Bruckstück ist die Inschrift nur noch unleserlich erhalten geblieben.[40]

Aus dem Schutt des Tempels bargen die Ausgräber – eng aneinanderliegend – einen Hort aus Schmuckstücke und Geld: Neben einem Tongefäß, dass mit einer Schieferplatte abgedeckt war, wurden zwei Armreife, ein Karneol ohne Fassung, ein Fingerring mit Karneol sowie 95 Silberdenare entdeckt. Daneben lagen die Überreste eines Menschen, der vielleicht versucht hatte, die Wertgegenstände zu retten. Das älteste Stück aus dem Münzhort, der auch als Pfünzer Münzschatz bekannt wurde, war eine Prägung der Faustina Minor († 176). Er endete mit sechs Denaren der Julia Mamaea († 235). Die drei meistvertretenen Münztypen waren die der Kaiser Septimius Severus (193–211) mit zwölf Stücken, Elagabal (218–222) mit 22 Stücken sowie Alexander Severus (222–235) mit 30 Stücken.[41] Mit Ausnahme des singulären Denars der Faustina Minor stammen alle Münzen aus der severischen Epoche (193–235). Die Schlussmünze stammt aus dem Jahr 232.[30]

Neben diesem Hort wurden auch zwei aus verzinnter Bronze hergestellte Viktoria-Statuetten im Tempelareal geborgen, von der sich eine vor der Cella und die andere im Eingangsbereich fand. Es zeigte sich, daß diese 89 und 78 Zentimeter hohen Figuren, die je einen Siegerkranz und einen Palmzweig trugen, einst die Spitzen von Votivdreiecken bekrönten.[41] Beide Darstellungen gelten heute als verschollen. Im Sommer 1997 fand ein Spaziergänger im Bereich des Tempels eine weitere Viktoria-Statuette, die – auf einer Weltkugel stehende – gleichfalls einen Palmzweig und einen verlorenen Siegerkranz trug.

Vor dem Tempelbezirk konnte eine 3,5 Meter tiefe Zisterne aufgedeckt werden, die offenbar für kultische Handlungen benötigt wurde.

Der Niedergang des Kultes begann nach 235 mit dem Ende der severischen Dynastie. Die meisten Heiligtümer wurden aufgelassen oder niedergebrannt. Aus der darauffolgenden Epoche gibt es nur noch sehr wenige Zeugnisse für die Verehrung des Jupiter-Dolichenus.[42]

Gräberfeld

Das südlich des Lagerdorfs gelegene Brandgräberfeld konnte in einer Länge von 70 Metern erschlossen werden. Noch weiter südlich wurden außerdem zwei Grabhügelgruppen, bestehend aus sieben Hügelchen als mit Sicherheit römerzeitlich gedeutet.

Vicus II: Handwerkerviertel

Einen von der Reichs-Limes-Kommission nicht mehr in die Veröffentlichungen aufgenommenen Bereich des Vicus stellt das Handwerkerviertel dar. Es befand sich im Osten des Kastells an der Talsohle zwischen Pfünzer Bach und dem zum Kastellplateau führenden Steilhang. Die nie vollständig veröffentlichten Grabungsbefunde zu diesem Grabungssektor umfassten drei Töpferöfen, Eisenschmelz- und Schmiedeöfen, Gebäudereste, Zisternen, Brunnen, Abfallgruben und weiteres. War der eigentliche Lagerdorfbereich auf dem 40 Meter hohen Bergsporn zwar hervorragend für eine Verteidigung geeignet, konnten die Handwerker dort nicht die für sie notwendige Infrastruktur vorfinden. Für die viele Betriebe war eine konstante Wasserzufuhr wichtig, weshalb sich diese am Pfünzer Bachlauf gründeten.

Kastellbad

Die von Friedrich Winkelmann im ausgehenden 19. Jhr. untersuchte Therme.

Nördlich der Eisenschmelze, ebenfalls im Tal und direkt unterhalb des Osttores gelegen, konnten die gut erhaltenen Fundamente eines groß dimensionierten Kastellbades, dessen Bodenbelag aus ansprechendem Solnhofener Plattenkalk[43] bestand, freigelegt werden, das vom Kastell aus über einen Serpentinenweg erreichbar gewesen ist. Nach der Freilegung im 19. Jahrhundert ging das Wissen um die genaue Lage dieses Bades, das zum Reihentyp gehörte, jedoch zeitweilig wieder verloren. Der Bau war mit seiner Längsseite genau ausgenordet.

Eine geomagnetische Begehung des Bades und seines Umfeldes, die im Zuge der Entdeckung einer möglichen Mansio 2010 erfolgte, erfasste zwischen der Therme und dem Hang des Bergsporns Anomalien, die auf Gebäude hinweisen könnten, welche in nachrömischer Zeit durch abgehendes Geröll und Erde verschüttet worden sind.[44]

Mansio

Die Mansio nach Luftbildern und der geomagnetischen Prospektion.

Im Sommer 2010 wurden bei einem Luftbildüberflug in einem Feld Strukturen eines komplexen, rund 40 × 34 Meter großen rechteckigen Gebäudes südlich der Therme sichtbar. Der wie das Bad mit seiner Längsseite ausgenordete Bau besaß einen sich nach Süden verengenden und öffnenden Atriumhof sowie einen im Westen, Osten und Norden erkennbaren, rund 2 Meter breiten Umgang an den sich mindestens 16 rechteckige Raumgruppen anschlossen. Der Luftbilderkundung folgte kurze Zeit nach der Entdeckung eine geomagnetische Prospektion durch das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesdenkmalamt. Die Archäologen vermuten in dem Bau eine Mansio, ein römisches Gasthaus mit Spannstation. Nachweisliche Bauten dieser Art mit einem ähnlichen Grundriss wurden in Großbritannien ergraben.[45]

Nachrömische Entwicklung

Die Inschrift für Sedatus

Die Lagerruine wurde wie viele antike Stätten im Mittelalter als attraktiver Steinbruch angesehen. Unter anderem errichtete man aus ihrem Material 50 Meter vor der Nordostecke des Kastells die Pfarrkirche St. Nikolaus. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts verlegte man diese Kirche in das nahegelegene Dorf. Das Gotteshaus verfiel; wurde im 19. Jahrhundert vollständig abgebrochen und sein Baumaterial erneut im Dorf verwendet. Aus der niedergelegten Nikolauskapelle stammen nicht nur großformatige Kalk- und Tuffquader sowie Bruchstücke von Zinnendeckeln,[46] die sekundär als Fundamentierung gedient hatten, sondern auch eine Weihealtar,[4] der nach der von Johann Nepomuk von Raiser durchgeführten Ausgrabung ab 1809 als Stufe vor einem Pfünzer Haus lag. Er ist dem provinzialen, aus Illyrien stammenden Gott Sedatus gewidmet und lautet:

Sedato
sacrum
coh(ors) I Bre(ucorum)
ex v(oto) s(olvit) l(ibens)
v(otum) s(olvit) c(uram) a(gente) Iul(io)
Maxim-
o dec(urione)

Übersetzung: „Sedatus geweiht. Die I. Kohorte der Breuker hat nach einem Gelübde froh und mit Freuden ihr Gelübde eingelöst unter der Führung des Dekurios Julius Maximus.“

Das Original dieser Inschrift befindet sich heute im römischen Museum Augsburg.

Wichtiges Fundgut

Militaria

Hervorzuheben sind aus dem Brandschutt des Stabsgebäudes geborgene, vielfältige Bruchstücke von Paraderüstungen, die höchstwahrscheinlich während der endgültigen Zerstörung in den Boden gekommen sind. Dazu gehört das mit Akanthusranken verzierte Fragment eines kurzen Nackenschutzes, der einst zu einem Maskenhelm gehört hatte[47] sowie ein figürlich verziertes linkes Brustschließblech aus dem nordwestlichen Eckturm, das in das 1. Drittel des 3. Jahrhunderts datiert wird.[48]

Terra Sigillata

Insgesamt lagen bis zu Beginn der 1960er Jahre 337 Bruchstücke dieses in keinem gehobenen Haushalt der römischen Antike fehlenden Geschirrs aus Kastell, Vicus und Gräberfeld vor. Sie waren mit den damals bereits bestimmbaren 319 Rheinzabernern Bilderschüsselfragmenten aus Köngen verglichen worden.[49] An in Pfünz aufgefundener Terra Sigillata wurden Stempel des Primitivus (Gruppe II c), des Julius II-Julianus I (Gruppe III a) des Victor I[50] und des frühen Produzenten Ianu I (Drag. 37) ausgemacht, die alle in Rheinzabern (Tabernae) ihre Werkstätten hatten. Primitivus-Ware fand sich auch an anderen Orte Rätiens wie in der um 200 eröffneten Manufaktur Schwabegg an der Fernstraße von Augusta Vindelicum (Augsburg) nach Cambodunum (Kempten). Dort wurden sogar 19 Formschüsselpunzen des Rheinländers abgeformt bzw. übernommen. Wenn Pfünz 233 n. Chr. endgültig zerstört worden ist, waren die genannten Sigillata-Manufakturen wohl schon im ersten Drittel des 3. Jahrhunderts in Betrieb.[51] Hans-Günther Simon stellte 1962 fest, dass die Produktionen der Hersteller Primitivus und Julius II-Julianus I wohl über die Zeit der Zerstörung von Pfünz hinausreichten.[52] In Pfünz wurde außerdem Sigillata eines Dagodu(b)nus gefunden. Dessen Produktionsstätte ist noch unbekannt und könnte entweder im gallischen Lezoux bei Clermont-Ferrand oder in Rheinzabern liegen.[53] Beides waren Manufakturzentren der Sigillata-Herstellung. Ware von Dagodubnus taucht auch in Regensburg, Kösching und Großbritannien auf. Das wahrscheinliche Ende der allgemeinen Rheinzaberner Produktion wurde in der Vergangenheit in die Jahre 260/270 n. Chr. gelegt.[54]

Hohlmaßgefäße (Modii)

Seit seiner Auffindung 1885 in dem 9 × 23 Meter großen Speicherbau (Horreum) nahe der Principia, ist ein eiserner Stab, auf dem noch ein gleichschenkeliges, einst drehbares Kreuz saß, stets als Feldvermessungsgerät (Groma) gedeutet worden.[5] Letztendlich waren die Überlegungen des Archäologen Dietwulf Baatz ausschlaggebend dafür, den eisernen Gegenstand als Fragment eines Modius (Scheffel), eines römischen Getreidemaßes von rund 8 Liter, aus dem frühen 3. Jahrhundert anzusehen. Zu dieser Feststellung passt auch die Tatsache, dass die Gerätschaft bei den Grabungen der RLK im Horreum aufgefunden worden ist. Der Modius wurde als Hohlmaß für trockenes Schüttgut, beispielsweise Getreide, verwendet. Er bestand in Pfünz aus einem hölzernen zylindrischen oder kegelstumpfförmigen hölzernen Körper, der aus einzelnen Fassdauben zusammengefügt war. In der Mitte von dessen Bodenplatte wurde der erhaltene Eisenstab befestigt. Das drehbare Kreuz diente dazu, das über den Rand zu hoch gehäufte Schüttgut abzustreichen und so ein „gestrichenes Maß“ zu erhalten.[55] Ein vergleichbarer Modius des späten 1. Jahrhunderts, jedoch vollständig aus Metall gefertigt und mit Mengenangaben versehen, wurde am Hadrianswall beim Kastell Carvoran gefunden. Als Monatsration erhielt ein Infanterist 4 Modii Weizen, (rund 27 kg) zugeteilt, was eine tägliche Ration von rund 0,9 kg bedeutete. Das Getreide wurde von den Soldaten in den Mannschaftsquartieren selbständig auf einer kleinen Handmühle gemahlen und zu Brot oder Brei verarbeitet. Einem römischen Kavalleristen standen nach Polybios 12 Modii Weizen und 42 Modii Gerste zu. Mit der doppelten Ration Weizen konnten sie den ihnen zugeteilten Reitknecht (Calo) mitversorgen, während die Gerste für das Pferd vorgesehen war.[56] Heute geht die Forschung davon aus, dass es sich bei diesem und allen ähnlichen Metallfunden immer um Überreste eines Hohlmaßgefäßes (Modius) gehandelt hat.[57]

Gegenstände des täglichen Bedarfs

Hans-Jürgen Eggers ordnete zwei Kasserollen in dem von ihm aufgestellten System der Stufe B 2 sowie einen Eimer und drei Kellen (beziehungsweise Siebe) der Stufe B 2 oder C 1 zu.[58]

Fundverbleib

Funde aus Kastell und Vicus befinden sich im Museum für Ur- und Frühgeschichte auf der Willibaldsburg in Eichstätt und im Römischen Museum Augsburg.

Denkmalschutz

Das Kastell Pfünz und die erwähnten Anlagen sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Außerdem sind sie geschützt als eingetragene Bodendenkmale im Sinne des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG). Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind erlaubnispflichtig, Zufallsfunde sind den Denkmalbehörden anzuzeigen.

Siehe auch

Literatur

allgemein

  • Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage, Gebr. Mann, Berlin 2000, ISBN 3-7861-2347-0, S. 308ff.
  • Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0.
  • Thomas Fischer in: Wolfgang Czysz unter anderem: Die Römer in Bayern. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-11-6, S. 500 f.
  • Thomas Fischer: Kastelle Ruffenhofen, Dambach, Unterschwaningen, Gnotzheim, Gunzenhausen, Theilenhofen, Böhming, Pfünz, Eining. In: Jochen Garbsch (Hrsg.): Der römische Limes in Bayern. 100 Jahre Limesforschung in Bayern. Ausstellungskataloge der Prähistorischen Staatssammlung 22, 1992, S. 37 ff.
  • Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0351-2, S. 94 ff.

Einzelstudien

  • Dietwulf Baatz: Groma oder Modius? Zu einem Fund aus dem Limeskastell Pfünz. Bayerische Vorgeschichtsblätter 59, S. 73–83, Beck, München 1994.
  • Wolfgang Czysz: Eine Töpferei von Terra-Sigillata- Gefäßen bei Schwabegg, Landkreis Augsburg, Schwaben. In: Das Archäologische Jahr in Bayern, 1980.
  • Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes. 4. Fachkolloquium der Deutschen Limeskommission 27./28. Februar 2007 in Osterburken. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7 (= Beiträge zum Welterbe Limes, 3), S. 155−171, insbesondere S. 163−167.
  • Thomas Fischer: Eine Bronzegießerei im Lagerdorf des römischen Kastells Pfünz, Gde. Walting, Lkr. Eichstätt, Oberbayern. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 49, 1984, 299 f.
  • Horst Herzog: Der Pfünzer Münzschatz. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 86. Eichstätt 1993. S. 7–61.
  • Carsten Mischka: Die neu entdeckte Mansio in der Außensiedlung des Kastells Pfünz. In: Der Limes. Nachrichtenblatt der Deutschen Limenskommission. 5. Jahrgang 2011, Heft 1, S. 8−13. (auch online; PDF; 3,9 MB)
  • Friedrich Winkelmann: Das Kastell Pfuenz. In: Ernst Fabricius, Felix Hettner, Oscar von Sarwey (Hrsg.): Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches B VII Nr. 73 (1901).

Weblinks

 <Lang> Commons: Kastell Pfünz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3, Theiss, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 163. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Fassbinder163“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  2. 48° 56′ 46″ N, 11° 21′ 39″ O48.94611111111111.360833333333
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 139 Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Fischer2008“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  4. 4,0 4,1 CIL 03, 05918.
  5. 5,0 5,1 Walter E. Keller, Walter Grabert M.A.: Die Römer am Limes. 5. überarbeitete Auflage, Keller, Treuchtlingen 1998, ISBN 3-924828-49-0, S. 71
  6. 6,0 6,1 Karl Zecherle: Geschichte des Kastells Pfünz bei Eichstätt. In: Schönere Heimat, Nr. 2/92. Mitgliederzeitschrift des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, 1992. S. 82–86.
  7. Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3, Theiss, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 164.
  8. Hartwig Schmidt: Archäologische Denkmäler in Deutschland – Rekonstruiert und wieder aufgebaut, Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1395-X. S. 109.
  9. Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel: Der Limes, Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1. S. 136.
  10. 10,0 10,1 CIL 03, 11930.
  11. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 112.
  12. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle, von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 58.
  13. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle, von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 54.
  14. Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3, Theiss, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 165.
  15. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 152.
  16. Anne Johnson (deutsche Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 145.
  17. Martin Kemkes: Das Bild des Kaisers an der Grenze – Ein neues Großbronzenfragment vom Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Forschungen zur Funktion des Limes, Band 2, Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2117-6, S. 144.
  18. 18,0 18,1 Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3, Theiss, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 166.
  19. Anne Johnson (deutsche Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 188 ff.
  20. Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3, Theiss, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 167.
  21. Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel: Der Limes, Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1, S. 135
  22. CIL 03, 14370.
  23. Richard Klein: Marc Aurel. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979. ISBN 3534078020. S. 227.
  24. CIL 03, 11933.
  25. Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0351-2; Barbara Pferdehirt: Die Keramik des Kastells Holzhausen. Limesforschungen 16, Mann, Berlin 1976. ISBN 3-7861-1070-0. S. 18
  26. Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0351-2, S. 99.
  27. Thomas Fischer, in: Thomas Fischer, Wolfgang Czysz, Karlheinz Dietz, Hans-Jörg Kellner): Die Römer in Bayern. Theiss, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1058-6. S. 501.
  28. Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0351-2, S. 98ff.
  29. 29,0 29,1 Frank Unruh: Kastelle am Ende. Germanen oder Römer. Überfälle auf Pfünz und Niederbieber. In: Hans-Peter Kuhnen (Hrsg.): Gestürmt – Geräumt – Vergessen? Der Limesfall und das Ende der Römerherrschaft in Südwestdeutschland. Württembergisches Landesmuseum, Stuttgart 1992. ISBN 3-8062-1056-X. S.67–68; hier: S. 67.
  30. 30,0 30,1 Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 141.
  31. CIL 03, 11935; CIL 03, 06530.
  32. CIL 03, 11938.
  33. CIL 03, 11939.
  34. CIL 03, 11937.
  35. CIL 03, 05918b.
  36. AE 2000, 01869; CIL 03, 13558; Jochen Garbsch (Hrsg.) mit Beiträge von Hans-Jörg Kellner, Franz Kiechle und Maria Kohlert: Römische Paraderüstungen, Ausstellungskatalog des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg und der Prähistorischen Staatssammlung München, Beck, München 1978, ISBN 3-406-07259-3. S. 79; Heinz Menzel: Römische Bronzen aus Bayern, Augsburg 1969. S. 48.
  37. Monika Hörig, Elmar Schwertheim: Corpus cultus Iovis Dolicheni (CCID). Brill, Leiden 1987. ISBN 90-04-07665-4. S. 305.
  38. CIL 03, 11926; CIL 03, 11927.
  39. Monika Hörig, Elmar Schwertheim: Corpus cultus Iovis Dolicheni (CCID). Brill, Leiden 1987. ISBN 90-04-07665-4. S. 306.
  40. CIL 03, 11928.
  41. 41,0 41,1 Monika Hörig, Elmar Schwertheim: Corpus cultus Iovis Dolicheni (CCID). Brill, Leiden 1987. ISBN 90-04-07665-4. S. 308.
  42. Péter Kiss, Réka Mladoniczki, Jörg Scheuerbrandt, Eszter Harsányi: Die Colonia Claudia Savaria von der Mitte des 1. bis zum 3. Jh. n. Chr. Colonia Claudia Savaria a Kr. u. 1. sz. közepe és a 3. sz. között. In: Im Auftrag des Adlers. A római sas szolgálatában. Publius Ferrasius Avitus. Begleitbuch zur Deutsch-ungarischen Sonderausstellung 2012. ISBN 978-3-00-037759-4. S. 90.
  43. Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel: Der Limes, Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1, S. 120.
  44. Carsten Mischka: Die neu entdeckte Mansio in der Außensiedlung des Kastells Pfünz. In: Der Limes. Heft 1. 5. Jahrgang 2011. Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission. München 2011. S. 13.
  45. Carsten Mischka: Die neu entdeckte Mansio in der Außensiedlung des Kastells Pfünz. In: Der Limes. Heft 1. 5. Jahrgang 2011. Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission. München 2011. S. 8–13.
  46. Philipp Filtzinger, Dieter Planck, Bernhard Cämmerer: Die Römer in Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 1976. S. 205.
  47. Marcus Junkelmann: Reiter wie Statuen aus Erz. von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1819-7, S. 36.
  48. Hermann Born, Markus Junkelmann: Römische Kampf und Turnierrüstungen. Sammlung Guttmann Berlin. von Zabern, Mainz 1997. ISBN 978-3-8053-1668-2. S. 74.
  49. Hans-Günther Simon: Terra sigillata aus Köngen. In: Hartwig Zürn: Festschrift Wolfgang Kimmig, E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1971. ISBN 3-510-49019-3 . S. 258.
  50. Barbara Pferdehirt: Die Keramik des Kastells Holzhausen. Limesforschungen 16, Mann, Berlin 1976. ISBN 3-7861-1070-0. S. 20.
  51. Barbara Pferdehirt: Die Keramik des Kastells Holzhausen. Limesforschungen 16, Mann, Berlin 1976. ISBN 3-7861-1070-0. S. 20 ff.
  52. Fundberichte aus Baden-Württemberg, Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1727-0. S. 724.
  53. Andrea Faber: Das römische Auxiliarkastell und der Vicus von Regensburg-Kumpfmühl, Beck, München 1994, ISBN 3-406-35642-7. S. 372, Marginalie.
  54. Werner Zanier: Das römische Kastell Ellingen. Zabern (Reihe Limesforschungen, Band 23), Mainz 1992, ISBN 3-8053-1264-4. S. 124.
  55. Dietwulf Baatz: Groma oder Modius? Zu einem Fund aus dem Limeskastell Pfünz. Bayerische Vorgeschichtsblätter 59, S. 73–83, C. H. Beck, München 1994.
  56. Marcus Junkelmann: Panis militaris – Die Ernährung des römischen Soldaten oder der Grundstoff der Macht, von Zabern, Mainz 1997. ISBN 3-8053-2332-8. S. 90 ff.
  57. Margot Klee: Der römische Limes in Hessen. Geschichte und Schauplätze des UNESCO-Welterbes. Pustet, Regensburg 2009. ISBN 978-3-7917-2232-0. S. 41–42.
  58. Hans-Jürgen Eggers: Chronologie der Kaiserzeit in Germanien. In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band 5.1. de Gruyter, Berlin 1976. ISBN 3-11-006690-4. S. 27.

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Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
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16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
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29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
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20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
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18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
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20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
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20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
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29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
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19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
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27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
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27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
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24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
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17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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