Agamemnon, Talthybios und Epeios auf einem samothrakischen Relief, um 560 v. Chr.

Epeios ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Panopeus[1][2] und der Erbauer des Trojanischen Pferdes.

In Homers Ilias erscheint er bei den Leichenspielen des Patroklos als Sieger im Faustkampf gegen Euryalos und Gewinner eines Maulesels[3] sowie als erfolgloser Werfer der Eisenkugel des Eetion, wofür er ausgelacht wird.[4] Beim Chorlyriker Stesichoros ist er einer der Wasserträger der Atriden.[5]

In der Odyssee erscheint ihm im Traum die Göttin Pallas Athene und trägt ihm auf, das Trojanische Pferd zu bauen, wobei sie selbst ihren Beistand zur schnelleren Vollendung des Werkes verspricht. Mit Athenes Hilfe und der Unterstützung der Atriden schaffte er es, sein Werk innerhalb von drei Tagen zu vollenden. Laut Vergil gehörte er zu den Griechen, die in das Pferd stiegen.[6][7]

Laut späteren Sagenfassungen soll Epeios nach dem Trojanischen Krieg nach Italien gezogen sein und dort Pisa[8] und Metapont[9] gegründet haben.

Siehe auch

  • (2148) Epeios

Literatur

  • Paul Weizsäcker: Epeios 2. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 1278–1280 (Digitalisat).

Weblinks

Commons: Epeios – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Homer, Odyssee 8,492
  2. Pausanias 2,29,4
  3. Homer, Ilias 23,665 ff.
  4. Homer, Ilias 23,835 ff.
  5. Stesichoros bei Athenaios 10,457
  6. Homer, Odyssee 8,493; 11,523
  7. Vergil, Aeneis 2,264
  8. Servius zu Vergil, Aeneis 10,179
  9. Velleius Paterculus, Historia Romana 1,1,1; Iustinus 20,2

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