Copán


Stele H, dediziert 730 von Waxaclajuun Ub'aah K'awiil

Copán war eine im heutigen Staat Honduras gelegene bedeutende Stadt der Maya während der klassischen Periode (etwa 250 bis 900). Im 8. Jahrhundert erlebte sie ihre Blütezeit, wurde bald darauf jedoch verlassen und verfiel, wie die meisten anderen Maya-Städte im Tiefland der Halbinsel Yucatán.

Die Ruinenstätte wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts erforscht und gehört seit 1980 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wie der historische Name der Stadt lautete, ist noch nicht vollständig geklärt.[1]

Geographische Lage

Die Lage von Copán

Die Ruinenstätte von Copán liegt im Tal des Río Copán im äußersten Westen von Honduras unweit der heutigen Stadt San José de Copán auf etwa 600 Metern über dem Meeresspiegel; die Stadt befindet sich somit am östlichen Rand des Maya-Kulturkreises. Entlang des Flusses erstrecken sich fünf kleine Ebenen, deren größte mit etwa 13 Quadratkilometern die sogenannte Copán Pocket ist, in der auch die Stadt liegt. Flankiert wird das Tal von bis zu 2000 Meter hohen Bergen, die es von zerstörerischen Wettereinflüssen, etwa großen Wirbelstürmen, weitgehend abschirmen. Diese Lage verhindert auch, dass schwüle Luftströmungen die Region erreichen, was zu einem gemäßigt heißen Tropenklima führt. Im ehemaligen Gebiet der Maya kam dies in nur wenigen Städten vor, etwa in Toniná oder Chinkultic.

Der Río Copán stellte nicht nur die Wasserversorgung sicher, sondern überflutete die Copán Pocket bis ins 8. nachchristliche Jahrhundert hinein[2] jedes Jahr und erneuerte durch die Ablagerungen die Bodenfruchtbarkeit. Kaum einen halben Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernt befindet sich ein Vorkommen von grünem Tuffstein, der an dieser Stelle von verhältnismäßig stabiler Konsistenz ist. Aus diesem Material fertigten die Maya die unzähligen Stelen und Skulpturen; auch Gebäude wurden damit errichtet. In der weiteren Umgebung gibt es die größte Fundstätte von Jade in ganz Mesoamerika sowie ein kleines Obsidianvorkommen. Diese beiden Materialien nutzten die Einwohner zur Herstellung von Schmuck und Werkzeugen. Außerdem wurde noch eine Fundstätte von Granit für die Herstellung von Mahlsteinen sowie eine Lehmgrube für Keramiken benutzt. Für die Maya bot das Tal also eine Vielzahl von Vorteilen, die den Aufstieg Copáns begünstigten.

Die Stadt

Copán wird durch die im Zentrum gelegene „Hauptgruppe“ dominiert, eine zentral gelegene Ansammlung von Gebäuden und auch Gebäudekomplexen mit einer Fläche von rund 12 Hektar. Sie wird wiederum durch eine große freie Fläche in eine nördliche und eine südliche Hälfte geteilt. Der nördliche Teil umfasst mit drei Stufenreihen, an die sich mehrere Plattformen anschließen, den „Großen Platz“, in dem mehrere Stelen mit in Maya-Hieroglyphen verfassten Inschriften stehen. Die sogenannte Akropolis bildet dagegen neben einigen kleineren Bauten den Südteil der Hauptgruppe und besteht aus einer Vielzahl von Terrassen und Plattformen, auf denen sich wiederum weitere Gebäude erheben. Von der großen Fläche, die die Hauptgruppe teilt, führen zwei mit Kalk bedeckte Dammstraßen (Sacbeob) in nord-südlicher und ost-westlicher Richtung zu vier großen Wohngebieten, die vor allem von Adeligen bewohnt wurden. Dort lebte auch deren Hofstaat und eine Vielzahl von Handwerkern; der Herrscher der Stadt wohnte allerdings in seiner Residenz in der Hauptgruppe. Das einfache Volk besaß als Unterkünfte nur einfache Pfahlbauten.

Modelldarstellung der Hauptgruppe: der südliche Teil (links) ist durch den Großen Platz von der Akropolis und den ihr angeschlossenen Gebäuden getrennt.

Die Anordnung der Gebäude und Komplexe nach dem viergeteilten Schema spiegelt das Weltbild der Maya wider. Die vier Wohnbezirke stellen die vier Himmelsrichtungen dar; die Dammstraßen selbst symbolisieren die Achsen des Kosmos, wobei besonders auf die Ost-West-Achse Wert gelegt wurde. Durch die Anlage der Herrscherresidenz im Zentrum wurde auf den speziellen Status des Königs als Bewahrer der Harmonie von göttlicher und menschlicher Welt hingewiesen. Die Stadt, mit der Hauptgruppe als Zentrum, ist damit nicht nur eine Wiedergabe der Ordnung des Kosmos, sondern auch der irdischen Welt. Die Ausrichtung nach dem Weltbild bestimmte auch die Errichtung von Gebäuden oder einzelnen Räumen. Dieses Schema ist mit einigen Variationen in fast allen Maya-Städten erkennbar, doch in Copán gilt es als besonders ausgeprägt.[3]

Da Copán durch seine Lage eine Art Außenposten des Maya-Gebietes darstellte, fand dort ein reger Warenhandel statt. Handwerker stellten Schmuck aus Muscheln und Obsidianklingen her, der vor allem an Städte im Norden geliefert wurde. Bemerkenswert hierbei ist, dass es im ganzen Maya-Gebiet kein einziges großes Obsidianvorkommen gibt; das Material wurde vor allem aus der zentralmexikanischen Stadt Teotihuacán eingeführt. Der Einfluss dieser Metropole zeigt sich in vielen klassischen Städten der Maya und beschränkte sich nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte, sondern lässt sich auch in Kunst und Architektur erkennen. Inwieweit dieser Einfluss nur durch Handel zustande kam oder auch durch militärische Eroberungen, ist bislang nicht vollständig geklärt. Zumindest für Tikal ist eine solche Eroberung für das Jahr 378 nach Christus erwiesen.[4]

Im Folgenden sollen die wichtigsten Strukturen, Gebäude und Monumente näher beschrieben werden. Freilich gibt es in Copán sehr viel mehr Bauten als die unten beschriebenen, doch soll hier nur ein Überblick gegeben werden. Für detaillierte Informationen über die anderen Bauwerke sei auf die am Ende des Artikels angegebene Literaturliste und die Weblinks verwiesen.

Die Akropolis

Den Großteil der südlichen Hälfte der Hauptgruppe nimmt die fast exakt in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Akropolis ein. Sie hat einen annähernd rechteckigen Grundriss und war zur Zeit der Maya das religiöse und politische Zentrum der Stadt. Die Akropolis ist ein Konglomerat aus vielen einzelnen Gebäuden, Plattformen und Terrassen, die alle zu verschiedenen Zeiten errichtet wurden. Die meisten Bauten sind um zwei Plätze gruppiert, den östlichen und den westlichen Hof, zwischen denen sich der massive Tempel 16 erhebt. Im Süden schließt sich eine Ansammlung von wesentlich kleineren Wohnhäusern an, die einen Platz umschließen, der von den Bewohnern der heutigen Siedlung El Cemeterio („Der Friedhof“) genannt wird. Diesen Namen erhielt er, nachdem Forscher von der Carnegie Institution of Washington dort mehrere Gräber von Bewohnern der Wohnhäuser entdeckt hatten.

Mit der Errichtung der ersten Bauten der heutigen Akropolis wurde etwa 400 nach Christus begonnen. Im Laufe der Zeit wurden alte Gebäude niedergerissen oder von neueren und größeren überbaut, bis schließlich mit der Errichtung von Tempel 16 um 800 nach Christus der heute sichtbare Gebäudekomplex mit seinen Innenhöfen entstanden war. In heutiger Zeit bemühen sich die Archäologen, besonders die überbauten und somit heute verborgenen Bauten zu erforschen, um auch Erkenntnisse über die Frühzeit Copáns, also auch die Zeit der Präklassik, zu erlangen, da erwartet wird, dass sich darunter noch Hinweise auf zahlreiche frühere Strukturen verbergen. Allerdings hat der Río Copán im Laufe der Zeit besonders den östlichen Teil der Akropolis unterhöhlt und somit einige Bauwerke dort zerstört.

Die Akropolis beheimatete nicht nur den Verwaltungsapparat und die Residenz des ajaw (König), sondern stellte in der Gesamtheit seiner Gebäude ein Spiegelbild der Maya-Mythologie dar. Ein Beispiel dafür ist etwa der am östlichen Innenhof gelegene Tempel 22, der zu Beginn des 8. Jahrhunderts errichtet wurde und den Berg Mo'Witz darstellt, den Ort, an dem nach einer Legende der Mais erschaffen wurde und der auch Sitz einer Schutzgottheit der Stadt Copán ist.

Der Ballspielplatz

Der große Ballspielplatz von der Akropolis gesehen

Der Spielplatz von Copán für das mesoamerikanische Ballspiel ist nach der Anlage in Chichén Itzá der zweitgrößte, der je im Gebiet der Maya entdeckt wurde. Er liegt in der freien Fläche, die die beiden Hälften der Hauptgruppe trennt. Sein Spielfeld wird von zwei aus Tuffstein errichteten Böschungen so eingegrenzt, dass es ungefähr die Form des römischen Buchstaben „I“ einnimmt. An jede Böschung grenzt etwas erhöht je ein Gebäude an, das möglicherweise als Aufenthaltsraum für Zuschauer gedacht war.[5] Entlang der Längsachse des Spielfeldes sind drei steinerne Markiersteine in den Boden eingelassen.

Die Bewohner der Stadt legten den ersten Ballspielplatz bereits im 5. Jahrhundert nach Christus unter dem ersten König Copáns an. Er wurde mehrere Male überbaut; der heutige Platz stammt aus dem frühen 8. Jahrhundert, der Zeit von König „18 Kaninchen“. Auch diese Anlage weist auf einen zentralen Mythos der Maya hin, nämlich den Ursprung des Ballspiels. Auf dem nördlichen Markierstein sind die beiden Brüder Junajpu und Xb'alanke zu sehen, die mythischen ersten Ballspieler, die in der Unterwelt gegen die Götter antraten und durch eine List siegten. Auch der gegenüberliegende Stein zeigt eine Szene aus dieser Geschichte, während sich 18 Kaninchen auf dem mittleren Markierstein als Ballspieler im Wettstreit gegen die Götter abbilden ließ. Der gesamte Ballspielplatz symbolisierte somit einen Eingang zur Unterwelt.

Tempel 26

Die Hieroglyphentreppe

Am Nordrand der Akropolis steht der zwischen 738 und 756 erbaute Tempel 26. Diese Stufenpyramide ist vor allem wegen der Hieroglyphentreppe bekannt, die an der Frontseite zu dem kleinen Heiligtum an der Spitze des Tempels führt. Die 2200 Hieroglyphenblöcke, verteilt auf 55 Stufen, berichten von der Geschichte Copáns, beginnend mit dem Begründer der Herrscherlinie der Stadt. Die Treppe stellt in ihrer Gesamtheit den längsten in Stein gemeißelten Text in Maya-Schrift dar.[6]

Im Treppenaufgang stehen sechs Figuren, die Könige von Copán darstellen. Sie tragen jedoch, anders als auf früheren Statuen, die Tracht der Krieger der zu diesem Zeitpunkt schon untergegangenen Stadt Teotihuacán. Erstmals tritt hier der bislang vorherrschende mythologische Aspekt zugunsten einer kriegerischen Darstellung in den Hintergrund, vermutlich aufgrund des einige Jahre vor dem Baubeginn erfolgten Überfalls der Stadt Quiriguá.[7] Auch das Heiligtum am oberen Ende der Treppe weist auf einen wieder erstarkten kulturellen Einfluss Teotihuacáns hin, denn in ihm befinden sich zwei Inschriften aus dem Jahr 751, wobei ähnlich wie beim Stein von Rosette derselbe Text zweimal in verschiedenen Sprachen verfasst wurde, einerseits in der Schrift der Maya, andererseits in den Hieroglyphen von Teotihuacán.

Wie so viele andere Tempel überdeckt auch hier der heutige Bau einige ältere Tempel. So entstand das erste Bauwerk am Ort von Tempel 26, der sogenannte „Papagayo“, gegen Mitte des 5. Jahrhunderts. Dieses ließ der vierte König von Copán zum Teil einreißen und mit einem Tempel überbauen, der um 600 wiederum überbaut wurde. Es folgte noch ein weiterer Bau darüber, bis schließlich der heute sichtbare Tempel 26 entstanden war.

Im 16. oder 17. Jahrhundert wurde der gesamte Tempel durch ein Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen. Dabei gerieten alle Stufen über der 15. Stufe wie ein Erdrutsch in Bewegung. Die Zeichen der höheren Stufen sind heute willkürlich eingesetzt, der Text dieses Teils der Inschrift ist nicht mehr zu rekonstruieren. Unter dem Tempel selbst fand man auch einige Gräber aus der frühen Klassik, aber die Grabstätte von „Rauch-Hörnchen“, dem Herrscher, unter dem das Gebäude fertiggestellt wurde, wurde bis jetzt noch nicht entdeckt.

Stele A, errichtet 731 von Waxaclajuun Ub'aah K'awiil

Altar Q

Altar Q

Der quaderförmige Altar Q stand im Westhof der Akropolis vor dem größten Gebäude von Copán, dem Tempel 16, er befindet sich jetzt im Museum. Wie auch die Hieroglyphentreppe gibt er Aufschluss über die dynastische Geschichte der Stadt. Auf seinen vier Seiten sind jeweils vier reich gekleidete Personen abgebildet, die der Reihe nach im Schneidersitz auf Hieroglyphen sitzen. Auf der Vorderseite sitzt die erste Person der letzten der Reihe gegenüber, welcher er einen Stab überreicht. Zwischen ihnen befindet sich eine Datumshieroglyphe, die das Jahr 763 angibt.

Es gab seit der ersten Beschreibung des Altars Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Versuche, die Bedeutung der 16 abgebildeten Personen herauszufinden. Man vermutete zunächst eine Versammlung von Astronomen oder ein politisches Treffen; erst ab den späten siebziger Jahren konnte mit Hilfe der Hieroglyphentreppe nachgewiesen werden, dass auf dem Altar die bis 763 regierenden 16 Könige abgebildet werden. Die erste Person stellt also den ersten König von Copán dar, der seinem Nachfolger, dem sechzehnten in der Ahnenreihe, mit dem Stab symbolisch die Legitimation für die Herrschaft überreicht. Die Datumshieroglyphe bezeichnet also den Tag der Inthronisation des neuen Königs. Auch auf dem Altar zeigt sich der zur Zeit der Errichtung erstarkende Einfluss von Teotihuacán, denn der erste König der Dynastie trägt hier keinen Maya-typischen, sondern einen rechteckigen Schild, wie er in Teotihuacán üblich war. Auch seine weit aufgerissenen Augen – ein Merkmal des teotihuacánischen Gottes Tlaloc – deuten darauf hin.

Die Stelen

Im Tal des Río Copán erstreckt sich auf einer Länge von rund 20 Kilometern ein wahres Netzwerk von steinernen Stelen. Die von den Maya lakam tuun („Großer Stein“) genannten Pfeiler tragen an allen Seiten Verzierungen, Gravierungen oder Inschriften, die über das Leben der dargestellten Könige oder deren Handlungen berichten. Vor der Errichtung mussten die Bewohner die tonnenschweren Steinpfähle oft erst steile Berghänge hinauf transportieren. Aufgestellt wurden die Stelen meist zu kalendarischen oder politischen Jubiläen. Der Großteil stammt aus der Zeit des Königs „Rauch-Jaguar Imix-Ungeheuer“, darunter auch die Stelen auf dem „Großen Platz“. Unter seinem Enkel „18 Kaninchen“ entwickelte man jenen lebendigen Stil, für den Copán heute bekannt ist.

Viele der Stelen, aber auch Schreine oder Altäre, die am Rand der Stadt aufgestellt wurden, markierten gleichzeitig eine Öffnung zu einer kosmischen Ebene, also dem jeweiligen Stadtviertel, das in den Inschriften auch oft direkt als solche bezeichnet wurde. Ihr sonstiger Zweck ist noch nicht sicher geklärt: man vermutet, dass sie als Abgrenzung des vom König beherrschten Gebietes dienten oder möglicherweise auch als Beobachtungsstationen. Eine andere, ältere Variante, der zufolge mehrere Stelen astronomische Beobachtungslinien markierten, gilt dagegen mittlerweile als unwahrscheinlich, da die dafür nötigen Sichtlinien durch hohe Berge unterbrochen werden.[8]

Geschichte

Besiedelung in der Präklassik

Eine Besiedelung des Tals von Copán lässt sich bis etwa 1300 vor Christus zurückverfolgen. Die ersten Menschen in der Region ließen sich größtenteils an den Schwemmböden im Tal nieder, aber auch an den Berghängen wurden Spuren entdeckt. In einigen Metern Tiefe fand man mit den Überresten eines kleinen Wohnhauses die ältesten Spuren menschlicher Besiedelung im Tal. Die Hütte stammt aus der Frühen Präklassik (etwa 1300 bis 1000 vor Christus) und befindet sich einige hundert Meter östlich der Hauptgruppe. Die Motive auf den dort gefundenen Keramikgegenständen haben Ähnlichkeit mit Motiven, die in den heutigen Staaten Guatemala und El Salvador und sogar im mexikanischen Bundesstaat Chiapas gefunden wurden. Da es in der Bodenlage darüber auf einer Dicke von einem halben Meter keine Funde gibt, wird angenommen, dass das Tal nach der Frühen Präklassik für einige Zeit nicht besiedelt war.

1978 fanden Archäologen am selben Ort, aber etwas näher an der Oberfläche, Hinweise auf rund 50 Strukturen, die um ein knappes Dutzend freier Flächen gruppiert waren. Die ebenfalls in den siebziger Jahren gemachten Funde aus der Mittleren Präklassik (etwa 900 bis 300 vor Christus) bestehen dagegen hauptsächlich aus Keramiken und einigen Gräbern. Aus dieser Zeit stammt auch der früheste bislang entdeckte Steinbau, eine Plattform mit den Ausmaßen von sechs mal 13 Metern. Kurze Zeit nach ihrer Errichtung wurde eine zweite Plattform erbaut, unter der wiederum mehrere Gräber mit Keramiken und Jadeschmuck gefunden wurden. Die Jadegegenstände gehören zu den ältesten Funden dieser Art in ganz Mesoamerika.[9]

Funde aus der Späten Frühklassik sind eher rar. Anders als an anderen Orten der Maya scheint es also in diesem Zeitraum keine Weiterentwicklung von Kultur und Gesellschaft gegeben zu haben; weshalb, ist noch nicht geklärt.[10] Dementsprechend gibt es keine Inschriften aus einer früheren Epoche als der Frühklassik. Erst ab etwa 100 n. Chr. lässt sich auch kultureller Aufschwung anhand des Aufkommens von polychromer Keramikverzierungen und der erneuten Errichtung von bescheidenen steinernen Plattformen nachweisen. Trotz dieser Entwicklungen erreichte das Gebiet von Copán in der Präklassik aber bei weitem nicht die Bedeutung der großen Zentren der Epoche.

Aufstieg und Blütezeit

Bis zur Frühklassik (etwa 250 bis 400 n. Chr.) besaß Copán praktisch keine überregionale Bedeutung; erst später wurde auf einer Inschrift erwähnt, dass K'inich Yax-K'uk-Mo' („Große Sonne Grüner Quetzal-Ara“), im Jahre 426 nach Copán gekommen sei und eine Dynastie begründet habe. Zu dieser Zeit war Copán vermutlich noch eine recht kleine Siedlung ohne größere Steinbauten.[11]

Für die nachfolgenden sieben Herrscher gibt es keine wesentlichen Informationen; es existieren nicht einmal Inschriften, die ihre Geburts-, Inthronisations- oder Sterbedaten nennen; sie werden nur auf dem sehr viel später errichteten Altar Q namentlich benannt. Von den beiden nächsten Angehörigen der Dynastie von Copán, „Gespaltener Mond Blatt-Jaguar“, der den Thron 553 bestieg und im Alter von 40 Jahren starb, und Butz Chan („Rauchender Himmel“), der von 578 an fast fünfzig Jahre regierte, gibt es immerhin einige Lebensdaten. Der vermutlich um 613 geborene „Rauch-Jaguar Imix-Ungeheuer“ oder kurz „Rauch-Imix“ ist dann der erste Herrscher, für den sich einzelne Bauvorhaben nachweisen lassen. Er befahl die Aufstellung von zahlreichen Stelen entlang des Tals von Copán. Auch der Nordteil der Hauptgruppe ist zu einem großen Teil unter ihm entstanden.

Die Bautätigkeit stieg unter König Waxaklajuun Ub'aah K'awiil („18 Kaninchen“, Herrscher ab 710) nochmal sprunghaft an. Während einerseits die zahlreichen heute noch sichtbaren Stelen auf dem Großen Platz errichtet wurden, wozu man auch einige Bauten abriss und ihren Untergrund einebnete, überbaute man viele der damals stehenden Gebäude der Akropolis neu oder renovierte sie, ebenso wie den Ballspielplatz. 18 Kaninchen ließ sich auch in seiner Eigenschaft als Herrscher von Copán mit seiner Frau auf einer Stele darstellen, in deren Inschrift die Stadt neben Palenque, Tikal und Calakmul als eine der vier großen Städte der Maya bezeichnet wird, was darauf hindeutet, dass Copán zu dieser Zeit eine immense Machtfülle besaß.[12] Der König wurde nach einem Überfall der Stadt Quiriguá im Jahre 736 gefangengenommen und dort enthauptet, was in Quiriguá in zahlreichen Inschriften gefeiert wird. Vom nächsten ajaw, K'ak' Joplaj Chan K'awiil' („Drei Tod“), der elf Jahre lang regierte, fand man bislang keine bedeutsamen Berichte, doch sein Nachfolger K'ak' Yipyaj Chan K'awiil („Rauch-Hörnchen“), der 749 den Thron bestieg, initiierte die Errichtung von Tempel 26, der vor allem für die sogenannte Hieroglyphentreppe bekannt ist.

Verfall und Untergang

Rauch-Hörnchen hatte eine Frau aus der Dynastie von Palenque geheiratet, die einen Sohn namens Yax Pasaj Chan Yoaat („Sonnenaufgang“) zur Welt brachte. Nach dem Tod seines Vaters wurde Sonnenaufgang König von Copán, doch mit seiner Thronbesteigung erlangten erstmals auch die Brüder eines Herrschers größere Bedeutung. Zwar gibt es keine Anzeichen dafür, dass der König einen Teil seiner Macht verloren hatte, aber sie stellten ihren Reichtum und ihr Ansehen erstmals auf Kunstwerken offen zur Schau. Diese Zeit brachte auch das größte Bauprogramm auf den Weg, das alle bisherigen Vorhaben in der Stadt in ihrem Ausmaß in den Schatten stellte. Allerdings waren die Bau- und Kunstwerke, die aufgestellt oder erneuert wurden, in ihrer Qualität äußerst minderwertig; es musste sogar ein baufälliger Tempeleingang noch während Sonnenaufgangs Regierungszeit wieder zugemauert werden. Auch die künstlerische Sorgfalt ließ im Vergleich zu früheren Zeiten sehr nach. Eine Skulptur, die vielleicht die Machtübergabe an Sonnenaufgangs Nachfolger zeigt, trägt die letzte kalendarische Inschrift von Copán und ist auf den 6. Februar 822 datiert.

Über die Jahrhunderte hinweg war die Bevölkerung der Stadt immens angewachsen, möglicherweise zuletzt bis auf 25–30.000 Menschen.[13] Zunächst waren nur die Talflächen landwirtschaftlich genutzt worden; ab 650 schien dies auch nach Intensivierung nicht mehr zur Versorgung der Bevölkerung ausgereicht haben, weshalb man auch auf die Berghänge auswich und dort Nutzpflanzen anbaute. Dies führte zur Abholzung der Wälder, die nun, da Copán immer mächtiger wurde, auch als Holzlieferant für die zahlreichen Prunkbauten der Könige dienten. Zusätzlich benötigten die Menschen das Holz der Wälder auch als Brennmaterial. Durch die Abholzung kam es auf den nun für die Landwirtschaft genutzten Flächen zu Bodenerosion, da der zuvor durch die Wälder geleistete Schutz nicht mehr gewährleistet war. Dabei wurden die ausgelaugten Oberböden ins Tal geschwemmt und überdeckten die dortigen Felder. Folglich mussten die Anbauflächen im Tal die große Bevölkerung ernähren, was aber kaum mehr möglich war. Vermutlich kam es zu Streit um die fruchtbarsten Felder, bis sich der Zorn der Menschen schließlich auf den König, die vielen Adeligen und deren Hofstaat richtete, die mit ihrem verschwenderischen Lebensstil in dieser Lage immer mehr zu einer Belastung geworden waren. Darauf weisen auch die Spuren eines Brandes hin, der um 850 in der Königsresidenz wütete.[14] Zwar deuten Funde darauf hin, dass einige Adelige noch bis ins späte 10. Jahrhundert ihren Lebensstil halten konnten, doch sank die Bevölkerung kontinuierlich, bis das Tal Mitte des 13. Jahrhunderts vollkommen menschenleer war. Im Gegensatz zu anderen Städten der Maya verhinderten aber hier die klimatischen Verhältnisse, dass die verfallenen Gebäude vollständig vom Urwald überwuchert wurden.

Liste der Herrscher von Copán

  1. K'inich Yax K'uk' Mo' („Große-Sonne-Grüner-Quetzal-Ara“), 426 bis ca. 437, nach anderen Angaben vor 435;
  2. K'inich Popol Jol oder Hol, auch bekannt als „Herrscher 2“, um 437;
  3. „Herrscher 3“, um 455;
  4. Ku Ix oder K'al Tuun Hix, um 465;
  5. „Herrscher 5“, um 475/476;
  6. Muyal Jol („Wolke-Kopf“), auch bekannt als „Herrscher 6“, um 485;
  7. B'alam Hehn („Jaguar-Spiegel“ oder „Seerose-Jaguar“), ca. 504 bis 524;
  8. „Herrscher 8“, um 551;
  9. „Herrscher 9“, 551–553;
  10. „Gespaltener Mond Blatt-Jaguar“, 553–578;
  11. Butz' Chan („Rauch-Schlange“ oder „feuerfressende Schlange“), 578–628;
  12. „Rauch Imix“ („Rauch-Jaguar Imix-Ungeheuer“), 628–695;
  13. Waxaklajuun Ub'aah K'awiil („18 Kaninchen“), 695–736/738;
  14. K'ak' Joplaj Chan K'awiil („Rauch-Affe“), 738–749;
  15. K'ak' Yipyaj Chan K'awiil („Rauch-Muschel“ oder „Rauch-Eichhörnchen“), 749 bis ca. 761/763, verheiratet mit Chak Nik Ye Xook aus Palenque;
  16. Yax Pasaj Chan Yoaat („Sonnenaufgang“), auch bekannt als „Yax Pac“, 763 bis ca. 820(?);
  17. (Nummer unsicher:) U Kit Took', vermutlich um 822[15].
Zeichnung von „Stele N“ von Frederick Catherwood, 1839. Die Stele ist vermutlich König K'ac Yipyaj Chan K'awiil („Rauch-Hörnchen“, 749–763) gewidmet.

Erforschung

Wiederentdeckung durch Reisende

Die Stadt Copán wurde bereits 1576 von dem Spanier Diego Garciá de Palacio in seinem Bericht über eine Inspektionsreise in Guatemala und Honduras erstmals erwähnt:

„In der Nähe […] der ersten Stadt in der Provinz Honduras, Copán genannt, finden sich Ruinen und Spuren einer zahlreichen Bevölkerung und beeindruckend schöner Bauten, mit so großem Können errichtet, dass sie niemals von so rohen Leuten errichtet worden sein können wie den heutigen Bewohnern. Sie liegen an einem schönen Fluss in exzellent gewählter Lage.“[16]

Palacio beschreibt unter anderem auch mehrere Figuren, etwa eine Papageienskulptur, die am Fries des Ballspielplatzes angebracht ist, und einige Stelen auf dem Großen Platz. Sein Bericht lagerte seit 1576 in einem spanischen Archiv und erschien erst 1840 in einer nachlässig abgefassten französischen Übersetzung; 1859 veröffentlichte man eine zweisprachige Ausgabe auf Spanisch und Englisch.

Eine erneute Beschreibung der Ruinen tauchte um 1700 auf, doch erst der spanisch-englische Offizier Juan Galindo rückte die Stadt im Jahre 1834 in das öffentliche Interesse. Ab 1839 bereiste John Lloyd Stephens, der damalige Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in der Zentralamerikanischen Konföderation, zusammen mit dem Zeichner Frederick Catherwood Guatemala und die Halbinsel Yucatán, wobei die beiden zahlreiche verfallene Städte der Maya besuchten und dokumentierten. Stephens hatte Galindos Bericht gelesen, der seine Neugierde geweckt hatte. Copán war die erste von den beiden besuchte Stadt. Als ein spanischer Großgrundbesitzer bald nach der Ankunft sein Besitzrecht über das Gebiet der Stadt geltend machen wollte, kaufte Stephens es ihm für nur 50 US-Dollar ab. Stephens' Bericht und besonders die detailgetreuen Zeichnungen von Catherwood erregten das Interesse der Öffentlichkeit in hohem Maße; jedoch glaubten viele der damaligen Altamerikanisten, anders als Stephens, dass die Ruinen von Kulturen der alten Welt errichtet worden waren.[17]

Nach Stephens’ Reise wurde die Stadt die folgenden vierzig Jahre über einige Male besucht, doch erst Alfred Percival Maudslay brachte die Erforschung ab 1885 wieder nennenswert voran. Maudslay war zuvor „aus Neugierde“[18] zu einer Reise in das Maya-Gebiet aufgebrochen und kehrte nun zurück, um genauere Forschungen durchzuführen. In Copán fertigte er erstmals einen Plan der Stadt sowie Fotografien einiger Ruinen an. Auch war Maudslay der erste, der die Akropolis als ganzen Gebäudekomplex erkannte und erste Ausgrabungen vornahm. 1889 veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Untersuchungen in dem Werk Biologia Centrali-Americana – Archaeology, das vom Peabody Museum of Archaeology and Ethnology verlegt wurde.

Frühe Ausgrabungen

Charles P. Bowditch, ein Ethnologe vom Peabody-Museum, erwarb 1891 für zehn Jahre die Rechte dafür, Ausgrabungen in Copán vornehmen zu dürfen. Bevor die Regierung von Honduras aufgrund einer politischen Krise vier Jahre später diese Rechte vorzeitig widerrief, fanden die Archäologen, unter ihnen auch Maudslay, über ein halbes Dutzend zuvor unbekannter Stelen und begann mit der Erforschung der Hieroglyphentreppe von Tempel 26. Zudem fand man auch mehrere, bislang unentdeckte Inschriften an den Wänden einiger anderer Tempel. George B. Gordon, einer der Expeditionsleiter, fertigte die erste topographische Karte des Copán-Tals an.

Sylvanus G. Morley in Copán (Foto von 1912)

Nach dem Ende der Peabody-Expedition befasste sich der Amerikaner Herbert J. Spinden vor allem mit den Stelen und ihren Gravuren und Verzierungen. Er konnte anhand der unzähligen Darstellung die künstlerische Entwicklung der Darstellungen auf den Stelen rekonstruieren und fand dadurch eine Möglichkeit, die Richtigkeit von entzifferten Kalenderdaten zu überprüfen. Seine Arbeit wurde von dem jungen Archäologen Sylvanus Griswold Morley fortgeführt, der Copán im Auftrag der Carnegie Institution of Washington zwischen 1910 und 1919 insgesamt sieben Mal besuchte und dabei die Inschriften von jedem damals zugänglichen Gebäude genauestens untersuchte. In dem 1920 herausgegebenen Bericht The Inscriptions at Copán stellte er seine Funde dar und versuchte, den Inschriften einige Kalenderdaten zu entnehmen. Mit seiner Ansicht, jedes Gebäude sei zur 'Markierung' eines neuen Zeitabschnitts errichtet worden, beeinflusste er andere Maya-Forscher für Jahrzehnte. Ebenso verhielt es sich mit der Folgerung, die Maya seien von Priesterkönigen regiert worden, die sich vor allem mit astronomischen Beobachtungen beschäftigt und keine Kriege geführt hätten.[19]

1935 startete die Carnegie Institution ein umfangreiches Restaurierungsprogramm. In den folgenden Jahren wurden so unter anderem der Ballspielplatz und die Hieroglyphentreppe restauriert. Auch wurde unter anderem die Akropolis durch einen Damm und die von der honduranischen Regierung vorgenommene Umleitung des Río Copán Ende der dreißiger Jahre vor der Abtragung durch die Wassermassen geschützt. Die Forschungsleitung hatte zu dieser Zeit Gustav Stromsvik inne, dessen Initiative es auch zu verdanken ist, dass das Stadtzentrum vollständig freigelegt wurde und man das Museum von Copán auf dem Gelände der Ruinenstätte einrichtete. In den frühen vierziger Jahren kam auch die russisch-amerikanische Architektin Tatiana Avenirovna Proskouriakoff nach Copán. Sie beschäftigte sich hauptsächlich mit Skulpturen und Reliefs, aber auch mit der Rekonstruktion einzelner Ruinen; ihr Hauptverdienst war allerdings der Durchbruch bei der Entzifferung der Maya-Schrift. Von den frühen fünfziger bis in die siebziger Jahre hinein übernahmen dann Archäologen vom Instituto Hondureño de Antropología e Historia („Honduranisches Institut für Anthropologie und Geschichte“) die Forschungsarbeiten.

Forschungsprojekte der neueren Zeit

Nachdem die honduranische Regierung die Erlaubnis zur Restaurierung erteilt hatte, nehmen seit 1975 Archäologen aus verschiedenen Ländern in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anthropologie und Geschichte in Honduras mehrere Projekte in Angriff. Phase I des Proyecto Arqueologico Copán („PAC I“, 1977–80) bemühte sich vor allem um die Kartierung der vielen noch unerforschten Erdhügel, auch entlang des Copán-Tals. Danach („PAC II“, 1980–85) wurde versucht, die Entwicklung des Bevölkerungswachstums und der Landnutzung auf einer Fläche von 135 Quadratkilometern zu erforschen, was zur Rekonstruktion der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung beitragen sollte. Gleichzeitig unternahmen die Forscher von der University of Pennsylvania Ausgrabungen auf dem Gelände des Palastes in der Hauptgruppe, was demselben Ziel dienen sollte.

Seit Ende der achtziger Jahre konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Forscher vor allem auf die Akropolis. 1989 begann man mit der systematischen Untertunnelung der Akropolis und stieß noch im selben Jahr auf ein Gebäude, das von den Maya lange nach seinem Bau mit dem heute noch an der Erdoberfläche sichtbaren Tempel 16 überbaut worden war. Das „Rosalila“ getaufte Bauwerk wurde 573 errichtet und war eine Huldigung an den ersten König der Dynastie von Copán. Es gilt als das am besten erhaltene Gebäude im gesamten Gebiet der Maya.[20]

Seit den neunziger Jahren entwickelte sich das Tunnelsystem zu einem wahren Labyrinth. Die Archäologen des Early Copán Acropolis Program unter der Leitung von David Sedat von der University of Pennsylvania fanden dabei mehrere Königsgräber aus der Frühklassik, die auch noch reiche Grabbeigaben enthielten. Mittlerweile wurde Copán auch für Touristen geöffnet, wobei die Forschungen unverändert weitergeführt werden.

Siehe auch

Literatur

  • George E. Stuart: Das große Reich von Copán. In: Best of National Geographic. Die faszinierende Welt der Maya und der großen Kulturen Mesoamerikas 1/2003, 2003, EAN 4-195694-607508-0-1. (behandelt unter anderem die moderne Erforschungsgeschichte)
  • William L. Fash: Scribes, Warriors and Kings: The City of Copán and the Ancient Maya. Thames and Hudson, London 1991. ISBN 0-500-28282-X. (leicht überholte, aber sehr ausführliche Darstellung der Forschungsergebnisse auf englisch)
  • Nikolai Grube (Hrsg.): Maya. Gottkönige im Regenwald. Könemann-Verlag, Köln 2000, ISBN 3-8290-1564-X. (Sammlung von Essays zu bestimmten Themen über die Maya, enthält unter anderem weitere Informationen über die Struktur und den Aufbau der Stadt und auch über die Reise des John Lloyd Stephens)
  • Berthold Riese: Die Maya: Geschichte - Kultur - Religion (aus der Reihe „Beck Wissen“). Verlag C. H. Beck, München 2006. ISBN 3-406-46264-2. (Zusammenfassende Darstellung der Maya; enthält weitere Details über die dynastische Geschichte Copáns)
  • Jared Diamond: Kollaps. Warum Gesellschaften überleben oder untergehen. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16730-2. (behandelt in einem Kapitel den Zusammenbruch der klassischen Maya mit Copán als konkretem Beispiel)
  • C. W. Ceram: Götter, Gräber und Gelehrte. Ein Roman der Archäologie. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 1972. ISBN 3-499-16790-5. (geht genauer auf Stephens’ Reise nach Copán ein, ansonsten aber aufgrund der dargestellten, längst überholten Forschungsergebnisse (Stand 1949) nicht zu empfehlen.)
  • Linda Schele und Peter Mathews: The Code of Kings. The Language of Seven Sacred Maya Temples and Tombs. Verlag Touchstone, New York 1999. ISBN 978-0-684-80106-3. [Kapitel 4: Copan: The Great Plaza of Waxaklahun-Ubah-K'awil]

Weblinks

 <Lang> Commons: Copán – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. vgl. Grube 2000, S. 120
  2. vgl. Fash 1991, S. 37
  3. vgl. Grube 2000, S. 290
  4. vgl. Grube 2000, S. 159
  5. vgl. Grube 2000, S. 191
  6. vgl. Riese 2006, S. 85
  7. vgl. Grube 2000, S. 110
  8. vgl. Riese 2006, S. 83
  9. vgl. Fash 1991, S. 69
  10. vgl. Fash 1991, S. 71
  11. vgl. Riese 2006, S. 81
  12. vgl. Riese 2006, S. 84
  13. vgl. Diamond 2005, S. 213
  14. vgl. Diamond 2005, S. 215
  15. aus: Grube 2000, S. 456
  16. zitiert in: Grube 2000, S. 400f., aus Carta dirijada al Rey de España por el Licenciado Dr. Don Diego Garciá del Palacio, 1576 (deutscher Titel: Bericht des Licenciado Dr. Don Diego Garciá de Palacio für den König von Spanien)
  17. vgl. Grube 2000, S. 116
  18. vgl. Fash 1991, S. 49
  19. für beide Thesen Morleys vgl. Fash 1991, S. 53f.
  20. vgl. Stuart 2003, S. 52
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18.05.2021
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Die Entstehung von Wüsten auf der Arabischen Halbinsel hatte in den vergangenen Jahrmillionen entscheidende Auswirkungen auf die Wanderungsbewegungen und Evolution großer Säugetiere und unserer menschlichen Vorfahren.
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Schweizer Bauern trugen zur Domestizierung des Schlafmohns bei
Wo heute Zürichs Opernparkhaus steht, blühten einst Schlafmohnfelder.
12.05.2021
Verstehen ohne Worte - dem Ursprung der Sprache einen Schritt näher
Lautmalereien könnten die entscheidende Rolle bei der Entstehung der menschlichen Sprache gespielt haben. Darauf deuten die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Studie eines internationalen Forscherteams hin.
05.05.2021
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
15.04.2021
Zellkern-Erbgut aus Höhlensedimenten gibt Einblicke in unsere Vergangenheit
Forschern ist es erstmalig gelungen, chromosomale DNA von Neandertalern aus Höhlensedimenten zu isolieren und zu analysieren.
08.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
31.03.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
31.03.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
31.03.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
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Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
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Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
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Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
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Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
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Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
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Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
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Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
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Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
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23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
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29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
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02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
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02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
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08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
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11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
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17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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