Tivoli (Latium)


Tivoli
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Tivoli (Italien)
Tivoli
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Rom (RM)
Koordinaten: 41° 58′ N, 12° 48′ O41.9612.8235Koordinaten: 41° 57′ 36″ N, 12° 48′ 0″ O
Höhe: 235 m s.l.m.
Fläche: 68 km²
Einwohner: 56.837 (31. Dez. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 836 Einw./km²
Stadtviertel Tivoli Terme, Villa Adriana, Campolimpido, Favale
Angrenzende Gemeinden Castel Madama, Guidonia Montecelio, Marcellina, Roma, San Gregorio da Sassola, San Polo dei Cavalieri, Vicovaro
Postleitzahl: 00019
Vorwahl: 0774
ISTAT-Nummer: 058104
Volksbezeichnung: Tiburtini
Schutzpatron: San Lorenzo
Website: Tivoli

Tivoli (antiker Name: Tibur) ist eine Stadt in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium mit 56.837 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011). Sie liegt 32 km östlich von Rom. Der Name der Stadt wurde zum Synonym für Vergnügungsparks. Tivoli ist Sitz eines römisch-katholischen Bistums.

Tivoli von der Villa Adriana aus

Geographie

Die Stadt liegt am Fluss Aniene an den westlichen Abhängen der Monti Tiburtini.

Geschichte

Tibur war eine Stadt der Latiner, die mit dem gesamten Latium im 4. Jahrhundert v. Chr. unter römische Kontrolle kam (Municipium 90 v. Chr.). Vor der Stadt errichtete Kaiser Hadrian eine ausgedehnte Villenanlage, die Villa Adriana.

Auch im Mittelalter war Tivoli einer der wichtigsten Orte in der Umgebung von Rom. Mitte des 16. Jahrhunderts erbaute Pirro Ligorio für Kardinal Ippolito d’Este die wegen der Wasserspiele in ihrem Renaissance-Garten berühmte Villa d’Este.

Die romantische Lage der Stadt mit den Wasserfällen des Aniene und den antiken Ruinen hat immer wieder Künstler angezogen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 9.610 12.230 15.212 19.820 24.932 41.740 52.372 49.342

Quelle: ISTAT

Politik

Sandro Gallotti (PdL) wurde im April 2010 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-rechts-Bündnis stellt auch mit 18 von 30 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.[2] Sein Vorgänger Giuseppe Baisi (PD) wurde im April 2008 gewählt, trat jedoch am 20. Januar 2010 zurück, da seine Mitte-links-Koalition auseinanderbrach.[3]

Wappen

rechts Blasonierung: „Geteilt von Rot und Blau, oben ein Adler in natürlichen Farben mit einer goldenen Krone über dem Haupte schwebend, beseitet von zwei fünffach gezinnten silbernen Rundtürme auf der Teilungslinie, der rechte in schwarzen römischen Majuskeln das Wort LIBERTAS (FREIHEIT), der linke das Wort NOBILITAS (ADEL, BERÜHMTHEIT) unter dem Zinnenkranz tragend, unten aus einem Wellenschildfuß in natürlichen Gewässerfarben wachsend eine fünfzinnige, dreibogige Brücke aus silbernen, schwarzgefugten Quadern mit erhöhtem Mittelbogen, darüber der Schriftzug TIBVR SVPERBVM (STOLZES TIBUR) in schwarzen römischen Majuskeln.“ Über dem Wappen eine goldene, mit roten und grünen Steinen sowie silbernen Perlen besetzte fünfblättrige Krone (Herzogenkrone).

Eine Variation des Wappens zeigt oben einen schwarzen Adler ohne Krone, unten einen blauen Wellenschildfuß mit drei schwarzen Wellenfäden für den Fluss anstelle des in natürlichen Farben; der Schriftzug TIBUR SUPERBUM in schwarzen Majuskeln.

Sehenswürdigkeiten

  • Villa Adriana, UNESCO-Welterbe
  • Villa d’Este, UNESCO-Welterbe
  • Villa Gregoriana am Wasserfall des Aniene
  • Altstadt mit mehreren mittelalterlichen Kirchen
  • Tempelbezirk mit einem römischen Rundtempel und einem rechteckigen Tempel (Tempi della Sibilla e di Vesta)
  • Reste des römischen Amphitheaters neben der Rocca Pia
  • Ruine des Tempelkomplexes des Hercules Victor. Der Tempel ist nach jahrelanger Restauration ab dem 23. Juni 2011 an den Wochenenden wieder zugänglich. Vorerst allerdings nur bei Voranmeldung. [4]

Töchter und Söhne der Stadt

  • Johannes IX., Papst von 898 bis 900
  • Emilio Segrè (1905-1989), amerikanischer Physiker
  • Simplicius, Papst von 468 bis 483
  • Viktor IV., Gegenpapst zu Papst Alexander III.

Weblinks

 <Lang> Commons: Tivoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.
  2. Information des Innenministeriums
  3. Presseerklärung der Gemeinde am 21. Januar 2010
  4. www.abitarearoma.net abgerufen am 23. Juni 2011 (italienisch)

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