Philipp Janz (* 5. August 1813 in Mainz; † 10. November 1885 ebenda) war ein deutscher Landschafts- und Genremaler sowie Restaurator und Konservator.

Leben

Janz wurde zunächst wie sein Vater Küfer. Danach besuchte er die Kunstakademien von Düsseldorf[1] und München. 1841 kehrte er nach Mainz zurück. Dort wurde er als Konservator und Restaurator an der Städtischen Gemäldegalerie, dem heutigen Landesmuseum Mainz, tätig.[2] 1877/1878 beteiligte er sich an der Reinigung und Prüfung der Sammlung des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main.

Janz malte Landschaften mit figürlicher Staffage sowie Genrebilder. Seine Leidenschaft galt vor allem der niederländischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts, möglicherweise eine Folge seiner künstlerischen Prägung an der Düsseldorfer Akademie. In diesem Gebiet trug er auch eine kleine Sammlung zusammen, aus der einige Bilder nach seinem Tod in den Bestand der Gemäldegalerie Mainz übergingen. Ferner wirkte er als Kopist. Ein Porträt des Malers schuf Eduard von Heuss.[3]

Literatur

  • Philipp Janz. In: Georg Kaspar Nagler, Andreas Andresen, Carl Clauß: Die Monogrammisten. IV. Band: IML–SH. G. Hirth’s Verlag, München/Leipzig 1858, S. 903 (Google Books).
  • Janz, Philipp. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 19: Ingouville–Kauffungen. E. A. Seemann, Leipzig 1926.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Museum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016, PDF)
  2. Heidrun Ludwig: Die Gemälde des 18. Jahrhunderts im Landesmuseum Mainz. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2007, ISBN 978-3-8053-3747-2, S. 19
  3. Manfred Großkinsky: Kunstlandschaft Rhein-Main. Malerei im 19. Jahrhundert. 1867–1918. Haus Giersch, Frankfurt am Main 2001, ISBN 978-3-9352-8302-1, S. 66, 69, 244 (Abbildung 93)

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