Maskenstein


Maskenstein von Aarhus als Museumsschild

Der Maskenstein (dän. Maskesten) wird vom Volksmund Trollstein genannt und ist eine Besonderheit der Wikingerzeit (800-1050 n. Chr.). Seine Verbreitung, in Verbindung mit einer bildlichen Darstellung, blieb auf Dänemark beschränkt. Bekannt sind heute nur noch drei derartige Steine.

Der Stein von Aarhus

Er stammt vom Ende der Wikingerzeit und ist auf zwei Seiten von Runen überzogen, während die dritte Seite beinahe ausschließlich der Maske vorbehalten ist. Er trägt die Inschrift: Gunulv und Ögot und Aslag und Rolf ließen diesen Stein errichten nach Ful ihrem Fahrtgenossen, der … den Tod fand, als (die) Könige kämpften. Er befindet sich im Museum Moesgård

Der Stein von Sjellebro

Sein von Sjellebro

Der 1951 gefundene Stein steht an einem alten Weg über den Fluss Alling Å in Djursland. Er ist der einzige der sich noch an seinem ursprünglichen Platz befindet. Ihm fehlt jegliche Inschrift. Die zugehörigen Weganlagen zur Furt wurde ausgegraben. Es fanden sich vier übereinander angelegte Straßen. Die untersten beiden waren vermutlich die älteren und gepflastert. Die oberen fanden Anschluss an eine Holzbrücke.

Sjellebro Legende

Von diesem Trollstein wird erzählt, er sei der Sitz des Wassermannes, der an dieser Stelle jährlich ein Menschenopfer forderte. Einmal vergingen jedoch sechs Jahre, bevor ein Mensch ertrank. Sechs Jahre erscholl der Ruf: Die Zeit ist gekommen, aber der Mann ist nicht gekommen! Im siebten Jahr fuhr ein Wagen durch den Fluss und alle sieben Insassen kamen ums Leben.

Der Runenstein von Skjern

Es ist ein Runenstein, der im Zentrum der Schauseite eine Maske trägt, die derjenigen von Sjellebro sehr ähnelt. Er steht nahe dem Ringkøbing Fjord, auf dem Friedhof der Kirche von Skjern. Seine Inschrift lautet:

Sasgard, Finnulvs Tochter, errichtete diesen Stein für Odinkar, den Sohn Osbjørns den teuren und fürstengetreuen. Ein Zauberer (soll) den Mann (treffen, verfluchen) der dieses Denkmal zerstört.

Schwedische Maskensteine

Eine Maske zeigt auch einer der Runensteine von Kolunda (Sö 112). Der Runenstein (Sö367) von Släbro erinnert in seiner Maskendarstellung stark an den dänischen Stein von Aarhus.

Literatur

Weblinks


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