Maira ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Sie war Tochter des Proitos, dessen Gemahlin laut Pherekydes von Athen[1] und Eustathios von Thessalonike[2] Anteia war, und somit Urenkelin des Sisyphos,

Als Begleiterin der Jagdgöttin Artemis hatte Maira geloben müssen, Jungfrau zu bleiben. Von Zeus wurde sie jedoch Mutter des Lokros, woraufhin Artemis sie tötete.[3] In einer anderen Version der Legende starb Maira als Jungfrau.[4]

Polygnot stellte Maira in seinem berühmten Bild der Nekyia – dem Abstieg des Odysseus in die Unterwelt – in der Lesche der Knidier in Delphi dar. Sie saß dort auf einem Felsen neben Aktaion, der wie sie von Artemis getötet worden war.[5]

Literatur

  • Adolf Schirmer: Maira 2. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,2, Leipzig 1897, Sp. 2285 (Digitalisat).

Einzelnachweise

  1. Pherekydes im Scholion zu Homer, Odyssee 11,326
  2. Eustathios, Kommentar zu Homer, Ilias 1688,62
  3. Homer, Odyssee 11,326; Pherekydes im Scholion zu Homer, Odyssee 11,325; Eustathios, Kommentar zu Homer, Ilias 1688,62; Hesych s. v.
  4. Scholion zu Homer, Odyssee 11,326
  5. Pausanias 10,30,5