Kithairon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), König von Plataiai, ist eine Gestalt der griechischen Mythologie.

Als schöner Jüngling verschmähte er die Liebe von Tisiphone, einer der Erinnyen. Zur Strafe tötete sie ihn – als er gerade seine Herde am Berg weidete – mit einer Schlange, die sie aus ihrem Haar zog. Das Gebirge wurde danach von Asterion in Kithairon umbenannt.[1]

In einer anderen Version war er ein habsüchtiger Sohn, der seinem Bruder Helikon nach dem Leben trachtete, um das elterliche Gut allein zu erben. Als er Helikon vom Felsen stürzte, fiel Kithairon jedoch selbst in die Tiefe. Die dortigen Berge wurden nach den Brüdern benannt; am Kithairon nahmen die Erinnyen ihren Sitz, während sich am Helikon die Musen niederließen.

Literatur

  • Heinrich Wilhelm Stoll: Kithairon. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 1208 f. (Digitalisat).
  • Samson Eitrem: Kithairon 2. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XI,1, Stuttgart 1921, Sp. 526 f. (Digitalisat).
  • Felix Bölte: Helikon 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band VIII,1, Stuttgart 1912, Sp. 9.

Einzelnachweise

  1. Plutarch, De fluviorum 2,2

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.