Kakadu-Nationalpark


Kakadu-Nationalpark
Kakadu Escarpment
Kakadu Escarpment
Kakadu-Nationalpark (Northern Territory)
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-13.036388888889132.43972222222Koordinaten: 13° 2′ 11″ S, 132° 26′ 23″ O
Lage: Northern Territory, Australien
Besonderheit: Felszeichnungen, Pflanzen- und Tiervielfalt, Feuchtgebiete, Felsformationen und Schluchten
Nächste Stadt: Jabiru – Darwin
Fläche: 19.804 km²
Gründung: 1981
Besucher: 226.000 (2007)
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Der Kakadu-Nationalpark (englisch Kakadu National Park) liegt 171 Kilometer östlich der Stadt Darwin im Northern Territory von Australien. Der Park gilt aufgrund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt als einer der schönsten Nationalparks in Australien. Der Kakadu National Park befindet sich in der Alligator Rivers Region des Northern Territory von Australien. Er umfasst ein Gebiet von etwa 19.804 Quadratkilometer und erstreckt sich fast 200 Kilometer von Nord nach Süd und über 100 Kilometer von Ost nach West.

Der Kakadu-Nationalpark wurde wegen seiner herausragenden natürlichen und kulturellen Werte in die Liste des UNESCO sowohl als Weltnaturerbe als auch als Weltkulturerbe aufgenommen. Der Park enthält eine der schönsten und umfangreichsten Sammlungen an Felsmalereien in der Welt – ein Hinweis darauf, wie lang schon die Verbindung der Ureinwohner mit diesem Gebiet währt. Im Park befinden sich großartige Landschaften, von den wild-rauen Sandsteinflanken des Hochplateaus über die weitläufigen Waldgebiete bis hin zu den ausgedehnten Feuchtgebieten. Der Nationalpark schützt auch das gesamte Einzugsgebiet eines großen subtropischen Flusses, des South-Alligator-Flusses, und Beispiele aller Habitatarten des Top Ends von Australien.

Der Park ist eine Kulturlandschaft, der die spirituellen Vorfahren der Ureinwohner während der Schöpfungszeit Gestalt verliehen (Creation Era). Sie bereisten das Land und schufen auf ihrer Reise die Landschaftsformen, Pflanzen, Tiere und Bininj/Mungguy (Ureinwohner). Sie lehrten die Bininj/Mungguy, wie sie leben und wie sie das Land pflegen sollten. Der Park wird jetzt von seinen traditionellen Eigentümern, den Aborigines, und den Mitarbeitern von „Parks Australia“ gemeinschaftlich verwaltet. Sie streben an, die Interessen der traditionellen Eigentümer zu schützen, das Kulturerbe des Parks zu bewahren und Besucher des Parkes anzuregen, von seinen Angeboten Gebrauch zu machen und sich seiner zu erfreuen.

Fakten

  • Gründung: 1981
  • Größe: 19.804 km²
  • Einwohner: vor Ankunft der Europäer etwa 2000, heute etwa 500
  • Klima: Durchschnittstemperatur 34 °C, 90 Prozent des Niederschlages von November bis April
  • Bodenschätze: Der Nationalpark hat mit die reichsten Uran-Vorkommen der Welt (z. B. Ranger-Uran-Mine).
  • Hauptstadt: Jabiru, dort gibt es auch einen Flughafen.
  • ab 1971: Uranabbau durch Minengesellschaften
  • 1978: Rückgabe des Landes an die Ureinwohner, den Buntji-Clan des Gagudju-Stammes
  • 1981: Buntji-Clan verpachtet das Land an die Regierung; Gründung des Nationalparks
  • 1992: Kakadu-Nationalpark wird von der UNESCO zum „Erbe der Menschheit“ erklärt
  • 2002: Nach jahrelangen Protesten stellt die Minengesellschaft Rio Tinto Group die Uranförderung an der Jabiluka Mine ein.

Der Kakadu-Nationalpark umfasst vier Flusssysteme:

  • East Alligator River
  • West Alligator River
  • Wildman River
  • South Alligator River (gesamtes Einzugsgebiet innerhalb des Parks)

Es sind folgende Hauptlandschaftsformen vertreten:

  • Meeresarme und Watts
  • Talauen
  • Tiefebenen
  • das steinige/bergige Land
  • die Ausläufer
  • die südlichen Berge und Täler

Der Kakadu-Nationalpark besitzt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Es sind über 280 Vogelarten, über 60 Säugetierarten, über 50 Frischwasserfischarten und über 10.000 Insektenarten sowie über 1600 Pflanzenarten im Park anzutreffen.

Geschichte

Einführung

Nourlangie
Felskunst der Aborigines, Nabulwinjbulwinj – ein gefährlicher Geist
Krokodil Yellow Waters Billabong

Der Name Kakadu entstand durch die falsche Aussprache des Wortes ‘Gagudju’, welches der Name der im nördlichen Teil des Parkes gesprochenen Sprache der Aborigines ist.

Aborigines bewohnen das Gebiet des Kakadu Nationalparkes seit mindestens 50.000 Jahren. Dadurch besitzt der Park einige bedeutende Kulturstätten. Insgesamt zählt man mehr als 5000 Kunststätten, die über tausende von Jahren entstanden sind und eine Besiedlung seit 20.000, wahrscheinlich aber sogar 50.000 Jahren belegen.

Kakadus Auen

Die kulturelle und ökologische Bedeutung des Kakadu-Nationalparks wurde anerkannt mit der Listung des Parks als UNESCO-Weltnaturerbe auf der World Heritage List. Diese Listung erfolgte ein drei Phasen: Phase 1 1981, Phase 2 1987 und der gesamte Park 1992.

Etwa die Hälfte des Gebietes des Kakadu-Nationalparks ist Land der Aborigines, das unter den Aborigine Land Rights (Northern Territory) Act von 1976 fällt. Ein Großteil des restlichen Landes wird ebenfalls von den Aborigines beansprucht, wurde ihnen aber noch nicht überschrieben. Die Aborigines haben ihre Gebiete an den Director of National Parks vermietet, um sie als Nationalpark unter dem Environment Protection and Biodiversity Conservation Act von 1999 zu verwalten.

Die Aborigines, die die derzeitigen Besitzer des Parkes sind, sind Nachfahren verschiedenen Gruppen aus dem Gebiet des Parkes und besitzen ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Land. Obwohl sich ihr Lebensstil im vergangenen Jahrhundert stark geändert hat, sind ihre traditionellen Ansichten und Glaubensrichtungen noch immer sehr wichtig. Derzeit leben etwa 5000 Aborigines im Park; viele von ihnen sind die traditionellen Besitzer.

Gründung des Parkes

Mount Borradail
Tal im Kakadu-Nationalpark

Der Kakadu-Nationalpark wurde in einer Zeit gegründet, in der ein starkes Interesse an der Anerkennung als Nationalpark im Interesse der Aborigines bestand. Bereits 1965 wurde die Anerkennung des Gebiets des Alligator Rivers eingereicht, aber es dauerte bis 1978 bis die Australische Regierung die verschiedenen Regionen vereinte, die heute den Park bilden.

Der Kakadu-Nationalpark wurde unter dem National Parks and Wildlife Conservation Act 1975 (NPWC Act) in drei Phasen zwischen 1979 und 1991 anerkannt, wobei der NPWC Act 2000 durch den EPBC Act abgelöst wurde. In jeder Phase wurde das Recht der Aborigines an dem Land anerkannt und ein Teil dieses Landes an den Direktor der Nationalparks vermietet. Der Vertrag für die erste Phase wurde am 5. April 1979 unterzeichnet, für die 2. Phase am 28. Februar 1984.

Im Juni 1987 wurde ein Landanspruch der ehemaligen Goodparla und Gimbat Pacht erhoben, der dann in der dritten Phase anerkannt wurde. Das Gebiet, bekannt als Gimbat Resumption und The Waterfall Creek Reserve, wurde erst später diesem Anspruch zugefügt. Damals gab es eine ausführliche Debatte, ob der Abbau von Uran bei Guratba (CoronationHill) im Nationalpark erlaubt sein sollte. Die Australische Regierung respektierte die Wünsche der Aborigines und so wurde keine Mine in Guratba genehmigt. 1996 in der Phase 3 wurde abgesehen von dem ehemaligen Goodparla Pachtgebiet das Land dem Gunlom Aborigine Land Trust übergeben und an den Director of National Parks als Teil des Kakadu-Nationalparks vermietet.

Entdecker

Die Chinesen, Malaien und Portugiesen bezeichnen sich alle selbst als erste Entdecker der Australischen Nordküste. Der erste schriftliche Beweis für eine Entdeckung wird allerdings erst 1623 durch den Holländer Jan Carstensz belegt. Der nächste dokumentierte Entdecker ist Abel Tasman, der diese Küste 1644 bereiste. Er war der erste Europäer, der nachweislich Kontakt mit den einheimischen Aborigines hatte. Fast ein Jahrhundert später 1802/03 bereist Matthew Flinders den Golf von Carpentaria.

Philip Parker King, ein englischer Navigator, bereiste den Golf zwischen 1818 und 1822. Während dieser Zeit benannte er die drei Alligator Rivers nach den großen Leistenkrokodilen, die er fälschlicherweise für Alligatoren hielt. Ludwig Leichhardt war der erste Europäer, der die Kakaduregion 1845 auf seiner Reise von Moreton Bay in Queensland nach Port Essington im Northern Territory von Land aus erkundete. Er folgte dem Jim Jim Creek vom Arnhem Land, reiste dann entlang des South Alligator und des East Alligator gen Norden.

Mimih-Geist
Felsenmalerei im Ubirr

1862 reiste John McDouall Stuart entlang der südwestlichen Grenze des heutigen Kakadu-Nationalparks, sah aber in dieser Zeit keine Einheimischen. 1866 endete die nächste Entdeckungsreise von John McKinlay nach sechs Monaten in einem Fiasko. Dieser Entdecker versuchte die Region vom Süden aus zu bereisen und gelangte bis an den East Alligator River. Die steigenden Flüsse und die allgemeinen Bedingungen wurden aufgrund der Regenzeit so schlecht, dass diese Expedition abgebrochen werden musste.

Die ersten Nicht-Aborigines, die nachweislich regen Kontakt zu den Einheimischen unterhielten, waren die Macassans von Sulawesi und anderen Teilen Indonesiens. Zum Ende des 17. Jahrhunderts begannen sie regelmäßig in der Regenzeit, diese Region aufzusuchen. Ziel dieser Reisen waren vor allen Dingen die Ernte von Trepang (Seegurke), das Fangen von Schildkröten, Sammeln von Perlen und anderen in ihrem Heimatland wertvollen Dingen. Die Aborigines halfen ihnen beim Ernten und Fischen und tauschten ihren eigenen Bestand. Obwohl es keine direkten Nachweise gibt, dass die Macassans Zeit an Land verbrachten, kann man Einflüsse ihrer Kultur auf die Aborigines im Gebiet des Kakadu-Nationalparkes sehen. Unter den Artefakten von archäologischen Ausgrabungen im Park finden sich Glas und Metallfragmente, die wahrscheinlich von Indonesien stammen, entweder direkt oder durch einen Handel mit den Aborigines.

Briten siedelten sich zum Beginn des 19. Jahrhunderts an der nördlichen Küste Australiens an: Fort Dundas auf der Melville-Insel 1824; Fort Wellington in Raffles Bay 1829; und das Victoria Settlement (Port Essington) auf der Coburg Halbinsel 1838. Diese Siedlungen wurden aber im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen wie Wassernot, Krankheiten oder starke Isolation aufgegeben. Der Einfluss dieser Siedler auf die Aborigines ist schwierig zu bewerten. Sicher ist nur, dass die Arbeitskraft der Aborigines für den Bau der Siedlungen genutzt wurde und die Gefahr von neuen Krankheiten für die Einheimischen stieg.

Buffalojäger

Buffalo in den Nassgebieten

Die „Buffalos“ (Wasserbüffel) hatten einen großen Einfluss auf die Kakadu-Region. Ab 1880 gab es so viele Büffel in dem Gebiet, dass man kommerziell anfing, die Hörner der Tiere zu nutzen. Dieser Industriezweig begann am Adelaide River, in der Nähe von Darwin und zog dann nach Osten an den Mary und die Alligator River Region. Die Büffel wurden vor allen Dingen in der Trockenzeit zwischen Juni und September gejagt und gehäutet, wenn sich die Büffel an den verbliebenen Wasserlöchern aufhielten. Während der Regenzeit war das Jagen aufgrund des Untergrundes schwierig und die Häute schimmelten. Die Büffelindustrie stellte für viele Aborigines Arbeitsplätze während der Trockenzeit.

Missionare

Missionare hatten ebenfalls einen starken Einfluss auf die Aborigine in der Alligator River Region; viele von ihnen wurden in ihrer Jugend von den Missionaren unterrichtet. Im frühen vergangenen Jahrhundert etablierten sich zwei Missionen in der Region. Die Kapalga Native Industrial Mission wurde am South Alligator River 1899 gegründet, bestand aber nur für vier Jahre. Die Oenpelli Mission wurde 1925 gegründet, als die Kirche von England ein Angebot der Northern Territory Regierung annahm, und operierte als Farm für 50 Jahre. Die Ausmaße des Einflusses der Missionare auf die Aborigine werden auch heute noch debattiert. Einige Historiker und Anthropologen behaupteten, dass die Missionare versuchten, die Aborigines zu „zivilisieren“ und ihnen einen neuen Lebensstil, Sprache, Religion und Zeremonien aufzwangen. Andere dagegen betonen, dass den Missionaren vor allen Dingen das Wohlergehen der Aborigines am Herzen lag, in einer Zeit, in der diese Einheimischen von der australischen Gesellschaft noch nicht anerkannt waren.

Farmer

Leistenkrokodil in Kakadu

Die landwirtschaftliche Industrie hatte einen zögerlichen Start im Top End, da die Gebiete im Victoria River und im Barkly Tablelands bessere Voraussetzungen boten. Im südlichen Teil des Kakadu-Nationalparks wurde der Bereich um Goodparla und Gimbat Mitte 1870 von drei Farmern Roderick, Travers und Sergison beansprucht. Allerdings ging dieses Pachtland danach an unterschiedliche Besitzer, die aus verschiedenen Gründen die Bewirtschaftung aufgaben. 1987 wurde beide Stationen vom Commonwealth übernommen und werden jetzt als Teil des Parkes verwaltet.

Eine Sägemühle beim Nourlangie Camp wurde zunächst wahrscheinlich sogar schon vor dem Ersten Weltkrieg von Chinesen bewirtschaftet. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierten sich verschiedene kleinere Unternehmen im Bereich Dingojagd, Büffeljagd, Jagdschießen und Tourismus. Das Nourlangie Camp wurde bis in den 50er Jahren als Sägemühle genutzt und später, als die Waldbestände geringer wurden, zu einem Safari Camp umgerüstet. Wenig später entstanden ähnliche Camps in Patonga und Muirella Park. Touristen wurden zur Büffel- oder Krokodiljagd oder zum Fischen eingeflogen.

Die Krokodiljagd profitierte vor allen Dingen vom Wissen und von den Fähigkeiten der Aborigines. Sie imitierten das Aufschlagen eines Wallabyschwanzes, so dass die Krokodile angelockt wurden und von den Jägern leichter geschossen werden konnten. Die Häute der Krokodile wurden für Lederprodukte verwendet. Mit der Entwicklung der Spotlichttechnik in der Nacht wurden Aborigines weniger genutzt. Frischwasserkrokodile stehen seit 1964 unter Naturschutz.

Minen

Uranmine

Die ersten Entdeckungen von unterschiedlichen Mineralien im Top End fanden während des Baus der Overland Telegraph line zwischen 1870 und 1872 im Pine Creek – Adelaide River Gebiet statt. Eine Serie von kleineren Mining Booms folgten, aber erst als die North Australia Railway line die Mining Camps versorgte, wurden aus Burrundie und Pine Creek permanente Camps. Die neu entstandenen Camps führten dazu, dass viele Aborigines das Gebiet verließen. Aborigines selbst arbeiteten nicht in den Minen, aber durch die Minen hatten diese Ureinwohner Zugang zu Alkohol und anderen Drogen.

In der Nähe von Imarlkba (Barramundi Creek) und Mundogie Hill entstanden etwa 1920 einige kleinere Goldminen. Weitere folgten 1930 nahe Moline (auch genannt Eureka und Northern Hercules mine) südlich des Parkes. In diesen Minen waren allerdings einige Aborigine beschäftigt.

Den größten Einfluss hatte allerdings die Entdeckung von Uran 1953 im südlich Alligator River Tal. Dreizehn kleinere, aber reichhaltige Minen operierten in den folgenden Jahren, wobei 1957 die meisten Arbeiter (150) dort arbeiteten. In diesen Minen beschäftigte man keine Aborigines.

Die nächsten Uranvorkommen wurden in Ranger, Jabiluka und Koongarra entdeckt. Das Commonwealth Government reichte daraufhin ein offizielles Ersuchen ein, um dieses Land in der Alligator Rivers Region zu nutzen. Dieses Ersuchen, auch bekannt als Fox inquiry, schlug unter anderem vor, dass eine Service Stadt errichtet werden sollte. Insgesamt hatte die Entdeckung der Uranvorkommen einen großen Einfluss auf das Leben der dort ansässigen Aborigines. Der Abbau ist bis heute umstritten.

Jahreszeiten

Billabong
Nebel im Kakadu-Nationalpark
Yellow Water Billabong
Billabong im Juli
Ubirr
Blick auf das Überschwemmungsgebiet
East Alligator River
Straße über den Fluss nach Regenfällen

Kakadu befindet sich in den Tropen, etwa 12° bis 14° südlich des Äquator. Das Klima ist monsungeprägt und ist charakterisiert durch zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit und die Regenzeit.

Trockenzeit (April bis September)
Während der Trockenzeit (von April/Mai bis September) ist ein trockener südöstlicher Wind vorherrschend. Die Luftfeuchtigkeit ist gering und Regen eher selten. In Jabiru beträgt die maximale Durchschnittstemperatur im Juni/Juli 32 °C. In der frühen Trockenzeit trocknet das Land langsam aus. Man kann oft Grasfeuer sehen, die von Rangers und den traditionellen Eigentümern (Aborigines) angezündet werden. Mit Fortschreiten der Jahreszeit trocknen auch Flussbette und die Überschwemmungsgebiete aus; die Tiere drängeln sich in den ganzjährigen verbleibenden Feuchtgebieten, so dass dies die beste Zeit des Jahres ist, Krokodile, Vögel und andere Tiere auf freier Wildbahn zu beobachten. Die Trockenzeit dürfte die angenehmste und beliebteste Jahreszeit zum Besuch des Parks sein.

„Build-Up“ (Die Zeit vor dem Einsetzen des Monsunregens)
Während dieser Zeit nimmt die Luftfeuchtigkeit immer mehr zu, bis sich schließlich die aufgebaute elektrische Spannung in schwersten Stürmen entlädt, die aber auch Erleichterung verschaffen. Während des „Build up“ (Oktober bis Dezember) können die Bedingungen sehr unangenehm werden mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Allerdings sind in dieser Zeit die Stürme sehr beeindruckend und dies ist auch die beste Jahreszeit für die Beobachtung von Krokodilen und Vögeln in den Flüssen und Feuchtgebieten. In dieser Zeit werden im Top End von Australien mehr Blitzeinschläge registriert als an jedem anderen Ort der Welt. Die maximale Durchschnittstemperatur im Oktober beträgt 37,5 °C.

Regenzeit (Dezember bis März)
Die Regenzeit von Januar bis April ist charakterisiert durch warme Temperaturen und Regen. Der meiste Monsunregen formt sich über Südasien und so entstehen in dieser Zeit auch Zyklone, die heftigen Regen mit sich bringen. In Jabiru ist die maximale Durchschnittstemperatur im Januar 33 °C. Der jährliche Regenfall des Kakadu National Parks liegt zwischen 1.565 mm in Jabiru und 1.300 mm in der Mary River Region. Besucher in der Regenzeit können die lebendigen Veränderungen miterleben, wenn sich nach dem Einsetzen des Monsunregens Bach- und Flussbette füllen und ihr Wasser sich über die Überschwemmungsgebiete ergießt. Die jungen Triebe verwandeln die Eukalyptuswälder in ein Meer von leuchtendem Grün. Allerdings steigt die Luftfeuchtigkeit oft unangenehm hoch, begleitet von häufigen Regenfällen. Allerdings sind die Wasserfälle in dieser Zeit am schönsten, wenn auch teilweise nur aus der Luft zu sehen, da die Zufahrt zu mehreren Parkgebieten während dieser Zeit stark eingeschränkt ist.

Die meisten Nicht-Aborigines unterscheiden die Jahreszeiten nur in Trocken- und Regenzeit. Die Aborigines Bininj/Mungguy unterscheiden dagegen sechs Jahreszeiten in der Kakadu-Region[1]:

  • Gunumeleng – Mitte-Oktober bis später Dezember, vormonsun Sturmsaison mit heißen Wetter und Gewittern am Nachmittag
  • Gudjewg – von Januar bis März, Monsun Saison mit Gewitterstürmen, heftigen Regenfällen, Überflutungen, Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, generell eine starke Wachstumsphase für Tier- und Pflanzenwelt
  • Banggerreng – April: die Überflutungen gehen zurück, stürmisches und windiges Wetter, das das Gras niederdrückt.
  • Yegge – Mai bis Mitte Juni: relativ kühl mit geringer Luftfeuchtigkeit. In dieser Zeit begannen die Aborigines traditionell das Niederbrennen des Unterholzes, um neues Wachstum der Pflanzen zu unterstützen und das Land aufzuräumen
  • Wurrgeng – Mitte Juni bis Mitte August: kühles Wetter, geringe Luftfeuchtigkeit, die Ebenen trocknen aus, die Flüsse versiegen.
  • Gurrung – Mitte August bis Mitte Oktober: heißes, trockenes Wetter, weiteres Zurückgehen der Billabongs

Flora

Wasserlilien im Kakadu-Nationalpark
Schraubenbaum (Pandanus spec.) im Kakadu-Nationalpark

Die Flora des Kakadu-Nationalparks gehört zu der reichhaltigsten in den Northern Territories mit mehr als 1700 Pflanzenarten, die die geologische und ökologische Vielfalt des Parkes widerspiegeln. Kakadu wird auch als einer der unkrautärmsten Nationalparks weltweit betrachtet.

Jede der unterschiedlichen geologischen Landschaften besitzt ihre eigene spezialisierte Flora. Die Landschaft, die als steinige Landschaft beschrieben wird, besitzt beispielsweise spezielle Grassorten, die auch in extremer Hitze und in langen Trockenperioden gefolgt von starken Regenfällen überleben.

Regenwälder finden sich häufig in den eher kühlen Schluchten. In den südlichen Bergen und Tälern finden sich viele endemische Pflanzenarten wie der Eucalyptus koolpinensis, der sich in der Nähe der Jarrangbarnmi (Koolpin Gorge) entwickelt hat. Das Flachland bildet einen großen Teil des Kakadu-Nationalparks. Es ist bewachsen mit Eukalyptus und verschiedenen Grasarten wie dem Speergras und unterschiedlichen Wildblumenarten. Die Ebenen, die einen großen Teil des Jahres überflutet sind, bilden die Heimat von Riedgräsern und Baumarten wie der Frischwassermangrove (itchy tree), Schraubenbäumen (Pandanus) und Teebäumen (Melaleuca). Wasserlilien, Lotusblumen und Seerosen in blau, gelb und weiß sind ebenfalls häufig zu sehen. Auch einige seltene fleischfressende Pflanzen wie Regenbogenpflanzen, Wasserschläuche und Sonnentau haben hier ihre Heimat. In den Meeresarmen und den Gezeitenebenen finden sich die unterschiedlichsten Mangrovenarten (39 der 47 im Northern Territory heimischen Mangrovenarten wachsen im Kakadu-Nationalpark), die auch für die Stabilisierung der Küstenlinie eine entscheidende Rolle spielen. Mangroven dienen als Brut- und Nahrungsplatz für viele verschiedene Fischarten wie den Barramundi.

Zwischen 1964 und 2004 wurde eine Zunahme der Gehölzpflanzen sowohl in den Eukalyptus-Savannengebieten als auch in den Schwemmebenen verzeichnet. Als mögliche Erklärung für diese Entwicklung wurden die steigenden Büffelbestände im Park betrachtet. Neuere Untersuchungen zeigen allerdings, dass die Büffel nur eine relativ geringe Rolle spielen und dass der größte Einfluss vom Feuer-Management und Klimaveränderungen abhängen dürfte.[2]

Fauna

Kurzohr-Felskänguru im Kakadu-Nationalpark
Riesenstorch
Kakadu National Park

Die unterschiedlichen Lebensräume des Parkes sind auch Heimat für viele Tierarten, einige davon speziell an einzelne Habitate perfekt angepasst – endemisch und andere gelistet als bedrohte Tierart. Aufgrund des extremen Klimas sind viele Tierarten nachtaktiv oder nur zu einer bestimmten Jahreszeit aktiv.

Es gibt etwa 60 verschiedene Säugetierarten im Kakadu-Nationalpark. Die meisten von ihnen finden sich in den Wäldern und Ebenen und sind eher nachtaktiv. Andere wie die Wallabies und Kängurus (insgesamt 8 Arten) sind auch in den etwas kälteren Stunden des Tages zu sehen. Zu den häufigeren Arten zählen Dingos, Antilopenkängurus, Schwarze Bergkängurus, Flinkwallabys und Kurzohr-Felskängurus, Zwergbeutelmarder, Große Pinselschwanzbeutler, Große Kuznasenbeutler, Schwarzfuß-Baumratten und Schwarze Flughunde. In den Küstengewässern kommen Dugongs vor[3].

Die unterschiedlichen Landschaftsformen des Nationalparks ziehen tausende Vögel an, vor allen Dingen in der Regenzeit. Es leben etwa 280 Vogelarten in Kakadu und damit rund ein Drittel aller Vogelarten von ganz Australien. Die bekanntesten darunter sind Brillenpelikan, Riesenstorch, Weißbauchseeadler und Spaltfußgans.

Bis heute wurden 117 Reptilienarten im Kakadu verzeichnet. Da sie wechselwarm sind, ist für sie die Wärme der Sonne überlebenswichtig, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Das heißt aber nicht, dass alle Reptilien nur tagaktiv sind; einige Schlangenarten sind im Gegenteil eher nachtaktiv.

Salzwasserkrokodil
Kakadu National Park

Im Kakadu-Nationalpark gibt es zwei verschiedene Krokodilarten: das Süßwasserkrokodil (Crocodylus johnstonii) und das Leistenkrokodil oder Salzwasserkrokodil (Crocodylus porosus). Süßwasserkrokodile sind einfach zu identifizieren an ihrer auffällig schmalen, spitzen Schnauze und den vier knochigen Wölbungen gleich hinter dem Kopf, die Salzwasserkrokodile nicht besitzen. Die maximale Größe dieser Tiere beträgt 3 Meter, wogegen Salzwasserkrokodile bis 6 Meter groß werden können. Damit zählen Krokodile zu den berüchtigtsten Tieren im Kakadu-Nationalpark, bekannt nicht zuletzt durch den Film Crocodile Dundee – Ein Krokodil zum Küssen (1986), der teilweise im Kakadu-Nationalpark gedreht worden ist.

Im Kakadu-Nationalpark finden sich 25 Froscharten, die extrem gut an das extreme Klima angepasst sind. Einige davon sind nur zur Regenzeit aktiv. Zu Beginn der Regenzeit, wenn sich die Wasserlöcher (Billabong) mit Wasser füllen, sind die Nächte mit Froschgequake von zum Beispiel Northern Ochsenfrosch und verschiedenen Arten der Australische Südfrösche erfüllt. Nicht alle Froscharten leben in den Sumpfgebieten; viele finden sich auch in den Waldgebieten.

Im Kakadu-Nationalpark wurden bisher 53 verschiedene Süßwasserfischarten nachgewiesen; acht davon sind nur in einem begrenzten Gebiet zu finden. Im Magela Creek System findet man 32 Arten, im Vergleich dazu gibt es im Murray River nur 27 Arten. In Australien gibt es viele von Menschen eingeführte Fischarten, allerdings konnte keine bisher im Park nachgewiesen werden. Ein häufiger Süßwasserfisch ist der Barramundi.

Obwohl es im Park mehr als 10.000 verschiedene Arten von Insekten gibt, werden diese Tiere oft von Besuchern nicht beachtet. Zu den Insektenarten im Park zählen Grashüpfer, Käfer, Fliegen, Termiten, Schmetterlinge und Falter, Bienen, Wespen, Ameisen, Libellen und Kleinlibellen, Köcherfliegen, Mücken und Eintagsfliegen.

Die beeindruckendsten Insekten sind aber wahrscheinlich die Termiten mit ihren riesigen Termitenhügeln, die sich im südlichen Teil des Parkes befinden. Der Leichhardt’s Grashüpfer in seinen orange, blau, schwarzen Farben ist eines der bekanntesten Insekten des Kakadu-Nationalparks. Er findet sich auch in Arnhem Land und im Gregory National Park.

Eingeführte Tierarten

Der Kakadu-Nationalpark beherbergt eine verwilderte Population des aus Asien eingeführten, Wasserbüffel. Die Tiere wurden hier mit des 19. Jahrhunderts eingeführt, aber bis in die 1950er Jahre durch einheimische Jäger in Schach gehalten.[4] Im Jahr 1988 betrug der Bestand der hier lebenden Tiere 20.000. Durch ihr Fress- und Suhlverhalten beeinflussten sie nachhaltig ihren Lebensraum. Einheimische Tierarten wie Krokodile und Barramundis nahmen in ihrer Bestandszahl ab; der Lebensraum insbesondere für einheimische Wasservögel wurde nachhaltig eingeschränkt. Die Anzahl der Wasserbüffel wurde durch ein rigoroses Abschussprogramm auf 250 Tiere im Jahr 1996 reduziert.

Welchen Einfluss die Büffel tatsächlich auf die Vegetation haben, ist jedoch noch nicht geklärt. Vor allem Feuer, die früher von den Aborigines bewusst gelegt wurden, dürften die ursprüngliche Vegetation stark beeinflusst haben. Einer Studie zufolge scheint ein hoher Büffelbestand zu verringertem Gehölzaufkommen innerhalb der Schwemmebenen zu führen, während Büffel in den Eukalyptus-Savannen eher die Ausbreitung von Gehölzen begünstigen sollen. Die Erklärung dafür könnten Buschfeuer sein, die durch die Abweidung des Unterwuchses bei hohen Büffelbeständen weniger groß werden.[5] Eine andere Studie kommt im Gegensatz dazu zum Schluss, dass der Einfluss der Büffel auf die Verbreitung von Gehölzen im Nationalpark relativ gering ist. Demnach wären andere Ursachen, wie Feuer oder klimatische Änderungen für die allgemeine Ausbreitung von Gehölzen verantwortlich. Zudem sei ein komplexer nicht linearer Zusammenhang zwischen Büffeln und Vegetation denkbar. Möglicherweise könnten beispielsweise sehr hohe Büffelbestände Gehölze durch das Niedertrampeln von Jungbäumen und das Abfressen der Schösslinge eher zurückdrängen, während das völlige Fehlen von Büffeln genug Unterholz für große Feuer lassen könnte, bei denen Gehölze oft verbrennen. Demnach begünstigen vielleicht am ehesten niedrige Büffelbestände die Ausbreitung von Gehölzen.[2] Eine weitere invasive Art, die das Ökosystem bedrohen könnte, ist die im Jahre 1935 in Australien eingeführte Aga-Kröte.

Landschaftsformen

Wasserfall – Kakadu National Park
Nanydjaka (Cape Arnhem Coast) – Kakadu National Park

Im Kakadu-Nationalpark finden sich sechs verschiedene Landschaftsformen: das Arnhem Land Plateau, auch bekannt als Sandsteinhabitate, die Küsten- und Flussmündungen, die Überschwemmungebenen und Billabongs, das Tiefland Savanne, die südlichen Bergketten und Täler. Jede dieser Landschaftsformen besitzt ihr eigenen Habitate, die insgesamt dazu betrugen, dass der Park als Weltnaturerbe bei der UNESCO gelistet wurde.

Es wird angenommen, dass Kakadu vor etwa 140 Millionen Jahren größtenteils ein flacher See oder ein Meer war. Die heute herausragenden Felsformationen stellten ein Kliff da und dahinter formierte sich das Arnhem Land Plateau als Flachland etwas höher als der Meeresspiegel. Heute erheben sich diese ehemaligen Kliffs bis zu 330 m über das Plateau hinaus und formen eine über 500 km lange Linie entlang der östlichen Grenze des Parks bis hin ins Arnhem Land. Diese Linie variiert von vertikalen Kliffs wie den Jim Jim Falls bis eher stufenartigen isolierten Kliffs im Norden.

Mamukala
Kakadu National Park
Nourlangie Rock

Die Felsformationen des Plateaus setzen sich aus einem Netzwerk aus Schluchten und Spalten zusammen. Die oberen Ebenen des Plateaus sind sehr trocken und Wasser trocknet schnell weg. Es gibt wenig wirkliche Erde, die dann eher spärlich bewachsen ist. Es bildeten sich im Laufe der Zeit eher Nischen, die sich in kleinen Waldgruppen entwickelten.

In den Schluchten bildeten sich Regenwälder, die durch das Wasser, das von den Felsen herunterfließt, gespeist werden. So entstanden einzigartige Mikrohabitate für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten. Viele Tierarten überleben die Trockenzeit nur durch diese Lebensräume. Die Hauptpflanzenart dieser Schluchten ist der Allosyncarpia ternata, ein großer Baum, der nur im Kakadu-Nationalpark und im Arnhem Land wächst.

Die Ausläufer des Plateaus separierten sich im Laufe der Zeit und sind geprägt durch starke Erosion. Teilweise handelt es sich auch um ehemalige Inseln des Meeres, welches die Kakadu-Region bedeckte. Diese Landschaftsform erstreckt sich über weite Gebiete des Top Ends. Sie bedeckt insgesamt etwa 70 % des Parkes. Die Dicke des Nährbodens dieser Landschaft ist auch nur gering; der Boden ist oftmals von Lateriten (Ziegelstein) bedeckt, die teilweise eine felsenartige Landschaft bilden.

Während der Regenzeit fließt das Wasser vom Arnhem Land Plateau in die tiefer gelegenen Ebenen und überflutet die Flüsse, Bäche und Überschwemmungebenen. Mit diesem Wasser werden reichlich Nährstoffe angeschwemmt und führen zu einem reichen Tier- und Pflanzenleben. In der Trockenzeit findet sich Wasser nur in den Flüssen, Bächen und Billabongs. Die Billabongs des Nationalparks sind gelistet (Ramsar Convention) für ihr reichhaltiges biologisches Potential.

Die südlichen Berge und Täler nehmen einen großen Teil des Südens des Kakadu-Nationalparks ein. Die Felsformationen in diesem Gebiet sind durch vulkanische Aktivität entstanden und etwa 2500 Million Jahre alt.

Die Küste des Parks und die Flusssysteme stehen unter dem Einfluss von Ebbe und Flut, der sich bis zu 100 km ins Land zieht. Diese Gegend unterscheidet sich stark von der Trockenzeit zur Regenzeit. In der Regenzeit wird dieses Gebiet von Wasser überflutet, das nährstoffreichen Schlick enthält, der auch mit ins Meer geschwemmt wird und zu dem charakteristischen schlammigen Wasser in dieser Zeit im Küstengebiet beträgt.

Viele Vogelarten finden in diesem Gebiet reichlich Nahrung, das somit attraktiv für Ornithologen ist.

Felsmalereien der Aborigines

Anbangbang Rock Shelter
Aborigine Rock Art

Die Kunstfundstellen des Kakadu-Nationalparks Ubirr, Nourlangie und Nanguluwur sind international als herausragende Aborigine Felsmalereien bekannt. Sie befinden sich in den Felsen, Felsüberhängen und Höhleneingängen, in Gebieten, die jahrtausendelang von Aborigines bewohnt wurden. Die Hintergründe und Motive dieser Malereien sind unterschiedlich:

  • Jagdszenen – Tiere wurden oft dargestellt, um den Erfolg der Jagd zu garantieren und an den Geist der Tiere zu gelangen
  • Religiöse Gründe – einige der Szenen stellen Zeremonien dar
  • Geschichten und Lehren – Geschichten, die mit den Schöpfern in Zusammenhang stehen, die der Welt ihre Form gaben
  • Zauberei und Magie – Malereien wurden genutzt, um Ereignisse und das Leben von bestimmten Menschen zu beeinflussen
  • Darstellung von Helden und ihrer Taten – hauptsächlich Geister als der Traumzeit
  • Spaß – Spiele von Kindern und zum Üben der Maltechniken

Die ersten Felsmalereien wurden von Nicht-Aborigines im frühen 19. Jahrhundert entdeckt, wobei sich der Ethnologe Baldwin Spencer als erster 1912 mit ihnen beschäftigte. Im Kakadu-Nationalpark wurden bisher etwa 5000 Malereien erfasst, teilweise Galerien, teilweise einzelne Felsmalereien. Allerdings geht man davon aus, dass sich diese Zahl verdoppeln wird, bis alle erfasst sind. Da die Felsmalereien mit natürlichen, wasserlöslichen Farben gemalt sind, gefährden Regen und die Staubentwicklung durch Besucher den Bestand. Zu den Hauptaufgaben der Park Ranger gehört deshalb die Konservierung der Malereien durch das Legen von Tropfrinnen und die Umleitung von Wasserflüssen.

Einfluss des Menschen

Yellow Water
Fischen im Billabong

Der Einfluss des Menschen vor allen Dingen im 19. und 20. Jahrhunderts war signifikant. Dabei entstand durch die Einführung des Wasserbüffels aus Asien der größte Schaden, da viele fragile Systeme wie die Billabong fast unwiderruflich geschädigt wurden. Ein großer Teil der Büffel wurde daher im vergangenen Jahrhundert zur Jagd freigegeben und der Bestand somit reduziert. Die Krokodiljagd ist in dem Gebiet seit 1972 verboten, obwohl man heute darüber diskutiert, einen kleinen Bestand wieder zum Abschuss freizugeben, da die Zahl der Krokodile zu hoch ist und die Nahrung für die Tiere nicht ausreicht.

Die Minen sind natürlich ein weiterer Einfluss des Menschen auf die Landschaft, wobei es derzeit nur noch eine operierende Mine gibt. Die Unternehmen haben als Auflage, dass Gebiet nach dem Abbau wieder zu renaturieren.

Tourismus zählt heute zum stärksten Einflussfaktor, da pro Jahr hunderttausende den Park besuchen. Dazu wurde eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut, Unterkünfte, Straßen, Telekommunikationsanlagen u.v.m.

Feuermanagement

Gunbalanya
Auf der Straße zur Red Lily Lagoon

Feuer gehört zu der Landschaft des Kakadu-Nationalparkes, vor allen Dingen auf den weiten Gras- und Buschland, das langen Trockenperioden ausgesetzt ist. Die Flora ist dem Feuer angepasst und einige Pflanzen brauchen diese Buschfeuer, um sich fortzupflanzen, da die Samenkapseln erst bei hohen Temperaturen aufplatzen. Feuer generell ist hier weniger gefährlich als in den südlichen Teilen Australiens. Viele Bäume sind resistent gegenüber Feuer, andere Pflanzen haben eine schnelle Regenerationsphase.

Kontrolliertes Abbrennen wird im Kakadu-Nationalpark in Abstimmung mit den traditionellen Besitzern, den Aborigines vorgenommen. Dieses Feuerlegen wird von den Aborigine schon seit tausenden Jahren praktiziert, teilweise in Bezug auf Landmanagement oder auch zur Jagd, um die Tiere herauszulocken. Wenn das Feuer erloschen ist, ziehen die neuen jungen Pflanzen Tiere wie vor allen Dingen die Wallabies an. Adler kreisen häufig fast direkt über dem Feuer, um Kleintiere zu jagen, die dem Feuer entfliehen wollen.

Tourismus

Crocodile Hotel – Jabiru

Der Kakadu Nationalpark ist eine der Hauptattraktionen im Northern Territory und zieht pro Jahr über 200.000 Besucher an (2005 waren es 202.000 Besucher). Vor allen Dingen die Landschaftsformen, die Tier- und Pflanzenwelt und die Kultur der Aborigines wecken reges Interesse. Es gibt einige wunderschöne Wasserfälle und Schluchten wie Maguk, Gunlom, Twin falls und Jim Jim Falls.

Der Kakadu-Nationalpark bietet einige der besterhaltenen Felsmalereien der Aborigines in Australien. Obwohl es unzählige Malereien im Park gibt, sind Nourlangie und Ubirr die bekanntesten und die meisten besuchten. Die Tiervielfalt erlebt man am besten an Orten wie dem Yellow Water Billabong, von Cooinda oder Mamukala aus auf einer Wildlife Cruise oder am Anbangbang Billabong. 30 % aller australischen Vogelarten finden sich im Park und so ist er Anziehungspunkt für viele Vogelfreunde.

Schwimmen untersagt
No swimming sign

Große Leistenkrokodile (oder auch Salzwasserkrokodile genannt) können von Besuchern des Parks in freier Wildbahn vor allen Dingen im Yellow Water and East Alligator River beobachtet werden. So wurde auch der Film Crocodile Dundee hier gedreht. Schwimmen ist in vielen Teilen des Parks untersagt, da die Gefahr eines Krokodilangriffes besteht. Sichere Schwimmplätze sind ausgeschildert oder können im Besucherzentrum erfragt werden.

Barramundi ist ein sehr beliebter Fisch bei Anglern im Nationalpark. Angeln ist im Park erlaubt, Jagen dagegen nicht.

Im Park gibt es unterschiedliche Unterkünfte, die vom Buschcamping bis hin zu 5-Sterne-Hotels reichen. Die meisten befinden sich im Ort Jabiru. Der Park kann allein mit dem Auto oder in einer geführten Tour erkundet werden. Die meisten Straßen sind mit einem Zweiradantrieb zu befahren, allerdings gibt es Gebiete um die Twin und Jim Jim Falls und Gunlom, in denen man einen Geländewagen benötigt. Eine bekannte Strecke ist der sogenannte Nature’s Way tourism drive, der von Darwin nach Jabiru bis nach Katherine führt und zurück nach Darwin. Er ist etwa 900 km lang.

Sehenswürdigkeiten

Maguk (Barramundie Gorge)
Alligator River
Anbangbang Teich
Mamukala Feuchtgebiet
Twin Falls
  • Das Bowali Besucherzentrum – Eine Ausstellung und Videofilme vermitteln einen Einblick in die bedeutendsten Lebensräume des Parks.
  • Mamukala Feuchtgebiet – Eine überdachte Beobachtungsplattform ermöglicht es Vögel zu beobachten. Auf ausgedehnten Gehwegen kann man das Feuchtgebiet umwandern.
  • Warradjan Kulturzentrum der Ureinwohner – Enthält eine Ausstellung und Informationen über viele Aspekte der Kultur der Ureinwohner des Kakadugebietes. Viele Ausstellungsgegenstände wurden zu Verfügung gestellt von Bininj (Mensch/Mann hier: Bezeichnung der Aborigines des der Gegend) des Murrumbur-Clans. Benannt ist das Zentrum nach Warradjan, der Papua-Schildkröte, deren Form die Architektur des Zentrums nachempfunden ist.
  • Yellow Water – Ein lebendig sich veränderndes Feuchtgebiet, in der Regenzeit ein überschwemmtes Gewässer, verwandelt es sich während der Trockenzeit-Periode in einen Zufluchtsort für Tiere.
  • Maguk – Ein wunderschöner Teich am Fuße eines kleinen Wasserfalls.
  • Gunlom Teich – Man kann diesen Wasserfall von seinem Fuß aus betrachten oder aber hochklettern und das oben liegende Felsgebiet erkunden.
  • Yurmikmik – Insbesondere in der Regenzeit lockt dieses Gebiet mit seinen Angeboten an Wanderwegen entlang der Bachbette, Wasserfällen und Aussichtspunkte.
  • Ubirr Rock-Kunststätte – Felsmalereien der Ureinwohner und eine wunderschöne, weitschweifende Aussicht auf die Nardab Überschwemmungsgebiete verleihen Ubirr Rock seinen ganz besonderen Reiz.
  • East Alligator Fluss – Bildet einen Teil der Grenze zwischen Kakadu und Arnhemland. Auf einer Bootsfahrt lassen sich der Fluss und die Kultur der Ureinwohner entdecken.
  • Bardedjilidji – Ein Spaziergang durch geschichtete Sandsteingebiete, von Wind und Wetter in Höhlen und Säulen umgestaltet.
  • Nanguluwur Kunststätte – Ein Wanderweg führt zu einer schattigen und friedvollen Nanguluwur Naturgalerie mit Felsmalereien der Ureinwohner.
  • Gubarateiche – An Sandsteinklippen entlang führt ein Waldweg zu Teichen inmitten eines kühlen, schattigen Regenwaldes.
  • Kunststätte am Nourlangiefelsen – Am Fuße des Felsen Nourlangie befindet sich eine sehr alte Schutzunterkunft und außerordentliche Felsmalereien der Ureinwohner.
  • Anbangbang Teich – Dieses kleine Feuchtgebiet, am Fuße des Nourlangie Felsen gelegen, in dem sich Wasserlilien drängeln, stellt ein Paradies für Wasservögel dar.
  • Mirrai Aussichtspunkt – Von der Plattform aus bietet sich Ihnen ein Blick über die ausgedehnten Eukalyptuswaldgebiete des zentralen Parkgebietes.
  • Teiche an den Jim Jim Wasserfällen und die Schlucht an Twin Falls – Während der Trockenzeit tröpfelt das Wasser nur in einem dünnen Rinnsal, aber die Teiche am Fuße der Wasserfälle sind von grandiosen Klippen umgeben. In der Regenzeit, lassen sich die Fälle vom Flugzeug aus erkunden.

Allgemeine Infrastruktur

Der Kakadu-Nationalpark ist mit Darwin vom Arnhem Highway nach Pine Creek und Katherine über den Kakadu Highway verbunden. Beide Straßen sind befestigt, können aber bei starkem Regen gesperrt sein. In der Stadt Jabiru gibt es unterschiedliche Unterkünfte, eine Service Station, Polizei, Krankenhaus und ein Einkaufszentrum. Die Stadt wurde ursprünglich für die Uranmine errichtet, noch bevor der Park gegründet wurde. Sie besitzt einen kleinen Flughafen, von dem aus Rundflüge angeboten werden.

Die anderen Touristenzentren wie Cooinda und South Alligator bieten nur eingeschränkte Infrastrukturen. Cooinda, 50 km südlich von Jabiru auf dem Kakadu Highway ist der Sitz der Gagudju Lodge Cooinda, der Yellow Water Cruises und des Warradjan Aborigine Cultural Centre. Benzin und Lebensmittel können hier erworben werden und es gibt eine kleine Landebahn für Flugzeuge. Es werden von hier aus Rundflüge angeboten.

Der South Alligator etwa 40 km westlich von Jabiru über den Arnhem Highway beheimatet ein Hotel und eine Service station (Tankstelle). Der Border Store nahe Ubirr und Cahill’s Crossing, etwa 50 km nördlich von Jabiru, besitzt eine Einkaufsmöglichkeit.

Camp sites

Es gibt eine Anzahl von Camps im Nationalpark. Jabiru, Cooinda und South Alligator besitzen kommerzielle Campingplätze und befinden sich nahe der Sehenswürdigkeiten. Weiterhin gibt es sogenannte Buschcamps, die gegen ein geringes Entgelt Duschen und Toiletten anbieten oder kostenlose Camps, die kaum Ausstattung besitzen. Eine Liste der Campingplätze ist im Bowali Besucherzentrum, auf ihrer Webseite oder auf einer Landkarte der offiziellen Tourismusseite zu erhalten.

Quellen

  1. Nature Travel Australia: Northern Territory Official Travel Site: Seasons of Kakadu National Park
  2. 2,0 2,1 D. M. J. S. Bowman, J. E. Riley, G. S. Boggs, C. E. R. Lehmann, L. D. Prior: Do feral buffalo (Bubalus bubalis) explain the increase of woody cover in savannas of Kakadu National Park, Australia? Journal of Biogeography Volume 35, Issue 11, pages 1976–1988, November 2008
  3. Australian Government: Department of the Environment, Water, Heritage and the Arts, Parks and reserves, Kakadu National Park, online
  4. P. A. Werner: Impact of feral water buffalo and fire on growth and survival of mature savanna trees: An experimental field study in Kakadu National Park, northern Australia. Austral Ecology (2005) 30, 625–647
  5. Petty, A.M., Werner, P.A., Lehmann, C.E.R., Riley, J.E., Banfai, D.S. & Elliott, L.P. (2007) Savanna responses to feral buffalo in Kakadu National Park, Australia. Ecological Monographs, 77, 441–463.

Weblinks

 <Lang> Commons: Kakadu-Nationalpark – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
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09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
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27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
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03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
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25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
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25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
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18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
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05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
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28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
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06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
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29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
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25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
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07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
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11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
DOI: 10.1073/pnas.1523951113
02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
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14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
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DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
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18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
DOI: 10.1126/science.1258260
23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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