Die Guachi sind ein seit 1870 verschollener, zur Gruppe der Guaycurú gehöriger indigener Volksstamm Brasiliens, welche zunächst das Hochland Boliviens besiedelten und später in die Sumpfgebiete des Rio Miranda sowie nach Paraguay weiterzogen.[1]

„Das kleine Volk der Guachí oder Guachié, deren Identität mit den von den ältesten Autoren genannten Guarapayo, Guasarapo, Baschereposs oder Guaxarapo gesichert erscheint, reiht Koch … unter die Sprachgruppe „Guairkurú“ ein.“

Ludwig Kersten, Die Indianerstämme des Gran Chaco bis zum Ausgange des 18. Jahrhunderts, 1905, S. 51.

Literatur

  • Theodor Koch-Grünberg: Die Guaikurú-Gruppe. In: Mittheilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, Band XXXIII, Wien 1903, S. 1–128, hier Kapitel: Guatschi, S. 38–40 (Digitalisat im Internet Archive).
  • Ludwig Kersten: Die Indianerstämme des Gran Chaco bis zum Ausgange des 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur historischen Ethnographie Südamerikas. In: Internationales Archiv für Ethnographie. Band XVII, Leiden 1905, S. 1–75, hier S. 51 (Digitalisat im Internet Archive).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Guachi. In: Meyers Kleines Konversations-Lexikon, 1908, Dritter Band, S. 321.

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