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Gaulskopf (Taunus)


Gaulskopf
Römerturm auf dem Gaulskopf

Römerturm auf dem Gaulskopf

Höhe 397 m ü. NN
Lage Hessen, Deutschland
Gebirge Taunus
Dominanz 1,69 km → Winterstein
Koordinaten 50° 20′ 21″ N, 8° 38′ 36″ O50.3391233802788.6433327197222397Koordinaten: 50° 20′ 21″ N, 8° 38′ 36″ O
Gaulskopf (Taunus) (Hessen)
Gaulskopf (Taunus)

Der Gaulskopf ist eine Erhebung mit einer Höhe von 397 m ü. NN zwischen Pfaffenwiesbach, Friedrichsthal und Langenhain-Ziegenberg, im östlichen Hintertaunus am Rand des Taunushauptkamm (Hoher Taunus).

Lage und Umgebung

Der Gaulskopf gehört zum Naturpark Hochtaunus. Er liegt oberhalb des Tals der Usa und bietet von seinem Gipfel einen weiten Blick über die Wetterau.

Römerturm

Der Limes verlief über den Gaulskopf. Heute folgt der Limeserlebnispfad dem Verlauf des Limes über den Gaulskopf. Der römische Wachturm WP 4/16 (Nummerierung der Reichs-Limes-Kommission) befand sich auf dem Gaulskopf. Auf einer Höhe von 397 Meter und damit unterhalb des Gipfels gelegen, bietet der Turm einen Rundblick auf die umliegenden Taunushöhen des östlichen Hintertaunus und der Wetterau. Über den Wachturm am Johannisberg bestand eine optische Verbindung zum Kastell Friedberg. Ähnliche Türme, die wahrscheinlich zu einer Signalkette gehörten, gibt es bei Wölfersheim-Wohnbach und am Kapellenberg bei Hofheim am Taunus. Der Turm auf dem Gaulskopf lag zwischen dem Kleinkastell Kaisergrube und dem Kleinkastell „Am Eichkopf“ (siehe Liste der Kastelle am Obergermanisch-Raetischen Limes).

1926 wurde die heutige Rekonstruktion des Römerturms eingeweiht. Vom ursprünglichen Turm waren nur Ruinen erhalten geblieben. Der Wiederaufbau erfolgte durch Geldmittel von Gustav Oberländer (2. Juni 1867-30. November 1936), einem deutschstämmigen Strumpfunternehmer aus den USA. Der Turm ist mit einer Seitenlänge von 8 Metern ungewöhnlich groß.

Denkmalschutz und Fundverbleib

Der Römerturm und die umliegenden Limesanlagen sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Außerdem sind sie Bodendenkmale nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Literatur

  • Dietwulf Baatz in: D. Baatz und Fritz-Rudolf Herrmann (Hrsg.): Die Römer in Hessen³. Lizenzausgabe der Auflage von 1989, Nikol, Hamburg 2002 ISBN 3-933203-58-9, S. 399.
  • Vera Rupp und Heide Birley: Wanderungen am Wetteraulimes. Archäologische Wanderungen am Limes vom Köpperner Tal im Taunus bis zur Drususeiche bei Limeshain. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1551-0, (= Führer zur hessischen Vor- und Frühgeschichte 6), S. 98–100.

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