Cheri-cheped-Kenmut in Hieroglyphen


Cheri-cheped-en-Kenmut
Ḫr-3-ḫpd-n-knm.t
Der unter dem Hinterteil des Kenmut-Tieres ist

Cheri-cheped-Kenmut war die altägyptische Bezeichnung eines Dekans, der als Baktiu nur den Stern Denebola umfasste.

Hintergrund

Im Nutbuch wird Cheri-cheped-Kenmut in den Dekanlisten an verschiedenen Positionen geführt und repräsentierte auf Diagonalsternuhren in den Sargtexten der Epoche Amenemhet I. als Baktiu-Sternbild die dritte Dekade.

Sesostris III. veranlasste in seinem siebten Regierungsjahr die Neuordnung der Dekanliste, in der Cheri-cheped-Kenmut nunmehr auf Position zwei geführt wurde. Der heliakische Aufgang war für den 16. Schemu I[3] datiert. Die führende Rolle des ersten Baktiu übernahm Kenmut, der zu jener Zeit am 6. Schemu I[4] seinen heliakischen Aufgang hatte.

Darstellung

Cheri-cheped-Kenmut wird ikonografisch entweder als löwenköpfige Sachmet mit Kobra auf dem Kopf oder als falkenköpfiger Horus dargestellt. Eine weitere Gleichsetzung wird mit der Gottheit „der mit den Horuskindern“ vollzogen.

Cheri-cheped-Kenmut ist als Dekan-Gottheit zuständig für die zweite Stunde im Buch von der Nacht. Besondere Verehrung erfuhr er während der griechisch-römischen Zeit in Buto und wurde dort in das Opferungsritual mit einbezogen.

Siehe auch

  • Liste der Dekan-Sterne

Literatur

  • Christian Leitz u. a.: LGG - Bd 6: H̱ - s -, Peeters, Leuven 2002, ISBN 2-87723-649-8
  • Alexandra von Lieven: Grundriss des Laufes der Sterne – Das sogenannte Nutbuch. The Carsten Niebuhr Institute of Ancient Eastern Studies (u. a.), Kopenhagen 2007, ISBN 978-87-635-0406-5

Einzelnachweise

  1. Gemäß Schreibung in der Sethos I - Schrift des Nutbuches. Die Verwendung der Hieroglyphe
    W12
    statt
    T28
    widerspricht der üblichen Schreibung. Ursache ist die teilweise kryptographische Schreibung des Nutbuches, vgl. Alexandra von Lieven: Grundriss des Laufes der Sterne – Das sogenannte Nutbuch, The Carsten Niebuhr Institute of Ancient Eastern Studies (u. a.), Kopenhagen 2007, S. 385.
  2. Gemäß Schreibung in den Sargtexten des Mittleren Reiches; vgl. Christian Leitz: LGG - Bd 6: H̱ - s -, Peeters, Leuven 2002, S. 39.
  3. 25. oder 31. Juli (das Sichtungsdatum ist vom Bezugsort abhängig).
  4. 15. oder 21. Juli (das Sichtungsdatum ist vom Bezugsort abhängig).