Die beiden Ashvins ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) m.[1]; im Dual: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value) aśvinau; zu aśva „Pferd“) oder Nasatyas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value) nāsatyau „(zwei) Nichtunwahre“[2]) sind in der vedischen Mythologie zwei göttliche jugendhafte Zwillinge. Ihre Namen sind Dasra ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)[3]) und Nasatya ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)[2]).

Mythos

Die Ahsvins gelten als Zwillingssöhne von Dyaus pita oder von Vivasvat und Saranyu, der Tochter von Tvashtri. Im indischen Epos Mahabharata werden sie als Söhne des Aditya Martanda bezeichnet. Zudem werden Nakula und Sahadeva, die Zwillingssöhne der Kunti, als mythische Söhne der beiden Ashvins betrachtet.

Den Ashvins sind im Rigveda nach Indra, Agni und Soma die meisten Hymnen gewidmet. Sie sind untrennbare Zwillinge und werden als hübsche Jünglinge mit einem goldenen Schimmer beschrieben. Sie sind stark und schnell wie ein Adler oder Gedanke. Sie sind wohlwollend und helfen in Not geratenen Menschen, befreien aus Seenot, und besitzen auch Heilkräfte. Dem greisen Maharishi Chyavana gaben sie gar seine Jugendlichkeit zurück.

Als Getränk bevorzugen sie Madhu oder Soma, ein Honiggetränk, und geben dieses den Bienen. Ihr von den Ribhus verfertigter dreirädriger Wagen (Ratha) ist honigfarben und honigbeladen. Dieser wird von geflügelten Pferden oder Vögeln gezogen. Mit ihrer Peitsche schleudern sie Honig aus. Doch wurde ihnen auch Milch geopfert.

Indogermanisches Erbe

Die Ashvins werden von der Religionsforschung als indogermanisches Erbe betrachtet und mit den griechischen Dioskuren Kastor und Polydeukes (Pollux) und den baltischen Dieva dēli verglichen.

Literatur

  • Gabriele Zeller: Die vedischen Zwillingsgötter. Untersuchungen zur Genese ihres Kultes. Wiesbaden : Harrassowitz 1990 (Freiburger Beiträge zur Indologie. Bd. 24) - Ursprgl. phil. Diss. 1987
  • Hans Wilhelm Haussig (Hrsg.): Götter und Mythen des indischen Subkontinents (= Wörterbuch der Mythologie. Abteilung 1: Die alten Kulturvölker. Band 5). Klett-Cotta, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-909850-X, S. 43 f.
  • Aswin, Aswinau, Aswini Kumaras. In: John Dowson: A classical dictionary of Hindu mythology and religion, geography, history, and literature. Trübner & co., London 1879, S. 29–31 (Textarchiv – Internet Archive).

Einzelnachweise

  1. aśvin. In: Monier Monier-Williams: Sanskrit-English Dictionary. Clarendon Press, Oxford 1899, S. 116, Sp. 1.
  2. 2,0 2,1 nāsatya. In: Monier Monier-Williams: Sanskrit-English Dictionary. Clarendon Press, Oxford 1899, S. 523, Sp. 3.
  3. dasra. In: Monier Monier-Williams: Sanskrit-English Dictionary. Clarendon Press, Oxford 1899, S. 473, Sp. 1.

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