Zafarraya, Spanien

Fundort: Zafarraya, Sierra de Alhama, Spanien
Spezies: Homo neanderthalensis
Geschätztes Alter: 31500 Jahre, Datierung basierend auf Radiokarbon-Methode (C-14)
Kultur: Mousterien

Letzte Meldung:   Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren   –  Senckenberg-Wissenschaftler Ottmar Kullmer hat mit einem internationalen Team Zähne der ausgestorbenen Vormenschen-Art Australopithecus africanus in Hinblick auf die Nahrungsaufnahme im Kindesalter untersucht. Analysen der Zahnchemie zeigen, dass die Mütter der afrikanischen Homininen-Art ihre Kinder in den ersten 12 Lebensmonaten stillten und auch später – in Zeiten von Nahrungsknappheit – auf die Ernährung mit Muttermilch zurückgriffen. Die intensive, jahrelange Mutter-Kind-Bindung wird als eine der Ursachen für die geringe Nachkommen-Anzahl bei den Vormenschen gedeutet. Die Studie erscheint heute im renommierten Fachjournal „Nature“. ....

Zafaraya ist ein attraktives, kleines Dorf in der Nähe von Malaga in Südspanien. Es liegt am Fuße der Sierra Tejeda Berge auf einer Höhe von 893 Metern über dem Meeresspiegel. Das Dorf hat rund 2.500 Einwohner und ist umgeben von grünen Wiesen, Weinbergen und Pinienwäldern, die die Berghänge emporwachsen.

Die Bergsilhouette der Sierra Tejeda wird von einer großen, U-förmigen Lücke unterbrochen, die als »El Boquete de Zafarraya« bekannt ist. Durch sie hindurch führt eine Straße, die die Provinzen Malaga und Granada verbindet. In der Nähe von El Boquete de Zafarraya befindet sich eine Höhle, in der man interessante Entdeckungen gemacht hat.


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Blick in die Sierra de Tejeda


Die Ausgrabungen in der Höhle haben Knochen von Steinböcken sowie Werkzeuge der Mousterienkultur ans Licht gebracht, deren Herstellungstechnik traditionell den europäischen Neandertalern zugeordnet wird. Dass 90 Prozent der tierischen Überreste von Steinböcken stammen, lässt eine Vorliebe für die Jagd auf diese Tiere vermuten. Es gibt aber auch Knochenreste von Fleischfressern, was darauf hindeutet, dass Raubtiere regelmäßige Bewohner der Höhle waren, während Menschen nur sporadisch in ihr wohnten.

Fundstücke Nachfolgende Fotos © Human Evolution Research Center, (US-Lizenz Fair Use)

Homo neanderthalensis
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ZAFARRAYA

L. FEM (proximal), MAN (R. I1-M2, L. C-M3)


Literatur

Koordinaten