Piltdown, Großbritannien

Fundort: Piltdown, Sussex, England, Großbritannien
Spezies: Homo sapiens
Geschätztes Alter: 100 Jahre
Kultur: Fälschung

Letzte Meldung:   Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren   –  Senckenberg-Wissenschaftler Ottmar Kullmer hat mit einem internationalen Team Zähne der ausgestorbenen Vormenschen-Art Australopithecus africanus in Hinblick auf die Nahrungsaufnahme im Kindesalter untersucht. Analysen der Zahnchemie zeigen, dass die Mütter der afrikanischen Homininen-Art ihre Kinder in den ersten 12 Lebensmonaten stillten und auch später – in Zeiten von Nahrungsknappheit – auf die Ernährung mit Muttermilch zurückgriffen. Die intensive, jahrelange Mutter-Kind-Bindung wird als eine der Ursachen für die geringe Nachkommen-Anzahl bei den Vormenschen gedeutet. Die Studie erscheint heute im renommierten Fachjournal „Nature“. ....

Die frühen Funde des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts brachten handfeste Beweise für die Evolution des Menschen.

Mangelhafte Ausgrabungstechniken, fehlende zuverlässige Datierungsmethoden und ungeschultes Personal erschwerten die korrekte Einordnung der Fossilien, was zu andauerndem Gelehrten-Gezänk führte.



Schlimmer waren freilich gefälschte Urmenschenrelikte. Der berühmteste Fall ist der Schwindel um den Piltdown-Menschen. Das Exemplar besteht aus dem Unterkiefer eines Orang-Utan und dem Schädel eines modernen Menschen.

Fundstücke Nachfolgende Fotos © Human Evolution Research Center, (US-Lizenz Fair Use)

Homo sapiens
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PILTDOWN 1

CRA

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