Mungo, Australien

Fundort: Mungo, Lake Mungo, Australien
Spezies: Homo sapiens
Fossil: WLH 3, WLH 50
Geschätztes Alter: 40000 Jahre
Kultur: Feuer

Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....

Im Südosten Australiens liegen die Willandra-Seen, deren bekanntester der Lake Mungo ist. Wasser führen sie schon lange nicht mehr. Alle sechs Seen sind seit etwa 15.000 Jahren ausgetrocknet. Doch vor 50.000 bis 15.000 Jahren zog eine insgesamt mehr als 1000 Quadratkilometer große Wasserfläche Menschen und Tiere an. Vor wenigstens 60.000 Jahren haben hier Menschen erstmals ihre Spuren in Form von Steinwerkzeugen, Feuerstellen und Gräbern hinterlassen.

Die Menschen vom Mungosee waren gut ernährt und lebten gesund, ihre Nahrung aus dem See war proteinreich und vielseitig. Doch sie waren nicht nur auf den Fischfang angewiesen. An Feuerstellen sowie in Erdöfen und Abfallhaufen wurden die Knochen einer Reihe von Beuteltieren gefunden, darunter Wallaby, Kanguru und Wombat. Auch fanden sich Reste von den heute ausgestorbenen Tasmanischen Tigern, die auf ausgedehnteren Jagdausflügen erlegt wurden.


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Vor 40.000 Jahren haben die Menschen, die am Mungosee lebten, hier zwei ihrer Verstorbenen beerdigt.



Literatur

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